DE29712158U1 - Elementdachkonstruktion - Google Patents
ElementdachkonstruktionInfo
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Description
Elementdachkonstruktion
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elementdachkonstruktion für Schrägdächer
mit einer Anzahl von paralleil in einem Rasterabstand zueinander in Fallrichtung
verlaufenden, Doppel-T-förmigen Dachsparren aus Holz und zwischen diesen abgestützten Dämmplattenkörpern, die randseitig von den Ober- und
Untergurten der Dachsparren umgriffen sind und einen mehrschichtigen Aufbau
haben.
Bei einer bekannten Elementdachkonstruktion bilden die Dachsparren ein einteiliges
Bauelement, das jeweils einer Randseite eines fugenlosen Dämmplattenkörpers zugeordnet und auf dessen Länge abgestimmt ist. Der Dämmplattenkörper,
der eine Länge von bis zu 10 m haben kann, ist ein Sandwichelement, das eine Unterspann- und eine Dampfsperrschicht umfaßt und durch
den längsrandseitig zugeordneten Dachsparren bei der Verlegung versteift wird.
Die bekannte Dachkonstruktion erfordert einen hohen Bauaufwand und in
Verbindung damit erhebliche Gestehungskosten.
Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, eine Eiementdachkonstruktion zu
schaffen, die in der Ausführung und der Handhabung der Teile einfacher ist und schneller montiert werden kann. Die Erfindung löst dieses Problem mit den
Merkmalen der Ansprüche 1 und 3. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten wird auf die Ansprüche 2 und 3 bis 11 verwiesen.
Die erfindungsgemäße Dachkonstruktion ermöglichtes, zunächst nur die Unterteile
der Dachsparren im Rastermaß zu verlegen, was schnell und einfach ausführbar ist. Danach können die Dämmpiattenkörper ohne spezielle Hilfsmittel
aufgelegt werden, wonach die Montage durch ebenfalls einfache und schnelle Anbringung der Oberteile der Dachsparren beendet wird. Die selbsttragend
ausgebildeten Dämmplattenkörper können in weitaus geringeren Längen von beispielsweise drei Metern ausgeführt werden, die auch bei böigen
Windverhältnissen einfach handhabbar sind.
Zahlreiche weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung, in derein Ausführungsbeispiel des Gegenstands
der Erfindung näher veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen abgebrochenen, schematischen horizontalen Schnitt durch
einen Abschnitt einer Dachkonstruktion nach der Erfindung, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles Il in Fig. 1, und
Fig. 3 eine Einzeldarstellung des Rahmens eines Dämmplattenkörpers nach der Erfindung.
Die Elementdachkonstruktion für Schrägdächer umfaßt eine sich nach der
Dachgröße richtende Anzahl von in einem Rastabstand von z.B. 1,25 m parallel in Fallrichtung verlaufenden Dachsparren 1 aus Holz, die Doppel-T-förmig
ausgebildet sind und auf der Firstpfette und den Fußpfetten, gegebenenfalls
auch auf Mittelpfetten, festgelegt werden.
Die Dachsparren 1 sind zweiteilig ausgebildet und weisen ein von dem Mittelschenkel
2 und dem Untergurt 3 gebildetes T-förmiges Unterteil und ein von dem Obergurt 4 des Dachsparrens gebildetes Oberteil auf, das als gesondertes
Teil ausgebildet ist und nach Anbringung von Dämmplattenkörpern 5 zwischen den vorverlegten Unterteilen 2,3 mit dem Mitteischenkel 2 der Unterteile
2,3 der Dachsparren 1 verbunden werden. Diese Verbindung kann durch Nägel hergestellt werden, die vorzugsweise in gleichmäßigem Abstand zueinander
von beispielsweise 120 mm in einer Reihe angebracht werden.
Die Dämmplattenkörper umfassen einen Rahmen 6 aus Holz, der bevorzugt
als Außenrahmen ausgebildet ist und aus Längsrahmenstreben 7,8 und äußeren Querstreben 9,10 sowie inneren Querstreben 11,12 besteht. Die inneren
Querstreben 11,12 bilden mit den Streben 7 bis 10 des Außenrahmens Gefache
13 aus, in denen Dämmstoffkörper 14 Unterbringung finden, die die Gefache 13 ausfüllen. Die Dämmstoffkörper 14 können dabei aus Mineralwolle,
Zellulosefaser, Holzweichfaser oder sonst geeigneten Dämmstoffen bestehen.
Der Rahmen 6 ist von einer Grundplatte 15 Untergriffen, die mit den von hochkant
angeordneten Glattkantbrettern gebildeten Rahmenstreben 7 bis 12 durch Verbindungsklammern od.dgl. Verbindungsglieder zu einer selbsttragenden
Baugruppe verbunden ist. Die Rahmenstreben 7 bis 12 sind dabei auch untereinander
durch Klammern od.dgl. Verbindungsglieder verbunden. Die Grundplatte kann von einer Gipsfaserplatte, einer Gipskartonplatte oder einer Holzwerkstoffplatte
gebildet sein und ist oberseitig von einer folienförmigen Dampf-
brennschacht 16 übergriffen, welche die gesamte Oberfläche der Grundplatte
15 abdeckt.
Den oberseitigen Abschluß bildet eine Unterspannbahn 17, welche die gesamte
Oberfläche des Dämmplattenkörpers 5 überdeckt und an einer Querseite und an einer Längsseite ein Stück übersteht, wie das die gestrichelte Linie in
Fig. 3 veranschaulicht. Die Unterspannbahn 17 kann von einer Folien- oder Gewebebahn gebildet sein und ist ihrerseits mit der Oberseite der Rahmenstreben
7 bis 12 verbunden. Die überstehenden Bereiche der Unterspannbahn 17 übergreifen jeweils an der entsprechenden Seite benachbarte Dämmplattenkörper
5, so daß insgesamt eine geschlossene Unterspannbahnfläche gebildet
wird.
Die Längsstreben 7,8 des Außenrahmens 6 sind außenseitig mit einem sich
zumindest im wesentlichen über deren gesamte Länge erstreckenden Dämmstreifen 18 versehen, der vorzugsweise aus komprimierbarem Dämmaterial
besteht und außenseitig von einem hochgeführten Teil der Dampfbremsschicht
16 abgedeckt sein kann, die ais Gleitschicht beim Einsetzen der Dämmplattenkörper
5 wirksam ist.
Ein derartiger Dämmplattenkörper 5 erfährt durch den integrierten Rahmen 6,
der lediglich nach eigenlaststatischen Gesichtspunkten bemessen ist, eine selbsttragende Stabilität, die eine einfache Handhabung mit herkömmlichen
Hebezeugen ermöglicht. Zugleich kann ein derartiger Dämmplattenkörper die Feuerwiderstandsklasse F 30 AB und einen Schalldämmwert von etwa 45 dB
erreichen. Durch die Wahl des Dämmstoffes 14 und der Grundplatte 15 kann
der Dämmplattenkörper in seiner Leistung bezüglich Feuerwiderstandsklasse und Wärmedämmung variiert werden. Bei Ausgestaltung des Rahmens 6 als
••5-: .
Außenrahmen verfügt der Dämmplattenkörper 5 auch über einen guten Kantenschutz,
so daß die Gefahren einer Beschädigung des Dämmplattenkörpers 5 auf Transportwegen oder bei der Verlegung wesentlich verringert sind.
In seiner Breite ist der Dämmplattenkörper 5 auf das Rastermaß abgestimmt,
in dem die Dachsparren 1 verlegt werden. In der Länge ist der Dämmplattenkörper
5 unbeschränkt, jedoch ist eine handliche Länge von beispielsweise etwa 3 m bevorzugt. Neben Dämmplattenkörpern 5 von Grundlänge werden
bedarfsweise Dämmplattenkörper 5 in Sonderabmessungen hergestellt, um den Flächenbereich zwischen benachbarten Dachsparren 1 jeweils vollständig
verschließen zu können.
Dachsparren 1 und Dämmplattenkörper 5 sind industriell vorfertigbar, so daß
an der Baustelle nur noch Montagearbeiten auszuführen sind, die durch die Sparrenausbildung wesentlich erleichtert und verkürzt sind.
Claims (11)
1. Elementdachkonstruktion für Schrägdächer, mit einer Anzahl von parallel in
einem Rasterabstand zueinander in Fallrichtung verlaufenden Doppel-T-förmigen Dachsparren (1) aus Holz und zwischen diesen abgestützten
Dämmplattenkörpern (5), die randseitig vom Ober- (4) und vom Untergurt (3) der Dachsparren (1) umgriffen sind und einen mehrschichtigen Aufbau haben,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachsparren (1) zweiteilig ausgebildet sind
und ein vom Mittelschenkel (2) und dem Untergurt (3) gebildetes T-förmiges Unterteil und ein von einem gesonderten Obergurt (4) gebildetes Oberteil aufweist,
das nach Verlegen der Unterteile (2,3) und Anbringen der Dämmplattenkörper (5) mit dem Mittelsteg (2) des Unterteils fest verbindbar ist.
2. Elementdachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Ober-(4) und Unterteil (2,3) des Dachsparrens (1) durch in gleichmäßigem
Abstand zueinander in einer Reihe angebrachte Nägel oder Schrauben verbindbar sind.
3. Elementdachkonstruktion, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß die Dämmplattenkörper (5) einen Rahmen (6) aus Holz mit Gefache (13) ausbildenden inneren Querstreben (11,12) aufweist.
4. Elementdachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rahmen (6) als Außenrahmen ausgebildet und von einer Grundplatte (15)
Untergriffen ist, wobei in den Gefachen (13) Dämmstoffkörper (14) vorgesehen sind.
5. Elementdachkonstruktion nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenrahmen (6) von hochkant angeordneten Glattkantbrettern und die inneren Querstreben (11,12) von Kanthölzern gebildet sind und diese
und die Grundplatte (15) untereinander durch Verbindungsklammern od.dgl. zu
einer selbsttragenden Baugruppe verbunden sind.
6. Elementdachkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet
, daß die Grundplatte (15) von einer Gipsfaserpiatte, einer
Gipskartonplatte oder einer Holzwerkstoffplatte gebildet ist.
7. Elementdachkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet
, daß die Grundplatte (15) von einer folienförmigen Dampfbremsschicht
(16) übergriffen ist.
8. Elementdachkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet
, daß die Dämmstoffkörper (14) aus Mineralwolle, Zellulose oder Holzweichfaser bestehen.
9. Elementdachkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet
, daß die Unterspannbahn (17) an einer Längs- und an einer Querseite über den Außenrahmen ein Stück übersteht und mit der Oberseite
der Rahmenstreben verbunden ist.
10. Elementdachkonstruktion nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet
, daß die Längsstreben (7,8) des Außenrahmens (6) außenseitig mit einem Dämmstreifen (18) aus komprimierbarem Dämmaterial versehen
sind.
11. Elementdachkonstruktion nach Anspruch 7 und 10, dadurch gekennzeichnet
, daß die Dampfbremsschicht (16) seitlich über den Dämmstreifen (18)
hochgeführt ist und diesen vor mechanischen Beschädigungen beim Einbau der Dämmplattenkörper (5) schützt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29712158U DE29712158U1 (de) | 1997-07-10 | 1997-07-10 | Elementdachkonstruktion |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29712158U DE29712158U1 (de) | 1997-07-10 | 1997-07-10 | Elementdachkonstruktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29712158U1 true DE29712158U1 (de) | 1997-11-27 |
Family
ID=8042910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29712158U Expired - Lifetime DE29712158U1 (de) | 1997-07-10 | 1997-07-10 | Elementdachkonstruktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29712158U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19825992A1 (de) * | 1998-06-10 | 1999-12-23 | Schwenk Daemmtechnik Gmbh & Co | Befestigungssystem für eine Dachdämmung und Dachdämmung |
| DE102005057626A1 (de) * | 2005-12-02 | 2007-06-06 | HELIKA (GbR)(vertretungsberechtigter Gesellschafter Herr Karl Weinmann, Blumenstr. 9, 72813 St. Johann) | Dachelement |
-
1997
- 1997-07-10 DE DE29712158U patent/DE29712158U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19825992A1 (de) * | 1998-06-10 | 1999-12-23 | Schwenk Daemmtechnik Gmbh & Co | Befestigungssystem für eine Dachdämmung und Dachdämmung |
| DE102005057626A1 (de) * | 2005-12-02 | 2007-06-06 | HELIKA (GbR)(vertretungsberechtigter Gesellschafter Herr Karl Weinmann, Blumenstr. 9, 72813 St. Johann) | Dachelement |
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|---|---|---|---|
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Effective date: 20040203 |