DE2808355B2 - Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung - Google Patents
Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer LaseranregungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung.
Als Anregungslichtquellen für Laseranregungseinrichtungen werden häufig Blitzlampen verwendet. Diese
müssen innerhalb der Anregungseinrichtung mechanisch gehalten werden und benötigen zur Zündung eine
entsprechende Hochspannungszuführung, welche gewisse Forderungen, insbesondere hinsichtlich Spannuugsfestigkeit
und Wärmeleitfähigkeit, erfüllen muß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für
eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung einen derartigen Anschluß zur mechanischen Halterung der
Lampe und zur Hochspannungszuführung zu schaffen.
ίο Diese Aufgabe wird bei einer Hochspannungs-Anschlußvorrichtung
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Anschluß- und Halterungselement für die
Blitzlampe aus einem etwa rechtwinkligen Keramikteil aus Aluminiumoxidkeramik besteht, dessen Schenkel
mit je einer Bohrung versehen sind, daß die beiden Bohrungen sowohl zueinander als auch zu dem jeweils
anderen Schenkel etwa senkrecht verlaufen und an ihren Enden ineinander einmünden, daß die Bohrungen
im Bereich der ineinander einmündenden Enden mit einer elektrisch leitenden Schicht und mit je einer an
dieser Schicht anliegenden Kontakt-Steckbuchse für die Blitzlampe oder den Innenleiter eines Hochspannungskabels
vorsehen sind und daß das Keramikteil an seinen Außenflächen nahezu vollständig mit einer weiteren
elektrisch leitenden Schicht überzogen und an dem freien Ende des einen Schenkels mit einem Steckzapfen
versehen ist.
Die Hochspannungs-Anschlußvorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus Aluminiumoxidkeramik und
damit einem Material, das hinsichtlich Spannungsfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit besonders gut als Hochspannungs-Anschlußelement
für Blitzlampen bei Laseranregungseinrichtungen geeignet ist und außerdem den Vorteil bietet, daß es sich ganz oder teilweise mit einer
elektrisch leitenden Schicht, z. B. mit einer Metallschicht, versehen läßt. Die innen partiell und außen
nahezu vollständig aufgebrachte elektrisch leitende Schicht bildet Hin- und Rückleitung des Zündimpulses.
Außerdem verbindet die innere leitende Schicht die beiden Kontaktsteckbuchsen elektrisch miteinander.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ferner sowohl tin steckbarer Anschluß eines Hochspannungskabels
an eine Elektrode der Blitzlampe unter Berücksichtigung der erforderlichen Kriechstrecken
und der Durchschlagsfestigkeit als auch eine steckbare mechanische Halterung der Blitzlampe ermöglicht. Auf
diese Weise lassen sich Hochspannungszuführung und mechanische Halterung besonders einfach und mit
geringem Montageaufwand durch Steckverbindungen bewerkstelligen. Im Wartungsfall erleichtert diese Art
einer Halterung das schnelle und einfache Auswechseln der Blitzlampe. Die äußere elektrisch leitende Schicht
kann in vorteilhafter Weise als äußere Abschirmung des Anschlusses und damit als elektrische Schirmung des
Hochspannungsimpulses sowie mittels des Steckzapfens an einem freien Schenkelende zur steckbaren Verbindung
mit dem Schirm des Hochspannungskabels benutzt werden. Außerdem läßt sich mit einer
erfindungsgemäßen Hochspannungs-Anschlußvorriehtung eine gute Wärmeabfuhr von der Elektrode der
Blitzlampe erreichen.
Zweckmäßigerweise besteht das Keramikteil aus einem Spritzpreßteil. Die Spritzpreßtechnik ermöglicht
außer den vielfältigeren Gestaltungsmöglichkeiten auch eine wirtschaftliche Herstellung von Verrundungen des
Kerarnikkörpers, welche Sprüherscheinungen an Körperkanten bei Hochspannung vermindern.
Bei einer Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach
Bei einer Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach
der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die in den Bohrungen des Keramikteils enthaltenen Kontakt-Steckbuchsen
radial federnd ausgebildet sind. Derartige Kontaktsteckbuchsen können dann aifgrund ihrer
Federeigenschaften die bei der Herstellung des Keramikteils auftretenden Durchmessertoleranzen der
Bohrungen ausgleichen. Dies ist insbesondere bei mittels Spritzpreßtechnik hergestellten Keramikteilen
von Vorteil.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hochspannungs-Anschlußvorrichtung
weist das Keramikteil an seiner Außenseite zwischen den beiden Schenkein eine im Querschnitt T-förmige,
mit einer elektrisch leitenden Schicht versehenen Wand aus. Hierbei kann der Quersteg der T-Wand zur
Befestigung des Keramikteils z. B. an einem metallischen Anregungsgehäuse benutzt werden. Die elektrisch
leitende Schicht liegt dann über die Befestigungsfläche der T-Wand auf GehäusepotentU und bildet
somit die äußere Abschirmung des Anschlusses. Zweckmäßigerweise wird das Keramikteil bei der
Befestigung mittels der T-Wand derart an der Innenwand eines Anregungsgehäuses angebracht, daß
das Keramikteil im Kühlluftstrom des Anregungssystems liegt Dies ist im Hinblick auf die Wärmeableitung
von besonderem Vorteil.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Patentanspruchs 1 sind in den übrigen
Unteransprüchen angegeben.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Hochspannungs-Anschlußvorrichtung
für Blitzlampen von Laseranregungseinrichtungen wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben.
F i g. 1 zeigt in Vorderansicht ein als Hochspannungsanschluß und als Halterungselement für eine Blitzlampe
dienendes Teil,
F i g. 2 zeigt dieses Teil in einer Seitenansicht im Schnitt.
Das Teil 1 besteht aus einer mit thermoplastischen Stoffen versetzten Aluminiumoxidkeramikmasse und ist
etwa rechtwinklig ausgebildet. Die beiden Schenkel 2 und 3 des vorzugsweise in der Spritztechnik herstellbaren
Keramikteils 1 sind im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und mit jeweils einer Bohrung 4 bzw. 5
versehen. Diese Bohrungen verlaufen etwa senkrecht zueinander in der Mittelachse der zylindrischen
Schenkel, so daß die Bohrung 4 im Schenkel 2 etwa senkrecht zu der Längsachse des anderen Schenkels 3
und dessen Bohrung 5 etwa senkrecht zur Längsachse des Schenkels 2 gerichtet ist. An den Ecken im
Schenkelinneren laufen die Bohrungen 4 und 5 ineinander. In diesem Bereich sind zylindrische Bohrungsabschnitte
6 bzw. 7 gebildet, während die Bohrungen 4 und 5 sich sonst nach außen hin konisch
erweitern. Die Bohrungen 4 und 5 sind ausschließlich in den zylindrischen Bohrungsabschnitten 6, 7 mit einer
elektrisch leitenden Schicht 8, die in der Zeicnnung durch gegenüber den anderen Linien dickere Linien
gekennzeichnet ist, versehen. Diese Schicht kann durch
eine sich an die Herstellung des !Ceramikteils anschließende
Metallisierung gebildet werden, z. B. durch Auttrag mittels Pinsel in pastöser Form und nachfolgendem
Einbrennen. Im Gegensatz zu der innen nur partiell vorgesehenen elektrisch leitenden Schicht ist das
Keramikteil an seinen Außenflächen nahezu vollständig mit einer elektrisch leitenden Schicht 9 versehen, welche
in der Zeichnung in derselben Weise wie die Innenschicht 8 kenntlich gemacht ist und zusammen mit
der Schicht 8 hergestellt werden kann. Die elektrisch leitenden Schichten 8 und 9 bilden die Hin- und
Rückleitung des über ein Hochspannungskabel 10 der Blitzlampe 11 zuzuführenden Zündimpulse. Außerdem
bildet die äußere Schicht 9 die elektrische Abschirmung des Hochspannungsimpulses. Da die elektrisch leitenden
Schichten stromführende Leiter auf dem Keramikteif darstellen, sind Luftspalte zwischen den Spannungspotentialen, die zu Sprüherscheinungen führen könnten,
ausgeschlossen.
Ferner sind in den zylindrischen Bohrungsabschnitten 6 und 7 noch je eine Kontakt-Steckbuchse 12 bzw. 13
angeordnet. Die Kontakt-Steckbuchse 12 in der Bohrung 4 des Schenkels 2 dient dem Steckanschluß des
Innenleiters 14 des Hochspannungskabels 10, welches über eine zweckmäßigerweise gefedert ausgebildete,
mit dem Schirm des Hochspannungskabels verbundene Steckbuchse 15 auf das als zylindrischer Steckzapfen 16
ausgebildete und ebenfalls leitend beschichtete Ende des Schenkels 2 aufgesteckt ist. Die Kontakt-Steckbuchse
12 ist durch einen Längsschnitt 17 radial federnd ausgebildet und an dem freien Ende mit einem
Außenringwulst 18 versehen, welcher an der inneren leitenden Schicht 8 anliegt. Über diese Schicht ist die
Kontakt-Steckbuchse 12 mit der in dem anderen zylindrischen Bohrungsabschnitt 7 des anderen Schenkels
3 angeordneten Kontakt-Steckbuchse 13 verbunden. Dieser besteht aus einer sich konisch verjüngenden,
radial federnden und an der Innenschicht 8 anliegenden Hülse, in welche die Blitzlampe 11 mit einer Elektrode
19 eingesteckt und damit mit dem Hochspannungskabel verbunden und zugleich mechanisch gehaltert ist.
Das Keramikteil wird innerhalb eines Laseranregungssystems flächenhaft an ein metallisches Anregungsgehäuse
des Systems gedruckt und zweckmäßigerweise im Kühlluftstrom liegend angeordnet, so daß
eine ausreichende Wärmeabfuhr gewährleistet ist. Als Befestigungsfläche für das Keramikteil dient hierbei die
Auflagefläche eines Quersteges 20 einer im Querschnitt T-förmigen, ebenfalls mit einer elektrisch leitenden
Schicht versehenen Wand 21, welche im Winkel zwischen den Schenkeln 2 und 3 des Keramikteils in der
dargestellten Weise angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Hochspannungs-AnschluBvorrichtung für eine
Blitzlampe einer Laseranregunseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschluß-
und Halterungselement für die Blitzlampe (11) aus einem etwa rechtwinkligen Keramikteil (1) aus
Aluminiumoxidkeramik besteht, dessen Schenkel (2, 3) mit einer Bohrung (4, 5) versehen sind, daß die
beiden Bohrungen sowohl zueinander als auch zu dem jeweils anderen Schenkel (3,2) etwa senkrecht
verlaufen und an ihren Enden ineinander einmünden, daß die Bohrungen (4,5) im Bereich der ineinander
einmündenden Enden mit einer elektrisch leitenden Schicht (8) und mit je einer an dieser Schicht
anliegenden Kontakt-Steckbuchse (12, 13) für die Blitzlampe (11) oder den Innenleiter (14) eines
Hochspannungskabels (10) versehen sind und daß das Keramikteil (1) an seinen Außenflächen nahezu
vollständig mit einer weiteren elektrisch leitenden Schicht (9) überzogen und an dem freien Ende des
einen Schenkels (2) mit einem Steckzapfen (16) versehen ist
2. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den
Bohrungen (4, 5) des Keramikteils (1) enthaltenen Kontakt-Steckbuchsen (12, 13) radial federnd
ausgebildet sind.
3. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bohrungen (4,5) lediglich in dem die Kontakt-Steckbuchsen (12, 13) enthaltenden Bereich zylindrisch
und ansonsten sich nach außen konisch erweiternd ausgebildet sind.
4. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktsteckbuchse (13) für die Blitzlampe (11) aus einer sich konisch verjüngenden
Hülse besteht.
5. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontakt-Steckbuchse (12) für den Innenleiter (14) des Hochspannungskabels (10)
längsgeschlitzt und an ihrem freien Ende mit einem abgerundeten Außenringwulst (18) versehen ist.
6. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Keramikteil (1) an seiner Außenseite zwischen den beiden Schenkeln (2, 3) eine im
Querschnitt T-förmige, mit einer elektrisch leitenden Schicht versehene Wand (21) aufweist.
7. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Keramikteil (1) aus einem Spritzpreßteil besteht.
8. Hochspannungs-Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Keramikteil (1) thermoplastische Stoffe als Bindemittel beigemengt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782808355 DE2808355C3 (de) | 1978-02-27 | 1978-02-27 | Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782808355 DE2808355C3 (de) | 1978-02-27 | 1978-02-27 | Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2808355A1 DE2808355A1 (de) | 1979-08-30 |
| DE2808355B2 true DE2808355B2 (de) | 1980-04-30 |
| DE2808355C3 DE2808355C3 (de) | 1981-01-08 |
Family
ID=6033039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782808355 Expired DE2808355C3 (de) | 1978-02-27 | 1978-02-27 | Hochspannungs-Anschlußvorrichtung für eine Blitzlampe einer Laseranregungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2808355C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8903388U1 (de) * | 1989-03-18 | 1989-05-18 | Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim | Festkörperlaser |
-
1978
- 1978-02-27 DE DE19782808355 patent/DE2808355C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2808355C3 (de) | 1981-01-08 |
| DE2808355A1 (de) | 1979-08-30 |
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