DE19515437C1 - Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von Fahrzeugen - Google Patents
Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von FahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung
von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von Fahrzeugen, die
eine in Fahrzeuglängsrichtung wirkende Ladegutsicherung aufweisen
und für den Transport von schweren Ladegütern vorgesehen sind.
Der Transport von schweren Ladegütern, insbesondere von Blechcoilen,
wurde bisher in Muldengestellen von Transportfahrzeugen ohne
seitliche Quersicherung durchgeführt. Die Anhebung der Fahrgeschwindigkeiten
von Güterzügen auf 100 und 120 km/h führt zu höheren
Quer- und Vertikalbeschleunigungen der Transportfahrzeuge,
die sich auch auf die Wagenladung übertragen. Dabei wurden wiederholt
Querverlagerungen bisher ungesicherter Ladungen festgestellt,
die im Extremfall zu betriebsgefährdenden Radlastunterschieden
der Transportfahrzeuge führen können.
Ein Schutz gegen Querverlagerungen dieser Ladegüter kann prinzipiell
durch kraftschlüssige Einrichtungen, z. B. reibwerterhöhende
Zwischenlagen auf den Ladeflächen (Coilmulden) der Transportfahrzeuge
erreicht werden. Diese Lösungen sind bei bestimmten Witterungsverhältnissen,
wie bei Eis und Schnee, nicht funktionszuverlässig.
Blechcoils werden teilweise im warmen Zustand (bis 200°C)
auf die Transportfahrzeuge verladen. Die verfügbaren Werkstoffe,
in der Regel auf Kunststoffbasis, erwiesen sich als nicht
ausreichend temperaturbeständig. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß die Befestigung der reibwerterhöhenden Auflagen ein
ebenes Planum voraussetzt, das bei den vorhandenen Transportfahrzeugen
und Ladestellen nicht vorhanden ist. Die Herstellung eines
derartigen ebenen Planums verursacht hohe Kosten und vermindert
die Tragfähigkeit des Transportfahrzeugs.
Weiterhin ist es bekannt, formschlüssige Einrichtungen, z. B.
Festlegekeile oder Festlegearme, die unmittelbar neben den Blechcoils
eingelegt bzw. eingeklappt werden, zu verwenden. Diese Lösungen
erfüllen zwar die Sicherheitsanforderungen, erfordern aber
wegen unterschiedlicher Coilbreiten eine manuelle Bedienung, die
von der Verladerschaft abgelehnt wird. Blechcoils werden z. T.
auch im Warmzustand bis ca. 200°C auf Transportfahrzeuge verladen.
Die manuell bedienbaren Einrichtungen sind außerdem durch
die sehr schweren Ladegüter bei der Beladung mittels Kran stark
beschädigungsgefährdet. Da die Transportfahrzeuge zur Bedienung
der Einrichtungen bestiegen werden müssen, werden von den Berufsgenossenschaften
umfangreiche Schutzeinrichtungen verlangt, die
einerseits den Beladevorgang stören und andererseits erhebliche
Investitionen erfordern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine selbsttätige Einrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei Vermeidung
der Mängel des Standes der Technik eine zuverlässige Begrenzung
des Querverschubes von Ladeeinheiten ohne manuelle Bedienung
gewährleistet und eine hohe Temperaturbeständigkeit garantiert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 aufgeführten
Merkmale gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen dargestellt.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Die zeichnerischen Darstellungen zeigen in
Fig. 1 eine Seitenansicht der Einrichtung mit aufliegendem Ladegut
und
Fig. 2 eine Draufsicht der Einrichtung nach Fig. 1 ohne Ladegut.
Auf der Ladefläche eines Transportfahrzeuges sind an den Sätteln
1 der Coilmulden 2 beiderseits in einem zweckmäßigen Abstand von
der Fahrzeuglängsachse 3 bis annähernd an die Fahrzeugaußenkante
4 klaviertastenähnlich nebeneinanderliegende und in Fahrzeuglängsrichtung
5 verlaufende, elastisch gelagerte Werkstoffstreifen
6 angeordnet. Diese Werkstoffstreifen 6 weisen eine definierte
Breite 7 und Elastizität auf. Die Werkstoffstreifen 6 sind aus
einem temperaturbeständigen Material hergestellt. Die beispielsweise
aus Federstahl bestehenden Werkstoffstreifen 6 sind vertikal
geführt und gegen eine horizontale Verschiebung gesichert.
In ihrer nicht belasteten Stellung nehmen die Werkstoffstreifen 6
aufgrund ihrer Federbelastung gegenüber den Böden der Sättel 1
der Coilmulden 2 eine erhabene Lage ein.
Die in Fahrzeuglängsrichtung 5 sich gegenüberliegenden Werkstoffstreifen
6 sind in ihrer Längsrichtung etwa um die Hälfte der
Streifenbreite 7 versetzt zueinander angeordnet. Die zweckmäßige
Streifenteilung der Ladefläche und der Streifenversatz 8 ist abhängig
von der Breite der zu verladenden Blechcoils 9 und der
zulässigen Außermittigkeit des Ladegutschwerpunkts.
Wird das Blechcoil 9 bei der Beladung des Transportfahrzeuges auf
die Ladefläche gesetzt, werden die durch das Blechcoil 9 belasteten
Werkstoffstreifen 6 auf die Böden der Sättel 1 der Coilmulden
2 niedergedrückt, während die unbelasteten neben dem Blechcoil
9 angeordneten Werkstoffstreifen 6 in ihrer erhabenen Stellung
verbleiben und somit, im Falle einer Verschiebung des Blechcoils
9, die seitlichen Anlagen und damit die Querverschubbegrenzung
für das Blechcoil 9 darstellen.
Diese aufgezeigte Lösung ist in ihrer Anwendung nicht auf
Blechcoils 9 und auch nicht auf die schräge Anordnung, gemäß
Fig. 1 beschränkt. Sie kann gleichermaßen als Ladegutsicherung für
beliebige Ladegüter gegen Quer- und Längsverschub und auf unterschiedlichen
Fahrzeugen eingesetzt werden. So können beispielsweise
die Werkstoffstreifen 6 um 90° zur Fahrzeuglängsrichtung 5
verdreht angeordnet werden und somit den Ladungsverschub in Fahrzeuglängsrichtung
5 begrenzen.
Bezugszeichenliste
1 Sattel
2 Coilmulde
3 Fahrzeuglängsachse
4 Fahrzeugaußenkante
5 Fahrzeuglängsrichtung
6 Werkstoffstreifen
7 Streifenbreite
8 Streifenversatz
9 Blechcoil
2 Coilmulde
3 Fahrzeuglängsachse
4 Fahrzeugaußenkante
5 Fahrzeuglängsrichtung
6 Werkstoffstreifen
7 Streifenbreite
8 Streifenversatz
9 Blechcoil
Claims (3)
1. Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben
auf der Ladefläche von Fahrzeugen, die eine in Fahrzeuglängsrichtung
wirkende Ladegutsicherung aufweisen und für den Transport
von schweren Ladegütern vorgesehen sind, wobei auf der Ladefläche
mehrere Reihen elastisch gelagerter Formkörper federnd angeordnet
sind, die gegen horizontale Verschiebung gesichert und vertikal
geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ladefläche eines
Fahrzeugs an den Sätteln (1) der Coilmulden (2) beiderseits
in einem Abstand von der Fahrzeuglängsachse (3) bis annähernd an
die Fahrzeugaußenkante (4) klaviertastenähnlich nebeneinanderliegende,
temperaturbeständige und vorzugsweise aus Federstahl bestehende
Werkstoffstreifen (6) einer definierten Breite (7) und
Elastizität angeordnet sind, die in ihrer Längsrichtung annähernd
um die Hälfte der Streifenbreite (7) versetzt zueinander verlaufend
angeordnet sind, wobei die Streifenteilung und der Streifenversatz
der Breite und der zulässigen Außermittigkeit des Schwerpunktes
der zu verladenden Blechcoils (9) angepaßt sind.
2. Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben
auf der Ladefläche von Fahrzeugen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkstoffstreifen (6) in ihrer unbelasteten
Stellung eine gegenüber dem Fahrzeugboden erhabene Lage einnehmen.
3. Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben
auf der Ladefläche von Fahrzeugen nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstoffstreifen (6) um 90° zur
Fahrzeuglängsrichtung (5) verdreht angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995115437 DE19515437C1 (de) | 1995-04-27 | 1995-04-27 | Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995115437 DE19515437C1 (de) | 1995-04-27 | 1995-04-27 | Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von Fahrzeugen |
Publications (1)
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| DE19515437C1 true DE19515437C1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=7760466
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995115437 Expired - Fee Related DE19515437C1 (de) | 1995-04-27 | 1995-04-27 | Selbsttätige Einrichtung zur Vermeidung von Ladungsverschüben auf der Ladefläche von Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19515437C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19750626A1 (de) * | 1997-11-14 | 1999-06-02 | Deutsche Bahn Ag | Selbsttätige Einrichtung zum Verhindern von Ladungsvorschub auf der Ladefläche von Transportfahrzeugen |
| FR2775238A1 (fr) * | 1998-02-25 | 1999-08-27 | Sncf | Dispositif de calage automatique de pieces cylindriques ou parallelepipediques et wagon utilisant un tel dispositif |
| DE19849377C1 (de) * | 1998-10-27 | 2000-04-20 | Deutsche Bahn Ag | Selbsttätige Einrichtung zum Verhindern von Ladungsverschub auf der Ladefläche von Transportfahrzeugen |
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| DE2931320C2 (de) * | 1979-08-01 | 1982-09-02 | Otfrid Dr. 8000 München Grabert | Vorrichtung zum Sichern von Gegenständen gegen Verrutschen beim Transport |
-
1995
- 1995-04-27 DE DE1995115437 patent/DE19515437C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
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