DE29620759U1 - Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen - Google Patents
Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen TeilenInfo
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- A47H—FURNISHINGS FOR WINDOWS OR DOORS
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- A47H23/02—Shapes of curtains; Selection of particular materials for curtains
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Description
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| LIERMANN - CASTELL | 19801^TJ? |
| Dr.- Ing. Klaus Castell Patentanwalt |
|
| Liermann - Castell · Schillingsstr. 335 · 52 355 Düren | Schillingsstraße 335 D-52355 Düren |
| Deutsches Patentamt Zweibrückenstraße 12 80297 München |
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Düren 26. November 1996 |
Gebrauchsmusteranmeldung
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GAROTEX
Heimtextilien GmbH & Co.KG
Von-Siemens-Str. 25
48291 Telgte
Titel:
Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen
-3-
Die Erfindung betrifft einen Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus
mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen.
Vorhänge sind bekannt als Gardine oder sogenannte Weißware und als
Übergardine. Während bei Gardinen eine gewisse Durchsichtigkeit angestrebt wird, ist eine Übergardine so hergestellt, daß eine Durchsicht nicht mehr möglich
ist. Derartige Vorhänge sollen auch im zugezogenen Zustand noch einen bestimmten Faltenwurf aufweisen und zu diesem Zweck wird an der Oberseite
des Vorhanges ein Gardinen- oder Faltenband eingenäht. Derartige Bänder haben in ihrer einfachsten Ausführung mehrere Ösen, in die der Bügel eines
Faltenhakens eingeführt werden kann. Die Falte entsteht hierbei dadurch, daß der
Faltenhaken durch mehrere Ösen hindurch geführt wird und somit einen Teil des Vorhangs zusammenrafft.
Eine Weiterentwicklung stellt das Faltenband dar, das Fäden aufweist, an denen
gezogen werden kann, um eine Faltenlegung des Vorhangs und somit einen vorbestimmten Faltenwurf zu erzielen (2er-Falte, 3er-Falte usw.).
Die Verwendung derartiger Bänder hat den Nachteil, daß sie sehr aufwendig in
der Herstellung sind und genau plaziert auf den Vorhangstoff aufgenäht werden müssen. Darüberhinaus sind viele Vorhangstoffe mit einem Muster versehen und
es wird angestrebt, daß Faltenbildung und Muster miteinander harmonieren. Beispielsweise sollen häufig bestimmte im Muster wiederkehrende Ornamente
jeweils auf einem Faltenbogen angeordnet sein.
In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, daß bei der Verwendung von
Faltenbändern eine harmonische Zuordnung zwischen den Falten und der Musterung meist nicht möglich ist, da im gewebten oder gewirkten Stoff der
-4-
Abstand zwischen den Mustern nicht absolut konstant ist und spätestens nach der
Ausrüstung des Vorhangstoffes zumindest an manchen Stellen ein kleinerer oder größerer Abstand zwischen den Mustern entsteht. Beim Aufnähen eines
Faltenbandes summieren sich aber die Fehler und spätestens an einem Ende des Vorhanges ist damit zu rechnen, daß Falte und Muster nicht mehr absolut genau
korrespondieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Vorhang so
weiterzuentwickeln, daß eine einfache Aufhängung unter Faltenbildung ermöglicht wird und bei gemusterten Stoffen eine Zuordnung zwischen Muster
und Falte erleichtert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Vorhang entlang einer Seite mehrere
nebeneinander angeordnete Löcher aufweist und jeweils ein Teil der Aufhängereinrichtung durch mindestens zwei Löcher gefädelt ist.
Der erfindungsgemäße Vorhang hat den großen Vorteil, daß kein Gardinen- oder
Faltenband mehr notwendig ist. Dies führt zu großen Einsparungen bei der Herstellung und Konfektionierung der Vorhänge. Darüberhinaus können die
Löcher so vorgesehen werden, daß sie mit dem Muster korrespondieren und eine Verschiebung zwischen Falte und Muster ausgeschlossen wird.
Vorteilhaft ist es, wenn jeweils zwei Löcher eng nebeneinander angeordnet sind.
Dies führt dazu, daß das Teil der Aufhängeeinrichtung bei einer Draufsicht auf eine Seite des Vorhanges kaum sichtbar ist und der Vorhang so gerafft werden
kann, daß alle Teile der Aufhängeeinrichtung auf einer Seite der Wellen des gerafften Vorhanges anzuordnen sind. Wird ein derart geraffter Vorhang an einer
Vorhangschiene aufgehängt, ist es möglich, alle Wellen des Vorhangs von der
-5-
Vorhangschiene in den Raum hineinragen zu lassen.
Vorteilhaft ist es auch, wenn jeweils mehrere Löcher untereinander angeordnet
sind. Dies ermöglicht es, den vertikalen Bereich, in dem der Vorhang gerafft wird, auszudehnen. Entweder können die relativ zueinander beweglichen Teile
der Aufhängeeinrichtung mit einem Bügel versehen werden, der auch ein Fädeln durch untereinander angeordnete Löcher erlaubt oder ein Lochpaar wird dazu
benutzt, den Vorhang in einem Abstand zur Linie der oben genannten nebeneinander angeordneten Löcher beispielsweise durch eine ringartige Klammer
zu raffen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltungsform sieht vor, daß die Löcher oder eng
nebeneinander angeordneten Löcher in gleichen Abständen angeordnet sind. Dies erleichtert die Bildung eines gleichmäßigen Faltenwurfs, da der Abstand zwischen
den Löchern oder ein Vielfaches dieses Abstandes der Länge des die Falte bildenden Stoffbogens entspricht. Die Erfindung erlaubt auch das Bilden von
nebeneinanderliegenden unterschiedlich großen Faltenbögen. Verständlicherweise
wird die Falte größer, wenn nur jedes zweite oder dritte Loch genutzt wird, als wenn jedes aufeinanderfolgende Loch zur Faltenbildung verwendet wird.
Außerdem können die vorhandenen Löcher auch nur in bestimmten Bereichen zur Faltenbildung genutzt werden, so daß sich gefaltete und ungefaltete
Vorhangbereiche abwechseln. Die Löcher können auch anders angeordnet werden, zu: einer-, zweier-, dreier-, fünfer-Falten usw. (Fig. 1 und 2 = vierer-Falte).
Sofern der Vorhang ein Muster aufweist, ist es vorteilhaft, wenn die Löcher oder eng nebeneinander angeordnete Löcher in vom Muster definierten
ggfls. gleichen Abständen angeordnet sind.
Je nach Material des Vorhanges ist es in vielen Fällen vorteilhaft, den Vorhang
-6-
im Bereich der Löcher zu verstärken. Dadurch wird ein Ausreißen oder eine
ungewollte Vergrößerung der Löcher bei der Verwendung des Vorhanges vermieden.
Eine bevorzugte Ausfiihrungsform des Vorhangs sieht vor, daß der Vorhang ein
Gewebe oder Gewirke aufweist. Dies erlaubt es, auf einfache Art und Weise beim Herstellungsvorgang des Vorhanges Löcher vorzusehen.
Bei der Verwendung eines Gewebes oder Gewirkes wird vorgeschlagen, den
Bereich der Löcher als Abschlußkante oder Schmuckband auszubilden. Das heißt, die Löcher werden entweder im Bereich der üblichen Abschlußkante vorgesehen
oder die Abschlußkante wird so breit ausgebildet, daß sämtliche Löcher im Bereich der Abschlußkante liegen. Die Abschlußkante bildet eine natürliche
Verstärkung des Vorhangs entlang der Seite, an der die Löcher vorzusehen sind, und kann je nach Anforderung auf einfache Art und Weise auch verstärkt
ausgebildet werden.
Zum Aufhängen des Vorhanges eignet sich eine Aufhängeeinrichtung, deren
relativ zueinander bewegliche Teile einen durch mindestens zwei Löcher fädelbaren Bügel und eine Gleit- oder Rolleinrichtung aufweisen. Derartige Teile
sind als Gleiter oder Rollen mit Faltenhaken bekannt, wobei vorzugsweise der Bügel so auszubilden oder auszuwählen ist, daß er leicht durch die vorgesehenen
Löcher fädelbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben.
Es zeigt,
-7-
Figur 1 eine schematische Darstellung der vorgesehenen Löcher und
Figur 2 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Vorhanges.
Der Vorhang 1 in Figur 1 hat eine obere Seite 2, an die sich oben eine
Abschlußkante 3 anschließt. Die Abschlußkante geht etwa bis zur punktierten Linie 4, unterhalb der sich der Vorhang in üblicher Ausbildung mit oder ohne
Muster fortsetzt.
Im Bereich der Abschlußkante ist eine obere Lochreihe waagerecht nebeneinander
angeordneter Doppellöcher 5-11 vorgesehen, durch die die Teile der Aufhängeeinrichtung (nicht gezeigt) hindurchfädelbar sind. Da im vorliegendem
Fall nur im Bereich zwischen den Doppellöchern 6-10 eine Faltenbildung gewünscht ist, wird ein Bügel des Teils der Aufhängeeinrichtung zunächst durch
das Doppelloch 6, dann durch das Doppelloch 7 usw. bis schließlich durch das Doppelloch 10 hindurchgeführt. Im Steg zwischen den Doppellöchern 6-10 und
13 - 17 fehlt jeweils ein vertikaler Faden. Hierdurch ergibt sich jeweils eine "Soll-Knick-Steile". Beim Einhängen der Faltenhaken und der ringartigen
Klammern wird der Vorhang dadurch leicht geknickt und es muß daher bei der Viererfalte nur jeweils fünfmal durchgehakt werden. Als Teil der
Aufhängeeinrichtung eignen sich übliche Rollen oder Gleiter mit Faltenhaken, wobei der Vorhang mit den angegebenen Löchern am Faltenhaken befestigt wird.
Durch das Auffädeln der Löcher 6-10 auf den Faltenhaken wird der Vorhang in diesem Bereich gerafft und es entsteht eine Faltenbildung wie sie durch die
Linie 12 schematisch angedeutet worden ist.
Die weiteren Doppellöcher 5 und 11 dienen der Abstandsmessung und am Anfang
-8-
bzw. Ende des Vorhanges zur Orientierung beim Anfertigen des Seitensaumes
und zur Aufnahme der ersten bzw. letzten Rolle bzw. Gleiter oder Schleuderwagen.
Unterhalb der beschriebenen Doppellochreihe besteht eine weitere Doppellochreihe mit 5 Doppellöchern 13 - 17. Diese Doppellöcher dienen dazu,
den Vorhang mittels einer durch diese Löcher hindurchgefädelten Öse zu raffen. Dadurch wird über einen längeren vertikalen Bereich die Faltenbildung fixiert,
die sich in einem lockeren Faltenwurf unterhalb der Abschlußante 3 fortsetzt.
Figur 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Vorhang aus einem gewirkten Stoff, bei
dem in den Vorhang 1 die erfindungsgemäßen Doppellöcher 5-11 und die weiteren Löcher 13 - 17 eingewirkt wurden. Markierungen 18, 19, 20, 21 zeigen
mit den eingewirkten Angaben l.F, 2.F, 3.F, 4.F, den Bereich, in dem mittels
der Doppellöcher vier Falten gebildet werden sollen. Zwischen diesem Faltenbereich und einem nächsten nicht gezeigten Faltenbereich ist ein
Zwischenraum in dem beispielsweise das Doppelloch 5 und das Doppelloch 22 des nächsten Rapports liegt. Dieser Zwischenraum ist nicht gefaltet, so daß das
Muster der Blume 23 gut zu erkennen ist. Außerdem ist in diesem Zwischenbereich eine Schnittstelle, die durch einen Doppelpfeil 24, angezeigt ist.
Das vorliegende Beispiel zeigt klar, daß selbst bei einem unterschiedlich dicht
gewebten oder gewirkten Stoff oder einem während der Ausrüstung bereichsweise gedehnten Stoff, das Muster der Blume 23 immer im ungefalteten oder in der
Mitte des gefalteten Bereichs liegt. Somit ist auch bei starker Beanspruchung des
Vorhangs während der Ausrüstung sichergestellt, daß die Falten mit dem Muster harmonieren.
-9-
Der Stoffverbrauch (Stoffbedarf) kann beliebig durch unterschiedliche Anordnung
der Doppellöcher geregelt werden z. B.: 3 : 1 (wie Fig. 1 und 2), 2,7:1; 2,5:1; 2:1 usw.
Claims (8)
1. Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander
beweglichen Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang (1) entlang einer Seite (2) mehrere nebeneinander angeordnete Löcher (5 - 11)
aufweist und jeweils ein Teil der Aufhängeeinrichtung durch mindestens zwei Löcher (5 - 11) gefädelt ist.
2. Vorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei
Löcher nebeneinander angeordnet sind.
3. Vorhang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere Löcher (6, 13; 7, 14; 8, 15; 9, 16;
10, 17;) untereinander angeordnet sind.
4. Vorhang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher oder eng nebeneinander angeordnete
Löcher (6 - 10) in gleichen Abständen angeordnet sind.
5. Vorhang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang (1) im Bereich der Löcher verstärkt ist.
6. Vorhang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang (1) ein Gewebe oder Gewirke aufweist.
7. Vorhang nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der
Löcher als Abschlußkante (3) ausgebildet ist.
-2-
8. Vorhang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Aufhängeeinrichtung einen durch
mindestens zwei Löcher fädelbaren Bügel und eine Gleit- oder Rolleinrichtung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29620759U DE29620759U1 (de) | 1996-08-06 | 1996-09-23 | Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen |
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| DE19631779 | 1996-08-06 | ||
| DE19638910A DE19638910A1 (de) | 1996-08-06 | 1996-09-23 | Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE29620759U DE29620759U1 (de) | 1996-08-06 | 1996-09-23 | Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29620759U1 true DE29620759U1 (de) | 1997-01-09 |
Family
ID=26028185
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29620759U Expired - Lifetime DE29620759U1 (de) | 1996-08-06 | 1996-09-23 | Vorhang mit einer Aufhängeeinrichtung aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29620759U1 (de) |
-
1996
- 1996-09-23 DE DE29620759U patent/DE29620759U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970220 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000328 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20030429 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20050401 |