DE29905731U1 - Passivhaustaugliches Kerndämm-Dachelement - Google Patents
Passivhaustaugliches Kerndämm-DachelementInfo
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Classifications
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Description
Knut Jack Siller Seite 1
Freier Architekt .**.***. .***"**: .*·»*"« 07.07.1999
Aktenzeichen: 29905 731.3 ' i*..I .
Beschreibung:
Passivhaustaugliches Kerndämm-Dachelement
Die Erfindung betrifft eine zimmermannsmäßige Konstruktion in Elementbauweise für Dachstühle bei Neubauten und Sanierungen mit oberseitger Konterlattung zur Aufnahme von Dachlatten für feste Bedachungen oder mit parallel zum First angeordneten Konterlattungen für Gründächer. Die Dachunterseite ist malerfertig vorbereitet.
Die bisher bekannten Dachelemente werden bevorzugt mit weichen bzw EPS-Dämmstoffen gefüllt und hauptsächlich für den Fertighausbereich eingesetzt. Die konstruktiven Elemente werden hierbei entweder als Vollholzsparren gewählt oder es kommen fertige Trägersysteme zum Einsatz, die Aussteifung der Dachkonstruktion erfolgt entweder über den Einsatz von Windrispen oder durch das Aufbringen einer Vollschalung. Werden passivhaustaugliche Dämmqualitäten gefordert, ist der Einsatz von EPS-Kerndämmung angebracht, um die Eigenaussteifung des Elements sicherzustellen. Die zur Zeit erstellten Elemente erreichen diese Anforderung nicht, da eine Dachaussteifung in konventioneller Form bei den benötigten Dämmstoffdicken über Windrispenkonstruktionen nicht wärmebrückenfrei und ohne Kondensatrisiko zu bewerkstelligen ist. Eine Aussteifung kommt dann nur über die kostenintensive Vollschalung in Frage, wobei eine Kaschierung der Elementunterseite - im Rauminneren also - zusätzlich notwendig ist. Somit ist auch die Anforderung an die Dichtheit einer solchen Dachkonstruktion durch die Instabilität der Elemente selber nicht zu erfüllen. Lösungsvorschläge in der Ähnlichkeit des eigenen Ansatzes konnten nicht in denen der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen recherchiert werden.
Der bisherige Ansatz der konstruktiven Umsetzung der Scheibenwirkung ist bekanntermaßen mit der Betonbauweise verbunden. Hier wird der Brandschutz, die Aussteifung und die Spannweiten über armierte Betonelemente gelöst. Eine diesbezügliche neuzeitliche Veröffentlichung ist unter DE 197 37 827 Al aufzufinden. Hier wird die Untersicht der Dachfläche durch eine Deckenplatte aus Beton gebildet, die ihre Aussteifung und ihre Spannweite durch balkenförmige Rippen, vergleichbar mit Sparren, sicherstellt. Ziel dieser Erfindung ist im wesentlichen, große Spannbreiten durch die Verrippung der Dachplatte zu erreichen.
Freier Architekt 2"**"* ^5 5"; c c% ,-°&Lgr; 07.07.1999
Aktenzeichen: 299 05 731.3 1 S %&bgr;| &bgr; S S e* . V2'-.J
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, in kürzester Zeit für den speziellen Grundriß fertig konfektionierte Dachelemente in First-Traufrichtung nebeneinander verlegen zu können und mit Hilfe der Gleitfolienausbildung am First und der Fußschwelle zusammenzuschieben und die Elemente mit der Schubleiste kraftschlüssig zu verbinden, so daß im Bereich der raumbildenden Abdeckungen (innen) eine dekorationsfertige Fläche und an der Dachaußenseite (oben) eine regendichte Abdeckung zur Verfügung steht. Wird aus konstruktiven Erwägungen eine Mittelpfette angeordnet, so erhält diese an der Oberseite ebenso wie der First einen der Neigungsgradzahl entsprechenden Gärungsschnitt. Sowohl an den korrespondierenden Flächen der Dachelemente als auch auf dem Schrägschnitt der Pfette werden jeweils PE-Folienfahnen als Gleitlager angebracht. Gleichzeitig wird die notwendige Dichtheit mit Hilfe der Butylbänder und PE-Folienfahnen im Bereich des Firstanschlusses an die Firstpfette erreicht, sowie gleichermaßen zwischen der kraftübertragenden Druckholzschwelle und Fußpfette. Das gleiche Prinzip wird auch im Bereich des Ortgangs angewendet. Die Dachelemente können für Sattel-, Pult- und Flachdächer aller Neigungen eingesetzt werden und bieten eine kostengünstige Alternative zu schwereren und konstruktiv aufwendigeren Elementen in Betonbauweise. Durch die formstabilen Styroporblöcke sind Dämmdicken in passivhaustauglicher Qualität z.B. bis 40 cm problemlos möglich, so daß diese Anforderung ohne nennenswerte Erhöhung der Eigenlast erfüllt werden kann. Bei Anordnung der dampfdruckisolierenden Schichten ist der Einsatz der Dachelemente über Naßräumen möglich, wobei die äußere Schicht auch als Notabdeckung oder erste bituminöse Lage eingesetzt wird. Ein „Hinterspülen" der Dämmkörper an den Kontaktflächen mit kondensierender Luft wird durch diese Isolierungsmahßnahme verhindert. Über die Möglichkeit des Einschiebens von Sichtsparren im Bereich der Zwischenräume, die durch die Elementverbindung entstehen, können wahlweise sonnenschützende Dachüberstände im Traufbereich ausgebildet werden. Der für die Justierung der Dachelemente notwendige Zwischenraum im Firstanschluß wird in gesamter im Schrägschnitt individuell erforderlicher Höhe mit Wärmedämmschaum ausgefüllt und in Verbindung mit der Abklebung der äußeren parallel zur Dachneigung verlaufenden Elementzwischenräume mit einem selbstklebenden bituminösen Streifen - gleich einer Firstkappe dichtend abgeklebt. Danach erfolgt die Montage der Konterlattung. Werden alternativ die kraftübertragenden Bauplatten gegenüber kraftübertragende Brandschutzplatten gewählt, können die Elemente auch dann eingesetzt werden, wenn bestimmte Anforderungen an Brandschutzkriterien gestellt werden.
Freier Architekt *"*»·*"*, .**«'**&iacgr; .·*»,**. 07.07.1999
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In den beigefügten Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele für den Einsatz der Dachelemente in erfindungsgemäßer Ausführung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 01 einen Teilschnitt durch die Längsachse eines passivhaustauglichen Kerridämm-Dachelements im Traufbereich und Drempel.
Fig. 02 einen Teilschnitt durch die Längsachse zweier passivhaustauglicher Kerndämm-Dachelemente im Firstbereich mit Firstpfette.
Fig. 03 einen Schnitt als Profil durch ein passivhaustaugliches Kerndämm-Dachelement.
Fig. 04 einen Schnitt als Profil an der Koppelung zweier passivhaustauglicher Kerndämm-Dachelemente.
Fig. 05 einen Schnitt als Profil an der Schubleistenverbindung.
Das in den Fig. 01 - 05 dargestellte Ausfuhrungsbeispiel zeigt in der Fig. 01 die Dachkonstruktion im Bereich des Drempels (23) in Form eines Teilschnittes vertikal durch die Kerndämmung (13) mit eingeschobenem Sichtsparren (20), der in den Zwischenraum, der durch die beiden in Fig. 04 ersichtlichen Trägersparren (15) gebildet wird, paßt. Das Aufsetzen der Elemente auf die Fuß- und Firstpfette wird durch die in Fig. 01 und Fig. 02 dargestellten Pfeile in ihrer Richtung symbolisiert, wobei das Absetzen durch das Eigengewicht die Luftdichtheit durch Quetschung der Butylbänder mit PE-Folienfahnen (4) auch im Ortgangbereich sichergestellt wird. Die Verbindung zwischen dem in Fig. 01 dargestellten Druckholz (3) und Pfette (14) sowie dem in Fig. 02 dargestellten Untergurt (12) und Firstpfette (21) erfolgt aus der statischen Berechnung. Die Elementunterseite, gebildet durch die Dampfdruckisolierung (5) sowie die beiden kraftübertragenden Bauplatten (1, 7), und die Elementoberseite, gebildet durch die Dampfdruckisolierung (10), die Konterlattung (18) ist in Fig. 01 und Fig. 02 in der Dachschräge verlaufend als Ansicht in der vertikalen Ebene und in der Fig. 03 und Fig. 04 als Schnitt in horizontaler Ebene dargestellt, sind in Fig. 01 und Fig. 02 vertikal und Fig. 03 und Fig. 04 horizontal geschnitten dargestellt. In Fig. 02 ist das Dachelement in gleicher vertikaler Schnittebene - in gedachter Verlängerung der Fig. 01 - im Firstanschlußbereich in der Form dargestellt, daß ein zweites Element in gleicher vertikaler
Knut Jack Siller Seite 4
Freier Architekt .**·."· .**·'·*: ,*·..··. 07.07.1999
Aktenzeichen: 299 05 731.3 &Idigr; l"..l .JJ.*. **„;·..:
Schnittebene stumpf mit einer mit Wärmedämmschaum (22) gefüllten Justier- und Montagefuge auf die Firstpfette (21) versetzt wird. Die Fig. 03 stellt einen vertikalen Schnitt durch ein fertig konfektioniertes Dachelement mit Profilschnitt der Trägersparren (15) dar. Die passend zur Kontur der Trägersparren (15) ausgefrästen Styroporblökke als Kerndämmung (13) sind formstabil mit leicht quellendem Kleber und unter Druck, wie in Fig. 03 und Fig. 04 ersichtlich, verbunden. Die Bauplatte (1) verläuft in Fig. 03 über die gesamte Elementbreite, wobei die Bauplatte (7) an den jeweiligen Seiten schmaler ausgebildet ist, so daß sich die stufenfalzförmige Ausnehmung (8) ergibt. Die Fig. 04 stellt die fertige Verbindung zweier Elemente dar, wobei der Zwischenraum der beiden Trägersparren (15) mit dem expandierenden Styroporstreifen (19) gefüllt ist, die beiden vorkomprimierten Bänder (11) zwischen den Obergurten (16) und den Untergurten (12) eingelegt sind, die obere Fuge zwischen den Obergurten (16) mit dem selbstklebenden bituminösen Streifen (17) regendicht verschlossen ist und durch die Konterlatte (18) eine Verbindung durch Verschraubung in die Obergurte (16) erfolgt ist. Die untere Verbindung zur scheibenbildenden Aussteifung wird durch die Schubleiste (3) in Verbindung mit der kraftschlüssigen Verspachtelung der vorhandenen Fugen (9) zwischen den kraftübertragenden Bauplatten (1, 7) und der Schubleiste (3) dargestellt. Die Fig. 05 zeigt die in Pfeilrichtung einzusetzende Schubleiste (3) mit dem vorher nötigen letzten Arbeitsgang der Verspachtelung der Fuge (9), gebildet durch die sich gegenüberliegenden kraftübertragenden Bauplatten (1) im Elementstoß. Werden anstelle der Bauplatten Brandschutzplatten eingesetzt, so sind in vorgeschriebenen Abständen Sicherheitstraglatten (24) für die Nagelung einzusetzen, wie in den Fig.01, Fig. 03 Fig. 05, dargestellt.
Claims (12)
1. Passivhaustaugliches Kerndämm-Dachelement in der Breite konstruktiv durch parallel beabstandete - seitlich in Dachneigung verlaufende - Sparren begrenzt; Unterseite mit Bauplatten oder Brandschutzplatten kaschiert, Oberseite mit Konterlattung und Notabdichtung bestückt, dadurch gekennzeichnet, daß mit unterseitiger maximal 2-lagiger kraftübertragende Bauplattenkaschierung (1, 7) und kraftübertragender Schubleistenverbindung (2) eine scheibenbildende Aussteifung in der Elementverbindung stattfindet und die Krafteinleitung in die Fußpfette (14) mittels Druckholz (3) erfolgt, welches gleichzeitig für die Baustellenmontage als Abrutschsicherung dient und mittels ausgebildeter Gleitlager (4) durch Butylbänder und PE-Folienfahnen - auch im Pfetten- und Firstanschluß (4) angeordnet, sowie an den Ortgängen, durch Quetschung über die Eigenlast, - im gesamten Auflagerbereich der Dachscheibe Luftdichtheit herstellt.
2. Dachelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Lage der kraftübertragenden Bauplatten (1) zusammen mit einer dampfdruckisolierenden Schicht (5) kraftschlüssig gegen die flächige Unterseite der Kerndämmung (13) geklebt und gegen die Untergurte (12) der Trägersparren (15) sowie bei Brandschutzplatten zusätzlich gegen die Sicherheitstraglatten (24) genagelt sind.
3. Dachelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Lage der in der Breite verkürzten kraftübertragenden Bauplatte (7) kraftschlüssig gegen die flächige Unterseite der oberen Lage (1) in der Elementlängsachse zentriert aufgeklebt ist und bei Brandschutzplatten zusätzlich gegen die Sicherheitstraglatten (24) genagelt sind.
4. Dachelement nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Auslegung der Elemente entstehende stufenfalzförmige Ausnehmung (8) in der unteren Lage (7) in der Längsachse und Dachneigung zentriert eine in der Breite schmalere Schubleiste (2) eingeklebt ist.
5. Dachelement nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ableitung der aufkommenden Schubkräfte die vorhandenen Fugen (9) kraftschlüssig ausgespachtelt sind.
6. Dachelement nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auftretende Schubkräfte in ein nach den jeweiligen Neigungen der Schrägen im Dach geschnittenes Leimholz eingeleitet werden parallel zur Position und Richtung der Fußpfette (14) an den Untergurten (12) der Trägersparren (15) und der Elementunterseite als Druckholz (3) und Abrutschsicherung verbunden.
7. Dachelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Elementoberseite eine dampfdruckisolierende Schicht (10) kraftschlüssig gegen die flächige Oberseite der Kerndämmung (13) und Obergurte (16) der Trägersparren (15) geklebt ist.
8. Dachelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der bei Auslegung der Elemente sich bildende Zwischenraum mit einem selbstklebenden bituminösen Streifen (17) abgedeckt ist.
9. Dachelement nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Konterlatte (18) durch wechselseitige Verschraubung die Obergurte (16) der Trägersparren (15) kraftschlüssig verbindet.
10. Dachelement nach Anspruch 1, 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen den Trägersparren (15) mit einem expandierenden Styroporstreifen (19) gefüllt ist.
11. Dachelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum im Traufbereich mit einem einschiebbarem Sichtsparren (20) geschlossen ist.
12. Dachelement nach Anspruch 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß mittels zwischen den Obergurten (16) und Untergurten (12) angeordneten vorkomprimierten Bändern (11) Luftdichtheit erzielt wird.
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10104992A1 (de) * | 2001-02-03 | 2002-08-08 | Illbruck Gmbh | Dach-Dämmelement |
| FR2851596A1 (fr) * | 2003-02-24 | 2004-08-27 | Mireille Barthalais | Amelioration des performances acoustiques des panneaux de toiture |
| DE102022131325A1 (de) * | 2022-11-28 | 2024-05-29 | Matthias Kokel | Schalungselement und Anordnung von Schalungselementen |
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1999
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Cited By (4)
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| FR2851596A1 (fr) * | 2003-02-24 | 2004-08-27 | Mireille Barthalais | Amelioration des performances acoustiques des panneaux de toiture |
| DE102022131325A1 (de) * | 2022-11-28 | 2024-05-29 | Matthias Kokel | Schalungselement und Anordnung von Schalungselementen |
| DE102022131325B4 (de) * | 2022-11-28 | 2024-10-02 | Matthias Kokel | Anordnung von Schalungselementen |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20021001 |