DE2926299C2 - Eisenbahn-Güterwagen zum Transport von schweren Blechrollen - Google Patents
Eisenbahn-Güterwagen zum Transport von schweren BlechrollenInfo
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- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Eisenbahn-Güterwagen, dessen Ladefläche zum Transport von schweren Blechrollen
mit sich über die ganze Ladeflächenbreite erstreckenden Mulden versehen ist, von denen jede zwei
in entgegengesetzter Richtung schrägstehende Muldenwände aufweist, wobei jede Mulde durch ein um eine
quer zur Wagenlängsrichtung verlaufende Achse begrenzt schwenkbares Klappenpaar derart abdeckbar ist,
daß eine ebene Ladefläche gegeben ist
Aus der DE-PS 16 05 031 ist ein Eisenbahn-Güterwagen bekannt, bei dem die Mulden und damit die Auflager
für die Blechrollen von den einzelnen Klappenpaaren gebildet werden, wobei für die gesamte Ladefläche
die klappen in ihrem Aufbau und in den Abmessungen gleich ausgebildet sind und somit gleichartige Mulden
gebildet werden. Dadurch, da3 die Klappen die senkrechten Kräfte aus dem Gewicht und die horizontalen
Brems- und Beschleunigungskräfte der Blechrollen aufnehmen und auf das Untergestell übertragen müssen,
sind die Klappen deren Verriegelungen und Schwenkbolzen usw. besonders kräftig auszubilden, was zwangsläufig
eine Minderung des Transportvolumens bedeutet, da das zulässige Gesamtgewicht des Wagens durch den
Achsdruck festgelegt ist Die gleichartige Ausbildung der Mulden kann zu einem ungleichmäßigen Achsdruck
führen, wenn einseitig im Wagen Blechrollen mit größerem Durchmesser abgelegt sind, da dem Belader die
Auswahl der Mulden überlassen ist. Durch die Lagerung der Blechrollen in Mulden ist zwar eine gewisse Sicherheit
gegen Längsverschiebungen gegeben, nicht aber gegen Querverschiebungen, wie dies im Fährboatverkehr
bei schwerem Seegang notwendig ist. Zum Transport paketierter Güter ist weder eine Sicherung gegen
Verschieben in Längs- oder Querrichtung der Ladefläche gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Eisenbahn-Güterwagen
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Boden des Wagens beim Transport
von Blechrollen von diesen nicht beeinflußt wird, wobei für Blechrollen unterschiedlichen Durchmessers Mulden
mit unterschiedlichem Querschnitt vorgesehen sind und das Ladegut, unabhängig ob Blechrolle oder paketiertes
Gut, oder beide gewünscht sowohl in Längs- als auch in Querrichtung gegen Verschieben gesichert ist.
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß die die unter der Ladefläche liegenden Mulden
(1 bis 5) abdeckenden ebenen Klappen (7) in der senkrechten Stellung durch axial, d. h. in der Höhe verschiebbare
Steckrungen (11) gehalten sind und jeder Muldenwand zwei die seitliche Bewegung der Last begrenzende
Arme (14) zugeordnet sind, die um eine unter der Ladefläche liegende Achse (16) nach oben schwenkbar
und auf der Achse (16) der Seite und Höhe nach festlegbar sind.
Nachfolgend wird an einem Ausführungsbeispiel die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
so F i g. 1 eine Draufsicht auf die Ladefläche mit halbseitig hochgeschwenkten Klappen;
F i g. 2 einen Schnitt nach Linie Π-ΙΙ der Fig. 1;
Fig.3 einen Schnitt nach Linie III-1II der Fig. 1 im vergrößerten Maßstab;
F i g. 2 einen Schnitt nach Linie Π-ΙΙ der Fig. 1;
Fig.3 einen Schnitt nach Linie III-1II der Fig. 1 im vergrößerten Maßstab;
F i g. 4 im vergrößerten Maßstab einen Schnitt nach Linie IV-IVder Fig. 1;
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der F i g. 4.
Zwischen den äußeren Langträgern des Untergestelles des Eisenbahn-Güterwagens sind quer zur Fahrtrichtung unter der Ladefläche liegende Mulden 1 bis 5 angeordnet und mit den Langträgern fest verbunden. Die Muldenwände sind zueinander geneigt und abgewinkelt. Um Blechrollen mit unterschiedlichen Durchmessern befördern zu können, besitzt die in der Quermittelebene des Wagens liegende Mulde 3 einen größeren Querschnitt als die beidseitig im gleichen Abstand angeordneten Mulden 2 und 4, die ihrerseits einen größeren Querschnitt besitzen als die Mulden 1 und 5. Die
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der F i g. 4.
Zwischen den äußeren Langträgern des Untergestelles des Eisenbahn-Güterwagens sind quer zur Fahrtrichtung unter der Ladefläche liegende Mulden 1 bis 5 angeordnet und mit den Langträgern fest verbunden. Die Muldenwände sind zueinander geneigt und abgewinkelt. Um Blechrollen mit unterschiedlichen Durchmessern befördern zu können, besitzt die in der Quermittelebene des Wagens liegende Mulde 3 einen größeren Querschnitt als die beidseitig im gleichen Abstand angeordneten Mulden 2 und 4, die ihrerseits einen größeren Querschnitt besitzen als die Mulden 1 und 5. Die
Mulden 1 und 5 werden zur Bildung einer ebenen durchlaufenden Ladefläche durch je ein Klappenpaar 7 abgedeckt,
wobei jede Klappe einteilig und eben ausgebildet und um eine horizontale Achse 8 nach oben schwenkbar
gelagert ist Die Achsen 8 liegen in Mitte des die Ladefläche bildenden Bodens 9, sowie in einem Abstand zur
Muldenwand 6 der abzudeckenden MuUe und der Achse
der folgenden Klappe für die anschließende Mulde. In der herabgeklappten Stellung liegt jede Klappe horizontal
auf den Längsträgern und beidseitigen Auflagen 10 auf, wobei die Auflagen 10 eine Verriegelung tragen
um eine einzelne Klappe oder ein Klappenpaar 7 zu halten.
Die Achsen 8 der benachbarten Klappen zweier Mulden liegen derart in einem Abstand zueinander, daß die
Klappen in der hochgeklappten vertikalen Lage einen Abstand zueinander aufweisen. In diesem Abstand ist
beidseitig im Bereich der Langträger je eine vorteilhafte axial verschiebbare Steckrunge U angeordnet, die in
der abgesenkten Lage verriegelt auf einem Anschlag derart aufsitzt, daß ihre Oberkante mit der Oberkante
des Bodens 9 fluchtet Die Sterkrungen 11 können axial
nach oben gezogen und in dieser Stellung verriegelt werden, so daß sie ein beträchtliches Maß die Ladefläche
überragen. Der für das Herausziehen vorgesehene Handgriff 12 ist so ausgebildet, daß er als Bindeöse zur
Festlegung des Ladegutes dienen kann.
Zum Transport normalen Ladegutes sind die Klappenpaare 7 herabgeklappt und bilden eine durchgehende
Ladefläche, wobei die Steckrungen 11 nach oben gezogen zum Verzurren des Ladegutes dienen können.
Für den Transport von großem paketierten Stückgut, wie etwa von Blechpaketen wird zusätzlich eine Klappe
hochgeschwenkt, die sich mit der Steckrunge 11 beim Anschlag selbsttätig durch eine Drehsicherung 13 verriegelt,
so daß ein Schott gebildet wird, das Längsbewegungen des Ladegutes verhindert. Sollen Blechrollen
transportiert werden, so werden die Steckrungen 11 herausgezogen urd die Klappen hochgeklappt, daß sie
in der vertikalen Lage stehen und in dieser an die Steckrungen verriegelt gehalten sind. Sodann kann entsprechend
dem Querschnitt der Mulden 1 bis 5 beladen werden, wobei die Klappen, bedingt durch den Abstand der
Achsen 8 zum oberen Rand der Muldenwand 6 als Schott dienen und Längsbewegungen der Blechrollen
verhindern.
Um paketiertes Ladegut oder Blechrollen gegen Querbewegungen auf der Ladefläche oder in den Mulden
1 bis 5 zu sichern, sind jeder Klappe zugeordnete beidseitig zwischen jedoch in Nähe der äußeren Längsträger
nach oben schwenkbare Arme 14 angeordnet, die in der abgesenkten horizontalen Lage unterhalb der
Klappen und damit des Bodens 9 liegen. Der Arm 14 ist wie in Fig.4 dargestellt über eine Buchse 15 schwenkbar
und verschiebbar auf einer horizontalen, quer zur Fahrtrichtung und achsparallel zur Achse 8 liegenden
Achse 16 gelagert. Um beim Hochschwenken die Neigung und gegenüber dem Ladegut den seitlichen Abstand
festzulegen, ist dem Arm 14 gegenüberliegend an der Buchse 15 eine Nase 17 befestigt, der gegenüberliegend
ein an der Lagermulde 18 befestigter Raster 19 zugeordnet ist, in den die Nase 17 zur Festlegung des
Armes 14 eingreift. Der Raster 19 ist kammartig ausgebildet, indem er eine Vielzahl in gleichmäßigen Abständen
angeordneter Einschnitte 20, mit linear nach außen abnehmender Tiefe besitzt, wobei die Breite der Einschnitte
20 derart bemessen ist daß die Nase 17 zwangsfrei eineeführt werden kann. Durch Verschieben des
Armes 14 auf der Achse 16 wird der seitliche Abstand zum Ladegut eingestellt, und gleichzeitig die Neigung
gefunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Eisenbahn-Güterwagen, dessen Ladefläche zum Transport von schweren Blechrollen mit sich über
die ganze Ladeflächenbreite erstreckenden Mulden versehen ist, von denen jede zwei in entgegengesetzter
Richtung schrägstehende Muldenwände aufweist, wobei jede Mulde durch ein um eine quer zur
Wagenlängsrichtung verlaufende Achse begrenzt schwenkbares Klappenpaar derart abdeckbar ist,
daß eine ebene Ladefläche gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die unter der Ladefläche
liegenden Mulden (1 bis 5) abdeckenden ebenen Klappen (7) in der senkrechten Stellung durch
axial, d. h. in der Höhe verschiebbare Steckrungen (11) gehalten sind und jeder Muldenwand zwei die
seitliche Bewegung der Last begrenzende Arme (14) zugeordnet sind, die um eine unter der Ladefläche
liegende Achse (16) nach oben schwenkbar und auf der Achse (16) der Seite und Höhe nach festlegbar
sind.
2. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (8) der benachbarten
Klappen zweier Mulden (z. B. 2 und 3) in einem Abstand zueinander liegen und die Steckrungen
(11), die in der abgesenkten Lage einen Teil des Bodens (9) bilden, zwischen den Achsen (8) angeordnet
sind.
3. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckrungen (U)
nach oben gezogen und am Wagen verriegelt eine Aufnahme zur selbsttätigen Festlegung der an der
Klappe (7) angeordneten Drehsicherung (13) aufweisen.
4. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckrunge (ti) einen
als Bindeöse ausgebildeten Handgriff (12) hat.
5. Eisenbahn-Güterwagen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den
Steckrungen (11) verriegelten Klappen (7) ein über die Breite des Bodens (9) sich erstreckendes Schott
bilden.
6. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (7) in der
horizontalen Lage auf den äußersten Langträgern aufliegen und die Arme (14) abdecken.
7. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Arm (14) tragende
Buchse dem Arm (14) gegenüberliegend eine Nase (17) zum Eingriff in einen Raster (19) aufweist.
8. Eisenbahn-Güterwagen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der an einer Lagermulde
(18) befestigte Raster (19) eine Vielzahl in gleichmäßigen Abständen angeordneter Einschnitte (20) mit
linear abnehmender Tiefe aufweist.
Priority Applications (4)
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| DE19792926299 DE2926299C2 (de) | 1979-06-29 | 1979-06-29 | Eisenbahn-Güterwagen zum Transport von schweren Blechrollen |
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Owner name: LINKE-HOFMANN-BUSCH GMBH, 38239 SALZGITTER, DE |
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