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DE405090C - Verfahren und Vorrichtungen zur Bestimmung der Viskositaet von Fluessigkeiten unter ununterbrochener und voneinander verschiedenartiger Zu- und Abfuehrung der Fluessigkeit zu bzw. aus der Messbuechse - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Bestimmung der Viskositaet von Fluessigkeiten unter ununterbrochener und voneinander verschiedenartiger Zu- und Abfuehrung der Fluessigkeit zu bzw. aus der Messbuechse

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DE405090C
DE405090C DED44810D DED0044810D DE405090C DE 405090 C DE405090 C DE 405090C DE D44810 D DED44810 D DE D44810D DE D0044810 D DED0044810 D DE D0044810D DE 405090 C DE405090 C DE 405090C
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DE
Germany
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viscosity
pressure
liquid
measuring sleeve
temperature
Prior art date
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Expired
Application number
DED44810D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD VON DALLWITZ WEGNER DR
Original Assignee
RICHARD VON DALLWITZ WEGNER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RICHARD VON DALLWITZ WEGNER DR filed Critical RICHARD VON DALLWITZ WEGNER DR
Priority to DED44810D priority Critical patent/DE405090C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE405090C publication Critical patent/DE405090C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N11/00Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties

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  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zur Bestimmung der Viskosität von Flüssigkeiten unter ununterbrochener und voneinander verschiedenartiger Zu- und Abführung der Flüssigkeit zu bzw. aus der Meßbüchse. Im physikalischen Laboratorium maßt man die Viskosität von Flüssigkeiten in Ermangelung eines einfacheren Verfahrens nach dem von Poisseuille und erhält die Viskositätswerte daraus im absoluten Mali des CGS-Systems; für die Bedürfnisse der Technik ist das Verfahren aber zu umständlich. Die 1 echnik braucht für die Viskositätsbestimmung namentlich der Schmiermittel ein leichter ansführbares Verfahren mit handlichen Apparaten und benutzt deshalb in Deutschland hierzu den bekannten Englerapparat, der zwar einfach ist, der aber die Viskosität durch Englergrade maßt, die mit der absoluten Viskosität direkt nichts zii tun haben und die das Viskositätsgebiet in der Nähe cles Englergrades »i«, das für Schmierzwecke gerade das wichtigste ist, nicht aufzulösen Vermögen. Zu diesem erheblichen Mangel des Engler-Viskosimeters kommt noch, daß man in anderen Ländern mit anderen ähnlichen Apparaten die Viskositäten der Schmiermittel bestiniint, die wieder andere Grade dafür angeben, die weder mit den 1?nglergr<iden noch mit dei absoluten Viskosität direkt etwas zii tun haben. 13e) der internationalen wirtschaftlichen Bedeutung der Schmiermittel entstehen dadurch Verwirrungen und Unzuverlässigkeiten, die vermieden werden würden, wenn man über einen technisch brauchbaren einfachen Apparat verfügen würde, der ohne weiteres die Viskosität in absolutem Maß angeben würde. Man versuchte deshalb mehrfach, technische Viskosime ter herzustellen, die die absolute Viskosität der Schmiermittel ohne weiteres erkennen lassen und die doch genügend einfach und betriebssicher sind, um im Öllaboratorium angewendet werden zu können (vgl. z. ß. die Patentschriften 3)83o8 und 3()4z,;,5). Eine Weiterbildung dieser Viskosimeter in der Richtung der Einfachheit des Aufbaues und der Messung ist das Viskosiineter nach dem vorliegenden Verfahren, das insofern selbst einfacher und handlicher als das Englerviskosimeter ist, als zur Bestimmung der Viskosität bei ihm keine besondere Messung not-«-endig wird, weil es die Viskosität beim jeweiligen, der augenblicklichen Temperatur der Flüssigkeit entsprechenden lustanal an einer Skala ohne weiteres im absoluten llaß ablesen läßt, wie man die Stromstärke oder Spannung an elektrischen Meßinstrumenten ohne weiteres abliest. Bei dem vorliegenden Verfahren durchfließt die zu bestimmende Flüssigkeit dauernd eine -Meßbuchse, wie bei vielen andern Viskosimetern auch. Der Ausfluß (oder der Einfluß) der Flüssigkeit erfolgt durch eine gewöhnliche Meßkapillare, während der Einfluß (oder der AusfluM in anderer \Veise vor sich geht, so daß in der Meßbüchse Druckverhältnisse entstehen, die direkt abhängig sind von der jeweiligen Viskosität der durchfließenden Flüssigkeit. Während nun bei den bekannten absoluten Viskosimetern die Strömungsverhältnisse bei den Meßkapillaren und deren energetische Folgen zum dessen der Viskosität benutzt «Rirden, sind die Viskosimeter nach dem vorliegenden Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß einfach der jeweilige Druck in der Meßbüchse manometrisch erkennbar gemacht wird an einer Skala, an der damit gleichzeitig auch die Viskosität der Flüssigkeit vom Durchströmungszustand abgelesen werden.kann.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen solcher Viskosimeter schematisch verdeutlicht. In Abb. i und 2 ist zunächst ein \ormalzeigerviskosimeter nach dem - vorliegenden Verfahren dargestellt. Das Wärmbad i enthält Wasser oder eine andere Heizflüssigkeit, durch die das zu messende (51 auf eine bestimmte Temperatur gebracht wird; bei 2 wird die Temperatur der Heizflüssigkeit an einem .eingeführten Thermometer abgelesen. Die Heizung erfolgt durch Flammen oder elektrisch. Das Wärmbad wird von einem Deckel 3 mit einem Fülloch io verschlossen. Am Deckel 3 hängt die Meßbüchse, bestehend aus fünf senkrecht stehenden Rohren 4, ö, 6, 7, S, die unten durch einen Rohrstern miteinander verbunden sind. Abb. 2 zeigt den Deckel von oben gesehen, Abb. .I den Deckel mit der Meßbüchse von unten gesehen. Der Verbindungsstern ist mit g bezeichnet. In die Rohre der Meßbüchse wird das eigentliche Meßgeschirr eingesteckt; in Rohr S wird z. B. ein Thermometer durch Metallschliff usw. druckdicht eingeführt, in Rohr 7 sei ebenfalls ein. Thermometer, aber besonderer Art für graphische Registrierungen der Viskositäten einführbar, auf das weiter unten zurückgekommen wird. In Rohr 6 wird der Öleinlauf eingesteckt, in 4 der Ölauslauf und in 3 wird die Druckmeßeinr ichtung oder der eigentliche lIeßapparat eingeführt. Das Einlaufaeschirr dieses Normalviskosimeters besteht aus einem Ölbehälter ii (Abb. i und 2), in den ein Kolben 12 dichtlaufend eingeschliffen ist. Der Behälter ii wird soweit als notwendig mit dein zu bestimmenden Öl gefüllt und mit dem Kolben 1a verschlossen. Der Kolben t2 wird auf den Ölspiegel niedergefülirt, bis aus der Entlüfteröfnung rtr 01 austritt. Da, 1?ntlüftunisrolrr i.q dient auch in Verbindung mit der Klammer 17 zur 'Sicherung des Kolbens gegen Drehen. Per Kolben ra wird mit einer mechanischen Einrichtung irgendwelcher Art langsam und gleichmäßig nach unten bewegt, so daß über die Kupplung 13 (las Öl langsam und gleichmäßig, etwa i ccm/sek., durch das Rohr 14 in die im Wärmbade i befindliche Meßbüchse tritt, zunächst in das Rohrh. DerZvlinder ii soll so weit vomWärmbade entfernt sein, daß sein Inhalt vom Wärmbade nicht mit erwärmt wird. Damit das aus 14 in G ein, tretende 01 sich schnell und gleichmäßig auf die Badtemperatur erwärmt, besteht das Ende von Rohr 14 aus einem massiven Metallteil, der die Büchse b ganz ausfüllt und der außen ein abgerundetes Gewinde trägt, durch dessen Windungskanal das 01 an der von i aus beheizten Wandung von 6 entlang und herunter zur Verbindung 9 mit den übrigen Meßbüchsenrohren laufen muß. Das 01 tritt nun durch das Sternrohr d zum Sichtthermometer in Büchsenrohr h evtl. zum @'iskögraphenthermometer in Büchsenrohr 7, zum Skalenrohr im Rohr 3 -Lind zur Meßkapillare in Büchsenrohr- +. Die Meßkapillare 2o, die in Abb. R nochmals größer abgebildet ist, befindet sich im Kapillarenrohr ig, das mit einem Konus in Rohr 4 leicht auswechselbar eingesetzt sein kann, so daß die Kapillare 2o mit samt dem Kapillarenrohr ig augenblicklich ge-uvechselt werden kann. In das Rohr io tritt also das 01 von unten durch die Kapillare 20 ein, die tief unten im Bereich des Wärmbades sich befindet, und steigt nach oben bis zum Überlauf 2i. Cber den Oberlauf fließt das 01 in der Rinne ig, die an das Rohr ig angelötet sein kann, zum Ablaufgefäß 22.
  • Dem aus dem Zvlinder ii in die Meßbüchse eindringenden Öl wird also der Ausweg aus der Meßbüchse durch die Kapillare 2o bis zu einem gewissen Grade versperrt, wodurch ein gewisser Druck in der Meßbüchse entsteht, der genau so groß wird, daß bei 2o oder 21: ebensoviel 0I aus der Meßbüchse austritt, als bei 14 eintritt. Der Druck kann an der Skala 2.4 des Manometerrohrs 23 abgelesen werden. Das Manometerrohr 23 kann'ebenfalls mittels Konus in die Meßbüchse eingesteckt werden. Die Skala 24 ist am Manometefrohr 23 durch die Stellvorrichtung 25 verschiebbar, so daß der Nullpunkt der Skala auf die Höhe des Überlaufs 21 genau ausgerichtet werden kann, indem man den Ölzufluß aus ii abstellt und die Ölsäule in 23 auf 'Null nach unten sinken läßt, worauf man die Skala auf diese Nullhöhe einrichtet. An Stelle des Manometerrohrs kann man auch ein gewöhnliches Metallmanometer in den Apparat einbauen, an dessen Skala man die 1>rucke abliest.
  • Die Drucke in der Meßbüchse sind nun nach der bekannten Gleichung von Poisseuille direkt prol;ortional de#n gesuchtere bei sonst gleichbleibenden Betriebsumständen, also gleichbleibender Kapillare werd gleichwerteng der Skalenangaben berücksichtigt werden. Das führt zu Viskosimetern nach der Art der in Abb.3 angedeuteten Ausführungsform.
  • Bei den Viskosimetern nach Abb. i und 2 soll also die jeweilige Steighöhe la cm im 2lanometerrohr 23 bzw. die jeweilig im @'iskosimeter -zu leistende reine Viskosimeterarbeit keine Rolle spielen gegenüber der zur Verfügung stehenden Betriebsarbeit, z. B. beim Elektromotor 26, einer Bedingung, der schon genügt wird, wenn der Elektromotor o,o2 PS leisten kann. Unter diesen Umständen sind die Viskositäten der den Apparat durchlaufenden Flüssigkeit proportional den Druckhöhen h. Man kann auch durch Verwendung relativweiter Kapillaren 2o oder durch sehr kleine Durchflußmengen/sek. die Steighöhen la cm sehr klein machen und die Unterschiede dann durch Spiegelablesung feststellen. Man kann auch in dem Manometerrohr auf der Ölsäule Schwimmer anordnen, die Zeigerwerke auch für Registrierungszwecke betätigen. Man kann ferner an Stelle des Manorneterrolirs 23 einen kleinen Glasballon auf das Meßbü chsenrohr 5 aufsetzen, dessen Luftinhalt vom' Ü1 mehr oder weniger verdichtet wird, und den jeweiligen Luftdruck zur Bestimmung der Viskosität mit sehr großer Genauigkeit durch Manometer messen; da man Luftdruckänderungen sehr genau messen. kann. Dabei -kommt man auch mit außerordentlich kleinen Üldurchflußmengen/sek. aus. Jedenfalls also kann man die Viskosimeter nach Abb. i und 2 als Normalinstrumente ansehen, bei denen die. Viskosität in absolutem -Maß geradezu mit einem Metermaß der Skala 24 gemessen werden kann.
  • Bei der Ausführungsform Abb. , Hießt das zu messende 01 dem @'iskosimeter aus dein Behälter 41 unter einer konstanten Druckhöhe hl cm zu, gemessen vorn Stand des Öls im Behälter 41 bis zum Überlauf 2i der Kapillare 20. Das dem Viskosimeter beim Leberlauf 21: entströmende 01 kann in die kleine Zentrifugalpumpe 4.3 einfließen, die es durch den kleinen Elektromotor oder Heißluftmotor .f2 sogleich wieder in den Behälter 4.r fördert, so daß der Ölstand darin und damit h, wirklich konstant bleibt. Statt dessen kann man den Ölstand in .4i auch auf andere Weise konstant halten, z. 13. in der bekannten Weise durch eine inngestülpte Ülvorratsflasche. Das 01 fließt dein @'iskosimeter wieder beim Meßbüchsenrohr 0 (Abb. @) zu, das aber hier unten eine verstellbare Öffnung in einer dünnen Wand besitzt (l4. in Abb. ), durch die das Öl finit einer tTesch«'indigkeit bzw. einer 11enge;'sek. in das @"iskosiin(,ter tritt, die nicht von der Viskosität des Öls, sondern mir von der wirksamen Druckhöhe und @-ciu Querschnitt der Öffnung abhängt. In Abb. 6 und 7 ist die Ausführung der Öffnung 44. beispielsweise näher erläutert. In einer in den Zwischenboden des Büchsenrohrs 0 einzuschraebenden Hülse (:\l>1. li), die äußerlich aus später erkennbaren Gründen die (Testalt der Kapillaren (Abb. R) besitzen kann, ist in die Seitenwand des dünn gedrehten Eudes eine schlitzartige Öffnung 4.4. eingefeilt. In diese Hülse ist das Rohr 45 eingeschliffen (Abb. 7 und 3), das die Öffnung 44 hahnartig mehr oder weniger verschließt, je nach der Stellung der Aussparung 4.6 des Rohrs 4,5 zur Öffnung 44. Bei 49 kann das Rohr 45 über einer Skala nach Bedarf verdreht und damit der Öffnung 44. ein bestimmter Austrittsquerschnitt cl bei der Eichung des Instruments gegeben werden. Das 01 tritt oben in die Rohrbüchse 6 ein, fließt, vom Verdränger 48 an die beheizte Rohrwandung von h gedrängt, nach unten, tritt bei 47 in das Rohrinnere oder den Hahn ein und- dann durch die eingestellte Öffnung .4:4 ins Viskosimeter. Aus der Kapillare 2o verläßt dasselbe Ölquantiun/sek. wieder das Viskosimeter unter dem üldruck der Ölsäule von der jeweiligen Hölie h., cm im Manometerrohr 23. Die Viskosität wird auch bei diesen Ausführungsformen direkt durch die Steighöhe lt., im Manometerrohr angezeigt; da dem Viskosimeter mir eine Ölmenge zufließt, die von der jeweiligen wirksamen Druckhöhe (Tzi-la_) abhängt, die also veränderlich ist, so ist bei diesen @'iskosimetern die Viskosität nicht proportional der Druckhöhe li.=, die man jeweilig abliest. sondern sie wächst stärker als h.,. in der Weise absolute Einheiten.
  • 1Ian kann diese @'iskosime ter w ic-de r in derselben Weise eichen, mit z. B. U'asser von -2& C, um einen Bezugspunkt auf der Skala 24. zu erhalten, und dann die @'iskositätsbedeutung der übrigen Skalenwerte rechnerisch in Tabellen festlegen, oder man kann auch die ganze Skala mit einem Normalinstrument eichen. Macht man h, groß, evtl. dadurch, daß man Preßluft auf das 01 im Behälter 41 einwirken läßt (man braucht dann auch kein konstantes Niveau mehr), so werden die Steighöhen h_ mit genügender Genauigkeit wieder proportional den Viskositäten.
  • Setzt man beim Viskosimeter nach Abb. 3 die Kapillare 2o an die Stelle des Einlaufs und den Einlauf an die Stelle des Auslaufs, so werden die @'iskositäten annähernd umgekehrt proportional den Steigliölicii h_, in der Weise absolute l?inheitcn. 1hin kann also durch :\ns@@echseln von Einlauf und Auslauf die @lesstin;heclin"gungen 'indem, evtl. günstiger machen.
  • Man kann diese \"isko,iineter finit hegistrier-oder selbsttätigen \Ieße#inrichtungenausrüsten. Eine einfache und für N'iele Zwecke @e@llkimimi#n bleibender 7.uflußnien.ge aus ri ; weiui man dies absolute Vi@kositüt kennt, die zii einem gewissen Druck gehört, so kennt man auch ohne «eitere, die absoluten @'isko#;itätswerte, die den anderen Drucken entsprechen, so claß man mit den Druck«@erten die absoluten Viskositä tswerte abliest. Zie .einer derartigen Eichung des Instruments kann man z.13. Wasser von 2o' C nehmen, das die absolute Viskosität ; = o,oi CGS-Einheiten oder den Englergrad »i« besitzt. \lan füllt also Wasser in den '/.vlinder i i und läßt es durch das Instrument laufen, wobei im Wärmbad i die Temperatur auf 2o° C zti regeln ist. Im Manometer 23 wird sich dann ein gewisser Ueßbüchsendruck bemerkbar machen. Man regelt nun die Zuflußmenge bzw. die Ganggeschwindigkeit des Kolbens 12 so, oder man wechselt die Kapillare 2o so lange, bis das Mano= meter einen gewissen bequemen Rechnungsdruckwert erkennen läßt, z. ß. einen Druck von i cm Wassersäule, wenn man mit dem Viskosimeter vor allein viskosere C51e untersuchen will, oder io cm, wenn leichter flüssige Stoffe untersucht «-erden sollen. Dann entspricht also einer Steighöhe von i cm im Manometerrohr. (im ersteren Falle) die absolute Viskosität o,oi CGS-I?inheiten; einer Steighöhe von io cm würde die absolute Viskosität o,i CGS-Einlieiten entsprechen oder dem Englergrad etwa z, und bei e inür Steighöhe von ioo cm im Manometerrohr würde eine absolute Viskosität von i CGS-Einheiten angezeigt werden oder ein Englergrad, etwa 25. Mit einer andern Kapillare kann man den Meßbereich sofort wechseln. Entspricht, wie im zweiten Falle, einer Steighöhe von io cm eine Viskosität von o,oi oder dem Englergrad »i«, so würde eine Steighöhe von i cm eine absolute Viskosität von o,ooi absolute Einheiten bedeuten, oder einem Englergrad von etwa 0,94. Bei allen Messungen ist aber noch das spezifische Gewicht der Flüssigkeit zu berücksichtigen, da ja die Flüssigkeit selbst den Druck im Manometerrohr anzeigt, so daß allgemein die absolute Viskosität r = cl 1i h absolute Einheiten beträgt, wenn d das spezifische Gewicht der zti messenden Flüssigkeit, Ii eine Konstante, die von der eben geschilderten Einstellung des Viskosimeters abhängt, und h die abgelesene Steighöhe in cm ist. Zur Auswertung der A blesungen für die Viskositätsbestimmung benutzt man am einfachsten Tabellen, bei denen der Einfluß des Wertes d berücksichtigt ist.
  • Die Einrichtung zur Vc ränderung der Zuflußmenge aus dem Zylinder ii bei der Eichung des Instruments mit Wasser usw. richtet sich ganz nach der Art der mechanischen Bewegung des Kolbens 12 im Zvlinder ii. In Abb. -2 ist angenommen, daß y der Kolben 12 durch einen kleinen Elektromotor gei, den man mit einer konstanten Spannung aus einem Netz oder einer Akkumulatorenbatterie oder mit \\'ecliselstrom von lc1>>istaiiter Periodenzahl betreibt, über eine Schnecke #2 j und ein l'bersetzungszahnr<idgetriebe 28, 2c), =;o bewegt wird. Verändern kann man dann die fuflußnlenge bzw. die Bewegung,-preschwindigkeit des Kolbens durch Veränderung der Spannung bzw. Vorschaltwiderstände oder durch Veränderung des Cbersetzungsverhältnisses beim Zahnradsatz 2S, 2g. Man kann auch andere Motoren benutzen, auch die Bewegung des Kolbens von einer Transmissionswelle ableiten, wenn inan Regler benutzt. Man kann den Kolben auch durch ein Uhrwerk bewegen, wie in Abb. i schematisch zur Anschauung gebracht ist. Zu diesem Zweck trägt die Kolbenstange 18 ein Gewinde, in das die Gewindebacken 31 eingreifen. Durch den Verschluß 32 können die Backeis 31 von der Gewindestange 18 gelöst werden; damit der Kolben frei wird und aus dein Zylinder ii herausnehmbar ist. Die Gewindebacken -31 drehen sich mit der Seilscheibe 33, die durch den Zug des Gewichts 34 umläuft. Die Umlaufgeschwindigkeit von ;;3 wird über ein Uhrwerkszahnradgetriebe 35, ein Steigrad 3(i, den Anker 37 und die Reglerunruhe 35 geregelt. Die Unruhe 38 pendelt hin und her. Die 'Umlaufgeschwindigkeit von 33 bzw. die Bewegungsgeschwindigkeit von 12 ist nun abhängig vom Trägheitsmoment - der pendelnden Gewichte von 38. In Abb. I besteht die Unruhe aus zwei Teilen, einem oberen und einem unteren Teil, die durch eine (nicht sichtbare) Feder auseinandergespreizt werden. Wird die Unruhe durch eine Schraube bei 39 zusammengedrückt, so gehen die pendelnden Gewichte auseinander, das Trägheitsmoment wird größer und damit wird die Olzuflußmenge zum Viskosimeter verkleinert. Besteht der Regler aus einem gewöhnlichen Stangenpendel, so würde man zum gleichen Zweck die Pendellinse nach unten verschieben. Bei der gezeichneten Ausführungsform gibt ein Zeiger an einer Skala 40 den Regelstand der Unruhe an, so daß man an dieser Skala eine gewisse Einstellung immer wieder findet. Auch alle anderen Formen von Pendeln können verwendet werden, z. B. die bei Metronomen üblichen Stehpendel, deren Schwingungszeit sich leicht in weiten Grenzen regeln läßt.
  • Die Bewegung des Kolbens 12 kann auch direkt durch Wasserdruck erfolgen, indem man dem Zylinder ii einen anderen Zylinder gegenübersetzt, hinter dessen Kolben aus einer Wasserhaltung aus einer CSffnung in einer dünnen Wand in dem Maße Wasser oder eine andere Flüssigkeit tritt, als der Druckhöhe und den Abmessungen der Austrittsöffnung entspricht. Bei solchen Anordnungen muß die Kolbenfläche des bewegenden Kolbens oder der Betriebsdruck des Wassers so groß sein, daß die jeweilige Steighöhe It im Viskosimeter dagegen keine Rolle spielt, oder, wenn das der lall ist, so muß diese Änderung an der Skala 24 bzw. bei der Aus- :eisreichende Registriereinrichtung wäre die, wenn man durch einen elektrischen Bontakt o. dgl. dafür sorgt, daß die Wärmezufuhr zum Wärmbad i selbsttätig unterbrochen wird, soliald die Viskosität des Ols bzw. dessen Steighülie im Manontete rrohr #23 mit der zunehmenden Erwärmung auf einen gewissen Normalbetrag abgenommen hat, so daß an einem Maximumthermometer erkennbar bliebe, hei welcher Temperatur das 01 diese Normalviskosität besitzt. 'Man kann aber auch von den Viskosimetern vollständige Viskosität-Temperaturdiagraiuine selbsttätig aufzeichnen lassen, indem man die Druckänderungen in der @leübüchse dazu benutzt, einen Schreibstift in der einen Richtung durch manoinetrische Einrichtungen zu bewegen, während der Schreibstift in der anderen Richtung durch ein Fernthermometer bewegt wird. Hierzu kann der Schreibstift in den Kreuzungspunkt zweier senkrecht aufeinanderstehender und sich bewegender Schienen gebracht werden, in denen sich Längsführungsschlitze für den Schreibstift befinden und von denen die eine Schiene von der Viskosität in der einen Richtung (der Ordinatenrichtung) und die andere dazu senkrecht in der anderen (Abszissen-) Richtung vom Thernionieter bewegt wird, sei daß der Schreibstift im Kreuzungspunkt der beiden 1#ültrungsschieneit in dc@r Kurvenrichtung des aufzunehmenden V zskosität-Temperaturdiagramms über ein daruntergelegtes Stück Papier gleiten muß. Der temperaturempfindliche Teil des Ec#rntlienu;iineters, z. B. ein mit 0f uecksilber gefüllter Stahlzylinder, kann in das Büchsenrohr 7 (Abb. q. und 2) des Viskosimeters eingesteckt werden.
  • Versuche zeigen, daß die Viskosität einer Flüssigkeit sich bei molekularen Änderungen stark ändert; die jeweilige. Viskosität ist deshalb ein feines Reagens auf Änderungen der chemischen Zusammensetzung einer Flüssigkeit. Man kann deshalb einen Viskographen zur Kontrolle der chemischen Zusammensetzungen laufend verwenden. Eine Ausführungsform dieser Kontrolle ist in Abb. o und 12 schematisch veranschaulicht. Die zii kontrollierende Flüssigkeit besitzt im Kasten 7t) ein konstantes Niveau in bezug auf die \leßbüclise 77 des @ iskosimeters nach Abb. 3. An Stelle des \lanomcterrolirs a;; besitzt die Meßbüchse nur den Manometerdruckraum 7,9. Der darin entstehende Viskositätsdruck betätigt das Manoineterrohr75 in bekannter Weise. Durch die 1?inriclittuig 3.1, den temperaturmessenden Zylinder eines Fernthermometers kann auch das Thernioineterrohr 79 betätigt «erden. Die Zeiger mit Schreibwerk spielen über den Registrirrtrornineln 5o in der bekannten Weise. Der Apparat registriert also, ob die Viskosität und damit das Molekulargewicht der zti kontrollierenden Flüssigkeit konstant geblieben ist, und die Temperaturkurve hißt erkennen, ob evtl. Änderungen der Viskosität von Änderungen der Temperatur herrühren. Man kann die Einrichtung auch so treffen, daß die Änderungen der Temperatur die Registriertrommel für den Viskositätsdruck so verschiebt, daß die Viskositätskurve eine Gerade bleibt, wenn das 1lolekulargewicht sich nicht ändert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Bestimmung der Viskosität von Flüssigkeiten unter ununterbrochener und voneinander verschiedenartiger Zuführung und Abführung der Flüssigkeit zu bzw. aus der Meßbüchse, dadurch gekennzeichnet, daß der hierbei in der Meßbüchse sich einstellende Druck ermittelt und als Maß für die Viskosität der Flüssigkeit benutzt wird.
  2. 2. Vorichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch i, bestehend aus einer mit Wärmemessern versehenen Meßbüchse, die sich in einem mit Wärmeregler ausgestatteten Flüssigkeitsbad befindet und verschieden große Ein- und Ausströmungsöffnungen für die Versuchsflüssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Meßbüchse ein Standrohr (23) angeordnet ist, an dessen Skala (24) der Stand der in ersterem (23) entsprechend dem in der Meßbüchse herrschenden Druck emporsteigenden Versuchsflüssigkeit bzw. deren Viskosität abgelesen werden kann.
  3. 3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatur-und Druckregistriereinrichtung bekannter Art vorgesehen ist, durch die der Druck-bzw. Temperaturverlauf bei Temperaturänderungen der Versuchsflüssigkeit in der-Meßbüchse automatisch aufgezeichnet wird. 4.. Vorrichtung gemäß Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schreibstift, der ein Viskosität-Temperaturdiagramiu automatisch aufzeichnen soll, im hrenzungspunkt zweier aufeinander senkrecht stehender Schlitze zweier übereinanderliegender Bleche über eine fest gelagerte Schreibfläche wandert, von denen das eine Blech durch die Temperaturänderungen in der Meßbüchse, das andere Blech durch die Druckänderungen darin mit bekannten Mitteln bewegt wird.
DED44810D 1924-01-24 1924-01-24 Verfahren und Vorrichtungen zur Bestimmung der Viskositaet von Fluessigkeiten unter ununterbrochener und voneinander verschiedenartiger Zu- und Abfuehrung der Fluessigkeit zu bzw. aus der Messbuechse Expired DE405090C (de)

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DE (1) DE405090C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2700891A (en) * 1953-12-01 1955-02-01 Montgomery R Shafer Direct reading viscometer
DE1084943B (de) * 1954-04-17 1960-07-07 Otto Leib Verfahren zur fortlaufenden Messung, Registrierung oder Regelung der Viskositaet mit einem Durchlauf-Kapillarviskosimeter

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US2700891A (en) * 1953-12-01 1955-02-01 Montgomery R Shafer Direct reading viscometer
DE1084943B (de) * 1954-04-17 1960-07-07 Otto Leib Verfahren zur fortlaufenden Messung, Registrierung oder Regelung der Viskositaet mit einem Durchlauf-Kapillarviskosimeter

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