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DE29623125U1 - Kolostralmilchprodukte - Google Patents

Kolostralmilchprodukte

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Publication number
DE29623125U1
DE29623125U1 DE29623125U DE29623125U DE29623125U1 DE 29623125 U1 DE29623125 U1 DE 29623125U1 DE 29623125 U DE29623125 U DE 29623125U DE 29623125 U DE29623125 U DE 29623125U DE 29623125 U1 DE29623125 U1 DE 29623125U1
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DE
Germany
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colostrum
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milk product
colostrum milk
food
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DE29623125U
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/14Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations in which the chemical composition of the milk is modified by non-chemical treatment
    • A23C9/142Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations in which the chemical composition of the milk is modified by non-chemical treatment by dialysis, reverse osmosis or ultrafiltration
    • A23C9/1422Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations in which the chemical composition of the milk is modified by non-chemical treatment by dialysis, reverse osmosis or ultrafiltration by ultrafiltration, microfiltration or diafiltration of milk, e.g. for separating protein and lactose; Treatment of the UF permeate
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/20Dietetic milk products not covered by groups A23C9/12 - A23C9/18
    • A23C9/206Colostrum; Human milk
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C2210/00Physical treatment of dairy products
    • A23C2210/20Treatment using membranes, including sterile filtration
    • A23C2210/208Removal of bacteria by membrane filtration; Sterile filtration of milk products

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

296 23 125.8
A 3829 - Cs/ho
Charlotte Adler
Michael Achenbach
Kolostralmilchprodukte
Die vorliegende Erfindung betrifft Kolostralmilchprodukte.
Es ist seit längerem bekannt, daß das Kolostrum - aiso die Vormilch - aller Säugetiere, einschließlich des Menschen, wertvolle Bestandteile enthält, die die Neugeborenen vor Infektionen schützen und weitere günstige Wirkungen aufweisen.
So beschreibt beispielsweise die EP-A-O 173 999 ein Verfahren zur Herstellung von Immunglobulinen aus Rinder- oder Humankolostralmilch, wobei eine Immunglobulinfraktion aus Rinder- oder Humankoiostralmilch gewonnen wird, die sowohl in der Humanmedizin als auch in der Veterinärmedizin zur Behandlung oder Prophylaxe von bakteriellen und viralen Darminfektionen geeignet ist.
25
So hat sich 'beispielsweise- herausgestellt, daß die Ko-
lostralimmungiobuiine gegen die Bakterien: Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella, Staphylokokken, Enterokokken und Streptokokken sowie gegen die Viren: Variceilavirus, Cytomegalievirus, Rubeüavirus, Herpesvirus und Rotavirus wirksam waren.
Hergestellt wurde eine derartige Kolostralglobulinfraktion durch
Aufarbeiten von Kolostralmilch unter Ausfällen der Kaseine bei einem pH-Wert von 4,0 bis 5,5 und anschließendem Abfiltrieren des Käseihk'uchens durch Ta ngentia Ff titration und nachfolgender Ultrafiltration mit einer Trenngrenze von 5-000-bis 80 000 Dalton.'
Da der Keimgehalt in der rohen Kolostralmilch bei 10^ bis 10^ Keimen pro Milliliter liegen kann, beschäftigt sich die EP-A-O 471 890 mit einem Verfahren zur Gewinnung einer sterilfiltrierten, kaseinhaltigen Kolostralmilch, bei welchem das Rohkoiostrum soweit angesäuert wird, daß das zunächst ausfallende Kasein wieder in Lösung geht und die erhaltene Lösung anschließend sterilfiltriert wird.
Dabei geht die Lehre der EP-A-O 471 890 davon aus, daß das Kasein selbst günstige therapeutisch anwendbare Eigenschaften hat, die besonders die Wirkung der Immunglobuline .bei gastrointestinalen Störungen unterstützen. Gemäß diesem-. Stand der Technik werden beispielsweise aus dem Kasein opiatartige Wirkstoffe freigesetzt, die zur Hemmung der Darmbewegung und Förderung der Elektrolyt- und Wasserresorption führen. Daher ist es nach der Lehre der EP-A-O 471 890 wünschenswert, die Kolostralmilch möglichst wenig in ihrer Proteinzusammensetzung zu verändern, da sie geradezu optimal für die Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Infektionen und Störungen zusammengesetzt ist.
Darüber-hinaus beschreibt die WO 95/10192 ein Nährgetränk, auf Kolostrumbasis, welches die körperliche Leistungsfähigkeit und Erholung verbessert.
Ein derartiges Getränk wird hergestellt durch Entfetten des Kolostrums und anschließender Fällung und Abfiltrieren des Kaseins und Sterilfiltrieren der erhaltenen Kolostrummoike.
Ein derartiges Koiostralmilchprodukt hat jedoch den Nachteil, daß aufgrund der Kaseinpräzipitation viele günstige Bestandteile des.. Kolostrums wie- etwa der Gehalt an Wachstumsfaktoren, beispielsweise IGF-1,. IGF-2 oder TGF-ß vermindert ist und daher die Ausbeute eines derartigen Kolosfralmiichproduktes bezogen auf das Rohkoiostrum nur dürftig ausfällt, ja bisweilen bestimmte Wachstumsfaktoren wie IGF-2 und TGF-ß überhaupt nicht'mehr nachgewiesen werden können.
Ausgehend von diesem Stand der Technik war es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein weitgehend entkaseiniertes Kolostralmilprodukt 2ai schaffen, welches insbesondere die im Kolostrum enthaltenen Wachstumsfaktoren möglichst quantitativ enthält.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Schutzansprüchen angegeben.
Dadurch, daß das Kasein derart angesäuert wird, daß es in Lösung bleibt und anschließend eine Ultrafiltration mit einer Ausschiußmolekularmasse von ca. 10^ Daiton durchgeführt wird, wird einerseits das Rohkolostrum von Kasein befreit. Dies ist insbesondere für Allergiker und für Neurodermitiker erwünscht, da Kasein für diesen Personenkreis unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Andererseits erreicht man überraschenderweise durch die Ultrafiltration einen Gehalt von bis zu ca. 95% bezogen auf den Gehalt des Rohkolostrums an Wachstumsfaktoren, insbesondere an IGF-1.
Es ist insbesondere überraschend, daß Kasein bei einer Molekularmasse von ca. 150 106 Daiton und mit seiner riesigen Oberfläche im Wege einer Ultrafiltration abgetrennt werden kann, wobei die erwünschten niedermolekularen Bestandteile des Kolostrums, wie z.B. Wachstumsfaktoren und Peptide, nahezu quantitativ in das Filtrat übertreten - also ohne an die riesige Proteinoberfläche des Kaseins gebunden zu werden.
Ein erfindungsgemäßes Kolostralmilchprodukt ist für viele Anwendungen im therapeutischen und Lebensmittelergänzungsbereich nützlich. So hat sich beispielsweise bei der Untersuchung von Hochleistungssportlern ergeben, daß die Kreatinkinase im Serum, ein Indikator für die körperliche Belastung, signifikant niedriger ist, wenn die Probanden das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt in fester oder flüssiger Form eingenommen hatten, sowohl regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder unmittelbar vor starker körperlicher Beanspruchung.
■ *
Zu diesem Mechanismus ist zu sagen - ohne hierauf beschränkt zu sein, - daß die Kreatinkinase immer dann von Muskelzellen freigesetzt wird, wenn Muskelzellen in irgendeiner Form geschädigt sind. Eine derartige Schädigung tritt beispielsweise nach extremen körperlichen Belastungen auf, oder auch bei pathologischen Erscheinungsbildern wie beispielsweise Herzinfarkt oder Muskelerkrankungen. Mittlerweile ist in mehreren Studien gezeigt worden, darunter eine Doppelblindstudie während der Olympischen Winterspiele in Liliehammer mit dem finnischen Skiteam, daß Kolostrummilchprodukte die Konzentration der freien Kreatinkinase im Serum um 30 bis 40 Prozent erniedrigen, wodurch die Leistungsfähigkeit signifikant länger erhalten bleibt und sich die Regenerationszeit, also das Refraktärstadium der Muskulatur, merklich verkürzt.
Desweiteren ist aus in vitro-Studien bekannt, daß das Kolostrum die Lebensfähigkeiten und das Wachstum verschiedener Zelltypen in der Zellkultur unterstützt, da es im wesentlichen vier Hauptfraktionen aufweist, nämlich:
eine Wachstumsfaktorfraktion, eine Immunglobolinfraktion, eine Enzymproteinfraktion sowie eine Vitamin- und Peptidfraktion.
Es ist ferner aus Untersuchungen des Kolostrums bekannt, daß diese wesentlichen Bestandteile des Kolostrums im wesentlichen bei der Geburt des Kalbes ihren Höhepunkt erreichen und bereits 6-12 Stunden nach der Geburt bereits schon über die Hälfte ihres Gehaltes an wesentlichen Bestandteilen verloren hat und danach über die nächsten. Tage stetig abfäift, wobei nach 3-4 Tagen nur noch Spuren vorhanden sind.
Es hat sich ferner herausgestellt, daß Kolostrumprodukte ohne weiteres bei sportlichen Veranstaitungea den Athleten gegeben werden können, da sie keinerlei Dopingsubstanzen-enthalten.-
Darüber hinaus hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße
Kolostraimilchprodukt als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder
Kosmetikum sowie als Zusatz für Arzneimittel,
Nahrungsergänzungsmittel, Getränke oder Kosmetika eingesetzt werden kann.
Neben der Anwendung im Sport- und Extremsportbereich haben sich überragende therapeutische Erfolge bei der Behandlung der Neurodermitis ergeben. Hierzu wurde das erfindungsgemäße Kolostralmüchprodukt bevorzugt in Liposomen eingeschlossen und zu einer Cremegrundlage gemischt und auf die befallenen Hautpartien der an Neurodermitis leidenden Patienten aufgebracht.
Zusätzlich wurde das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt in Form eines Getränkes verabreicht.
Das Patientenkollektiv umfaßte 20 an Neurodermitis leidende Personen im Erwachsenenalter, die an neurodermitischen Erscheinungen, insbesondere auch in den Ellenbogen, litten. Die Patienten nahmen keinerlei Medikamente ein, sondern behandelten die befallenen Hautareale mit einer Creme, welche das erfindungsgemäße Kolostraimilchprodukt enthielt. Die Konzentration des
Kolostralmilchproduktes in der Creme betrug ca. 10 Gew.-%. Als Cremegrundlage diente z.B. Soja-Öl, Tegomuls, Vitamin E + A, Cholesterol, HSA, Contrex, Carotin DF + HF, Orangenblüten-Öl, Melissen-Öl, Mandarinen-Öl, Neroli-Öl, Aqua dest. Alternativ kann die Neurodermitis auch mit einer Liposomencreme behandelt werden, deren Liposomen das erfindungsgemäße Kolostraimilchprodukt enthielten. Die Konzentration der Liposomen in der Cremegrundlage (z.B. Soja-Öl, . Tegomuls, Vitamin E -f- A, Cholesterol, HSA, Contrex, Carotin DF + HF, Orangenblüten-Öl, Melissen-Öl, Mandarinen-Öl, Neroli-Öi, Aqua dest.) betrug ca. 0,1 ml/g oder 10% Liposomen.
Die Behandlung wurde 14 Tage lang durchgeführt und dann vom behandelnden Arzt begutachtet. Hierbei stellte sich heraus, daß 18 von
20 Patienten einen nahezu 90-prozentigen Rückgang der neurodermitischen Hauterscheinungen aufwiesen. Sowohl die Liposomencreme als auch das oral verabreichte Kolostralmilchprodukt-Getränk wurden dann für 14 Tage abgesetzt und die neurodermitischen Exantheme erneut ärztlich begutachtet. Es stellte sich dann heraus, daß sämtliche Patienten mit überwiegendem Zurückgehen der Hautsymptome nach der ersten Kolostraimilchprodukt-Behandlungsperiode jetzt wieder an deutlichem neurodermitischen Ekzem litten.
Hierauf wurde erneut eine Behandlungsperiode von 14 Tagen angesetzt, während dieser die befallenen Hautpartien erneut mit der Creme oder Liposomencreme, die das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt in Liposomen eingeschlossen enthält, behandelt wurde und unterstützend 10 ml pro Tag eines Kolostralmilchprodukt-Getränkes verabreicht und die Hauterscheinungen erneut ärztlich begutachtet wurden.
Hierbei stellte sich heraus, daß 17 von 20 Probanden, die an der Studie teilnahmen, wieder einen deutlichen Rückgang des neurodermitischen Ekzems aufwiesen.
Aus dieser Cross-over-Studie ist klar erkennbar, daß die Besserung der neurodermitischen Hauterscheinung auf das appiizierte, erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt zurückzuführen ist.
25
Erste Studien über einen iängeren Zeitraum von ca. 6 Monaten
zeigen auch, daß das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt, vorzugsweise in Form eines Dermatikums, insbesondere einer Creme, Lotion oder Salbe als Langzeittherapeutikum für die Hauterscheinungen der Neurodermitis geeignet ist.
Es wurde darüber hinaus eine Kontrollstudie mit Placebo-Lipo-
somencreme durchgeführt, wobei die Cremegrundlage dieselbe war wie in der Versuchsgruppe, wobei die Liposomen jedoch lediglich physiologische Kochsalzlösung enthielten. Als Zusatzgetränkgabe wurde
entkaseinierte Milch statt der erfindungsgemäßen Koiostralmolke verabreicht.
Innerhalb der Kontrollgruppe von 15 Probanden mit neurodermi-
tischen Hauterscheinungen zeigten !ediglich zwei signifikante
Besserungen der Hauterscheinungen nach einem 14-tägigen Behandlungsintervall.
Durch dieses placebokontroliierte Experiment ist die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Kolostralmilchproduktes weiter gesichert.
Neben der bereits erwähnten ausdauersteigernden Wirkung und der günstigen Wirkung auf die Erholungsphase der Muskulatur und der oben nachgewiesenen Wirkung bei Neurodermitis, läßt sich das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch noch einsetzen als Bestandteil von Babynahrung, diätetischer Nahrung, klinischer Nahrung, insbesondere Sondennahrung, sowie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Allergien, insbesondere Heuschnupfen, Poüenallergien, Herzinfarkten und muskulären Erkrankungen während der Rehabilitation. Diese Wirkungen zeigen sich insbesondere an der Senkung der Kreatinkinase, was eine Indikation für eine Erholungsphase der Muskulatur ist. Es hat sich ferner herausgestellt, daß die erfindungsgemäßen Koiostralmiichprodukte sich zur Unterstützung von Leber- und Knochenerkrankungstherapien eignen.
Ferner hat das " erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch günstige Wirkung zur Prophylaxe und Unterstützung viraler, bakterieller und mykotischer Infektionen sowie generell zur Unterstützung und Stärkung des Immunsystems, was sich durch den erhöhten Gehalt an lmmunglobulinent insbesondere IgG, IgA IgE und IgM erklärt. Weiterhin, spielt auch das^TGF-ß eine nicht unwichtige Rolle im Immunsystem, da TGF-ß.auf die ß-Lymphozyten wirkt und einen Switch von IgE zu IgA bewirkt und eine "Wirkung'auf die immunstirnulanz hat.
Darüber hinaus hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch günstige Aiiswirkungen auf. die -Wundheiiung
■&igr; :"·:. r»v.:r;"
hat, insbesondere bei postoperativer Nachsorge oder auch kleineren Verletzungen, bei oraler und zusätzlich lokaler topischer Anwendung.
Die Unteransprüche stellen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar.
Weitere Vorteile und Merkmaie ergeben sich anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen,
Beispiel 1
20 Liter entfettete Rinderkolostralmilch, die in den ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kalbes gewonnen wurden, wurden bei + 40C durch Zugabe von 60 mMol EDTA und anschließend von 365 ml HCI auf pH 2,54 gebracht. Diese pH-abgesenkte Rinderkolostraimilch wurde im Anschluß bei einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei die Temperatur konstant bei + 4°C bis + 80C gehalten wurde. Es wurde dabei ein Filtermodul der Firma Millipore 1000 KD aus Zelluloseacetat wegen seiner geringen Proteinbindung verwendet. Es wurden dabei 10 L Permeat gewonnen. Die Ausbeute betrug bei dieser Vorgehensweise 50%. Nach der Ultrafiltration wurde das klare Permeat mit 250 ml NaOH auf pH 6,2 angehoben. Die dabei entstandene leichte Trübung wurde durch Zentrifugation beseitigt. Das nun klare Permeat wurde mit 10 L Aqua dest. verdünnt und einer weiteren Ultrafiltration'mit einer Ausschiußmolekularmasse von 1000 Da unterzogen, um das "bei der pH-Absenkung und anschließenden pH-Anhebung entstandene Salz zu entfernen. Dies hat auch eine gleichzeitige Entzuckerung zur Folge. Wiederum wurde das Rinderkolostralmiichprodukt konstant bei einer Temperatur von + 4°C bis + 8°C gehalten und solange ultrafiltriert, bis die Ausgangsmenge, von 10 Liter Refentat erreicht wurde. Dieses Retentat wurde nach herkömmlicher Methode bei 0,22 u.m sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiltrierbar. im Anschluß wurde eine Analyse erstellt.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenes Kolostralmiichprodukt hatte die folgende analytisch erfaßte Zusammensetzung gemäß Tab. 1.
Besonders auffallend ist der hohe Anteil an Immunglobulinen und Wachstumsfaktoren, insbesondere IGF-1.
Ein derartiges Kolostralmilchprodukt kann direkt als Getränk verwendet werden oder kann zu unterschiedlichen Nahrungsmitteln zugesetzt werden, so beispielsweise auch zu Backwaren, insbesondere zu energiehaltigen Riegeln, bevorzugt zu sogenannten Powerbars. Der Zusatz zu Backwaren oder Riegeln erfolgt bevorzugt nach einer Sprühtrocknung oder einer Gefriertrocknung.
Tabelle 1 80,0 k J/100g
Energiegehalt 6,16
pH 264,0 mOsm/kg
Osmolarität 0,3 g/i
Gesamtprotein 5,24 g/i
Trockensubstanz 0,68 mg/100 ml
Asche 0,2 mg/100 ml
Laktose 10,0 mg/100 ml
Glukose 20,0 g/i .
Gesamtkohlenhydrate <0,03 mg/100 ml
Fett
VITAMINE <150,0 &mgr;g/100 ml
Vitamin A 63,5 &mgr;g/100 ml
Thiamin (VitBi) 620,0 &mgr;§/100 ml
Riboflavin (Vit. B2) 3500,0 &mgr;g/100 ml
Pyridoxin (Vit. B6) 0,034 &mgr;g/10O ml
Cobaiamin (Vit. B12) 2,65 &mgr;g/100 ml
Folsäure 270,0 ' >g/100-mr
Vitamin C
Cholecalciferoi (Vit.D3) 0,28 &mgr;&sfgr;/100 ml
Tocopherol (Vit. E) 30,0 &mgr;g/100 ml
Vitamin K 0,054 &mgr;9/100 ml
Ubichinon {Vit.Q 10) 5,4 &mgr;g/100 ml
IONEN
Natrium (Na) Kalium (K) Kalzium (Ca) Magnesium (Mg) Eisen (Fe) Kupfer (Cu) Zink (Zn) Chrom (Cr) Phosphor (P) Selen (Se)
943,7 mg/l
1883,5 mg/!
490,52 mg/l
147,98 mg/!
-: 0,02 mg/!
0,004 mg/l
0,30 mg/l
0,0014 mg/l
498,0 mg/!
0,018 mg/!
&Ggr;&zgr;&zgr;-'tu &igr;
ORGANISCHE MOLEKÜLE
Kreatinin
17,2 mg/l
FREIE AMINOSA UREN
Alanin 6,60 mg/l
Arginin 0,0056 5 mg/i
Tryptophan 2,66 mg/l
Cystin <0,27 mg/l
Methionin ■- 1'03 mg/!
Phosphoserin 1,05 mg/I
Ta urin <0,363 mg/l
Phosphoethanoiamin 7,31 mg/l
Asparaginsäure 4,85 mg/I
Threonin 0,0001 4 mg/I
Serin 4,85 mg/l
Glutaminsäure 9,44 mg/l
Glutamin 7,99 mg/I
Prolin ■ 7,37 mg/I
Glycin 4,85 mg/l
Alanin 6,6 mg/l
Citrullin 1,05 mg/I
Valin 11,13 mg/i
isoleucin 4,85 mg/I
Leucin 9,44 mg/I
Tyronsin 3,26 mg/!
Phenylalanin 4,95' mg/I
ß-Alanin <0,27 mg/I
ß-AminoisobuCtersäure 1,03 mg/l
Ornithin 0,53 mg/I
O/sin 7,99 mg/!
&Ggr;&ogr;· 09*97
IMMUNGLOBULINE
IgG 98,0 mg/100 ml
IgA 3,0 mg/100 ml
IgM 2,0 mg/100 ml
IgE 0,026 &mgr;g/100ml
NATÜRLICHE WACHSTUMSFAKTOREN
IGF-1 (Somatomedin C) .380,0 ng/ml
IGF-2 242,0 ng/ml
TGF-ß 35,0 ng/ml
Beispiel 2
Es wurde bei der pH-Absenkung, Ultrafiltration, pH-Anhebung und Zentrifugation wie in Beispie! 1 verfahren. Danach wurden, um die Ausbeute zu· vergrößern 10 L Aqua dest. hinzugefügt, die vorher ebenfalls auf pH 2,54 gebracht wurden. Die Ultrafiltration wurde fortgesetzt und es wurden nochmals 10 L Permeat gewonnen. Dieses Permeat wurde zusammen mit dem Permeat der 1. Ultrafiltration, und zusätzlich 10 Litern Aqua dest. mit einer Ausschiußmoiekularmasse von 500 Da ultrafiltriert, wobei eine Ultrafiitationsmembran der Firma Amicon verwendet wurde. Auch hier wurde die Temperatur konstant auf + 4° C bis + 80C gehalten. Es wurde· so lange ultrafiltriert, bis 15 L Retentat übrig blieben. Dadurch konnte die Ausbeute auf 75% erhöht werden. Dieses Retentat wurde nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; ste-. rilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht, sterilfiitrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind Tn Tabelle 2 gezeigt.
Vergleicrrsbeispiel 1
20 L entfettete Kolostralmilch wurden leicht erwärmt (ca. 380C) und mit 240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Dabei verklumpte das Kasein und war mit einem Sieb und einer anschließenden Zentrifugation leicht zu entfernen. Eine Trübung der Molke war dabei nicht zu verhindern. Anschließend wurde die Molke mit einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde, Es wurden 7 L Permeat gewonnen, die mit 80 ml NaOH auf pH 6,2 gebracht wurden. Es entstand wieder eine leichte Trübung, die mit einer Zentrifugation entfernt werden konnte. Das Permeat wurde nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiltrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
Verqleichsfaei'spiei 2
20 L entfettete Kolostralmilch wurden leicht erwärmt (ca. 38°C) und mit 240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Dabei verklumpte das Kasein und war mit einem Sieb und'einer anschließenden Zentrifugation leicht zu entfernen. Anschließend wurde der pH mit 100 ml NaOH wieder auf pH 6,2 gebracht und mit einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde. Es wurde 7 L Permeat gewonnen. Diese wurden im Anschluß nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&idiagr;&eegr; steriifijtriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht steriifiltrierbar. Im Anschluß wurde eine "Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
Verqleichsbeispiei 3
20 L entfettete Kolostralmilch wurden bei + 4°C bis + 80C mit 240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Hierbei wurde festgestellt, daß das Kasein nur unzureichend verklumpte. Es konnte keine richtige Molke gewonnen werden. Das geronnene Kasein wurde abzentrifugiert und die restliche Milch wurde mit einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Miüipore verwendet wurde. Das dabei entstandene Permeat (8,5 L) wurde mit 100 ml NaOH auf pH 6,3 gebracht und die Trübung wurde wiederum abzentrifugiert. Das Permeat wurde im Anschluß nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfifter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiltrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
15
Verqieichsbeispiel 4
20 L entfettete Kolostralmilch wurden ohne Vorbehandlung direkt bei einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde. Es wurden 10 L Permeat gewonnen. Diese wurden im Anschluß nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&igr;&tgr;&igr; sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiitrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tablle 2 gezeigt.
Bei dem Beispiel"2 und den Vergleichsbeispielen wurden nur die 1GF-1- und die TGF-ß-Konzentrationen und das Immunglobuün G bestimmt, die folgende Werte enthielten:
Tabelle 2
IGF-I
(ng/ml)
■ TGF-ß
(ng/ml)
IgG
(mg/100 ml)
Beispiel 2 371 30 87
Vergleichs
beispiel 1
81 Spuren 43
Vergleichs
beispiel 2
48 nicht
nachweisbar
25
Vergleichs
beispiel 3
63· nicht
nachweisbar
35
Vergleichs
beispiel 4
23 nicht
nachweisbar
15
Aus diesen Ergebnissen ergab, sich eindeutig, daß eine -pH-■■ Absenkung mit anschließender Ultrafiltration, ohne daß der pH-Wert vor der Ultrafiltration wieder angehoben wird bessere Ergebnisse zeigt, als z.B. eine Ultrafiltration ohne pH-Absenkung. Es ergab sich ferner, daß eine pH-Absenkung auf ca. 4,5 ebenfalls kein zufriedenstellendes Ergebnis bringt, da sowohl bei pH 4,5 nicht alle Proteine in Lösung gehen, als auch bei der Entfernung des geronnenen Kaseins viele wertvolle Proteine mitgerissen werden. Weiterhin spielt die Temperatur ebenfalls eine wichtige Rolle, da eine Erhöhung der Temperatur eine Ultrafiltration nicht möglich macht, da das Kolostrum dabei verdickt.
Lediglich die in Beispiel 1 und 2 angegebenen Verfahren zeigten zufriedenstellende Ergebnisse.
Verqieichsbeispiel 5
Zum weiteren Vergleich mit einem. Produkt gemäß der vorliegenden Erfindung wurde von denselben Ausgangsmengen an Rohkoiostrum wie in Beisoiel 1 ausgegangen und wie oben .beschrieben entfettet, das entfettete-Rohkolostrum wurde dann jedoch auf einen pH-Wert von ca. 4,5 eingestellt und über einen Mikrofifter mit einer Porengröße von ca. 5
·|;:&ngr;&Pgr;!>97
abgetrennt. Das erhaltene Molkefiltrat wurde dann mittels Zugabe von Natriumhydroxid auf einen pH-Wert von ca. 7 eingestellt und anschließend steril filtriert.
Die Analyse eines derartigen Kolostralmilchproduktes gemäß dem Stand der Technik ist in Tabelle 3 gezeigt.
Ein Vergleich der Wachstumsfaktorenfraktion zeigt einen etwa um 100% niedrigeren Gehalt an IGF-1 und nicht meßbare Werte an iGF-2 und TGF-ß. Das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt hat somit einen signifikant höheren Gehalt an den für die günstigen pharmakologischen und vitalen Wirkungen erforderlichen Wachstumsfaktoren und weist ferner einen deutlich höheren Immungiobulingehalt auf.
Verqleichsbeispiel 5 80,0 kJ/100g
Tabelle 3 6,55
Energiegehalt 418,0 mOsm/kg
pH 0,43 g/100 ml
Osmolarität 5,24 g/100 ml
Gesamtprotein 0,82 g/100 ml
Trockensubstanz <0,5 g/100 ml
Asche 1,91 g/100 ml
Laktose 4,0 g/100 I
Glukose <0,02 g/100 ml
Gesamtkohlenhydrat 0,039 g/100 ml
Fett
IgG
VITAMINE
Thiamin-(Vit. 81) Riboflavin (Vit. B2) Pyridoxin (Vit. B6) Cobalamin (Vit. B12)
40,0 &mgr;g/100 ml
180,0 &mgr;g/100mi
T2,0 &mgr;g/100m!
0,04-1 -&mgr;&rgr;/&Igr;&Ogr;&Ogr;&eegr;&pgr;&Igr;
1498,9 mg/l
1599,2 mg/l
280,15 mg/I
109,88 mg/!
<0,22 mg/l
<0,05 mg/!
<0,05 mg/!
<0,05 mg/l
<0,01 mg/l
480,0 mg/l
0,002 mg/l
Folsäure 4,2 &mgr;g/100 ml
Nicotinamid 83,0 &mgr;&sfgr;/&Igr;&Ogr;&Ogr;&igr;.ml
Panthotensäure 300,0 &mgr;g/100 mi
/O/VflV
Natrium (Na) Kalium (K) Kalzium (Ca) Magnesium (Mg) Eisen (Fe) Kupfer (Cu) Mangan (Mn) Zink (Zn) Chrom (Cr) Phosphor (P) Selen (Se)
ORGANISCHE MOLEKÜLE
Kreatinin 34,4 mg/l
Kreatin 127,0 mg/!
FREIE AMINOSÄUREN
Arginin
Tryptophan Cystin
Methionin Phosphoserin Ta urin
Rhosphoethanolamin Asparaginsäure Threonin Serin
Glutaminsäure
5,6 mg/!
<6,1 mg/l
<0,7 mg/!
1,0 mg/!
9,06 mg/!
115,0 mg/l
27,37 mg/i
2,66 mg/I
3,1 mg/I
5,04 mg/!
37-,tD ■ mg/I
»· * * I &udigr; -51 Glutamin &agr; · · · 7,31 mg/I
&bull; ·&diams; · · * ·'
( , · * · · ··· '
·«· ·· »· »·
Prolin * ·
···
7,37 mg/I
Glycin 4,85 mg/I
Alanin 6,6 mg/I
Citrullin 1,05 mg/!
Valin 11,13 mg/I
Isoleucin 4,85 mg/!
Leucin 9,44 mg/I
Tyrosin 3,26 mg/I
Phenylalanin 4,95 mg/I
ß-Alanin <0,27 mg/I
ß-Aminoisobuttersäure - 1,03 mg/!
Ornithin 0,53 mg/I
Lysin 7,99 mg/I
Histidin 1,4 mg/I
NA TÜRLICHE WA CHSTUMS-
FAKTOREN
IGF-1 (Somatomedin C) 70,0 ng/ml
IGF-2 nicht erfaßbar
TGF-ß nicht erfaßbar
Beispiel 3
Das Kolostralmilchprodukt· gemäß Beispiel 1 wird nach bekannten
Verfahren in Liposomen eingeschlossen und in eine Cremegrundlage {im Beispielsfalle Soia-Öl, Tegomuls, Vitamin E-I-A, Cholesterol, HSA,. Contrex, Carotin EJF ■+- HF, Orangenblüten-Öi, Melissen-Öl, Mandarinen-Öl, Neroii-ÖI und Aqua dest. mit einem Liposomengehalt von 0,1 ml/g lö U0%H" eingebracht.
Eine derartige Liposomencreme wurde verwendet, um ihre Einwirkungen auf die Wundheiiung und auf neurodermitische Ekzeme zu untesuchen.
Wie bereits eingangs beschrieben, zeigte sich eine signifikante Besserung des gesamten dermatologischen Erscheinungsbildes der Neurodermitis in einer placebokontrollierten Cross-over-Studie, wobei in der Versuchsgruppe 20 Probanden teilnahmen und in der Kontrollgruppe 15 Probanden teilnahmen.
Somit steht mit der vorliegenden Erfindung erstmals ein Produkt zu Verfügung, mit dem es möglich ist, die-'wichtigsten Bestandteile der Kolostralmilch nahezu quantitativ in ein Kolostralmilchprodukt zu überführen, welches dann hohe Gehalte an Wachstumsfaktoren und Immunglobulinen aufweist.
Selbstverständlich ist es möglich, gezielte Fraktionen, beispielsweise immunglobulinangereicherte Fraktionen und/oder Wachstumsfaktorfraktionen zu erhalten, die dann gegebenenfalls separat entweder oral appiiziert werden können oder jedoch in Liposomen eingeschlossen werden können und dann in Form von Cremes, Pasten oder Salben oder Emulsionen auf die Haut aufgetragen werden können.
Erreicht wird eine derartige Fraktionierung des erfindungsgemäßen 5 Kolostraimiichproduktes durch weitere Ultrafiltrationen mit definierten Ausschlußmolekularmassen von 300 kDa und/oder 150 kDa und/oder 100 kDa und/oder 50 kDa und/oder 30 kDa und/oder 20 kDa und/oder 10 kDa und/oder 5 kDa und/oder 1 kDa und/oder 0,5 kDa.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, den pH vor einer weiteren Fraktionierung wietrer anzuheben, wenn man z.B. eine Entsalzung bei 1 kDA oder 0,5 kDa vornimmt, um die Moleküle wieder so groß zu macrren, daß sie nicht mit durch den Filter gehen. Ob eine pH-Anhebung durchgeführt werden sollte oder nicht, hängt also weitgehend davon ab, was ntan'mit weiteren Fraktionierungen· erreichen will.
Welche Ausschlußmolekularmasse der Fachmann wählt, hängt ebenfalls davon ab, welche weiteren Fraktionen er aus dem erfindungsgemäßen Kolostralmilchprodukt erhalten mächte.

Claims (16)

Michael Achenbach A 3829 - Cs/ho Schutzansprüche
1. Kolostralmilchprodukt,
dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens weitgehend entkaseiniert und entfettetes Rohkolostrum derart angesäuert ist, daß Kasein in Lösung bleibt, und daß das Produkt mit einer Ausschlußmolekularmasse von ca. 106 Da ultrafiltriert ist.
2. Kolostralmilchprodukt nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt ultrafiltriert in unterschiedliche Molekularmassenbereiche fraktioniert ist.
3. Kolostralmilchprodukt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert auf den pH-Wert des Rohkolostrums, insbesondere auf einen pH-Wert von ca. 3,0 bis 6,9, vorzugsweise ca. 4,0 bis 5,5, besonders bevorzugt auf ca. 4,6 eingestellt ist.
4. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Ansäuern und/oder zur pH-Einstellung aus
Salzsäure, Phosphorsäure, Milchsäure und/oder Zitronensäure besteht.
5. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es entsalzt ist.
6. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es entzuckert ist.
7. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Additive, insbesondere Vitamine, Aromastoffe, Geschmacksverbesserer, Konservierungsstoffe usw. zugesetzt sind.
8. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es sterilisiert, insbesondere sterilfiltriert ist.
9. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens ca. 75 ng/ml IGF-I enthält.
10. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es, bezogen auf das Rohkolostrum, ca. 50 bis 95 %, insbesondere ca. 60 bis 95 %, vorzugsweise 70 bis 95 %, besonders bevor-
&bull; ··
zugt ca. 80 bis 95 %, insbesondere bevorzugt wenigstens ca. 90 % der im Rohkolostrum vorhandenen Wachstumsfaktoren enthält.
11. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es bovinen oder equinen Ursprungs ist.
12. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in flüssiger, fester, pastöser oder in mikroverkapselter Form, insbesondere in Liposomen eingeschlossen vorliegt.
13. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es die Form eines Getränks besitzt.
14. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Getränke oder Kosmetika ausgebildet ist.
15. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es als Zusatz für Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Getränke oder Kosmetika ausgebildet ist.
16. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bestandteil Babynahrung, diätetischer Nahrung, klinischer Nahrung, insbesondere Sondennahrung zugesetzt ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999056758A1 (en) * 1998-04-30 1999-11-11 Northfield Laboratories Pty. Ltd. A food composition and method of using same
WO2001010231A3 (en) * 1999-08-11 2001-10-04 Proimmune Company L L C Nutritious compositions and food components
WO2008147226A1 (en) * 2007-05-30 2008-12-04 Amadori Pty Limited Foods and beverages lacking glycation products

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