DE2817034C2 - Elektronischer Gleichstromtelegraphiesender - Google Patents
Elektronischer GleichstromtelegraphiesenderInfo
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- H04L25/00—Baseband systems
- H04L25/02—Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
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Description
Netzwerke zur Unterdrückung der höheren Frequenz in
den Telegraphiesignalen sind LC-Filter mit zwei Reihenspulen und einem Parallelkondensator oder mit
einer Reihenspule und zwei Parallelkondensatoren. Wegen der üblichen Telegraphiegeschwindigkeiten sind
die Grenzfrequenzen dieser LC-Filter verhältnismäßig niedrig, so daß vor allem die benötigten Spulen
umfangreich sind und also die Möglichkeiten zur Miniaturisierung der elektronischen Telegraphiesender
erheblich beschränken.
Aus der britischen Patentschrift 12 09 988 ist es bekannt, LC-Filter zur Unterdrückung höherer Frequenzen
in polaren Signalen mit nahezu momentanen Übergängen durch eine Schaltung ohne Spulen zu
ersetzen, die einen ersten Operationsverstärker mit einem derartigen Rückkopplungskreis enthält, daü der
erste Verstärker ein Ausgangssignal mit einer nahezu linearen Neigungskennlinie infolge eines Übergangs in
den polaren Signalen liefert, und weiter einen zweiten Operationsverstärker mit einem derartigen Rückkopplungskreis
enthält, daß der zweite Verstärker ein Ausgangssignai mit einer nahezu sinusoidaien N'eigungskennlinie
infolge eines Ausgangssignals des ersten Verstärkers liefert Die Wirkung dieser S?haltung
beruht im wesentlichen auf den Unterschieden in Form der nichtlinearen Strom-Spannungs-Kennlinien von
Silizium- bzw. Germaniumdioden in dem Übergangsgebiet zwischen ihren leitenden und nichtleitenden
Zuständen.
Noch abgesehen von der Tatsache, daß eine darartige ausgeprägte Abhängigkeit von den Eigenschaften
nichtlinearer Elemente häufig aus praktischen Gründen unerwünscht ist, würde die Anwendung dieser bekannten
Schaltung in elektronischen Telegraphiesendern Änderungen in der bestehenden Senderstruktur erfordem,
die außerdem mit einer beträchtlichen Vergrößerung der Anzahl von Elementen und des Energieverbrauchs
verbunden sind, weil diese Schaltung für die Verarbeitung der hohen Strom- und Spannungswerte
der Telegraphiesignale am Senderausgang nicht geeignet ist und also nicht an derselben Stelle wie die
LC-Filter angebracht werden kann.
Die deutsche Offenlegungsschrift 23 58 003 schlägt bereits einen elektronischen Telegraphiesender vor, bei
dem die höheren Frequenzen in den Telegraphiesignalen
mittels Abflacherschaltungen ohne LC-Filter und ohne Operationsverstärker unterdrückt werden. In
diesem Sender werden die von den Informationssignalen galvanisch getrennten Kommandosignale über eine
Symmetrierschaltung einer als transistorisierter RC-Tiefpaß realisierten Abflacherschaltung zugeführt, deren
Ausgangsspannung eine bipolare Konstantstromquelle derart ansteuert, daß der Leitungsstrom die
Signalform dieser Ausgangsspannung beibehält.
Der bekannte Sender erfordert zur Speisung der Symmetrier- und Abflacher-Schaltungen zwei zusätzliche
Spannungen, die wegen der Anforderungen an Symmetrie und Pegel des Leitungsstromes genau
konstant sein müssen und mit einem zusätzlichen Energieverbrauch verbunden sind, falls sie der TelegrapherhSpannungsquelle
entnommen werden= Weiter werden zur Erfüllung dieser Anforderungen an den Leitungsstrom zwei Abgleichwiderstände notwendig,
deren Einstellungen sich gegenseitig beeinflussen und für jede Telegraphieleitung immer wieder vorzunehmen
sind. Außerdem erfordert dieser Sender zwei komplementäre, linear steuerbare Stromquellen, die je für die
einem maximalen Leitufigsstrom entsprechende Ver
lustleistung zu entwerfen sind, wobei ebenfalls spezielle
Maßnahmen zur Temperaturkompensation verlangt werden. D\p. bereits genannten Nachteile einer Änderung
der bestehenden Senderstruktur und einer beträchtlichen Vergrößerung des Energieverbrauchs
gelten auch für diesen bekannten Sender.
Ferner wurde bereits vorgeschlagen, elektronische Telegraphiesender dadurch zu miniaturisieren, daß die
Spulen in den bestehenden LC-Filtern weggelassen werden. Die Unterdrückung der höheren Frequenzen in
den Telegraphiesignalen erweist sich dann aber als ungenügend, um die Nebensprechstörung in benachbarten
Fernsprechleitungen innerhalb akzeptabler Grenzen zu halten.
In der deutschen Offenlegungsschrift 23 10 940 ist eine Erhöhung der so erreichten Unterdrückung
beschrieben, wobei der das Kommandosignal empfangende Tast-Transistor kapazitiv gegengekcppelt ist und
der so gebildete Miller-Integrator die Übergänge des Kommando'.ignals in langsame, fast lineare Flanken
umwandelt. Abgesehen von den viel .'heren Anforderungen
an den beireffenden Transistor hat diese
bekannte Schaltung den Nachteil, daß sie nur bei niedrigen Geschwindigkeiten bis etwa 50 bd ausreicht
und außerdem eine Änderung der bestehenden Senderstruktur erfordert.
B Zusammenfassung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen elektronischen Telegraphiesender vom erwähnten Typ mit einem
Ausgangsfilter zu schaffen, das die höheren Frequenzen in den Telegraphiesignalen in genügendem Maße
unterdrückt, um den Störungspegel in benachbarten Fernsprechleitungen unterhalb des Sollwertes zu halten,
und das trotzdem nur aus Elementen geringen Umfamgs und niedrigen Preises zusammengestellt ist, wodurch
eine zweckmäßige Miniaturisierung des Senders als ganzes erzielt werden kann.
Der elektronische Telegraphiesender nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsfilter
außerdem mit zwei komplementären zu der Tel· graphieleitung parallelen Zweigen versehen ist,
v/obei infolge eines Polaritätsübergangs des von der Stromquelle gelieferten Leitungsstroms mindestens
einer der beiden Zweige einen Korrekturinipuls mit einer dem Leitungsstrom entgegengesetzten Polarität
der Telegraphieleitung zuführt.
C Kurze Beschreibung der Zeichnungen
An Hand der Zeichnungen werden nunmehr Ausführungsbeispiele der Erfindung und ihre Vorteile näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild eines Gleichstromtelegxaphiesvn^ms
mit einem elektronischen Sender nach dem Stand der Technik,
F i g. 2 ein Airführungsbeispiel einer unipolaren
konstanten Stromquelle, die in dem Sender nach Fig. 1
verwendet werden kann,
Fig. 3 und 4 einige Zeitdiagramme zur Erläuterung der Wirkung des S.nders nach Fig. 1,
F i g. 5 ein Schaltbild einer ersten Ausführungsform eines elektronischen Senders nach der Erfindung.
Fig.6 und 7 einige Zeitdiagramme zuf Erläuterung
der Wirkung des Senders nach F i g. 5,
F i g. 8 ein Schaltbild einer zweiten Ausführungsform eines elektronischen Senders nach der Erfindung,
Fig.9 einige Zeitdiagramme zur Erläuterung der
Wirkung des Senders nach F i g. 8,
F i g. 10 ein Schaltbild einer Abwandlung des Senders nach Pi g. 5, und
Fig. 11 und 12 ein Schaltbild einer ersten bzw. einer
zweiten Abwandlung eines Zweiges im Ausgängsfilter des Senders nach F i g. 8.
D Beschreibung der Ausführungsbeispiele
D(I) Allgemeine Beschreibung
D(I) Allgemeine Beschreibung
In Fig.l ist das Blockschaltbild eines bekannten Systems für polare Gleichstromtelegraphie mit einem
elektronischen Sender 1 dargestellt, in dem binäre informationssignale in Telegraphiesignale umgewandelt
werden, die in Form polarer Leitungsströme auf einen Empfänger 2 über eine Telegraphieleitung 3
übertragen werden. Da die Strom- und Spannungswerte der binären Informationssignale und diejenigen der
Telegraphiesignale in ganz verschiedenen Bereichen liegen, sind diese Signale im Sender 1 gleichstrommäßig
Voneinander getrennt. Der Sender i enthalt dazu einen Eingangskreis 4, mit dessen Hilfe aus den Informations^
Signalen komplementäre Kommandosignale D und D erzeugt werden, die galvanisch von den Informations-Signalen
mit Hilfe bekannter Mittel, wie Transformatoren oder optoelektronischer Kopplungselemente, getrennt
sind. Diese Kommandosignale D. Ό steuern einen Schaltkreis 5, der, je nach dem binären Wert der
Informalionssignale, den positiven Pol + TB oder den negativen Pol - TSeiner Telegraphenbatterie über eine to
unipolare konstante Stromquelle 6 mit der Telegraphieleitung 3 verbindet. In Fig. 1 enthält der Schaltkreis 5
zwei komplementäre Transistoren Γι. T2 und zwei
Dioden Di. D2. wobei ein Ende der Stromquelle 6 mit
dem positiven Pol + TB über den Transistor Γι und mit i'>
der Telegraphieleitung 3 über die Diode D2 und das
andere Ende der Stromquelle 6 mit dem negativen Pol - TB über den Transistor T2 und mit der Telegraphieleitung
3 über die Diode Di verbunden ist.
Wenn für einen binären Wert »1« der Informationssignale das Kommandosignal D seinen niedrigen Wert
und somit das Kommandosignal D seinen hohen Wert annimmt, befinden sich der Transistor Γι und die Diode
ü*, !Π !?;τΞΓΤΐ !"'ί^Γΐίίτ1 7iiclQnH ιιηΗ KpfinHpn eifh Hpr
Transistor T2 und die Diode D2 in ihrem nichtleitenden
Zustand, so daß ein positiver Leitungsstrom U vom
positiven Pol + TB über den Transistor Γι, die Stromquelle 6 und die Diode Di zu der Telegraphieleitung
3 fließt. Für einen binären Wert «0« der Informationssignale befinden sich der Transistor Γι und w
die Diode Di dann in ihrem nichtleitenden Zustand und
befinden sich der Transistor T2 und die Diode D2 dann in
ihrem leitenden Zustand, so daß der negative Leitungsstrom /i vom negativen Pol - Tßüberden Transistor T2.
die Stromquelle 6 und die Diode D2 zu der Telegraphic- ss
leitung 3 fließt
Im Vergleich zu üblichen elektromechanischen Sendern ist der in F i g. 1 gezeigte elektronische Sender
1 nicht nur attraktiv, weil umfangreiche teuere Elemente, wie mechanische Telegraphenrelais und w>
zugehörige Funklöschkreise fehlen, sondern auch weil die Anwendung der konstanten Stromquelle 6 bestimmte
zusätzliche Maßnahmen in diesen üblichen Sendern, wie Ballastlampen zur Sicherung der Telegraphenbatterie
gegen Kurzschlüsse in der Telegraphieleitung 3 oder Abriegelwiderstände zur Einstellung des Leitungsstromes
auf seinem Sollwert überflüssig macht
Obgleich andere Ausführungsformen möglich sind.
wird die unipolare konstante Stromquelle 6 in Fig.l vorzugsweise auf die in Fig.2 dargestellte Weise
ausgeführt, die an sich z. B. aus »VALVO Technische Informationen für die Industrie« Nr1 132, August 1969,
. bekannt ist. Die Stromquelle 6 in F i g. 2 besteht aus zwei parallelen Zweigen 7 und 8, wobei in der Richtung des
gelieferten Stromes I, der Zweig 7 nacheinander einen Widerstand Ri, die Emitter-Kollektorstrecke eines
pnp-Transistors Tj und eine Zenerdiode Zi, und der
in Zweig 8 nacheinander eine Zenerdiode Z8, die
Kollektor-Emitter-Strecke einen npn-Transistor Tg und einen Widerstand Rg enthält. Weiler liefern die
Zenerdioden Zg, Zi die Basisspannungen für die
Transistoren Ti, Tg. Im Zweig 7 ist der Strom durch die
r> Zenerdiode Zi praktisch gleich dem Emitterstrom des
Transistors Ti, wobei der letztere Strom lediglich durch die Zenerspannung V>
der Diode Z8 im Zweig 8, die Basis-Emitter-Spannung Vbedes Transistors Ti und den
Wert R des Widerstandes Ri im Zweig 7 bestimmt wird.
in Dies bedeutet, daß der Strom durch den Zweig 7 von der
Spainiui'ig V5 ubcf uef StrOiTKjüCÜC 5 unabhängig !Si.
Ähnliches gilt für den Strom durch den Zweig 8 und also auch für den Gesamtstrom /„ den die Stromquelle 6
liefert. Um die Verlustleistung pro Transistor zu _>·> beschränken, werden die Ströme durch die beiden
Zweige 7, 8 durch passende Wahl der Widerstände Ri, Rs einander gleich gemacht. Der Gesamistrom /, beträgt
dann
und ist von der Spannung V, über der Stromquelle 6 unabhängig. Dabei wird stillschweigend vorausgesetzt,
daß die Spannung V, größer ist als die sogenannte Kniespannung Vk, d. h. der We^t von V1, für den die
Schaltung nach Fig. 2 noch gerade als Stromquelle wirken kann. Für die in F i g. 2 dargestellte Ausführungsform ist V\ in angemessener Annäherung gleich 2VV.
Wenn eine sehr niedrige Kniespannung Vk erwünscht
ist. kann jede der Zenerdioden Zi, Z8 in F i g. 2 durch die
Reihenschaltung von zwei Siliziumdioden in der Durchlaßrichtung ersetzt werden: VK ist dann in
angem -ssener Annäherung gleich 4 V, wobei die Durch! :ßspannung V>
einer Siliziumdiode um etwa eine ~...ße lordnune niedriger als die Zenerspannung V>
einer Zenerdiode ist. Wenn eine weitere Beschränkung der Transistorverlustleistung erwünscht ist. kann die
Emitter-Kollektor-Strecke jedes der Transistoren Ti, T8
von einem Widersland Ri', Rg überbrückt werden, der
in F i g. 2 gestrichelt dargestellt ist; diese Widerstände Ri'. Rg' gewährleisten außerdem das automatische
Starten der Stromquelle 6 beim Einschalten der Spannung V5.
Der beschriebene elektronische Sender kann .-»wohl
in stromgesteuerten als auch in spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen verwendet werden.
Im stromgesteuerten Systemen sind die Telegraphiesignale
am Eingang der Telegraphieleitung 3 als Ströme definiert, die (nach Ablauf der Obergangserscheinungen)
einen Sollwert, z. B. von 20 mA, aufweisen. Der Eingang des Empfängers 2 wird dann durch ein polares
Relais 9 gebildet, dessen Impedanz so niedrig ist wie auf Grund der erforderlichen Empfindlichkeit bei dem
Sollwertstrom praktisch möglich ist Wenn der beschriebene Sender in derartigen stromgesteuerten Systemen
verwendet wird, wird die Stromquelle 6 nach Fig.2
durch eine geeignete Bemessung der Widerstände Rj, Rg derart eingestellt daß der gelieferte Strom Is diesen
Sollwert aufweist Da in diesen stromgESteuerten
Systemen die Spannung Vs über der Stromquelle 6 stets
viel größer als die Kniespannung VK ist, wirkt die"
Stromquelle 6 stets als eine praktisch ideale konstante Stromquelle.
In spannungsgesteuerten Systemen sind die Telegraphiesignale
affi Eingang der Teiegfaphieleitung 3 als
Spannungen definiert, die (nach Ablauf def Übergangserscheinungen)
einen Sollwert, z. B. von mindestens 75 V b/i" einer Telegraphenbatteriespannung von 80 V,
aufweisen, Der Eingang des Empfängers 2 wird wieder durch ein polares Relais 9 gebildet, das nun aber an die
TelegfäphieleitUhg 3 über einen (in Pig. t nicht dargestellten) Reihenwiderstand angeschlossen wird,
der genügend hoch ist, um den empfangenen Strom für alle gangbaren Längen der Telegraphieleitungen 3 auf
Werte zu beschränken, die mit der Empfindlichkeit des polaren Relais 9 kompatibel sind; ein in der Praxis
vielfach verwendeter Kompromißwert dieses Reihenwiderstandes ist 4 V.O.. Wenn der beschriebene Sender in
wird, wird die Stromquelle 6 nach Fig. 2 durch eine
geeignete Bemessung der Widerstände R1, Rg auf einen
derart hohen Stromwert /, eingestellt, daß unter allen Umständen der Strom auf der Empfangsseite durch die
Spannung am Eingang de; Telegraphieleitung 3 und die Gesamtimpedanz der Telegraphieleilung 3 und des
Empfängers 2 bestimmt wird: dieser Stromwert /, beträgt z. B. 50 mA. In diesen spannungsgesteuerten
Systemen ist aber die Spannung V, über der Stromquelle 6 nur während eines Polaritätsübergangs größer als die
Kniespannung V*. während der übrigen Zeit jedoch kleine als diese Kniespannung, so daß die Stromquelle
6 tatsächlich als Strombegrenzer wirkt, der während eines Polaritätsübergangs einen konstanten Strom mit
dem eingestellten Wert /, und während der übrigen Zeit einen Strom liefert, dessen Wert bei vorgegebener
Telegraphenbatteriespannung durch den Gesamtreihenwiderstand der Telegraphieleitung 3 und des
Empfängers 2 bestimmt wird.
In dem beschriebenen elektronischen Sender soll aber auch der Nebensprechstörung in benachbarten Fernsprechleitungen,
die durch Signale in der Telegraphieleitung 3 herbeigeführt wird. Aufmerksamkeit gewidmet
werden. Um den Pegel dieser Nebensprechstörung herabzusetzen, wird der von der Stromquelle 6
gelieferte polare Leitungsstrom der Telegraphieleitung 3 über ein Ausgangsfilter IO zugeführt. In vielen
bekannten Telegraphiesystemen enthält das Ausgangsfilter 10 zwei Reihenspulen Li. Lt und einen Parallelkondensator
G- Die Grenzfrequenz eines derartigen LC-Filters tO wird zwar um einen Faktor 1.5 bis 2
größer als die Frequenz gewählt, die der Telegraphiergeschwindigkeit entspricht, aber für die noch immer
allgemein angewandte Telegraphiergeschwindigkeit von 50 Baud liegt diese Grenzfrequenz derart niedrig,
daß vof allem die Spulen Li, Li viel Raum in Anspruch
nehmen und außerdem teuer sind. Beispielsweise sei ein noch vielfach verwendetes LC-Filter 10 mit den Werten
L1 = L2=I// und C\=23.y£ aufgeführt, das ein
Volumen von etwa 500 cm3 aufweist, sogar wenn moderne Herstellungstechniken angewandt werden.
Da das große Volumen des Ausgangsfilters 10 in F i g. 1 das wichtigste Hindernis für eine Miniaturisierung
des Senders 1 bildet und dieses Volumen nahezu völlig durch die Spulen Li. L2 bestimmt wird, wurde
bereits vorgeschlagen, den Sender 1 dadurch zu miniaturisieren, daß die Reihenspulcn L-,, L-z des
Ausgangsfilters 10 weggelassen werden. Ein derartiges Ausgangsfilter 10, das nur einen Parallelkondensator G
enthält und somit sehr wenig Raum beansprucht, unterdrückt jedoch, wie gefunden wurde, die höheren
Frequenzen in den Teiegraphiesignalen in ungenügendem Maße, um die Nebensprechstörung in benachbarten
Fefhspfechleiturigen innerhalb akzeptabler Grenzen
zu halten. Die Signalformen der Spannungen und Ströme, die an verschiedenen Punkten des Senders 1 in
Fig. 1 auftreten, wenn ein Ausgangsfilter 10 mit nur einem Parallelkondensator G verwendet wird, sind
skizzenweise in den Fig.3 und 4 für strom* bzw.
spannungsgesteuerte Systeme dargestellt.
In Fig. 3 und 4 zeigt das Zeitdiagramm a_ das zu
übertragende binäre Informationssignal, zeigt das Zeitdiagramm b das zugehörige Kommandosignal D
mit + TB als Referenzspannung und zeigt_ das Diagramm £ das zugehörige Kommandosignal D mit
- TB als Referenzspannung, wobei TB z. B. 80 V beträgt. Weiter zeigt das Zeitdiagramm rf den polaren
l-mtuntTcctrom r. lyip pr yrtrt rlpr Qirr*mniip|lp opljpfprf
wird und der auf /, eingestellt ist, wobei /,in F i g. 3
gleich dem Sollendwert von z. B. 20 mA ist und /, in F i g. 4 einen Wert von z. B. 50 mA aufweist; F i g. 4 zeigt
außerdem den Endwert /,' des Stromes /Ί, der von dem Gesamlreihenwidcrstand der Telegraphieleitung 3 und
des Empfängers 2 abhängt und immer niedriger als der Wert /, sein muß. Das Zeitdiagramm .e in Fig.3 zeigt
den Strom h am Eingang der Telegraphieleitung 3 und seinen Sollendwert /,. Das Zeitdiagramm £ in Fig.4
zeigt die Spannung Vj am Eingang der Telegraphieleitung
3 und ihren Endwert TB', der höchstens um einen Sollbetrag von beispielsweise 5 V niedriger als TB ist.
Aus dem Diagramm e_in Fig. 3 ergibt sich, daß der
Strom /2 zu den Zeitpunkten U und fo der Polaritätsübergänge
des Stromes ;'i eine diskontinuierliche Ableitung besitzt. Ebenso ergibt sich aus dem Diagramm c in
Fig.4. daß die Spannung V2 eine diskontinuierliche
Ableitung zu den Zeitpunkten t\ und /? der Polaritätsübergänge des Stromes /Ί und außerdem zu den
Zeitpunkten h und U besitzt, zu denen die Spannung Vi
nach einem Obergang ihren Endwert Tß'(und also der Strom /| seinen Endwert /,') erreicht. Wie aus der
Fourier-Analyse bekannt ist, sind gerade diese Diskontinuitäten lür das Aultreten höherer hrequenzen in aen
Teiegraphiesignalen und somit auch für das Nebensprechen zu benachbarten Fernspeichleitungen, das ja mit
der Frequenz zunimmt, verantwortlich.
D(2) Beschreibung der F i g. 5
In F i g. 5 ist das Schaltbild einer ersten Ausführungsform eines elektronischen Senders für polare Gleichslromtelegraphie
nach der Erfindung dargestellt. Elemente in Fig.5, die Elementen in Fig. 1 entsprechen,
sind in F i g. 5 mit denselben Bezugsziffern wie in F i g. 1 bezeichnet.
In dieser ersten Ausführungsform enthält das
Ausgangsfilter 10 außer dem bereits erwähnten Parallelkondensator G noch zwei komplementäre
Zweige 11 und 12, die zu der Telegraphieleitung 3 parallel sind, wobei infolge eines Polaritätsübergangs
des von der Stromquelle 6 gelieferten Leitungsstroms h mindestens einer der beiden Zweige 11, 12 einen
Korrekturstromimpuls ic mit einer der des Leitungsstroms /ι entgegengesetzten Polarität der Telegraphieleitung
3 zuführt Insbesondere ist jeder der beiden komplementären Zweige 11, 12 mit einer steuerbaren
Hilfsstromquelle 13, 14 zur Lieferun" des Korrekturstromimpulses
ic und mit einem Steuerkreis 15, 16
versehen, dec einen mit einem Polaritätsübergang des Leitungsstromes i\ zusammenfallenden Spannungsiprung
dem Schaltkreis 5 entnimmt und ein Differenzieflingsnetzwerk und einen Begrenzer zur Lieferung eines
Üegrenzten differenzierten Spannungssprungs als Steuerimpuls für die Hilfsstromquelle 13,14 enthält.
tn Fig.5 wird die Hilfsstromquelle 13 durch einen
pnp-Transistor 'lh gebildet, dessen Emitter über einen Widerstand Ri τ mit dem positiven Pol + TB und dessen
Kollektor mit der Telegraphieleitung 3 verbunden ist, während die Hilfsstromquelle 14 durch einen npn-Tfanlistor
Tu gebildet wird, dessen Emitter über einen Widerstand Ru mit dem negativen Pol - Tßund dessen
kollektor mit der Telegraphieleitung 3 verbunden ist. Weiter ist in Fig. 5 der Eingang des Steuerkreises 15
mit dem Kollektor des Transistors Ti im Schaltkreis 5
verbunden, während ebenso der Eingang des Steuerkreises 16 mit dem Kollektor des Transistors 7Ϊ im
Schaltkreis 5 verbunden ist. Im Steuerkreis 15 wird das Differenzierungsnetzwerk durch die Reihenschaltung
eines Kondensators Ch und zweier Widerstände /in, Ru
zwischen dem Eingang und dem positiven Pol + TB und wird der Begrenzer durch eine Zenerdiode Z\s
parallel zu dem Widerstand Au gebildet; der Verbindungspunkt
der Widerstände /?)5, Rn im Steuerkreis 25
ist mit der Basis des Transistors Tn in der Hilfsstromquelle
13 verbunden. Ebenso wird im Steuerkreis 16 das Differenzierungsnetzwerk durch die Reihenschaltung
eines Kondensators CU und zv/eier Widerstände R\b, R\s
zwischen dem Eingang und dem negativen Pol - TB und wird der Begrenzer durch eine Zenerdiode Z\f, parallel
zu dem Widerstand R\t gebildet; der Verbindungspunkt
der Widerstände /?i6, ßis im Steuerkreis 16 ist mit der
Basis des Transistors Tu in der Hilfsstromquelle 14 verbunden.
D(3) Wirkung des Senders nach F i g. 5
Die Erläuterung der Wirkung des Senders nach F i g. 5 wird für Anwendungen in stromgesteuerten und
in spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen gegeben.
Wenn der Sender in F i g. 5 in stromgesteuerten Telegraphiesystemen verwendet wird, wird die Strom-O..f J.n
^ J J«- C.
seinem negativen Wert - /, übergeht. Denn kurz vor f = /i ist die Diode D\ leitend, aber ist der Transistor 7j
nichtleitend, so Haß CTi dann einen positiven Wert aufweist, der nahezu gleich defn positiven Endwerl der
Spannung Vi am Eingang der Telegraphieleitung 3 ist
(dieser Endwerl liegt in stromgesteuerten Systemen nicht fest, ist in der Praxis jedoch erheblich niedriger als
+ TB). Dagegen ist kurz nach t=t\ der Transistor Ti
leitend, aber ist die Diode D\ nichtleitend, so daß CTi
dann einen negativen Wert aufweist, der nahezu gleich — TB ist. Im Sleuefkreis 15 des Zweigs 11 wird der
negative Spannungssprung von CTi zu f= t\ differenziert
und auf die Zenerspannung der Diode Zu begrenzt, wonach der auf diese Weise erhaltene Steuerimpuls der
. Basis des Transistors Tw der Hilfsstromquelle 13
zugeführt wird. Infolge dieses Steuerimpulses liefert der Transistor 7"n dann einen positiven Korrekturstromimpuls
ic derselben Form wie der Steuerimpuls. Der Wen
dieses positiven Korrekturstromimpulses ν zu t= t\ wird
■ mit Hilfe des Widerstandes Rw auf etwa 2/5, d.h. die
Große des Sprungs in dem Leiiungsstrom /Ί zu f=fi.
eingestellt.
Dieser Korrekturstromimpuls /o den der Zweig 11 des
Ausgangsfilters 10 infolge des Polaritätsübergangs des Leitungsstroms /Ί zum Zeitpunkt /= Λ liefert, ist bei <?in
Fig. 6 dargestellt. Vom Zeitpunkt t=t\ bis zum Zeitpunkt t—t\ + d, zu dem der differenzierte Spannungssprung
von CTi im Steuerkreis 15 kleiner als die Zenerspannung der Diode Zn wird, weist der Korrek-
■. turslromimpuls ;r einen Wert auf, der nur wenig von
+ 2/j abweicht (diese Abweichung wird durch das nichtideale Verhalten der Zenerdiode Z\·, herbeigeführt)
nach dem Zeitpunkt t=u + d nimmt der Wert des
Korrekturstromimpulses /<■ exponentiell mit einer Zeitkonstante
ab, die durch das Differenzierungsnetzwerk Ci5, /?i5, Ru im Steuerkreis 15 bestimmt wird.
Wegen der Symmetrie sowohl des Schaltkreises 5 als auch des Ausgangsfilters 10 treffen die obenstehenden
Betrachtungen mit den nötigen Abänderungen auch für
κ· die Spannung CTi und den vom Zweig 12 gelieferten
Korrektiirstromimpuls ic zu. So weist die Spannung CTi
zum Zeitpunkt f = h, zu dem der Leitungsstrom /ι von
seinem negativen Wert -/, zu seinem posuiven Wert
Eingang der Telegraphieleitung 3 eingestellt; in diesem Falle beträgt h z. B. 20 mA. Die Signalformen der
Spannungen und Ströme, die in diesem Falle an verschiedenen Punkten des Senders in F i g. 5 auftreten,
sind skizzenweise in den Zeitdiagrammen nach F i g. 6 dargestellt.
In F i g. 6 ist das zu übertragende binäre informationslignal
bei a_ dargestellt, während der dann gelieferte
polare Leitungsstrom /i infolge des Informationssignals
£ bei b dargestellt ist (vgl. die Zeitdiagramme a_ und .din
Fig.3). Dieser Leitungsstrom i\ weist einen positiven
Wert +Is für f<r,, einen negativen Wert -Is für
f] < t< ti und wieder einen positven Wert + Is für ti<
t auf. An den Kollektoren der Transistoren Ti und Ti im
Schaltkreis 5 treten dann die Spannungen CTi und CTi
auf, wie bei .cbzw. d_ angegeben ist Diese Spannungen
CTi und CTi weisen Sprünge zu den Zeitpunkten t=t\
und t=t2 der Polaritätsübergänge des von der Stromquelle
6 gelieferten Leitungsstroms i\ auf; diese Spannungssprünge werden zur Steuerung der Hilfsstromquellen
13 und 14 benutzt
Insbesondere weist die Spannung C7->
einen negativen Sprung zum Zeitpunkt t=U auf, zu dem der Leitungsstrom h von seinem positiven Werf +Is zu
dem der Steuerkreis 6 des Zweiges 12 einen Steuerimpuls für den Transistor Tm der Hilfsstromquelle
14 erzeugt, die infolge dieses Steuerimpulses einen negativen Korrekturstromimpuls ic liefert, dessen Wert
zu t=ti mit Hilfe des Widerstandes Ru auf etwa 2/,
eingestellt wird. Auch dieser Korrekturstromimpuls ic
den der Zweig 12 des Ausgangsfilters 10 infolge eines Polaritätsübergangs des Leitungsstroms /ι zu f=r2
liefert, ist bei e_ in F i g. 6 dargestellt
Der Leitungsstrom i\ bei b und die Korrekturstromimpuise
ic bei e_ ergeben einen korrigierten Leitungsstrom (i\ + ic), der bei/in F i g. 6 dargestellt ist und der im
Ausgangsfilter 10 dem Kondensator C\ parallel zu der Telegraphieleitung 3 zugeführt wird. Im Gegensatz zu
dem Leitungsstrom /Ί, der abrupte Obergänge zu den
Zeitpunkten t = t\ und t = ti aufweist weist der korrigierte
Leitungsstrom (i\ + ic) gleichmäßigere Obergänge mit
einem sich langsam ändernden Teil für t\ < t< U + dund
t2<t<ti+d und einem sich schnell (gemäß einer exponentiellen Funktion) ändernden Teil von t=t\ + d
und t=t2+d her auf. Der Strom h am Eingang der Telegraphieleitung 3, der infolge dieses korrigierten
Leitungsstromes (h+'h) auftritt ist bei g_ in Fig.6
dargestellt ~~
Am Ende des Abschnitts D(I) wurde in bezug auf den bekannten Sender nach Fig. 1 bemerkt, daß vor allem
die Diskontinuitäten der Ableitung des Stromes i2 für
das Auftreten höherer Frequenzen in den Signalen an der Telegraphieleitung 3 und somit für das Nebensprechen
zu benachbarten Fernsprechleitungen verantw ortlich sind. Nun kann nachgewiesen werden, daß die
Diskontinuitäten der Ableitung des Stromes /2 den Diskontinuitäten des Stromes proportional sind, der der
Parallelschaltung des Kondensators G und der Telegraphieleitung 3 zugeführt wird, Dank der Tatsache, daß
der letztere Strom in dem Sender nach F i g. 5 nicht der Leitungsstrom /Ί, der große Diskontinuitäten aufweist
(siehe b in Fig.6), sondern der korrigierte Leitungsstrom (it + ic) ist, der sogar gar keine Diskontinuitäten
aufweist (stehe /in Fig.6), ist der Anteil der höheren
Frequenzen im Strom i2 am Eingang der Telegraphieleitung
3 erheblich kleiner für den Sender nach F i g. 5 als für den Sender nach Fig. 1 und dementsprechend ist
auch der Störpegel in benachbarten Fernsprechleitun-(JCH nicuMgcf
(J g
Ausführliche Versuche haben ergeben, daß durch die Anwendung der beschriebenen Maßnahmen in dem
Sender nach Fig.5 Werte dieses Störpegels erreicht werden können, die den unter Verwendung bekannter
LC-Filter erhaltenen Werten sehr nahe kommen. Als Beispiel sei ein Vergleich der Sender in Fig. 1 und
Fig. 5 für eine Telegraphiergeschwindigkeit von 50 Baud durchgeführt, wobei der Störpegel mit Hilfe
eines Psophometer mit einer von der CCITT vorgeschriebenen Wägungskurv? bestimmt wird. Wenn
d-;r Störpegel für den Sender nach F i g. 1 mit dem
bereits erwähnten LC-Filter (Li = L2 = \H und
C\ = 2,2 μΡ) als Bezugspegel gewählt wird, wird für den
Sender nach Fig.5 ein Störpegel gefunden, der höchstens 20% oberhalb dieses Bezugspegels liegt, ohne
daß das Ausgangsfilter 10 abgeregelt wird (durch Abregelung können beträchtlich niedrigere Werte als
20% erreicht werden). Der Störpegel für den Sender nach Fig.5 bleibt also reichlich unterhalb des Wertes
gleich dem Zweifachen dieses Bezugspegels, welcher Wert als eine obere Grenze von gewissen Fernmeldeämtern
vorgeschrieben wird.
Diese eünstisen Werte des Störnpael«: in hpnarhharten
Fernsprechleitungen sind außerdem mit einer nur geringen Verzerrung der Telegraphiesignale selber
gepaart Denn die positiven und negativen Korrekturstromimpulse ic werden zwar im Ausgangsfilter 10 der
F i g. 5 von zwei verschiedenen komplementären Zweigen 11 und 12 geliefert, aber übrigens sind diese Zweige
11 und 12 identisch, so daß nur die Toleranzen der Elemente im Ausgangsfilter 10 zu Unterschieden in der
Verschiebung der charakteristischen Zeitpunkte des Stromes /2 (die Nulldurchgänge von /?) führen können.
Es stellt sich aber heraus, daß die dadurch herbeigeführte Telegraphieverzerrujig unterhalb des in der Praxis
annehmbaren Wertes von 2% gehalten werden kann, ohne daß den Elementen im Ausgangsfilter 10 hohe
Anforderungen gestellt werden, so daß keine teueren Elemente benutzt zu werden brauchen.
Da sowohl die Anzahl als auch der Umfang dieser Elemente klein sind, beansprucht das Ausgangsfilter 10
ki F i g. 5 nur wenig Raum. Dies kann durch die Filter,
die bei dem oben erwähnten Vergleich der Sender nach Fig. 1 und Fig.5 verwendet sind, illustriert werden:
Das LC-Filter in F i g. 1 weist ein Volumen von etwa 500 cm3 auf und eignet sich weiter nicht für Printmontage;
dagegen eignet sich das Ausgangsfilter 10 der F i g. 5 gut für Printmontage und beansprucht dann nur eiif;e
Oberfläche von etwa 10 cm2 bei der in dieser Technte normalen Bauhöhe von 14 mm. Durch Anwendung der
beschriebenen Maßnahmen im Sender der F i g. 5 kann also eine sehr zweckmäßige Miniaturisierung des
Senders als ganzes verwirklicht werden. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Maßnahmen ist Her, daß in
Abweichungen von dem LC-Filtel in Fig. 1 das
Ausgangsfilter 10 in Fig. 1 das Ausgangsfilt.er 10 in
Fig. 5 keinen unerwünschten Spannungsverlust ergibt, weil sowohl der Kondensator Ci als auch beide Zweige
ti, 12 zu der Telegraphenleitung 3 parallelgeschal'tet
sind.
Der Sender nach Fig. 5 kann auch in spannungs&esteuerten
Telegraphiesystemen verwendet werden und lh diesem Falle wird die Stromquelle 6 auf einen
Stromwert /.. von z. B. 50 mA eingestellt, der derart hoch ist, daß unter allen Umständen der empfangsseitige
Strom durch die Impedanz der Telegraphieleitung 3 und des Empfängers 2 zusammen bestimmt wird. Die
Signaiformen der Spannungen und Ströme, die dann an verschiedenen Punkten in dem Sender nach Fig.5
auftreten, sind in F i g. 7 auf gleiche Weise wie in F ι g. 6
dargestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß das Zeitdiagramm gder F i g. 7 die Spannung V2 am Eingang
der Telegraphierleitung 3 und nicht den Strom /2 zeigt.
Der Leitungsstrom /ι bei b weist dieselbe Form wie der Leitungsstrom /Ί bei dm F i g. 4 auf. Die Spannungen
CTj und CTi bei cund din F i g. 7 unterscheiden sich von
denen bei c_und d in F i g. 6, weil in spannungsgesteuerten
Systemen der Endwert TB' der Spannung V2 am Eingang der Telegraphieleitung 3 nur wenige von der
Spannung rßderTeiegraphenbatterie abweicht. Ferner
werden die Werte der Korrekturstrominipulse ic bei ein
Fig. 7 zu den Zeitpunkten t=U und t=t2 wieder auf
etwa die Größe des Sprunges in dem Leitungsstrom /Ί bei b in F i g. 7 -;u diesen Zeitpunkten eingestellt (diese
Werte sind nicht dieselben wie in stromgesteuerten Systemen).
Auch in diesem Falle ist der Anteil der höheren Frequenzen in der Span lung V2 am Eingang der
Telegraphieleitung 3 und also der Störpegel in benachbarten Fernsprechleitungen kleiner für den
öle f."ir Λ°η QonHo
Γ-h Ci,
auch in diesem Falle die abrupten Übergärve des Leitungsstroms /Ί zu den Zeitpunkten t—U und t=t2
nicht mehr in dem korrigierten Leitungsstrom (i\ + ic)
vorkommen, wie bei/in Fi g. 7 dargestellt ist. Dagegen
sind die abrupten Obergänge des Leitungsstroms ;'i zu
den Zeitpunkten t= h und f = £4, zu denen die Spannung V2 ihren Endwert TB' erreicht (siehe g_ und b in F i g. 7)
noch stets im korrigierten Leitungsstrom (i\ + /c)
vorhanden, wie bei/in F i g. 7 dargestellt ist. Die Größe der Diskontinuitäten in der Ableitung der Spannung V2
zu t = ti und f = U (siehe g_ in F i g. 7) ist jedoch viel
kleiner als die zu f = fi und i= h ohne die beschriebene
Korrektur (siehe e_ in F i g. 4), so daß bei Anwendung des Senders nach F i g. 5 in spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen
doch noch eine erhebliche Herabsetzung des Störpegels in benachbarten Fernsprechleitungen
erreicht wird.
D(4) Beschreibung der F i g. 8
In Fig.8 ist das Schaltbild einer zweiten Ausführungsform
eines elektronischen Telegraphiesenders nach der Erfindung dargestellt Diese zweite Ausführungsform
ist insbesondere für Anwendung in spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen eingerichtet
und ergibt in diesem Falle Resultate, die den Resultaten der ersten Ausführungsform nach F i g. 5 bei Anwendung
in stromgesteuerten Systemen entsprechen. Elemente in Fig.8, die Elementen in Fig. 1 entsprechen,
sind in F i g. 8 mit denselben Bezugsziffern wie in F i g. 1 bezeichnet
Auch in dieser zweiten Ausführungsform enthält das AusgangsRlter 10 außer dem Parallelkondensator G
zwei komplementäre Zweige 11 und 12 parallel zu der Telegraphieleitung 3. Nun ist aber jeder der beiden
Zweige 11,12 mit einem Hilfskondensator Gi bzw. C22
und mit einem Schaltkreis versehen, der die Eingangsspannung V2 der Telegraphieleitung 3 empfängt und der
den Hilfskondensator Gi bzw. Cn nur für Werte der
Spannung V2, die größer als eine Schwellwertspannung
VT gleich einem vorgegebenen Bruchteil des Sollendwertes TB' der Spannung V2 in spannungsgesteuerten
Telegraphiesystemen sind, mit der Telegraphieleitung 3 verbindet.
Im Zweig 11 der F i g. 8 ist der Hilfskondensator Gi
mit dem positiven Pol + TB verbunden und wird der Schaltkreis durch einen pnp-Transistor T2\ mit einer
Diode D2I zwischen dem Emitter und der Basi^ des
Transistors T21 gebildet, wobei die Emitter-Basis-Diode
und die Diode D2I entgegengesetzte Polaritäten
aufweisen und der Emitter mit dem Hilfskondensator C21 und der Kollektor mit der Telegraphieleitung 3
verbunden ist. Ebenso ist im Zweig 12 der Hilfskonden- Si or C22 mit dem negativen Po! — TB verbunden und
wird der Schaltkreis durch einen npn-Transistor T22 mit
einer Diode D22 zwischen dem Emitter und der Basis des
Transistors T22 gebildet, wobei die Emitter-Basis-Diode
und die Diode D2* entgegengesetzte Polaritäten
aufweisen und der Emitter mit dem Hilfskondensator C22 und der Kollektor mit der Telegraphieleitung 3
verbunden ist.
Da der Sollendwert TB' der Spannung V2 und der
Wert TB der Telegraphenbattenespannung nur wenig
voneinander verschieden sind, wird die Schwellwertspannung VTin F i g. 8 unmittelbar der Telegraphenbatterie
mit Hilfe eines Spannungsteilers mit Widerständen R2\. Rn. R». Rn in Reihe zwischen dem positiven Pol
+ TB und dem negativen Pol - TB entnommen. Die Schwellwertspannung + VT für den Schaltkreis des
Zweiges 11 tritt im Verbindungspunkt der Widerstände
R2\. R21 auf. welcher Verbindungspunkt mit der Basis des
Transistors T21 verbunden ist. Ebenso tritt die Schwellwertspannung
- VTfür den Schaltkreis des Zweiges 12 im Verbindungspunkt der Widerstände R22. Ru auf.
welcher Verbindungspunkt mit der Basis des Transistors ■ T22 verbunden ist. Der Deutlichkeit halber sind die
Widerstände R2! und R2A, in Fig. 8 als gesonderte
Elemente dargestellt: in der Praxis werden sie aber m einem Widerstand zusammengebaut.
D(5) Wirkung des Senders nach F i g. 8
Der Sender nach Fig.8 wird in spannungsgesteuerten
Telegraphiesystemen verwendet und die Stromquelle 6 ist also wieder auf den Stromwert /, von ?. B. 50 mA
eingestellt, der im Abschnitt D(3) für diese Anwendung erwähnt ist. Die Signalformen der Spannungen und
Ströme, die dann an verschiedenen Punkten in dem Sender nach F i g. 8 auftreten, sind skizzenweise in den
Zeitdiagrammen nach Fig.9 dargestellt. Dabei wird
angenommen, daß die Schwellwertspannung VTfür die Schaltkreise der Zweige 11, 12 des Ausgangsfilters 10
gleich etwa 90% des Endwertes TB' der Spannung V2
am Eingang der Telegraphieleitung 3 ist.
In F i g. 9 ist das zu übertragende binäre Informationssignal bei a dargestellt und der dann von der
Stromquelle 6 gelieferte polare Leitungsstrom i\ ist bei Λ
dargestellt (vgl. die Zeitdiagramme_a und din Fig.4).
Die Spannung V2 am Eingang der Telegraphieleitung 3
infolge des korrigierten Leitungsstroms (h + ic) ist bei c_
in F i g. 9 dargestellt, wobei die Korrekturstromimpulse ia die von den Zweigen 11, 12 des Filters 10 geliefert
werden, bei d_ dargestellt sind und der korrigierte Leitungsstrom (i\ + ic) selber, d. h. die Kombination des
Leitungsstroms /1 bei Jj und der Korrekturstromimpulse
Λ- bei ei ist beicrdargestellt
In dem Sender nach F i g. 8 wird die Spannung V2 am
Eingang der Telegraphieleitung 3 für die Steuerung der Schaltkreise der Zweige 11, 12 des Ausgangsfilters 10
benutzt.
Kurz vor dem Zeitpunkt t=u, zu dem der Leitungsstrom /Ί zu seinem negativen Höchstwert — /,
übergeht, hat die Spannung V2 ihren positiven Endwert
+ TB' erreicht, der größer als die positive Schwellwertspannung
+ VTist. Im Zweig 11 des Filters 10 sind dann die Kollektor-Basis-Diode des Transistors T2] und die
Diode D2X in ihrem leitenden Zustand, so daß der
Hilfskondensator C21 über diese leitenden Dioden zu
dem Kondensator G und also auch zu der Telegraphenleitung 3 parallel geschaltet ist.
Infolge des Polaritätsübergangs des Leitungsstroms ;,
zum Zeitpunkt r= ;, beginnt der Kondensator G sich zu entladen und somit die Spannung V2 abzunehmen,
wodurch die Diode D2I sofort in ihren nichtleitenden
Zustand gelangt, aber die Emitter-Basis-Diode des Transistors T21 wird dagegen leitend, so daß der
Hilfskondensator Gi zu der Telegraphieleitung 3 nach
wie vor parallel geschaltet ist. Kurz nach dem Zeitpunkt t=t\ fließt der negative Leitungsstrom /1= -/s zu der
Parallelanordnung des Hilfskondensators Gi. des Kondensators G und der Telegraphieleitung 3, so daß
der negative Strom zu der Parallelanordnung des Kondensators G und der Telegraphieleitung 3 — der
korrigierte Leitungsstrom β + ic) — dann kleiner als im
ursprünj liehen am Ende des Paragraphen D(I) betrachtpirn
F .1Ie ist, in dem das Filter 10 lediglich den Kondensator G enthält, wodurch die Abnahme der
Spannung V1 mit einer entsprechend größeren Zeitkonstante
erfolgt. Dies bedeutet, daß vom Zeitpunkt t — t\ an der Zweig U des Filters 10 einen positiven Korrektuiimpuls
/, für den negativen Leitungsstrom /Ί liefert. Die
resultierende Korrektur setzt sich bis zum Zeitpunkt t=t\' fort, zu dem die Spannung V2 unter die positive
Schwellwertspannung + VT herabsinkt, wodurch die Emitter-Basis-Diode des Transistors T2| in den nichtleitenden
Zustand gelangt und der Hilfskondensator C2I
nicht mehr mit der Telegraphieleitung 3 verbunden ist.
Von diesem Zeitpunkt f= ti' an erfolgt die Abnahme
der Spannung V2 mit der ursprünglichen Zeitkonstante,
d. h der Zeitkonstante der Parallelanordnung des Kondensators G und der Telegraphieleitung 3. und dies
wird bis zum Zeitpunkt f= fj' fortgesetzt, zu dem die
Spannung V2 unter die negative Schwellwertspannung
- VTdes Zweiges 12 herabsinkt Im zweig 12 des Filters 10 gelangen dann die Kollektor-BasisOiode des
Transistors Γ22 und die Diode D22 in ihren leitenden
Zustand, so daß der Hilfskondensator C22 über diese
■ leitenden Dioden zu dem Kondensator G und der Telegraphenleitung 3 parallelgeschaltet wird. Von
diesem Zeitpunkt f= /3' an fließt der negative LeitUngsstrom
/Ι = — Λ zu der Parallelanordnung der Hilfskon-
densators Cn, des Kondensators C1 und der Telegraphieleitung
3, so daß wieder der negative Strom zu der Parallelanordnung des Kondensators C1 und der
Telegraphieleitung 3 kleiner als im ursprünglichen Falle ist und also die Abnahme der Spannung Vi mit einer
entsprechend größeren Zeitkonstanten erfolgt Dies bedeutet, daß von dem Zeitpunkt r= f3' an der Zweig 12
des Filters 10 einen positiven Korrekturimpuls Zr für den
negativen Leitungsstrom Z1 liefert Die resultierende
Korrektur wird bis zum Zeitpunkt i= h fortgesetzt, zu
dem die Spannung V2 ihren negativen Endwert — TB'
erreicht und der Leitungsstrom i\ auf seinen negativen Endwert zurückfällt, der, wie bereits erwähnt, viel
kleiner als der negative Höchstwert — Is ist
Infolge des Polaritätsübergangs des Leitungsstroms i\ zu dem Zeitpunkt f= t\ liefert also zunächst der Zweig
11 des Filters 10 einen Korrekturstromimpuls ic vom
Zeitpunkt i= ii bis zum Zeitpunkt t= t\ und dann liefert
der Zweig 12 des Filters 10 einen Korrekturstromimpuls ic vom Zeitpunkt f = (3' bis zum Zeitpunkt /= i3, wobei
diese Korrekturstromimpulse ic beide eine positive
Polarität d. h. eine der des negativen Leitungsstroms !·,= -!>
nach dem Zeitpunkt ί=ί·, entgegengesetzte Polarität aufweisen. Wegen der Symmetrie des Schaltkreises
5 und des Filters 10 gelten die obenstehenden Betrachtungen mit den nötigen Abänderungen auch für
den Polaritätsübergang des Leitungsstroms /Ί zum Zeitpunkt t=t2 und die Korrekturstromimpulse /Λ die
infolge dieses Übergangs von dem Zweig 12 vom Zeitpunkt t= h bis zum Zeitpunkt /= t2 und vom Zweig
11 vom Zeitpunkt /= U bis zum Zeitpunkt t — U geliefert
werden. Die Werte der Korrekturstromimpulse /< zu den Zeitpunkten t = t\ und f = t2 werden durch das Verhältnis
der Kapazität der Hilfskondensatoren Cm und C22 zu der
Kapazität des Kondensators G bestimmt und diese Werte werden auf etwa 80% des Sprunges im
Leitungsstrom /Ί zu diesen Zeitpunkten eingestellt. Dadurch sind die Werte der Korrekturstromimpulse u
zu den Zeitpunkten /= f) und f= U dann ebenfalls gleich
etwa 80% des Sprunges im Leitungsstrom λ zu diesen Zeitpunkten.
Durch Anwendung der beschriebenen Maßnahmen wird erreicht, daß die Größe der Diskontinuitäten in
dem korrigierten Leitungsstrom (7Ί + u) zu den Zeitpunkten
/=/i, f3. h, U und t-W. h'. t2, W (siehe e in
Fig. 9) viel geringer als die der Diskontinuitäten im
Leitungsstrom /Ί zu den Zeitpunkten /= ii, f>. t2. U (siehe
ο in Fig. 9) ist. Wie ausführlich im Abschnitt D(3)
erläutert wurde, hat diese Leitungsstromkorrektur zur Folge, daß der Anteil der höheren Frequenzen in der
Spannung V2 am Eingang der Telegraphieleitung 3 (siehe ein F i g. 9) erheblich kleiner für den Sender nach
F i g. 8 als für den Sender nach F i g. 1 ist; dementsprechend ist auch der Störpegel in benachbarten Fernsprechleitungen
niedriger.
Was den Störpegel in benachbarten Fernsprechleitungen und die Verzerrung der Telegraphievgnale
selber anbelangt, haben ausführliche Experimente ergeben, daß die Anwendung des Senders nach F i g. 8 in
spannungsgesteuerten Telegraphiesysiemen des Senders
nach F i g. 5 in stromgesteuerten Telcgraphiesystemen ergibt.
Die Erwägungen in bezug auf die Anzahl, den
Umfang und den Preis der Elemente des Filters 10 im Sender nach Fig.5 treffen auch für die Elemente des
Filters 10 im Sender nach Fig.8 zu, so daß auch im letzteren Falle eine sehr zweckmäßige Miniaturisierung
des Senders als ganzes erzielt werden kann.
D(6) Bemerkungen
In dem Sender nach F i g. 5 erfolgt die Steuerung der
Hilfsstromquellen 13,14 im Ausgangsfilter 10 mit Hilfe
•i von Spannungssprüngen, die mit Polaritätsübergängen
des Leitungsstroms Z1 zusammenfallen und die dem
Schaltkreis 5 entnommen werden. So wird für die Steuerung der Hilfsstromquelle 13 der negative Sprung
in der Spannung CTi am Kollektor des Transistors 7} im Schaltkreis 5 zum Zeitpunkt t=t\ benutzt (siehe r in
F i g. 6 und F i g. 7). Wenn der Sender nach F i g. 5 in stromgesteuerten Telegraphiesystemen verwendet
wird, kann auch der negative Sprung in der Spannung CTi am Kollektor des Transistors Γι zu diesem
Zeitpunkt t=t\ (siehe d_ in Fig. 6) statt des negativen
Sprungs in der Spannung CT2 zu diesem Zeitpunkt für die Steuerung der Hilfsstromquelle 13 benutzt werden.
Der letztere Sprung ist aber viel größer, so daß die in F i g. 5 dargestellte Möglichkeit aus praktischen Grün-
;;o den zu bevorzugen ist Wenn der Sender nach Fi g. 5 in
spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen verwendet wird, kann der Übergang der Spannung CTi vom
Zeitpunkt t = t\ an (siehe d_ in Fi g. 7) aber nicht für die
Steuerung der Hilfsstromquelle 13 benutzt werden, weil
2S dieser Übergang für eine genaue Steuerung zu
gleichmäßig verläuft, so daß in diesem Faile nur die in F i g. 5 dargestellte Möglichkeit praktisch brauchbar ist.
Aus der Erläuterung im Abschnitt D(3) geht hervor,
daß für die Anwendung des Senders nach Fig. 5 in
.10 stromgesteuerten Telegraphiesystemen die Symmetrie
des Stromes /2 am Eingang der Telegraphieleitung 3 (siehe £ in F i g. 6) von großem Interesse ist um
Telegraphieverzerrung zu vermeiden. Wenn die Transistoren Γι, Ti des Schaltkreises 5 und die Transistoren
.\ϊ Ttj, r,4 des Ausgangsfilters 10 sich in ihrem nichtleitenden
Zustand befinden, kann in diesen Transistoren Leckage infolge der ziemlich hohen Werte der dann
über diesen Transistoren auftretenden Spannungen entstehen. Diese Leckage kann eine kleine Asymmetrie
«0 des Stromes i2 am Eingang der Telegraphieleitung 3 und
somit Telegraphieverzerrung herbeiführen.
In Fig. 10 ist eine Abwandlung des Senders nach
F i g. 5 dargestellt, in der durch kleine Änderungen des Schaltkreises 5 und des Ausgangsfillers 10 verhindert
'is wird, daß etwaige Leckströme in den Transistoren Γι, T2
und Tu. Γ14 bis in die Telegraphieleitung 3 eindringen.
Was den Schaltkreis 5 in F i g. 10 anbelangt, besteht die Änderung darin, daß eine Diode Ch in der Verbindung
zwischen dem Transistor Γι und der Stromquelle 6 und
M eine Diode Ds. in der Verbindung zwischen dem
Transistor Γ; und der Stromquelle 6 angebracht wird, so
daß etwaige Leckströme in diesen Trans.^toren die
Telegraphieleitung 3 nicht erreichen können, während weiter ei.i Widerstand /?i mit einem passend gewählten
ss Wert zwischen den Kollektoren der Transistoren Ti, T2
angebracht wird, wodurch diese Leckströme abfließen können. Was die Ausgangsfilter 10 in F i g. 10 anbelangt,
besteht die Änderung darin, daß ein Kopplungskondensator Ci großen Wertes zwischen dem Verbindungs-
bo punkt der (übrigens ungeänderten) Zweige 11 12 und
der Telegraphieleitung 3 und weiter ein Widerstand /?4
großen Wertes /wischen diesem Verbindungspunkt und Erde angebracht wird, so daß etwaige Leckströme in
den Transistoren Γ13, Tu abfließen können, ohne daß sie
Efl die Telegraphieleitung 3 erreichen. Die letztere
Änderung weist außerdem den Vorteil auf, daß die Korrekturstromimpulse tc nun kapazitiv eingekoppelt
werden und dadurch gegenseitige Toleranzen der
28 M 034
Hilfsstromquellen 13,14 praktisch keinen Einfluß auf die
Symmetrie des Stromes k am Eingang der Telegraphieleitung 3 mehr ausüben.
Im Sender nach Fig.8 können die komplementären
Zweige II, 12 des Ausgangsfilters 10 auch auf andere
Weise als in F i g. 8 ausgeführt werden, ohne daß dadurch die im Abschnitt D(5) erläuterte Wirkung
dieses Senders wesentlich beeinflußt wird. Zur Illustrierung ist in Fig. 11 eine derartige Abwandlung des
Zweiges 11 im Ausgangsfilter 10 des Senders nach F i g. 8 dargestellt In F i g. 11 ist der Hilfskondensator
Gi unmittelbar (also ohne Vermittlung der in der Mitte geerdeten Telegraphenbatterie) mit Erde verbunden
und ist die Diode Eh\ zwischen dem Emitter und dem
Kollektor des Transistors T21 (statt zwischen Emitter
und Basis) angebracht Die Werte der Spannungen, die Ober dem Hilfskondensator Gi und der Diode D21 in
Fig. 11 auftreten, sind aber viel größer als diese Werte
in der Ausführungsform nach F i g. 8, in welchem letzteren Falle diese Spannungen nicht größer als der
Unterschied zwischen der Telegraphenbaitcricspannung
TB und der etwa 15% niedrigeren Schwellwertspannung VT werden. Die in F i g. 8 gezeigte Ausführungsform
ist denn auch in der Praxis zu bevorzugen, weil weniger strenge Anforderungen an die Elemente
Gi und £>2i als in der Ausführungsform nach F i g. 11
gestellt zu werden brauchen.
Aus der Erläuterung der Wirkung des Senders nach Fig.8 im Abschnitt D(5) geht hervor, daß in den
Zeitintervallen, in denen die Spannung V2 am Eingang
der Telegraphy "eitung 3 von ihrem positiven (negativen)
zu ihrem negativen (Dositiven) Endwert übergeht, der Absolutwert der Ableitung der Spannung V2
während der Teilintervalle verkleinert wird, in denen einer der Hilfskondensatoren Gi, L «der Zweige 11,12
im Ausgangsfilter 10 zu dem Kondensator G parallelgeschaltet ist So ist in den Zeitintervallen (tu h) und (t2, U)
bei c in F i g. 9 der Hilfskondensator Gi im Zweig 11 zu
dem Kondensator G während der Teilintervalle (tu ίΓ)
und (U, U) parallelgeschaltet, wodurch die relative Verkleinerung der Ableitung der Spannung V2 in beiden
Teilintervallen dieselbe ist. Dagegen weist die Ableitun;» der Spannung V2 in den genannten Teilintervallen nicht
denselben Absolutwert auf, wie sich einfach nachweisen läßt und auch aus F i g. 9 ersichtlich ist.
Fig. 12 zeigt nun eine Abwandlung des Zweiges 11
im Ausgarigsfilter 10 nach F i g. 8, in der durch Änderung
des Schaltkreises dieses Zweiges 11 erreicht wird, daß
der Absolutwert der Ableitung der Spannung V2 für
beide Teilintervalle, in denen der Hilfskondensator Gi
mit der Telegraphieleitung 3 verbunden ist, praktisch gleich ist. Der Schaltkreis des Zweiges 11 nach Fig. 12
unterscheidet sich dadurch von dem nach F i g. 8, daß die Diode D21 der F i g. 8 nun durch einen npn-Transistor 7"2I
ersetzt ist, dessen Emitter mit dem Hilfskondensator Gi, dessen Basis über einen Widerstand R2*. mit dem
Punkt, in dem die Schwellwertspannung + VT auftritt (dem Verbindungspunkt der Widerstände R2\ und Rn),
und dessen Kollektor über einen Widerstand Rv mit
dem positiven Pol + TB verbunden ist. Weiter ist in Fig. 12 der Emitter des Transistors T21 über eine Diode
Da mit dem Hilfskondensator Gi verbunden. Es besteht
kein wesentlicher Unterschied in der Wirkung zwischen
dem Zweig 11 nach Fig.8 Und dem Zweig 11 nach
Fig. 12 in bezug auf das Teilintervall, in dem die Spannung V2 von ihrem positiven Endwert + TBf bis
unterhalb der positiven Schwellwertspannung + VT herabsinkt (d. h. das Teilintervall (tu t\') in F i g. 9). Wie
ι; einfach geprüft werden kann, ist in Fig. 12 die
Emitter-Basis-Diode des Transistors Tu dann nicht
leitend, aber sind die Diode Dn und die Emitter-Basis-Diode
des Transistor T21 dann wohl leitend, so daß der Verbindungsweg zwischen dem Hilfskondensator Gi
und der Telegraphieleitung 3 dann praktisch derselbe wie in Fig.8 ist, in der ja die Diode Du dann nicht
leitend, aber die Emitter-Basis-Diode des Transistors
T21 dann wohl leitend ist In diesem Falle liefert der Zweig 11 der Fig. 12 also praktisch denselben
Korrekturstromimpuls/cwie der Zweig 11 in Fig. 8.
Dagegen besteht wohl ein Unterschied in der Wirkung zwischen dem Zweig 11 in Fig.8 und dem
Zweig 11 in Fig. 12 in bezug auf das Teiliniervall, in
dem die Spannung V2 von der positiven Schwellwertspannung
+ VT auf ihren positiven Endwert + TB' ansteigt (d. n. für F i g. 8 das Interval! (U, U) in F i g. S).
Wenn in F i g. 12 die Spannung V2 die Schwe'.lwertspannung
+ VTüberschreitet, gelangen die Kollektor-Basis-Diode des Transistors Γ21 und die Emitter-Basis-Diode
des Transistors Tn in ihren leitenden Zustand (die Diode D2) und die Emitter-Basis-Diode des Transistors T2\
bleiben dann nicht L-itend). Zwischen dem Hilfskondensator
Gi und der Telegraphieleitung 3 wird dann ein Verbindungsweg erhalten, der eine leitende Diode und
einen leitenden Transistor Tn und also nicht wie in Fi g. 8 nur zwei leitende Dioden enthält In Abweichung
von F i g. 8, in der der Korrekturstrom ic gleich dem
Strom durch den Hilfskondensator Gi ist, ist in Fig. 12 der Korrekturstrom ic gleich dem Basisstrom des
Transistors Tn und somit viel kleiner als der Strom
durch den Hilfskondensator Gi. der ja gleich dem
Emitterstrom des Transistors Tn ist Dies bedeutet daß
für den der Telegraphieleitung 3 zugeführten Korrekturstrom ic in dem betrachteten Verbindungsweg eine
■to Schwächung auftritt, wodurch der im betreffenden
Teilintervall korrigierte Leitungsstrom (i\ + i.) für Fig. 12 größer als für F i g. 8 ist und demzufolge die
Spannung V2 schneller ihren positiven Endwert + TB'
erreicht. Mit Hilfe der Widerstände R2^, Rv wird das
Verhältnis zwischen Basisstrom und Emitterstrom des Transistors Tn derart eingestellt, daß der Absolutwert
der Ableitung der Spannung V2 für die beiden Teilintervalle, in denen der Hilfskondensator Gi mit der
Telegraphieleitung 3 verbunden ist, praktisch gleich ist.
Die in Fig. 12 dargestellte Änderung des Zweiges 11 im Ausgangsfilter 10 der F i g. 8 kann auf entsprechende
Weise im komplementären Zweig 12 dieses Filters 10 vorgenommen werden. Eine derartige Änderung ergibt
einen Sender mit einer zusätzlichen Einstellmöglichkeit
51) der Zweige 11,12 im Ausgangsfilter 10 (und zwar die für
den Zweig 11 in Fig. 12 beschriebene Möglichkeit zur
Änderung des gegenseitigen Verhältnisse der Widerstände /?2s. R2i) und bietet dadurch den Vorteil, daß das
gewünschte Ausmaß der Symmetrie der Spannung V2 am Eingang der Telegraphieleitung 3 für einen größeren
Bereich von Telegraphieleitungsimpedanzen als bei Anwendung des Senders nach Fig.8 erhalten Werden
kann,
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Elektronischer Sender für Gleichstromtelegraphiesysteme, in dem binäre Informationssignale in ri
polare Leitungsströme umgewandelt werden, die über eine Telegraphieleitung übertragen werden,
wobei dieser Sender mit einem Eingangskreis, der aus den Informationssignalen galvanisch von diesen
getrennte Kommandosignale erzeugt, einer Telegraphenspannungsquelle
mit einem positiven und einem negativen Pol, einer unipolaren konstanten Stromquelle,
einem von den Kommandosignalen gesteuerten Schaltkreis, der selektiv einen der beiden Pole
der Telegraphenspannungsquelle über die unipolare ι ί konstante Stromquelle mit der Telegraphenleitung
verbindet, und einem Ausgangsfilter mit einem zu der Telegraphieleitung parallelen Kondensator
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsfilter (10) weiter mit zwei
komplementären, zu der Telegraphieleitung parallelen
Zweigen (11,12) versehen ist, wobei infolge eines
Polaritätsübergangs des von der Stromquelle (6) gelieferten Leitungsstroms mindestens einer der
beiden Zweige (11,12) einen Korrekturstromimpuls Ji
mit einer der dem Leitungsstrom entgegengesetzten Polarität der Telegraphieleitung (3) zuführt
2. Elektronischer Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden
komplementären Zweige (11, 12) des Ausgangsfil- so ters (10) mit *iner steuerbaren Hilfsstromquelle (13,
14) zur Lieferung von Korrekturstromimpulsen und mit einem Steuerkreis (i5,16) >
ersehen ist, der einen mit dem Polaritätsübel^aig des Leitungsstroms
zusammenfallenden Spannungs- jrung dem Schalt- r>
kreis (5) entnimmt und ein Differenzierungsnetzwerk (C\5, /?i5, Rw. Cm, Rm, Ris) und einen Begrenzer
zur Lieferung eines begrenzten differenzierten Spannungssprungs als Steuerimpuls für die Hilfsstromquelle
(13, 14) enthält (F i g. 5).
3. Elektronischer Sender für Gleichstromtelegraphiesysteme
mit Sollendwerten der Eingangsspannung der Telegraphieleitung nach Anspruch 1.
dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden komplementären Zweige (11, 12) mit einem Hilfskondensator
(C2\. Cn) und mit einem Schaltkreis (T2\, D2I-. Tn, D22) versehen ist, der die Eingangsspannung
der Telegraphieleitung (3) empfängt und den Hilfskondensator (C2\ bzw. Cn) mit der Telegraphieleitung
(3) nur für Werte dieser Eingangsspannung w verbindet, die größer als eine Schwellwertspannung
gleich einem vorgegebenen Bruchteil des Sollendwertes sind (F i g. 8).
4. Elektronischer Sender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis jedes π
der beiden komplementären Zweige (11, 12) mit einem ersten Verbindungsweg (Tn, R2·,, T21) für
Eingangsspannungen, die von der Schwellwertspannung her zunehmen, und mit einem zweiten
Verbindungsweg für Eingangsspannungen, die von dem Sollendwert her abnehmen, versehen ist, wobei
der erste Verbindungsweg (T23, Rn, %i) einen Kreis
zur Schwächung des der Telegraphieleitung (3) zuzuführenden Korrekturstromimpulses enthält.
65 A Hintergrund der Erfindung
A(I) Gebiet der Erfindung
A(I) Gebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Sender für Gleichstromtelegraphiesysteme, in dem
binäre Informationssignale in polare Leitungsströme zur Übertragung über eine Telegraphieleitung umgewandelt
werden und der mit einem Eingangski sis, der
aus den Informationssignalen galvanisch von diesen getrennte Kommandosignale erzeugt, einer Telegraphenspannungsquelle
mit einem positiven und einem negativen Pol, einer unipolaren konstanten Stromquelle,
einem von den Kommandosignalen gesteuerten Schaltfrreis, der selektiv einen der beiden Pole der
Telegraphenspannungsquelle über die unipolare konstante Stromquelle mit der Telegraphieleitung verbindet,
und einem Ausgangsfilter mit einem zu der Telegraphieleitung parallelen Kondensator versehen ist
In den Systemen für polare Gieichstromtelegraphie (auch als Doppelstromtelegraphie bezeichnet) werden
die früher allgemein angewendeten Sender mit mechanischen Telegraphenrelais jetzt in zunehmendem Maße
durch Sender mit elektronischen Telegraphenrelais ersetzt, die wichtige Vorteile in bezug auf Lebensdauer,
Raum und Preis bieten.
Wenn derartige elektronische Telegraphiesender auf
die obenbeschriebene Weise ausgebildet werden, weisen sie außerdem den Vorteil aut, daß sie sowohl in
stromgesteuerten als auch in spannungsgesteuerten Telegraphiesystemen verwendet werden können. Bei
Anwendung dieser Sender in stromgesteuerten Systemen, in denen die Telegraphiesignale am Eingang der
Teiegraphieleitung als Ströme mit Sollwert (z. B. 20 mA) definiert werden und in denen die Eingangsimpedanz
des Empfängers so klein gemacht wird wie praktisch möglich ist, wird die konstante Stromquelle auf den
Sollstromwert eingestellt. Bei Anwendung dieser Sender in spannungsgesteuerten Systemen, in denen die
Telegraphiesignale am Eingang der ielegraphieleitung
als Spannungen mit Sollwert (z. B. höchstens 5 V niedriger als die Telegraphenbatteriespannung von
80 V) definiert werden und in denen die Eingangsimpedanz des Empfängers so groß gemacht wird wie
praktisch möglich ist, wird dagegen die konstante Stromquelle auf einen derart hohen Stromwert (z. B.
50 mA) eingestellt, daß ά\». Impedanz der Telegraphieleitung
und des Empfängers zusammen stets den empfangsseitigen S?rom bestimmt und die Stromquelle
also nur als Strombegrenzer wirkt.
Ein wichtiges Problem, dem auch bei Anwendung elektronischer Telegraphiesender Aufmerksamkeit gewidmet
werden muß, ist das Nebensprechen der Telegraphiesignale zu benachbarten Übertragungsleitungen.
Insbesondere bei benachbarten Fernsprechleitungen ist die durch das Nebensprechen herbeigeführte
Störung ungünstig, weil sie in das Sprechfrequenzband fällt und somit hörbar ist. Die meisten Fernmeldeämter
stellen denn auch dem Pegel dieser Art Störung strenge Anforderungen. Da das Nebensprechen mit der
Frequenz zunimmt, sollen die höheren Frequenzen in den Telegraphiesignalen unterdrückt Werden, um die
Nebensprechstörung innerhalb akzeptabler Grenzen zu halten.
A(2) Beschreibung des Standes der Technik
Die früher allgemein üblichen und auch bei bekannten elektronischen Telegraphiesendern noch verwendeten
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