DE29823514U1 - Zinke zum Befestigen an einem Bodenbearbeitungsgerät - Google Patents
Zinke zum Befestigen an einem BodenbearbeitungsgerätInfo
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Description
PCT/GB98/00026
ZINKE ZUM BEFESTIGEN AN EINEM BODENBEARBEITUNGSGERÄT
Diese Erfindung betrifft eine Zinke zur Befestigung an einem Bodenbearbeitungsgerät, die dazu vorgesehen ist, den Ackerboden
zu bearbeiten und für die anschließende Aussaat vorzubereiten.
Es gibt viele verschiedene Typen Bodenbearbeitungsgeräte bzw. -maschinen, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, einschließlich
Pflüge, Eggen (einschließlich Motoreggen), Grubber und Packer, wobei solche Maschinen ausschließlich zur Ausführung
bestimmter Arbeiten dienen und in anderen Fällen als integrierte Kombinationen für mehrere Arbeiten in einem Arbeitsgang
eingesetzt werden. Beispiele integrierter Kombinationen beinhalten· Drehpflug-/Packerkombinationen wie beispielsweise
in der WO95/02315 offenbart.
Es ist selbstverständlich hinreichend bekannt, Bodenbearbeitungszinken
an landwirtschaftlichen Maschinen zu befestigen, die normalerweise dazu verwendet werden, teilweise bearbeiteten
Boden z.B. nach dem Pflügen weiter zu bearbeiten. Es ist ebenfalls bekannt, Zinken an Direktdrillmaschinen zu befestigen.
Die Zinken erstrecken sich von ihrer Aufnahme am Rahmen des Geräts nach unten und in den Boden und üben beim Vorwärtsschleppen
durch die Erde eine Zerkleinerungswirkung auf den Boden aus, wodurch der Boden im Rahmen der Vorbereitung des
Bodens für die Aussaat zerkleinert wird, z.B. in kleinere Erdklumpen und Kluten. Eine anschließende Bearbeitung des Bodens
mittels Packern kann erforderlich sein, die entweder in getrennten Arbeitsgängen oder durch Einbeziehen von Packern in
integrierte Eggen-/Packerkombinationen erfolgt.
Die Zinken bestehen normalerweise aus Federstahl, und die inhärente
Elastizität einer Zinke erlaubt, sie durch den Boden zu schleppen, um eine Zerkleinerungswirkung auszuüben; werden
besonders extreme Bodenbedingungen angetroffen, z.B. hartgewordener Ton, eingegrabene Steine oder große Klumpen, kann die
Zinke unter Last ausweichen und so die Gefahr einer Beschädigung auf ein Minimum beschränken. Die Fähigkeit der Zinke,
vorübergehend nachzugeben, speichert außerdem in der Zinke zusätzliche Federenergie, die die Zerkleinerungswirkung unter
schwierigen Bedingungen weiter unterstützt.
Die inhärente Elastizität einer Zinke wird teilweise durch die starre Befestigung des oberen Endes der Zinke erzielt, die auf
kragende Weise von ihrer Aufnahme aus nach unten ragt, und die eine elastische Verformung des nach unten ragenden Abschnitts
der Zinke und des Zinkenendes in jede Richtung gestattet. Ist zusätzliche Elastizität erforderlich, d.h. ein weiteres elastisches
Ausweichen des Zinkenendes (wie auch eine weitere temporäre Speicherung von Federenergie) soll ermöglicht werden,
kann das obere Ende der Zinke Federwickel oder andere energiespeichernde Einrichtungen enthalten.
Ein eine besondere Herausforderung für eine Zinke darstellender Satz Bodenbearbeitungsbedingungen liegt dann vor, wenn
härtere und zähere Böden mit einem großen Anteil Ton zu bearbeiten
sind. Unter trockenen Bedingungen.führt die Anwesenheit
von Ton im Boden zur Bildung großer Klumpen während der Bearbeitung z.B. nach dem Pflügen, die beim anschließenden Bearbeiten
durch Zinken schwer zu aufzubrechen sind. Unter feuchten oder nassen Bedingungen dagegen läßt sich der Boden nach
dem Pflügen fast überhaupt nicht in einzelne Klumpen zerkleinern.
Die traditionelle Art der Bearbeitung bei "schwierigen" Bodenbedingungen,
d.h. bei hohen Anteilen von Ton, sieht eine erste Bearbeitung des Bodens durch Pflügen im Herbst vor, wonach man
das Winterwetter auf den gepflügten Boden einwirken läßt, um ein erstes Aufbrechen des gepflügten Bodens zu bewirken. Der
Einfluß von Regen und Frost während der Winterperiode kann also ein teilweises Aufbrechen des gepflügten Bodens verursachen,
und die anschließende Bearbeitung des Bodens im Frühjahr mittels einer Egge kann dann den Boden zur Aussaat bereit
machen. Oft sind bis zu sechs getrennte Arbeitsgänge mit der Egge erforderlich, um den Boden zur Aussaat bereit zu machen,
und offensichtlich sind mit dieser traditionellen Methode erhebliche Arbeits-, Kraftstoff- und Gerätekosten verbunden.
Sie ist auch wetterabhängig, da nicht nur für das Pflügen im Herbst geeignetes Wetter herrschen muß, sondern auch für das
anschließende Eggen im Frühjahr.
Vor dem Eggen ist es auch allgemein üblich, schwere Walzen mit massiven Zylindern oder Packerringen einzusetzen, mit denen
versucht wird, einige der Erdklumpen zu zerquetschen oder zu zerkleinern. Es können auch Motoreggen verwendet werden, obwohl
dies einen höheren Energie- und Zeitverbrauch erfordert.
Trotz der Schwierigkeiten bei der Bearbeitung dieser harten Böden gibt es jedoch eindeutige wirtschaftliche Vorteile (wenn
eine einwandfreie Bearbeitung des schwierigen Bodens erreicht wird) im Vergleich zur Bearbeitung einfacherer oder "leichterer"
Böden z.B. sandige Böden, da das Vorhandensein von Ton in
einem vollständig bearbeiteten Saatbett einen fruchtbareren Boden ergibt. Dies deshalb, weil bei Vorhandensein von Ton im
Boden dies häufig genutzt wird, die Feuchtigkeit im Sommer besser zu speichern als leichtere Böden.
Es besteht der eindeutige Bedarf nach der Bereitstellung von:
1. einem landwirtschaftlichen Gerät mit großer Festigkeit
und sehr wirksamen Bodenbearbeitungszinken zur Bearbeitung dieser schwierigen Böden; und
2. einer Möglichkeit zur Senkung der Gesamt(arbeits)zeitkosten
für die Vorbereitung des Bodens zur Aussaat.
Die vorliegende Erfindung ist deshalb im Hinblick auf die Bereitstellung
einer verbesserten Konstruktion von Zinken zur Befestigung an einem landwirtschaftlichen Gerät für die Bodenbearbeitung
entwickelt worden, die bei der Bearbeitung schwieriger oder harter Bodenbedingungen effektiv ist und die die
Gesamtzeit verkürzen kann, die zur Vorbereitung solcher Böden zur Aussaat erforderlich ist.
Ein Zinke gemäß der Erfindung kann an jedem geeigneten Bodenbearbeitungsgerät
befestigt werden (und vorzugsweise in einen oder mehrere^ Sätze oder Reihen aus Zinken einbezogen werden),
wobei das Gerät bzw. die Maschine eine Egge oder ein Bodengrubber oder eine Bodenbearbeitungskomponente einer integrierten
Kombination sein kann. Als Beispiel kann auf die Beschreibung der in WO95/02315, EPA 96306433.2 und in der am 17. Juli
1996 eingereichten britischen Patentanmeldung Nr.. 9614991.9 offenbarten Bodenbearbeitungsgeräte verwiesen werden, in denen
eine der Erfindung entsprechende Zinke besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann.
Gemäß der Erfindung wird eine Zinke zur Befestigung an einem landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgerät bereitgestellt,
die folgendes aufweist:
einen Befestigungsabschnitt am oberen Ende der Zinke zur Montage der Zinke in kragender Weise an einem Rahmenabschnitt des
Geräts bzw. der Maschine;
einen vom Befestigungsabschnitt aus nach unten ragenden Schaftabschnitt; und
ein am unteren Ende des Schaftabschnitts befestigtes Zinkenschar,
wobei das Zinkenschar folgendes aufweist:
eine Schneidklinge, die sich im allgemeinen in einer senkrechten Ebene erstreckt und eine Vorder- und Hinterkante hat;
• · I
■ ·
wobei die Vorderkante so ausgeführt ist, daß sie während der Vorwärtsfahrt des Geräts bzw. der Maschine einen Schlitz in
den Boden schneidet;
die Schneidklinge erste und zweite an der Hinterkante angeformte Flügelbleche aufweist;
das erste Flügelblech dazu dient, den von der Vorderkante gebildeten
Schlitz aufzuweiten; und
das zweite Flügelblech am Schaft befestigt ist.
das zweite Flügelblech am Schaft befestigt ist.
Das zweite Flügelblech kann sich während des Einsatzes oberhalb des Bodens befinden.
Die Verbindung zwischen dem zweiten Flügelblech und der Schneidklinge ist vorzugsweise elastisch verformbar.
, Das Zinkenschar kann eine aus einem Stück bestehende Blechkonstruktion
sein.
Das zweite Flügelblech weist vorzugsweise eine darin ausgeformte muldenförmige Aufnahmevertiefung auf, die zur Aufnahme
des unteren Endes des Zinkenschaftes ausgeführt ist.
Die Zinke kann ein einziges Befestigungselement haben, mit dem das Schaftende drehfest in der Vertiefung gesichert wird.
Befestigungsabschnitt der Zinke kann eine gewickelte Federanordnung
enthalten.
Das erste Flügelblech erstreckt sich vorzugsweise von der Hinterkante der Klinge aus in einer Richtung seitlich nach
außen, und das zweite Flügelblech von der Hinterkante aus in der entgegengesetzten Richtung seitlich nach außen.
Bei einer weiteren bevorzugten Anordnung befindet sich die Unterkante des zweiten Flügelblechs nahe der oder auf derselben
Höhe wie die Oberkante des ersten Flügelblechs.
Bei einer bevorzugten Anordnung enthält eine landwirtschaftliche Maschine zur Ausführung von Bodenbearbeitungen mindestens
eine Reihe der oben definierten Zinken.
Die landwirtschaftliche Maschine kann eine oder mehrere Reihen Sä- und/oder Düngerstreuerschare enthalten, die an der Vorrichtung
hinter der mindestens einen Reihe Zinken angebaut ist bzw. sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Zinke zur Befestigung an
einem Bodenbearbeitungsgerät wird nunmehr detailliert und nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben; es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines geschleppten Saatbettgrubbers mit mindestens zwei verschiedenen Typen
darauf montierter Bodenbearbeitungswerkzeuge, die nur ein Beispiel eines Bodenbearbeitungsgrubbers aufweist, in dem eine
Zinke gemäß der Erfindung in einem oder mehreren Sätzen oder einer oder mehreren Reihen von Zinken montiert werden kann;
Fig. 2 eine diagrammartige Draufsicht des in Fig. 1 dargestellten Grubbers;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer Zinke gemäß der Erfindung; ■'■''
Fig. 4 eine Explosionsdarstellung der Bestandteile der in Fig.
3 dargestellten Zinke;
Fig. 5a bis 5d jeweils Ansichten von einer Seite, der Stirnseite,
der gegenüberliegenden Seite und eine Draufsicht des mit einer Blechkonstruktion zur Bodenbearbeitung versehenen
Endes der Zinke;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer Modifikation des mit Blechen versehenen Ende der Zinke; und
Fig. 7 eine Ansicht einer weiteren Modifikation.
Nunmehr sei zuerst auf Fig. 1 und 2 der Zeichnungen verwiesen, die ein Beispiel einer Bodengrubbervorrichtung zeigen, die mit
einem oder mehreren Sätzen oder Reihen Bodenbearbeitungszinken gemäß der Erfindung versehen werden können. Bei der Vorrichtung
handelt es sich um einen geschleppten integrierten oder kombinierten Typ Bodengrubbervorrichtung, die allgemein mit
dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet ist, und die zur Kupplung mit dem hinteren Ende eines Schleppers oder eines anderen Antriebsfahrzeugs
21 und durch Durchführung einer Reihe verschiedener Bodenbearbeitungen während der Vorwärtsbewegung der
Vorrichtung 20 durch das Fahrzeug 21 vorgesehen ist.
Die Vorrichtung 20 weist einen Hauptrahmen 1 auf, der normalerweise
eine Länge von etwa 3 Metern hat, um die Anzahl der Reihen von Bodenbearbeitungswerkzeugen aufnehmen zu können,
die auf dem Rahmen 1 zu montieren sind und über dessen Länge im Abstand zueinander angeordnet werden, d.h. im Abstand zueinander
bezüglich der Richtung der "Vorwärtsbewegung der Vorrichtung. Am vorderen Ende des Rahmens 1 ist eine Kupplungsanordnung
vorgesehen, um die Vorrichtung an das hintere Ende des Fahrzeugs 21 anzukuppeln, die in der Anordnung schematisch
durch eine Zugstange 2 dargestellt ist.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind eine Anzahl getrennter Reihen Eggenzinken am Rahmen montiert, die eine vordere
Reihe "Nivellierungs"-Zinken 8, vordere und hintere Sätze
Zwischenzinken 26 und 27 und ein hinteres Reihenpaar Zinken 28 und 29 aufweisen. Die Zinken 28 und 29 sind in Scharen zum
Zwecke der Saatgutverteilung in den erforderlichen Pflanztiefen integriert, und der hintere Satz Zwischenzinken 27 ist in
Düngerstreuerscharen integriert. Wie schematisch dargestellt, sind vor den Zinken der vordersten Reihe 8 Furchenauflockerer
7 angebracht.
Zusätzlich zu den Zinkenreihen ist auf dem Rahmen der Vorrichtung außerdem ein Packer 9 montiert, der einen Satz im axialen
Abstand zueinander angeordneter Scheiben oder Ringe hinter der vordersten Zinkenreihe 8 aufweist, sowie ein weiterer Packer
11, bestehend aus Sätzen voneinander im Abstand angeordneter Scheiben, ist zwischen den Reihen 27 und 28 angeordnet.
Fig. 2 ist eine diagrammartige Draufsicht der Bodenbearbeitungswerkzeuge
der Vorrichtung, und Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht. Besonders aus der Seitenansicht von Fig.
läßt sich ersehen, daß die Zinken in jeder der Reihen 8, 26, 27 und 28 die gleiche Konstruktion mit einem kreisförmigen
Querschnitt haben und den "Fingerzinken" einer Egge ähneln.
Die vorderste Reihe 8 der Zinken weist hydraulisch verstellbare "Nivellier"-Zinken auf, deren Tiefe verstellt werden kann
und die in der Lage sind, eine vorläufige Bodenbearbeitung auszuführen und den Arbeitsgang ersetzen, der normalerweise
von einem gekannten vorne montierten "Streich- bzw. Nivellierblech" geleistet wird.
Nachdem ein Beispiel einer Bodengrubbervorrichtung unter Bezugnahme
auf Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist, soll nunmehr eine bevorzugte Ausführungsform der Zinken gemäß der Erfindung
unter Bezugnahme auf Fig. 3 bis 5 beschrieben werden. Einer> oder mehrere Sätze der in Fig. 3 bis 5 dargestellten Ausführung
der Zinke kann in der Vorrichtung 20 oder einem anderen Bodenbearbeitungsgerät vorgesehen werden.
Die Zinke wird allgemein durch Bezugszeichen 100 gekennzeichnet und ist starr auf kragende Weise an ihrem oberen Ende
befestigt, der Hauptschaft 101 der Zinke erstreckt sich von hier aus nach unten und trägt ein Zinkenende 102, das eine
Schneidklinge aufweist, die durch den Boden gezogen werden kann, um auf den Boden während der Vorwärtsbewegung der Vorrichtung
eine Schneid- und Zerkleinerungswirkung auszuüben.
Das obere Befestigungsende 120 der Zinke 100 enthält eine Mehrfachwicklung 103, die für zusätzliche Elastizität der
Zinke sorgt und außerdem dazu dient, Federenergie vorübergehend zu speichern, wenn sich der Zinkenschaft 101 unter Last
verformt. Das Zinkenende 102 weist eine neue Konstruktion eines Zinkenschars auf, das aus geformten und gehärtetem Blech
gebildet ist und dann sicher am unteren Ende des Zinkenschaftes 101 befestigt wird, wie insbesondere aus der Explosionsansicht
von Fig. 4 ersichtlich ist. Eine Aufnahmerille 104 ist im zweiten Flügelblech eingeformt, in der das untere Ende des
Zinkenschaftes 101 sicher befestigt werden kann, wenn es darin mittels eines einzigen Befestigungselements 105 auf eine solche
Weise gesichert wird, daß sich das Zinkenende 102 relativ zum Ende des Zinkenschaftes 101 nicht verdrehen kann. Dies ist
eine einfache, aber wirksame Maßnahme zur starren Kopplung des Zinkenschars 102 mit dem Zinkenschaft 101. Diese wird durch
Festziehen des Befestigungselements 105 zusammen mit dem engen Sitz des unteren Endes des Zinkenschaftes 101 in der Rille
zwischen den deren V-förmigen Wandungen, die die Enden des Zinkenschaftes umgeben, erzielt.
Das Zinkenende 102 wird aus einem einzigen Blech 106 (das
Bauteil 106 wird in dieser Anmeldung auch als "Zinkenschar" bezeichnet; es kann auch als "Zinkenspitze" angesprochen
werden) gebildet, das zu der insbesondere in Fig. 4 und 5 dargestellten Form geformt wird. Das Blech 106 hat eine
Schneidklinge 107 mit einer in Fig. 5c dargestellten V-förmigen Vorderkante 108, die in der Lage ist, den Boden wie
ein Messer zu durchschneiden, während die Hinterkante 109 erste und zweite sich seitlich davon erstreckende Flügelbleche
110, 112 aufweist. Das erste sich seitlich erstreckende Flügelblech 110 erstreckt sich ab der unteren Kante 112 des
Blechs 106 bis zu einem Punkt etwa in der Mitte zwischen der Ober- und Unterkante 111, 112. Das erste sich seitlich
erstreckende Flügelblech 110 krümmt sich in einer ersten Richtung aus der Ebene der Schneidklinge 107 heraus. Der
Krümmungsradius des Flügelblechs 110 nimmt von der Ober- zur Unterkante des Blechs 106 ab. Dieses erste sich seitlich
erstreckende Flügelblech 110 hat die Aufgabe, den mit der Vorderkante 108 im Boden gebildeten Schlitz aufzuweiten.
Das zweite sich seitlich erstreckende Flügelblech 112 erstreckt sich von der Oberkante des Blechs 106 zur Oberkante
des ersten Flügelblechs 110. Zwischen dem ersten und dem zweiten Flügelblech befindet sich ein kleiner Spalt. Das zweite
sich seitlich erstreckende Flügelblech 112 krümmt sich in einer zweiten Richtung entgegen der Krümmungsrichtung des
ersten Flügelblechs 110 aus der Ebene der Schneidklinge 107 heraus. Das erste und zweite Flügelblech 110, 112 sind deshalb
an gegenüber liegenden Seiten der Ebene der Schneidklinge 107 angeordnet. Der Krümmungsradius der Verbindung zwischen dem
Blech 106 und dem zweiten Flügelblech 112 ist über ihre Länge im wesentlichen konstant.
Im Einsatz ist die Zinke 100 so angeordnet, daß sich das erste Flügelblech 110 im Boden und das zweite Flügelblech 112 oberhalb
desselben befindet. Während die Zinke 100 durch den Boden geschleppt wird, schneidet die Vorderkante 108 einen Schlitz
in den Boden. Der Boden auf einer Seite des Schlitzes wird dann durch das erste Flügelblech 110 seitlich verdrängt, um so
den Schlitz zu erweitern. Wenn der Boden seitlich verdrängt' wird, übt er eine Kraft auf das erste Flügelblech 110 aus, so
daß sich die Schneidklinge 107 geringfügig um die Achse des Schaftes 101 dreht. Durch die Drehung der Schneidklinge 107
erzeugt die Verformung der Verbindung zwischen dem zweiten Flügelblech 112 und dem Blech 106 eine Rückstellkraft. Die
Schneidklinge 107 erreicht deshalb unter einem zur Bewegungsrichtung der Zinke 100 durch den Boden geringfügig geneigten
Winkel ein Gleichgewicht.
Durchläuft die Zinke 100 eine einen besonderen Widerstand entgegensetzende
Bodenstelle, nimmt die Kraft auf das erste Flü-
gelblech 110 plötzlich zu. Dies bewirkt, daß die Klinge 107 um die Achse des Schaftes 101 drehend vibriert. Die Vorderkante
108 der Schneidklinge 107 befindet sich entfernt vom Schaft 101, und deshalb verursacht die drehende Vibration der
Schneidklinge 107 eine seitliche Vibration der Vorderkante 108. Diese seitliche Vibration der Vorderkante 108 zertrümmert
die Seitenwandungen der Schlitzes, wodurch dieser Schlitz erweitert und das Pflügen durch diese besonders schwierige Bodenstelle
erleichtert wird.
Die Zinke 100 mit dem Blech 106 am Zinkenende ist als Zinkensatz in Versuchen mit einem Drehpflug mit angebautem Packer
eingesetzt worden, wie in Fig. 3 der Beschreibung der WO95/ 02315 dargestellt, wobei der Zinkensatz das Nivellierblech
ersetzt. Unter den meisten Umständen hat sie einwandfrei gearbeitet, wenn der Boden jedoch außerordentlich schwer zu bearbeiten
ist, ist es vorteilhaft, einen zusätzlichen Zinkensatz mit der neuen Ausführung der Zinkenschar zur Verfügung zu
haben, der hinter den in der Beschreibung offenbarten Packerringen angeordnet ist.
Ein alternativer Einsatz der neuen Zinkenausführung könnte sein:
1. Vor jeder Egge und insbesondere bei der neuen Saateggenausführung,
wie sie in der EPA 96306433.2 und in der GB 9614991.9
offenbart ist, die hiermit einbezogen wird;
2. vor einem Grubber.
Die neue Zinkenausführung kann zusammen mit einem Packer verwendet
werden, wobei in diesem Fall die Zinken den Boden vorbereitend bearbeiten, während die nachfolgenden Packerringe
dann eine weitergehende Bodenbearbeitung mit verbesserter Leistung ausführen können.
Unter einigen Bedingungen können die verbesserten Ergebnisse so gut sein, daß unmittelbar in den bearbeiteten Boden gesät
werden kann; unter schwierigeren Bedingungen kann es jedoch vorteilhaft sein, den Boden bis zum Frühjahr zu belassen.
Unter schwierigeren Bedingungen schneidet die Vorderkante (108) der neuen Zinkenausführung den Schlitz, der an der
Oberseite durch das nachfolgende Flügelblech 110 aufgeweitet wird. Im Winter werden die so gebildeten Furchen in der Nähe
der Bodenoberfläche erweitert, füllen sich mit Wasser, das später gefriert, und diese Ausdehnung des zu Wasser gewordenen
Eises bricht den Boden zu kleineren Klumpen auf.
Bei dieser Situation kann es im Frühjahr unter Einsatz der neuen Säeggewie in der EPA 96306433.2 und der GB 9614991.9
offenbart möglich sein, unmittelbar zu säen, ohne den Boden weiter zu bearbeiten. Dies steht im Gegensatz zur herkömmlichen
in der Einleitung erwähnten Praxis, bei der im Frühjahr manchmal bis zu sechs Arbeitsgänge mit einer Egge erforderlich
sind, bevor einwandfreie Bedingungen zur Aussaat erzielt werden können.
Die neue Ausführung des Zinkenschars mit der oben beschriebenen blechartigen Konstruktion wird in vorteilhafter Weise an
der unteren Spitze des Zinkenschafts befestigt, so daß dann, wenn das Zinkenschar auf Hindernisse im Boden trifft, die ■'>'
Eigenelastizität der Zinkenausführung eine Bewegung des Zinkenschars nach hinten und/oder zu Seite gestattet, um dem Hindernis
auszuweichen. Das Ausmaß der Bewegung des Zinkenschars hängt vom Widerstand des Bodens und der relativen Steifigkeit
der verwendeten Zinken ab.
Ein zusätzlicher Vorteil der neuen Ausführung der Zinkenschare besteht darin, daß sie Stroh, Unkraut und Wurzeln z.B. von
Quecken durchschneiden können. Sie können auch Graswurzeln beim Pflügen einer Wiese durchschneiden, wenn die Zinken einem
Pflug entweder in einem anschließenden Arbeitsgang oder bei
Einbau in einem Grubber folgen, oder wenn sie in eine integrierte Kombination eines Pfluges und eines Grubbers einbezogen
sind. Das Ergebnis ist ein wesentlich leichteres Aufbrechen der vom Pflug gebildeten Ackerscholle.
Ein weiterer Vorteil der neuen Ausführung des Zinkenschars besteht darin, daß es dazu beträgt, den schädlichen Angriff
von Schnecken zu bekämpfen. Schnecken neigen dazu, in Hohlräumen verborgen zu leben, die zwischen den von einem Pflug
gebildeten Ackerschollen entstehen. Folgt nach dem Pflügen ein herkömmliches Eggen oder werden normale Aussaatmethoden angewendet,
werden nur einige wenige dieser Hohlräume (die die Schnecken verbergen) zerstört. Beginnen die Samen zu keimen
und wird dies durch das Klima begünstigt, können die Schnecken die keimenden Samen fressen und ein ganzes Feld in nur wenigen
Tagen zerstören. Dies stellt ein schwerwiegendes Problem besonders
in Gegenden mit wärmerem Klima dar, aber sogar im südlichen Skaninavien, z.B. in Südschweden, nimmt dieses Problem
zu.
Um diesen schädlichen Angriff durch Schnecken zu bekämpfen, ist es derzeit üblich, große Mengen von Pestiziden zu verwenden,
was jedoch aus ökologischen Gründen zunehmend abgelehnt wird.
Wird jedoch die neue Ausführung der Zinkenschare in Kombination mit Packerringen in potentiell befallenen Bereichen eingesetzt,
können die Zinken so. gesteuert werden, daß sie in einer geregelten Tiefe arbeiten. Sie können dann die vom Pflug
gebildeten Schollen und die Hohlräume zwischen benachbarten Schollen durchschneiden, und die Wirkung des Zinkenschars mit
seinem nachlaufenden Blechflügel· biidet einen aufgeweiteten Schlitz. Folgt ein Packer nach, können die bearbeiteten gepflügten
Schollen und die Hohlräume aufgefüllt werden, und insbesondere die von den Blechflügeln aufgeweiteten Schlitze
werden mit Erde gefüllt. Es ist dann für die Schnecken sehr schwierig, sich zu befreien und die Keimlinge anzugreifen.
Die neue Ausführung des Zinkenschars macht es deshalb möglich, auch schwierige Böden mit besseren Ergebnissen und mit erheblichen
Zeit- und Kostensenkungen zu bearbeiten.
Aus Fig. 5b ist ersichtlich, daß der an der Hinterkante 109 des Blechs 106 vorgesehene sich seitlich erstreckende Blechflügel
110 zwischen dem oberen und unteren Ende 111 bzw. 112 des Blechs 106 angeordnet ist und sich in der Tat etwa im
mittleren Bereich und unmittelbar unterhalb der Unterkante des muldenartigen Aufnahmeabschnitts 104 für das untere Ende des
Zinkenschaftes 101 befindet.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß die neue Ausführung der Zinke außer der Wirksamkeit unter "schweren" oder schwierigen
Bodenbedingungen auch vorteilhaft ist, wenn sie bei einigen leichteren Bodentypen eingesetzt wird. Die Form des mit der
Blechkonstruktion versehenen Ende des Zinke und insbesondere die Anordnung des Flügels sind so gewählt, daß ein Teil der
Erde relativ zur Zinke sowohl nach vorne als auch zur Seite bewegt wird. Dies trägt in erheblichem Ausmaß zur Verbesserung
der Nivellierungswirkung des Geräts insbesondere beim Füllen der Hohlräume sowie beim Aufbrechen des Bodens bei.
Fig. 6 und 7 zeigen Modifikationen, die an dem mit der Blechkonstruktion
versehenen Ende vorgenommen wurden und unter einigen Bedingungen vorteilhaft sein können. Form und Winkel
des Flügels können demnach für andere Bodentypen anders gewählt werden. Die vorteilhafteste Form des Blechs und des Flügels
wird für verschiede Bodentypen empirisch bestimmt.
Darüber hinaus kann wie in Fig. 6 dargestellt der Winkel &agr;, der der nach hinten weisenden Neigung eines Teils der Vorderkante
108 entspricht, variiert werden, um verschiedenen Boden-
bedingungen angepaßt zu werden, wobei auch hier der wirksamste Winkel empirisch zu bestimmen ist.
Des weiteren kann wie in Fig. 7 dargestellt die Befestigung
der Zinke am Rahmenelement des Geräts (nicht detailliert dargestellt) verstellbar ausgeführt werden, oder alternativ kann des Rahmenelement selbst verstellbar· sein. Dies gestattet
ebenfalls eine Variation, in welcher Weise das mit der Blechkonstruktion versehene Ende der Zinke in den Boden eingeführt wird, und es lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen, wobei die günstigste Weise, in der das mit der Blechkonstruktion versehene Ende der Zinke in den Boden eingeführt wird,
experimentell zu bestimmen ist.
der Zinke am Rahmenelement des Geräts (nicht detailliert dargestellt) verstellbar ausgeführt werden, oder alternativ kann des Rahmenelement selbst verstellbar· sein. Dies gestattet
ebenfalls eine Variation, in welcher Weise das mit der Blechkonstruktion versehene Ende der Zinke in den Boden eingeführt wird, und es lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen, wobei die günstigste Weise, in der das mit der Blechkonstruktion versehene Ende der Zinke in den Boden eingeführt wird,
experimentell zu bestimmen ist.
Claims (12)
1. Zinkenschar (106) zur Befestigung an einer Zinke (100) eines landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeräts (20),
wobei die Zinke (100) einen Befestigungsabschnitt (120) am oberen Ende der Zinke zur Montage der Zinke in kragender Weise
an einem Rahmenabschnitt des Geräts bzw. der Maschine und einen vom Befestigungsabschnitt (120) aus nach unten ragenden
Schaftabschnitt (101) aufweist und ein unteres Ende hat, an dem das Zinkenschar (106) angebracht werden kann:
dadurch gekennzeichnet, daß:
das Zinkenschar (106) eine Schneidklinge (107) aufweist, die sich im allgemeinen in einer senkrechten Ebene erstreckt
und eine Vorder- und Hinterkante (108, 109) hat;
die Vorderkante (108) so ausgeführt ist, daß sie während der Vorwärtsfahrt des Geräts bzw. der Maschine (20) einen
Schlitz in den Boden schneidet;
die Schneidklinge (107) erste und zweite an der Hinterkante (109) angeformte Flügelbleche (110, 112) hat;
das erste Flügelblech (110) dazu dient, den von der Vorderkante (108) gebildeten Schlitz aufzuweiten; und
das zweite Flügelblech (112) am Schaftabschnitt (101) der Zinke (100) gesichert werden kann.
2. Zinkenschar nach Anspruch 1, bei dem sich das zweite Flügelblech (112) während des Einsatzes oberhalb des Bodens
befindet.
3. Zinkenschar nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Verbindung zwischen dem zweiten Flügelblech (112) und der Schneidklinge
(107) elastisch verformbar ist.
4. Zinkenschar nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Zinkenschar (106) eine aus einem Stück bestehende Blechkonstruktion
ist.
5. Zinkenschar nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das zweite Flügelblech (112) eine darin ausgeformte muldenförmige
Aufnahmevertiefung (104) hat;
wobei die Vertiefung (104) so ausgeführt ist, daß sie das untere Ende des Zinkenschaftes (101) aufnimmt.
6. Zinkenschar nach Anspruch 5 mit einem einzigen Befestigungselement
(105), das das Schaftende (101) der Zinke (100) drehfest in der Vertiefung (104) sichert.
7. Zinkenschar nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem der Befestigungsabschnitt (120) der Zinke (100) eine gewickelte
Federanordnung (103) enthält.
8. Zinkenschar nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem sich der erste Flügelabschnitt (110) seitlich aus der Hinterkante
(109) in einer Richtung nach außen erstreckt und der zweite Flügelabschnitt (112) sich seitlich von der Hinterkante
(109) in der entgegengesetzten Richtung nach außen erstreckt.
9. Zinkenschar nach Anspruch 8, bei dem sich die Unterkante des zweiten Flügelabschnitts (112) auf derselben oder nahe der
Höhe der Oberkante des ersten Flügelabschnitts (110) befindet.
10. Zinke (100) mit einem daran befestigten. Zinkenschar
(106), wobei das Zinkenschar (106) jedem der vorstehenden Ansprüche
entspricht.
11. Landwirtschaftliche Maschine (20) mit mindestens einer
Reihe Zinken (27) nach Anspruch 10.
12. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 11, bei der eine oder mehrere Reihen Sä- und/oder Düngerstreuerschare an
der Vorrichtung hinter der mindestens einen Reihe Zinken (27) angebaut ist bzw. sind.
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