DE29517738U1 - Anordnung zum Erwärmen metallischer Zargen - Google Patents
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Description
Beschreibung
Anordnung zum Erwärmen metallischer Zargen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Erwärmen vorzugsweise von Blechemballagen mittels
Induktionseinrichtung zur thermischen Beeinflussung von auf Zargen aufgebrachter Materialien, die der
Bildung eines Überzuges auf der Zargenlängsnaht dienen. Je nach Art der aufgebrachten Materialien
sind diese aufzuschmelzen, zu trocknen, auszuhärten, zu vernetzen, zu vulkanisieren oder in ähnlicher Art
und Weise thermisch zu beeinflussen.
Verfahren und Anordnung zur induktiven Erwärmung für Blechzargen sind unter anderem aus der EP 0 202 869
und aus den US-PS 468 0871, 469 4586 und 505 0315 bekannt. Bei diesen Lösungen sind die
Induktionseinrichtungen in Form einer Spule derart ausgebildet, daß sich die Blechzarge entweder
stationär zur Erwärmung im Inneren der Induktionsspule befindet oder mittels einer
Transporteinrichtung durch das Innere der Spule hindurch geführt wird. Die Blechzarge wird dabei in
ihrer Gesamtheit erwärmt.
Der Nachteil dieser Lösungen besteht darin, daß in diesen Einrichtungen nur die gesamte Zarge erwärmt
werden kann. Weiterhin sind dafür komplizierte Zargentransporteinrichtungen notwendig, die sich
auch noch im Inneren der Induktionsspule befinden, wodurch sich hohe Anforderungen an die
Materialauswahl ergeben, z. B. der Einsatz von nichtleitenden Materialien.
Weitere Nachteile sind räumliche Probleme bei sehr kleinen Zargen und ungünstige Koppelverhältnisse
zwischen Induktorspule und Zarge.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben genannten Nachteile zu vermeiden
und eine Anordnung zu schaffen, die es ermöglicht, nur einzelne Bereiche der Blechzarge induktiv zu
erwärmen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die aus einer Induktionseinrichtung bestehende Anordnung
als Längsinduktor ausgebildet und in einem einstellbaren Abstand annähernd parallel zur
Zargentransporteinrichtung angeordnet ist, wobei die Hin- und Rückleiter des Induktors derart ausgebildet
sind, daß die Verbindungslinie von Hin- und Rückleiter mit der Oberflächennormalen, die durch
das Zentrum der Erwärmungszone geht, einen Winkel &agr;
bildet und dieser Winkel im Bereich 0° < &agr; < 90° liegt.
Der Längsinduktor ist vorzugsweise als runder oder rechteckförmiger Hohlleiter ausgebildet und wird zur
Kühlung von einer Kühlflüssigkeit durchströmt. Zur Speisung des Induktors kommt vorzugsweise ein
sinusförmiger Strom mit einer Frequenz zwischen 16 bis 500 kHz zur Anwendung. Der Längsinduktor kann
mit einem Kondensator zu einem Schwingkreis gekoppelt werden und gemeinsam mit einer elektronischen
Schaltung einen Schwingkreiswechselrichter bilden.
Der Wärmeeintrag erfolgt partiell in einem begrenzten Bereich entlang einer Mantellinie, z. B.
entlang der Zargenschweißnaht, während des Vorbeibewegens der Zarge am Induktor.
Der Transport der Zargen erfolgt mit einer Geschwindigkeit bis zu 3 m/s, wobei die Zargen an
einem Induktor vorbeibewegt werden und dadurch der Erwärmungsvorgang online im Herstellungsprozeß der
Zargen erfolgen kann. Es werden nur schmale, axiale Segmente der Zarge entlang einer Mantellinie
erwärmt.
Durch die Erwärmung werden die aufgebrachten Materialien zur Beschichtung der Zargenschweißnaht
entweder aufgeschmolzen, getrocknet,_.ausgehärtet,
vernetzt oder vulkanisiert.
Dadurch ist es möglich, die Anordnung konstruktiv zu vereinfachen und diese unmittelbar im Anschluß an
eine Zargenschweißmaschine und der Nahtbeschichtungseinrichtung anzuordnen. Bei dieser
Anordnung kann gleichzeitig die bereits vorhandene Zargentransporteinrichtung, z. B. das Magnetband,
benutzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 - eine partiell zu erwärmende Zarge
Fig. 2 - eine Erwärmungseinrichtung im Querschnitt
Fig. 1 zeigt eine partiell erwärmte Zarge 1 mit der axialen Erwärmungszone 5 der Breite b. Nur im
schraffierten Bereich erfolgt ein wesentlicher Wärmeeintrag. Die Energieeinsparung gegenüber
konventionellen Induktionsanlagen wird deutlich.
Die Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Induktorausführung.
Hin- und Rückleiter 3 sind um den Winkel &agr; zueinander
versetzt zur Erwärmungszone 5 angeordnet.
Die Zarge 1 wird mittels einem nicht näher dargestellten Transportmechanismus mit der
Geschwindigkeit &ngr; unterhalb am Induktor bewegt. Die Rollen 4 übernehmen die obere Führung.
Die gezeigte Anordnung des Induktors bezüglich der Zargenoberfläche ist dadurch_gekennzeichnet, daß
sowohl das Innen- als auch das Außenfeld des Induktors zur Erwärmung beiträgt.
Da der Induktor ein Innen- und ein Außenfeld aufweist, die in ihrer Wirkungsweise sehr
unterschiedlich sind, ergeben sich unterschiedliche Wirkungen auf die Erwärmung. Durch eine geeignete
Wahl des Winkels &agr; kann die Wirkung des Innen- und Außenfeldes gegeneinander beeinflußt werden. So ist
es zum Beispiel möglich, eine Kantenüberhitzung am Anfang und Ende der Zarge 1 zu vermeiden und einen
annähernd konstanten Temperaturverlauf längs der Erwärmungszone 5 zu erreichen.
Claims (1)
- SchutzanspruchAnordnung zum Erwärmen metallischer Zargen, bestehend aus einer Induktionseinrichtung und einer Zargentransporteinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie von Hin- und Rückleiter des Längsinduktors mit der Oberflächennormalen, die durch das Zentrum der Erwärmungszone geht, einen Winkel &agr; bildet, und dieser Winkel im Bereich 0° < &agr; < 90° liegt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29517738U DE29517738U1 (de) | 1995-11-09 | 1995-11-09 | Anordnung zum Erwärmen metallischer Zargen |
| EP95118736A EP0715140A1 (de) | 1994-12-01 | 1995-11-29 | Verfahren zum Erwärmen metallischer Zargen und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29517738U DE29517738U1 (de) | 1995-11-09 | 1995-11-09 | Anordnung zum Erwärmen metallischer Zargen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29517738U1 true DE29517738U1 (de) | 1996-02-15 |
Family
ID=8015187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29517738U Expired - Lifetime DE29517738U1 (de) | 1994-12-01 | 1995-11-09 | Anordnung zum Erwärmen metallischer Zargen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29517738U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011102191A1 (de) * | 2011-05-21 | 2012-11-22 | Eisenmann Ag | Verfahren und Anlage zum Lackieren von Blockgasflaschen |
-
1995
- 1995-11-09 DE DE29517738U patent/DE29517738U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011102191A1 (de) * | 2011-05-21 | 2012-11-22 | Eisenmann Ag | Verfahren und Anlage zum Lackieren von Blockgasflaschen |
| DE102011102191B4 (de) | 2011-05-21 | 2019-10-17 | Eisenmann Se | Verfahren und Anlage zum Lackieren von Druckgasflaschen |
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