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Die Erfindung betrifft ein KlemmDrofil aus Gummi oder
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Kunststoff, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Drahteinlage,
die aus einer in Längsrichtung des Klemmprofils verlaufenden Gruppe von Kettdrähten
sowie quer dazu angeordneten Schußdrähten besteht.
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Derartige Klemmprofile dienen insbesondere zur Abdichtung verschiedener
Karosserieteile von Kraftfahrzeugen, z.B. des Kofferraumes gegenüber der Kofferraumklappe.
Die Dichtungsprofile müssen in verschiedene Richtungen biegsam sein, ohne daß das
einmal gebogene Profil durch Rückstellkräfte seine Form wieder verliert. Aus diesem
Grunde erhalten die aus Gummi oder Kunststoff bestehenden Klemm- und Dichtungsprofile
eine Metalleinlage, die zugleich dem Dichtungsprofil die notwendige Klemmkraft verleiht.
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3ekannt ist es, als Metalleinlage Bleche aus einzelnen parallel zueinander
liegenden und über Stege miteinander verbundenen Blechstreifen zu verwenden, die
dann anschließend in Kunststoff bzw. Gummi eingebettet werden.
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Diese Blechstreifen werden durch Stanzen hergestellt, somit ein erheblicher
Materialverlust verbunden ist, ier sich belastend auf die Kostensituation auswirkt.
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nachteilig ist außerdem, daß derartige Einlagen von Klemmprofilen
nicht gestaucht werden können. Dies ist aber notwendig, wenn derartige Klemmprofile
kls Endlosband geliefert werden sollen Um diesen rfordernissen zu genügen, werden
die bekannten detallbänder nach Durchlaufen des Extruders'
d.h.
nach Fertigstellung des Klemmbandes, gereckt um die Verbindungsstellen zwischen
den einzelnen Blechstreifen zu zerstören. Damit wird es zwar möglich, derartige
Klemmprofile begrenzt zu stauchen, allerdings mit dem Nachteil, daß sie nach einem
gewissen Alterungsprozeß schrumpfen, ohne daß die Metalleinlage diesen Schrumpfprozeß
verhindern kann. Damit werden die Klemm- und Dichtungsprofile durchlässig, was insbesondere
im Bereich des Kraftfahrzeughecks nachteilig ist, weil dann durch diese undichten
Stellen Abgase des fahrenden Kraftfahrzeuges in den Kofferraum und damit in das
Innere des Kraftfahrzeuges eintreten und die Insassen gefährden können.
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Es sind bereits auch Einlagen für derartige Klenmprofile bekannt,
die aus in Längsrichtung des Klemmprofils verlaufenden metallischen Kettdrähten
und quer dazu angeordneten metallischen Schußdrähten bestehen.
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Dabei hat es sich jedoch als schwierig erwiesen, die relativ schmalen
Bänder aus Kett- und Schußdrähten so zu gestalten, daß die parallel zueinander liegenden
Schußdrähte ihre Lage auch vor und während des Durchlaufens des Extruders einhalten.
Vielmehr hat sich gezeigt, daß der Verband zwischen Kett- und Schußdrähten insbesondere
dann, wenn die Schußdrähte die Kettdrähte beidseitig überragen (DE-PS 1 926 329),
nicht fest genug ist, um eine einwandfreie Lage der Schußdrähte auch nach Durchlaufen
des Extruders zu gewährleisten.
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Um dies zu verbessern, ist vorgeschlagen worden, die Schußdrähte mit
Hilfskettdrähten zu arretieren. Aber auch diese Lösung ist nicht zufriedenstellend,
weil die Zugkräfte beim Durchlaufen des Extruders so erheblich sind, daß die Enden
der Schußdrähte trotz der Hilfskettdrähte ihre Lage ändern. Auch eine Umhüllung
der
Schußdrähte mit einer Kunststoffummantelung bringt keine ausreichende Fixierung
der Schußdrahtenden. Damit ist aber die Klemmwirkung und die Dichtigkeit des Klenprofils
nicht an allen Stellen gleich und damit unzureichend.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein schrumpfungssicheres
Klemmprofil mit auch nach dem Extrudieren ausgerichtet eingebetteten Schußdrähten
zu schaffen, welches sich auch stauchen läßt.
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Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kett-
und die Schußdrähte mit einer die Kreuzungsstellen von Kett- und Schußdrähten insgesamt
umhüllenden Kunststoffbeschichtung versehen sind.
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Hiermit wird erreicht, daß die Verbindung zwischen Kett-und Schußdrähten
so weit verstarrt wird, daß den relativ kurzen Schußdrähten ihre Beweglichkeit genommen
wird.
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Damit kann eine derart vorbereitete und ausgebildete Drahteinlage
ohne Hilfskettdrähte oder andere Maßnahmen dem Extruder zugeführt und mit dem das
Klemmprofil darstellenden Kunststof-bzw. Gummimantel umgeben und in die für das
Klemmprofil notwendige U-Form gebogen werden, wobei nun die die Flanken bildenden
Schußdrähte für die notwendige Klemmkraft sorgen.
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Die Verbindung zwischen einzelnen Drahteinlagen kann z.B. durch Schweißung
erfolgen, wobei vorher die Kunststoffbeschichtung zumindest teilweise durch Abschleifen
o.ä. Arbeitsvorgänge entfernt werden muß. Es ist somit möglich, mit einer derartigen
Drahteinlage ein Endlosprofil zu fertigen, das bei der Montage ohne weiteres gestaucht
werden kann, ohne daß die Drahteinlage dem Klemmprofil eine die Dichtigkeit gefährdende
Schrumpfung ermöglicht. Auch nach langer Lebensdauer des KlemX-profils ist somit
ein Schrumpfen sicher verhindert, auch wenn der den Kunststoffmantel bildende Kunststoff
entsprechende Bestrebungen aufweist.
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Eine besonders günstige Fertigung der Drahteinlagen und eine genaue
Fixierung der Schußdrahtenden ist gegeben, indem die Drahteinlagen aus großflächigen
aus Schußdrähten und rechtwinklig dazu verlaufenden und gruppenweise in einem der
Breite einer einzelnen Drahteinlage entsprechenden Abstand angeordneten Kettdrähten
bestehenden Bahnen hergestellt und dann beschichtet sind. Hiermit wird es möglich,
mehrere Drahteinlagen gleichzeitig herzustellen, wobei die Schußdrähte zunächst
durch die parallel zueinander verlaufenden Gruppen der Kettdrähte im Verband gehalten
werden und erst kurz vor der Beschichtung abgeschnitten werden.
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Als besonders zweckmäßig erweist es sich dabei, gemäß einer Ausbildung
der Erfindung, die Bahnen insgesaat mit Kunststoff zu beschichten und dann in einzelne
Drahteinlagen aufzuteilen. Damit wird nämlich erreicht, daß bereits beim Zerschneiden
der Bahnen in einzelne Drahteinlagen die Verbindungsstellen zwischen den Kett- und
den Schußdrähten durch die Kunststoffbeschichtung verstarrt sind und somit der Schneidevorgang
sich nicht nachteilig auswirken kann. Überraschend ist dabei außerdem, daß sich
die Beschichtung der Drähte entschärfend auf die Schneidestellen auswirkt, d.h.
die Verletzungsgefahr wird erheblich herabgesetzt, ohne daß hierzu zusätzliche Maßnahmen
notwendig sind.
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Um den Materialbedarf und das Gewicht derartiger Klemmprofile in Grenzen
zu halten, ist nach einer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Anzahl der
Kettdrähte bzw. ihre Festigkeit entsprechend der zu erwartenden Zugkraft beim Extrudieren
gewählt ist. Die Kettdrähte haben nämlich im wesentlichen die Aufgabe, außer der
Verbindung der Schußdrähte auch das Durchziehen der fertiggestellten Drahteinlage
durch den Extruder zu ermöglichen. Die Verhinderung des Schrumpfens des
Klemmprofils
erfordert demgegenüber eine geringere Festigkeit.
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Die Maße für derartige Klemmprofile, d.h. insbesondere auch die Dicke
der Flanken, sind vorgegeben. Um für die Gummi- bzw. Kunststoffmasse ausreichend
Platz zu belassen, ist daher gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Festigkeit
der Schußdrähte entsprechend der erforderlichen Klemmkraft des Klemmprofils gewählt
ist. Dabei kann je nach den Anforderungen und den gegebenen Verhältnissen ein Schußdraht
mit größerem Querschnitt oder aber mit einer höheren Festigkeit gewählt werden.
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Die Verbindung zwischen Kett- und Schußdrähten kann bereits vor Aufbringen
der Kunststoffbeschichtung und der damit verbundenen Verstarrung der Verbindungsstellen
verbessert und damit die Beweglichkeit der Schußdrähte eingeschränkt werden, daß
die Kett- und die Schußdrähte eine deutlich unterschiedliche Festigkeit aufweisen.
Dadurch tritt eine Verkröpfung des weicheren Drahtes ein, so daß ein Verrutschen
erschwert wird.
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Bei der Forderung nach besonders großer Beweglichkeit des U-förmig
gebogenen Klemmprofils senkrecht zur Richtung der Kettdrähte ist es zweckmäßig,
die Kettdrähte außermittig an beiden Enden der Schußdrähte unter Belassung eines
geringen Überstandes anzuordnen.
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Damit bleibt der Rücken des Klemmprofils von Kettdrähten frei, so
daß der Biegevorgang durch die Kettdrähte nicht mehr beeinflußt wird.
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Eine Verstarrung zwischen den Kett- und Schußdrähten kann nach einer
anderen Ausführungsform der Erfindung auch dadurch erreicht werden, daß die mittig
angeordnete
Gruppe der Kettdrähte mit den Schußdrähten vollnahtverschweißt
ist. Durch eine solche Verschweißung der Verbindungsstellen wird zwar die Stauchbarkeit
des Klemmprofils etwas eingeschränkt, was aber durch den Vorteil zumindest teilweise
aufgehoben wird, daß bei Herstellung von Endlosprofilen das Verbinden, d.h. das
Verschweißen, der einzelnen Enden einfach und ohne große zusätzliche Arbeitsgänge
erreicht werden kann.
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Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß mit einfachen
Mitteln und ohne großen zusätzlichen Arbeitsaufwand ein Klemnprofil geschaffen wird,
das sowohl ein Stauchen ermöglicht als auch gleichzeitig einen Schrumpfungsprozeß
des alterndenKlemmprofils sicher unterbindet. Durch die Begrenzung der Anzahl der
Kettdrähte wird außerdem eine Flexibilität des Klerttmprofils gewährleistet, das
über dem bekannter Klemmprofile mit Draht und auch mit Metallbändern liegt.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Klenmprofil, Fig. 2 einen Querschnitt
durch eine derartige Drahteinlage im Ausschnitt, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine
Drahteinlage mit seitlich angeordneten Kettdrähten und Fig. 4 einen Querschnitt
durch ein Klemmprofil mit Drahteinlage.
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Bei der in Fig. 1 gezeigten Drahteinlage 2 sind die parallel nebeneinander
liegenden Schußdrähte 5, 6 durch die mittig angeordneten Kettdrähte 3, 4 miteinander
verbunden. Unmittelbar nach Fertigstellung bzw. während der Fertigstellung ist die
Drahteinlage 2 mit einer aus Fig. 2 deutlicher hervorgehenden Kunststoffbeschichtung
10 versehen.
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Diese Kunststoffbeschichtung lo umhüllt die Kettdrähte 3,4 und Schußdrähte
5, 6 insbesondere auch an den Kreuzungsstellen 7 8. Dadurch sind die Kreuzungsstellen
7 8 bzw.
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die so geschaffenen Verbindungsstellen miteinander verstarrt, so daß
die einzelnen S'chußdrähte 5, 6 ihre Lage nicht mehr verändern kennen.
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Die innige Umhüllung der Kettdrähte 3, 4 bzw. Schußdrähte 5 6 insbesondere
an den Kreuzungsstellen 7 8 ist in Fig. 2 verdeutlicht, wobei die Schußdrähte 5,
6 einen größeren Durchmesser aufweisen als die Kettdrähte 3 4.
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Nicht angedeutet ist, daß durch die Wahl einer unterschiedlichen Festigkeit
von Kettdrähten 3, 4 und Schußdrähten 5, 6 eine Verkröpfung an dem weicheren Draht
auftreten kann, so daß auch vor der Beschichtung mit Kunststoff bereits eine gewisse
Fixierung der Schußdrähte 5, 6 gegeben ist. Durch diese Beschichtung und die Verstarrung
der Verbindungsstellen bzw Kreuzungsstellen 7, 8 wird ein Abwandern der Kettdrähte
3, 4 sicher vermieden und somit gleichzeitig die genaue Lage der Schußdrähte 5,
6 gewährleistet. Um eine innige Verbindung der einzelnen Drähte mit dem anschließend
im Extruder aufgebrachten Kunststoffmantel zu gewährleisten, ist die Kunststoffbeschichtung
so dünn aufgebracht, daß zwischen den Verbindungsstellen noch Lücken verbleiben,
in die beim Extrudieren Kunststoff einfließen n kann. Die Kunststoffbeschichtung
lo selbst kann sich bei den Vorgang im Extruder mit dem später
aufgebrachten
Kunststoffmantel 15 verbinden, ohne daß dann noch ein Verschieben der Schußdrähte
5, 6 möglich ist.
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Fig. 3 zeigt eine Variante einer Drahteinlage 2, bei der die Kettdrähte
3, 4 am Ende 11, 12 der Schußdrähte 5, 6 unter Belassung eines Überstandes 13 angeordnet
sind.
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Auch diese Drahteinlage 2 ist mit einer Kunststoffbeschichtung 10
versehen, so daß die Verbindungsstellen bzw, Kreuzungsstellen 7 verstarrt sind und
die Kettdrähte 3, 4 nicht abwandern können. Ein solches Band, d.h. eine solche Drahtinlage
2, ist insbesondere für Einsatzfälle zweckmäßig, bei denen eine Verbiegung des in
Fig. 4 dargestellten Klemmprofils 1 in Richtung der Achse 16 erfolgen soll.
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Durch die Wahl von Kettdrähten 3, 4 und Schußdrähten 5, 6 mit rundem
Querschnitt wird die Verformbarkeit des Klemmprofils 1 in die verschiedensten Richtungen
ermöglicht, ohne daß sich die Kunststoffbeschichtung lo oder aber der Kunststoffmantel
15 von dem Draht löst bzw. abhebt. Andererseits ist durch die innige Verbindung
der Kett- und Schußdrähte auch beim Verkanten ein Verrutschen der Enden der Schußdrähte
sicher vermieden. Hinzu kommt, daß die Drahteinlage oder allgemein gesagt die Metalleinlage
2 durch die Kunststoffbeschichtung Io korrosionsgeschützt ist und somit aus, bei
längeren Zwisch~nlagerungszeiten ohne weitere Vorbehandlung sofort zu Klemmprofils
verarbeitet werden kann. Die Drahteinlage 2 selbst ist so verarbeitet, daß die Drähte
nicht aus dem Kunststoff hervorstehen und somit auch bei einem extremen Biegevorgang
nicht den Kunststoffmantel zerschneiden bzw. beschädigen können. Die beim Ablängen
der Schußdrähte auftretenden Kanten werden vielmehr durch die Kunststoffbeschichtung
bereits vorab entschärft.
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L e e r s e i t e