DE29623125U1 - Kolostralmilchprodukte - Google Patents
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Description
| 296 23 125.8 | |
| A 3829 - Cs/ho | |
| Charlotte Adler | |
| Michael Achenbach | |
Die vorliegende Erfindung betrifft Kolostralmilchprodukte.
Es ist seit längerem bekannt, daß das Kolostrum - aiso die Vormilch
- aller Säugetiere, einschließlich des Menschen, wertvolle Bestandteile enthält, die die Neugeborenen vor Infektionen schützen und weitere
günstige Wirkungen aufweisen.
So beschreibt beispielsweise die EP-A-O 173 999 ein Verfahren zur
Herstellung von Immunglobulinen aus Rinder- oder Humankolostralmilch,
wobei eine Immunglobulinfraktion aus Rinder- oder Humankoiostralmilch
gewonnen wird, die sowohl in der Humanmedizin als auch in der Veterinärmedizin zur Behandlung oder Prophylaxe von bakteriellen und
viralen Darminfektionen geeignet ist.
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So hat sich 'beispielsweise- herausgestellt, daß die Ko-
lostralimmungiobuiine gegen die Bakterien: Escherichia coli,
Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella, Staphylokokken, Enterokokken und
Streptokokken sowie gegen die Viren: Variceilavirus, Cytomegalievirus,
Rubeüavirus, Herpesvirus und Rotavirus wirksam waren.
Hergestellt wurde eine derartige Kolostralglobulinfraktion durch
Aufarbeiten von Kolostralmilch unter Ausfällen der Kaseine bei einem
pH-Wert von 4,0 bis 5,5 und anschließendem Abfiltrieren des Käseihk'uchens durch Ta ngentia Ff titration und nachfolgender
Ultrafiltration mit einer Trenngrenze von 5-000-bis 80 000 Dalton.'
Da der Keimgehalt in der rohen Kolostralmilch bei 10^ bis 10^
Keimen pro Milliliter liegen kann, beschäftigt sich die EP-A-O 471 890 mit einem Verfahren zur Gewinnung einer sterilfiltrierten, kaseinhaltigen
Kolostralmilch, bei welchem das Rohkoiostrum soweit angesäuert wird,
daß das zunächst ausfallende Kasein wieder in Lösung geht und die erhaltene Lösung anschließend sterilfiltriert wird.
Dabei geht die Lehre der EP-A-O 471 890 davon aus, daß das Kasein selbst günstige therapeutisch anwendbare Eigenschaften hat, die
besonders die Wirkung der Immunglobuline .bei gastrointestinalen
Störungen unterstützen. Gemäß diesem-. Stand der Technik werden beispielsweise aus dem Kasein opiatartige Wirkstoffe freigesetzt, die zur
Hemmung der Darmbewegung und Förderung der Elektrolyt- und Wasserresorption führen. Daher ist es nach der Lehre der EP-A-O 471
890 wünschenswert, die Kolostralmilch möglichst wenig in ihrer Proteinzusammensetzung zu verändern, da sie geradezu optimal für die
Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Infektionen und Störungen zusammengesetzt ist.
Darüber-hinaus beschreibt die WO 95/10192 ein Nährgetränk, auf
Kolostrumbasis, welches die körperliche Leistungsfähigkeit und Erholung verbessert.
Ein derartiges Getränk wird hergestellt durch Entfetten des
Kolostrums und anschließender Fällung und Abfiltrieren des Kaseins und Sterilfiltrieren der erhaltenen Kolostrummoike.
Ein derartiges Koiostralmilchprodukt hat jedoch den Nachteil, daß
aufgrund der Kaseinpräzipitation viele günstige Bestandteile des..
Kolostrums wie- etwa der Gehalt an Wachstumsfaktoren, beispielsweise
IGF-1,. IGF-2 oder TGF-ß vermindert ist und daher die Ausbeute eines
derartigen Kolosfralmiichproduktes bezogen auf das Rohkoiostrum nur
dürftig ausfällt, ja bisweilen bestimmte Wachstumsfaktoren wie IGF-2 und TGF-ß überhaupt nicht'mehr nachgewiesen werden können.
Ausgehend von diesem Stand der Technik war es daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein weitgehend entkaseiniertes Kolostralmilprodukt 2ai schaffen, welches insbesondere die im Kolostrum enthaltenen Wachstumsfaktoren
möglichst quantitativ enthält.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Schutzansprüchen angegeben.
Dadurch, daß das Kasein derart angesäuert wird, daß es in Lösung bleibt und anschließend eine Ultrafiltration mit einer
Ausschiußmolekularmasse von ca. 10^ Daiton durchgeführt wird, wird
einerseits das Rohkolostrum von Kasein befreit. Dies ist insbesondere für Allergiker und für Neurodermitiker erwünscht, da Kasein für diesen
Personenkreis unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Andererseits erreicht man überraschenderweise durch die Ultrafiltration einen Gehalt
von bis zu ca. 95% bezogen auf den Gehalt des Rohkolostrums an Wachstumsfaktoren, insbesondere an IGF-1.
Es ist insbesondere überraschend, daß Kasein bei einer Molekularmasse
von ca. 150 106 Daiton und mit seiner riesigen Oberfläche im Wege einer
Ultrafiltration abgetrennt werden kann, wobei die erwünschten niedermolekularen Bestandteile des Kolostrums, wie z.B. Wachstumsfaktoren und
Peptide, nahezu quantitativ in das Filtrat übertreten - also ohne an die riesige Proteinoberfläche des Kaseins gebunden zu werden.
Ein erfindungsgemäßes Kolostralmilchprodukt ist für viele Anwendungen
im therapeutischen und Lebensmittelergänzungsbereich nützlich. So hat sich beispielsweise bei der Untersuchung von Hochleistungssportlern ergeben,
daß die Kreatinkinase im Serum, ein Indikator für die körperliche Belastung, signifikant niedriger ist, wenn die Probanden das erfindungsgemäße
Kolostralmilchprodukt in fester oder flüssiger Form eingenommen hatten, sowohl regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder unmittelbar
vor starker körperlicher Beanspruchung.
■ *
Zu diesem Mechanismus ist zu sagen - ohne hierauf beschränkt zu sein, - daß die Kreatinkinase immer dann von Muskelzellen freigesetzt
wird, wenn Muskelzellen in irgendeiner Form geschädigt sind. Eine derartige Schädigung tritt beispielsweise nach extremen körperlichen
Belastungen auf, oder auch bei pathologischen Erscheinungsbildern wie beispielsweise Herzinfarkt oder Muskelerkrankungen. Mittlerweile ist in
mehreren Studien gezeigt worden, darunter eine Doppelblindstudie während
der Olympischen Winterspiele in Liliehammer mit dem finnischen Skiteam, daß Kolostrummilchprodukte die Konzentration der freien
Kreatinkinase im Serum um 30 bis 40 Prozent erniedrigen, wodurch die
Leistungsfähigkeit signifikant länger erhalten bleibt und sich die
Regenerationszeit, also das Refraktärstadium der Muskulatur, merklich
verkürzt.
Desweiteren ist aus in vitro-Studien bekannt, daß das Kolostrum die
Lebensfähigkeiten und das Wachstum verschiedener Zelltypen in der Zellkultur unterstützt, da es im wesentlichen vier Hauptfraktionen
aufweist, nämlich:
eine Wachstumsfaktorfraktion, eine Immunglobolinfraktion, eine Enzymproteinfraktion sowie eine Vitamin- und Peptidfraktion.
■
Es ist ferner aus Untersuchungen des Kolostrums bekannt, daß diese wesentlichen Bestandteile des Kolostrums im wesentlichen bei der
Geburt des Kalbes ihren Höhepunkt erreichen und bereits 6-12 Stunden
nach der Geburt bereits schon über die Hälfte ihres Gehaltes an wesentlichen Bestandteilen verloren hat und danach über die nächsten.
Tage stetig abfäift, wobei nach 3-4 Tagen nur noch Spuren vorhanden
sind.
Es hat sich ferner herausgestellt, daß Kolostrumprodukte ohne
weiteres bei sportlichen Veranstaitungea den Athleten gegeben werden können, da sie keinerlei Dopingsubstanzen-enthalten.-
Darüber hinaus hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße
Kolostraimilchprodukt als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder
Kosmetikum sowie als Zusatz für Arzneimittel,
Nahrungsergänzungsmittel, Getränke oder Kosmetika eingesetzt werden
kann.
Neben der Anwendung im Sport- und Extremsportbereich haben sich überragende therapeutische Erfolge bei der Behandlung der
Neurodermitis ergeben. Hierzu wurde das erfindungsgemäße Kolostralmüchprodukt bevorzugt in Liposomen eingeschlossen und zu
einer Cremegrundlage gemischt und auf die befallenen Hautpartien der
an Neurodermitis leidenden Patienten aufgebracht.
Zusätzlich wurde das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt in
Form eines Getränkes verabreicht.
Das Patientenkollektiv umfaßte 20 an Neurodermitis leidende
Personen im Erwachsenenalter, die an neurodermitischen Erscheinungen, insbesondere auch in den Ellenbogen, litten. Die Patienten nahmen
keinerlei Medikamente ein, sondern behandelten die befallenen Hautareale mit einer Creme, welche das erfindungsgemäße
Kolostraimilchprodukt enthielt. Die Konzentration des
Kolostralmilchproduktes in der Creme betrug ca. 10 Gew.-%. Als
Cremegrundlage diente z.B. Soja-Öl, Tegomuls, Vitamin E + A, Cholesterol, HSA, Contrex, Carotin DF + HF, Orangenblüten-Öl,
Melissen-Öl, Mandarinen-Öl, Neroli-Öl, Aqua dest. Alternativ kann die
Neurodermitis auch mit einer Liposomencreme behandelt werden, deren
Liposomen das erfindungsgemäße Kolostraimilchprodukt enthielten. Die
Konzentration der Liposomen in der Cremegrundlage (z.B. Soja-Öl, .
Tegomuls, Vitamin E -f- A, Cholesterol, HSA, Contrex, Carotin DF + HF,
Orangenblüten-Öl, Melissen-Öl, Mandarinen-Öl, Neroli-Öi, Aqua dest.)
betrug ca. 0,1 ml/g oder 10% Liposomen.
Die Behandlung wurde 14 Tage lang durchgeführt und dann vom
behandelnden Arzt begutachtet. Hierbei stellte sich heraus, daß 18 von
20 Patienten einen nahezu 90-prozentigen Rückgang der neurodermitischen Hauterscheinungen aufwiesen. Sowohl die
Liposomencreme als auch das oral verabreichte Kolostralmilchprodukt-Getränk
wurden dann für 14 Tage abgesetzt und die neurodermitischen Exantheme erneut ärztlich begutachtet. Es stellte sich dann heraus, daß
sämtliche Patienten mit überwiegendem Zurückgehen der Hautsymptome nach der ersten Kolostraimilchprodukt-Behandlungsperiode jetzt wieder
an deutlichem neurodermitischen Ekzem litten.
Hierauf wurde erneut eine Behandlungsperiode von 14 Tagen angesetzt,
während dieser die befallenen Hautpartien erneut mit der Creme oder Liposomencreme, die das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt
in Liposomen eingeschlossen enthält, behandelt wurde und unterstützend 10 ml pro Tag eines Kolostralmilchprodukt-Getränkes
verabreicht und die Hauterscheinungen erneut ärztlich begutachtet wurden.
Hierbei stellte sich heraus, daß 17 von 20 Probanden, die an der
Studie teilnahmen, wieder einen deutlichen Rückgang des neurodermitischen Ekzems aufwiesen.
Aus dieser Cross-over-Studie ist klar erkennbar, daß die Besserung
der neurodermitischen Hauterscheinung auf das appiizierte, erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt zurückzuführen ist.
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Erste Studien über einen iängeren Zeitraum von ca. 6 Monaten
zeigen auch, daß das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt, vorzugsweise in Form eines Dermatikums, insbesondere einer Creme,
Lotion oder Salbe als Langzeittherapeutikum für die Hauterscheinungen
der Neurodermitis geeignet ist.
Es wurde darüber hinaus eine Kontrollstudie mit Placebo-Lipo-
somencreme durchgeführt, wobei die Cremegrundlage dieselbe war wie
in der Versuchsgruppe, wobei die Liposomen jedoch lediglich physiologische Kochsalzlösung enthielten. Als Zusatzgetränkgabe wurde
entkaseinierte Milch statt der erfindungsgemäßen Koiostralmolke
verabreicht.
Innerhalb der Kontrollgruppe von 15 Probanden mit neurodermi-
tischen Hauterscheinungen zeigten !ediglich zwei signifikante
Besserungen der Hauterscheinungen nach einem 14-tägigen Behandlungsintervall.
Durch dieses placebokontroliierte Experiment ist die Wirksamkeit
des erfindungsgemäßen Kolostralmilchproduktes weiter gesichert.
Neben der bereits erwähnten ausdauersteigernden Wirkung und der günstigen Wirkung auf die Erholungsphase der Muskulatur und der oben
nachgewiesenen Wirkung bei Neurodermitis, läßt sich das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch noch einsetzen als
Bestandteil von Babynahrung, diätetischer Nahrung, klinischer Nahrung,
insbesondere Sondennahrung, sowie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Allergien, insbesondere Heuschnupfen,
Poüenallergien, Herzinfarkten und muskulären Erkrankungen während der
Rehabilitation. Diese Wirkungen zeigen sich insbesondere an der Senkung der Kreatinkinase, was eine Indikation für eine Erholungsphase
der Muskulatur ist. Es hat sich ferner herausgestellt, daß die erfindungsgemäßen Koiostralmiichprodukte sich zur Unterstützung von
Leber- und Knochenerkrankungstherapien eignen.
Ferner hat das " erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch
günstige Wirkung zur Prophylaxe und Unterstützung viraler, bakterieller
und mykotischer Infektionen sowie generell zur Unterstützung und
Stärkung des Immunsystems, was sich durch den erhöhten Gehalt an
lmmunglobulinent insbesondere IgG, IgA IgE und IgM erklärt. Weiterhin,
spielt auch das^TGF-ß eine nicht unwichtige Rolle im Immunsystem, da
TGF-ß.auf die ß-Lymphozyten wirkt und einen Switch von IgE zu IgA
bewirkt und eine "Wirkung'auf die immunstirnulanz hat.
Darüber hinaus hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße Kolostralmilchprodukt auch günstige Aiiswirkungen auf. die -Wundheiiung
■&igr; :"·:. r»v.:r;"
hat, insbesondere bei postoperativer Nachsorge oder auch kleineren
Verletzungen, bei oraler und zusätzlich lokaler topischer Anwendung.
Die Unteransprüche stellen bevorzugte Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung dar.
Weitere Vorteile und Merkmaie ergeben sich anhand der Beschreibung
von Ausführungsbeispielen,
20 Liter entfettete Rinderkolostralmilch, die in den ersten 24
Stunden nach der Geburt des Kalbes gewonnen wurden, wurden bei + 40C durch Zugabe von 60 mMol EDTA und anschließend von 365 ml
HCI auf pH 2,54 gebracht. Diese pH-abgesenkte Rinderkolostraimilch
wurde im Anschluß bei einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei die Temperatur konstant bei + 4°C bis + 80C
gehalten wurde. Es wurde dabei ein Filtermodul der Firma Millipore 1000 KD aus Zelluloseacetat wegen seiner geringen Proteinbindung
verwendet. Es wurden dabei 10 L Permeat gewonnen. Die Ausbeute betrug bei dieser Vorgehensweise 50%. Nach der Ultrafiltration wurde
das klare Permeat mit 250 ml NaOH auf pH 6,2 angehoben. Die dabei entstandene leichte Trübung wurde durch Zentrifugation beseitigt. Das
nun klare Permeat wurde mit 10 L Aqua dest. verdünnt und einer weiteren Ultrafiltration'mit einer Ausschiußmolekularmasse von 1000 Da
unterzogen, um das "bei der pH-Absenkung und anschließenden pH-Anhebung
entstandene Salz zu entfernen. Dies hat auch eine gleichzeitige Entzuckerung zur Folge. Wiederum wurde das
Rinderkolostralmiichprodukt konstant bei einer Temperatur von + 4°C
bis + 8°C gehalten und solange ultrafiltriert, bis die Ausgangsmenge,
von 10 Liter Refentat erreicht wurde. Dieses Retentat wurde nach
herkömmlicher Methode bei 0,22 u.m sterilfiltriert. Es mußten keine
Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiltrierbar. im
Anschluß wurde eine Analyse erstellt.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenes Kolostralmiichprodukt
hatte die folgende analytisch erfaßte Zusammensetzung gemäß Tab. 1.
Besonders auffallend ist der hohe Anteil an Immunglobulinen und
Wachstumsfaktoren, insbesondere IGF-1.
Ein derartiges Kolostralmilchprodukt kann direkt als Getränk
verwendet werden oder kann zu unterschiedlichen Nahrungsmitteln zugesetzt werden, so beispielsweise auch zu Backwaren, insbesondere
zu energiehaltigen Riegeln, bevorzugt zu sogenannten Powerbars. Der Zusatz zu Backwaren oder Riegeln erfolgt bevorzugt nach einer
Sprühtrocknung oder einer Gefriertrocknung.
| Tabelle 1 | 80,0 | k J/100g | |
| Energiegehalt | 6,16 | ||
| pH | 264,0 | mOsm/kg | |
| Osmolarität | 0,3 | g/i | |
| Gesamtprotein | 5,24 | g/i | |
| Trockensubstanz | 0,68 | mg/100 ml | |
| Asche | 0,2 | mg/100 ml | |
| Laktose | 10,0 | mg/100 ml | |
| Glukose | 20,0 | g/i . | |
| Gesamtkohlenhydrate | <0,03 | mg/100 ml | |
| Fett | |||
| VITAMINE | <150,0 | &mgr;g/100 ml | |
| Vitamin A | 63,5 | &mgr;g/100 ml | |
| Thiamin (VitBi) | 620,0 | &mgr;§/100 ml | |
| Riboflavin (Vit. B2) | 3500,0 | &mgr;g/100 ml | |
| Pyridoxin (Vit. B6) | 0,034 | &mgr;g/10O ml | |
| Cobaiamin (Vit. B12) | 2,65 | &mgr;g/100 ml | |
| Folsäure | 270,0 ' | >g/100-mr | |
| Vitamin C |
Cholecalciferoi (Vit.D3) 0,28 &mgr;&sfgr;/100 ml
Tocopherol (Vit. E) 30,0 &mgr;g/100 ml
Vitamin K 0,054 &mgr;9/100 ml
Ubichinon {Vit.Q 10) 5,4 &mgr;g/100 ml
IONEN
Natrium (Na) Kalium (K) Kalzium (Ca) Magnesium (Mg) Eisen (Fe) Kupfer (Cu)
Zink (Zn) Chrom (Cr) Phosphor (P) Selen (Se)
| 943,7 | mg/l |
| 1883,5 | mg/! |
| 490,52 | mg/l |
| 147,98 | mg/! |
| -: 0,02 | mg/! |
| 0,004 | mg/l |
| 0,30 | mg/l |
| 0,0014 | mg/l |
| 498,0 | mg/! |
| 0,018 | mg/! |
&Ggr;&zgr;&zgr;-'tu &igr;
ORGANISCHE MOLEKÜLE
Kreatinin
17,2 mg/l
FREIE AMINOSA UREN
| Alanin | 6,60 | mg/l |
| Arginin | 0,0056 | 5 mg/i |
| Tryptophan | 2,66 | mg/l |
| Cystin | <0,27 | mg/l |
| Methionin | ■- 1'03 | mg/! |
| Phosphoserin | 1,05 | mg/I |
| Ta urin | <0,363 | mg/l |
| Phosphoethanoiamin | 7,31 | mg/l |
| Asparaginsäure | 4,85 | mg/I |
| Threonin | 0,0001 | 4 mg/I |
| Serin | 4,85 | mg/l |
| Glutaminsäure | 9,44 | mg/l |
| Glutamin | 7,99 | mg/I |
| Prolin ■ | 7,37 | mg/I |
| Glycin | 4,85 | mg/l |
| Alanin | 6,6 | mg/l |
| Citrullin | 1,05 | mg/I |
| Valin | 11,13 | mg/i |
| isoleucin | 4,85 | mg/I |
| Leucin | 9,44 | mg/I |
| Tyronsin | 3,26 | mg/! |
| Phenylalanin | 4,95' | mg/I |
| ß-Alanin | <0,27 | mg/I |
| ß-AminoisobuCtersäure | 1,03 | mg/l |
| Ornithin | 0,53 | mg/I |
| O/sin | 7,99 | mg/! |
&Ggr;&ogr;· 09*97
IMMUNGLOBULINE
IgG 98,0 mg/100 ml
IgA 3,0 mg/100 ml
IgM 2,0 mg/100 ml
IgE 0,026 &mgr;g/100ml
NATÜRLICHE WACHSTUMSFAKTOREN
IGF-1 (Somatomedin C) .380,0 ng/ml
IGF-2 242,0 ng/ml
TGF-ß 35,0 ng/ml
Es wurde bei der pH-Absenkung, Ultrafiltration, pH-Anhebung und Zentrifugation wie in Beispie! 1 verfahren. Danach wurden, um die
Ausbeute zu· vergrößern 10 L Aqua dest. hinzugefügt, die vorher ebenfalls auf pH 2,54 gebracht wurden. Die Ultrafiltration wurde
fortgesetzt und es wurden nochmals 10 L Permeat gewonnen. Dieses Permeat wurde zusammen mit dem Permeat der 1. Ultrafiltration, und
zusätzlich 10 Litern Aqua dest. mit einer Ausschiußmoiekularmasse von 500 Da ultrafiltriert, wobei eine Ultrafiitationsmembran der Firma Amicon
verwendet wurde. Auch hier wurde die Temperatur konstant auf + 4° C bis + 80C gehalten. Es wurde· so lange ultrafiltriert, bis 15 L Retentat
übrig blieben. Dadurch konnte die Ausbeute auf 75% erhöht werden. Dieses Retentat wurde nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; ste-.
rilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war
leicht, sterilfiitrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die
Ergebnisse sind Tn Tabelle 2 gezeigt.
20 L entfettete Kolostralmilch wurden leicht erwärmt (ca. 380C)
und mit 240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Dabei verklumpte das Kasein
und war mit einem Sieb und einer anschließenden Zentrifugation leicht
zu entfernen. Eine Trübung der Molke war dabei nicht zu verhindern. Anschließend wurde die Molke mit einer Ausschlußmolekularmasse von
1 000 000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde, Es wurden 7 L Permeat gewonnen, die mit 80 ml
NaOH auf pH 6,2 gebracht wurden. Es entstand wieder eine leichte Trübung, die mit einer Zentrifugation entfernt werden konnte. Das
Permeat wurde nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; sterilfiltriert.
Es mußten keine Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht sterilfiltrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 gezeigt.
Verqleichsfaei'spiei 2
20 L entfettete Kolostralmilch wurden leicht erwärmt (ca. 38°C)
und mit 240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Dabei verklumpte das Kasein und war mit einem Sieb und'einer anschließenden Zentrifugation leicht
zu entfernen. Anschließend wurde der pH mit 100 ml NaOH wieder auf pH 6,2 gebracht und mit einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000
Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde. Es wurde 7 L Permeat gewonnen. Diese wurden im Anschluß nach
herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&idiagr;&eegr; steriifijtriert. Es mußten keine
Vorfilter verwendet werden. Das Produkt war leicht steriifiltrierbar. Im
Anschluß wurde eine "Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
gezeigt.
20 L entfettete Kolostralmilch wurden bei + 4°C bis + 80C mit
240 ml HCI auf pH 4,5 abgesenkt. Hierbei wurde festgestellt, daß das Kasein nur unzureichend verklumpte. Es konnte keine richtige Molke
gewonnen werden. Das geronnene Kasein wurde abzentrifugiert und die restliche Milch wurde mit einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000
000 Da ultrafiltriert, wobei ein Modul der Firma Miüipore verwendet
wurde. Das dabei entstandene Permeat (8,5 L) wurde mit 100 ml NaOH auf pH 6,3 gebracht und die Trübung wurde wiederum abzentrifugiert.
Das Permeat wurde im Anschluß nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&pgr;&igr; sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfifter verwendet werden. Das
Produkt war leicht sterilfiltrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse
erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
15
15
20 L entfettete Kolostralmilch wurden ohne Vorbehandlung direkt bei einer Ausschlußmolekularmasse von 1 000 000 Da ultrafiltriert,
wobei ein Modul der Firma Millipore verwendet wurde. Es wurden 10 L
Permeat gewonnen. Diese wurden im Anschluß nach herkömmlicher Methode bei 0,22 &mgr;&igr;&tgr;&igr; sterilfiltriert. Es mußten keine Vorfilter verwendet
werden. Das Produkt war leicht sterilfiitrierbar. Im Anschluß wurde eine Analyse erstellt. Die Ergebnisse sind in Tablle 2 gezeigt.
Bei dem Beispiel"2 und den Vergleichsbeispielen wurden nur die
1GF-1- und die TGF-ß-Konzentrationen und das Immunglobuün G
bestimmt, die folgende Werte enthielten:
| IGF-I (ng/ml) |
■ TGF-ß (ng/ml) |
IgG (mg/100 ml) |
|
| Beispiel 2 | 371 | 30 | 87 |
| Vergleichs beispiel 1 |
81 | Spuren | 43 |
| Vergleichs beispiel 2 |
48 | nicht nachweisbar |
25 |
| Vergleichs beispiel 3 |
63· | nicht nachweisbar |
35 |
| Vergleichs beispiel 4 |
23 | nicht nachweisbar |
15 |
Aus diesen Ergebnissen ergab, sich eindeutig, daß eine -pH-■■
Absenkung mit anschließender Ultrafiltration, ohne daß der pH-Wert vor der Ultrafiltration wieder angehoben wird bessere Ergebnisse zeigt, als
z.B. eine Ultrafiltration ohne pH-Absenkung. Es ergab sich ferner, daß eine pH-Absenkung auf ca. 4,5 ebenfalls kein zufriedenstellendes Ergebnis
bringt, da sowohl bei pH 4,5 nicht alle Proteine in Lösung gehen, als auch bei der Entfernung des geronnenen Kaseins viele wertvolle Proteine
mitgerissen werden. Weiterhin spielt die Temperatur ebenfalls eine wichtige Rolle, da eine Erhöhung der Temperatur eine Ultrafiltration nicht
möglich macht, da das Kolostrum dabei verdickt.
Lediglich die in Beispiel 1 und 2 angegebenen Verfahren zeigten zufriedenstellende Ergebnisse.
Zum weiteren Vergleich mit einem. Produkt gemäß der vorliegenden Erfindung wurde von denselben Ausgangsmengen an Rohkoiostrum wie
in Beisoiel 1 ausgegangen und wie oben .beschrieben entfettet, das
entfettete-Rohkolostrum wurde dann jedoch auf einen pH-Wert von ca.
4,5 eingestellt und über einen Mikrofifter mit einer Porengröße von ca. 5
·|;:&ngr;&Pgr;!>97
abgetrennt. Das erhaltene Molkefiltrat wurde dann mittels Zugabe von Natriumhydroxid auf einen pH-Wert von ca. 7 eingestellt und
anschließend steril filtriert.
Die Analyse eines derartigen Kolostralmilchproduktes gemäß dem Stand der Technik ist in Tabelle 3 gezeigt.
Ein Vergleich der Wachstumsfaktorenfraktion zeigt einen etwa um 100% niedrigeren Gehalt an IGF-1 und nicht meßbare Werte an iGF-2
und TGF-ß. Das erfindungsgemäße Kolostralmiichprodukt hat somit einen
signifikant höheren Gehalt an den für die günstigen pharmakologischen und vitalen Wirkungen erforderlichen Wachstumsfaktoren und weist
ferner einen deutlich höheren Immungiobulingehalt auf.
| Verqleichsbeispiel 5 | 80,0 | kJ/100g | |
| Tabelle 3 | 6,55 | ||
| Energiegehalt | 418,0 | mOsm/kg | |
| pH | 0,43 | g/100 ml | |
| Osmolarität | 5,24 | g/100 ml | |
| Gesamtprotein | 0,82 | g/100 ml | |
| Trockensubstanz | <0,5 | g/100 ml | |
| Asche | 1,91 | g/100 ml | |
| Laktose | 4,0 | g/100 I | |
| Glukose | <0,02 | g/100 ml | |
| Gesamtkohlenhydrat | 0,039 | g/100 ml | |
| Fett | |||
| IgG | |||
| VITAMINE |
Thiamin-(Vit. 81)
Riboflavin (Vit. B2) Pyridoxin (Vit. B6)
Cobalamin (Vit. B12)
40,0 &mgr;g/100 ml
180,0 &mgr;g/100mi
T2,0 &mgr;g/100m!
0,04-1 -&mgr;&rgr;/&Igr;&Ogr;&Ogr;&eegr;&pgr;&Igr;
| 1498,9 | mg/l |
| 1599,2 | mg/l |
| 280,15 | mg/I |
| 109,88 | mg/! |
| <0,22 | mg/l |
| <0,05 | mg/! |
| <0,05 | mg/! |
| <0,05 | mg/l |
| <0,01 | mg/l |
| 480,0 | mg/l |
| 0,002 | mg/l |
Folsäure 4,2 &mgr;g/100 ml
Nicotinamid 83,0 &mgr;&sfgr;/&Igr;&Ogr;&Ogr;&igr;.ml
Panthotensäure 300,0 &mgr;g/100 mi
/O/VflV
Natrium (Na) Kalium (K) Kalzium (Ca) Magnesium (Mg) Eisen (Fe)
Kupfer (Cu) Mangan (Mn) Zink (Zn) Chrom (Cr) Phosphor (P)
Selen (Se)
ORGANISCHE MOLEKÜLE
Kreatinin 34,4 mg/l
Kreatin 127,0 mg/!
FREIE AMINOSÄUREN
Arginin
Tryptophan Cystin
Methionin Phosphoserin Ta urin
Rhosphoethanolamin Asparaginsäure Threonin Serin
Glutaminsäure
| 5,6 | mg/! |
| <6,1 | mg/l |
| <0,7 | mg/! |
| 1,0 | mg/! |
| 9,06 | mg/! |
| 115,0 | mg/l |
| 27,37 | mg/i |
| 2,66 | mg/I |
| 3,1 | mg/I |
| 5,04 | mg/! |
| 37-,tD ■ | mg/I |
| »· * * I &udigr; -51 | Glutamin | &agr; · · · | 7,31 mg/I |
|
• ·♦ · · * ·'
( , · * · · ··· ' ·«· ·· »· »· |
Prolin |
* ·
··· |
7,37 mg/I |
| Glycin | 4,85 mg/I | ||
| Alanin | 6,6 mg/I | ||
| Citrullin | 1,05 mg/! | ||
| Valin | 11,13 mg/I | ||
| Isoleucin | 4,85 mg/! | ||
| Leucin | 9,44 mg/I | ||
| Tyrosin | 3,26 mg/I | ||
| Phenylalanin | 4,95 mg/I | ||
| ß-Alanin | <0,27 mg/I | ||
| ß-Aminoisobuttersäure | - 1,03 mg/! | ||
| Ornithin | 0,53 mg/I | ||
| Lysin | 7,99 mg/I | ||
| Histidin | 1,4 mg/I | ||
| NA TÜRLICHE WA CHSTUMS- | |||
| FAKTOREN | |||
| IGF-1 (Somatomedin C) | 70,0 ng/ml | ||
| IGF-2 | nicht erfaßbar | ||
| TGF-ß | nicht erfaßbar |
Das Kolostralmilchprodukt· gemäß Beispiel 1 wird nach bekannten
Verfahren in Liposomen eingeschlossen und in eine Cremegrundlage {im
Beispielsfalle Soia-Öl, Tegomuls, Vitamin E-I-A, Cholesterol, HSA,.
Contrex, Carotin EJF ■+- HF, Orangenblüten-Öi, Melissen-Öl, Mandarinen-Öl,
Neroii-ÖI und Aqua dest. mit einem Liposomengehalt von 0,1 ml/g
lö U0%H" eingebracht.
Eine derartige Liposomencreme wurde verwendet, um ihre Einwirkungen
auf die Wundheiiung und auf neurodermitische Ekzeme zu untesuchen.
Wie bereits eingangs beschrieben, zeigte sich eine signifikante
Besserung des gesamten dermatologischen Erscheinungsbildes der Neurodermitis in einer placebokontrollierten Cross-over-Studie, wobei in
der Versuchsgruppe 20 Probanden teilnahmen und in der Kontrollgruppe 15 Probanden teilnahmen.
Somit steht mit der vorliegenden Erfindung erstmals ein Produkt zu Verfügung, mit dem es möglich ist, die-'wichtigsten Bestandteile der
Kolostralmilch nahezu quantitativ in ein Kolostralmilchprodukt zu überführen, welches dann hohe Gehalte an Wachstumsfaktoren und
Immunglobulinen aufweist.
Selbstverständlich ist es möglich, gezielte Fraktionen, beispielsweise
immunglobulinangereicherte Fraktionen und/oder Wachstumsfaktorfraktionen zu erhalten, die dann gegebenenfalls separat
entweder oral appiiziert werden können oder jedoch in Liposomen
eingeschlossen werden können und dann in Form von Cremes, Pasten oder Salben oder Emulsionen auf die Haut aufgetragen werden können.
Erreicht wird eine derartige Fraktionierung des erfindungsgemäßen
5 Kolostraimiichproduktes durch weitere Ultrafiltrationen mit definierten Ausschlußmolekularmassen von 300 kDa und/oder 150 kDa und/oder
100 kDa und/oder 50 kDa und/oder 30 kDa und/oder 20 kDa und/oder
10 kDa und/oder 5 kDa und/oder 1 kDa und/oder 0,5 kDa.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, den pH vor einer weiteren
Fraktionierung wietrer anzuheben, wenn man z.B. eine Entsalzung bei 1
kDA oder 0,5 kDa vornimmt, um die Moleküle wieder so groß zu macrren, daß sie nicht mit durch den Filter gehen. Ob eine pH-Anhebung
durchgeführt werden sollte oder nicht, hängt also weitgehend davon ab,
was ntan'mit weiteren Fraktionierungen· erreichen will.
Welche Ausschlußmolekularmasse der Fachmann wählt, hängt
ebenfalls davon ab, welche weiteren Fraktionen er aus dem erfindungsgemäßen Kolostralmilchprodukt erhalten mächte.
Claims (16)
1. Kolostralmilchprodukt,
dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens weitgehend entkaseiniert und entfettetes Rohkolostrum
derart angesäuert ist, daß Kasein in Lösung bleibt, und daß das Produkt mit einer Ausschlußmolekularmasse von ca. 106 Da
ultrafiltriert ist.
2. Kolostralmilchprodukt nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt ultrafiltriert in unterschiedliche Molekularmassenbereiche fraktioniert ist.
dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt ultrafiltriert in unterschiedliche Molekularmassenbereiche fraktioniert ist.
3. Kolostralmilchprodukt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der pH-Wert auf den pH-Wert des Rohkolostrums, insbesondere auf einen pH-Wert von ca. 3,0 bis 6,9, vorzugsweise ca. 4,0 bis 5,5,
besonders bevorzugt auf ca. 4,6 eingestellt ist.
4. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel zum Ansäuern und/oder zur pH-Einstellung aus
Salzsäure, Phosphorsäure, Milchsäure und/oder Zitronensäure besteht.
5. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es entsalzt ist.
6. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es entzuckert ist.
7. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Additive, insbesondere Vitamine, Aromastoffe, Geschmacksverbesserer, Konservierungsstoffe usw. zugesetzt sind.
8. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es sterilisiert, insbesondere sterilfiltriert ist.
9. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es wenigstens ca. 75 ng/ml IGF-I enthält.
10. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es, bezogen auf das Rohkolostrum, ca. 50 bis 95 %, insbesondere
ca. 60 bis 95 %, vorzugsweise 70 bis 95 %, besonders bevor-
• ··
zugt ca. 80 bis 95 %, insbesondere bevorzugt wenigstens ca. 90 %
der im Rohkolostrum vorhandenen Wachstumsfaktoren enthält.
11. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es bovinen oder equinen Ursprungs ist.
12. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es in flüssiger, fester, pastöser oder in mikroverkapselter Form,
insbesondere in Liposomen eingeschlossen vorliegt.
13. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es die Form eines Getränks besitzt.
14. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Getränke oder
Kosmetika ausgebildet ist.
15. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es als Zusatz für Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Getränke
oder Kosmetika ausgebildet ist.
16. Kolostralmilchprodukt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es als Bestandteil Babynahrung, diätetischer Nahrung, klinischer
Nahrung, insbesondere Sondennahrung zugesetzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29623125U DE29623125U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Kolostralmilchprodukte |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19619990A DE19619990A1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Verfahren zur Herstellung von Kolostralmilchprodukten sowie deren Verwendung |
| DE29623125U DE29623125U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Kolostralmilchprodukte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29623125U1 true DE29623125U1 (de) | 1997-11-06 |
Family
ID=26025800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29623125U Expired - Lifetime DE29623125U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Kolostralmilchprodukte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29623125U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999056758A1 (en) * | 1998-04-30 | 1999-11-11 | Northfield Laboratories Pty. Ltd. | A food composition and method of using same |
| WO2001010231A3 (en) * | 1999-08-11 | 2001-10-04 | Proimmune Company L L C | Nutritious compositions and food components |
| WO2008147226A1 (en) * | 2007-05-30 | 2008-12-04 | Amadori Pty Limited | Foods and beverages lacking glycation products |
-
1996
- 1996-05-17 DE DE29623125U patent/DE29623125U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999056758A1 (en) * | 1998-04-30 | 1999-11-11 | Northfield Laboratories Pty. Ltd. | A food composition and method of using same |
| WO2001010231A3 (en) * | 1999-08-11 | 2001-10-04 | Proimmune Company L L C | Nutritious compositions and food components |
| WO2008147226A1 (en) * | 2007-05-30 | 2008-12-04 | Amadori Pty Limited | Foods and beverages lacking glycation products |
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|---|---|---|---|
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