Die Erfindung bezieht sich auf ein Kopiergerät bzw. Bilderzeugungsgerät.
Auf dem Gebiet der Kopiergeräte sind Geräte für einfaches Schwarz-Weiß-Kopieren in natürlichem Format,
Geräte für Farbkopieren, Geräte für Kopieren mit verändertem Bildmaßstab und Geräte zum Kopieren mit automatischer
aufeinanderfolgender Zufuhr von Vorlagen bekannt. Allgemein sind jedoch derartige Kopiergeräte
zu groß bemessen und zu kompliziert, als daß sie für den Normal-Benutzer annehmbar wären. Darüber hinaus
sind bei solchen Kopiergeräten komplizierte Betriebsvorgänge notwendig, wobei sie geringe Kopiergeschwindig-
keit haben. Insbesondere haben diejenigen, die zur Herstellung vieler Kopien von einer jeden von aufeinanderfolgend
zugeführten Vorlagen ausgelegt sind, einen komplizierten Aufbau und sehr geringe Kopiergeschwindigkeit,
so daß sie daher nicht zu schnellem Kopieren geeignet sind, obgleich sie Arbeitskraft ersparen. Ferner
VI/rs
909849/0865
Deutsche Bank (München) KIo 51/61070
Dresdner Bank (München) KIo. 3939844
Posischeck (München) Klo. 670-43-804
- 11 - B 9693
' können sich bei derartigen Kopiergeräten Hemmungen oder
Störungen bei der Zufuhr der Vorlagen ergeben, was häufig zu einer Zerstörung oder Beschädigung von wertvollen
Vorlagen führt.
5
Weiterhin ist bei Geräten, bei denen zur Störungsermittlung eine Blattermittlung durch optische Reflektion
angewandt- wird, das Erzielen einer zufriedenstellenden
Ermittlungsempfindlichkeit schwierig, da ein zu ermitteln-'0
des Blatt selten in eine Stellung für die maximale Empfindlichkeit der Ermittlungseinrichtung gebracht
werden kann. Insbesondere bei dem Transport der Blätter in geringfügig gewölbtem Zustand besteht bei derartigen
Ermittlungsvorrichtungen die Tendenz zu Ermittlungsfehlern, die eine Steigerung der Störung ergeben und zu schwerwiegenden
Störungen wie dem Reißen der Vorlage führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Kopiergerät mit einem einfachen und leicht bedienbaren
automatischen Vorlagenzufuhrmechanismus zu schaffen,
bei dem die vorstehend aufgeführten Nachteile vermieden sind.
Ferner soll erfindungsgemäß ein Kopiergerät
mit beträchtlich gesteigerter Kopiergeschwindigkeit geschaffen werden.
Weiterhin soll mit der Erfindung die Funktion
bzw. Bedienung eines für mehrere Betriebsarten wie 30
das Kopieren mit veränderter Vergrößerung oder das Farbkopieren ausgelegten Kopiergeräts vereinfacht
werden, um damit Kopierfehler herabzumindern.
Erfindungsgemäß soll ein Kopiergerät verbessert werden, bei dem ein automatischer Vorlagenwechsel er-
909849/0865
- 12 - B 9693
folgt.
Ferner soll das erfindungsgemäße Kopiergerät mit einer Einrichtung versehen werden, die das fehlerfreie
und genaue Erfassen eines Festklemmens bzw. einer Hemmung an Vorlagen oder Bildempfangsblättern
ermöglicht.
Weiterhin soll erfindungsgemäß eine automatische Einstellung des Kopiergeräts auf eine bestimmte Kopier-,
art wie eine solche mit einer bestimmten Bildvergrößerung durch das Anbringen eines Zusatzes wie einer automatischen
Vorlagenzuführvorrichtung an dem Kopiergerät
erfolgen.
15
Ferner soll erfindungsgemäß eine vorteilhafte Weiterbildung des Kopiergeräts dahingehend erfolgen,
daß die Stromversorgung des genannten Zusatzes bzw. einer solchen Zusatzvorrichtung von derjenigen des
χυ Kopiergeräts getrennt ist.
Mit der Erfindung soll ferner ein Kopiergerät geschaffen werden, das einen schnellen Wechsel von
einer gewöhnlichen Kopierart für eine gebundene oder nc.
Buch-Vorlage auf eine kontinuierliche Kopierart unter automatischer Zufuhr von Blattvorlagen erlaubt und
eine gesteigerte Sicherheit und verbesserte Leistungsgenauigkeit ergibt.
Ferner soll das erfindungsgemäße Kopiergerät
eine schnelle Erfassung von Hemmungen ermöglichen, um dadurch nachfolgende Störungen zu verhindern, und
dabei trotzdem keine besondere Zeitsteuerungsschaltung für die Störungsermittlung erforderlich machen, so
daß dadurch ein vereinfachter Aufbau und eine verbesserte
909849/0S65
- 13 - B 9693
Funktionsgenauigkeit ermöglicht sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert.
Fig. 1-1 ist eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels
des Kopiergeräts.
Fig. 1-2 ist eine perspektivische Ansicht
des in Fig. 1-1 gezeigten Kopiergeräts.
Fig. 2-1 und 2-2 sind Draufsichten auf Bedienungsfelder
des in Fig. 1 gezeigten
Kopiergeräts.
Fig. 3 ist ein Blockschaltbild einer Steuerschaltung des in Fig. 1 gezeigten
Kopiergeräts.
Fig. 4, 7 und 8 sind Teilschaltbilder der in Fig. 3 gezeigten Schaltung.
iJ Fig. 5 sind Schaltbilder von Stromversorgungs-
schaltungen der in Fig. 3 gezeigten Schaltung.
Fig. 6 ist ein Funktionszeitdiagramm der
30
in Fig. 3 gezeigten Schaltung.
Fig. 9-1 bis 9-3 sind Schaltbilder von weiteren Ausführungsformen von Steuerschaltungen,
909849/0Ö65
- 14 - B 9693
Fig. 10-1 bis 10-3 sind Funktionsζeitdiagramme
der in den Fig. 9-1 bis 9-3 gezeigten Schaltungen.
Fig. 11 und 12 sind Schaltbilder, die Beispiele
für Störermittlungs-Einrichtungen zeigen.
Fig. 13 ist eine Schnittansicht, die ein Beispiel einer Vorlagenermittlungsein
richtung zeigt.
Fig. 14 ist ein Funktionszeitdiagramm der in den Fig. 11 und 12 gezeigten
Schaltungen.
Fig. 15 ist eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des Kopiergeräts.
Fig. 16 ist eine Schnittansicht einer herkömmlichen Reflexions-Detektorvorrichtung.
Fig. 17 ist eine Schnittansicht einer Reflexions· Detektorvorrichtung bei dem Kopiergerät.
Fig. 18 ist ein Schaltbild einer Steuerschaltung für die Detektorvorrichtung.
909849/086S
- 15 - B 9693
Pig. 1-1 ist eine Schnittansicht eines Kopiergeräts mit veränderbarer Vergrößerung, das mit einer
automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung ausgestattet ist, während die Fig. 1-2 eine perspektivische Ansicht des
Kopiergeräts ist, bei der die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung hochgeschwenkt ist. Fig. 2-1 ist eine
Draufsicht auf ein Bedienungsfeld des in Fig. 1-1 gezeigten
Kopiergeräts, während die Fig. 2-2 die Draufsicht auf ein Bedienungsfeld der automatischen Vorlagen-'"
Zuführvorrichtung ist.
Eine Trommel 11, deren Außenumfang aus dreischichtigem
photoempfindlichen Material unter Verwendung von photoleitfähigem CdS-Material gebildet ist, ist dreh-
^ bar an einer Achse 12 gelagert und beginnt im Ansprechen auf einen Kopierstartbefehl in Richtung des Pfeils 13
zu drehen.
Wenn die Trommel 11 bis zu einer vorbestimmten
Stellung gedreht hat, wird eine auf eine Vorlagenauflage-Glasplatte
14 aufgelegte Vorlage mittels einer als eine Einheit mit einem ersten Abtast-Spiegel 15
aufgebaute Beleuchtungslampe 16 eingeschaltet, wonach
das von der Vorlage reflektierte Licht mit Hilfe des
ersten Abtast-Spiegels 15 und eines zweiten Abtast-Spiegels
17 abgetastet bzw. abgefragt wird. Bei der Abtastung werden der erste und der zweite Abtast-Spiegel
15 bzw. 17 mit einem Relativgeschwindigkeits-
verhältnis von 1:1/2 verschoben, um eine konstante 30
optische Weglänge vor einem Objektiv 18 aufrechtzuerhalten
.
Die auf diese Weise reflektierten Strahlen
werden über das Objektiv 18, einen dritten Spiegel 19
Oj
und einen vierten Spiegel 20 geführt und an der Trom-
9098Α9/08Θ5
- 16 - B 9693
' mel 11 an einer Belichtungsstation 21 fokussiert.
Getrennt davon wird die Trommel 11 einer
(beispielsweise positiven) elektrostatischen Ladung mit Hilfe eines Primär-Laders 22 und danach in der
Belichtungsstation 21 der Spaltbelichtung mit dem auf die vorstehend beschriebene Weise fokussierten Bild
unterzogen.
^O Zugleich mit der Belichtung wird die Trommel
einer Ladungsbeseitigung bzw. Entladung mittels einer Wechselstrom-Entladung oder einer Gleichstrom-Entladung
mit zur Primärladung entgegengesetzter Polarität aus einem Entlader 23 unterzogen, wonach sie ferner einer
'5 Gesamtbelichtung mittels einer Totalbelichtungslampe
24 ausgesetzt wird, um dadurch ein elektrostatisches Ladungsbild mit gesteigertem Kontrast an der Oberfläche
der Trommel 11 zu bilden. Darauffolgend wird das
Ladungsbild in einer Entwicklungsstation 25 als Toneron
bild sichtbar gemacht.
Ein in einer Kassette 26-1 oder 26-2 enthaltenes Bildempfangsblatt 27-1 oder 27-2 wird mittels einer
Zufuhrwalze 28-1 oder 28-2 in das Gerät eingeführt und
so zu der Trommel 11 hin befördert, das mit Hilfe einer ersten Registrierwalze 29-1 oder 29-2 zur Erzielung
einer annähernden Zeitsteuerung der Blattzufuhr sowie mittels einer zweiten Registrierwalze 10 zur Erzielung
einer genauen Zeitsteuerung der Blattzufuhr der Vorderrand des Blatts mit dem Vorderrand des an der Trommel
ausgebildeten Tonerbilds in Übereinstimmung kommt.
Darauffolgend wird das Tonerbild an der Trommel 11 während des Durchlaufens durch einen Spalt zwischen
der Trommel 11 und einem Ubertragungs-Lader 9 auf das
Bildempfangs-Blatt 27 übertragen.
909849/0865
- 17 - B 9693
' Nach Abschluß der Bildübertragung wird das
Bildempfangs-Blatt einem Förderband 8 und weiter einem
Paar von Fixierwalzen 7-1 und 7-2 zugeführt, an denen das übertragenen Bild durch Druck und Wärme fixiert
wird, wonach dann das Bildempfangs-Blatt mit dem derart fixierten Bild auf eine Ablage 6 ausgestoßen wird.
Andererseits wird nach der Bildübertragung die Oberfläche der Trommel 11 in einer Reinigungsstation
5 mit einer elastischen Klinge oder Rakel gereinigt, so daß die Trommel für den nachfolgenden Bilderzeugungszyklus
vorbereitet ist.
Bei dem in Fig. 1-1 gezeigten Kopiergerät ist '^ es möglich, an der Trommel 11 ein verkleinertes Bild
der Information der auf die Glasplatte 14 aufgelegten "*
Vorlage zu erzeugen; diese Formatverringerung bzw. Verkleinerung kann dadurch erzielt werden, daß die
Lage des Objektivs 18 entsprechend dem gewünschten
Verkleinerungsausmaß verändert wird und die Geschwindigkeiten des ersten Abtast-Spiegels 15 mit der Beleuchtungslampe 16 und des zweiten Abtast-Spiegels 17 entsprechend
dem Verkleinerungsausmaß verändert werden. Ein derartiges Verfahren zur Verkleinerung ist bekannt, so daß es
hier nicht in Einzelheiten erläutert wird.
Ferner ist eine automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung 4 gezeigt, bei welcher 41 ein Blatt-Vorratstrichter
für die Speicherung der Vorlagen ist, 42 eine Zuführeinrichtung zum Vereinzeln und Zuführen der
Vorlagen ist, 43 eine Einstelleinrichtung zum Auflegen der Vorlage auf die Glasplatte 14 ist und 48 eine Ablage
für die Aufnahme der Vorlagen nach der Verwendung ist. Im Aufbau ist die Zuführvorrichtung 4 vom Kopiergerät
abnehmbar gestaltet, wobei die Einstellvorrichtung 43 gemäß der Darstellung in Fig. 1-2 unabhängig vom
909849/0865
- 18 - B 9693
Blatt-Vorratstrichter 4ί und der Zufuhreinrichtung 42
geöffnet werden kann.
Die Fig. 2-1 zeigt Einzelheiten eines BedienungsT felds 30 des Kopiergeräts gemäß Fig. 1, wobei eine
Kopienanzahl-Einstellscheibe 31, eine Kopiertaste 32
zum Einleiten des Kopierens in einer mittels der Einstellscheibe 31 gewählten Anzahl, eine Stoptaste 34 zur
Eingabe des Befehls der Unterbrechung des Kopiervorgangs, eine Taste 36 für den Befehl der Zufuhr der Bildempfangs-Blätter
aus der in Fig. 1-1 gezeigten oberen Kassette 26-1, eine Taste 37 zum Befehlen der Zufuhr der Bildempfangs-Blätter
aus der in Fig. 1-1 gezeigten unteren Kassette 26-2 und eine Anzeigeeinheit für die Anzeige
des mittels der Taste 36 oder 37 gewählten Blattformats gezeigt sind, wobei dieses Format durch eine Kombination
aus einem an der Kassette angebrachten Nocken und einem an dem Kopiergerät angebrachten Mikroschalter ermittelt
wird.
20
In einem Teil des Bedienungsfelds ist ein vertiefter
Abschnitt 35 ausgebildet, der eine Formatverringerungs-Bedienungseinheit bildet und Tasten 40-1 bis
40-5 zur Wahl der gewünschten Format-Verringerung bzw.
ZJ Verkleinerung aufnimmt, wobei der vertiefte Abschnitt
35 zu seiner Abdeckung mit einem verschiebbaren Deckel 39 versehen ist. Von diesen Tasten befiehlt beispielsweise
die Taste 40-2 ein Kopieren mit einer Verkleinerung 1:2, um von einer Vorlage im Format A3 eine Kopie im
Format A4 herzustellen, sowie zugleich die Wahl der Papierzufuhrwalze für diejenige Kassette, die die Bildempfangs
-B lätter im Format A4 enthält. Der Deckel 3 9
ist in Richtung des Pfeils verschiebbar, so daß er die Tasten 40-1 bis 40-5 abdeckt und dadurch ihre Betätigung
verhindert; wenn der Deckel 3 9 gemäß der Darstellung ge-
909849/0865
- 19 - B 9693
öffnet ist, liegen, die Tasten frei, so daß sie bedient
werden können.
Die Fig. 2-2 ist eine Draufsicht auf ein Bedienungsfeld 50 für die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung
4, das an einem ebenen Abschnitt der Vorrichtung angebracht ist; in der Figur sind ein
Stromversorgungs-Schalter SW1, eine Taste 51 zur aufeinanderfolgenden
Zufuhr der in dem Vorratstrichter enthaltenen Vorlagen zum Kopieren, eine weitere Taste
52 zum manuellen Einstellen einer Vorlage zum Kopieren und eine nächste Taste 53 zur Unterbrechung der automatischen
Zufuhr gezeigt.
im folgenden wird kurz die Funktion der in den
Fig. 1-1 und 1-2 gezeigten automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
4 erläutert.
Zunächst werden die zu kopierenden Vorlagen in den Vorratstrichter eingelegt und sowohl das Kopiergerät
als auch die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung mit Strom versorgt. Durch Betätigung der Äutomatikzufuhr-Taste
51 an dem Bedienungsfeld 50 der Zuführvorrichtung 4 sowie der Kopierstarttaste 32 an dem
is} Bedienungsfeld 30 des Kopiergeräts fördert eine Zufuhrwalze
60 der Vorrichtung die Vorlagen zu einer Vereinzelungs-Walze
61 hin, welche die unterste Vorlage ablöst und zu einer Registrierwalze 62 hin befördert.
Diese Registrierwalze 62, die normalerweise angehalten
ist, wird mit einer vorbestimmten Zeitsteuerung für eine zum Transport einer Vorlage notwendige Zeitdauer
angetrieben, wodurch diese Vorlage einem Band 63 zugeführt wird, das oberhalb der Vorlagenauflage-Glasplatte
14 in Umlauf gehalten ist. Die auf diese Weise
durch Reibung an dem Band 63 gehaltene Vorlage wird
909849/0865
- 20 - B 9693
weiterbefördert, bis sie einen zuvor mit einer vorbestimmten
Zeitsteuerung abgesenkten Greifer 46 erreicht, und in dieser Stellung angehalten. Das Band 63 läuft
danach für eine kurze Zeitdauer weiter um, bis es mit einer vorbestimmten Zeitsteuerung angehalten wird;
während dieser Zeitdauer schleift das Band 63 über die Vorlage, wodurch eine eventuelle Diagonallage der
Vorlage korrigiert werden kann. Darauffolgend wird die
Vorwärtsverschiebung der Beleuchtungslampe 16 und der
Spiegel 15 und 17 des Kopiergeräts eingeleitet, um die
Abtastung herbeizuführen, durch die auf die vorstehend beschriebene Weise ein Kopiebild auf einem Bildempfangs-Blatt
erzielt wird. Nach Abschluß des Kopierens in der mittels der Einstellscheibe 31 gewählten Anzahl wird
der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung 4 ein Endsignal zugeführt, um den Greifer 46 anzuheben und
wieder den Umlauf des Bands 63 zu starten, durch den die Vorlage von der Glasplatte 14 weg ausgestoßen wird.
Zugleich mit dem AusstoßVorgang werden die Walzen 60,
61 und 62 gestartet, um die nachfolgende Vorlage dem Band 63 zuzuführen; dadurch wird die bis zum Beginn
des Kopierens der nachfolgenden Vorlage notwendige Zeitdauer auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Damit kann
durch Auswechseln der Vorlagen in Aufeinanderfolge auf diese Weise das kontinuierliche Kopieren erzielt
werden.
Die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung 4 ist mit Detektoren 44 und 45 zur Ermittlung des Vor-
ou handenseins einer Vorlage ausgestattet, wobei der
Detektor 4 4 zum Ermitteln einer Vorlagen-Hemmung bzw. eines Vorlagen-Klemmens an der Ablöse-Walze 61 und der
Registrierwalze 62 dient, während der Detektor 45 zur Ermittlung einer Hemmung oder eines Ausstoß-Ausfalls
an dem Einstellungs-Abschnitt des Bands 63 dient. Jeder
900849/0865
- 21 - B 9693
dieser Detektoren 44 und 45 ist ein Lichtreflektions-Detektor
mit einem Photοempfänger, der mit mehreren
Leuchtdioden kombiniert ist. Das Band 63 ist an dem Hauptrahmen geerdet, um die durch Reibung mit der Vorlage
angesammelten elektrostatischen Ladungen zu beseitigen.
Die automatische Vorlagen- oder Schriftstück-Zuführvorrichtung 4 ist an dem Kopiergerät so angelenkt,
daß es von der Vorderseite zu der Rückseite des Kopiergeräts schwenkbar und damit gemäß der Darstellung in
Fig. 1-2 von der Glasplatte 14 abhebbar ist. An der Vorrichtung ist ein Schalter FS angebracht, der die
Stromversorgung der Zuführvorrichtung automatisch unterbricht, wenn sie auf die vorstehend beschriebene
Weise angehoben wird; dadurch wird ihr irrtümlicher Betrieb verhindert und die Sicherheit selbst in dem
Fall gewährleistet, daß der Stromversorgungsschalter SW1 oder die Kopierstarttaste irrtümlich betätigt wird.
Die Fig. 3 ist ein Blockschaltbild der Steuerschaltung des in Fig. 1 gezeigten Kopiergeräts; die
Figur zeigt eine Ablauffolge-Steuereinheit ADFC für die automatische Vorlagen- bzw. Schriftstück-Zuführvorrichtung
4, eine Kopier-Steuereinheit COPYC für
^J den Ablauffolge-Betrieb und die Vergrößerungswahl
bei dem in Fig. 1 gezeigten Kopiergerät, Stromversorgungsschalter SW1 und SW2, die den in Fig. 2-1 und 2-2
gezeigten entsprechen, Tasten 51 bis 53 für die automatische Zufuhr, die manuelle Zufuhr und das Anhalten,
die den in Fig. 2-2 gezeigten entsprechen, eine Kopienanzahl-Einstellscheibe
31, eine Kopiestarttaste 32, eine Stoptaste 34 und Schalter 40 für die Vergrößerungsänderung, die den in Fig. 2-1 gezeigten Elementen entsprechen,
sowie einen Vergrößerungswechsel-Befehlsschalter 39-1, der jeweils auf den rechten bzw. den linken
90984970866
- 22 - B 9693
Anschluß geschaltet ist, wenn der in Fig. 2-1 gezeigte Deckel 39 geöffnet bzw. geschlossen ist.
Die Steuereinheit ADFC gibt verschiedene Ausgangssignale
ab, von denen ein Signal DOUT zur Betätigung eines Tauchkolbens zum Anheben des Greifers 46 dient,
ein Signal IM2 zum Starten eines Motors für den Antrieb des Bands 63 dient und ein Signal DFR zum Ankuppeln einer
Kupplung für den Antrieb der Walzen 60, 61 und 62 an den Band-Motor dient. Ferner dient von den Ausgangssignalen
der Kopier-Steuereinheit COPYC ein Signal OPT zur Einschaltung der Lader 22, 23 und 9 unter Synchronisierung
mit einem weiteren Ausgangssignal IM1 für das Starten eines Motors. M1 zum Antrieb der Trommel 11, ein Signal
PF zum Starten der Papierzufuhrwalzen 28-1, 29-1, 28-2
und 29-2, ein Signal RGR zum Starten der Registrierwalze 10, ein Signal FAW zum Einschalten der Beleuchtungs-.
lampe 16 und zum Einleiten des Vorschubs des optischen Systems aus der Beleuchtungslampe 16 und den Spiegeln
iyj 15 und 17, und ein Signal BAW zum Einleiten der Rücklaufbewegung
des optischen Systems nach Abschluß der Belichtung; die Verbraucher für die vorstehend genannten
Signale sind jeweils entsprechend angebrachte Kupplungen, die durch die jeweiligen Signale an den Motor M1 an-
schließbar sind. Ferner dient ein Ausgangssignal RD zur Einstellung der vorstehend genannten Spiegel in vorbestimmte
Lagen im Ansprechen auf die Betätigung einer der Vergrößerungsänderungs-Tasten 40-1 bis 40-5 sowie
zum Verändern der Abtastgeschwindigkeit des optischen
Systems auf einen vorbestimmten Wert, um damit ein Kopieren mit der gewählten Bildvergrößerung zu erzielen.
Ferner nimmt die Kopier-Steuereinheit COPYC Eingangssignale BP1 und BP2 zur Stellungsermittlung für das
Anhalten und Umkehren der Verschiebung des Spiegels 15 auf, die jeweils von Mikroschaltern 100 bzw. 101
(Fig. 1-1) erzeugt werden, welche mittels des Spiegels geschaltet werden und in Lagen angeordnet sind, die
den Längsabmessungen von Vorlagen mit dem Format A4
bzw. A3 entsprechen; die Steuereinheit nimmt ferner
909849/0865
- 23 - B 9693
ein Eingangssignal RG zum Starten der Registrierwalze
10 auf, das von einem Mikroschalter 102 erzeugt wird, der in der Verschiebungsbahn des Spiegels 15 angeordnet
ist. Die Steuereinheit ADPC der automatischen Zuführvorrichtung
gibt an die Steuereinheit COPYC des Kopiergeräts ein Zuführvorrichtungs-Störungssignal
ADJ ab, um damit das Starten des Kopiervorgangs zu sperren, wenn eine Störung in der Zuführvorrichtung 4 ermittelt
wurde, sowie ferner ein Schriftstück- bzw. Vorlagen-Fehlsignal ADP, um damit dann, wenn keine Vorlagen mehr
in dem Vorratstrichter 41 enthalten sind, das Kopieren .zu beenden, nachdem die Vorlage an der Glasplatte in
der eingestellten Häufigkeit kopiert worden ist. Die Detektoren 44, 45 und 47 erzeugen jeweils Vorlagen-.
erfassungs-Signale FDPT,FDP2 und FDP3. Folglich wird
das Signal ADJ durch die Storungsermxttlung mittels der Signale FDP1 und FDP2 erzeugt, während das Signal
ADP im Ansprechen auf das Signal FDP3 erzeugt wird. SWS ist ein Signal, das durch Erregung eines in Fig.
gezeigten Relais K1 erzeugt wird, wenn die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung 4 auf die Vorlagenauflage-Glasplatte
14 aufgesetzt ist und die Stromversorgungsschalter SW1 und SW2 geschlossen sind, um beispielsweise
ein Formatverrxngerungs-Verhältnis vom Format A3 auf das Format A4 zu wählen. A/M ist ein von dem
Automatikzufuhr/Manuellzufuhr-Schalter erzeugtes
Signal, das dazu dient, bei manueller Zufuhr die Zufuhrwalzen 60 bis 62 der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
4 nach Abschluß der Kopierzyklen für eine
Vorlage in der vorgewählten Anzahl nicht zu starten und die Zufuhrwalzen nach einem solchen Abschluß der
Kopierzyklen bei der automatischen Zufuhr zu starten. Von den von der Steuereinheit COPYC des Kopiergeräts
an die Steuereinheit ADFC der Zuführvorrichtung ange-
legten Signalen ist CJ ein Signal zum Unterbrechen der Funktion der Zuführvorrichtung im Falle einer
Bildempfangs-Blatt-Hemmung bzw. Störung in dem Kopiergerät
und BPS ein Signal, das zum Starten des Bands 63 und der Walzen 60 bis 62 für das Auswechseln der
9Ö9849/088B
- 24 - B 9693
Vorlage auf das Ermitteln der Lage des Spiegels 15 an dessen Umkehrstellung nach Abschluß von Abtastungen
in der mittels der Einstellscheibe 31 gewählten Anzahl erzeugt wird.
5
Die Fig. 5A und 5B zeigen jeweils eine Stromversorgungsschaltung für die Steuereinheit AFDC bzw.
COPYC, wobei in den Figuren Spannungsverringerungs-Transformatoren 500 und 501, Gleichrichter 502 und 503,
Glättungskondensatoren 504 und 505, Konstantspannungsschaltungen VC1 und VC2, der Schalter FS, der zur Erregung
eines Relais K1 durch den Andruck der Zuführvorrichtung 4 bei deren Aufsetzen auf das Kopiergerät
betätigt wird, wobei zum Umschalten von Kontakten 404
'5 und 405 in den in Fig. 4 gezeigten Zustand die Erregung
dann erfolgt, wenn sowohl der Stromversorgungsschalter SW1 der Zuführvorrichtung als auch der Stromversorgungsschalter
SW2 des Kopiergeräts geschlossen ist, und ein Relais K2 gezeigt sind, das erregt wird, wenn der Schalter
SW2 geschlossen wird; dabei wird über einen Kontakt kO eines Relais KO die nach Schließen des Schalters
SW1 durch Gleichrichten und Glätten einer Versorgungs—' wechselspannung und Stabilisieren mittels der Konstantspannungsschaltung
VC1 erzielte Gleichspannung VB1
abgegeben, während diese nicht abgegeben wird, wenn der Stromversorgungsschalter SW2 nicht eingeschaltet ist,
d. h. das Kopiergerät nicht betriebsbereit ist, oder wenn gemäß der Darstellung in Fig. 1-2 die Zuführvorrichtung
von der Glasplatte abgehoben ist, so daß der
Schalter FS geöffnet ist, wodurch die Funktion der Zuführvorrichtung gesperrt ist; demgegenüber wird die
Stromversorgungsspannung VB2 für das Kopiergerät unabhängig vom Zustand des Schalters SW1 oder der
Stellung der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
abgegeben, so daß der Kopiervorgang vorgenommen werden
9098^9/0865
- 25 - B 9693
kann, wenn eine gebundene bzw. Buchvorlage auf die Glasplatte 14 aufgelegt wird und die Kopierstarttaste
betätigt wird.
Im folgenden werden anhand des in Fig. 6 gezeigten Zeitdiagrantms die aufeinanderfolgenden Betriebsvorgänge
kurz erläutert. Wenn die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung auf die Glasplatte aufgesetzt wird und die
Automatikzufuhr gewählt wird, wird im Ansprechen auf das Schließen der Schalter SW1 und SW2 und die Betätigung
der Kopierstarttaste 32 (CPB) die Drehung des Trommel-Motors M1 mittels des Signals IM1, die Drehung des Band-Motors
mittels des Signals IM2 und die Funktion der Lader des Kopiergeräts eingeleitet. Zugleich werden
die Walzen 60, 61 und 62 mittels des Signals DFR für eine vorbestimmte Zeitdauer in Drehung versetzt, um
eine Vorlage dem Band zuzuführen, woraufhin das Band die Vorlage so vorschiebt, daß sie den (als Anschlag
dienenden) Greifer erreicht, bis die Trommel eine volle Umdrehung aus ihrer Haltestellung heraus
ausgeführt hat. Nach der vollen Umdrehung wird das Signal FAW abgegeben, um die Vorwärtsverschiebung des
optischen Systems einzuleiten, jedoch wird diese Vorwärtsverschiebung nach Anhalten des Band-Motors eingeleitet,
um eine eventuelle Verschiebung der Vorlage mittels des Bands zu verhindern. Das Bildempfangs-Blatt
wird aus der Kassette mittels der Zufuhrwalze 28-1 gleichzeitig mit Beginn der Drehung der Trommel
zugeführt, jedoch beginnt die Registrierwalze 29-1 on
erst nach dem Anhalten des Band-Motors zu drehen.
Da die Trommelreinigung und die Blatt-Zufuhr vor der Einstellung der Vorlage bewerkstelligt werden, ist es
möglich, die Belichtung unmittelbar nach der Vorlagen-Einstellung zu beginnen, wodurch die Kopiergeschwindig-
eit wesentlich -gesteigert wird. Nach Eintreffen des
9Ö9849/088S
- 26 - B 9693
optischen Systems an der Umkehrstellung gemäß dem Signal BP (Schalter 100 oder 101) wird das Signal
FAW durch das Signal BAW ersetzt, wodurch die Belichtung abgeschlossen wird und die Rückwärtsverschiebung
des optischen Systems eingeleitet wird. Danach wird die zweite Belichtung eingeleitet, wenn die Trommel
eine Trommelausgangsstellung (Signal DHP) erreicht. Falls beispielsweise die mittels der Einstellscheibe
31 gewählte Kopienanzahl "2" ist, wird nach der Ermittlung
der Umkehrstellung nach der zweiten Belichtung das Signal BPS abgegeben, um das Vorlagenausstoß-Signal
DOUT zum Anheben des Greifers 46 für eine vorbestimmte Zeitdauer mit Hilfe des Tauchkolbens sowie das Signal
IM2 zum Ausstoßen der Vorlage mittels des Bands zu erzeugen. Gleichzeitig werden mittels des Signals
DFR die Walzen 60 bis 62 wieder in Drehung versetzt, um die nachfolgende Vorlage zuzuführen. Auf diese Weise
erfolgt der Vorlagenausstoß durch die Ermittlung des letzten Eintreffens des optischen Systems an der Umkehr-
iKi stellung, so daß es möglich ist, die Vorlagen gleichzeitig
mit der Bildübertragung und der Trommelreinigung zu wechseln, wodurch die Kopierleistung verbessert wird.
Falls der Detektor 45 an dem abfallenden Ende des Signals DOUT, nämlich beim Absenken des Greifers eine nicht ausgestoßene
Vorlage erfaßt, d. h. das Signal FDP2 den Zustand "1" hat, wird das Signal ADJ abgegeben, um den
Störungszustand an der Anzeigeeinrichtung anzuzeigen. Falls ferner zum Zeitpunkt des Anhaltens des Bands nach
der Vorlagenerfassung durch den Detektor 44 der Detektor
45 die Vorlage nicht erfaßt, wird die Vorlagenstörung an der Einstellvorrichtung 43 angezeigt. Da das Signal
IM2 eine kurze Zeitdauer nach dem Eintreffen der Vorlage an der richtigen Stelle ausgeschaltet wird,
kann dieses Signal IM2 in Zusammenwirkung mit einem Störungs-Zeitgeber mit einer bestimmten Zeitverzögerung
909849/0865
- 27 - B 9693
verwendet werden.
Auf die vorstehend beschriebene Weise werden zwei Kopierzyklen nacheinander für eine jeweilige Vorlage
vorgenommen.
Die vorstehend erläuterte Vorlagenzufuhr erfolgt nicht, wenn die Zuführvorrichtung auf manuelle Zufuhr
geschaltet ist. Ferner erfolgt keine Vorlagenzufuhr bei Vorliegen des Signals ADJ für die Anzeige einer
Störung in der Zuführvorrichtung, des Signals CJ für die Anzeige einer Kopieblatt-Hemmung, des Signals ADP
für die Anzeige des Fehlens von Vorlagen in dem Zufuhrtrichter oder der Signale STOP1 bzw. STOP2, die jeweils
die Betätigung der Stoptaste an der Zuführvorrichtung
oder dem Kopiergerät anzeigen.
Die vorstehend beschriebene Funktion kann mittels einer Schaltung erzielt werden, die in Fig. 7 gezeigt
ist, in welcher UND-Glieder 701 bis 703 für die Betätigung der Zuführvorrichtungs-Walzen, ODER-Glieder 704 und 705,
Inverter 706 und 707 sowie Zeitgeber 708 bis 710 gezeigt sind, die an den ansteigenden Flanken ihrer Eingangssignale die in Fig. 6 gezeigten Zeitsignale zur Steuerung
der Zuführwalzen, des Bands bzw. des Greifers erzeugen.
Die Fig. 8 zeigt ein Beispiel für die Steuerschaltung für das Kopiergerät, wobei UND-Glieder 801 bis
809, ODER-Glieder 810 und 811, Flipflops 812 bis 814,
die jeweils an der Vorderflanke des Eingangssignals an dem Eingang S bzw. R ein- bzw. ausgeschaltet werden,
ein Zähler 815, der zur Speicherung der mittels der
Einstellscheibe 31 gewählten Kopienanzahl ausgebildet ist und der ein Signal "1" abgibt, wenn die Anzahl der
Ankünfte an dem Umkehrpunkt gleich der eingestellten Kopienanzahl wird, und ein Inverter 8}6 gezeigt sind.
909849/Q865
- 28 - B 9693
Ein Signal FSS nimmt bei geöffnetem Schalter FS den Zustand "1" an, um ein Kopieren von Hand zu ermöglichen,
sobald die Einstelleinrichtung angehoben ist. Das Signal SWS nimmt den Zustand "1" an, wenn das Relais K1 erregt
ist', wobei dieses Relais K1 in die Stellung für den Kopiervorgang gelangt, wenn die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung
4 auf die Glasplatte aufgesetzt wird.
Das Signal OHP wird mittels eines von dem optisehen System betätigten Mikroschalters 103 abgegeben,
wenn das optische System in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Signale Siza und Sizb sind Kopierformat-Befehlssignale
entsprechend der Kassettenwahl mittels der Bedienungsfelds 30, wobei das erstere. , einem
kleineren Format entsprechende Signal das von dem in einem kürzeren Abstand auf der Bahn des optischen Systems angebrachten
Schalter 100 erzeugte Signal BP1 anwählt, während das letztere ,einem größeren Format entsprechende Signal
auf ähnliche Weise das Signal BP2 anwählt, wodurch die Abtastlänge festgelegt wird. Bei aufgesetzter automatischer
Vorlagen-Zuführvorrichtung nimmt jedoch das Signal SWS den Zustand "1" an, um die Anwahl der kürzeren Abtastlänge
und der Kassette für das kleinere Format zu erzwingen.
Falls die Zuführvorrichtung nicht auf das Kopiergerät aufgesetzt ist, werden die Trommeldrehung und die
Abtastung im Ansprechen auf das Signal FSS und das Kopiestarttasten-Signal CP eingeleitet. Nach Abschluß
der Abtastung des gewünschten Formats wird das Signal BP
ου abgegeben, um das Signal FAW auszuschalten, das Signal
BAW einzuschalten und den Zähler 815 von Null weg weiterzuschalten. Auf die Rückkehr des optischen Systems in seine
Ausgangsstellung hin wird unter vorbestimmter Zeitsteuerung das Signal BAW ausgeschaltet und das Signal FAW eingeschaltet,
um den Kopierzyklus zu wiederholen. Wenn der
909849/0865
- 29 - B 9693
Kopierzyklus in einer Häufigkeit wiederholt ist, die gleich der voreingestellten Anzahl in dem Zähler 815 ist, wird
über das ODER-Glied 811 und das UND-Glied 803 der Kopiervorgang beendet. Falls der Außenumfang der Trommel als
nahtloses photoempfindliches Material aufgebaut ist, kann das Signal FAW unmittelbar nach Empfang des Ausgangsstellung-Signals
OHP für das optische System eingeschaltet werden, wodurch ein kontinuierliches Kopieren ermöglicht
ist.
Falls die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung auf das Kopiergerät aufgesetzt ist, wird die Trommeldrehung
durch die Signale SWS und CPB eingeleitet. Die Abtastung wird nach der Zufuhr und Einstellung der Vorlage
eingeleitet, wonach der vorstehend beschriebene Zyklus nach Abschluß der Abtastung für das Format A4 wiederholt.·
wird. Die Formatverringerung vom Format A3 auf das Format A4 erfolgt während der Zufuhr und Einstellung der Vorlage.
Ferner kann im Falle der Verwendung eines nahtlosen photoempfindlichen Materials die Abtastung sofort nach der
Vorlageneinstellung bzw. dem Anhalten des Band-Antriebs eingeleitet werden. Die Vorlageneinstellung kann mittels
des Fühlers bzw. Detektors 45 erfaßt werden. Auf diese Weise kann im Falle der Verwendung eines naht-
^5 losen photoempfindlichen Materials die Kopiergeschwindigkeit
beträchtlich gesteigert werden.
Falls das Signal STOPl, STOP2, CJ, ADJ oder ADP erzeugt wird, wird das letzte Signal BPS bei der Umkehr-
^" stellung BP für diesen Zyklus abgegeben, umden Kopiervorgang
zu beenden. Die Trommel wird jedoch durch das Trommelausgangsstellung-Signal DHP angehalten, das erzeugt
wird, wenn ein an der Ausgangsstellung angebrachter Schalter mittels eines an der Trommel angebrachten
Nockens betätigt wird.
- 30 - B 9693
Die Fig. 4 ist eine Schaltung für die Wahl der Kopiervergrößerung; in Fig. 4 ist 39-1 der Schalter
zur Wahl des Kopierens mit "Echtformat" oder "Verkleinerung" durch Schließen oder öffnen des Deckels 39; dabei wird
eine Lampe 401 eingeschaltet oder eine Lampe 402 eingeschaltet sowie die Wahl der Verkleinerungsarten ermöglicht;
403 ist eine Gruppe von Schaltern, die jeweils zur Wahl einer der Verkleinerungsarten dienen und jeweils
den in Fig. 2-1 gezeigten Tasten 40-1 bis 40-5 entsprechen; 404 bis 405 sind die Kontakte, die mittels
des Relais K1 auf die linken Anschlüsse geschaltet werden, wenn die auf die Glasplatte aufgesetzte Zuführvorrichtung
mit Strom versorgt wird; 420 ist ein Kontakt, der zur von der Funktion der Schaltergruppe 403 unabhängigen
Wahl einer Format-Verkleinerung vom Format A3 auf das Format A4 geöffnet wird; 406-1 ist ein Pufferverstärker
für das Verkleinerungsart-Signal; 4O6-2 bis 406-4 sind
Zwischenspeicherschaltungen wie Flipflops, die das Signal während des Kopiervorgangs speichern; 407 bis 411
sind Leuchtdioden für die Anzeige der Verkleinerungskopierarten; 422 ist eine Differenzierschaltung zur Bildung
eines Triggersignals für die Schaltung 407; LATCH ist ein Signal für das Neueinschreiben des Inhalts der Zwischenspeicherschaltung,
das während der Zeit außerhalb
■" des Kopiervorgangs erzeugt wird.
Die Funktion der vorstehend beschriebenen Schaltung ist folgende: Wenn die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung
nicht auf das Kopiergerät aufgesetzt ist bzw.
von der Glasplatte desselben abgehoben ist, wird auf die vorstehend beschriebene Weise der Schalter für die
Formatverringerung vom Format A3 auf der Format A4 geschlossen, wodurch über eine Diode 421 und den Kontakt
420 der Leuchtdiode 407 und der Zwischenspeicherschaltung
406-2 Strom zugeführt wird, um ein Ausgangssignal für
909849/0885
- 31 - B 9693
die Einstellung des Kopiergeräts auf die Formatverringerung zu erzeugen. Wenn andererseits die automatische
Vorlagen-Zuführvorrichtung auf das Kopiergerät aufgesetzt ist, ist der Kontakt 420 geöffnet, während der Schalter
405 umgeschaltet ist, um selbst ohne Befehl für eine Formatverringerung vom Format A3 auf das Format A4 die.
entsprechende Zwischenspeicherschaltung 406-3 einzuschalten, .wodurch das Kopiergerät auf diese Formatverringerungsart
geschaltet wird. Gleichzeitig bewirkt gemäß der Darstellung in Fig. 8 das Signal SWS die
zwangsläufige Wahl der Umkehrstellung BP1 und die Betätigung der oberen Zuführwalze 28-1, wenn in der oberen
Kassette die Blätter mit dem Format A4 enthalten sind, und zwar unabhängig von der Stellung der Kassettenwählschalter
3& und 37. Auf diese Weise können Vorlagen eines bestimmten Formats (wie beispielsweise des Formats A3)
wiederholt unter Formatverringerung auf ein anderes bestimmtes Format (wie das Format A4) auf die Blätter
des entsprechenden Formats kopiert werden. Damit kann die Bedienung der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
und des Kopiergeräts außerordentlich vereinfacht werden, da durch einfaches Aufsetzen der Zuführvorrichtung
die Bildvergrößerung eindeutig festgelegt wird.
Ferner ist ein fehlerhaftes Starten des Kopiervorgangs ohne Vorlageneinstellung nicht möglich, da weder
die Zuführvorrichtung noch das Kopiergerät funktionsfähig sind, falls nicht beide mit Strom versorgt werden.
Weiterhin ist das Kopiergerät dadurch vielseitig, daß
ou es ohne Verwendung der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
für gewöhnliches Kopieren weiter verwendbar ist. Darüber hinaus kann eine Vorlage in einem Format,
das für automatische Zufuhr ungeeignet ist, auf die Weise kopiert werden, daß sie zwischen die automatische
Vorlagen-Zuführvorrichtung und das Kopiergerät eingesetzt wird; dadurch ist es möglich, eine automatisch zuführbare
909843/086$
- 32 - B 9693
Vorlage und eine nicht zuführbare Vorlage auf ein und dasselbe Bildempfangs-Blatt dadurch zu kopieren, daß
diese zuführbare Vorlage zwischen die Glasplatte und die Format-Vorlage geführt wird.
Es ist ferner ersichtlich, daß bei dem Kopiergerät als Zusatzgerät nicht nur die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung,
sondern auch eine Vorlagen-Zuführvorrichtung für manuelle Zufuhr verwendbar ist.
Falls das Kopiergerät ein Farb-Kopiergerät ist, ist es möglich, die einzelnen Farben (wie beispielsweise
Schwarz und Rot) zu wählen, wenn ein derartiges Zusatzgerät an dem Kopiergerät angesetzt ist.
Nachstehend werden verschiedene Ablauffolge-Betriebsarten der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
und des Kopiergeräts erläutert. Wie im vorstehenden beschrieben ist, können nach Einstellen der Vorlage auf
der Glasplatte entsprechend den Zuständen der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung und des Kopiergeräts sowie
entsprechend den Befehlen an diese verschiedene Steuer-Ablauf folge-Betriebsarten gewählt werden. Weiterhin kann
im Falle einer Störung in dem Kopiergerät oder des Stop-Befehls eine bessere Ablauffolgesteuerung gewählt werden,
um nach Beseitigung der Störung oder nach Änderung der Kopienanzahl einen schnellen Wiederstart des Kopiervorgangs
zu ermöglichen. Die Tabelle 1 zeigt verschiedene Betriebsarten in dem Fall, daß Blatt-Vorlagen zur Zufuhr
mittels der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung gewählt sind, sowie in dem Fall, daß die Zuführvorrichtung
zum Einlegen der Vorlage angehoben und danach wieder geschlossen wird.
909849/0865
- 33 Tabelle 1
B 9693
a.
b. c.
e. f.
I.Hand- l.Zuf .-2 Mehrf.-3. Aus- 4 -Mäch- 5 · Mehrf.
einst, einst. Kbp. stoß ste Köd.
Zuf.-eiiist.
- O O O O O
k.
m. n.
t. U. V. W.
O O O O
unterbr. unterbr. unterbr· unterbr.
O
O
| O |
O |
O |
X |
| O |
O |
X |
X |
| O |
X |
X |
X |
| X |
O |
O |
O |
| X |
O |
O |
X |
Nonnalbetrieb mit
CPB
STOP2 (3, 4)
STOP, ADJ, MAN etc.
| X |
X |
X |
χ - |
STOP2 (2) |
| unterbr. |
O |
O |
O |
|
| unterbr. |
O |
O |
X |
STOP2, CJ |
| unterbr. |
O |
X |
X |
|
| unterbr. |
X |
X |
X |
| |
CPB nach "STOP" oder Störung
STOP2 (3, 4)
STOP, ADJ, MAN, etc.
STOP2, CJ, etc.
903849/0865
- 34 - B 9693
In der vorstehenden Tabelle 1 sind die Betriebsarten a bis 1 diejenigen für das Kopieren unter Originalzufuhr
mittels der Schalter AUTO (Automatikzufuhr) und
CPB, wobei ' a die normale Automatikzufuhr-Betriebsart
ist, bei der das Kopieren fortgesetzt wird, bis die Vorlagen in dem Vorratstrichter erschöpft sind; b bis
d sind Betriebsarten für Mehrfachkopieren einer Einzelvorlage, wobei bei der Betriebsart b die Einstellung der
nächsten Vorlage erfolgt, jedoch die Einleitung des Kopiervorgangs ,.entsprechend einer Betätigung der Stop-Taste
STOP2 während der Einstellung der nächsten Vorlage oder vor dem Ausstoßen der vorhergehenden Vorlage,-durch
erneutes Starten des Kopierens mittels der Taste CPB erfolgt, bei der Betriebsart c das Ausstoßen der Vorlage
nach Abschluß des Kopierens erfolgt, jedoch keine Einstellung der nächsten Vorlage, wie es dem Fall entspricht,
daß während der Vorlageneinstellung oder des Mehrfachkopierens eine Betätigung der Stoptaste STOP1 der
Zuführvorrichtung erfolgt, das Kopieren mit den Schaltern MAN (manuelle Zufuhr) und CPB erfolgt oder eine Störung
durch einen Vorlagenausstoßfehler (ADJ3) erfolgt, wobei
dann das Kopieren nach einer eventuellen Beseitigung der Störung mittels der Schalter AUTO und CPB wiederaufgenommen
werden kann, und bei der Betriebsart d weder der Ausstoß noch die Zufuhr der nächsten Vorlage erfolgt
und der Einstellungs-Bereich gemäß der Darstellung in Fig. 1-2 geöffnet werden kann, um die Lage der Vorlage
zu sehen, sowie dann wieder geschlossen werden kann, um das Kopieren mit automatischer Zufuhr fortzusetzen,
wobei diese Fortsetzung durch die Betriebsarten m bis w dargestellt ist.
Die Betriebsart e dient dazu, Kopien nicht von
der ersten zugeführten Vorlage, sondern von der nächsten
Vorlage zu machen, während die Betriebsarten f, g und h jeweils bei dieser Kopierart den Betriebsarten b, c und
d entsprechen. Die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung
909849/Ö8S5
- 35 - B 9693
' kann mit einer Taste für diese Betriebsart h versehen
werden, wodurch es möglich wird, nach der Überprüfung der Vorlagen-Lage an der Glasplatte mittels der Kopierstarttaste
Mehrfachkopien herzustellen. Ferner kann die Betriebsart g mittels einer ausschließlich für den
Ausstoß dienenden Taste oder sonst mittels der Stoptaste für die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung erzielt
werden. Auf diese Weise können die Betriebsarten e oder
f durch Kombination der Betriebsart g. mit der Betriebs-'"
art a oder c herbeigeführt werden.
Ferner entsprechen die Betriebsarten e bis h dem Fall einer Störung bei der Ablösung in der Zuführeinrichtung
(ADJ1) oder bei der Vorlagen-Einstellung. In diesem Fall kann die Zuführvorrichtung so angewählt
werden, daß sie vollständig anhält (Betriebsart h), nur den Ausstoß ausführt (Betriebsart g), den Ausstoß
und die Einstellung der nächsten Vorlage ausführt (Betriebsart f) oder den Ausstoß ausführt und die
Vorlagenzufuhr weiter fortsetzt (Betriebsart e) ; das Ausstoßen wird jedoch vorzugsweise in einem solchen
Fall von Hand vorgenommen, da der automatische Ausstoß eine Beschädigung der Vorlage verursachen könnte.
Die Betriebsarten i bis 1 sind die Ablauffolqe-
Betriebsarten, die durch die Zustände des Kopiergeräts bestimmt sind, welche dem Fall einer Betätigung der
Stoptaste STOP2 oder einer Kopiergerät-Störung (CJ) während des Vielfachkopierens bei einer Kassetten-Leerung
oder anderen Störungen entsprechen; dabei wird der Kopiervorgang bei dem gerade ausgeführten Kopierzyklus
unterbrochen, ohne daß die im voraus eingestellte Anzahl der Zyklen beendet wird. Die Betriebsart i dient zur
Fortsetzung des Kopierens von der nächsten Vorlage an nach Unterbrechung mittels der Stoptaste und ist in dem
Fall wirksam, daß der gerade durchgeführte Kopierbefehl
909849/08SS
- 36 - B 9693
für die Vorlage nicht aufgehoben wird. Bei den Betriebsarten j und k erfolgt der Vorlagenausstoß und die Einstellung
der nächsten Vorlage nur im Falle der Unter-■ brechung mittels der Stop taste oder durch die Störung.
Bei der Betriebsart 1 wird die automatische Vorlagen-Zuführvorrichtung
nach der Unterbrechung außer Betrieb gesetzt, wobei das restliche Kopieren für die vorhandene
Vorlage nach der Beseitigung der Störung oder dem Nachfüllen von Papier schnell wiederaufgenommen werden kann,
wobei die Wiederaufnahme-Betriebsarten durch die Betriebsarten m bis w dargestellt sind. Die Betriebsarten
m bis ν dienen dazu, nach einer Vorlagen-Störung die Vorlage an der Glasplatte zu ersetzen oder während des
Ablaufs des mit der Zuführvorrichtung vorgenommenen kontinuierlichen Kopierens eine eilige Kopie einzufügen.
Die Betriebsarten ρ und w entsprechen dem normalen Kopieren ohne Verwendung der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung.
Die Fig. 9-1 und 9-2 zeigen ein weiteres Beispiel für eine Steuerschaltung zur Ausführung der in der
Tabelle 1 gezeigten verschiedenen Betriebsarten, wobei die Betriebsabläufe in den Fig. 10-1 bis 10-3 gezeigt sind.
In der Fig. 9-1 sind UND-Glieder 720 bis 725, ein ODER-Glied 726, Inverter 727 bis 729 und Zeitgeber
730 bis 732 gezeigt, deren unterschiedlich lange Zeiten in dem Zeitdiagramm dargestellt sind. In Fig. 9-2
sind Zeitgeber 820 und 821 mit Zeitlängen gemäß der
Darstellung in dem Zeitdiagramm gezeigt, während die anderen Komponenten den in Fig. 8 gezeigten entsprechen.
Die Fig. 9-3 zeigt ein Verfahren zur Verbindung
der Signalleitungen zwischen der Zuführvorrichtung und 35
dem Kopiergerät mittels eines an der Signalabgabe-Seite angebrachten Relais, wobei eine derartige Anordnung
909849/0685
- 37 - B 9693
in dem Fall wirkungsvoll ist, daß die Stromversorgungsspannung
für die Steuerung bei der Zuführvorrichtung von derjenigen bei dem Kopiergerät verschieden ist.
Die Fig. 10-1 zeigt den zeitlichen Ablauf im Falle einer Kopiergerät-Störung (CJ), eines Stopbefehls
STOP2 oder einer Kassettenleerung PEP, wobei das Kopiergerät im Bereitschaftszustand ohne Vorlagenausstoß bleibt
und die eingestellte sowie die restliche Kopienanzahl
beibehalten werden. Nach Beseitigung der Störung kann die Belichtung durch Betätigung der Taste AUTO oder MAN
und der Kopierstarttaste wieder aufgenommen werden, wobei der Zeitgeber 820 in Fig. 9-2 über die UND-Glieder
721 und 720 zur Erzeugung des Signals FAW geschaltet wird.
Nach Abschluß der übrigbleibenden Kopierzyklen wird die Funktion der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung
auf die vorstehend beschriebene Weise fortgesetzt, obgleich im Falle der Betätigung der Taste für manuelle Zufuhr das
Vorgehen "ADP" ausgeführt wird.
20
Die Fig. 10-2 zeigt den Vorgang im Falle des Fehlens von Vorlagen ("ADP11), bei dem der Ausstoß mittels
des Signals BPS erfolgt, jedoch keine nächste Vorlage zugeführt wird, da das Signal DFR an dem UND-Glied 724
gesperrt ist.
Die Fig. 10-3 zeigt den Fall einer Störung bei der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung, wobei hierbei
das nachfolgende Abtasten mittels des UND-Glieds
725 gesperrt wird, da das Flipflop 812 durch die. abfallende Flanke des Band-Ansteuerungssignals gesetzt
wird.
Die vorstehend erläuterten Beispiele sind besonders in dem Fall zweckdienlich,daß zur Verbesserung der Ge-
909849/oaeS
- 38 - B 9693
schwindigkeit ein nahtloses photoempfindliches Material
an der Trommel verwendet wird.
Das Signal FAW wird gleichzeitig mit der Detektor-Schaltung oder eine vorbestimmte Zeitdauer danach geschaltet.
In den Fig. 9-1 und 9-2 ist es möglich, im Falle des Auftretens einer Störung die der Anzahl der
gestörten Kopien gleiche Kopienanzahl zusätzlich bei der Wiederaufnahme des Kopiervorgangs zu kopieren und dann
die Vorlage auszuwechseln.
Die Fig. 11 zeigt ein Beispiel einer Schaltung für die Störungsermittlung bei der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung,
wobei FDP1 und FDP2 Vorlagenermittlungssignale
sind, die jeweils von den in Fig. 1-1 gezeigten Vorlagen-Detektoren 44 bzw. 45 abgegeben werden,
201 ein ODER-Glied für das Rücksetzen eines Flipflops
202 im Ansprechen auf das Signal FDP2 ist, das mittels des Erfassungs-Signals FDP1 gesetzt wird, IM2 das Motor-Antriebssignal
für das Band 63 ist, 203 ein UND-Glied zur Erkennung des Ausgangssignals Q des Flip-Flops 202
mittels des zur Zeitsteuerung dienenden Signals IM2 ist, DJAM ein Signal ist, das durch seinen Zustand "1" das
Vorliegen einer Störung anzeigt, PURS ein Anfangs-Rücksetzsignal
zum Rücksetzen der Schaltungen bei Stromversorgung der Zuführvorrichtung durch Schließen des
Stromversorgungsschalter SW1 ist, 204 und 205 Inverter
zur Umkehrungder Signale sind und 206 eine Diode zur Gegen-
stromsperrung ist.
30
Bei dem Betrieb dieser Schaltung wird zuerst der Stromversorgungsschalter SW1 geschlossen, um damit
das Signal PURS in dem Zustand "0" freizugeben, wodurch das ODER-Glied 201 und der Inverter 2O4 jeweils auf die
Zustände "1" und "0" geschaltet werden und das Flipflop
909849/0885
292220Λ
- 39 - B 9693
202 rückgesetzt wird, um ein Ausgangssignal Q in dem Zustand "0" zu erzielen.
Nach Betätigung der in Fig. 2-1 gezeigten Kopierstarttaste 32 werden die Walzen 60, 61 und 62 ge-"
startet und das Signal IM2 wird abgegeben, um den Band-Motor für eine vorbestimmte Zeitdauer anzutreiben.
Nach Eintreffen einer mittels der Walzen vorgeschobenen Vorlage an dem Detektor 44 wechselt das Signal FDP1
auf den Zustand "1",wodurch das Ausgangssignal Q des
Flipflops 202 auf "1" wechselt und damit das UND-Glied 203 auf den Zustand "1" schaltet. Bei diesem Zustand
ist das Signal DJAM gleich "1", da das Signal IM2 "0" ist. Im Falle der ordnungsgemäßen Zufuhr der
Vorlage erreicht die Vorlage den Detektor 45 vor dem Anhalten des Band-Motors, wodurch ein Signal FDP2
mit dem Pegel "1" erzielt wird, so daß das ODER-Glied 201 und der Inverter 204 jeweils auf die Zustände "1"
und "0" geschaltet werden, wodurch das Flipflop 2O2 rückgesetzt wird. Auf diese Weise gibt das UND-Glied
203 ein Ausgangssignal "0" ab, was ein Signal DJAM mit dem Wert "0" zur Anzeige des Fehlens einer Störung
ergibt. Wenn andererseits die Vorlage auf ihrem Weg angehalten wird, bleibt das Signal FDP2 in dem Zustand "1",
so daß daher kein Rücksetzen des Flipflops 202 erfolgt. Da daher das Eingangssignal an das UND-Glied 203 auf dem
Pegel "1" verbleibt, wird dessen Ausgangssignal bei Anhalten des Bands (IM2 = 1) zu "1", was ein Störungssignal DJAM ergibt. Dieses Signal hält das Relais, das
die Zufuhr des Kopierblatts sperrt, so daß damit das Starten des Kopierzyklus gesperrt wird und eine entsprechende
Anzeige erfolgt, wobei der Haltezustand des Relais bis zur manuellen Freigabe aufrechterhalten
wird. Die Antriebszeit für den Band-Motor wird so gewählt,
daß der Motor kurz nach dem Erreichen des Greifers
909849/0865
292229/.
- 40 - B 9693
46 durch die Vorlage anhält, so daß daher das Band 63 nur über die Vorlage schleift, nachdem sie mittels
des Greifers 46 angehalten wurde.
Da die Störung mittels des Signals zur Steuerung des Bandantriebs erkannt wird, ist es möglich, schnell
eine Vorlagenstörung an der Glasplatte 14 zu erfassen
und eine verbesserte Ermittlungsgenauigkeit mit einer vereinfachten Schaltung auch ohne Zeitgeber usw. zu
erzielen, wie sie bisher zur Störungsermittlung verwendet
wurden.
Ferner ist es möglich, schnell eine Vorlagen-Störung bei der Zuführung der Vorlage zu dem Band 63
dadurch zu erfassen, daß der Detektor 45 an einer Zwischenstelle im dem bildfreien Bereich des Einstell-Abschnitts
angeordnet wird und das Ausschaltsignal der Walzen 61 und 62 als Störungsprüfsignal anstelle des
IM2-Ausschaltsignals verwendet wird.
Die Fig. 12 zeigt ein Beispiel einer Schaltung zur Ermittlung einer nach Abschluß des.Kopierzyklus
bei dem Ausstoß der Vorlage eventuell zurückbleibenden Vorlage, wobei DOUT das Signal für das Absenken des
Greifers 46 ist und 211 ein Flipflop ist. Bei dieser Schaltung wird das Flipflop 211 beim Schließen des
Stromversorgungsschalters rückgesetzt und an den Eingang D des Flipflops ein Signal "1" dann angelegt,
wenn die zugeführte Vorlage den Detektor 45 erreicht.
Wenn das optische System (wie beispielsweise der Spiegel) nach Abschluß der Kopierzyklen in der vorgewählten Anzahl
die Umkehrstellung erreicht, wird das Signal DOUT freigegeben, um den Greifer 46 anzuheben und das Band
63 anzutreiben, wodurch die Vorlage ausgestoßen wird, wobei das Signal DOUT für eine Zeitdauer T2 aufrechterhalten
wird, die für den Ausstoß der Vorlage bei Normal-
909849/0865
292220/.
- 41 - B 9693
betrieb notwendig ist. Nach Abschluß des Ausstoßens nimmt das Signal FDP2 den Pegel "1" an, so daß das Signal an
dem Eingang D des Flipflops 211 auf "O" wechselt, wodurch an der Vorderflanke des Signals DOUT zum Absenken des
Greifers das Ausgangssignal des Flipflops 211 nicht wechselt. Falls jedoch aus irgendeinem Grund die Vorlage
in dem Gerät bleibt, gibt das Flipflop 211 an dem Ausgang Q bei der - Vorderflanke des Signals DOUT das Signal "1"
ab, so daß das Signal DJAM auf "0" wechselt und damit die Störung durch eine zurückbleibende Vorlage angezeigt
wird. Die nachfolgenden Funktionen entsprechen den in Verbindung mit Fig. 11 erläuterten. Ferner ist es im Falle
der Schaltung nach Fig. 12 möglich, eine von der Anzeige für die Störung gemäß der Erläuterung bei Fig. 11 verschiedene
Anzeige zu bilden. Weiterhin ist es möglich, zugleich mit der Erzeugung des Signals DOUT zu erfassen, ob der
Detektor 44 die Vorlage ermittelt, und,.falls dies nicht der Fall ist, das vorstehend beschriebene Vorgehen für
die Zufuhrstörung DJAM aufzunehmen. 20
Dieses Störungsermittlungsverfahren ist nicht nur bei einer Störung in der automatischen Vorlagen-Zuführvorrichtung,
sondern auch bei einer Störung beim Transport des Bildempfangsmaterials in dem Kopiergerät
anwendbar. In diesem Fall kann die Störungsermittlung dadurch erzielt werden, daß ein Bildempfangs-Blatt-Detektor
unmittelbar vor der übertragungsstation oder den Walzen 29-1 bzw. 29-2 angeordnet wird und das
Funktionsausschaltsignal für die Walzen 28-1, 29-1 usw.
als Störungsprüfsignal verwendet wird.
Die Fig. 14 ist ein Zeitdiagramm von verschiedenen Signalen bei normalem Transport.
Wie aus der Fig. 6 ersichtlich ist, wird der
Detektor 45 verwendet, wenn die Belichtungslampe 16 aus-
909849/0Ö6S
- 42 - B 9693
' geschaltet ist; daher besteht keine Gefahr einer fehlerhaften Funktion selbst in dem Fall, daß der
Reflektions-Detektor nahe der Glasplatte für die Aufnahme der Vorlage angeordnet ist.
Die Fig. 15 zeigt ein Beispiel eines Kopiergeräts, das mit Vorlagen-Reflektions-Detektoren 45F
und 45R ausgestattet ist, die jeweils zur Erfassung des Vorderrands bzw. des Hinterrands der Vorlage ver-'^
wendet werden; die anderen Elemente des Kopiergeräts entsprechen den in Fig. 1-1 gezeigten. Der Detektor
45F erfaßt, ob der Vorderrand einer von der Zufuhreinrichtung 42 zugeführten Vorlage 147 innerhalb einer
vorbestimmten Zeit eine vorbestimmte Stellung in einem Zwischenraum 144 erreicht hat, während der Detektor
45R das hintere Ende der Vorlage erfaßt. Ein eventuelles Ausbleiben der Ermittlung entweder mittels des Detektors
45F oder mittels des Detektors 45R gibt an, daß die Vorlage nicht angekommen ist, d. h. eine Störung bzw.
Hemmung in dem Raum bzw. Zwischenraum 144 vorliegt.
Die Fig. 16 zeigt eine herkömmliche Reflektions-Erfassungs-
bzw. Detektorvorrichtung; dabei sind ein als Photoempfänger wirkender Phototransistor PT1, ein
Linsensystem PT1L für den Phototransistor PT1, eine
als Lichtsender wirkende Leuchtdiode LD1, ein Linsensystem LD1L hierfür, ein Träger 151 mit einer schwarzen
Oberfläche, eine Beleuchtungsöffnung 152, die in dem Träger ausgebildet ist, um das von der Leuchtdiode LD1
abgegebene Licht zu führen, eine Diffusionslicht-Führungsöffnung
153 zur Zuleitung des von der Vorlage 147 diffus reflektierten Lichts zu dem Phototransistor PT1,
eine optische Einfallachse 154, eine optische Achse für das diffuse reflektierte Licht, eine Druckschaltungsplatte
156 mit Zuleitungsdrähten 161 und 162 sowie ein Verbindungselement 157 gezeigt. Wenn die Vorlage in den
909849/08B5
29222CA
- 43 - B 9693
Zwischenraum 144 befördert wird, werden die von der Leuchtdiode LD1 entlang der optischen Achse 154 einfallenden
Strahlen durch die Oberfläche der Vorlage 147 diffus reflektiert, wonach das längs der optischen Achse 155
diffus reflektierte Licht von dem Phototransistor PT1 aufgenommen wird, um damit das Vorhandensein der Vorlage
147 zu erfassen.
Falls jedoch bei dieser herkömmlichen Vorrichtung die Vorlage 147 in einem oberen Bereich des Zwischenraums
144 liegt, wie es durch die gestrichelte Linie 147' dargestellt ist, so ist die optische Achse des
reflektierten Lichts nach links versetzt, da die Reflektionssteile nach oben zu versetzt ist; dadurch
empfängt der Phototransistor PT1 kaum bzw. wenig
reflektiertes Licht. Dieser Nachteil kann bei dem in Fig. 17 gezeigten Ausführungsbeispiel vermieden werden,
bei welchem Komponenten mit der gleichen Funktion wie die Komponenten in Fig. 16 mit den gleichen, mit Strich-2"
index versehenen Bezugszeichen bezeichnet sind. Bei dieser Ausführungsform sind anstelle der Leuchtdiode
LD1 zwei Leuchtdioden LD2 und LD3 vorgesehen, die an einem Träger 151' unter gleichem Winkel, jedoch in
verschiedenen Höhen angebracht sind, wodurch das J diffuse reflektierte Licht von dem Phototransistor
PT1 mit hoher Zuverlässigkeit unabhängig davon sicher empfangen werden kann, ob die Vorlage 147 gemäß der
Darstellung durch die ausgezogenen Linien niedrig liegt oder gemäß der Darstellung durch die gestrichelten Linien
hoch liegt.
Auf dem Transportweg für die Vorlage oder das Kopierblatt ist es im allgemeinen nicht möglich, die
genaue Lage des Papiers festzulegen, da es in einem
etwas gewellten Zustand transportiert wird. Der Detektor in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist be-
909849/0Ö6S
Z. '-τ l·.
- 44 - · B 9693
sonders dafür zweckdienlich, eine sichere Erfassungsfunktion zu gewährleisten.
Obgleich bei dieser Ausführungsform zwei Lichtsender
vorgesehen sind, ist es natürlich möglich, zum Sicherstellen eines weiteren Erfassungsbereichs drei
oder mehr Lichtsender zu verwenden.
Ferner ist der Detektor in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform in Verbindung mit der
Vorlagen-Erfassung bei dem Kopiergerät beschrieben; der Detektor ist natürlich auch zur Störunge-Ermittlung
an dem Kopierblatt oder oder für irgendwelche anderen
Ermittlungszwecke anwendbar.
15
In der Fig. 18 ist eine Schaltung für die Ansteuerung der vorstehend beschriebenen Detektorvorrichtung
gezeigt / wobei die Anhängsel F und R jeweils die Vorderrandermittlung bzw. die Hinterrandermittlung
betreffen. Leuchtdioden LD2F, LD3F, LD2R und LD3R sind an eine Gleichstromquelle DC über eine Oszillatorschaltung
OSC in Reihe geschaltet, die eine Schwingfrequenz von annähernd 1 kHz hat, damit die Leuchtdioden
mit der gleichen Frequenz intermittierend leuchten,
Zur Steigerung der Lichtabgabe der Leuchtdioden ist ein gesteigerter Strom notwendig, was jedoch eine kürzere
Lebenszeit der Dioden ergeben kann; die vorstehend beschriebene intermittierende Einschaltung dient dazu,
diese Gefahr auszuschalten.
30
Bei Empfang des reflektierten Lichts erzeugt der Phototransistor PT ein gleichartig oszillierendes
bzw. schwingendes Ausgangssignal, das mittels einer Diode D gleichgerichtet und mittels eines Kondensators
C geglättet wird, um damit Transistoren Tr1 und Tr3 durchzuschalten sowie einen Transistor Tr2 zu sperren.
909849/0868
.29272.04
- 45 - B 9693
' Auf diese Weise erhält bei Empfang des reflektierten Lichts sowohl durch den Phototransistor PTF als auch
durch den Phototransistor PTR ein ODER-Glied OR Eingangssignale, die beide niedrigen Pegel haben, so daß das
ODER-Glied ein Ausgangssignal niedrigen Pegels abgibt. Falls andererseits das reflektierte Licht von keinem
der beiden Phototransistoren empfangen wird, gibt das ODER-Glied ein Ausgangssignal hohen Pegels ab, das das
Vorliegen einer Störung anzeigt. Auf diese Weise wird
'" ein Störungssignal in dem Fall erzielt, daß die Vorlage
nicht richtig auf der Glasplatte ausgerichtet ist, wobei durch die UND-Verknüpfung des vorangehend genannten
Störungsprüf-Zeitsteuerungssignals und des Ausgangssignals
des ODER-Glieds OR eine Sicherungsfunktion ausgeführt
'^ wird. Falls wie bei dem Ausführungsbeispiel das Einstellungs-Band
63 in ständigem Umlauf gehalten wird, kann die Vor-., lage unter Umständen mittels des Bands hochgefaltet
werden, jedoch ermöglicht die vorstehend erläuterte Vorrichtung eine Erfassung eines solchen Zustande und
die Vornahme geeigneter Sicherheitsmaßnahmen. Ferner ist es möglich, in der Vorschubrichtung der Vorlage
mehrere Hinterrand-Detektoren vorzusehen und diese Detektoren entsprechend dem Format der Vorlage wahlweise
zu verwenden.
Weiterhin ist anzumerken, daß der Abstand zwischen dem Vorderrand-Detektor 45F und dem Hinterrand-Detektor
45R geringfügig kleiner als die Längsausdehnung der Vorlage gewählt wird.
Mit der Erfindung ist ein Mehrarten-Kopiergerät geschaffen, das einen Kopierart-Wähler, eine erste
Steuereinrichtung, die im Ansprechen auf die Funktion des Wählers den Kopiervorgang entsprechend einer auf
diese Weise gewählten bestimmten Kopierart herbeiführt,
909849/0865
29222Q4
- 46 - B 9693
eine Vorlageschriftstück-Zuführvorrichtung und eine zweite Steuereinrichtung aufweist, das bei Einstellung
der Zuführvorrichtung in einen Betriebszustand den Kopiervorgang in einer bestimmten Betriebsart ohne
Wahl mittels des Wählers herbeiführt.
9098A9/0Ö65