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DE2945769A1 - Lastabhaengiges steuersystem fuer bremsdruckverteilung - Google Patents

Lastabhaengiges steuersystem fuer bremsdruckverteilung

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Publication number
DE2945769A1
DE2945769A1 DE19792945769 DE2945769A DE2945769A1 DE 2945769 A1 DE2945769 A1 DE 2945769A1 DE 19792945769 DE19792945769 DE 19792945769 DE 2945769 A DE2945769 A DE 2945769A DE 2945769 A1 DE2945769 A1 DE 2945769A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chamber
valve
pressure
brake
input
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19792945769
Other languages
English (en)
Inventor
Yukichi Sekiguchi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanwa Seiki Ltd
Original Assignee
Sanwa Seiki Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sanwa Seiki Ltd filed Critical Sanwa Seiki Ltd
Publication of DE2945769A1 publication Critical patent/DE2945769A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/26Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels
    • B60T8/28Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels responsive to deceleration
    • B60T8/282Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels responsive to deceleration using ball and ramp

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Hydraulic Control Valves For Brake Systems (AREA)

Description

  • Lastabhängiges Steuersystem für Bremsdruckver-
  • teilung Die Erfindung betrifft ein lastabhängiges Steuersystem für die Bremsdruckverteilung bei Kraftfahrzeugen.
  • Bei Kraftfahrzeugen, insbesondere bei Liefer- und Lastwagen, steigt der Schwerpunkt nach oben, wenn das Fahrzeug beladen ist. Wenn daher die Bremsen betätigt werden, um das Fahrzeug schnell zu verzögern, erhöht eine Gewichtsverschiebung die auf die Vorderräder wirkende Last und verringert die auf die Hinterräder wirkende Last. Folglich wird der Bremsdruck auf di Hinterradbremse zu hoch und verursacht ein Blockieren der Hinterräder. Das bringt das Fahrzeug in eine gefährliche Situation, in der die Gefahr eines Rutschens der Hinterräder auf der Fahrbahn besteht, so daß das Fahrzeug mit seinem Heck ins Schleudern geraten kann. Um ein Rutschen der Hinterräder bei einem zu starken Abbremsen der Hinterräder zu vermeiden, sind bereits viele Vorschläge für Steuereinrichtungen zur Druckverteilung gemacht worden, von denen einige bereits im praktischen Einsatz sind und die darauf beruhen, daß die Druckverteilungs-Steuereinrichtung bei einer vorbestimmten Höhe der Verzögerung des Fahrzeugs anspricht, um den Druck der Hinterradbremsen relativ zu dem der Vorderradbremsen verringern, so daß die Druckverteilung zwischen den Vorder-und Hinterradbremsen soweit wie möglich einen idealen Wert erreicht. Ein Typ dieser Druckverteilungs-Steuereinrichtung weist ein G-Fühlerventil auf, das vorzugsweise mit einem Proportionalventil zusammenarbeitet und einen Ventilkörper hat, der in einem Ventilgehäuse angeordnet ist und auf einer geneigten Fläche im Ventilgehäuse abrollt, wenn die Fahrzeugverzögerung einen vorbestimmten Wert überschreitet, wodurch dann der zu den Hinterradbremsen geleitete Druck verringert wird. Nachdem das G-Fühlerventil auf diese Weise gewirkt hat, reduziert das Proportionalventil den zu den Hinterradbremsen geleiteten Druck relativ zu dem auf die Vorderradbremsen wirkenden Druck.
  • Bei dem erwähnten G-Fühlerventil ist der Neigungswinkel der geneigten Fläche des Ventilgehäuses durch den Winkel festgelegt, unter dem das Ventilgehäuse mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden ist. Dadurch spricht das G-Fühlerventil lediglich auf einen bestimmten Verzögerungswert an. Dem steht gegenüber, daß eine ideale Druckverteilung zwischen den Vorder- und Hinterradbremsen mit der Last des Fahrzeugs variiert. Daher war es mit den bisher bekannten Druckverteilungs-Steuereinrichtungen unmöglich, einen Bremseffekt zu erzeugen, der der idealen Druckverteilung zwischen den Vorder- und Hinterradbremsen angenähert ist.
  • Um das genannte Problem zu lösen, wurde ein lastabhängiges Steuersystem für die Bremsdruckverteilung entwickelt, das eine V-Fühlerventileinheit umfaßt, die ihren Neigungswinkel des G-Fühlerventils in Abhängigkeit von Anderungen des vom Bremsventil oder Geberzyl inders gelieferten Bremsdrucks ändern kann um das G-Fühlerventil bei optimaler Verzögerung in Abhängigkeit mit der vom Kraftfahrzeug getragenen Ladung zu betätigen.
  • Dieses System ist ausführlich in der DE-OS 2 855 717 der Anmelderin beschrieben.
  • Mit Hilfe des zuvor beschriebenen Systems ist das genannte Problem im wesentlichen gelöst. Insbesondere hat sich ergeben, daß man ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, wenn man als Arbeitsfluid oder Bremsfluid bzw. Flüssigkeit ein nicht komprimierbares, unter Druck gehaltenes Ul einsetzt. Wenn man jedoch als Bremsfluid Druckluft mit hoher Kompressibilität einsetzt, so führt eine Verzögerung der Druckübertragung aufgrund der Komprimierbarkeit zu einer Beeinträchtigung der Leistung des Systems. Insbesondere wird bei einem Luftbremssystem unter Verwendung von komprimierter Luft als Arbeitsfluid Druckluft vom Bremsventil zum G-Fühlerventil über das Proportionalventil zur Hinterradbremskammer geliefert. In diesem Falle beeinträchtigen verschiedene Faktoren dieses System, und zwar Faktoren hinsichtlich der Verzögerung der Druckübertragung, beispielsweise der dem Arbeitsfluidstrom durch die Leitungen entgegengesetzte Widerstand, die Kapazität der Bremskammer und dergleichen, so daß die Erhöhung des Drucks in der Hinterradbremskammer bezüglich des Druckanstieqs in der G-Fühlerventilkammer verzögert ist. Als Ergebnis wird schließlich der Druck in der G-Fühlerventilkammer höher als der Druck in der Hinterradbremskammer. Dieser Druckunterschied ist vernachlässigbar, wenn die Bremse mit normaler Geschwindigkeit betätigt wird, er führt jedoch zu einer bemerkenswerten Wirkung, wenn die Bremse schnell betätigt wird,s daß dies selbst bei Betätigung des G-Fühlerventils beim Fühlen der optimalen Verzögerunq der Druckunterschied dazu führt, daß der Druck in der Hinterradbremskammer anstieg, bis er die Höhe des Drucks in der r,-Fühlerventilkammer erreicht. Der Zeitpunkt, zu dem der Anteil der Bremsdruckverteilung beim Hinterrad abzunehmen beginnt, liegt hinter dem Zeitpunkt, zu dem das G-Fühlerventil betätigt wird oder dem optimalen Zeitpunkt zur Einleitung einer Druckabnahme. Daher würde die Druckverteilung auf die Hinterradbremsen von einem idealen Verteilungsschema abweichen und das Problem, daß die Hinterradbremsen zu scharf wirken, würde trotz des Umstands, daß das G-Fühlerventil eine optimale Verzögerung fühlt und normal arbeitet, noch vergrößert werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein lastabhängiges Steuersystem für die Bremsdruckverteilung zu schaffen, das im Hinblick auf die zuvor benannten Nachteile des bekannten Systems bewirkt, dae der Anteil des Bremsdruck-Verteilungsverhältnisses der Hinterräder im wesentlichen zum selben Zeitpunkt abzunehmen beginnt, zu dem das G-Fühlerventil betätigt wird, sobald es eine optimale Verzögerung in Obereinstimmung mit der vom Fahrzeug beförderten Ladung fühlt, und zwar stets unabhängig von der Art, in der die Bremse betätigt wird, so daß das System jederzeit eine angenähert ideale Vorder- und Hinterrad-Bremsdruckverteilung ergibt.
  • Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung wird nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert.
  • Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung in teilweise geschnittener Ansicht der Hauptkomponenten und -elemente des lastabhängigen Steuersystems für Bremsdruckverteilung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, Figur 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II gemäß Figur 1 zur Darstellung der G-Fühlerventileinheit und des Gehäuses der simulierten Kammer, Figur 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III gemäß Figur 1 und Figur 4 eine schematische Ansicht, die der Figur 1 entspricht, bei der jedoch eine andere Ausführungsform unter Verwendung eines Proportionalservoventils dargestellt ist.
  • Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen werden nunmehr bevorzugte Ausführungsformen beschrieben. In Figur 1 ist zu sehen, daß das erfindungsgemäße lastabhängige Steuersystem für Bremsdruck verteilung in ein Luftbremssystem eingebaut ist, das einen Drucklufttank 1 und ein Bremsventil 2 umfaßt. Dieses erhält vom Tank 1 Druckluft. Das Luftbremssystem umfaßt auch eine Vorderradbremskammer 5, die über Leitungen 3 und 4 mit dem Bremsventil 2 verbunden ist, sowie eine Hinterradbremskammer 9, die über die Leitungen 3, 6, 7 und 8 mit dem Bremsventil 2 verbunden ist. Das Steuersystem umfaßt eine G-Fühlerventileinheit 10 und eine Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung 12, welche in die Leitungen 6 und 7 montiert sind, die mit der Hinterradbremskammer 9 verbunden sind. Die Vorrichtung 12 ist so konstruiert, daß sie eine Zeitkonstante liefert, die im wesentlichen gleich einer Anstiegszeitkonstante des Bremsdrucks in der Hinterradbremskammer 9 ist, und die Einheit 10 ist mit der Vorrichtung 12 so verbunden, daB ein von der Vorrichtung 12 gelieferter modifizierter Druck in ein G-Fühlerventil 11 eingeführt und der Neigungswinkel des G-Fühlerventils al R-eaktion auf änderungen des modifizierten Drucks eingFstellt wirt Die Vorrichtung 12 umfaßt ein Drosselorgan 15, das an einer Einlaßöffnung 14 vorgesehen ist. Die Einlaßöffnung 14 ist über eine Leitung 13 mit den Leitungen 6 und 7 verbunden. Die Vorrichtung umfaßt auch ein Gehäuse oder einen Körper 17, das bzw. der darin eine simulierte Kammer (simulated chamber) 16 begrenzt. Die Vorrichtung 12 ist so augestaltet, daß sie die qenannte Zeitkonstante im wesentlichen gleich der Anstiegsverzögerungs-Zeitkonstante des Drucks in der Bremskammer 9 liefert, indem die Kapazitäten des Drosselorgans 15 und der simulierten Kammer 15 in geeigneter Höhe gehalten werden. Eine andere geeignete Konstruktion kann zur Lieferung der genannten, vorgegebenen Zeitkonstante verwendet werden. Die Einheit 10 ist innerhalb der simulierten Kammer 16 angeordnet, so daß sie von dieser unmittelbar einen modifizierten Druck empfängt.
  • Die Anordnung, in der die Einheit 10 in die Vorrichtung 12 eingebaut ist, ist vorteilhaft insofern, als man bei einem Steuersystem der beschriebenen Art eine kompakte GröBe erzielt. Die Ausführungsform dieser Konstruktion wird als besonders geeignet angesehen. Jedoch ist die Erfindung nicht auf diese spezifische Konstruktion beschränkt, und andere Ausführungsformen oder geeiqnete Konstruktionen können entsprechend herangezogen werden.
  • Im Prinzip entspricht die G-Fühlerventileinheit 10 hinsichtlich Konstruktion und Funktion der in der genannten DE-OS 2 855 717 offenbarten Konstruktion mit der Ausnahme, daß man anstelle eines Drucks vom Bremsventil 2, der unmittelbar angewendet wird, einen modifizierten Druck aus der simulierten Kammer 16 anwendet.
  • Das G-Fühlerventil 11 der Einheit 10 umfaßt ein Ven-tilgehäuse oder einen Körper 20, der darin mit einer VentilLLmmer 18 und einem hiermit in Verbindung stehenden Durchgang 1-9 versehen ist, wobei die Kammer 18 einen Ventilkörper oder eine Kugel 23 aufweist, welche sich auf einer geneigten Oberfläche 21 rollen bewegen kann, so daß sie mit einem Ventilsitz 22 in Eingriff gelangt bzw. diesen wieder freigeben kann. Wenn die Kugel 23 mit dem Ventilsitz 22 in Kontakt gebracht wird, wird die Verbindung zwischen der Kammer 18 und dem Durchlaß 19 blockiert, mit anderen Worten wird das G-Fühlerventil 11 betätigt. Das Gehäuse 20 ist auch mit einer Einlaßöffnung 24 ausgeformt, mit deren Hilfe die simulierte Kammer 16 mit der Ventilkammer 18 in Verbindung steht. Das Gehäuse 20 weist, wie in Figur 2 dargestellt, an seinem Kopf einen Schaft 25 auf, der mit einer Auslaßöffnung 26 versehen ist, welche mit dem Durchlaß 19 in Verbindung steht. Der Schaft 25 ist in Lagern 27 gelagert, die in einer horizontalen Uffnung 28, welche im Gehäuse 17 der simulierten Kammer ausgeformt ist, eingelassen wurden.
  • Wie in der Figur 3 deutlich dargestellt, umfaßt die G-Fühlerventileinheit 10 einen Kolben 31 mit Kolbenstange 30, die schwenkbar mit dem Kolben 31 über einen Stift 29 verbunden ist, wobei das Ganze in einem unteren Teil des Gehäuses 20 anqeordnet ist. Wenn sich der Kolben 31 bewegt, dreht sich das Gehäuse 20 um den Schaft 25, um eine Anderung des Neigungswinkels der geneigten Oberfläche 21 der Kammer 18 zu bewirken.
  • Der Kolben 31 ist in einer Zylinderkammer 32 untergebracht, die im Gehäuse 17 der simulierten Kammer so ausgeformt ist, daß deren Oberfläche auf der Seite des Stabs 30 zur simulierten Kammer 16 hin frei ist. Das Gehäuse 17 ist mit einer Entlüftungsöffnung 33 versehen, über welche die Zylinderkammer 32 mit der Atmosphäre in Verbindung steht, wobei die Zylinder-l kammer 32 eine Feder 34 aufweist, die darin befestigt ist, um den Kolben 31 zur simulierten Kammer 16 zu drücken.
  • Unter Bezugnahme wiederum auf Figur 1 weisen die Leitungen 7 und 8, welche das Bremsventil 2 mit der Bremskammer 9 verbinden, ein Proportionalventil 43 auf, das eine erste Eingabekammer 40 mit kleinerem Durchmesser, eine zweite Eingabekammer 41 mit größerem Durchmesser und eine Ausgabekammer 42 umfaßt.
  • Die Eingabekammer 40 ist mit der Leitung 7 verbunden, und die Ausgabekammer 42 ist mit der Leitung 8 verbunden, während auf die Eingabekammer 41 ein Bremsdruck vom Bremsventil 2 übermittelt wird, noch bevor das G-Fühlerventil 11 betätigt wird, und auf die ein modifizierter Druck vom G-Fühlerventil 11 übertragen wird, sobald dieses betätigt wurde. Die Steuerun des auf die zweite Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 übertragenen Drucks erfolgt durch eine Druckübertragungs-Steuervorrichtung 44, welche in die Leitungen 6 und 7 eingesetzt ist, um in Verbindung mit der Betätigung des G-Fühlerventils 11 zu arbeiten.
  • Die Druckübertragungs-Steuervorrichtung 44 ist nicht unbedingt erforderlich und kann weggelassen werden, wenn - wie in der DE-OS 2 855 717 offenbart - das G-Fühlerventil so konstruiert ist, daß es einen modifizierten Druck überträgt, ohne daß irgendeine Modifizierung zur zweiten Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 erfolgt. Wenn jedoch ein modifizierter Druck zur Kammer 41 übertragen wird, bevor das G-Fühlerventil 11 betätigt wird, so würde ein Druck mit einer Anstiegsverzögerung im Vergleich zu dem vom Bremsventil 2 zur ersten Eingabekammer 40 übertragenen Druck zur zweiten Eingabekammer 41 übertragen werden, wodurch der Bremsdruck auf den Hinterrädern etwas niedriger als der Bremsdruck auf den Vorderrädern wäre. Es ist somit bevorzugt, die erläuterte Konstruktion zu wählen, wobei man die Vorrichtung 44 um denselben Druck vom Bremsventil 2 zur ersten Eingabekammer 40 und zur zweiten Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 vor der Betätigung des G-Fühlerventils 11 zu übertragen.
  • I Die Konstruktion des Proportionalventils 43 ist bekannt und ausführlich in der genannten DE-OS 2 855 717 beschrieben.
  • Nachstehend wird die Konstruktion der Vorrichtung 44 beschrieben. Unter neuerlicher Bezugnahme auf Figur 1 ist zu versehen, daß die Vorrichtung 44 eine Unterdruckservo-Ventilvorrichtung (reduced pressure relay valve means) 62 und eine Wechsel-Ventilvorrichtung (change-over valve means) 63 aufweist, die miteinander einstückig verbunden sind und denen eine Druckverschluß kammer (pressure sealing chamber) 61 gemeinsam ist, die über eine Leitung 60 mit der Auslaßöffnung 26 des G-Fühlerventils 11 verbunden ist. Die Druckverschlußkammer 61 ist so ausgebildet, daß sie darin einen zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils 11 erhaltenen modifizierten Druck von der simulierten Kammer halten kann. Die Vorrichtung 62 umfaßt eine Unterdruckkammer 64, die mit der Atmosphäre In Verbindung gelangen kann, und deren Innendruck auf einer Höhe gehalten wird, die zu sämtlichen Zeitpunkten nicht höher als die des Innendrucks der Kammer 61 ist. Die Vorrichtung 44 umfaßt eine Arbeitskammer 67, die mit der simulierten Kammer 16 über eine Auslaßöffnung 65 und eine Leitung 66 verbunden ist, eine erste Ventil kammer 69, die über eine Leitung 68 mit den Leitungen 6 und 7 verbunden ist, eine zweite Ventil kammer 71, die über eine Leitung 70 mit der Kammer 64 der Unterdruckservo-Ventilvorrichtung 62 verbunden ist und eine dritte Ventilkammer 73, die über eine Leitung 72 mit der zweiten Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 verbunden ist.
  • Vor der Betätigung des G-Fühlerventils 11 wird die Ventilkammer 41 der Vorrichtung 43 geschlossen, um einen Druck vom Bremsventil 2 zur Eingabekammer (input chamber) 41 der Proportional kammer (proportioning chamber) 43 über die Ventilkammern 68 und 73 einzuführen. Nach der Betätigung des G-Fühlerventils 11 wird die Vorrichtung 63 durch die Differenz der Werte zwischen dem modifizierten Druck der simulierten Kammer, der in der Kamq mer 61 eingeschlossen ist und dem modifizierten Druck der simulierten Kammer, der auf die Kammer 67 übertragen wird, umgeschaltet, so daß die Ventilkammer 67 geschlossen ist und ein Druck von der Kammer 64, der im wesentlichen gleich dem modifizierten Druck der simulierten Kammer, welcher in der Kammer 61 eingeschlossen ist, auf die Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 über die Ventil kammern 71 und 73 übertragen wird. Diese Konstruktion der Vorrichtung 44 ist vorteilhaft insofern, als es möglich ist, eine kompakte Gesamtgröße eines Steuersystems, beispielsweise bei der Konstruktion der zuvor unter Bezug genommenen Vorrichtung 12 zu erhalten.
  • Selbstverständlich kann man jegliche geeignete Konstruktion für die Vorrichtung 44 heranziehen.
  • Insbesondere umfaßt die Vorrichtung 44 ein Gehäuse 74, das im Inneren unter Bildung eines Raums geformt ist, der in die Druckverschlußkammer61, die Unterdruckkammer 64 und die Ventilkammern 69, 71 und 73 unterteilt ist. Das Gehäuse 74 enthält eine Ventilplatte 75, die über ein Diaphragma 76 auf der Oberfläche der Innenwandung des Gehäuses 74 getragen wird, so daß die Kammern 61 und 64 voneinander luftdicht durch die Ventilplatte 75 und das Diaphragma 76 getrennt sind. Ein Auslaßventilsitz 77 arbeitet mit der Platte 75 zusammen und ist auf der Oberfläche der Innenwand des Gehäuses 74 geformt, um einen Durchgang zu begrenzen, welcher über eine im Gehäuse 74 eingeformte Auslaßöffnung 78 mit der Atmosphäre in Verbindung steht. Wenn somit der Druck in der Kammer 61 höher als der in der Kammer 64 wird, fördert der Druckunterschied die Platte 75 in Eingriff mit dem Sitz 77, so daß die Verbindung zwischen der Kammer 64 und der Atmosphäre unterbrochen wird. Wenn der Druck in der Kammer 64 größer als der in der Kammer 61 ist, drückt der höhere Druck in der Kammer 64 die Platte 75 vom Sitz 77 weg, so daß die Kammer 64 mit der Atmosphäre über die Auslaßöffnung 78 in Verbindung steht, so daß der Druck in der Kammer 64 auf eine Höhe verringert wird, die im wesentlichen der des Drucks in der Kammer 61 entspricht. Dann wird die Platt te 75 wieder mit dem Sitz 77 in Kontakt gebracht. Auf diese Weise ist verständlich, daß verhindert wird, daß der Druck in der Unterdruckkammer 64 höher als der in der Druckverschlußkammer 61 wird. Im Gehäuse 74 ist eine Einlaßöffnung mit 79 bezeichnet Sie dient zur Verbindung der Leitung 60 mit der Kammer 61.
  • Eine Auslaßöffnung 80 verbindet die Kammer 60 mit der Leitung 70.
  • Das Gehäuse 74 enthält einen Arbeitskolben 81 für eine hin-und hergehende Bewegung. Dieser ist an einem Ende mit einem Tellerventil 82 und am anderen Ende mit einer Arbeitsplatte 831 verbunden. Das Ventil 82 ist in der Ventilkammer 73 angeordnet Dessen Bewegung bringt die Kammer 73 in Verbindung entweder mit der Kammer 68 oder mit der Kammer 71. Wie die Ventilplatte 75 wird die Platte 83 von der Oberfläche der Innenwand des Gehäuses 74 über ein Diaphragma 84 getragen, so daß die Druckverschlußkammer 61 und die Arbeitskammer 67 voneinander luftdicht durch die Platte 83 und das Diaphragma 84 getrennt sind. Die Platte 83 wird normalerweise über eine Feder 85, die in der Kammer 61 montiert ist, gegen die Kammer 67 gedrückt. Wenn somit der Druck in der Kammer 67 gleich dem in der Kammer 61 ist, wird die Platte 83 durch die Schiebekraft der Feder 85 bewegt, so daß das Ventil 82 die Kammer 71 schließt, wodurch die Ventilkammern 69 und 73 miteinander in Verbindung gelangen. Wenn der Druck in der Kammer 67 größer als der in der Kammer 61 wird, führt der Druckunterschied dazu, daß die Platte 83 gegen die Biegekraft der Feder 85 zur Kammer 61 bewegt wird, so daß das Ventil 82 die Ventil kammer 69 verschließt, um die Ventil kammern 71 und 73 in Verbindung miteinander zu bringen. Vor der Betätigung des G-Fühlerventils 11 werden somit die Drücke in der Ventilkammer 18 und in der simulierten Kammer 16 mit dem jeweils gleichen Wert über die Leitungen 60 bzw. 66 zur Drucksiegelkammer 61 bzw. zur Arbeitskammer 67 übertragen. Sobald jedoch das G-Fühlerventil 11 betätigt ist, wird der zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Füh lerventils 11 erhaltene Druck in der Kammer 61 eingeschlossen, um die darin befindliche Druckhöhe konstant zu halten, während ein erhöhter Druck von der simulierten Kammer 16 noch immer zur Kammer 67 übertragen wird. Es ist ersichtlich, daß, wie zuvor gesagt, die Wechsel-Ventil vorrichtung 63 einen Druck vom Bremsventil 2 zur Eingabekammer 61 des Proportionalventils 43 vor der Betätigung des G-Fühlerventils überträgt und den Druck in der Unterdruckkammer 64, der im wesentlichen gleich dem modifizierten Druck in der simulierten Kammer zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils ist, zur Eingabekammer 41 überträgt, sobald das G-Fühlerventil betätigt wurde.
  • Im Gehäuse 74 verbindet eine Eingabeöffnung 86 die Leitung 66 mit der Arbeitskammer 67. Die Einlaßöffnung 87 verbindet die Leitung 68 mit der Ventil kammer 69. Die Einlaßöffnung 88 verbindet die Leitung 70 mit der Ventilkammer 71. Die Auslaßöffnung 89 verbindet die Ventil kammer 73 mit der Leitung 72.
  • Ein Montageansatz 90 ist einstückig mit dem Gehäuse 17 für die simulierte Kammer ausgebildet, um das Gehäuse - wie in Figur 3 dargestellt - mit einem Fahrzeugrahmen 91 über ein Gewinde zu verbinden.
  • Nachstehend wird der Betrieb des wie zuvor beschrieben konstruierten Steuersystems beschrieben. In den anfänglichen Stadien der Anwendung der Bremse durch Betätigung des Bremsventils 2 wird Druck über die Leitungen 3, 6 und 7 zur Eingabekammer 40 des Proportionalventils 43 übertragen. Der in die Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung 12 und die G-Fühlerventileinheit 10 über die Leitung 13 eingeführte Druck wird über die Leitungen 60 bzw. 66 zur Druckverschlußkammer 61 bzw. Arbeitskammer 67 der Druckübertragunqs-Steuervorrichtung 44 übertragen. Die Drücke in den Kammern 61 und 67 weisen den gleichen Wert auf, so daß in der Wechsel-Ventilvorrichtung 63 kein Umwsckalten erfolgt und der in Figur 1 dargestellte Betriebszustand erhalten bleibt, so daß der Bremsdruck über die Leitungen 3 und 68 zur Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43, die Ventilkammern 69 und 73 der Wechsel-Ventilvorrichtung 63 und zur Leitung 72 übertragen wird. So weisen die aus dem Bremsventil 2 zu den Eingabekammern 40 und 41 übertragenen Drücke im wesentlichen einen gleichen Wert auf mit dem Ergebnis, daß das Proportionalventil 43 einen Druck zur Hinterradbremskammer 9 überträgt, der im wesentlichen gleich dem auf die Vorderrad ibremskammer 5 übertragenen Druck ist.
  • l Wenn die Anwendung der Bremse eine Wirkung zu zeigen beginnt und die Verzögerung des Fahrzeugs ein vorbestimmtes Ausmaß erreicht, fühlt das G-Fühlerventil 11 den Verzögerungsgrad und wird ausgelcst, um in der Druckverschlußkammer 61 der Druckübertragungs-Steuervorrichtung 44 einen Druck zu verschließen, der zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils 11 in der Ventil kammer 18 erzeugt wurde. Da das Gehäuse 17 der simulierten Kammer so konstruiert ist, daß es eine Zeitkonstante liefert, die im wesentlichen gleich der Zunahmeverzögerungs-Zeitkonstante des Drucks in der Bremskammer 9 ist und da der modifizierte Druck auf das G-Fühlerventil 11 aufgebracht wird, ist ersichtlich, daß der in der DruckverschluB-kammer 61 eingeschlossene Druck zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils im wesentlichen gleich dem Druck in der Hinterradbremskammer 9 ist. Zu diesem Zeitpunkt wird durch Ansprechen auf eine Anderung des modifizierten Drucks nach demselben Prinzip wie in der DE-OS 2 855 717 beschrieben, der Neigungswinkel des G-Fühlerventils 11 verändert. Es ist auch ersichtlich, daß das G-Fühlerventil 11 ausgelöst wird, sobald eine optimale Verzögerung festgestellt wird, unabhängig von der Beladung des Fahrzeugs, und zwar so, daß das Steuersystem einen Effekt ergibt, der sich während der gesamten Zeit einer idealen Druckverteilung auf die Vorder- und Hinterräder annähert. Zu diesem Zeitpunkt handelt es sich beim Druck in der Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 um einen solchen, der ohne irgendeine Modifikation vom Bremsventil 2 übertragen wird, so daß der Druck in der Eingabekammer 41 höher als der modifizierte Druck in der Druckverschlußkammer61 ist.
  • Andererseits wird ein noch steigender Druck in der simulierten Kammer 16 zur Arbeitskammer 67 der Wechsel-Ventilvorrichtung 63 übertragen. Somit zwingt der Druckunterschied zwischen den Kammern 67 und 61 den Kolben 81 zu einer in Figur 1 linksgerichteten Bewegungen, so daß die Vorrichtung 63 im wesentlichen gleichzeitig mit der Betätigung des G-Fühlerventils 11 umgeschaltet wird. So wird der Druck in der Eingabe kammer 41 des Proportionalventils 43, der höher als der modifizierte Druck in der Druckverschlußkammer 61 ist, über die Leitung 72, die Ventilkammern 73 und 71 und die Leitung 70 zur Kammer 64 übertragen, wo der höhere Druck reduziert wird, bis er dieselbe Höhe wie der modifizierte Druck in der Kammer 61 erreicht. Sobald daher das G-Fühlerventil 11 betätigt ist, wird ein vorgegebener, modifizierter Druck, der im wesentliche dem zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils in der Hinterradbremskammer 9 herrschenden Druck gleich ist, zur zweiten Eingabekammer 41 des Proportionalventils 43 übertragen, so daß das Proportionalventil 43 einen Druckverteilungsanteil für die Hinterradbremskammer 9 überträgt, indem der Druckverteilungsanteil für die Vorderradbremskammer 5 verringert wird.
  • Die Verringerung des Druckverteilungsanteils beginnt in einem 7Zeitpunkt, in dem das G-Fühlerventil ii betätigt wird, oder einem Zeitpunkt, hei dem eine optimale Verzögerung erzielt wird, die einen Effekt ergibt, der sich einer idealen Verteilung des Bremsdrucks auf die Vorder- und Hinterräder annähert.
  • Es ist ersichtlich, daß erfindungsgemäß der Druckverteilungsanteil für die Hinterräder im wesentlichen zur selben Zeit abnimmt, zu der das G-Fühlerventil betätigt wird, welches wiederum in Abhängigkeit von einem gefühlten optimalen Verzögerungsgrad erfolgt, der mit der vom Fahrzeug getragenen Ladung übereinstimmt, unabhängig von der Art, in der die Bremse betätigt wird und sogar selbst in dem Fall, daß die Bremse rasch betätigt wird. Somit liefert das Steuersystem stets einen Effekt, der sich einer idealen Verteilung des Bremsdrucks zwischen den Vorder- und Hinterrädern annähert.
  • Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte und zuvor beschriebene Ausführungsform verwendet ein bekanntes Proportionalventil 43 zur Obertragung von Druckluft vom Tank 1 zur Hinterradbremskammer 9. Bei einer anderen Art von bekanntem Luftbremssystem ist ein getrennter Drucklufttank zusammen mit einem Servoventil (relay valve) in der Nähe der Bremskammer 9 zusätzlich zum Tank 1 montiert und läßt sich durch das Bremsventil 2 öffnen und schließen. Bei diesem Luftbremssystem bewirkt die Betätigung des Bremsventils 2, daß die Druckluft aus dem Tank 1 das Servoventil betätigt, um hierdurch Druckluft vom getrennten Tank zur Bremskammer 9 zu übertragen. Die vorliegende Erfindung wird nunmehr unter Anwendung eines bei der zuvor genannten Art von Luftbremssystem verwendeten Proportional-Servoventils beschrieben.
  • In Figur 4 umfaßt das allgemein mit der Nummer 100 bezeichnete Proportional-Servoventil eine erste Eingabekammer 101 mit kleinerem Durchmesser, eine zweite Eingabekammer 102 mit qrößerem Durchmesser, eine mittlere Kammer 103, welche Druck aus den ersten und zweiten Finqabekammern 101 und 102 empfängt, eine Auslaßkammer 104, die nii t der mittleren Kammer 10:3 in Verbindung steht und eine Ausströmkammer 105, sowie eine Drucklufteinführungskammer 106, die mit der Auslaßkammer 104 in Verbindung stehen kann. Wenn kein Bremsdruck auf die Eingabekammern 101 und 102 aufgebracht wird, wird die Auslaßkammer 104 mit der Ausströmkammer 105 in Kontakt gebracht, und die Verbindung zwischen der Auslaßkammer 104 und der Drucklufteinführunqskammer 106 wird unterbrochen. Wenn ein Bremsdruck auf die Eingabekammern 101 und 102 aufgebracht wird, wird die Verbindung zwischen der Auslaßkammer 104 und der Ausströmkammer 105 berqestellt, und die Auslaßkammer 104 wird mit der Einführungskammer 106 verbunden.
  • Die Einabekammer 101 des Ventils 100 ist über die Leitung 7 mit dem Bremsventil 2 verbunden. Deren Eingabekammer 102 ist über die Leitung 72 mit der Ventil kammer 73 der Wechsel-Ventilvorrichtung 63 der Druckübertragungs-Steuervorrichtung 44 verbunden. Die Auslaßkammer 104 ist mit der Bremskammer 9 über eine Leitung 107 verbunden und die Einführungskammer 106 ist über eine Leitung 108 mit einem anderen Tank 109 verbunden, welcher vom Tank 1 getrennt ist und durch das Bremsventil 2 geöffnet und geschlossen wird.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Lastabhanqiges Steuersystem für Bremsdruckverteilung, umfassend eine G-Fühlerventileinheit mit einem den Bremsdruck steuernden G-Fühlerventil, welche in Leitungen montiert ist, welche das Bremsventil mit der Hinterradbremskammer verbinden und die ihren Neigungswinkel in Abhängigkeit von änderungen des Bremsdrucks ändern kann, wobei das G-Fühlerventil betätigt wird, sobald es eine mit der Fahrzeugladung in Einklang stehende optimale Verzögerung fühlt, dadurch gekennzeichnet, daß es Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtungen (12) aufweist, welche in die Leitungen (6,7) eingesetzt sind, die das Bremsventil (2) mit der Hinterrad bremskammer (9) verbinden, um eine Zeitkonstante zu ergeben, die im wesentlichen gleich der Anstiegsverzögerungst Zeitkonstante eines Bremsdrucks in der Hinterradbremskammet (9) ist, wobei die Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung (12) mit der G-Fühlerventileinheit (10) so verbunden ist, daß der durch die Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung (12) erzeugte modifizierte Druck auf das G-Fühlerventil (11) der G-Fühlerventileinheit (10) übertragen wird und als Druck zur Veränderung des Neigungswinkels des G-Fühlerventils (11) dient.
  2. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung (12) ein Drosselorga (15) umfaßt, das an der Einlaßöffnung (14) angeordnet ist, die wiederum über die Leitungen (6, 7) mit dem Bremsventil (2) verbunden ist, und daß die Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung (12) ein Gehäuse (17) umfaßt, das eine darin befindliche simulierte Kammer (16) begrenzt, so daß die zuvor genannte Zeitkonstante, die im wesentlichen gleich der Antiegsverzögerungs-Zeitkonstanten des Bremsdrucks in der Hinterradbremskammer (9) ist, durch Einstellen der Kapazitäten des Drosselorgans (15) und der simulierten Kammer (16) auf geeignete Werte geliefert werden kann, und daß die G-Fühlerventileinheit (10) in der simulierten Kammer (16) angeordnet ist.
  3. 3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Proportionalventil (43) umfaßt, das zwischen die Leitungen (7, 8) eingesetzt ist, welche das Bremsventil (2) mit der Hinterradbremskammer (9) verbinden und das eine erste Eingabekammer (40), eine zweite Eingabekammer (41) und ein Ausgabekammer (42) umfaßt, wobei die Eingabekammer (40) mit dem Bremsventil (2) über die Leitung (7) verbunden ist und die Ausgabekammer (42) mit der Hinterradbremskammer (9) über die Leitung (8) verbunden ist, und wobei die zwei te Eingabekammer (41) auf die Hinterradbremskammer (9) vor der Betätigung des G-Fühlerventils (11) einen Bremsdruck vom Bremsventil (2) überträgt und nach der Betätigung des G-Fühlerventils (11) den zum Zeitpunkt seiner Betätigung im G-Fühlerventil (11) herrschenden modifizierten Druck überträgt.
  4. 4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Proportionalservoventil (100) (proportioning relay valve) umfaßt, das über eine Leitung (107) mit der Hinterradbremskammer (9) verbunden ist und eine erste Eingabekammer (101), eine zweite Eingabekammer (102), eine mittlere Kammer (103), welche von den ersten und zweiten Eingabekammern (101, 102) Druck empfängt, eine Auslaßkammer (104), die mit der mittleren Kammer (103) in Verbindung steht und eine Ausströmkammer (105), sowie eine Drucklufteinführungskammer (106), welche mit der Auslaßkammer (104) in Verbindung stehen kann, umfaßt, wobei die Verbindung zwischen der Auslaßkammer (104) und der Drucklufteinführungskammer (106) unterbrochen ist, wenn auf die Eingabekammern (101, 102) kein Bremsdruck ausgeübt wird und wobei die Verbindung zwischen der Auslaßkammer (104) und der Ausströmkammer (105) unterbrochen und die Verbindung zwischen der Auslaßkammer (104) und der Drucklufteinführungskammer (106) hergestellt wird, wenn auf die Eingabekammern (101, 102) ein Bremsdruck ausgeübt wird, wobei die erste Eingabekammer (101) mit dem Bremsventil (2) über die Leitung (7) verbunden ist, die Ausgabekammer (104) mit der Hinterradbremskammer (9) über die Leitung (107) verbunden ist und die Einführungskammer (106) mit einem vom Drucklufttank (1) getrennten Drucklufttank (109 verbunden ist, welcher durch das Bremsventil (2) geöffnet und geschlossen wird, wobei vor der Betätigung des G-Fühlerventils (11) ein Bremsdruck vom Bremsventil (2) auf die zweite Eingabekammer (102) übertragen wird und nach der Betätigung des G-Fühlerventils (11) der zum Zeit punkt der Betätigung des G-Fühlerventils (11) hervorgerufene modifizierte Druck aus der Druckanstiegs-Verzögerungsvorrichtung auf die zweite Eingabekammer (102) übertragen wird.
  5. 5. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es eine in den Leitungen (6, 7) montierte Druckübertragungs-Steuervorrichtung (44) aufweist, die mit dem Proportional ventil (43) oder dem Proportionalservoventil (100) verbunden ist und in Verbindung mit dem G-Fühlerventil (all) zur Durchführung einer Steuerung des auf die zweite Eingabekammer (41) des Proportionalventils (43) oder des auf die zweite Eingabekammer (102) des Proportionalservoventils (100) übertragenen Drucks betätigbar ist.
  6. 6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungs-Steuervorrichtung (44) eine Unterdruckservo-Ventilvorrichtung (62) und ein Wechsel-Ventilvor- vorrichtung (63) umfaßt, welche untereinander einstückig ausgebildet sind und eine Druckverschlu?,kammer (61) gemeinsam haben, die mit einer Auslaßöffnung (26) des G-Fühlerventils (11) über eine Leitung (60) verbunden sind, wobei die Druckverschlußkammer(61) einen zum Zeitpunkt der Betätigung des G-Fühlerventils (11) erhaltenen modifizierten Druck darin verschließenkann, sobald das G-Fühlerventil (11) betätigt wurde, wobei die Unterdruckservo-Ventilvorrichtung (62) eine Unterdruckkammer (64) aufweist, welche mit der Atmosphäre in Verbindung steht und deren Innendruck stets auf einer Höhe gehalten wird, der nicht über dem Innendruck der Druckverschlußkammer(61) lieot,wobei die Wechsel-Ventil vorrichtung (63) eine Arbeitskammer (67) umfaßt, welche über eine Leitung (66) mit der simulierten Kammer (61) verbunden ist, eine erste Ventil kammer (69) aufweist, welche über eine Leitung (68) mit dem Bremsventil (2) verbunden ist, eine zweite Ventil kammer (71) aufweist, die über eine Leitung (70) mit der Unterdruckkammer (64) der Unterdruckservo-Ventilvorrichtung (62) verbunden ist, und eine dritte Ventil kammer (73) aufweist, die über eine Leitung (72)mtt der zweiten Eingabekammer (41) des Proportionalventils (43) oder der zweiten Eingabekammer (102) des Proportionalservoventils (100) verbunden ist.
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