DE2358003C3 - Schaltungsanordnung zur Pegelumsetzung logischer Signale - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Pegelumsetzung logischer SignaleInfo
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Description
a) es ist eine Symmetrierschaltung (7) vorgesehen,
die entsprechend den zwei logischen Signalpegeln zwei symmetrisch zu Massepotential
liegende Signale erzeugt;
b) es ist eine Potentiometerscnaltung (8) vorgesehen, die mitteis der am Abgriff abgenommenen
Spannungswerte den Absolutbetrag des Stroms der Signale höheren Potentials bestimmt;
c) es ist eine elektronische Abfiacherschaltung (4) vorgesehen, die die Übergänge zwischen den
den zwei logischen Signalen entsprechenden symmetrierten Signalen abflacht;
d) es ist eine über ein komplementäres Transistorpaar (92, 92') angesteuerte bipolare Konstantstromquelle
(94,98; 94', 98') vorgesehen, die mit den beiden Polen (±TB) der die höheren
Potentiale abgebenden Spannungsquelle verbunden ist und je nachdem, welcher Transistor
(92 bzw. 92') des komplementären Transistorpaares leitend ist, die Übertragungsleitung mit
dem einen oder anderen Pol der Spannungsquelle verbindet und die abgeflachten symmetrierten
Signale unter Beibehaltung ihrer Signalform an die Übertragungsleitungen abgibt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentiometerschaltung (8)
der Symmetrierschaltung (7) nachgeordnet ist und zwischen deren Ausgang und Masse liegt, und daß
die elektronische Abfiacherschaltung (4) eingangsseitig mit dein Abgriff der Potentiometerschaltung
(8) verbunden ist und ausgangsseitig das der bipolaren Konstantstromquelle vorgeschaltete komplementäre
Transistorpaar (92,92') ansteuert.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische
Abfiacherschaltung (4) im wesentlichen ohmsche Widerstände und Kapazitäten umfaßt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Umsetzen binärer logischer Signalpegel in
Signalpegel höheren Potentials, wobei der die logischen Signale aufnehmende Eingangskreis und der die
höheren Potentiale an Übertragungsleitungen abgebende Ausgangskreis galvanisch getrennt sind.
Derartige Schaltungsanordnungen sind insbesondere für das Telegrafenwesen von Interesse. Dabei geht es
um die allgemeine Aufgabe, Nachrichten in Form möglichst einfacher Änderungen eines elektrischen
Systemzustandes über ein Übertragungssystem weiterzuleiten. Unter Syslemzustand können hier die Varianten
»Strom« bzw. »Keinstrom« oder »positiver bzw. negativer Linienstrom« verstanden werden. Die erstgenannte
Variante wird als Einfachstrombetrieb, die zweite Variante als Doppelstrombetrieb bezeichnet
Unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck wird eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art im folgenden als Telegrafiesenderamsetzerschaltung bzw. Telegrafie-Sender bezeichnet und weist heutzutage an Stelle der mechanischen Telegrafenrelais elektronische Telegrafenrelais auf, deren Vorteile gegenüber den gebräuchlichen elektromechanischen Relais insbesondere die geringe Ansprechzeit mit einer vernachlässigbaren Umschaltzeit, der geringe Energiebedarf sowie das Wegfallen aller Probleme hinsichtlich Einstellung, Abspringen, Verschleiß und Festkleben der beweglichen Teile sind.
Unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck wird eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art im folgenden als Telegrafiesenderamsetzerschaltung bzw. Telegrafie-Sender bezeichnet und weist heutzutage an Stelle der mechanischen Telegrafenrelais elektronische Telegrafenrelais auf, deren Vorteile gegenüber den gebräuchlichen elektromechanischen Relais insbesondere die geringe Ansprechzeit mit einer vernachlässigbaren Umschaltzeit, der geringe Energiebedarf sowie das Wegfallen aller Probleme hinsichtlich Einstellung, Abspringen, Verschleiß und Festkleben der beweglichen Teile sind.
Derartige elektronische Telegrafiesender werden auch als elektronische und optoelektronische Signalumsetzer
bezeichnet, die die eigentliche Funktion der Telegrafenrelais übernehmen. Darunter ist im Falle der
Telegrafietechnik die Umsetzung der von einem Schaltkreissystem gelieferten Pegel auf die bei Fernschreibleitungen
üblichen, bedeutend höheren Pegel zu verstehen. Gemäß bekannten Ausführungsbeispielen
wird die galvanische Trennung zwischen dem Schaltkreissystem und dem Telegrafiekreis transformatorisch
realisiert. Auch die Kopplung mittels optoelektronischer Koppler ist im Zusammenhang mit elektronischen
Telegrüfiesendern an sich bekannt.
JO Problematisch bezüglich der Verwendung von elektronischen Telegrafenrelais bleibt die Beeinflussung von
Nachbaradern, die insbesondere bei unsymmetrischer Tastung unzulässige Werte annehmen kann. Gemäß den
Technischen Vorschriften der Deutschen Bundespost
ss über den Anschluß von Endeinrichtungen an Telegrafen-Stromwege
bei Schrittgeschwindigkeiten bis zu 200 Baud ist der Problematik des Nebensprechens von
einer Schrittgeschwindigkeit über 75 Baud an Rechnung zu tragen. Die dazu vorgeschlagenen Schaltmittel sind
z. B. Abflacher- und Symmetrierschaltungen. Letztere
dienen dazu, unipolare Signale des logischen Schaltkreissystems bezüglich des Erdpotentials zu symmetrieren.
Die Abflacherschaltungen dienen dazu, die durch rechteckige Kurvenform der Telegrafieströme bedingten
Störungen möglichst klein zu halten. Bekanntlich ist die Störwirkung um so größer, je rechteckiger die
Kurvenform ist, also je größer der Anteil an hohen Frequenzen (sogenannten Oberwellen) Ist.
Nach dem Stand der Technik werden Abflacherschallungen durch LC-Kettenglieder realisiert, wobei die
Längsglieder aus Induktivitäten und die Querglieder aus Kapazitäten bestehen. Die Grenzfrequenz der Abflacherschaltungen
muß in jedem Falle größer sein als die sich aus den jeweiligen Schrittgeschwindigkeiten
■55 ergebende Frequenz des kürzesten Schrittes, damit die
Schritte hinreichend verzerrungsfrei übertragen werden. Die Unterdrückung der höheren Frequenzen der
Schritte ist ohne weiteres zulässig, da sie für das Arbeiten des Relais auf der Empfangsseite ohne
Bedeutung sind.
Wie erwähnt, sind die Abflacherschaltungen auch in Verbindung mil den bekannten elektronischen Telegrafenrelais
durch LC-Kettenglieder realisiert, die einen erheblichen Platzbedarf erfordern.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Telegrafiesender besteht darin, daß die über die Telegrafenleitungen
zu übertragenden Telegrafieströme über einen als Potentiometer realisierten sogenannten Leitungsergän-
zungswiderstand eingestellt werden müssen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 22 34 501 ist
eine Schaltungsanordnung für ein elektronisches Telegrafenrelais bekannt. Diese Schaltungsanordnung ist
zum Schutz gegen Leitungskurzschlüsse und Überspannungen konzipiert und basiert im wesentlichen auf einer
getasteten Konstantstromquelle, deren Elemente ihrerseits dann stromlos gemacht werden; wenn gefährliche
Fremdpotentiale auftreten. Abgesehen davon, daß diese getastete Konstantstromquelle infolge des nichtlinearen
Zusammenhangs zwischen Eingangsspannung und Ausgangsstrom keine trapezförmigen Signale zu übertragen
vermag, so müßte gerade wegen dieser Nichtlinearität eine gegebenenfalls erforderliche Abflacherschaltung
dem Telegrafenrelais nachgeschaltet werden. Darüber hinaus sind bei der bekannten Schaltungsanordnung
in der Konstantstromquelle wirkende Potentiometerwiderstände
vorgesehen, die den Ausgangsleitungsstrom lastunabhängig fließen lassen. Damit weist
die bekannte Anordnung die bereits allgemein beschriebenen Nachteile auf: da nämlich einerseits eine
gegebenenfalls erforderliche Abflacherschaltung im Ausgangskreis vorzusehen ist und nach dem Stand der
Technik nur LC-Kettenglieder bekannt sind, und andererseits Potentiometerwiderstände zur lastunabhängigen
Einstellung des Leitungsstroms vorgesehen sind, sind sowohl der Integrierbarkeit als auch der
Packungsdichte der Einzelschaltungen Grenzen gesetzt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art, jo
insbesondere einen elektronischen Telegrafiesender zu konzipieren, wobei die genannten Nachteile nicht
vorhanden sind. Abgesehen davon, daß die erfindungsgemäße Konzeption weitgehend in integrierter Technik
realisierbar ist und entsprechend mit einem wesentlich geringeren Platzbedarf auskommt, bedarf es zwecks
Realisierung eines konstanten Linienstroms auf den Telegrafieleitungen keiner polentiometrischen Einstellung
eines Abgleichwiderstandes (Leitungsergänzungswiderstand).
Durch die Vermeidung der genannten Nachteile ergibt sich eine Baueinheit, die nicht nur wesentlich
kleiner und leichter ist als bekannte, dem gleichen Zweck dienende Baueinheiten, sondern sie ist auch
erheblich billiger und verglichen mit bekannten Baueinheiten praktisch wartungsfrei.
Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird durch die gemeinsame Anwendung der im
Patentanspruch 1 gekennzeichneten Merkmale erreicht.
Die Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen im folgenden näher erläutert. Hierbei wird
ein explizites Ausführungsbeispiel im Sinne der Unteransprüche beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen Telegrafie-Sender mit elektronischem
Telegrafenrelais, LC-Abflacher, Einstellwiderstand. Leitung und Empfänger gemäß dem Stand der
Technik;
Fig. 2a zeigt das Blockschaltbild eines in erfindungsgemäßer
Weise konzipierten elektronischen Telegrafiesenders;
Fig. 2b zeigt schematisch die an ausgezeichneten Punkten der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
entstehenden Spannungs- bzw. Stromverhältnisse;
Fig. 3 zeigt ein detailliertes Ausführungsbeispiel der
crfindungsgemäßen Schaltungsanordnung bzw. des br>
erfindungsgemäßen Telegrafiescnders;
Fig. 4 zeigt für drei verschiedene Schrittgeschwindigkeiten gemessene Kurven der am Abflachereingang
bzw. am Abflacherausgang abnehmbaren Siröme.
In F i g. 1 ist das Blockschaltbild eines bekannten elektronischen Telegrafiesenders dargestellt Die beiden
wesentlichen Komponenten sind der Eingangskreis und der Ausgangskreis, die auf Grund des Umstandes,
daß Ihre jeweiligen elektrischen Versorgungswerte in ganz unterschiedlichen Größenordnungen liegen, galvanisch
voneinander getrennt sind. Der Eingangskreis ist symbolisch durch ein Inverterglied 1 dargestellt, dessen
Ausgang mit dem Eingang eines optoelektronischen Koppelelementes 2 verbunden ist, dessen Ausgang
seinerseits das in den Ausgangskreis einzukoppelnde Signal abgibt.
Das optoelektronische Koppelelement 2 besteht, wie dargestellt, aus einer Leuchtdiode und einem Fototransistor.
Das am Eingang E zugeführte logische Signal ist am Kollektoranschluß des Fototransistors abnehmbar.
Mit diesem Ausgangssignal des optoelektronischen Koppelelementes 2 wird ein im wesentlichen aus zwei
komplementären Transistoren bestehendes Telegrafenrelais 3 angesteuert. Dieses ist mit den beiden Polen
-I- Found — TBeiner Telegrafenbatterie verbunden und
schaltet je nachdem, ob ein einer binären »1« oder einer binären »0« entsprechendes Potential am Eingang E
zugeführt wurde, den einen oder anderen Transistor des komplementären Transistorpaares leitend. Je nachdem,
welcher der Transistoren leitend gesteuert ist, wird das positive oder negative Potential angeschaltet.
Das am Ausgang K des Telegrafenrelais anstehende Signal stimmt bezüglich seiner Signalform mit der
Signalform der logischen Eingangssignale überein. Diese sind ihrerseits annähernd von rechteckiger
Signalform, so daß sich die Notwendigkeit ergibt, die Schaltflanken abzuflachen.
Zu diesem Zweck ist eine Abflacherschaltung 4 vorgesehen, die im wesentlichen aus induktiven
Längsgliedern und kapazitiven Quergliedern besteht und die Wirkung eines Tiefpaßfilters hat. Dies bedeutet,
daß die Oberwellen der rechteckigen Signale ausgefiltert werden, so daß diese an ihren positiven und
negativen Flanken abgerundet erscheinen.
Eine weitere Forderung an elektronische Telegrafiesender besteht darin, daß die auf den Telegrafieleitungen
übertragenen Telegrafiesignale hinsichtlich des Stroms zu begrenzen sind. Gemäß den bekannten
Anordnungen wird die Strombegrenzung und die damit verbundene Stromkonstanz mittels eines sogenannten
Leitungsergänzungswiderstandes 5 realisiert, der als Abgleichwiderstand längs der Übertragungsleitungen
angeordnet ist. Mittels dieses Abgleichwiderstands wird jeweils abhängig vom Widerstand der Leitung und des
am Ende der Leitung angeordneten Empfängers 10 der zulässige Linienstrom der Telegrafiesignale eingestellt.
Diese werden am Ausgang A von der übertragungsleitung abgenommen und dem Empfänger 10 zugeführt. In
B i I d 2a ist das Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dargestellt, wobei auch die in der
in Bild 1 angegebenen Schaltung enthaltenen Komponenten mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind.
Das am Ausgang einer Inverterstufe 1 anstehendt logische Signal wirkt über einen optoelektronischen
Koppler 2 auf eine Symmetrierschaltung 7. Diese ist mit den beiden Polen + U\ und — U\ einer Spannungsquelle
verbunden und ordnet den beiden binären Signal/uständen
das positive oder negative Potential zu. Auf diese Weise werden die bezüglich Massepotential unsymmetrisch
liegenden logischen Signaipegel in bezüglich
Massepotential symmetrisch liegende Pegel umgesetzt.
Die Symmetrierschaltung 7 gibt die symmetrisch liegenden Potentiale an eine Potentiometerschaltung 8
ab. Mittels dieser Potentiometerschaltung wird der Eingangspegel für die nachfolgenden Komponenten der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung festgelegt.
Der Potentiometerschaltung ist eine Abflacherschaltung 4 nachgeschaltet, deren Eingangssignal am Abgriff
der Potentiometerschaltung 8 abgegriffen wird. Die Abflacherschaltung 4 ist symbolisch in Analogie zu
F i g. 1 durch ein LC-Tiefpaßfilter dargestellt und filtert,
wie bereits beschrieben, die hohen in den rechteckigen Signalen enthaltenen Frequenzen aus. Es versteht sich,
daß die Komponenten Potentiometer und Abflacherschaltung hinsichtlich ihrer Anordnung im Telegrafiesender
austauschbar sind.
Das bezüglich der Flanken abgeflachte Ausgangssignal der Abflacherschaltung 4 wird nunmehr dem
eigentlichen Telegrafenrelais 9 zugeführt, das gemäß der erfindungsgemäßen Gesamtkonzeption im wesentliehen
aus einem die Telegrafiepotentiale ± Tb durchschaltenden
bipolaren Transistorpaar und einer die Strombegrenzung und die Stromkonstanz gewährleistenden
bipolaren Konstantstromquelle besteht. Der Ausgang dieser Konstantstromquelle ist der Ausgang A
der gesamten Schaltungsanordnung, an den die Übertragungsleitung und der Empfänger 10 angeschlossen
sind.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist so konzipiert, daß über die Einstellung der Potentiometerschaltung
8 die Stromverstärkung der im Telegrafenrelais angeordneten Konstantstromquelle einstellbar ist.
Diese einfache Möglichkeit der Einstellung des Linienstroms und die Gewährleistung der Stromkonstanz
durch eine Konstantstromquelle erlaubt die Verwendung eines einfachen Potentiometers, während bei den
gemäß Stand der Technik bekannten Schaltungsanordnungen stets ein relativ hoch belastbarer Abgleichwiderstand
notwendig ist.
In Fig.2b sind schematisch die Strom- bzw. Spannungsverhältnisse an ausgezeichneten Punkten der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung wiedergegeben.
Als Abszisse dient die Zeitachse i, über der die Spannungs- bzw. Stromimpulse aufgetragen sind. Ganz
links in der Darstellung ist ein logisches Signal dargestellt das die beiden Signalpege! OV und + Ue
habe, also bezüglich der Spannungsnullinie unsymmetrisch liegt Das logische Signal wird mittels des
optoelektronischen Koppelelementes an die Symme- so trierschaltung weitergegeben, wo die beiden logischen
Signalpegel auf der Basis der Versorgungsspannung ± U\ der Symmetrierschaltung Symmetrien werden.
Gemäß der Darstellung mit der Ordinaten Ux sei dem
höheren logischen Signalpegel das Potential + U\ und ss dem niedrigen logischen Signalpegel das Potential — U\
zugeordnet Die Impulsform des Spannungsimpulses entspricht der des logischen Signals.
Die Potentiometerschaltung 8 nach Fig.2a ist
zwischen dem Ausgang α der Symmetrierschaltung und eo
Massepotential angeordnet Auf Grund des durch die Potentiometereinstellung vorgegebenen Spannungsteilerverhältnisses wird nunmehr am Potentiometerabgriff β eine gegenüber der Ausgangsspannung der
Symmetrierschaltung verringerte Spannung an die Abflacherschaltung weitergegeben. Diese Spannung ist
an der Ordinate Uß aufgetragen und entspricht bezüglich ihrer Signalform noch einer nahezu idealen
Rechteckkurve.
In der Abflacherschaltung werden nun die Oberwellen dieser Rechteckspannung ausgefiltert, so daß in der
Darstellung einer Fourieranalyse beispielsweise nur die linearen Glieder berücksichtigt sind. Die Rechteckkurve
wird gewissermaßen verschliffen und am Ausgang γ der Abflacherschaltung liegt eine näherungsweise als
Trapezkurve mit abgerundeten Ecken zu bezeichnende Spannungskurve an.
Mit dieser Spannung wird das Telegrafenrelais angesteuert. Die darin enthaltene bipolare Konstantstromquelle
vermag einen positiven und negativen Ausgangsstrom zu liefern, der proportional zur
angelegten, am Ausgang der Abflacherschaltung anstehenden Spannung Uy(Io Uy) ist. Die gesteuerte
bipolare Konstantstromquelle hat daher den Charakter eines linearen Verstärkers. Der am Telegrafenrelais
abnehmbare Ausgangsstrom ist mit h bezeichnet.
Ein detailliertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist in F i g. 3 dargestellt.
Die an Hand des Prinzipschaltbildes nach F i g. 2 bereits erwähnten Komponenten optoelektronisches Koppelelement
2, Symmetrierschaltung 7, Abflacherschaltung 4 und Telegrafenrelais 9 sind in gleicher Anordnung zu
Blockeinheiten zusammengefaßt
Die in Fig.3 dargestellte Schaltungsanordnung funktioniert folgendermaßen:
Wird die Leuchtdiode 21 des optoelektronischen Koppelelementes 2 auf Grund eines am Ausgang der
Inverterstufe 1 anstehenden logischen Signals in den leitenden Zustand gesteuert, so leitet auch der im
optoelektronischen Koppelelement 2 mit einintegrierte npn-Fototransistor 22.
Um, wie schon erwähnt, positiven und negativen Linienstrom für die Telegrafenleitungen erzeugen zu
können, müssen die beiden Schaltzustände des Fototransistors 22 symmetriert werden. Zu diesem Zweck ist
in der Symmetrierschaltung 7 ein npn-Schalttransistor 73 vorgesehen, der sich in Abhängigkeit vom Leitungszustand
des Fototransistors 22 im leitenden oder nichtleitenden Zustand befindet Dieser Schalttransistor
73 ist basisseitig einerseits mit dem Kollektoranschluß des Fototransistors 22 und andererseits über einen
Basiswiderstand 71 mit dem positiven Pol + U\ einer ersten Spannungsquelle verbunden. Der Emitteranschluß
des Schalttransistors 73 ist mit der Anode einer ersten Symmetrierungsdiode 74 verbunden, deren
Kathode mit dem Emitteranschluß des Fototransistors 22 und mit dem negativen Pol —U\ der ersten
Spannungsquelle verbunden ist Der Kollektoranschluß des Schalttransistors 73 ist über einen Kollektorwider
stand 72 mit dem positiven Pol +Ut der ersten
Spannungsquelle und ferner mit dem Anodenanschiuß einer zweiten Symmetrierungsdiode 75 und einem
Anschluß eines einstellbaren Widerstandes 76 verbunden. Der andere Anschluß dieses Widerstandes 76 und
die Kathode der zweiten Symmetrierungsdiode 75 sind miteinander verbunden und bilden den Ausgang der
Symmetrierschaltung 7.
Sind also die Leuchtdiode 21 und der Fototransistor 22 im leitenden Zustand, so ist der Schalttransistor 73
gesperrt. Auf Grund dieser Konfiguration fließt ein Strom vom positiven Pol + Ux der ersten Spannungsqueile über den Kollektorwiderstand 72 und die zweite
Symmetrierungsdiode 75 zur nachgeschalteten Potentiometerschaltung 8 und von da zur Erde. Bleibt die
Leuchtdiode 21 stromlos, so bleibt auch der Fototransistor 22 im gesperrten Zustand. Der Schalttransistor 73
wird in den leitenden Zustand gesteuert und bedingt einen Stromfluß (im Sinne eines negativen Stroms) vom
negativen Pol — U\ der ersten Spannungsquelle über die
erste Symmetrierungsdiode 74, über den Schalttransistor 73, über den ungeerdeten Potentiometerwiderstand
76 und über die Potentiometerschaltung 8 zur Erde.
Der regelbare Widerstand 76 dient dazu, eine Unsymmetrie der positiven und negativen Linienströme
auf den Telegrafieleitungen auszugleichen.
Mit der Potentiometerschaltung 8 werden die Eingangspegel für die nachfolgende Abflacherschaltung
4 und die anschließende »Linearverstärkerschaltung« 9 bestimmt und gegebenenfalls im Hinblick auf die
Absolutbeträge der Linienströme eingestellt.
Die Abflacherschaltung 4 ist als transistorisierter Tiefpaß realisiert, wobei im Gegensatz zu den
bekannten LC-Kettengliedern gemäß der Erfindung RC-Glieder als frequenzbestimmende Elemente benutzt
werden. Dies hat insbesondere den Vorzug eines erheblich verringerten Raumbedarfs sowie einer Kostenminderung.
Der transistorisierte Tiefpaß besteht aus einer zweistufigen Anordnung. Die zwei Stufen sind deshalb
notwendig, um den erforderlichen Dämpfungsverlauf zu erreichen.
Die erste Stufe besteht aus einem pnp-Transistor 41, der basisseitig über zwei in Serie geschaltete Widerstände
mit dem Abgriff der Potentiometerschaltung 8 verbunden ist. Zwischen dem Verbindungspunkt und
dem Emitteranschluß des pnp-Transistors 41 ist ein erster Kondensator angeordnet Ein zweiter Kondensator
liegt zwischen dem Basisanschluß des pnp-Transistors 41 und Erde.
Die Emitterkollektorstrecke des pnp-Transistors 41 ist mit den beiden Polen einer zweiten Spannungsquelle
verbunden, und zwar derart, daß der Emitteranschluß unter Einfügung eines Emitterwiderstandes 42 mit dem
positiven Pol + Lh und der Kollektoranschluß mit dem negativen Pol — Lh verbunden sind.
Die zweite Stufe der Abflacherschaltung 4 besteht aus einem npn-Transistor 43, der basisseitig unter Zwischenschaltung
zweier Widerstände mit dem Emitteranschluß des pnp-Transistors 41 der ersten Stufe
verbunden ist. Zwischen dem Verbindungspunkt der beiden Widerstände und dem Emitteranschluß des
npn-Transistors 42 sowie zwischen dessen Basisanschluß und Erde ist jeweils wiederum ein Kondensator
eingefügt. Die Kollektor-Emitter-Strecke des npn-Transistors
43 der zweiten Stufe der Abflacherschaltung liegt
ebenfalls zwischen den beiden Polen ± Lk der zweiten Spannungsquelle, wobei der Kollektor mit dem
positiven Po! ^ Lh and der Emitter anter Einfügung
eines Emitterwiderstandes 44 mit dem negativen Pol -Lk verbunden sind. Am Emitteranschluß des npn-Transistors
43 der zweiten Abflacherstufe wird das
Ausgangssignal der Abflacherschaltung abgenommen. Dieses Ausgangssignal ist an seinen Flanken verschliffen.
Der Pegel der am Ausgang der Abflacherschaltung
abnehmbaren Signale ist gegenüber denen, die am Abgriff der Potentiometerschaltung anstehen, annä
hernd unverändert
In F i g. 4 ist für die Schrittgeschwindigkeiten 75,100,
200 bit/sec die Beeinflussung der Abflacherschaltung auf
die an der Potentiometerschaltung 8 abgegriffenen (Rechteck-JSignale deutlich sichtbar. Die dargestellten
Impulse sind gemessenen und fotografisch aufgenommenen Impulsen nachgezeichnet Bezüglich der ausge
filterten Oberwellen soll nochmals betont werden, daß ausschließlich die Dimensionierung der RC-Glieder
maßgebend ist.
Mit den am Ausgang der Abflacherschaltung anstehenden, in Fig. 4 schematisch dargestellten
Signalen wird der Kern des elektronischen Telegrafiesender angesteuert. Die auf Grund ihrer Umschaltfunktion
als Telegrafenrelais 9 bezeichnete Schaltungsanordnung hat die Aufgabe, das von der Abflacherschaltung
4 angebotene Signal unter Beibehaltung der Signalform auf die Telegrafieleitungen umzusetzen. Das
Telegrafenrelais 9 besteht, wie schon erwähnt, im wesentlichen aus einem komplementären Schalttransistorpaar
92, 92' und einer nachgeschalteten Konstantstromquelle.
Liegt am Ausgang der Abflacherschaltung 4 und damit am Eingang des Telegrafenrelais 9 ein positiver
Signalpegel an, so wird der npn-Schalttransistor 92' leitend gesteuert, während der pnp-Schalttransistor 92
gesperrt wird. Somit ergibt sich ein Stromfluß vom positiven Pol + TB der Telegrafenbatterie über einen
Kollektorwiderstand 97', über eine Temperaturkompensationsdiode 93', über den npn-Schalttransistor 92'
und über einen Emitterwiderstand 96' zur Erde. Die Größe des über die genannte Strecke fließenden Stroms
ist direkt abhängig von der an der Basis des npn-Schalttransistors 92' anliegenden Signalspannung.
Die dem komplementären Schalttransistorpaar 92, 92' nachgeschaltete bipolare Konstantstromquelle besteht
ebenfalls aus einem komplementären Transistorpaar, wobei der pnp-Transistor 94' basisseitig mit dem
Kollektoranschluß des npn-Schalttransistors 92' und der npn-Transistor 94 basisseitig mit dem Kollektoranschluß
des pnp-Schalttransistors verbunden sind. Emitterseitig sind die Transistoren der Konstantstromquelle
mit den beiden Polen der Telegrafenbatterie und kollektorseilig miteinander verbunden, wobei der
gemeinsame Verbindungspunkt der Ausgang des kompletten Telegrafenrelais ist.
Auf Grund des im npn-Schalttransistor 92' fließenden Stroms entsteht an der Basis des pnp-Transistors 94' der
Konstantstromquelie ein Spannungsabfall. Dieser bestimmt zusammen mit dem Emitterwiderstand 98' des
pnp-Transistors 94' der Konstantstromquelle den vom positiven Pol + TB der Telegrafenbatterie zum
Ausgang A und damit in die Telegrafenleitungen fließenden Linienstrom. Dieser fließt vom positiven Pol
+ TB der Telegrafenbatterie über den pnp-Transistor 94' der Konstantstromquelle in die Telegrafenleitung
und somit zum Telegrafenempfänger 10.
Steht am Ausgang der Abflacherschaltung 4 ein negatives Si^ns! 2Π, so wird der nnn-TrEnsistor 92 des
Schalttransistorpaares leitend gesteuert Somit fließt ein negativer Strom vom negativen Pol — TB der
Telegrafenbatterie über einen Widerstand 97, über eine Diode 93, über den pnp-Schalttransistor 92 und über den
Emitterwiderstand 96 zur Erde. Auf Grund des Spannungsabfalls am Widerstand 97 wird nunmehr der
npn-Transistor 94 der Konstantstromquelle leitend gesteuert Somit ergibt sich ein Stromfluß vom
negativen Pol — TB der Telegrafenbatterie über den Emitterwiderstand 98 und die Emitter-Kollektor-Strekke
des npn-Transistors 94 zu den Telegrafieleitungen und von hier zum Empfangsgerät 10.
Die Symmetrie und die Höhe der Ober die Transistoren 94,94' der bipolaren Konstantstromquelle
fließenden Ströme (Linienströme) können mit dem in der Symmetrierschaltung 7 vorgesehenen Regelwider-
stand und mit der Potentiometerschaltung 8 justiert werden. Bezüglich der Diodenpaare 91, 91' und 93, 93'
ist zu bemerken, daß sie jeweils die Basisanlaufspannungen der entsprechenden Transistoren kompensieren
und somit insbesondere der Temperaturkompensation der gesamten Anordnung dienen.
Bezüglich der genannten ersten und zweiten Spannungsquelle ist zu bemerken, daß diese vorzugsweise
der Telegrafenbatteriespannung entsprechen. Um hinreichende Symmetrieirverhältnisse zu gewährleisten,
werden die erwähnten Erdverbindungen jeweils durch die geerdete Mitte der Telegrafenbatterie realisiert.
Das in Fig.3 dargestellte und im vorhergehenden beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft den in der
Telegrafietechnik bekannten Doppelstrombetrieb. Soll die genannte Anordnung auch im sogenannten Einfachstrombetrieb
eingesetzt werden, so läßt sich dies in
10
einfacher Weise dadurch realisieren, daß z. B. der Kollektor des npn-Transistors 94 der Konstantstromquelle
nicht beschaltet wird. Um andererseits für den Einfachstrombetrieb die gleiche Differenz zwischen den
zwei logischen Signalen zugeordneten Telegrafiesignalströmen zu erhalten, wird dem Emitterwiderstand 98'
des pnp-Transistors 94' der Konstantstromquelle ein Widerstand gleicher Größe parallel geschaltet. Somit
ergibt sich beim Einfachstrombetrieb gegenüber dem Doppelstrombetrieb ein positiver Linienstrom doppelter
Größe.
Zusammenfassend soll nochmals darauf hingewiesen werden, daß die in F i g. 3 dargestellte Schaltungsanordnung
voll elektronisch und damit weitgehend in integrierter Technik ausgeführt werden kann und
demzufolge mit einem gegenüber bekannten Anordnungen wesentlich verringerten Platzbedarf auskommt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Schaltungsanordnung zur Umsetzung binärer logischer Signalpegel in Signalpegel höheren Potentials,
wobei der die logischen Signale aufnehmende Eingangskreis und der die höheren Potentiale an
Übertragungsleitungen abgebende Ausgangskreis galvanisch getrennt sind, insbesondere zur Umsetzung
logischer Signale in Telegrafiesignale, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangskreis
in Kombination folgende Merkmale aufweist:
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732358003 DE2358003C3 (de) | 1973-11-21 | 1973-11-21 | Schaltungsanordnung zur Pegelumsetzung logischer Signale |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732358003 DE2358003C3 (de) | 1973-11-21 | 1973-11-21 | Schaltungsanordnung zur Pegelumsetzung logischer Signale |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2358003A1 DE2358003A1 (de) | 1975-06-05 |
| DE2358003B2 DE2358003B2 (de) | 1975-11-06 |
| DE2358003C3 true DE2358003C3 (de) | 1982-02-11 |
Family
ID=5898668
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732358003 Expired DE2358003C3 (de) | 1973-11-21 | 1973-11-21 | Schaltungsanordnung zur Pegelumsetzung logischer Signale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2358003C3 (de) |
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|---|---|---|---|---|
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| NL7704703A (nl) * | 1977-04-29 | 1978-10-31 | Philips Nv | Electronische gelijkstroomtelegrafiezender. |
| DE2833732C2 (de) * | 1978-08-01 | 1981-12-03 | Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen | Schaltungsanordnung zur Aussendung von Gleichstromtelegrafiezeichen |
| NL181896C (nl) * | 1979-06-05 | 1987-11-16 | Philips Nv | Elektronische zender voor gelijkstroomtelegrafietransmissie. |
| DE3128635C2 (de) * | 1981-07-20 | 1986-04-03 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung zum Aussenden von Datensignalen |
| EP0111604B2 (de) * | 1982-12-17 | 1991-12-27 | Sharp Kabushiki Kaisha | Sende-/Empfangskreis-Paar zur Signalübertragung über Netzleitungen |
| EP0576690B1 (de) * | 1992-05-26 | 1999-11-17 | Hewlett-Packard GmbH | Einrichtung zur Änderung der Impulsübergangszeit |
-
1973
- 1973-11-21 DE DE19732358003 patent/DE2358003C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2358003A1 (de) | 1975-06-05 |
| DE2358003B2 (de) | 1975-11-06 |
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