DE2925797C2 - Vibrations-Entwässerungseinrichtung für körniges Material - Google Patents
Vibrations-Entwässerungseinrichtung für körniges MaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vibrations-Entwässerungseinrichtung
für kön.iges Material, z.B. Sand, sandigen Kies, Kohle mit einem / bsetzbehälter, einer
Trübezuleitung, einer Wasserableitung und einem an einen Vibrator angeschlossenen senkrechten Austragsrohr
und einer die Größe der Entleerungsöffnung des Austragsrohres regelnden Schließvorrichtung, wobei
der Absetzbehälter mit dem Austragsrohr durch ein elastisches Rohrstück verbunden ist.
Eine solche Einrichtung ist durch die Zeitschrift »Aufbereitungstechnik«, 1967, Heft 11, S. 620 bekannt
Bei dieser ist ein Nachteil in der großen Bauhöhe zu sehen, die sich aus der Verwendung eines Verdichtungsrohres ergibt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß
ein Rohrquerschnitt sich abwärts verengt. Diese Merkmale führen unumgänglich zu Verstopfungen.
Ein weiterer Mangel der Einrichtung besteht darin, daß das Ausfließen des Festmaterials nicht in Wechselwirkung
zum Materialnachschub steht, so daß durch einen zeitweilig aussetzenden oder verminderten
Nachschub Wasserausbrüche an der unteren Ausflußöffnung entstehen können. Auch fehlt eine Vorrichtung
zur Auflockerung des verdichteten Feststoffes, die bei einem Neuanfahren der Einrichtung oder bei einer
Überverdichtung erforderlich wird. Diesbezüglich durchgeführte Versuche haben gezeigt, daß der
konstruktive Aufbau der Einrichtung unvorteilhaft ist und sie nicht kontinuierlich betrieben werden kann.
Diesen Mängeln ist es zuzuschreiben, daß sich diese Einrichtung in der Praxis nicht durchgesetzt hat, und
über ihren Einsatz jegliche Nachrichten fehlen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Entwässerungsvorrichtung der vorstehend beschriebenen
Gattung zu schaffen, mit der ein kontinuierlicher Betrieb gewahrleistet ist, bei dem sowohf Verstopfungen
im Austragsrohr als auch Wasserausbrüche durch den sedimentierten Feststoff unterschiedlicher Korngröße
hindurch ausgeschlossen sind.
Die lösung der Aufgabe besteht darin, daß der
Absetzbehälter mit einer Materialauflockerungsvorrichtung sowie mit einem Niveauregulierungsgerät
versehen ist, das aus einem Niveaugeber, einem an ihn angeschlossenen Impulswandler und einem an den
Ausgang des Impulswandlers, sowie an dia Schließvorrichtung angeschlossenen Organ besteht, unc daß das
Austragsrohr mit einem nach unten zur Entleerungsöffnung hin sich erweiternden Querschnitt ausgebildet ist
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß man den sich im Absetzbehälter unten verdichtenden Kornhaufen
durch Vibration des mit dem Absetzbehälter durch ein elastisches Rohrstück verbundenen Austragsrohres
auf das möglich kleinste spezifische Schüttvolumen verdichten kann, so daß sich die Teilchen berühren und
die Flüssigkeitsphase nur noch das auf diese Weise erzielte, kleinste Porenvolumen ausfüllt Dieses dichte
Agglomerat aber versperrt der Flüssigkeitsphase den Weg nach unten. Um den Austritt des verdichteten
Feststoffes aus dem Austragsrohr zu ermöglichen, ist dessen Durchmesser nach unten erweitert ausgeführt
Als Vorbedingung dazu, daß ein Wasserausbruch nicht erfolgt, muß der untere Teil des Absetzbehälters
und das Austragsrohr stets mit sedimentiertem Feststoff angefüllt sein. Deswegen ist im Absetzbehälter ein
Niveaugeber vorgesehen, welcher jeweils die Höhe des sedimentierten Teilchenhaufens wahrnimmt Sinkt diese
Höhe unter den zulässigen Wert wird der Querschnitt des Austragsrohres durch die selbsttätige Schließvorrichtung
vermindert, bzw. geschlossen und nur dann wieder geöffnet wenn der Niveaugeber meldet, daß der
Teilchenhaufen den vorgeschriebenen Stand wieder erreicht hat
Die Einrichtung gemäß der Erfindung soll nun anhand der Zeichnung näher erläutert werden, welche ein
Ausführungsbeispiel im Vertikalschnitt darstellt.
Die Einrichtung besteht aus einem Absetzbehälter 1, einem Austragsrohr 2 mit zur Ausflußöffnung hin
erweitertem Querschnitt, einem elastischen Rohrstück 3, einer Trübezuleitung 4, einer Wasserableitung 5,
ferner aus einer die Öffnung zur Entleerung der Feststoffphase absperrenden Schließvorrichtung 6,
einer elastischen Abstützvorrichtung 7, einem Vibrator 8, einem als mechanischer Feststoffauflockerer wirkenden
spiralförmigen Ablenkblech 9 und/oder aus der hydraulischen bzw. pneumatischen Feststoff-auflockernden
Düse iO, sowie aus einem, den jeweiligen Stand des Feststoffanteils der Trübe anzeigenden
Niveaugeber 11, einem Impulswandler 12 und einem Organ 13 zur Betätigung der Schließvorrichtung 6.
Arbeits- bzw. Betriebsweise der hydraulischen Vibralions-Entwässerungseinrichtung
gemäß der Erfindung ist folgende:
Das Auffüllen und kontinuierliche Nachfüllen des Absetzbehälters ί mit Trübe von verschiedener
!Konzentration erfolgt über die Trübezuleitung 4. Die !fortlaufende Trübezufuhr ermöglicht es, daß die in der
Flüssigkeit schwebenden Teilchen unter einer gewünschten Korngröße über die als Oberlauf ausgebildete
Wasserableitung 5 abgehen. In dem Behälter 1 setzt sich aus der Trübe die schwerere Feststoff-Fraktion
durch Schwerkraft ab und gelangt aus dem feststehenden Behälter 1 in das eine Vibrationsbewegung
vollführende Austragsrohr 2. Dadurch werden die
Feststoffteilchen umgeordnet und verdichtet, wobei die
Flüssigkeit zwischen den Teilchen verdrängt wird, wegen ihres geringeren spezifischen Gewichtes nach
oben steigt und über den Überlauf abfließt. Das Entleeren der Feststoff-Fraktion erfolgt nach dem
nötigen öffnen der die Entleerungsöffnung absperrenden Schließvorrichtung 6 unter Einfluß der vibrierenden
Bewegung. Der zur Ausflußöffnung hin erweiterte Querschnitt des Austragsrohres 2 verhindert eventuelle
Verstopfungen des Rohres. Die mechanische Material? auflockerungsvorrichtung, welche ein spiralförmiges
Ablenkblech 9, eine Auflockerungskette u. ä. sein kann, hat die Aufgabe, die gleichmäßige Anordnung des
sedimentierten festen Anteils zu fördern und die Bildung von Teilchenagglomerationen, die im Absetzraum etwa
Verstopfungen verursachen könnten, aufzulockern. Zur notwendigen Unterstützung dieser Operation dient
auch die hydraulische oder pneumatische Materialauflockerungsdüse 10, die besonders bei dem Neuanfahren
der Einrichtung nach längerer Stillstandszeit erforderlich ist Das öffnen und Schließen bzw. die Spaltweitenreguiierung
der Schließvorrichtung 6, und damit das im Gleichgewicht-Halten der einströmenden unci ausströmenden
Feststoffmenge erfolgt automatisch. Diese Regulierung wird vom Niveaugeber 11, dem Impulswandler
12 und dem Organ 13 gemeinsam verrichtet Aufgabe des Niveaugebers ist die Niveauwahrnehmung
des festen, Obergangs- und dünnflüssigen Absetzgutes, aufgrund deren der Impulswandler 12 die gewünschte
Operation — das Anlassen und Abstellen des Vibrators 8, das öffnen und Schließen der Schließvorrichtung 6
und die eventuell nötige Spalteinstellung regelt
Bei der Entwässerung von gekörntem Material mit
Bei der Entwässerung von gekörntem Material mit
naturgemäßem Kornanfall hat die Einrichtung gemäß der Erfindung gegenüber den bisher bekannten und
angewandten Entwässerungsgeräten mit unterem Ausfluß den Vorteil, daß ihr Wirkungsgrad besser ist, der
Entwässerungsprozeß sich schneller abspielt, die Arbeitsweise kontinuierlich und automatisch zur Sicherung
einer wesentlich größeren Kapazität geeignet und deshalb auch wirtschaftlich ist
Mit der Einrichtung gemäß der Erfindung läßt sich je
nach dem Kornanfall im Schüttgut ein Wassergehalt von 10 bis 20% erzielen. Dadurch wird das entwässerte
Kornagglomerat zur direkten Verladung auf Transportmittel
geeignet gemacht
Gegenüber den im einschlägigen Schrifttum bekannten hydraulischen Vibrations-Entwässerungseinrichtungen
hat die Einrichtung gemäß der Erfindung den Vorteil, daß die sich zur Entleercngsöffnung hin
erweiternde Bauart der Entwässerungsvorrichtung ein von Verstopfungen freies Verdichten sichert, ferner die
beim Neuanfahren oder Oberverdichten nötig werdende Auflockerung des Feststoffgutes ermöglicht und
durch ein während des ganzen Entwässerungsprozesses automatisch arbeitendes Niveauregulierungsgerät einen
kontinuierlichen Betrieb gewährleistet
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vibrations-Entwässerungseinrichtung für körniges
MatenV, z, B, Sand, sandigen Kies, Kohle mit
einem Absetzbehälter, einer Trübezuleitung, einer Wasserableitung und einem an einen Vibrator
angeschlossenen senkrechten Austragsrohr und einer die Größe der Entleerungsöffnung des
Austragsrohres regelnden Schließvorrichtung, wobei der Absetzbehälter mit dem Austragsrohr durch
ein elastisches Rohrstück verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Absetzbehälter mit einer Materialauflockerungsvorrichtung sowie mit
einem Niveauregulierungsgerät versehen ist, das aus einem Niveaugeber (11), einem an ihn angeschlossenen
Impulswandler (12) und einem an den Ausgang des Impulswandlers, sowie an die Schließvorrichtung
(6) angeschlossenen Organ (13) besteht, und daß das Austragsrohr (2) mit einem nach unten zur
Entleerungsöffnung hin sich erweiternden Querschnitt ausgebildet ist
2. Einriri-Jtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Materialauflockerungsvorrichtung im Absetzbehälter eine mechanisch wirkende
Einrichtung (9) und/oder eine hydraulisch oder pneumatisch wirkende Materialauflockerungsdüse
(10) vorgesehen sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialauflockerungsvorrichtung
ein spiralförmiges Ablenkblech (9) ist.
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| DE2925797A1 DE2925797A1 (de) | 1981-01-08 |
| DE2925797C2 true DE2925797C2 (de) | 1983-07-21 |
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Family Applications (1)
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| DE2925797A Expired DE2925797C2 (de) | 1979-06-26 | 1979-06-26 | Vibrations-Entwässerungseinrichtung für körniges Material |
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