DE29515833U1 - Werkzeughandgriff für einen Schraubendreher - Google Patents
Werkzeughandgriff für einen SchraubendreherInfo
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Description
KN/wi 95726G Werkzeughandgriff für einen Schraubendreher
Die Erfindung betrifft einen Schraubendreherhandgriff mit
einer Klinge, mit einem um die Klinge gespritzten Griffkern aus Hartkunststoff, der eine klingenabgewandt
angeordnete, ballige Endkappe aufweist, mit einer Ummantelung aus Weichkunststoff, die den Griffkern ohne
die Endkappe einschließt und formschlüssig mit diesem verbunden ist, und mit einem in seinem der Endkappe
zugeordneten Abschnitt eingeformten Querloch.
Bei Handgriffen der voranstehend'genannten Art dient die
Endkappe zum einen zum Abstützen der Handinnenfläche bei Benutzung des Schraubendrehers. Zum anderen wird die
Endkappe auch als Schlagfläche benutzt, wenn beispielsweise schwergängige Schrauben gelöst werden
sollen.
Der Zweck der Ummantelung des Griffkerns besteht bei Werkzeughandgriffen der voranstehend genannten Art darin,
dem Handgriff eine gute Griffigkeit zu verleihen. Diese vermindert auch bei starker Belastung der Handinnenfläche
während des Drehens des Werkzeugs die Gefahr einer Verletzung.
Der Zweck des im Bereich der Endkappe angeordneten Querlochs besteht schließlich darin, einen Ansatz für
einen Hebel zu bieten, welcher bei Bedarf zum Lösen oder Anziehen von schwergänigen Schrauben benutzt wird.
Auf dem Markt angebotene, druckschriftlich nicht näher belegbare Schraubendreher weisen Handgriffe mit im
wesentlichen vierkantigem Querschnitt auf. Der Griffkörper besteht bei diesen Handgriffen aus
Hartkunststoff und weist aus Weichkunststoff gebildete Griff-Flächen auf, die beginnend unterhalb der Griffkappe
sich in Längsrichtung zur Klinge des Schraubendrehers hin erstrecken. Das Querloch ist dabei verhältnismäßig dicht
am Griffende im Bereich der Endkappe des Griff angeordnet.
Die Anordnung des Querloches nach am Griffende ist nachteilig im Hinblick auf die Stabilität dieser Zone,
wenn die Griffkappe durch Hammerschläge beansprucht wird. Ein weiterer Nachteil dieses Schraubendreherhandgriffs
besteht darin, daß zwischen dem Hartkunststoff- und den
Weichkunststoff-Flächen der Griffoberfläche lange Kantenbzw.
Grenzzonen vorhanden sind. An den Grenzen zwischen hartem und weichem Kunststoff kann es im Gebrauch zum
Ablösen des Weichkunststoffs von den Grenzkanten des
harten Kunststoffes kommen. Dies bringt die Gefahr einer Blasenbildung auf den Handflächen beim Gebrauch des
bekannten Schraubendrehers mit sich.
Ein gegenüber dem voranstehend erläuterten Schraubendreherhandgriff verbesserter Handgriff ist aus
der Europäischen Patentanmeldung EP 93 00 343 bekannt. Bei diesem bekannten Schraubendreherhandgriff ist der
Kern aus Hartkunststoff bis auf die Enkappe vollständig von Weichkunststoff ummantelt, der stoffschlüssig mit dem
Hartkunststoff des Griffkerns verbunden ist. Dabei ist das Querloch mit einem in Richtung der Klinge gemessenen
Abstand zu der Endkappe angeordnet. Ebenso wie der
Griffkern sind auch die Wandungen des Querlochs und dessen Öffnungsbereiche vollständig mit Weichkunststoff
beschichtet.
Der voranstehend beschriebene Schraubendreherhandgriff hat sich in der Praxis hinsichtlich der Verminderung
einer Gefahr der Verletzung der Handinnenflächen bewährt. Es zeigte sich jedoch, daß die Weichkunststoff-Beschichtung
des Querlochs beim Ansetzen eines Hebels beschädigt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schraubendreherhandgriff der eingangs genannten Art zu
schaffen, welcher bei einem hohen Schutz der Handinnenflächen gegen Verletzung einen großen
Handhabungskomfort bietet und der gleichzeitig robust gegen schlagende Beanspruchung ist.
Die voranstehend genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß bei einem Werkzeughandgriff der Eingangs genannten Art das Querloch ausschließlich in dem
Hartkunststoff des Griffkerns ausgebildet ist und die Öffnungen des Querlochs in von der Endkappe in den
Weichkunststoff hineinreichenden gegenüberliegenden Zungen aus Hartkunststoff angeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das Querloch nicht in der
Endkappe des aus Hartkunststoff bestehenden Griffkern selbst anzuordnen, sondern es gegenüber der Endkappe in
Richtung Klingenspitze versetzt zu positionieren. Dabei ist der Griffkern so ausgeformt, daß sich an die Endkappe
Zungen anschließen, welche die beiden Öffnungen des Querlochs aufnehmen. Dies ermöglicht es, das Querloch
ausschließlich im Hartkunststoffmaterial des Griffkerns anzuordnen. Dabei können die Abmessungen der Zungen
derart bemessen werden, daß ihre Breite auf der einen
Seite ausreicht, die im Querloch beim Ansatz eines Hebels auftretenden Kräfte aufzunehemen. Gleichzeitig kann die
Breite der Zungen so gering bemessen sein, daß möglichst große Flächen zwischen den Zungen frei ist, in denen der
Weichkunststoff der Ummantelung hineinreicht. Auf diese
Weise erfüllt der erfindungsgemäße Werkzeughandgriff die
an den Benutzungskomfort und die Benutzungssicherheit gestellten Anforderungen und kann gleichzeitig problemlos
Hammerschiägen ohne die Gefahr einer Zerströrung der
Endkappe ausgesetzt werden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Schraubendreherhandgriffs ist dadurch gekennzeichnet, daß das Querloch mit Abstand zu dem umlaufenden Rand der
Endkappe angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Anfälligkeit der Endkappe gegen Zerstörung bei
schlagender Beanspruchung weiter vermindert. Darüber hinaus ist bei einer beabstandeten Anordnung des
Querlochs gegenüber der Endkappe das Querloch näher dem Abschnitt des Handgriffs, an dem dieser seine größte
Dicke aufweist. Auch auf diese Weise ist die Belastbarkeit des Querlochs weiter vergrößert.
Um einen möglichst hohen Bedinungskomfort zu erreichen und die Gefahr der Blasenbildung in der Handfläche bei
der Benutzung eines mit dem erfindungsgemäßen Werkzeughandgriffs ausgestatteten Schraubendrehers unter
großer Belastung auf ein Minimum zu reduzieren, sollte der Weichkunststoff oberflächenbündig an die Endkappen
und die von den Endkappen ausgehenden Zungen angeformt sein.
Schließlich kann der Handhabungskomfort des erfindungsgemäßen Schraubendreherhandgriffs auch noch
dadurch gesteigert werden, daß in den Weichkunststoff Grifflächen, insbesondere Griffmulden, eingeformt sind
und die Grifflächen der an die Zungen angrenzenden Abschnitte des Weichkunststoffs in diesem fortgesetzt
sind.
Es hat sich weiterhin als zweckmäßig erwiesen, am klingenseitigen Ende des Griffes den Kerngriff aus
Hartkunststoff in Form eines kurzen Ansatzes ohne Ummantelung aus Weichkunststoff hervorstehen zu lassen.
Auf diese Weise ist deutlich erkennbar, daß der Kerngriff aus Hartkunststoff sich über die ganze Länge des Griffes
erstreckt und ihm uneingeschränkte Stabilität gibt·.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 einen Schraubendreher in teilweise aufgebrochener seitlicher Ansicht;
Fig. 2 den Schraubendreher nach Figur 2 im Längsschnitt entlang der Schnittlinie
I -I die Fig. 1.
Der in den Figuren gezeigte Schraubendreher 1 weist einen Werkzeughandgriff 2 mit einem Griffkern 3 aus
Hartkunststoff, beispielsweise Polypropylen, auf. Der
Griffkern ist um die Klinge 4 des Schraubendrehers gegossen und unlösbar mit diesen verbunden. Darüber
hinaus weist der Werkzeughandgriff 2 eine stoffschüssig
und unlösbar mit: dem Griffkern 3 verbundene Ummantelung aus dem Bereich Kunststoff, beispielsweise
thermoplastischem Elastomer, auf.
Der Griffkern 2 weist einen annähernd rotations-ellipsoide Form auf, deren größte Durchmesser
in der oberen Hälfte des Griffkerns 3 angeordnet ist. Am
oberen Ende des Griffkerns 3 ist einstückig eine ballige Endkappe 6 mit einer glatten Stützfläche 6a angeformt,
die frei von Gußgraten oder -nähten ist.
Zwei Zungen 9 sind nach Art von Absätzen an den Griffkern 3 angeformt Zungen 9. Die Zungen 9 ragen ausgehend von
der Endkappe 6 in den Weichkunststoff der Ummantelung 5 hinein, ohne von dieser bedeckt zu sein.
Die übrigen Bereiche des Griffkerns 3 sind bis auf einen am klingenseitigen Ende des Griffkerns 3 ausgebildeten
Ansatz 15 vollständig von der Ummantellung 5 aus Weichkunststoffs umgeben, welche an den Rand der
Endkappen 6 bzw. der Zungen 9 oberlächenbündig angeformt ist.
Ein Querloch 10 ist quer zur Längsachse A des Schraubendrehers 1 derart angeordnet, daß seine beiden
Öffnungen 10a, 10b in den Zungen 9 münden. Dabei ist das Querloch 10 mit einem Abstand a vom umlaufenden Rand 6b
der Endkappe 6 angeordnet, so daß es nahe dem dicksten Bereich des Schraubendrehergriffs 2 postioniert ist.
In der Oberfläche 12 der Ummantellung 5 sind mehrere in Umfangsrichtung im Wesentlichen gerade Grifflächen 14
ausgebildet, die sich in achsialer Längsrichtung vom oberen zum unteren Ende der Ummantelllung erstrecken.
Diejenigen der Grifflächen 14, welche an die Zungen 9 angrenzen, sind in diesen fortgesetzt, um eine möglichst
gleichmäßige Abstützung der Handinnenfläche bei Benutzung
des Schraubendreher 1 zu erreichen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Schraubendrehers 1 erhält man einen Griff, der im
gesamten Umfangsbereich hautschonend und griffig ist. Dort, wo hohe Kräfte benötigt werden, also im Bereich der
Endkappe 6 ist der Schraubendreherhandgriff 2 massiv
ausgebildet, so daß er hier schlagfest ist. Der Schraubendreherhandgriff 2 wird nicht durch ein in der
Endkappe 6 angeordnetes Querloch 12 geschwächt, weil das Querloch 12 zur Klinge 4 des Schraubendrehers 1 hin
versetzt postioniert ist. Gleichwohl ergibt sich eine gute Hebelwirkung im Hartmaterial, weil im Breien des
Querlochs 12 wegen der in die Ummantelung aus Weichkunststoff hineinreichenden Zungen 9 nur
Hartmaterial vorhanden ist.
Claims (4)
- KN/wi 95726GAnsprücheSchraubendreherhandgriff rait einer Klinge (4), mit einem um die Klinge (4) gespritzten Griffkern (3) aus Hartkunststoff, der eine klingenabgewandt angeordnete, ballige Endkappe (6) aufweist, mit einer Ummantelung (5) aus Weichkunststoff, die den Griffkern (3) ohne die Endkappe (6) einschließt und formschlüssig mit diesem verbunden ist, und mit einem in seinem der Endkappe (6) zugeordneten Abschnitt eingeformten Querloch (10), dadurchgekennzeichnet, daß das Querloch (10) ausschließlich im Hartkunststoff des Griffkerns (3) ausgebildet ist und die Öffnungen {10a,b) des Querlochs (10) in von der Endkappe (6) in den Weichkunststoff der Ummantelung (5) hineinreichenden, gegenüberliegenden Zungen (9) aus Hartkunststoff ange&ogr;rdnet sind.
- 2. Schraubendreherhandgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querloch (10) mit Abstand zu dem umlaufenden Rand der Endkappe (6) angeordnet ist.
- 3. Schraubendreherhandgriff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ummantelung (5) aus Weichkunststoff oberflächenbündig an die Endkappe (5) und die Zungen (9) angeformt ist.
- 4. Schraubendreherhandgriff nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ummantelung (5) Grifflachen (14), insbesondere Griffmulden, eingeformt sind und die Grifflächen (14) der an die Zungen (9) angrenzenden Abschnitte der Ummantelung (5) in diesem fortgesetzt sind.Schraubendreherhandgriff nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an seinem klingenseitigen Ende ein kurzer Ansatz (15) des Griffkerns (3) aus Hartkunststoffs frei liegt und nicht von Weichkunststoff ummantelt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE102007015069A1 (de) | 2007-03-29 | 2008-10-02 | Felo-Werkzeugfabrik Holland-Letz Gmbh | Handgriff für ein Werkzeug, insbesondere einen Schraubendreher |
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-
1995
- 1995-10-06 DE DE29515833U patent/DE29515833U1/de not_active Expired - Lifetime
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