DE2920042C2 - - Google Patents
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- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Hochdruckentladungslampe mit
einem Quarzglaskolben, in dem zwei Wolframelektroden ange
ordnet sind und in dessen Endteilen sich koaxial Wolfram
elektrodenstifte erstrecken, die stellenweise mit einer
umschließenden Glasverkleidung versehen sind, die mit
einem zwischen ihren Enden angeordneten Glasflansch
verschmolzen ist, der mit dem Quarzglas des betreffenden
Lampenkolbenendteils an dessen Rand verschmolzen ist,
wobei die Glasverkleidung auf den Elektrodenstiften und
die damit verschmolzenen Glasflansche jeweils einen
Ausdehnungskoeffizienten im Bereich von 11 bis
17 × 10-7°C-1 bei 30 bis 800°C haben.
Bei einer aus der DE-PS 6 47 537 bekannten Hochdruck
entladungslampe dieser Art ist der Quarzglaskolben am
Rande stirnseitig mit einem Glasflansch auf den
Elektrodenstiften verschmolzen. Eine derartige
Verschmelzung ist schwierig herzustellen und für hohe
Lampendrücke auch nicht geeignet.
Beim Anmeldungsgegenstand handelt es sich nicht um
irgendeine Hochdruckentladungslampe, sondern um eine
Kurzbogenentladungslampe. Die bisher üblichen Konstruk
tionen für Kurzbogenentladungslampen ergeben sich aus der
DE-PS 11 32 242 und der DE-AS 15 89 262 und werden anhand
der Fig. 1 und 2 der vorliegenden Anmeldung im
einzelnen beschrieben. Die in Fig. 2 dargestellte
Konstruktion ist äußerst kompliziert und schwierig
herstellbar.
Die in Fig. 1 dargestellte Konstruktion ist zwar
einfacher, jedoch nur für Lampen mit einem mittleren
Gasdruck geeignet. Hierbei besteht die Glasverkleidung auf
dem Elektrodenstift sowie der damit verschmolzene Flansch
aus einem Glas, das den gleichen Ausdehnungskoeffizienten
wie Wolfram hat. Der Flansch ist nahe seinem Umfangsrand
zu einem Rohr umgebogen und an diesem Rand mit einem Rohr
aus Übergangsgläsern verschmolzen, das stirnseitig mit
einem Quarzglasrohr verschmolzen ist, das einen hals
förmigen Lampenkolbenteil bildet. Die Dicke des
Flansches und der Durchmesser seines rohrförmigen Teils
entsprechen der Dicke und dem Durchmesser des Quarzglas
rohres.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Kurz
bogenentladungslampe geeignete Hochdruckentladungslampe zu
schaffen, die einen einfacheren Aufbau aufweist und bis zu
hohen Drücken geeignet ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Lampe der eingangs erwähnten
Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Lampe
eine Kurzbogenentladungslampe ist mit gegenüber dem
Entladungsraum dünneren halsförmigen Lampenkolbenend
teilen, die jeweils den zugehörigen Glasflansch über
wenigstens einen Teil seiner dem Entladungsraum abge
wandten Oberfläche mit ihrer Innenfläche umfassen und
damit verschmolzen sind.
Hierbei umfassen die halsförmigen Lampenkolbenendteile
jeweils einen auf einem Elektrodenstift angebrachten
Glasflansch mit ihrer randseitigen Innenfläche und sind
damit verschmolzen. Im Gegensatz zu der stirnseitigen
Verschmelzung der bekannten Hochdrucklampe stehen hierbei
die Lampenkolbenendteile großflächig mit dem Glasflansch
in Verbindung, wodurch sich eine sichere, auch hohe Drücke
widerstehende Verschmelzung ergibt.
Im Gegensatz zur bekannten Kurzbogenentladungslampe
(Fig. 1) wird bei der erfindungsgemäßen Lampe für die
Verkleidung des Elektrodenstiftes und für den Flansch ein
Glas mit einem Ausdehnungskoeffizienten benutzt, der nicht
dem von Wolfram (45 × 10-7°C-1) entspricht, jedoch
nahe dem von Quarzglas (7 × 10-7C-1) liegt. Auch
brauchen bei der erfindungsgemäßen Lampe keine zusätz
lichen Zwischengläser verwendet zu werden.
Der Aufbau der erfindungsgemäßen Lampe ist nicht nur
einfach, sondern auch besonders unkritisch. Die
Herstellung der Lampe ist dadurch einfach verwirklichbar.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lampe besteht
darin, daß die Stelle, an der der Elektrodenstift in Glas
eingeschmolzen ist, bei gleicher Gesamtlänge der Lampe
weiter von den Elektroden entfernt und dadurch weniger
hohen Temperaturen ausgesetzt ist, als bei den bekannten
Kurzbogenentladungslampen. Außerdem wird diese Stelle bei
der erfindungsgemäßen Lampe direkt von der Außenluft
umgeben, während sie bei den bekannten Lampen durch
Quarzglas (8 in Fig. 2) nahezu völlig abgeschirmt ist.
Dies ermöglicht es sogar, den Lampen eine geringere
Gesamtlänge als den bekannten Lampen zu geben.
Eine niedrigere Temperatur des Teils des Elektrodenstifts,
der mit der Luft in Berührung kommt, ist deshalb wichtig,
weil eine Oxidierung des Stifts mit abnehmender Temperatur
geringer ist. Oxidierung kann nämlich ein Abbröckeln der
Glasverkleidung auf dem Stift verursachen, wodurch Sprung
in der Einschmelzung verursacht werden kann. Es ist daher
von Bedeutung, daß die Temperatur des Elektrodenstifts
außerhalb des Lampenkolbens unter etwa 550°C liegt.
Der Glasflansch hat im allgemeinen einen größten Durch
messer, der annähernd dem Innendurchmesser des hals
förmigen Lampenkolbenteils entspricht.
Kurzbogenentladungslampen haben im allgemeinen Elektroden
stifte mit einem Mindestdurchmesser von 1 mm. Die Glas
verkleidung auf einem Elektrodenstift wird vorzugsweise
möglichst dünn gemacht, in der Regel mit einer Dicke von
höchstens der Hälfte des Elektrodenstiftdurchmessers.
Bei einer besonderen Ausführungsform sind die Glasflansche
an ihrer dem Entladungsraum abgewandten Seite kegelig
ausgebildet und umgibt jeder halsförmige Lampenkolbenend
teil die kegelige Oberfläche des entsprechenden Glas
flansches größtenteils und ist damit verschmolzen.
Angesichts der Unterschiede im Ausdehnungskoeffizienten
treten auch bei der erfindungsgemäßen Lampe Spannungen im
Glas auf. Es sind jedoch, bedingt durch die andersartige
Konstruktion, Druckspannungen, die vom Quarzglas ausge
glichen werden.
Unter Quarzglas sei hier verschmolzenes Siliciumdioxid und
Glas mit einem Siliciumdioxidgehalt von mindestens
95 Gew.-% verstanden. Die Gläser, die für die Verkleidung
des Elektrodenstifts und für den Glasflansch benutzt
werden, haben einen wesentlich niedrigeren Siliciumdioxid
gehalt und weisen in der Regel zwischen 81 und 87 Gew.-%
SiO2 auf. Weiter enthalten diese Gläser 9 bis 13,5 Gew.-%
B2O3, 4 bis 7,5 Gew.-% Al2O3 und 0 bis 1 Gew.-% CaO.
Die erfindungsgemäße Lampe ist beispielsweise in Film
projektoren anwendbar.
Einige Ausführungsbeispiele von Lampen nach der Erfindung
werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil einer bekannten
Lampe,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Teil einer anderen
bekannten Lampe,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Lampe in Ansicht,
Fig. 4 ein Detail der Lampe nach Fig. 3 im Schnitt,
Fig. 5 eine erste Abwandlung nach Fig. 4,
Fig. 6 eine zweite Abwandung nach Fig. 4,
Fig. 7a bis 7c Herstellungsstufen der Einschmelzung nach
Fig. 4.
In Fig. 1 ist die Durchführungskonstruktion der aus
Fig. 1d der DE-PS 11 32 242 bekannten Lampe dargestellt,
die für mittlere Drücke geeignet ist. Im halsförmigen
Lampenkolbenteil 1 aus Quarzglas führt ein Elektroden
stift 2 zur Elektrode 3. Der Elektrodenstift 2 ist von
einem Träger 4 umgeben. Auf dem Elektrodenstift 2 ist eine
Glasverkleidung 5 angebracht, mit der ein Flansch 6 ver
schmolzen ist, die beide aus Glas mit einem Ausdehnungs
koeffizienten gleich dem von Wolfram bestehen. Über ein
Übergangsglas 7 ist der Flansch 6 mit dem halsförmigen
Lampenkolbenteil 1 verschmolzen.
In Fig. 2 ist die Durchführungskonstruktion einer handels
üblichen Lampe (Fig. 1b der DE-PS 11 32 242) dargestellt.
Die Bezugsziffern 1 bis 7 bezeichnen Teile, die denen nach
Fig. 2 entsprechen. Der Flansch 6 ist in dieser Figur von
der Elektrode abgewandt. Über das Übergangsglas 7 ist der
Flansch 6 mit einem Quarzglasteil 8 verbunden, der den
Elektrodenstift 2 mit Spielraum umgibt und mit dem hals
förmigen Lampenkolben 1 ver
schmolzen ist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Lampe nach der Erfindung
ist 11 der den Entladungsraum umgebende Lampenkolbenteil, an
den sich zwei halsförmige Lampenkolbenteile 12 anschließen.
Durch jeden der halsförmigen Lampenkolbenteile führt ein
Elektrodenstift 13 zu einer im Entladungsraum angeordneten
Elektrode 14. Zur Unterstützung sind die Elektrodenstifte 13
von je einem Quarzglasring 15 umgeben, der zwischen Wolfram
drahtwindungen 16, die sich um die Stifte 13 klemmen, und
einem Separator 17 aus Wolframdraht fixiert sind. Auf den
Elektrodenstiften 13 ist stellenweise eine umschließende
Glasverkleidung 18 angebracht, mit der ein Glasflansch 19
verschmolzen ist. Die halsförmigen Lampenkolbenteile 12
umgeben je einen dieser Flansche 19 über einen Teil seiner
Länge und sind mit ihm verschmolzen.
In Fig. 4 bis 7 bezeichnen die Bezugsziffern gleiche
Teile wie in Fig. 3. In Fig. 5 und 6 umfaßt das Quarzglas
des halsförmigen Lampenkolbenteils 12 den Flansch 19 in
größerem Maße als in Fig. 4. Die der Elektrode abgewandte
Oberfläche des Flansches 19 ist in Fig. 5 und 6 kegelig
ausgebildet. Es sei bemerkt, daß bei der Herstellung der
Verschmelzung des Quarzglases des Lampenkolbenteils 12 mit
dem Glas des Flansches 19 der Übergang der Glasarten unbe
stimmbar wird und ein Gebiet entsteht, in dem ein Glas in
das andere übergeht.
In Fig. 7a ist das Produkt einer ersten Herstellungs
stufe dargestellt, in der aus einem Glasrohr unter Erwärmung
eine Verkleidung 18 auf einem Wolframelektrodenstift 13
gebildet ist.
In Fig. 7b ist das Produkt einer zweiten Herstellungs
stufe dargestellt, in der auf analoge Weise zwischen den
Enden der Verkleidung 18 ein Flansch 19 angebracht ist.
In Fig. 7c ist das Produkt nach Fig. 7b vor der Ver
schmelzung mit dem Quarzglasrohr 12 wiedergegeben.
Bei der Herstellung dieser Verschmelzung wird die
Lampe während der Fertigung vorzugsweise horizontal ange
ordnet. Das Quarzglas des Rohrs 12 wird erwärmt und von
der Flamme nach innen gedrückt, wobei es mit dem Flansch 19
in Berührung kommt. Das Material des Flansches 19 wird
dabei zum größten Teil indirekt erwärmt. Bei der Herstellung
der Verschmelzung können gegebenenfalls Werkzeuge benutzt
werden, um das Quarzglas einwärts zu drücken. Durch Hinein
blasen von Gas in das Rohr 12 wird ein allmählicher Übergang
der Oberflächen der verschmolzenen Teile erhalten. Die Form
der Außenfläche des Produkts wird zum größten Teil durch
die Länge, über die der Flansch 19 in Fig. 7c in das Rohr 12
hineingeführt ist, und durch die Form und die Lage der Werk
zeuge bestimmt, mit denen das Rohr 12 an seinem Ende einge
drückt wird, wenn derartige Werkzeuge verwendet werden.
Die Herstellung der Einschmelzungen ist unkritisch.
Lampen nach den Fig. 4 bis 6 wurden bei Raumtemperatur bei
120 bar abgepreßt, ohne daß Sprung auftrat.
Es sei bemerkt, daß dieser Versuch bei Raumtemperatur
anspruchsvoller und dadurch von größerer Bedeutung ist als
ein ähnlicher Versuch bei Betriebstemperatur. Bei der hohen
Temperatur, bei der die Glas/Glas- und die Glas/Metallver
schmelzungen hergestellt sind, gibt es keine Spannungen.
Sie treten erst unter der Spannungsaufbautemperatur beim
Abkühlen des Produkts auf und erhöhen sich bei absinkender
Temperatur. Bei Raumtemperatur, bei der die Druckfestigkeit
der Lampe geprüft wurde, sind die Materialspannungen daher
größer als bei Betriebstemperatur, die weniger weit unter
der Spannungsaufbautemperatur liegt.
Bei Lampen, die unter Verwendung des Übergangsglases 7
in der Form nach Fig. 1 hergestellt waren, trat Sprung
bei einem Druck von 40 bar auf.
Für die Herstellung der Lampe nach Fig. 3 wurden
Elektrodenstifte 13 mit einem Durchmesser von 2,5 mm mit einem
Glas folgender Zusammensetzung bekleidet:
81,9 Gew.-% SiO2, 13,1 Gew.-% B2O3, 4,5 Gew.-% Al2O3 und
0,5 Gew.-% CaO. Über die Temperaturstrecke von 30 bis 800°C
besitzt dieses Glas einen Ausdehnungskoeffizienten von
15 × 10-7°C-1. Die Verkleidung 18 hat eine Dicke von unge
fähr 0,5 mm. Daran wurde aus demselben Glas ein Flansch 19
mit einem größten Durchmesser von 9 mm angebracht. Nach
Anordnung des Tragorgans 15 und der Teile 16 und 17 aus
Wolframdraht und der Elektrode 14 wurde die Einheit in einen
Lampenkolben hineingeschoben, dessen halsförmiger Teil 12
einen Innendurchmesser von 10 mm bei einer Wanddicke von
2,5 mm hatte. Nach der Herstellung der Verschmelzung des
Flansches 19 mit dem Lampenkolbenteil 12 wurde auf analoge
Weise die zweite Elektrode montiert. Der Lampenkolben wurde
evakuiert, mit 10 bar Xenon gefüllt und abgedichtet. Die
Lampe, deren Elektrodenabstand 2,8 mm betrug, nahm beim
Betrieb mit 18 Volt eine Leistung von 500 Watt auf. Die
Lampe wurde in horizontaler Lage für 2000 Stunden gebrannt.
Andere Gläser, die für die Herstellung der Verkleidung
und des Flansches benutzt werden können, sind beispielsweise:
- 1. SiO2 86,9 Gew.-%, B2O3 9,0 Gew.-%, Al2O3 4,1 Gew.-% Ausdehnungskoeffizient bei 30 bis 800°C: 11 × 10-7°C-1
- 2. SiO2 86,4 Gew.-%, B2O3 9,6 Gew.-%, Al2O3 4,0 Gew.-% Ausdehnungskoeffizient bei 30 bis 800°C: 13 × 10-7°C-1
- 3. SiO2 81,0 Gew.-%, B2O3 10,9 Gew.-%, Al2O3 7,1 Gew.-%, CaO 1,0 Gew.-% Ausdehnungskoeffizient bei 30 bis 800°C: 17 × 10-7°C-1.
Claims (2)
1. Hochdruckentladungslampe mit einem Quarzglaskolben,
in dem zwei Wolframelektroden angeordnet sind und in dessen
Endteilen sich koaxial Wolframelektrodenstifte erstrecken,
die stellenweise mit einer umschließenden Glasverkleidung
versehen sind, die mit einem zwischen ihren Enden angeordneten
Glasflansch verschmolzen ist, der mit dem Quarzglas des
betreffenden Lampenkolbenendteils an dessen Rand verschmolzen
ist, wobei die Glasverkleidung auf den Elektrodenstiften und
die damit verschmolzenen Glasflansche jeweils einen Aus
dehnungskoeffizienten im Bereich von 11 bis 17 × 10-7°C-1
bei 30 bis 800°C haben,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe eine Kurzbogenentladungs
lampe mit gegenüber dem Entladungsraum dünneren halsförmigen
Lampenkolbenendteilen (12), die jeweils den zugehörigen Glasflansch (19)
über wenigstens einen Teil seiner dem Entladungsraum abgewandten Oberfläche mit ihrer Innenfläche um
fassen und damit verschmolzen sind.
2. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasflansche (19) an ihrer dem
Entladungsraum abgewandten Seite kegelig ausgebildet sind und
jeder halsförmige Lampenkolbenendteil (12) die kegelige Ober
fläche des entsprechenden Glasflansches größtenteils umgibt
und damit verschmolzen ist.
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| DE102004011555B3 (de) * | 2004-03-08 | 2005-10-27 | Schott Ag | Gasentladungslampe |
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