DE29701120U1 - Injektagebehälter mit Faltenbalg - Google Patents
Injektagebehälter mit FaltenbalgInfo
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- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
- E04B1/64—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor for making damp-proof; Protection against corrosion
- E04B1/644—Damp-proof courses
- E04B1/648—Damp-proof courses obtained by injection or infiltration of water-proofing agents into an existing wall
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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Description
Zu den wichtigsten Forderungen im Bauwesen gehört es, die Bauwerke gegen Feuchtigkeit zu
schützen. Durch ungeeignete Abdichtungen können Schäden entstehen, die letztlich bis zur
Zerstörung der Bauwerke führen.
Bei fehlender oder defekter Horizontalabdichtung steigt im Mauerwerk Feuchtigkeit auf. Die
Folgen sind Durchfeuchtung der Wände, abblätternde Farben, Mauerwerksausblühungen und
Schimmelbefall.
Die fehlende oder mangelhafte Horizontalabdichtung kann nachträglich durch ein chemisches
Injektagemittel in das Mauerwerk eingebracht werden. Bei diesen Verfahren werden Löcher in
das Mauerwerk gebohrt und in diese Bohrlöcher Injektageflüssigkeit eingebracht. Die Injektageflüssigkeit
baut aufgrund ihres chemischen Verhaltens eine horizontale Feuchtigkeitssperre auf.
Damit sich die Injektageflüssigkeit gut im Mauerwerk verteilen kann, muß sie eine hohe Eindringfahägkeit
besitzen. Grundsätzlich können anorganische und organische Verbindungen diese Anforderung erfüllen. Praktisch werden überwiegend eingesetzt wäßrige Alkalisilikatlösungen,
wäßrige Alkalisilikonatlösungen sowie Mischungen dieser beiden Stoffe.
Daneben besitzen aber auch Harzlösungen, synthetischer oder biologischer Herkunft, Bedeutung
für diese Anwendungen. Als Lösemittel werden dann meist Kohlenwasserstoffe verwendet.
Die Bohrlöcher werden bei der praktischen Anwendung solange mit Injektageflüssigkeit befüllt,
bis Sättigung des Baumaterials erreicht ist.
Bei den drucklosen Verfahren bzw. den Niederdruckverfahren wird die Injektageflüssigkeit mit
Gießkannen in die Bohrlöcher eingebracht. Gelegentlich setzt man auch verschieden geformte
Trichter in die Bohrlöcher, um die Injektageflüssigkeit besser aus dem Vorratsbehälter nachfüllen
zu können.
Bei der Druckinjektage arbeitet man mit Packern und Sonden. Die Injektageflüssigkeit wird mit
einem Druck von 2 bis 7 bar in das Mauerwerk eingepreßt. Diese Verfahren sind relativ aufwendig
und werden daher nur selten angewandt.
Die Nachteile der Niederdruck- bzw. drucklosen Verfahren bestehen darin, daß die Injektageflüssigkeit
drucklos nur sehr langsam in Kapillaren mit kleinen Durchmessern eindiffundiert.
Weiterhin weisen die Normaldruck- bzw. Niederdruckverfahren den Nachteil auf, daß sich aus
den Injektageflüssigkeiten bei langsamer Penetration und Diffusion schon vorzeitig Kieselsäuren
bzw. Harze abscheiden, noch bevor der gesamte Mauerquerschnitt von Injektageflüssigkeit
durchtränkt ist. Dann wird das angestrebte Ziel der Mauerwerksabdichtung nicht oder nur
teilweise erreicht. Speziell bei der Injektage in mit Wasser durchfeuchtetem Mauerwerk muß mit
Schwierigkeiten dieser Art gerechnet werden, da dann die Injektageflüssigkeit nicht oder nur sehr
langsam in die wasserführenden Kapillaren des Baustoffs eindiffundiert.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Einbringen
von Injektageflüssigkeit zur Mauerwerksabdichtung bereitzustellen, mit deren Hilfe eine rasche
und intensive Penetration durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Vorratsbehälter fur Injektageflüssigkeit
zur chemischen Mauerwerksentfeuchtung aus einem Vorratsbehälter mit Faltenbalg besteht (siehe Zeichnung).
Der Vorratsbehälter ist mit Rückschlagventilen (Stift- oder Kugelventil) ausgestattet; dies
erleichtert die praktische Durchführung der Injektage besonders. Die eingesetzten Rückschlagventile
entsprechen dem Stand der Technik und brauchen daher hier nicht näher beschrieben
werden.
Der Vorratsbehälter (1 in Zeichnung) kann bestehen aus thermoplastischen Kunststoffen, wie z.
B. Polyethylen, Polypropylen Polyvinylchlorid oder Polyester.
Der Vorratsbehälter (1) mit Injektageflüssigkeit weist gewöhnlich zylindrische Form auf; jedoch
erfüllen auch Behältnisse mit rechteckigem Querschnitt ihre Aufgabe. An der Austrittsöffnung
des Vorratsbehälters ist mittels Schraubverschluß (3) eine Austrittstülle oder Austrittsspitze (4)
angeschlossen.
Austrittsspitze und Schraubverschluß bestehen gewöhnlich aus dem gleichen Werkstoff wie der
Vorratsbehälter.
Die Austrittsspitze besitzt mehrere kleine Bohrungen (4), durch welche die Injektionsflüssigkeit
austreten kann, wenn man den Vorratsbehälter kippt. Damit im Vorratsbehälter ausreichend
Druck zum Auspressen der Injektionsflüssigkeit vorhanden ist, muß der Vorratsbehälter von
Hand zusammengedrückt werden. Die Austrittsspitze des Vorratsbehälters selbst steckt bei
diesem Vorgang im Bohrloch des Mauerwerks. Zur Abdichtung des Bohrlochs gegen Einfüllspitze
wird in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Einfullspitze mit
einem konusartigen, weichen Kunststoffring versehen. Dafür geeignete Kunststoffringe können
z. B. bestehen aus Weichgummi, Moosgummi, Silikonkautschuk oder Polyurethanen.
Das Volumen des Vorratsbehälters kann in weiten Grenzen schwanken. Die Zeichnung mit M =
1 : 1 zeigt einen verhältnismäßig kleinen Injektagebehälter mit einem Volumen von ca. 250 ml.
Meist werden jedoch Behälter mit mindestens 500 ml angewandt. Nach oben ist das Volumen
jedoch nicht begrenzt; speziell Volumina von 1 bis 2 L sind nicht unüblich.
Der flexible Faltenbalg ist fest in die Injektageflasche integriert und besteht günstigerweise aus
demselben Material wie der übrige Vorratsbehälter. Praktisch lassen sich solche Behältnisse aus
den angeführten Kunststoffen durch Spritzgießen oder noch einfacher durch Blasformen herstellen.
Beim Zusammendrücken des Vorratsbehälters strömt die Injektageflüssigkeit aus den Öffnungen
der Austrittsspitze (4) in das Bohrloch und sickert dann im weiteren Verlauf in das Mauerwerk.
Sobald der Überdruck im Vorratsbehälter abgefallen ist, öffnet sich das Überdruckventil (2) und
Luft strömt aus der Umgebung in den Vorratsbehälter. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß
keine Injektageflüssigkeit aus dem Bohrloch zurückgesaugt wird. Danach kann erneut per
Handdruck im Vorratsbehälter Überdruck erzeugt und so die Injektageflüssigkeit in das Bohrloch
gepreßt werden.
Die Abdichtung Bohrloch gegen Austrittsspitze (4) wird durch den bereits beschriebenen
Dichtring (nicht in Zeichnung angegeben) sichergestellt.
Der Faltenbalg ermöglicht bei der angegebenen Handhabung durch Ausdehnung der Falten den
Aufbau des erforderlichen Überdrucks in dem Injektagebehälter.
Zum Einbringen der Injektageflüssigkeit in das Mauerwerk wird der gefüllte Vorratsbehälter mit
der Spitze in die Bohrung im Mauerwerk gedrückt und der Injektagebehälter von Hand so oft
zusammengedrückt, bis sich im Vorratsbehälter über der Injektageflüssigkeit ein ausreichender
Druck aufgebaut hat. Dieser Druck preßt die Injektageflüssigkeit in Poren, Risse und Kapillaren
des Mauerwerks. Wenn nach einiger Zeit der Druck abgefallen ist, was am Zustand des Vorratsbehälters
leicht erkennbar ist, wird wieder Injektageflüssigkeit durch erneutes Zusammenpressen
des Injektagebehälters in das Mauerwerk gedrückt. Diesen Vorgang wiederholt man solange, bis
alle Kapillarräume gefüllt sind und eine ausreichende Abdichtung erreicht ist.
Claims (4)
1. Vorratsbehälter für Injektageflüssigkeit zur chemischen Mauerwerksentfeuchtung,
dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Vorratsbehälter mit Faltenbalg besteht.
2. Vorratsbehälter für Injektageflüssigkeit zur chemischen Mauerwerksentfeuchtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter mit einem Rückschlagventil
ausgestattet ist.
3. Vorratsbehälter für Injektageflüssigkeit zur chemischen Mauerwerksentfeuchtung nach
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter aus thermoplastischem
Kunststoff besteht.
4. Vorratsbehälter für Injektageflüssigkeit zur chemischen Mauerwerksentfeuchtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittstülle des Vorratsbehälters mit
einem Dichtring ausgestattet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701120U DE29701120U1 (de) | 1997-01-23 | 1997-01-23 | Injektagebehälter mit Faltenbalg |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701120U DE29701120U1 (de) | 1997-01-23 | 1997-01-23 | Injektagebehälter mit Faltenbalg |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29701120U1 true DE29701120U1 (de) | 1997-04-24 |
Family
ID=8034943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29701120U Expired - Lifetime DE29701120U1 (de) | 1997-01-23 | 1997-01-23 | Injektagebehälter mit Faltenbalg |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29701120U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19808896A1 (de) * | 1998-03-03 | 1999-09-23 | Karl Zimmermann | Vorrichtung zur drucklosen Injektion flüssiger oder viskoser Injektionsmittel in Mauerwerk |
| EP1050473A1 (de) * | 1999-05-05 | 2000-11-08 | Beiersdorf AG | Vorrichtung zum Auftragen viskoser Medien |
| DE102021116503A1 (de) | 2021-06-25 | 2022-12-29 | Samir Adanalic | Dosiervorrichtung und Flüssigkeitsbehälter |
-
1997
- 1997-01-23 DE DE29701120U patent/DE29701120U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19808896A1 (de) * | 1998-03-03 | 1999-09-23 | Karl Zimmermann | Vorrichtung zur drucklosen Injektion flüssiger oder viskoser Injektionsmittel in Mauerwerk |
| DE19808896C2 (de) * | 1998-03-03 | 2003-06-05 | Karl Zimmermann | Vorrichtung zur drucklosen Injektion flüssiger oder viskoser Injektionsmittel in Mauerwerk |
| EP1050473A1 (de) * | 1999-05-05 | 2000-11-08 | Beiersdorf AG | Vorrichtung zum Auftragen viskoser Medien |
| DE102021116503A1 (de) | 2021-06-25 | 2022-12-29 | Samir Adanalic | Dosiervorrichtung und Flüssigkeitsbehälter |
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