-
Rgulierbares Gasbarometer mit Gassperre
-
Die Erfindung betrifft ein regulierbares Gasbarometer, insbesondere
für Wetterstationen, die aus einem Thermometer zur Beststellung der Temperatur und
einem Gas barometer zur Anzeige des Buftdruckes bestehen, wobei sich die anzeigenden
Flüssigkeiten in zwei parallel zueinander -meist senkrecht- angeordneten Anzeige-Röhren
befinden und der in der unmittelbaren Umgebung der Wetterstation vorherrschende
Luftdruck über eine verschiebbare Skala mit Bezug auf die angezeigte Temperatur
abgelesen werden kann.
-
Derartige Barometer sind bereits durch die deutschen Patentschriften
Nr. 110 852 und 275 905 bekannt.
-
Die bekannt gewordenen Barometer haben jedoch den Nachteil, daß sie
für eine unterschiedliche Höhenlage des Geräteaufstellungsortes nur mittels umständlicher
Entnahme bzw. Zugabe einer kleinen Flüssigkeitsmenge aus der Röhre bzw. in die Röhre
hinein reguliert werden können. Würde z.B. ein Barometer dieser Art bei einer Höhenlage
von 50 m über dem Meeresspiegel durch Flüssigkeitszugabe einreguliert und dann an
einen anderen Ort mit einer Höhenlage von etwa looo m gebracht, so würde die Druckanzeigehöhe
infolge des niedrigeren Luftdruckes durch einen Druckabfall von ca. 115 mbar um
etwa 35 Kelvingrad ansteigen und dabei u.U. die Flüssigkeit aus der Anzeigeröhre
herausfließen. Eine andere Möglichkeit besteht gemäß einer bekannt gewordenen Ausführung
in dem Verschieben der Anzeigeröhren zueinander, bis die Druckanzeige unter Berücksichtigung
der Höhenlage ausgeglichen ist. Da auch hier eine Verschiebung um ca. 35 Kelvingrad
bei 950 m Höhendifferenz erforderlich ist, muß auch eine entsprechende aufwendige
Halterung vorgesehen werden. Für serienmäßig herzustellende Wetterstationen mit
Gasbarometern ist daher eine leicht zu betätigende Reguliervorrichtung für die Anpassung
an den tatsächlichen Luftdruck für jede beliebige Höhenlage unumgänglich.
-
Die erwähnten Barometer weisen außerdem den Nachteil auf, caß beim
Schütteln
oder in der Koptstellung dës Gerätes ein Teil des Gases in Form von kleinen Blasen
durch die Flüssigkeit hindurch nach außen entweicht. Dadurch ist die korrekte Anzeige
für den Luftdruck nicht mehr gewährleistet. Auch dieser Umstand ist für serienmäßig
herzustellende und dem Versand unterliegende Geräte nicht akzeptabel.
-
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein leicht regulierbares Gasbarometer
zu schaffen, das mit einfach zu bedienenden Bauelementen eine Anpassung an jeden
höhenmäßig variierenden Luftdruck erlaubt und mit dem andererseits verhindert wird,
daß die die Druckanzeige bewirkende Gasmasse teilweise oder ganz aus dem sie einschließenden
Meßgefäß bei nicht betriebsgerechter Stellung des Gerätes entweicht.
-
In Bezug auf eine leichte Regulierbarkeit ist auch auf ein problemloses
Einfüllen der Anzeigeflüssigkeit Rücksicht zu nehmen sowie auf die Möglichkeit,
das Gerät wieder neu in Funktion zu bringen, wenn durch unsachgemäße Handhabe das
Gas entwichen sein sollte.
-
Schließlich ist bei einem solchen Gerät als Gebrauchsgegenstand auch
auf eine ästhetisch ansprechende Ausführung zu achten, die die Funktionselemente
wie Meßgefäß mit Regulierkolben sowie den Transportverschluß der Anzeigeröhre dem
Blickfeld entzieht.
-
Diese Aufgaben werden gemäß der Erfindung zum einen dadurch gelöst,
daß das Meßgefäß, welches die Gasmasse umschließt, mit einem verschiebbaren, gasdichtwirkenden
Kolben versehen ist, wodurch eine Verschiebung des Gasvolumens vor der Anzeigeflüssigkeit
ermöglicht wird und somit die Höhe der Flüssigkeitssäule reguliert werden kann.
Zum andern ist in dem Meßgefäß am Übergang zu der mit diesem verbundenen Druck-Anzeigeröhre
ein für die Flüssigkeit durchlässiger, schwammartiger Stopfen eingebracht, aus welchem
bei der Kopfstellung bzw. beim Schütteln des Gerätes Flüssigkeit durch die entstehende
Sogwirkung nachgesaugt wird.
-
Für das Einfüllen der Anzeigeflüssigkeit ist eine Bohrung in dem zylindrischen
Teil des Meßgefäßes vorgesehen, die außerhalb des Bereiches der eingeschlossenen
Gasmasse, jedoch innerhalb des Hubweges des Kolbens liegt. Durch die Bohrung kann
auch bei zurückgeschraubtem
Regulierkolben Gas nachgefülit werden,
so daß bis zur bedeckung der Bohrung durch den Kolben ein bestimmtes Gasvolumen
und damit unter Bezug auf den absoluten Druck und die Temperatur eine bestimmbare
Gasmasse die Anzeige bewirkt.
-
Die für die Funktion der Druckmeßvorrichtung erforderlichen Teile
sind auf der dem Blickfeld abgewendeten Rückseite der Halterung angebracht.
-
Ein Gasbarometer nach der Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert.
s zeigt Fig. 1 ein regulierbares Gasbarometer mit Gassperre, im Schnitt durch die
Druckmeßvorrichtung Fig. 2 eine Ansicht von links gegen Fig. 1, als Wetterstation,
mit dargestellter Temperaturskala von 240 bis 320 K und eingestelltem Schieber zur
Luftdruckanzeige in Millibar.
-
Als Beispiel: 2860K = 1300 und looo mbar.
-
In Fig. 1 ist das Meßgefäß 1 an der Übergangsstelle 1.1 fest mit der
Druck-Anzeigeröhre 2 verbunden. Die Röhre 2 ist mit Klammern oder Ösen 2.1 von der
kastenförmigen Halterung 5 gehalten und fixiert. Im unteren Teil des Meßgefäßes
1 und in der Röhre 2 befindet sich die Anzeigeflüssigkeit 4, die bis zur Anzeigehöhe
4.1 reicht. Oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 4.2 in dem Meßgefäß befindet sich
eine genau bestimmte Gasmasse 5, die nach oben durch einen verschiebbaren Kolben
6 mit Dichtung 6.1 abgedichtet ist.
-
Die Anzeigehöhe 4.1 der Meßflüssigkeit 4 schwankt bei fixiertem Kolben
6 je nach Höhe des Luftdruckes, der über die Öffnung 2.2 der Röhre 2 wirksam wird
und die eingeschlossene Gasmasse 3 temperaturbedingt mehr oder weniger zusammenpreßt.
-
Die Anzeigehöhe 4.1 läßt sich mit Hilfe des Kolbens 6 regulieren,
in dem dieser entsprechend mit einer Regulierschraube 7 nach oben oder unten bewegt
wird, wodurch das Gasvolumen verschoben wird.
-
Die Anzeigehöh2 hi ändert sich gemäß der Beziehung hi1-hi2 =(7di)
S& mit dk - Kolbendurchmesser des Meßgefäßes di = Innendurchmesser der Druckanzeigeröhre
- Kolbenweg Der untere Teil des Meßgefäßes 3 ist mit einem porösen Stopfen 8 versehen,
der die Anzeigeflüssigkeit 4 durchlät, der die Flüssigkeit
aber
auch wie bei einem Schwamm hält, wenn infolge einer Kopfstellung des Gerätes die
Sogwirkung der Plüssigkeitssäule das Gas in die Röhre 2 zu ziehen versucht. Dadurch,
daß bei dieser betriebsfremden Stellung infolge der Sogwirkung nur Flüssigkeit aus
dem Stopfen 8 nachfließt, bis sich ein neues Gleichgewicht zwischen dem Gasdruck
innen und dem Luftdruck außen eingestellt hat, bleibt die Gasmasse 3 in dem Meßgefäß
1 erhalten und entweicht somit nicht nach außen. Für den Transport des Gerätes dient
ein Verschluß 9 am oberen Ende der Anzeigeröhre 2, bestehend z.B. aus einer Gewindehülse,
einer Hu-tmutter und einer Dichtung, die vor die Öffnung 2.2 gepreßt wird.
-
Die Bohrung 1.2 in dem Meßgefäß 1 dient zum Einfüllen der Anzeigeflüssigkeit
4 und zum Eindosieren der Gasmasse 3 bei Stellung 6.2 des verstellbaren Kolbens
6.
-
Die Funktionsteile der Druckmeßvorrichtung, bestehend aus den Teilen
1,6,7,8 u. 9 sind auf der Innenseite 5.1 der kastenförmigen Halterung 5 angeordnet
und somit dem Blickfeld entzogen.
-
Fig. 2 bildet die Hauptansicht der Wetterstation, in der nur die Anzeigeteile,
nicht hingegen die Funktionsteile der Druckmeßvorrichtung sichtbar sind. Die Anzeigeteile
bestehen aus der Thermometerröhre 10, der Temperaturskala 11, der Druckanzeigeröhre
2 und dem beweglichen Ableseschieber 12 mit der Druckskala 13. Bei Einstellen eines
Markierungsstriches 14 des Schiebers 12 auf die bestehende Temperatur kann der Luftdruck
in Millibar abgelesen werden. Der Schieber 12 gleitet an der Druckanzeigeröhre und
ist mit lösbaren Klipsen 12.1 gehalten. Der Schieber kann somit entfernt werden,
so daß eine reine Tendenzanzeige zur Geltung kommt.
-
Die Wetterstation wird auf übliche Art z.B. durch 2 oder mehr 3übelschrauben
(nicht gezeichnet) an der Gebäudewand befestigt,
Leerseite