DE2911219C2 - Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten Sitzanordnung für einen Mehrzweckkraftwagen - Google Patents
Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten Sitzanordnung für einen MehrzweckkraftwagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten
Sitzanordnung, insbesondere einer Notsitzanordnung, für einen Mehrzweckkraftwagen, wobei die
Rückenlehne und ein dieser zugeordnetes Sitzkissen unabhängig voneinander aus einer eine ebene Ladefläche
bildenden Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung schwenkbar sind und die Verriegelungsvorrichtung
ein verdrehfest mit einer unter Federvorspannung stehenden sich längs der Rückenlehne erstreckenden
Schwenkachse Verbundes Sperrglied umfaßt, und wobei das Sperrglied der Verriegelungsvorrichtung beim Umlegen
der Rückenlehne von der Nichtgebrauchs- in die Gebrauchsstellung auf ein in Höhe der Oberkante der
Rückenlehne der davorliegenden in Fahrtrichtung weisenden Sitzreihe angeordnetes Rastteil aufläuft und
beim Weiterschwenken der Rückenlehne aufgrund der Vorspannung der Schwenkachse in dieses Rastteil einrastet.
Aus der DE-OS 21 07 435 ist bereits eine derartige Sitzanordnung für einen Kraftwagen mit einer im Heckboden
versenkbaren, als dritte Sitzreihe verwendbaren Notsitzanordnung bekannt, bei der die Rückenlehne
und das Sitzkissen in ihrer Gebrauchsstellung entgegen der Fahrtrichtung angeordnet sind. Die Entriegelung
der Rückenlehne ist hierbei jedoch umständlich, da zu diesem Zweck das Sitzkissen angehoben und gleichzeitig
die Rückenlehne umgeklappt werden muß.
ίο Ferner ist aus der DE-AS 23 58 193 eine in Fahrtrichtung
weisende Sitzanordnung für ein Kombinationsfahrzeug mit einer Verriegelungsvorrichtung für die
Rückenlehne bekannt, wobei auf der Rückseite der Rükkenlehne eine zentrale Handhabe vorgesehen ist, die
zur Entriegelung der Rückenlehne dient. Die Handhabe ist verdrehfest mit einer unter Federvorspannung stehenden
Schwenkachse verbunden und die Ver- bzw. Entriegelung erfolgi über an den Enden der Schwenkachse
angeordnete Sperrnasen, die mit an den Seitenwänden des Fahrzeugaufbaus angebrachten, korrespondierenden
Halterungen zusammenwirken. Hierdurch ist zwar schon eine Einhandbedienung der Verriegelungsvorrichtung
möglich, andererseits ist der Material- und Fertigungsaufwand erheblich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 entsprechende
Verriegelungsvorrichtung für eine Rückenlehne derart weiterzubilden, daß sie einen möglichst geringen Abstand
erfordert und einfach zu handhaben ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der im Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1
angegebenen Merkmale.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Patentansprüchen 2 bis 4 hervor.
Ein praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch den Heckbereich eines Mehrzweck-Kraftwagens,
F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Rückseite der Rückenlehne in Nichtgebrauchsstellung,
F i g. 3 und 4 die Schnitte nach den Schnittlinien 1II-III und IV-IV in F i g. 2, welche die Griffteil- und Schwenkachsenanordnung
verdeutlichen.
Der im Heck eines Mehrzweck-Kraftwagens eingebaute Notsitz weist ein Sitzkissen 1 und eine Rückenlehne
2 auf, die in Gebrauchsstellung aus den Bodenvertiefungen im Fahrzeug herausgeschwenkt entgegen der
Fahrtrichtung angeordnet werden. Bei der Rückenlehne 2 erfolgt dies durch Hochschwenken eines auf der Rückseite
der Rückenlehne 2 in einer Mulde 2a versenkt angeordneten Griffteiles 3, das um einen Winkel von ca.
90° aus seiner Ausgangslage geschwenkt wird und als Handhabe zum Hochschwenken der Rückenlehne 2 in
die Gebrauchsstellung dient. Die Rückenlehne 2 wird dabei um die ortsfeste Drehachse 4 geschwenkt, bis sie
im oberen Bereich an der Rückenlehne 5 der davorliegenden Sitzreihe anliegt. Auf der Rückenlehne 5 ist ein
Rastteil 6 angebracht. Die Rückenlehne 2 wird durch Einrasten des Griffteils 3 in das Rastteil 6 in ihrer Gebrauchsstellung
arretiert. Das Griffteil 3 ist drehfest mit einer als Drehstabfeder wirkenden, in der Rückenlehne
2 eingelassenen, abgewinkelten Schwenkachse 7 verbunden. Diese Schwenkachse 7 ist längsseits zu ihren
b5 Enden hin mit mehreren Abkröpfungen 8 versehen und
jeweils in einem als Führungsteil 9 ausgebildeten, mehrmals abgewinkelten Blechteil drehbar gelagert. Im Bereich
unter den Abkröpfungen 8 sind Blattfedern 10
angeordnet, die die Schwenkachse 7 in den beiden Führungsteilen
9 unter Federspannung in ihrer Ausgangslage halten. Durch Herausschwenken des Griffteils 3 aus
der Mulde 2a wird die Schwenkachse 7 gedreht und die Abkröpfungen 8 laufen in einer Schwenkbewegung
vom freien Blattfederende auf die Blattfedern 10 auf, bis im Scheitelpunkt die maximale Federspannung erreicht
ist Durch Weiterschwenken des Griffteils 3, das ein Weiterdrehen der Schwenkachse 7 bewirkt, werden die
Abkröpfungen 8 nach Überschreiten des Scheitelpunktes in Richtung zur Einspannsteile der Blattfedern 10 hin
bewegt, wodurch die Blattfedern 10' wieder entspannt werden, in dieser Stellung der Schwenkachse 7 nimmt
das Griffteil 3 einen Schwenkwinkel von ca. 90° zur Ausgangslage ein. Um die Rückenlehne 2 durch Einrasten
des Griffteils 3 in das Rastteil 6 in der Gebrauchsstellung zu arretieren, muß das Griffteil 3 unter Vorspannung
um einen über 90° hinausgehenden Schwenkwinkel schwenkbar sein. Dies wird dadurch erreicht, daß
die beiden Enden der Schwenkachse 7 rechtwinklig abgebogen und die Führungsteile 9 mit jeweils einem Anschlag
versehen sind. Nach dem Hochschwenken des Griffteils 3 aus seiner Ausgangslage um einen Schwenkwinkel
von ca. 90° laufen die rechtwinklig abgebogenen Enden der Schwenkachse 7 auf die beiden Anschläge
der Führungsteile 9 auf. Beim Weiterschwenken des Griffteils 3 wird die mit ihren abgebogenen Enden auf
den Anschlägen der Führungsteile 9 abgestützte Schwenkachse 7 auf Torsion beansprucht und wirkt dadurch
als Drehstabfeder. Beim Weiterschwenken der Rückenlehne 2 und Einrasten des Griffteils 3 in cias
Rastteil 6 wird die Rückenlehne 2 durch die Drehstabfederwirkung der Schwenkachse 7 in Gebrauchsstellung
gehalten. Um Klappergeräusche von aufeinanderliegenden metallischen Flächen des Griffteils 3 und des
Rastteils 6 beim Fahren zu vermeiden, ist auf der Rückseite der Rückenlehne 2 im Bereich des Griffteils 3 ein
elastischer Puffer 11 angeordnet. In Nichtgebrauchssiellung
der Rückenlehne 2 liegt das Griffteil 3 unter Vorspannung der Blattfedern 10 auf dem elastischen Puffer
11 auf und in Gebrauchsstellung stützt der elastische Puffer 11 unter der Drehstabfederwirkung der
Schwenkachse 7 die Rückenlehne 2 gegen das Rastteil 6 ab.
Beim Umlegen der Rückenlehne 2 von der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung wird das
Griffteil 3 durch Niederdrücken entgegen der Drehstabfederwirkung der Schwenkachse 7 aus der Verriegelung
mit dem Rastteil 6 gelöst und die Rückenlehne 2 wird um die ortsfeste Drehachse 4 in die Bodenvertiefung
des Fahrzeugs zurückgeschwenkt. Unter Überwindung der Federwirkung der Blattfedern 10 wird das
Griffteil 3 anschließend in seine versenkte Ausgangslage in der Mulde 2a der Rückenlehne 2 gebracht. Durch
diese kombinierte, in ihrer Herstellung einfache Federanordnung kann das Griffteil 3 einmal mittels der Blattfedern
10 unter Federspannung in zwei unterschiedliche Endstellungen geschwenkt und zusätzlich mittels der als
Drehstabfeder wirkenden Schwenkachse 7 unter Vorspannung in dem Rastteil 6 arretiert werden. t>o
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten Sitzanordnung, insbesondere einer Notsitzanordnung, für einen
Mehrzweckkraftwagen, wobei die Rückenlehne und ein dieser zugeordnetes Sitzkissen unabhängig
voneinander aus einer eine ebene Ladefläche bildenden Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung
schwenkbar sind und die Verriegelungsvorrichtung ein verdrehfest mit einer unter Federvorspannung
stehenden sich längs der Rückenlehne erstrekkenden Schwenkachse verbundenes Sperrglied umfaßt,
und wobei das Sperrglied der Verriegelungsvorrichtung beim Umlegen der Rückenlehne von
der Nichtgebrauchs- in die Gebrauchsstellung auf ein in Höhe der Oberkante der Rückenlehne der
davorliegenden in Fahrtrichtung weisenden Sitzreihe angeordnetes Rastteil aufläuft und beim Weiterschwenken
der Rückenlehne aufgrund der Vorspannung der Schwenkachse in dieses Rastteil einrastet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (7) als Drehstabfeder mit jeweils an
jedem ihrer beiden Enden angeordnetem Schwenkanschlag ausgebildet ist, daß das Sperrglied zugleich
als Griffteil (3) zum Betätigen der Verriegelungsvorrichtung ausgebildet ist, und daß nur kein Rastteil (6)
im Mittenbereich an der Rückenlehne (5) der davorliegenden Sitzreihe angeordnet ist, mit dem das als
Sperrglied ausgebildete Griffteil (3) zusammenwirkt.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffteil (3) auf der
Rückseite der Rückenlehne (2) in eine Mulde (2a) versenkbar und aus dieser herausschwenkbar angeordnet
ist.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffteil (3) gegen die
Wirkung mindestens einer Blattfeder (10) in zwei unterschiedliche Endstellungen schwenkbar ist.
4. Verriegelungsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Rückseite der Rückenlehne (2) im Bereich der Mulde (2a^ein elastischer
Puffer (11) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792911219 DE2911219C2 (de) | 1979-03-22 | 1979-03-22 | Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten Sitzanordnung für einen Mehrzweckkraftwagen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792911219 DE2911219C2 (de) | 1979-03-22 | 1979-03-22 | Verriegelungsvorrichtung für die Rückenlehne einer gegen die Fahrtrichtung gewandten Sitzanordnung für einen Mehrzweckkraftwagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2911219A1 DE2911219A1 (de) | 1980-10-02 |
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Family
ID=6066096
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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1979
- 1979-03-22 DE DE19792911219 patent/DE2911219C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2911219A1 (de) | 1980-10-02 |
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