DE295909A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bekannten umkippbaren Röntgenstativen ist es üblich, die Ausbalancierung
der Röntgenröhre, des Durchleuchtungsschirmes usw. in derselben Weise wie bei nichtumkippbaren
Stativen auszuführen. Es werden zwei über Rollen laufende Seile verwendet, an deren Enden einerseits die die Röntgenröhre
usw. tragenden Rahmen und andererseits die Gewichte befestigt sind.
ίο Diese Konstruktion hat den Nachteil, daß
nach dem Umkippen des'Stativs die Verbindung des Rahmens bzw. des Gewichtes mit
den Drahtseilen gelöst werden muß, da man natürlich in dieser Stellung keine Ausbalancierung
gebraucht und sie nur die Verschiebung der Rahmen erschwert. Das losgelöste
Seil kann aber die Bewegungen des Rahmens verhindern oder in die elektrischen Zuleitungen
geraten, und es ist daher erforderlich, besondere Vorkehrungen zu treffen, um dieses zu
verhüten. Außerdem besteht der Ubelstand, daß beim Hochrichten des Stativs das Einhängen
des Rahmens oder des Gewichtes leicht vergessen wird, was die Beschädigung der Röhre oder des Stativs zur Folge haben
kann.
Neuerungsgemäß werden diese Übelstände einerseits dadurch beseitigt, daß gespannte
endlose Seile, die über Rollen geführt sind, verwendet werden und andererseits diese Seile
den Rahmen oder das Gewicht durch an ihnen. vorgesehene Ansätze mitnehmen, ohne
daß eine feste Verbindung vorhanden wäre.
Beim Umkippen des Stativs kann dann der verschiebbare Rahmen unabhängig von dem
Gewicht bzw. dem Seil verschoben werden, und zwar ohne besondere Entkuppelungen vorzunehmen.
Um eine Beschädigung der Röhre bzw. des Stativs zu verhindern, und bei umgekipptem \o
Stativ mit dem Rahmen den ganzen vorgesehenen Weg abfahren zu können, wird ferner
neuerungsgemäß eine Sperrvorrichtung zum Sperren des Stativs in seiner senkrechten und
wagerechten Lage vorgesehen, die durch den Rahmen in seiner Endstellung erst aufgelöst
wird, so daß dieser immer in diese Stellung geführt werden muß, bevor das Stativ in eine
andere Lage gebracht werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Röntgenstativ gemäß der Erfindung in Fig. 1 in senkrechter
und in Fig. 2 in wagerechter Lage.
An dem Stativ sind oben und unten Führungsrollen α bzw. b gelagert, um die die endlosen
Seile c gespannt sind. An diesen sind Mitnehmer d angebracht, auf denen der senkrechte
verschiebbare Rahmen e ruht, der mittels an ihm vorgesehener, in der Zeichnung
nicht dargestellter Führungsrollen an den Fahrschienen f geführt wird. Der Rahmen β
trägt in bekannter Weise auf Rollen den wagerecht verschiebbaren Rahmen g, an dem
Arme h zur Aufnahme der Röntgenröhre, des Durchleuchtungsschirmes usw. vorgesehen sind.
Das Gegengewicht i ist an den Seilen c befestigt und wird mittels Zapfen k in Schlitzen I
der Fahrschienen geführt. Eine Sperrvorrichtung in Gestalt eines Doppelhakens m sitzt
drehbar am Stativ und greift um einen Stift η
des Ständers r.
Soll das Stativ in die wagerechte Lage nach Fig. 2 umgekippt werden, so wird der Rahmen
e so weit nach abwärts bewegt, daß ein an ihm vorgesehener Anschlag p gegen eine
Nase q am Sperrhaken anschlägt und den Haken zurückdrückt, so daß er außer Eingriff
mit dem Stift η gelangt. Zu gleicher
ίο Zeit erreicht das Gewichte seine Höchstlage.
Wird das Stativ nunmehr in die Lage nach Fig. 2 gebracht, so kann der Sperrhaken wieder
um den Stift η greifen, und der Rahmen läßt sich nun ungehindert von den Anschlägen an
den Seilen und vom Gewicht nach Belieben auf der vorgesehenen Fahrbahn verschieben.
Zum Hochrichten des Stativs wird der Rahmen e wieder in seine Endstellung verschoben,
wodurch die Sperrung des Stativs aufgehoben wird und der# Rahmen sich wieder
gegen die Ansätze d anlegt. Das Stativ kann nun ohne weiteres aufgerichtet werden, weil
der Rahmen e durch die Ansätze ti und die Seile wieder in direkter Verbindung mit dem
Gewichte steht.
Claims (3)
1. Umkippbares Röntgenstativ mit Gewichtsausgleich der verschiebbaren Rahmen
und der von diesen getragenen Teile, gekennzeichnet durch die Verbindung von Rahmen und Gegengewichten vermittels
über Rollen geführter endloser Seile.
2. Umkippbares Röntgenstativ nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Mitnehmer
an den Seilen zur Mitnahme des lose auf diesen aufruhenden Rahmens beziehungsweise
Gewichtes.
3. Umkippbares Röntgenstativ nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch eine
das Stativ in seiner senkrechten und wagerechten Lage sperrende und durch den verschiebbaren Rahmen in einer bestimmten
Stellung selbsttätig auslösbare "Sperrvorrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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