DE2920035A1 - Vorrichtung zum entgraten von rohren nach widerstandsstumpfschweissen - Google Patents
Vorrichtung zum entgraten von rohren nach widerstandsstumpfschweissenInfo
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Description
Beschreiblang
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Entgraten
und insbesondere auf Vorrichtungen zum Entgraten von Rohren nach dem Widerstandsstumpfschweißen bei der Verlegung von
Rohrfernleitungen.
Für den Einsatz unter besonderen Bedingungen bestimmte Entgratvorrichtungen
verschiedener konstruktiver Ausführung sind bekannt.
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen für die Arbeit im Gelände bei Verlegung von Rohrfernleitungen für Erdöl- oder
Gas auf große Entfernungen. Insbesondere betrifft die Erfindung
Vorrichtungen, die zum Entgraten nach dem Widerstandsstumpfschweißen von Rohren unter genannten Bedingungen
geeignet sind.
Die bekannten, z.B. in SU-PS»en 507 373, 468 729 und 468
beschriebenen Vorrichtungen besitzen gewöhnlich Arbeitswerkzeuge mit Schlag- oder Schneidwirkung, bewegliche und unbewegliche
Gehäuseteile und Antriebswerke für Arbeitswerkzeuge.
Derartige Vorrichtungen weisen besonders für Rohre mit einem großen Durchmesser (über 1000 mm) große A messungen und hohes
Gewicht auf und verursachen deswegen Schwierigkeiten bei ihrem Betrieb und einen bedeutenden zusätzlichen Zeitaufwand
bei der Verlegung von Rohrfernleitungen. Demzufolge ist ihre Leistung niedriger als die Leistung von Widerstands
stumpf schwe ißma schinen, mit denen zusammen sie arbeiten.
Es ist eine in der SU-PS 589 090 beschriebene Vorrichtung
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zum Entgraten nach Widerstandsstumpfschweißen von Rohren bekannt, bestehend aus einer ringförmigen Fassung, die im
Schweißnahtbereich so anzuordnen ist, daß sie die geschweißten Rohre mit einem Spiel umfaßt und die Zentrierrollen,
Leitrollen und Fräsköpfe besitzt, die mit dieser Fassung gelenkig verbunden sind, um eine radiale Verschiebung zu und
von der Schweißnaht zu gewährleisten.
Die Zentrierrollen haben einen Antrieb, demzufolge die Fassung sich im Schweißnahtbereich um die Rohre drehen kann.
Bei Betrieb rollen sich die Antriebszentrierrollen auf dem Rohr ab und versetzen die Fassung in Drehbewegung. Dabei
werden die Fräsköpfe oder das Arbeitswerkzeug der Schweißnaht zugeführt und mit Hilfe der Fassung wird der Vorschub
des Werkzeuges gewährleistet.
Diese Vorrichtung hat zwar eine einfache konstruktive Ausführung, sie ist aber nicht mangelfrei.
Weil die Antriebszentrierrollen der bekannten konstruktiven Ausführung sich auf die geschweißten Rohre abstützen, hängt
die Arbeitszuverlässigkeit des Antriebs für den Vorschub der Fräsköpfe vollständig vom Eingriff der Antriebsrollen
mit der Rohroberfläche ab, unter der Bedingung , daß die
den Antriebsrollen zugeführte Leistung den Fräsköpfen den Widerstand des Materials der Schweißnaht zu überwinden erlaubt.
Seinerseits hängt die Zuverlässigkeit des Eingriffs der Rollen mit dem Rohr vom Zustand der Oberflächen der Rohre
und der Rollen ab, weil bei der Verbindung der einzelnen Rohre unter Feldbedingungen auf der Oberfläche der Rohre
und Rollen Eis, ein Ölfilm und andere die Reibung herabsetzende Ablagerungen auftreten können.
909883/080?
Das führt zur Vibration des Arbeitswerkzeuges (Fräsköpfe) und zur Senkung seiner Vorschubgeschwindigkeit, was seinerseits
eine Verminderung der Leistung der bekannten Vorrichtung zur Folge hat. Das Problem der Antriebsleistung wird
unter Berücksichtigung der oben genannten Ursachen, wenn das Entgraten in mehr als einem Gang erfolgen muß, noch kritischer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum "Entgraten von Rohren nach dem Widerstandsstumpfschweißen
zu schaffen, die eine einfache konstruktive Ausführung und erhöhte Zuverlässigkeit und Leistung aufweist.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der vorgeschlagenen
Vorrichtung mit einer ringförmigen Fassung, die im Schweißnahtbereich so anzuordnen ist, daß sie die geschweißten
Rohre mit einem Spiel umfaßt und Zentrierrollen und Fräsköpfe besitzt, die letzteren mit dieser Fassung gelenkig
verbunden, um eine radiale Verschiebung zu und von der Schweißnaht zu gewährleisten, und mit Leitrollen, wobei
die Fassung eine Rundführung und einen Zahnkranz enthält, die entsprechend in Eingriff mit Stützrollen und einem
Fuhrungszahnrad von mindestens zweier die Fräsköpfe tragenden Antriebwagen stehen, wobei die Fassung aus zwei Hälften
ausgeführt ist, die an einer ihrer Seiten gelenkig miteinander verbunden sind und an ihrer anderen Seite eine Halterung
zur Befestigung der Fassung auf den geschweißten Rohren besitzen, und in einer Ebene gegenüberliegende Nocken enthalten,
zur Verschiebung der Fräsköpfe entlang einer Linie entsprechend den Profilen der geschweißten Rohre, jedoch am
Anfang und Ende der Verschiebung entsprechend den Profilen der Nocken.
Eine derartige Vorrichtung, die speziell zur Rohrverlegung unter Feldbedingungen geeignet ist, gewährleistet die erforderliche
Leistung und Zuverlässigkeit, sowie eine hohe
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Qualität des Entgratens. Während einer Versuchsprüfung wurden ca. 2000 Stoßstellen von Rohren mit einem großen Durchmesser
(1420 mm) mit Hilfe dieser Vorrichtung bei einer Leistung von 5 bis 6 Stoßstellen pro Stunde bearbeitet.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung erläutert, die schematisch
die erfindungsgemäße Vorrichtung darstellt (Ansicht in Richtung der Achse der geschweißten Rohre).
Die Vorrichtung enthält eine ringförmige Fassung 1, die im Schweißnahtbereich so anzuordnen ist, daß sie die geschweißten
Rohre mit einem Spiel umfaßt. Vorzugsweise ist die Fassung 1 eine Scheibe, die aus zwei von einer Seite gelenkig
miteinander verbundenen Hälften 1a und 1b besteht und eine ZentralÖffnung 2 hat, deren Durchmesser die oben angeführte
Bedingung erfüllt.
Die Fassung 1 ist mit Zentrierrollen 3 versehen, die in der Nähe der Peripherie der Zentralöffnung der Fassung 1 oder
in der Nähe ihrer inneren Peripherie angeordnet sind. Die Zentrierrollen 3 sind paarweise montiert. Auf der Fassung 1
ist auch eine Halterung vorgesehen, bestehend aus Backen 4 und 5, die unter Einwirkung von Hydraulikzylindern 6 bezüglich
des Kreismittelpunktes der geschweißten Rohre radial beweglich und zusammen mit Hydraulikzylindern 6 auf anderen
Endstücken der Hälften der Fassung 1 angeordnet sind. Die Anzahl der Zentrierrollen ist nur zur Veranschaulichung der
Beschreibung gewählt. Der Fachmann auf dem gegebenen technischen Gebiet kann leicht eine andere Lösung für die Anzahl
der Rollen und ihre Anordnung finden.
Auf der Fassung 1 sind zwei Fräsköpfe 7 und 8 montiert, die entsprechend auf den Hälften 1a und 1b angeordnet sind und
Leitrollen 9a und 9b enthalten.
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Die Rollen 9a sind von einer Seite des Fräskopfes und die
Rollen 9b von der anderen Seite des Fräskopfes angeordnet,
dabei sind die Rollen 9a zur Abwälzung der Oberfläche der
geschweißten Rohre bestimmt.
Die erfindungsgemäße Fassung 1 weist eine Rundführung 10 und einen Zahnkranz 11 auf, die in der Nähe ihrer äußeren
Peripherie angeordnet sind. Die Vorrichtung enthält auch Antriebswagen 12 und 13, von denen jeder den gleichen Rahmen
14 auf Stützrollen 15, ein Führungszahnrad 16 und einen das Zahnrad 16 antreibenden Elektromotor 17 aufweist.
Wie ersichtlich ist, stehen die Stützrollen 15 und das Führungszahnrad
16 entsprechend mit der Rundführung 10 und dem Zahnkranz 11 in "Eingriff. Dabei sind die Stützrollen 15 von
beiden Seiten der Rundführung 10 angeordnet und stehen mit ihr in Eingriff.
Die ¥agen 12 und 13 tragen die Fräsköpfe 7 und 8, die mit
den Wagen gelenkig verbunden und mit Hilfe einer Feder 18 abgefedert sind. Die Fräsköpfe 7 und 8 werden von Elektromotoren
19 mittels eines Riementriebes 20 angetrieben. Bei der Bewegung der Wagen 12 und 13 werden die Fräsköpfe 7 und 8
nach der Linie, die das Profil der geschweißten Rohre wiederholt, verschoben, weil die Fräsköpfe und die Rollen 9a
so angeordnet sind, daß die letzten sich auf den Rohren abrollen.
Auf der Fassung 1 sind in einer Ebene gegenüberliegende
Nocken 21 montiert. Es ist günstig, wenn die Wagen 12 und sowie die Nocken 21 je eins auf jeder Hälfte der Fassung 1
angeordnet sind.
Bei der Bewegung der Rollen 9a auf der Oberfläche der geschweißten
Rohre treffen die Rollen 9b keine Hindernisse
und nur an der Stelle, v/o die Nocken 21 montiert sind, wech-
909833/060«
sein sie ihre Bewegungsrichtung, indem sie sich vom Drehpunkt
entfernen, und die Fräsköpfe mitnehmen, wodurch die Nahtbearbeitung beendet wird.
Das "Entgraten erfolgt folgenderweise. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung wird mit Hilfe eines beliebigen geeigneten Transportmittels transportiert.
Nach dem Schweißen eines Stoßes der Rohrfernleitung wird
die Fassung 1 im Schweißnahtbereich auf den Rohren angeordnet, die in der Zeichnung im Querschnitt gezeigt und durch
Position 22 gekennzeichnet sind. Es ist offensichtlich, daß
die vorher durch die Backen 4 und 5 mit Hilfe der Hydraulikzylinder
6 befestigte Fassung 1 sich mit Zentrierrollen 3 auf die Rohre stützt.
Bei Betrieb bewegen sich die Wagen 12 und 13 auf der Peripherie der Fassung 1 und entfernen sich von den Nocken 21
und Fräsköpfen 7 und 8. Die von Elektromotoren 19 angetriebenen Fräser werden mit Hilfe von Federn 18 so der Schweißnaht
zugeführt, daß sie in den Grat eindringen, bis die Leitrollen 9a in Kontakt mit der Oberfläche der Rohre 22 treten.
Auf diese Weise erfolgt die Zustellung des Arbeitswerkzeuges.
Sich auf der äußeren Peripherie der Fassung 1 weiterhin wälzend, führen die Wagen 12 und 13 den Vorschub des Arbeitswerkzeuges längs der Schweißnaht aus.
Der Vorschub des Arbeitswerkzeuges erfolgt bei der Bewegung der Wagen auf einer halben Länge der äußeren Peripherie der
Fassung 1, weil während dieses Abschnittes jeder von zwei Fräsern 7 und 8 die Hälfte der Schweißnahtlänge bearbeitet.
Am Ende der Wagenbewegung werden die Fräsköpfe 7 und 8 infolge der Wechselwirkung von Rollen 9b und Nocken 21 von der
Oberfläche der Rohre 22 abgeführt.
Wie aus dem oben Beschriebenen ersichtlich ist, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine einfache konstruktive
Ausführung und eine einfache Bedienung auf und wird mit einem minimalen zusätzlichen Zeitaufwand eingesetzt. Das
ermöglicht,diese "Vorrichtung bei einer Rohrverlegung besser
auszunutzen.
Die Erfindung ist anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert, aber die beschriebene und durch die Zeichnung
veranschaulichte Vorrichtung kann zahlreichen Änderungen unterworfen werden, ohne daß von dem im beiliegenden
Patentanspruch festgelegten Wesen und Umfang der Erfindung abgewichen wird.
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Leerseite
Claims (1)
- PATENTANWALT ESCHIFF v. FÜNER STREHL SCHÜBEL-HOPF EBBINGHAUS FINCKMARIAHILFPLATZ 2 & 3, MÜNCHEN 9O POSTADRESSE: POSTFACH 95 O1 SO, D-8OOO MÖNCHEN 95Kievskij filial specialnogo konstruktorskogo bjuro "Gazstrojmaschina"PROFESSIONAL REPRESENTATIVES ALSO BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICEKARL LUDWIG SCHIFF (1964-1978)DIPL. CHEM. DR. ALEXANDER V. FÖNERDIPL. INS. PETER STREKLDIPL. CHEM. DR. URSULA SCHÜSEL-HOPFDIPL. INS. DIETER EeBINSHAUSDR. INS. DIETER FINCKTELEFON (O89) 48 2O04TELEX 5-33 565 AURO DTELEGRAMME AUROMARCPAT MÜNCHENΌΕΑ-19332 17."Mai 1979VORRICHTUNG ZUM ETiTGRATEN VON ROHREN NACH WIDER-STANDSSTUMPFSCHWEISSENPat ent anspruchVorrichtung zum Entgraten von Rohren nach Widerstandsstumpfschweißen, bestehend aus einer ringförmigen Fassung, die im Schweißnahtbereich so anzubringen ist, daß sie die geschweißten Rohre mit einem Spiel umfaßt und Zentrierrollen besitzt, und bestehend aus Fräsköpfen, die mit dieser Fassung gelenkig verbunden sind, um eine radiale Verschiebung zu und von der Schweißnaht zu gewährleisten, und Leitrollen besitzen, dadurch gekennzeichnet , daß die Fassung (1) eine Rundführung (10) und einen Zahnkranz (11) enthält, die in entsprechendem Eingriff mit Stützrollen (15) und einem Führungszahnrad (16) von mindestens zwei die Fräsköpfe (7 und 8) tragenden Antriebswagen (12 und 13) stehen, wobei die Fassung (1) aus zwei Hälften_ 2 —besteht, die an einer Seite gelenkig miteinander verbunden sind und an der anderen Seite eine Halterung zur Befestigung der Fassung (1) auf den geschweißten Rohren aufweisen, und die in einer Ebene gegenüberliegende Nocken (21) aufweist, zur Verschiebung der Fräsköpfe auf den Antriebswagen nach Linien, die das Profil der geschweißten Rohre darstellen, jedoch am Anfang und am Ende der Verschiebung dem Profil der Nocken folgen.3/060 9
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