DE29803812U1 - Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere eine Feuerschutztür - Google Patents
Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere eine FeuerschutztürInfo
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Description
Hörmann KG Freisen
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F 14.696 G-DE
ZARGENRAHMEN FÜR EINE TÜR,
INSBESONDERE EINE FEUERSCHUTZTÜR
Die Erfindung betrifft einen Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere eine Feuerschutztür, mit
zwei Seitenzargen und zwei mit den Seitenzargen über Eckverbindungen verbundenen
horizontal anzuordnenden Zargen.
Damit Feuerschutztüren, um gut vor Rauch und Feuer zu schützen, dicht und stabil schließen,
weisen Feuerschutztürzargenrahmen im allgemeinen neben den Seitenzargen und der Oberzarge auch eine im Boden zu verankernde Boden- oder Unterzarge auf. Diese vierte Zarge
stabilisiert zwar insgesamt den Zargenrahmen und ist auch oft mit einer Anschlagleiste
versehen, die bei Anliegen des Türblattes die Tür insgesamt stabilisiert und dicht verschließt,
je nach Einbausituation ist aber oft entweder die Anschlagleiste oder die gesamte Boden- oder
Unterzarge unerwünscht. Dies ist im allgemeinen dort der Fall, wo die Anschlagleiste oder die
gesamte Unterzarge allein aus dem Boden hervortreten würde und eine Stolperschwelle bilden
würde. Damit eine Anpassung an die jeweils bestimmte Einbausituation bei bekannten
Zargenrahmen durchgeführt werden kann, müssen diese entweder speziell für diese Einbausituation
hergestellt sein oder in mühsamer Arbeit die Unterzarge oder die Anschlagleiste von
dem verbleibenden Zargenrahmen abgetrennt werden.
• ·
Der Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, einen Zargenrahmen zu schaffen, der leichter an
verschiedene Einbausituationen anpaßbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem erfindungsgemäßem Zargenrahmen der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß wenigstens eine horizontal anzuordnende Zarge aus zwei Teilelementen
zusammengesetzt ist, von denen ein erstes Teilelement mit den Seitenzargen verbunden ist und
ein vorzugsweise eine Anschlagleiste für die Feuerschutztür aufweisendes zweites Teilelement
über Sollbruchstellen bildende punktuelle Verbindungen an dem ersten Teilelement befestigt ist
und so als abbrechbares Zargenteil ausgebildet ist, welche punktuelle Verbindungen an vorzugsweise
durch Prägung - an einer Kante eines der Teilelemente hergestellten Ausdrückungen angreifen.
Der erfindungsgemäße Zargenrahmen ist damit gekennzeichnet durch Sollbruchstellen im
Bereich wenigstens einer der horizontal anzuordnenden Zargen, welche ein Abbrechen
wenigstens eines für bestimmte Einbausituationen unerwünschten Zargenteils von dem Rest
des Zargenrahmens erlauben. Die Sollbruchstellen sind vorzugsweise im Bereich derjenigen
Zarge angeordnet, welche als Unterzarge dienen soll. Abbrechbare Zargenteile können eine
Anschlagleiste, ein Zusatzprofil oder andere Teile der horizontal anzuordnenden Zarge sein,
falls diese im Bereich des Bodens unerwünscht sind. Anstatt diese unerwünschten Zargenteile
mühsam absägen zu müssen oder speziell die Zargenrahmen für die spezielle Einbausituation
herstellen zu müssen, kämen die erfindungsgemäßen Zargenrahmen in großer Stückzahl
hergestellt werden und durch Abbrechen unerwünschter Teile der Horizontalzarge entlang der
Sollbruchstellen der ganz bestimmten Einbausituation in einfacher Art und Weise angepaßt
werden. Meist ist es erwünscht, nur einen Teil, beispielsweise die Anschlagleiste, der
jeweiligen unteren Zarge zu entfernen. Dies wird bei der Erfindung besonders einfach dadurch
erreicht, daß wenigstens eine der beiden horizontal anzuordnenden Zargen, insbesondere
natürlich diejenige, die als Unterzarge dienen soll, aus zwei Teilelementen gebildet ist. Ein
erstes Teilelement ist mit den Seitenzargen verbunden und erhöht somit die Stabilität des
Zargenrahmens. Ein zweites, insbesondere die Anschlagleiste aufweisendes Teilelement ist
mittels der punktuellen Verbindungen an dem ersten Teilelement befestigt und somit als ein
erstes abbrechbares Zargenteil ausgebildet. Die Sollbruchstellen werden einfach durch nur
punktuell vorhandene, d.h. in lediglich eng begrenzter örtlicher Ausgestaltung gehaltene
Verbindungen zwischen den Teilelementen der horizontal anzuordnenden Zarge gebildet.
Besonders bevorzugt sind Punktschweißungen oder Schweißpunkte oder auch kurze Schweißnähte oder dergleichen, die als solche punktuellen Verbindungen dienen. Die
Verbindung zwischen den zwei Teilelementen muß einerseits fest sein, andererseits soll das
zweite Teilelement im Bedarfsfall jedoch leicht entfernt werden können. Daher sind an einem
der Teilelemente zum Schaffen von Angriffsstellen für die Punktschweißungen oder
Schweißpunkte oder auch fur kurze Schweißnähte oder dergleichen oder andere punktuelle
Verbindungen beispielsweise durch einen Prägestempel hergestellte Ausdrückungen im Bereich
einer Kante vorgesehen, die im Bereich der Verbindungsstelle die Materialdicke verringern.
Wenn nun zusätzlich noch, wie in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
sich die Teilelemente teilweise überlappen, wobei die punktuellen Verbindungen an einer an
dem ersten Teilelement anliegenden Kante des überlappenden Teilbereichs oder Überlappbereichs
des zweiten Teilelements ausgebildet sind, so ist eine Verbindung geschaffen, die durch
die Überlappung eine besondere Festigkeit aufweist, aber andererseits durch Umbrechen in
einer geeigneten Richtung leicht gebrochen werden kann. Besonders vorteilhaft ist eine
Ausgestaltung, bei der die Ausdrückungen direkt an der Kante vorgesehen sind, wobei dann
durch die Prägung das Material über die Kante hinausgetrieben wird und so der Überlappungsbereich,
aber auch der Hebel zum Abbrechen des zweiten Teilelements vergrößert wird. Die Schweißpunkte können dann noch außerhalb des sonstigen Überlappungsbereichs
noch vor der Kante des zweiten Elements angeordnet werden. Bei einer solchen Gestaltung ist
es besonders einfach, das zweite Element durch Umbiegen abzubrechen.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist bei einem Zargenrahmen
realisiert, der sowohl für rechts als auch für links anzuschlagende Türen geeignet ist. Ein
solcher Zargenrahmen wird mit identischen Ober- und Unterzargen hergestellt und an den
Einbauort geliefert, so daß ein Wechsel der Anschlagseite der Türen einfach dadurch
geschehen kann, daß der Zargenrahmen herumgedreht wird. Die bei einer rechts anzuschla-
• ·
genden Tür als Oberzarge dienende horizontal anzuordnende Zarge dient bei einer links
anzuschlagenden Tür als Unterzarge und umgekehrt. Ein solcher für verschiedene Einbauzwecke
einsetzbarer Zargenrahmen ist gemäß der vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
an unterschiedliche Einbausituationen anpaßbar, wenn an beiden horizontal anzuordnenden
Zargen Sollbruchstellen vorgesehen sind, entlang derer für bestimmte Einbausituationen
unerwünschte Teilelemente von dem Rest der Horizontalzarge abbrechbar sind. So können
identische Zargenrahmen einerseits für rechts als auch für links anzuschlagende Türen
verwendet werden, auch wenn z.B. eine Anschlagleiste der Unterzarge unerwünscht ist. In
diesem Fall muß das zweite, als abbrechbare Zargenteil ausgebildete Teilelement der jeweilige
Horizontalzarge, die unten zu liegen käme, nur entlang der Sollbruchstellen abgebrochen
werden.
Zum Beispiel ist das erste Teilelement ein Winkel mit zwei Schenkeln, an dessen einem
Schenkel das zweite Teilelement, das beispielsweise in Form eines Zusatzprofils zum Bilden
der Anschlagleiste ausgebildet ist, mittels Punktschweißungen oder Schweißpunkten
geschweißt ist - wobei aber auch andere Verbindungen mit begrenzter Ausdehnung denkbar
sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung betreffen Eckverbindungen zwischen den
Seitenzargen und der wenigstens einen horizontal anzuordnenden Zarge, welche Eckverbindungen besonders leicht herzustellen und vorzugsweise auch besonders leicht zu
lösen sind, wenn eine Unterzarge komplett unerwünscht ist. Solche Eckverbindungen sind
durch Laschen (wenigstens eine pro Eckverbindung) realisierbar, die sich von einer Zarge aus
erstrecken und mit der anderen, über Eck anstoßenden Zarge punktuell - vorzugsweise durch
Schweißen - verbunden sind. Solche Laschen lassen sich einerseits leicht handhaben, weil sie
leicht in die zum Schaffen der Eckverbindung erforderliche Position gebogen werden können.
Andererseits lassen sich durch Laschen gebildete Eckverbindungen leicht lösen, da nur die
Laschen und nicht die gesamte Zarge beispielsweise durch Sägen oder Flexen oder dergleichen
durchtrennt werden müssen. Die Laschen, die vorzugsweise integral oder einstückig mit der
horizontal anzuordnenden Zarge - insbesondere natürlich dem ersten Teilelement davon -
ausgebildet sind, erstrecken sich bevorzugt von der horizontal anzubringenden Zarge
überlappend zu der jeweiligen Seitenzarge und sind dort punktuell verschweißt. Es ist aber
auch eine Ausgestaltung denkbar, bei der sich eine oder mehrere oder alle der Laschen
insbesondere einstückig ausgebildet von der jeweiligen Seitenzarge aus zu der Horizontalzarge, d.h. insbesondere dem erstem Teilelement erstrecken, wo sie verschweißt
sind. Vorzugsweise sind in jeder Eckverbindung zwei Laschen vorgesehen, von denen eine
erste parallele Bereiche und die zweite über Eck aneinanderstoßende Bereiche der Zargen
verbinden. Weiter vorzugsweise sind an jeder Lasche zwei Schweißpunkte, je einer in diagonal
gegenüberliegenden Eckbereichen der Lasche, vorgesehen. In noch unverschweißtem Zustand
weisen die Laschen in einer besonders einfach herzustellenden Ausgestaltung der Erfindung
Schweißwarzen auf, die die Orte der anzubringenden Schweißpunkte definieren. Diese
Schweißwarzen werden bevorzugt wie die Ausdrückungen durch Prägung hergestellt und
beinhalten so ähnliche Vorteile. In noch unverschweißtem Zustand sind die Laschen
vorteilhafterweise nur so weit in Richtung ihrer endgültigen Endlage gebogen, daß die
horizontal anzuordnende Zarge sich trotz der Schweißwarzen mit den Seitenzargen leicht
zusammenfugen läßt. Die Endlage der Laschen wird dann beim Schweißen erzielt.
Bevorzugt sind die Laschen nur an dem als Winkel ausgebildeten ersten Teilelement
vorgesehen, an dem das als Zusatzprofil ausgebildete zweite Teilelement abbrechbar
verschweißt ist. Über die Laschen wird dann nur der Winkel an den Seitenzargen angeschweißt.
Am Einbauort kann dann entschieden werden, ob die horizontal anzuordnende Zarge so, wie sie ist, eingebaut werden soll, ob die Zusatzleiste oder das Zusatzprofil abgebrochen
werden soll, wobei dann der Winkel an den Seitenzargen über die Laschen befestigt bleibt,
oder ob der Winkel und damit die gesamte horizontal anzuordnende Zarge entfernt werden
soll. In letzterem Fall werden die Laschen durch Sägen oder dergleichen durchtrennt.
Selbstverständlich können in weiteren Ausführungen der Erfindung auch zusätzlich zu den
bisher beschriebenen Anordnungsweisen Sollbruchstellen an den Übergängen zwischen den
Laschen und der oder dem Rest der horizontal anzuordnenden Zarge beispielsweise durch
Loch- oder Langlochprägung oder -stanzung oder sonstige Perforation oder dergleichen
vorgesehen sein.
Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der beigefugten Figuren
näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Endbereichs einer horizontal anzuordnenden,
wahlweise als Ober- oder Unterzarge zu verwendenden Zarge,
Fig. 2 eine linke Seitenansicht der Zarge gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Endbereich der Zarge nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen mittleren Bereich der Zarge nach Fig. 1,
Fig. 5 eine teilweise weggebrochene Vorderansicht auf einen Eckbereich eines
Zargenrahmens, in welchem Eckbereich die horizontal anzuordnende Zarge
nach Fig. 1 mit einer Seitenzarge verbunden ist,
Fig. 6 eine Schnittansicht auf die Seitenzarge von Fig. 5,
Fig. 7 eine Rückansicht des in Fig. 5 gezeigten Endabschnitts der Seitenzarge, jedoch
in mit der horizontal anzuordnenden Seitenzarge noch nicht verbundenen Zustand,
Fig. 8 eine Unke Seitenansicht auf die Seitenzarge, wie man sie aus Fig. 7 durch
Ansicht von unten und aus Fig. 5 (ohne die horizontal anzuordnende Zarge)
durch Ansicht von links erhalten würde, und
Fig. 9 eine Querschnittsansicht durch eine horizontal anzuordnende Zarge in einer
zweiten Ausfuhrungsform.
• ·
In Fig. 1 ist eine horizontal anzuordnende Zarge 10 dargestellt, welche sowohl als Ober- als
auch als Unter- bzw. Bodenzarge eines Zargenrahmens für eine rechts und links verwendbare
Feuerschutztür geeignet ist. Von der horizontal anzuordnenden Zarge 10 ist nur ein Endbereich
12 gezeigt, welcher mit einer Seitenzarge 14 zu einer in Fig. 5 dargestellten Zargenecke 16 des
Zargenrahmens verbindbar ist. Wie aus Fig. 2 oder auch Fig. 9 näher zu erkennen, hat die
horizontal anzuordnende Zarge 10 im Querschnitt im wesentlichen eine Z-förmige Gestalt. Die
horizontal anzuordnende Zarge besteht aus zwei Teilelementen, nämlich einem Winkel 18 und
einem Zusatzprofil 20, das mit einer Breitleiste überlappend an einem ersten Schenkel 22 des
Winkels 18 angeordnet ist und somit einen Uberlappbereich 24 aufweist. Der übrige Bereich
des Zusatzprofils 20 weist eine Z-förmige verstärkende Anschlagsprofilierung 26 und einen
daran anschließenden, als Anschlagleiste 28 für die nicht näher dargestellte Feuerschutztür
ausgebildeten Flansch auf. In der Anschlagprofilierung 26 ist eine Dichtungsnut 27 zur
Aufnahme einer Türdichtung (nicht dargestellt) ausgebildet. Sowohl der erste Schenkel 22 des
Winkels 18 als auch der zur Befestigung an dem eine Türöffnung begrenzenden Mauerwerk
oder dem entsprechenden Bodenbereich vorgesehene zweite Schenkel 30 weisen an dem
äußersten Ende 32 des Endbereiches 12 je eine Lasche 34, 36 auf. In beide Laschen 34, 36
sind jeweils in der Nähe zweier diagonal gegenüberhegender Ecken Schweißwarzen 38 eingeprägt.
Eine erste Lasche 34 ist durch Ausklinken des zweiten Schenkels 30 gebildet. D. h. die
erste Lasche 34 ist eine in der Breite etwas geringer ausgebildete Verlängerung dieses zweiten
Schenkels 30. Die erste Lasche 34 ist, wie Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 2 genauer zeigt, Z-iormig
nach innen in Richtung zu dem Zusatzprofil 20 hin derart gebogen, daß sie in etwa,
aber nicht ganz parallel, zu dem ersten Schenkel 30 verläuft. Dabei ist durch die Z-förmige
Verbiegung eine Schulter 40 zur Anlage eines entsprechenden Bereichs der Seitenzarge 14
ausgebildet. Die zweite Lasche 36 ist ebenfalls durch Ausklinken des ersten Schenkels 22
gebildet und ist somit eine in der Breite geringer ausgeführte Verlängerung dieses zweiten
Schenkels 22. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die zweite Lasche 36 nach unten gebogen aber
nicht um volle 90°. Der Grund, warum die erste Lasche 34 nicht vollständig parallel zum
zweiten Schenkel 30 und die zweite Lasche 36 nicht ganz rechtwinklig zu dem ersten Schenkel
22 verläuft, liegt darin, daß die Laschen 34, 36 an entsprechenden Teilbereichen der
Seitenzarge 14 zum Bilden der Zargenecke 16 anliegen sollten, was bei exakt paralleler bzw.
rechtwinkliger Lage durch die Schweißwarzen 38 erschwert werden würde. Der Winkel 18
und das Zusatzprofil 20 sind an einer Kante 44 des Überlappbereichs 24 derart miteinander
verbunden, daß Sollbruchstellen 42 geschaffen sind, an welchen die beiden Teile oder
Teilelemente 18, 20 auseinandergebrochen werden können. Dazu ist die Kante 44 an einigen
Verbindungsstellen 46 (siehe Fig. 4) mittels eines Prägestempels derart bearbeitet worden, daß
Prägestellen (Anprägungen, Ausprägungen) oder Ausdrückungen 48 gebildet sind. Durch den
Prägestempel ist das Material des Zusatzprofils 20 so gepreßt worden, daß es an diesen
Verbindungsstellen 46 dünner ausgeführt ist. Die Prägung bewirkt zudem, daß das Material
über die Kante 44 hinausragt. Punktuelle Verbindungen sind an diesen so über die Kante 44
herausgedrückten Verbindungsstellen 46 durch zwei erste Schweißpunkte 50 wie, in Fig. 2
gezeigt, oder einen ersten Schweißpunkt 50, wie in Fig. 9 gezeigt, pro Verbindungsstelle 46
geschaffen. Anstatt oder zusätzlich zu den Schweißpunkten 50 kann auch ein punktuelle
Verschweißung in Form einer kurzen Schweißnaht vorgesehen sein. Insbesondere zum Bilden
einer solchen Schweißnaht ist an der Verbindungsstelle 46 ein Langbuckel 47 beispielsweise
wie in der DIN 8519 beschrieben vorgesehen. An diesen punktuellen Verbindungen oder
Schweißpunkten 50 sind die Sollbruchstellen 42 ausgebildet. Soll ein Zargenrahmen ohne
Anschlagleiste 28 an der horizontal anzuordnenden Zarge 10 vorgesehen werden, so wird das
Zusatzprofil 20 durch Umbiegen in Richtung Z relativ zu dem Winkel 18 von diesem
abgebrochen, wobei der Bruch an den Sollbruchstellen 42, d.h. an den Schweißpunkten 50
oder an den durch Schraffur in Fig. 2 angedeuteten Bereichen der Ausdrückungen 48 erfolgt.
Die Schweißwarzen 38 sind zum Schaffen von zweiten Schweißpunkten 72 zum Festschweißen
der Laschen 34, 36 an der Seitenzarge 14 vorgesehen. Die Seitenzarge 14 ist, wie in Fig. 6
gezeigt, ganz ähnlich im Querschnitt ausgebildet wie die horizontal anzuordnende Zarge 10,
anders als diese jedoch aus einem einzigen Stück beispielsweise durch Biegen, Falzen oder
Walzen geformt. Demgemäß weist die Seitenzarge 14 einen aus einem ersten Schenkel 56 und
einem zweiten Schenkel 60 bestehenden Winkelbereich 58 auf, wobei an dem ersten Schenkel
56 zusätzlich ein Steg 62 angeordnet ist. Als Verlängerung des ersten Schenkels 56 schließt
sich eine Z-fÖrmige Verstärkungspronlierung oder Anschlagsprofilierung 64 mit einer
Dichtungsnut 65 an. Die Anschlagsprofilierung 64 weist wie übrigens auch die Anschlagpro-
filierung 26 einen rückwärtigen Anschlag auf, der zum Fixieren des Zargenrahmens am
Mauerwerk nützlich ist. Die Anschlagsprofilierung 64 geht an ihrem dem Winkelbereich 58
gegenüberliegenden Ende in eine Anschlagleiste 66 über. Wie aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich,
bilden der erste Schenkel 56, die Z-formige Anschlagsprofilierung 64 und die Anschlagleiste
66 an dem zum Bilden der Zargenecke 16 vorgesehenen Ende 68 eine Ausnehmung 70, in die
die horizontal anzuordnende Zarge 10 mit ihrer Anschlagleiste 28 eingreifen kann. In einer
nicht explizit dargestellten Ausführungsform weist auch oder nur die Anschlagleiste 28 der
horizontal anzuordnenden Zarge 10 eine solche Ausnehmung zum Eingreifen des entsprechenden
Teils der Seitenzarge 14 auf.
Mit Bezug auf Fig. 5 wird im folgenden das Bilden der Zargenecke 16 erläutert. Die
horizontal anzuordnende Zarge 10 wird wie dargestellt an die Seitenzarge 14 angelegt, wobei
die Anschlagleiste 28 in die Ausnehmung 70 eingreift, so daß von Seiten der Anschlagleisten
66, 28 keine Lücke verbleibt. Die erste Lasche 34 wird durch an den Schweißwarzen 38
angesetzte Schweißpunkte 72 an dem zweiten Schenkel 60 der Seitenzarge 14 punktuell
verbunden. Die zweite Lasche 36 wird mittels an den Schweißwarzen 38 angesetzter
Schweißpunkte 72 mit dem ersten Schenkel 56 der Seitenzarge 14 verbunden. Die erste
Lasche 34 dient also dazu, die parallel zueinander anzuordnenden zweiten Schenkel 30 und 60
miteinander zu verbinden. Die zweite Lasche 36 sorgt für eine Übereckverbindung der ersten
Schenkel 22, 56 der Zargen 10 und 14. Die endgültige Lage der Laschen 34, 36 parallel bzw.
rechtwinklig zu dem jeweiligen Schenkel 30 bzw. 22 des Winkels 18 wird erst beim Schweißen
erzielt. Vor dem Schweißen liegen die Laschen 34 und 36 an den Schenkeln 60 und 56 der
Seitenzarge 14 nur an den Spitzen der Schweißwarzen 38 oder einer davon an. Die so
geschaffene Eckverbindung 54 kann durch Sägen oder Flexen wieder getrennt werden,
wodurch bei Bedarf die gesamte horizontal anzuordnende Zarge 10 von dem Rest des
Zargenrahmens entfernt werden kann. Für Fälle, in denen nur die Anschlagleiste 28 unerwünscht
ist, ist ein abbrechbares Zargenteil in Form des Zusatzprofils 20 an der horizontal
anzuordnenden Zarge 10 vorgesehen, welches an den Sollbruchstellen 42 von dem verbleibenden
Rest der horizontal anzuordnenden Zarge 10, d.h. dem Winkel 18, abgebrochen werden
kann.
♦ »
Durch die hier näher erläuterten Verbindungen 54 und 46 ist ein Zargenrahmen für eine rechts
und links verwendbare Feuerschutztür realisierbar, bei der alle Verbindungen durch
Punktschweißen hergestellt werden können. Insbesondere durch die Punktschweißungen oder
Schweißpunkte 50 oder durch an dem Langbuckel 47 ausgeführte kurze Schweißnähte zwischen den beiden Teilelementen 18, 20 der Zarge 10 sind Sollbruchstellen 42 geschaffen,
an denen Zargenteile von dem so punktgeschweißten Zargenrahmen bei Bedarf abbrechbar
sind. Durch die punktuellen Verschweißungen sind auch verzinkte Materialien, aus denen die
Zargen 14, 10 bevorzugt bestehen, fest miteinander verbindbar. Bei verzinkten Materialien
würde zum Beispiel Schutzgasschweißen nur zu unbefriedigenden Verbindungen führen. Bei
punktuellen Ausdehnungen der Schweißungen ist es besonders einfach, hohe Drücke auf die
zu verschweißenden Materialien zum Schweißen auszuüben, da vergleichsweise niedrige
Kräfte aufgewendet werden müssen.
Die wesentlichsten Aspekte des hier beschriebenen Zargenrahmens werden im folgenden
anhand von Fig. 2 noch einmal zusammengefaßt:
Zusammenfassung
Es ist ein Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere für eine Feuerschutztür und mehr
insbesondere für eine rechts und links verwendbare Feuerschutztür beschrieben worden, bei
der im Bereich einer horizontal anzuordnenden Zarge (10) Sollbruchstellen (42) geschaffen
sind, an welchen ein für bestimmte Einbausituationen unerwünschtes Zargenteil (20) von dem
Rest (10) des Zargenrahmens abgebrochen werden kann. Die Sollbruchstellen (42) sind
dadurch realisiert, daß die Verbindungen zwischen den Zargenteilen (18, 20), aus denen der
Zargenrahmen zusammengesetzt ist, vorzugsweise mittels Punktschweißungen oder
Schweißpunkten (50) punktuell gebildet sind. Wenigstens eine der horizontal anzuordnenden
Zargen (10) besteht dabei aus zwei Teilelementen (18, 20), die so miteinander fest aber
auseinanderbrechbar verbunden sind. Die punktuellen Verbindungen greifen dabei an in einem
Bereich einer Kante (44) eines der Teilelemente (20) gebildeten Ausdrückungen (48) an, an
denen das Material dieses Teilelements (20) dünner ausgeführt ist als in den übrigen
Bereichen. Vorzugsweise ist das Material an diesen Ausdrückungen (48) über die Kante (44)
hinausgetrieben.
Hörmann KG Freisen
Industriegelände
66629 Freisen
Industriegelände
66629 Freisen
F 14.696 G-DE
BEZUGSZEICHENLISTE
| 10 | honzontal anzuordnende Zarge | 42 | erste Sollbruchstelle |
| 12 | Endbereich | 44 | Kante |
| 14 | Seitenzarge | 46 | Verbindungsstelle |
| 16 | Zargenecke | 47 | Langbuckel |
| 18 | Winkel (= erstes Teilelement) | 48 | Ausdrückungen |
| 20 | Zusatzprofil (= zweites Teilele | 50 | Schweißpunkte |
| ment) | 52 | zweite Sollbruchstelle | |
| 22 | erster Schenkel | 54 | Eckverbindung |
| 24 | Überlappbereich | 56 | erster Schenkel |
| 26 | Anschlagsprofilienmg | 58 | Winkelbereich |
| 27 | Dichtungsnut | 60 | zweiter Schenkel |
| 28 | Anschlagleiste | 62 | Steg |
| 30 | zweiter Schenkel | 64 | Z-förmige Verstärkungsprofilierung |
| 32 | Ende | 65 | Dichtungsnut |
| 34 | erste Lasche | 66 | Anschlagleiste |
| 36 | zweite Lasche | 68 | Ende |
| 38 | Schweißwarzen | 70 | Ausnehmung |
| 40 | Schulter | 72 | Schweißpunkte |
| Z | Umbiegerichtung |
Claims (11)
1. Zargenrahmen fur eine Tür, insbesondere eine Feuerschutztür, mit zwei Seitenzargen
(14) und zwei mit den Seitenzargen (14) über Eckverbindungen (54) verbundenen horizontal
anzuordnenden Zargen (10),
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine horizontal anzuordnende Zarge (10) aus zwei Teilelementen (18, 20)
zusammengesetzt ist, von denen ein erstes Teilelement (18) mit den Seitenzargen (14) verbunden
ist und ein vorzugsweise eine Anschlagleiste (28) für die Feuerschutztür aufweisendes
zweites Teilelement (20) über Sollbruchstellen (42) bildende punktuelle Verbindungen an dem
ersten Teilelement (18) befestigt ist und so als abbrechbares Zargenteil ausgebildet ist, welche
punktuelle Verbindungen an - vorzugsweise durch Prägung - an einer Kante (44) eines der
Teilelemente (20) hergestellten Ausdrückungen (48) angreifen.
2. Zargenrahmen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Teilelemente (18, 20) teilweise überlappen, wobei die punktuellen Verbindungen
an der an dem ersten Teilelement (18) anliegenden Kante (44) eines überlappenden Teilbereichs
oder Überlappbereichs (24) des zweiten Teilelements (20) ausgebildet sind.
3. Zargenrahmen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede oder zumindest einige der Ausdrückungen (48) an der an dem ersten Teilelement (18)
anliegenden Kante (44) des zweiten Teilelements (20) derart ausgebildet ist, daß ausgeprägtes
Material über die Kante (44) hinaus ausgewichen ist, wobei das so ausgeprägte Material
jeweils als jenseits der Kante (44) angeordnete Basis für eine punktuelle Verbindung (50)
dient.
4. Zargenrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie für eine wahlweise rechts oder links anschlag- und/oder verwendbare Feuerschutztür
verwendbar ist, wobei beide horizontal anzuordnenden Zargen (10) jeweils aus den beiden
Teilelementen (18, 20) mit den die Sollbruchstellen (42) bildenden punktuellen Verbindungen
dazwischen zusammengesetzt sind.
5. Zargenrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die punktuellen Verbindungen durch Verschweißungen, insbesondere durch erste Schweißpunkte
(50) gebildet sind.
6. Zargenrahmen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Teilelement ein Winkel (18) mit zwei Schenkeln (22, 30) ist, an dessen einem
Schenkel (22) das zweite Teilelement in Form eines Zusatzprofils (20) mittels der ersten
Schweißpunkte (50) geschweißt ist.
7. Zargenrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Bilden der Eckverbindung wenigstens eine Lasche (34, 36) vorgesehen sind, die sich
von der wenigstens einen horizontal anzubringenden Zarge (10) überlappend zu der jeweiligen
Seitenzarge (14) erstreckt und dort punktuell verschweißt ist oder die sich von der jeweiligen
Seitenzarge (14) überlappend zu der wenigstens einen horizontal anzubringenden Zarge (10)
erstreckt und dort punktuell verschweißt ist.
8. Zargenrahmen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Eckverbindung (54) zwei Laschen (34, 36) vorgesehen sind, von denen eine erste
Lasche (34) parallele Bereiche (30, 60) der Zargen (10, 14) und eine zweite Lasche (36) über
Eck anstoßende Bereiche (22, 56) der Zargen (10, 14) verbinden, wobei vorzugsweise an jeder
Lasche (34, 36) zwei zweite Schweißpunkte (72) vorgesehen sind, die an diagonalen
Eckbereichen der Lasche (34, 36) angeordnet sind.
9. Zargenrahmen nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Orte der zweiten Schweißpunkte (72) durch in noch unverschweißtem Zustand an den
Laschen (34, 36) angeordnete vorzugsweise durch Prägung hergestellte Schweißwarzen (38)
definiert sind.
10. Zargenrahmen nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die wenigstens eine Lasche von dem ersten Teilelement (18) aus überlappend zur
jeweiligen Seitenzarge (14) erstreckt, um das erste Teilelement (18) fest mit der Seitenzarge
(14) zu verbinden.
11. Zargenrahmen nach Anspruch 6 und Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Laschen (34, 36) vorzugsweise integral oder einstückig an dem Winkel (18)
ausgebildet sind.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29803812U DE29803812U1 (de) | 1998-03-04 | 1998-03-04 | Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere eine Feuerschutztür |
| DE59905781T DE59905781D1 (de) | 1998-03-04 | 1999-03-03 | Zargenrahmen für eine Tür, insbesondere eine Feuerschutztür |
| DK99104284T DK0940547T3 (da) | 1998-03-04 | 1999-03-03 | Dørkarmarrangement, især til en branddør |
| ES99104284T ES2195460T3 (es) | 1998-03-04 | 1999-03-03 | Marco de perfiles de cerco para una puerta, en especial para una puerta de proteccion contra incendios. |
| AT99104284T ATE242402T1 (de) | 1998-03-04 | 1999-03-03 | Zargenrahmen für eine tür, insbesondere eine feuerschutztür |
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- 1999-03-03 PT PT99104284T patent/PT940547E/pt unknown
- 1999-03-03 DE DE59905781T patent/DE59905781D1/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-03-03 DK DK99104284T patent/DK0940547T3/da active
- 1999-03-03 PL PL331727A patent/PL192127B1/pl unknown
- 1999-03-03 ES ES99104284T patent/ES2195460T3/es not_active Expired - Lifetime
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| PL331727A1 (en) | 1999-09-13 |
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