DE2800051C2 - Fotografische Belichtungsregelvorrichtung - Google Patents
Fotografische BelichtungsregelvorrichtungInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
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- G03B7/00—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
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- G03B7/083—Analogue circuits for control of exposure time
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Description
28 OO
Fig.9 eine Gradationskurve für ein typisches lichtempfindliches
Material, das auf der Bildfläche verwendet wird, wobei diese Kurve in qualitativer Weise die
Beziehung zwischen der Schwärzungsdichte des Materials
und dem Logarithmus der diese Schwätzungsdichte hervorrufenden Belichtung zeigt
In Fig.! bezeichnet die Bezugsziffer 10 eine Ausführungsforni
des Verschlußmechanismus, der in einer Kamera 11 zwischen der Objektivlinse 12 der Kamera und
der lichtempfindlichen Bildfläche 13 angeordnet ist, um eine Szene auf der Bildfläche in Abhängigkeit von eiiier
manuellen Betätigung zu photographieren, die auf eine Verschlußbetätigungseinrichtung 14 ausgeübt wird,
(d. h. manuelles Drücken eines Verschlußauslöseknopfes). Der Verschlußmechanismus 10 weist einen Ver-Schluß
A zur Belichtung der Fläche B auf der Bildfläche 13 unter der Steuerung einer Lichtauswerteeinrichtung
C auf, die eine lichtempfindliche Einrichtung oder Anordnung D hinter einer Linse 18 einschließt Das Betrachtungsfeld
der Einrichtung D ist grob dem Betrachtungsfeld der Bildfläche 13 angenähert
Der Verschlußmechanismus A weist eine Anzahl von Verschlußelementen AX bis Λ8 auf, von denen jedes
räumlich so angeordnet ist, daß es einem jeweiligen Elementbereich BX bis BS der Bildfläche B zugeordnet ist
und jedes Verschlußelement ist selektiv unabhängig von den anderen Verschlußelementen betätigbar, um die
Lichlübertragung von der Szene zu !ediglich dem EIemcntbcreich
zu steuern, der räumlich in entsprechender Weise ausgerichtet ist. Die Lichtauswerteeinrichtung C
weist eine Anzahl von Einrichtungen C1 bis C8 (F i g. 2) auf, die jeweils den Verschlußelementen zugeordnet
sind, um diese unabhängig unter der Wirkung der Einrichtung D zu betätigen, die durch eine Anzahl von Photodetektoren
DX bis D 8 gebildet ist, die jeweils einer der Belätigungseinrichtungen CX bis CS zugeordnet
sind. Die Detektoren DX bis D S sind räumlich in dem
gleichen Muster wie die Verschlußelemente Λ 1 bis A 8
angeordnet, so daß der Detektor D1 beispielsweise
Licht von dem gleichen Teil der photographierten Szenc empfängt wie der Elementbereich B i, wenn das Verschlußelement
AX betätigt wird. Der Widerstand des Detektors D 1 ist funktionell auf die Helligkeit des Lichtes
bezogen, das auf den Bereich B1 auftrifft, wenn das
Element A i betätigt wird.
Der Mechanismus 10 ist mit axialem Abstand von der Bildfläche 13 in einer Entfernung angeordnet, die ausreicht,
damit das Bild der Verschlußelemente defokussicrl wird, so daß sich die Kanten der Elementbereiche
auf der Bildfläche tatsächlich überlappen und verhindert wird, daß die Kanten der Verschlußelemente scharfe
Grenzlinien auf der Bildfläche hervorrufen. Um die Zeichnung zu vereinfachen, sind die Film-Elementbereiche
in Kongruenz mit den Verschlußelementen dargestellt, denen sie zugeordnet sind. Damit ist der Verschlußmechanismus
10 ausreichend nah an der Brennebene angeordnet, damit jedes Verschlußelement im
wesentlichen das Licht steuert, das auf die Filmfläche direkt hinter dem Verschluß gelangt, doch weist der
Verschlußmechanismus 10 einen ausreichenden Abstand von dieser Filmebene auf, um die Kanten jedes
Verschlußelementes zu defokussieren, wenn dieses Element geschlossen wird. Dieser Abstand, der einerseits
ein Verwischen der Kanten der Verschlußelemente hervorruft, ermöglicht andererseits ein gewisses Überströ-
men von Licht von einer Verschlußzone auf Filmbereiche, die an die zugehörige Bildfläche angrenzen, doch
wenn der Vcrschlußmechanisrnus 10 noch näher an der Brennebene als die Linse angeordnet sein würde, würde
jedes Element immer noch den Hauptbeitrag an der Belichtung des zugehörigen Filmbereiches liefern.
Effektiv bildet jedes Verschiußelement und die diesem
Verschlußelement zugeordnete Antriebseinrichtung einen getrennten Verschluß oder eine Verschlußzone
zur Steuerung der Lichtmenge, die auf den FiIm-E,ementbereich
oder die Filmzone auftrifft, der diesem Verschlußelemeni zugeordnet ist. Aus diesem Grund
wird lediglich ein Verschlußelement sowie die zugehörige Antriebseinrichtung beschrieben.
Wie dies in Fi g. 2 gezeigt ist, weist jedes Verschlußelement
die Form eines lichtundurchlässigen Bauteils auf, das einen ersten Zustand aufweisen kann, in dem
sich dieses lichtundurchlässige Teil in einer Öffnungsstellung bezüglich der Bildfläche befindet, um die Übertragung
von Licht zu dem diesem lichtundurchlässigen Teil zugeordneten Elementbereich zu ermöglichen.
Weiterhin weist das lichtundurchlässige Teil einen zweiten Betriebszustand auf, in dem dieses lichtundurchlässige
Teil eine Sperrstellung einnimmt, um die Übertragung von Licht zu diesem Elementbereich zu verhindern.
Jedes lichtundurchlässige Teil ist durch eine Klappe 19 (F i g. 3) gebildet, die schwenkbar bei 20 zwischen
zwei Vorsprüngen 21 befestigt ist, die auf der vorderen axialen Stirnfläche einer Hülse 22 angeordnet sind, die
eine öffnung 23 mit einer Größe aufweist, die mit der Linse 12 vereinbar ist, um Licht von der photographierten
Szene zur Bildfläche 13 zu übertragen. Die Hülse 22 is» starr an dem Kameragehäuse 62 befestigt (F i g. 5).
Ein Flansch 24 erstreckt sich senkrecht von der Klappe 19 benachbart zum Schwenkpunkt 20 und ist mit
zwei mit Abstand angeordneten Laschen 25 versehen, zwischen denen ein Ende einer Stange 26 aufgenommen
wird, um eine Schwenkverbindung 27 zu bilden. Das andere Ende der Stange 26 ist über einen Schwenkstift
28 mit dem Anker eines Elektromagneten der Betätigungseinrichtungen verbunden, die dem Verschlußelement
zugeordnet sind, mit dem die Stange verbunden ist.
F i g. 3 zeigt den Elektromagneten £ 2, der dem Verschlußelement A 2 zugeordnet ist. Jeder Elektromagnet
weist eine Wicklung 29 auf, mit der ein Anker 30 betriebsmäßig verbunden ist. Ein Ende des Ankers 30 trägt
das Joch 31, an dem der Stift 28 befestigt ist, während das andere Ende des Ankers einen Nockenfolger 33
trägt, der betriebsmäßig mit Nockenteilen 34 in Eingriff steht, die von einem Ring 35 getragen werden, der an
dem Kameragehäuse gegenüber der Hülse 22 um die optische Achse 36 herum drehbar befestigt ist (F i g. 1).
Eine Feder 37 ist zwischen der Wicklung 29 und dem Joch 31 eingefügt, so daß die Feder über die Stange 26
die Klappe 19 in ihre Sperrstellung gemäß F i g 3 vorgespannt ist.
Wie es in Fig.6 gezeigt ist, sind die Nockenteile 34
mit einer Anzahl von dreieckigen Sätzen von Nockennuten 38 versehen, wobei jeder Satz einem der Elektromagneten
der Betätigungseinrichtungen zugeordnet ist. Jeder Satz von Nuten schließt einen axial gerichteten
Teil 39 ein, der mit einem quer verlaufenden Teil 40 verbunden ist, der ebenfalls über einen geneigten Teil 41
mit dem Teil 39 verbunden ist. Ein Nockenfolger 33 steht betriebsmäßig mit der Nut 38 in Eingriff. Wenn
sich der Nockenfolger an der Position 42 befindet, nimnn der Anker die in F i g. 3 dargestellte Position ein,
bei der die Klappe 19 sich in der Sperrstellung befindet. Bei einer Drehung des Ringes 55 in der Richtung des
Pfeiles X gegenüber der Hülse 22 über einen vorgege-
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benen Winkel bewegt sich der Nockenfolger 33 entlang des Teils 41 der Nut und bewegt den Anker in Axialrichtung
von seiner ausgefahrenen Stellung gemäß F i g. 3 in die eingezogene Stellung gemäß F i g. 4. Diese Axialbewegung
bewegt die Klappe 19 aus der Sperrstellung gegen die Vorspannung der Feder 37 in die Öffnungsstellung. Wenn die Wicklung 29 des Elektromagneten
gerade vor dem Zeitpunkt erregt wird, zu dem der Nokkenfolger den Teil 43 der Nut erreicht, verbleibt der
Anker 30 in der in F i g. 4 gezeigten Stellung gegen die Vorspannung der Feder 37, so daß die Klappe in der
öffnungsstelliing gehalten wird, bis die Wicklung 29 abgeschaltet
wird.
Wenn die Wicklung 29 abgeschaltet wird, bewegt die Feder 37 den Anker 30 aus der in Fig.4 gezeigten
Stellung zurück in die in F i g. 3 gezeigte Stellung, wobei sich der Nockenfolger 33 in dem Teil 39 der Nut 38 in
den Nockenteilen 34 zur Stellung 44 bewegt. Die Klappe 19 wird dsiher in die Sperrstellung zurückgeführt
Durch Drehen des Ringes 35 in einer zum Pfeil X entgegengesetzten Richtung wird der Nockenfolger 33 entlang
des Teils 'ItO der Nut 38 bewegt, so daß der Schieber 45 gegen eine (nicht gezeigte) Federvorspannung zurückgedrückt
wird, bis der Nockenfolger 33 erneut die Position 42 einnimmt. Wenn dies erfolgt, schnappt der
Schieber 45 in die in F i g. 6 gezeigte Stellung zurück, so daß eine Kanite 46 gebildet wird, gegen die sich der
Nockenfolger abstützt, wenn der Ring 35 erneut in Richtung des Pfeils X bewegt wird.
Die Art und Weise, wie der Ring 35 in Richtung des Pfeils X und in entgegengesetzter Richtung bewegt
wird, ist aus F i g. 5 zu erkennen. Wie es weiter oben angegeben wurde, ist der Ring 35 drehbar gegenüber
dem Kameragehäuse 62 befestigt und ist mit einem von dem Ring vorspringenden Ansatz 50 versehen, der in
Betriebseingriff mit einer Klinke 51 bringbar ist, schwenkbar an dem Kameragehäuse befestigt ist und
auf Grund der Wirkung der Feder 52, die auf das Ende
53 der Klinke wirkt, in Eingriff mit dem Ansatz 50 gebracht werden kann. Der Ring 35 wird durch eine Feder
54 in Richtung des Pfeils X vorgespannt Wenn der Verschlußauslöseknopf
55 gegen die Wirkung der Feder 56 gedrückt wird, wird das Ende 53 der Klinke 51 um den
Zapfen 57 verschwenkt so daß die Klinke von dem Ansatz 50 entfernt wird und die Feder 54 den Ring 35
scharf in Richtung des Pfeils X drehen kann. Wenn dies erfolgt wird jeder Anker, der den auf der Hülse 22
befestigten Wicklungen der Elektromagnete EX bis Ei (F i g. 7) zugeordnet ist schnell von einer ausgefahrenen
Stellung nach IF i g. 3 in eine zurückgezogene Stellung gemäß F i g. 4 bewegt wobei gleichzeitig jede Klappe
aus der Sperrstellung in die Öffnungsstellung bewegt wird. Gleichzeitig mit der nach innen gerichteten Bewegung
des Verschlußauslöseknopfes 55 wird der Startschalter 58 durch Eingriff mit dem Vorsprung 59 des
Verschlußauslöseknopfes geschlossen, um gleichzeitig die Elektromagnete E1 bis £8 einzuschalten.
Der elektrische Teil 16 (Fig.7) der Belichtungssteuereinrichtung
C schaltet einen Elektromagneten ab, nachdem das diesem Elektromagneten zugeordnete
Verschlußelement eine Lichtemenge übertragen hat die durch die Einrichtung D bestimmt ist Beispielsweise
wird der Elektromagnet Ei entsprechend der von dem
Verschlußelement A 1 übertragenen mittleren Helligkeit des Lichtes abgeschaltet, die durch den Detektor
D 1 festgestellt wird. Bei Abschalten des Elektromagneten E1 wird das Verschlußelement A 1 freigegeben und
kehrt unter der Vorspannung der Schraubenfeder 37, die auf den Anker dieses Elektromagneten einwirkt, in
die Sperrstellung zurück.
Nachdem jede Klappe 19 in die Sperrstellung zurückgekehrt ist kann der Ring 35 in einer zur Richtung des
Pfeiles X entgegengesetzten Richtung in seine Ausgangsstellung dadurch zurückgeführt werden, daß eine
manuelle Rückführbewegung auf einen Ansatz 60 ausgeübt wird, der Starr an dem Ring befestigt ist und sich
durch eine Öffnung 61 in dem Gehäuse 62 der Kamera erstreckt. Die manuelle Rückführbewegung des Ringes
kann erfolgen, bis die Klinke 51 hinter den Ansatz 50 einrastet, so daß der Ring so vorbereitet wird, daß er die
Klappen gleichzeitig während der nächsten Betriebsphase des Verschlußmechanismus öffnet.
Die Klappen 19 sind se konstruiert daß sie sich am Mittelpunkt der Öffnung 23 treffen oder gerade überlappen, um einen Lichteinfall zu verhindern und sie können am Schwenkpunkt 27 mit Spiel befestigt sein, um ein Festhängen einer Klappe an einer anderen zu verhindern. Weiterhin kann die elektrische Steuerschaltung so ausgebildet sein, daß immer ein etwas versetztes Schließen anstelle eines gleichzeitigen Schließens von irgendwelchen zwei Klappen sichergestellt ist.
Die Klappen 19 sind se konstruiert daß sie sich am Mittelpunkt der Öffnung 23 treffen oder gerade überlappen, um einen Lichteinfall zu verhindern und sie können am Schwenkpunkt 27 mit Spiel befestigt sein, um ein Festhängen einer Klappe an einer anderen zu verhindern. Weiterhin kann die elektrische Steuerschaltung so ausgebildet sein, daß immer ein etwas versetztes Schließen anstelle eines gleichzeitigen Schließens von irgendwelchen zwei Klappen sichergestellt ist.
Es ist daher verständlich, daß die Detektoren D1 bis
D8 Einrichtungen zur Messung der Helligkeit von
räumlich ausgerichteten Bereichen der Szene und mit anderen Worten Einrichtungen zur Messung des Wertes
des Lichtstromes bilden, der zu jedem Bereich des Films gelangt. In Verbindung mit der Integratorschaltung,
die weiter unten anhand der F i g. 7 erläutert wird, bilden die Detektoren Einrichtungen zur Messung der
Gesamtmenge des Lichtstromes, der einem vorgegebenen Filmbereich während des Belichtungsintervalls der
diesem Filmbereich zugeordneten Verschlußzone zugeführt wird. Die Nockenteile 34 bilden selektiv betätigbare
Einrichtungen zum Einleiten des Betriebes der Vcrschlußelemente,
d. h. zur Öffnung der Verschlußelemente, während die Elektromagnetanordnungen E selektiv
betätigbare Einrichtungen zum Beenden des Betriebes jeder Verschlußzone bilden, so daß insgesamt betätigbare
Antriebseinrichtungen zum Antreiben oder zum Betätigen jedes Verschlußelementes zwischen einer undurchlässigen
(Sperr-) Stellung und einer durchlässigen (Öffnungs-) Stellung gebildet werden.
Zusätzlich bildet der elektrische Schaltungsteil 16 eine Einrichtung, die auf die Verschlußantriebseinrichtungen anspricht um zwei verschiedene Belichtungsfaktoren oder genauer gesagt, zwei unterschiedliche Belichtungsiniervalle festzulegen und um den Verschluß so zu steuern, daß einige Filmbereiche mit einem Belichtungsfaktor belichtet werden, während andere Filmbereiche mit einem zweiten Belichtungsfaktor belichtet werden, so daß Schatten-Einzelheiten der Bereiche verstärkt werden, die mit dem größeren der beiden Faktoren belichtet werden.
Zusätzlich bildet der elektrische Schaltungsteil 16 eine Einrichtung, die auf die Verschlußantriebseinrichtungen anspricht um zwei verschiedene Belichtungsfaktoren oder genauer gesagt, zwei unterschiedliche Belichtungsiniervalle festzulegen und um den Verschluß so zu steuern, daß einige Filmbereiche mit einem Belichtungsfaktor belichtet werden, während andere Filmbereiche mit einem zweiten Belichtungsfaktor belichtet werden, so daß Schatten-Einzelheiten der Bereiche verstärkt werden, die mit dem größeren der beiden Faktoren belichtet werden.
Wie es aus F i g. 7 zu erkennen ist schließt der Teil 16 der Lichtauswerteeinrichtungen C gemäß der bevorzugten
Ausführungsform eine Anzahl von Triggerschaltungen Ti bis Γ8, die jeweils Elektromagneten Ei bis
E8 zugeordnet sind, ein Verknüpfungsglied 71 und einen Schwellwertgenerator 72 ein, der aus einem Bezugsgenerator
73 und einem zwei Zustände aufweisenden Schalter 74 besteht In Fig. 7 sind lediglich vier
Triggerschaltungen gezeigt um die Darstellung zu vereinfachen, doch sind alle Triggerschaltungen identisch
und es wird im folgenden lediglich die Triggerschaltung Ti ausführlich beschrieben.
Die Triggerschaltung Ti umfaßt einen zwei mögliche
Die Triggerschaltung Ti umfaßt einen zwei mögliche
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Bclriebszuslände aufweisenden Komparator 75 mit einem
Signaleingang 76, einem Bezugseingang 77 und einem einzigen Ausgang 78 zur Ansteuerung des Elektromagneten
El wenn sich der Komparator in dem ersten Betriebszustand befindet. Eine von dem Generator 72
abgeleitete Bezugsspannung wird dem Eingang 77 des Komparator zugeführt. Der Generator 72 erzeugt zwei
Spannungspegel, von denen einer mit »Ref. 1« bezeichnet ist und höher ist als der andere mit »Ref. 2« bezeichnete
Pegel. Entweder der eine oder der andere dieser Pegel wird dem Eingang 77 des Komparators entsprechend
dem Zustand des Schalters 74 zugeführt. Der Komparator befindet sich lediglich dann in dem ersten
Betriebszustand, wenn die Spannung an seinem Eingang 76 unterhalb der Spannung am Eingang 77 liegt. Wenn
die Spannung am Eingang 76 oberhalb der Spannung am Eingang 77 liegt, befindet sich der Komparator 75 in
seinem zweiten Betriebszustand, bei dem der Elektromagnet abgeschaltet ist. Es sei bemerkt, daß die Worte
höher und niedriger auf die Größe der Spannungen bezug nehmen und daß die tatsächliche Polarität (positiv
oder negativ) von der speziellen Schaitungsauslegung abhängt.
Der Eingang 76 des Vergleichers ist mit dem Verbindungspunkt 79 des Integrators 80 (der eine lichtempfindliche
Einrichtung darstellt) verbunden, der den Photodetektor D 1 und einen Kondensator 81 einschließt,
der durch einen normalerweise geschlossenen Schalter 82 kurzgeschlossen ist, der geöffnet wird, wenn das Versehlußelcment
A 1 in seine ÖFfnungsstellung bewegt wird. Die Zeitkonstante des Integrators 80 ist daher das
Produkt des Wertes des Kondensators 81 und des Widerstandes des Detektors Di, der funktionell auf die
mittlere Helligkeit eines Elementbereiches der photographierten Szene bezogen ist, der dem Elementbereich
B 1 der Bildfläche entspricht.
Anstatt auf Licht von der Szene direkt anzusprechen, könnte die Lichtmeßeinrichtung D in Verbindung mit
einem optischen System verwendet werden, bei dem der Detektor D 1 von dem Elementbereich B1 reflektiertes
Licht empfängt. In jedem Fall legen der Detektor D 1 und der Kondensator 81 des Integrators die Zeitkonslantc
des Integrators fest, die von der mittleren Helligkeit des Lichtes abhängt, das von dem Verschlußelemcnt
A 1 übertragen wird und auf den Bereich B1 auftrim.
Wenn der Schalter 58 geschlossen wird, weist die Spannung am Verbindungspunkt 79 und am Eingang 76
im wesentlichen Erdpotential auf, während die Spannung am Eingang 77 des Komparators 55 »Ref. 1« Pegel
aufweist, so daß der Komparator seinen ersten Betriebszustand annimmt, in dem der Elektromagnet £"1
angesteuert ist. Wenn die magnetomotorische Kraft dieses Elektromagneten ausreichend stark ist, wird sein
Anker gegen die Vorspannung der Feder 37 (Fig.3)
eingezogen, so daß das Verschlußeiement Ai in die Öffnungsstcllung
gezogen wird. Es wird jedoch bevorzugt, den Anker mechanisch zurückzuziehen wenn die Betriebsweise
des Elementes Ai eingeleitet wird, und zwar durch Anwendung der Nockenteile 34, weil auf diese
Weise der Leistungsverbrauch aus der Batterie 83 so weil wie möglich verringert wird und es wird bevorzugt,
den Elektromagneten so auszugestalten, daß seine Anzichkraft gerade ausreicht, um den Anker gegen die
Vorspannkraft der Feder 37 festzuhalten. Beim Öffnen des Schalters 82 (der geöffnet wird, wenn das Verschlußelement
Ai seine öffnungssiellung erreicht) steigt die Spannung am Verbindungspunkt 79 exponentiell
in Richtung auf die Batteriespannung an, weil sich der Kondensator 81 mit einer Zeitkonstante auflädt, die
von dem Widerstand des Detektors D i und dem Wert des Kondensators 81 abhängt. Diese Spannung ist daher
ein zeitlich veränderliches Signal, das funktionell auf die mittlere Helligkeit des von dem Verschlußeiement A 1
bei dessen Betätigung übertragenen Lichts bezogen ist.
Wenn die Spannung am Verbindungspunkt 79 einen Schwellwert erreicht, der durch die Spannung am Eingang
77 des Komparators festgelegt ist, reagiert dieser Komparator durch einen abrupten und rückgekoppelten
Wechsel auf seinen zweiten Zustand, bei dem der Elektromagnet £1 abgeschaltet wird, so daß das Verschlußelement
A 1 in die Sperrstellung zurückkehren kann. Für einen vorgegebenen Schwellwert hängt die
von dem Element A 1 übertragene und auf einen Elementbereich B1 während des Betriebes dieses Verschlußelementes
übertragene Lichtmenge lediglich von der mittleren Helligkeit des Teils der Szene ab, die diesem
Elementbereich entspricht.
Der Ausgang jedes Komparators wird dem Verknüpfungsglied 71 der Steuereinrichtung 70 zugeführt. Das
Verknüpfungsglied 71 ist ein NAND-Verknüpfungsglied,
das einen ersten Zustand aufweist, wenn alle Elektromagnete
an den Ausgängen der Komparatoren eingeschaltet sind (d. h. wenn alle Komparatoren sich in
ihrem ersten Betriebszustand befinden), und das einen zweiten Zustand annimmt, wenn ein oder mehrere (d. h.
zumindest einer) Elektromagnete abgeschaltet sind. Wenn das Verknüpfungsglied 71 seinen ersten Zustand
aufweist, weist der Schalter 74 einen Schaltzustand auf, bei dem der Pegel des »Ref. 1 «-Signals den Bezugseingängen
jedes Komparators der Triggerschaltungen zugeführt wird. Wenn sich das Verknüpfungsglied 71 im
zweiten Zustand befindet, ändert sich der Schaltzustand des Schalters 74 und es wird der Pegel des »Ref. 2«-Signals
den Bezugseingängen der Komparatoren zugeführt.
Wenn die Spannung an dem Signaleingang irgendeines Komparators der anderen Triggerschaltungen
oberhalb des »Ref. 2«-Pegels liegt, wenn sich der Zustand des Komparators 75 ändert, so wird der Zustand
dieser Komparatoren ebenfalls gleichzeitig mit der Zustandsänderung des Komparators 75 umgeschaltet. Die
verbleibenden Komparatoren, an deren Signaleingängen die Spannung unterhalb des »Ref. 2«-Pegels liegt,
verbleiben auch dann in ihrem ersten Zustand, nachdem der Vergleicher 75 auf den zweiten Zustand umgeschaltet
wurde. Daher bleiben die von den verbleibenden Komparatoren angesteuerten Elektromagnete eingeschaltet
Wenn die Spannung an den Signaleingängen jedes der verbleibenden Komparatoren den
»Ref. 2«-Pegel erreicht, so ändert jeder Komparator seinen Zustand und schaltet den zugehörigen Elektromagneten
ab, so daß die Lichtübertragung durch das durch diesen Elektromagnet betätigte Versehlußelement
beendet wird.
Vor der ausführlichen Beschreibung der Gesamt-Betriebsweise des Belichtungssteuersystems sei darauf
hingewiesen, daß die in dieser Beschreibung verwendeten Ausdrücke »Belichtungswert« oder »Belichtungsfaktor« sich auf Kamera-Belichtungseinstellungen beziehen,
die für eine vorgegebene Szenenhelligkeit eine vorgegebene Gesamtmenge des Lichtstromes an den
Film übertragen und damit eine vorgegebene Film-Schwärzungsdichte hervorrufen. Sowohl das Belichtungsintervall
als auch die Lichtdurchlässigkeit (d. h. die Öffnungsfläche und die Lichtdurchlässigkeit entlang des
28 OO 051
ίο
optischen Weges) beeinflussen den tatsächlichen Belichtungsfaktor,
wenn jedoch einer dieser Faktoren konstant gehalten wird, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel,
bei dem lediglich das Belichtungsintervall geändert wird, so bestimmt das verbleibende Element
den ausgewählten Belichtungsfaktor.
Das beschriebene System ergibt einen Belichtungsfaktor (ein Belichtungsintervall in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel) für einen ersten Satz von Szenenbereichen, um die relative Helligkeit dieser Bereiche in
dem aufgezeichneten Bild aufrechtzuerhalten und es wird ein unterschiedlicher Belichtungsfaktor (ein anderes
Belichtungsintervall) für die verbleibenden Szenenbereiche verwendet. Damit wird die Helligkeit des aufgezeichneten
Bildes für diese verbleibenden Szenenbereiche gegenüber dem ersten Satz von Szenenbereichen
geändert oder komprimiert, um Einzelheiten zu verstärken während der Teil der Szene, der durch den ersten
Satz von Szenenbereichen gebildet wird, eine getreue Wiedergabe bezüglich der relativen Helligkeit darstellt.
Diese selektive Helligkeitskompression von lediglich einigen Szenenbereichen kann auf verschiedene Weise
in Abhängigkeit von dem Kameraaufbau und dem gewünschten Endergebnis angewandt werden. Bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein minimaler Belichtungsfaktor bestimmt, der der Kombination von
Kameraparametern entspricht, die eine Gesamtmenge des Lichtstromes von dem hellsten Szenenbereich überträgt,
um jeweils eine Filmbeüchtungs-Schwärzungsdichte bei dem oberen Dichtegrenzwert (der mit 100 in
F i g. 9 bezeichnet ist) des linearen Teils der Filmgradationskurve (Filmschwärzungsdichte gegenüber logarithmischem
Belichtungswert) hervorruft und es wird weiterhin ein maximaler Belichtungsfaktor bestimmt,
der Kameraparametern entspricht, die einen Gesamt-Lichtstrom an den dunkelsten Bereichen derart hervorrufen,
daß sich eine Filmschwärzungsdichte an dem unteren Grenzwert (der mit 101 in F i g. 9 bezeichnet ist)
der Film-Gradationskurve ergibt.
Teile der Szene werden mit dem minimalen Belichtungsfaktor belichtet während andere mit dem maximalen
Belichtungsfaktor belichtet werden. Der hellste Bereich der Szene wird mit dem minimalen Belichtungsfaktor belichtet während der dunkelste Bereich mit dem
maximalen Belichtungsfaktor belichtet und viele andere
Szenenbereiche werden mit einem dieser beiden Faktoren belichtet, um die relative Szenenhelligkeit in dem
aufgezeichneten Bild aufrechtzuerhalten.
Vorzugsweise werden alle Szenenbereiche, die bei dem minimalen Belichtungsfaktor eine Gesamtmenge
des Lichtstromes ergeben, die den unteren Schwärzungsdichte-Grenzwert überschreitet, automatisch bei
dem angegebenen maximalen Belichtungswert belichtet; der genaue Wert des letzteren ist durch den hellsten
Szenenbereich bestimmt. Daher werden die relativen Helligkeiten dieser Szenenbereiche zueinander in dem
aufgezeichneten Bild beibehalten. Die verbleibenden (dunklen) Szenenbereiche, deren Gesamt-Lichtstrom
während des minimalen Belichtungsfaktors unter den unteren Schwärzungsdichte-Grenzwert fällt, werden
mit vergrößerten Belichtungsfaktoren belichtet, die jeweils einen Lichtstrom ergeben, der die minimale Film-Schwärzungsdichte
ergibt; der genaue Wert des maximalen Belichtungsfaktors ist hierbei durch den dunkelsten
Bereich bestimmt. Daher werden die relativen Helligkeiten der dunklen Bereiche zueinander nicht aufrechterhalten,
doch wird, was wichtiger ist, die Belichtungsdichte dieser dunklen Bereiche gegenüber anderen
Bereichen der Szene vergrößert, so daß die Darstellung von Schatten-Einzelheiten verbessert wird. Für typische
photographische Szenen ist zu erwarten, daß ein Großteil der Szenenbereiche bezüglich der relativen
Helligkeit ausreichend nah aneinander liegt, so daß dieser Großteil mit dem ausgewählten minimalen Belichtungsfaktor
belichtet wird, während ein kleinerer Teil von Szenenbereichen (dunklen Bereichen) mit größeren
Belichtungsfaktoren belichtet wird. Selbstverständlich könnten auch alle dunklen Bereiche mit dem maximalen
Belichtungsfaktor belichtet werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird, zumindest
zwei unterschiedliche Belichtungswerle dadurch erzeugt, daß unterschiedliche Belichtungsintervalle für
die Verschiußzonen oder -segm.ente angewendet werden.
Alle Filmbereiche werden zunächst für ein minimales Belichtungsintervall belichtet (das dem minimalen
Belichtungsfaktor entspricht) wobei bei diesem minima-
len Belichtungsintervail der Filmbereich, der dem hellsten
Szenenbereich entspricht, eine ausreichende Menge des Lichtstromes empfängt, um die vorgegebene maximale
Belichtungsdichte hervorzurufen. Dann werden lediglich die Filmbereiche, die während dieses minimalen
Belichtungsintervalls keine Gesamtmenge des Lichlstromes empfangen haben, die gleich oder größer als die
Gesamtmenge ist, die erforderlich ist, um eine vorgegebene minimale Belichtungsdichte hervorzurufen, weiter
für größere Belichtungsintervalle belichtet, die proportional zu ihrer Helligkeit sind, wobei das maximale Intervall
durch den dunkelsten Szenenbereich bestimmt ist (oder ein festes maximales Zeitintervall ist wenn der
dunkelste Szenenbereich eine Belichtungszeil erfordern würde, die die Zeit überschreitet, die für mit der Hand
gehaltene Kameras als geeignet angesehen wird).
Die Art und Weise, wie die Belichtungssteucrcinrichtung
nach F i g. 7 den Kontrast des durch das vorstehend beschriebene Verfahren belichteten lichtempfindlichen
Materials vergrößert, wird im folgenden ausführ-Hch anhand der Fig.8 und 9 beschrieben. Es sei zu
Erläuterungszwecken angenommen, daß wenn die Vcrschlußelemente A 1, A 2, A 7 und A S (F i g. 7) betätigt
werden, die mittleren Helligkeiten des durch diese Vcrschlußelemente übertragenen Lichts Iu h, h bzw. /«ist,
wobei diese mittleren Heiligkeiten in folgender Beziehung stehen:
/, > I2 > I7
> h
darin ist /i der Maximalwert der mittleren Intensitäten
bezüglich aller Verschlußelemente. Die Zeitkonstanten Γι. Γ2, τη, rs der entsprechenden Triggerschallungen
weisen die umgekehrte Beziehung auf, so daß die von den Integratoren jeder dieser Triggerschallungen crzeugte
Spannung den Kurven SO bis 93 gern. Fig.8
ähnelt Weil das von dem Verschlußelement A 1 übertragene Licht die maximale mittlere Helligkeit aufweist
und die kleinste Integrator-Zeitkonstante ergibt, erreicht die Spannung des Integrators der Triggerschaltung
7Ί, die durch die Kurve 90 dargestellt ist, den Pegel »Ref. 1« vor den Spannungen der anderen Triggerschaltungen.
Wie dies in F i g. 8 dargestellt ist, wird der Pegel »Ref. 1« erreicht, nachdem das Verschlußclcment
A 1 für das Zeitintervall Au betätigt wurde, das als
das minimale Belichtungszeitintervall bezeichnet wird. Für einen vorgegebenen Pegel von »Ref. 1« ist diese
minimale Belichtungszeitintervall eine Funktion der maximalen mittleren Helligkeit, die von irgendeinem Vcr-
28 OO 051
schlußclement übertragen wird, so daß es durch die spezielle photographierte Szene bestimmt ist. In dieser
Hinsicht ist das minimale Belichtungszeitintervall nicht vorher ausgewählt.
Die von dem Element A 1 innerhalb des minimalen Bclichtungszeitintervalls übertragene Lichtmenge ist
durch den Pegel von »Ref. 1« bezüglich der Batteriespannung bestimmt und diese Lichtmenge ist vorher so
ausgewählt, daß sie einem maximalen Belichtungsgrenzwcrt
Enuix auf der Gradationskurve des lichtempfindlichen
Materials entspricht, das verwendet wird. Vorzugsweise wird Emax am Punkt 100 in der Nähe des oberen
Endes des linearen Teils 94 der Gradationskurve 95 (F i g. 9) gewählt. Der Pegel von »Ref. 1« legt die maximale
Lichtmenge fest, die von dem Verschlußelement übertragen wird, das die maximale mittlere Größe des
Lichtstromes überträgt, wobei diese maximale Lichtmenge
als »vorgegebener maximaler Lichtstrom« bex.cichnet wird. Dieser maximale Lichtstrom wird in der
minimalen Belichtungszeit durch das Verschlußelement übertragen, das Licht von dem Szenenbereich mit maximaler
mittlerer Helligkeit überträgt und ist unabhängig von tatsächlichen Helligkeit des Szenenlichtes. Daher
belichtet der hellste Teil einer Szene immer den entsprechenden Bereich des lichtempfindlichen Materials
mit der gleichen mittleren Schwärzungsdichte. Aus diesem Grund kann gesagt werden, daß die Helligkeit des
hellsten Teils der Szene auf die Filmschwärzungsdichte komprimiert wird, die Enux zugeordnet ist.
Die »vorher ausgewählte minimale« Lichtmenge, die von irgendeinem Element übertragen wird, wird durch
den Pegel von »Ref. 2« bestimmt, der so ausgewählt ist, daß er einem minimalen Belichtungsgrenzwert Em;n auf
dem linearen Teil 94 der Gradationskurve entspricht. Vorzugsweise liegt dieser Punkt ίΟί in der Nähe des
unteren Endes des linearen Teils 94.
Wie dies aus F i g. 8 zu erkennen ist, wird die Betätigung aller Verschlußelemente für zumindest ein minimales
Belichtungszeitintervall fortgesetzt, das mit Au
bezeichnet ist. Die weitere Betätigung für ein vorgegebenes Verschlußelement wird am Ende dieses Zeitintervalls
beendet, wenn die von diesem Verschlußelement übertragene Menge des Lichtstromes zwischen den vorher
ausgewählten minimalen und maximalen Lichtmengen liegt, die durch die Pegel von »Ref. 1« und »Ref. 2«
festgelegt sind. Die Verschlußelemente A 2 und A 7 erfüllen dieses Kriterium (und schließen daher bei At\),
weil die Kurven 9i und 92, die die Signale darstellen, die von den diesen Verschlußelementen zugeordneten Integratoren
erzeugt werden, den Pegel von »Ref. 2« überschreiten oder gleich diesem Pegel sind, nachdem diese
Verschlußelemente für das minimale Belichtungszeitinlervall
betätigt wurden. Es ist zu erkennen, daß die Kurve 92 den Pegel von »Ref. 2« genau zu Zeitpunkt At\
erreicht, mit dem Ergebnis, daß das Verschlußelement A 7 die vorher ausgewählte minimale Lichtmenge überträgt.
Die Helligkeit des von dem Verschlußelement A 7 übertragenen Lichts kann daher ein Kriterium zur
Steuerung der Belichtung liefern, weil jedes Verschlußclcmenl das Licht überträgt, dessen mittlere Helligkeit
in dem Bereich liegt, der durch die maximale Helligkeit,
(die irgendeinen Wert aufweisen kann) und der Helligkeit des durch das Verschlußelement A 7 übertragenen
Lichts liegt, lediglich für das minimale Belichtungszeitintervall betätigt wird. Aus diesem Grund wird die Helligkeit
/7 als »minimaler Lichtstrom bezeichnet, wobei dieser Ausdruck hier verwendet wird, um den unteren
Grenzwert eines Bereiches zu definieren, dessen oberer Grenzwert durch die maximale mittlere Helligkeit festgelegt
ist, die von der photographierten Szene abhängt. Dies heißt mit anderen Worten, daß der minimale Lichtstrom
keinen festen Wert aufweist, sondern von der maximalen Helligkeit abhängt, die zusammen mit dem
Pegel von »Ref. 1« das minimale Belichtungszeitintervall festlegt. Sobald dies Zeitintervall bekannt ist, ist die
minimale mittlere Helligkeit btkannt weil sie von diesem Intervall und dem Pegel von »Ref. 2« abhängt. Licht
mit dieser Helligkeit, das über das minimale Belichtungszeitintervall übertragen wird, ergibt die vorher
ausgewählte minimale Lichtmenge.
Weil die Übertragung von Licht durch die Verschlußelemente A 2 und A 7 zu dem Zeitpunkt beendet wird,
zu dem die Übertragung von Licht durch das Element A 1 beendet wird, übertragen diese Verschlußelemente
weniger als die vorgegebene maximale Menge des Lichtstromes, jedoch mehr als die vorgegebene minimale
Menge des Lichtstromes. Die resultierende mittlere Belichtung der Elementbereiche B 2 und B 7 ist qualitativ
in F i g. 7 durch die Punkte % und 97 auf der Kurve 95 angedeutet. Entsprechend liegt die mittlere Schwärzungsdichte
dieser Bereiche zwischen dem Wert O„„n,
der dem minimalen Belichtungsgrenzwert Emm zugeordnet
ist, und dem Wert D„m. der der maximalen Belichtung
Emax zugeordnet ist. Entsprechend wird die relative
Helligkeit der Szenenbereiche, die den Filmbereichen BX, B2 und 5 7 entsprechen, bei der Belichtung aufrechterhalten,
weil diese Bereiche mit dem gleichen identischen Belichtungswert belichtet werden, d. h. weil
diese Anordnung für das gleiche Belichtungsintervall belichtet werden.
Wenn die mittlere Menge des Lichtstromes, der von einem vorgegebenen Verschlußelement während des
Anfangszeitintervalls übertragen wird, kleiner als der minimale Lichtstrom gemäß der vorstehenden Definition
ist, so wird der Betrieb eines vorgegebenen Verschlußelementes über die minimale Belichtungszeit hinaus
fortgesetzt. Diese Situation ist durch die Kurve 93 erläutert, die zum Zeitpunkt At\ den Pegel von »Ref. 2«
noch nicht erreicht hat. Dies heißt mit anderen Worten, daß das Verschlußelement A 8 weniger als die minimale
Menge des Lichtstromes übertragen hat, wenn die Betätigung der anderen Verschlußelemente beendet wird.
Entsprechend wird die Betätigung dieses Verschlußelementes fortgesetzt, bis das von dem integrator der Triggerschaltung
T8 erzeugte Signal den Pegel von »Ref. 2« erreicht, d. h. bis das Verschlußelement A 8 die minimale
Menge des Lichtstromes übertragen hat. Dies erfolgt, wenn das Element A 8 für das Zeitintervall Jtg betätigt
worden ist, wobei dieses Zeitintervall die Zeit ist, die die Kurve 93 benötigt, um den Pegel »Ref. 2« zu erreichen.
Entsprechend wird der Bereich B 8 bis zum minimalen Belichtungsgrenzwert Emln belichtet, so daß auf diesem
Bereich eine mittlere Dichte Dm,„ erzeugt wird. Dies ist
mit dem Belichtungs-Schwärzungsdichtewert zu vergleichen, der sich ergeben würde, wenn die Betätigung
des Elementes A 8 auf das Zeitintervall At\ beschränkt
worden wäre, wobei in diesem Fall eine Belichtung hervorgerufen worden wäre, die einer Filmschwärzungsdichte
entspricht, die am Punkt 98 angegeben ist.
Auf diese Weise wird die Belichtungs-Schwärzungsdichte des dunkelsten Bereichs der Szene (entsprechend
dem Verschlußelement A 8) gegenüber der aufgezeichneten Helligkeit der anderen Filmbereiche vergrößert,
so daß Schatteneinzelheiten hervorgehoben werden. Unter manchen Szenenbedingungen können auch mehrere
dunkle Bereiche der Szene über das minimale Be-
28 OO
Uchtungsintervall hinaus belichtet werden, wobei jeder dieser Bereiche Ober ein Belirttungsintervall belichtet
würde, währenddessen das entsprechende Verschlußelement eine Menge ies Lichtstromes weiterleitet, der
gieich dem für den minimalen Belichtungsgrenzwert erforderlichen
Wert ist, wobei der dunkelste Bereich mit dem maximalen Zeitintervall belichtet wird. Entsprecnend
wird jeder dieser verbleibenden (dunklen) Bereiche bis zum minimalen Filmdichtegrenzwert hin belichtet,
um die Einzelheiten hervorzuheben, obwohl die relativen Helligkeiten zwischen diesen Bereichen in dem
aufgezeichneten Bild verlorengehen. Die letzteren können jedoch dadurch beibehalten werden, daß lediglich
diese verbleibenden Bereiche mit dem maximalen Belichtungsintervall belichtet werden.
Es ist vorstellbar, daß ein Fall eintreten könnte, bei dem der von einem Verschlußelement übertragene
Lichtfluß so niedrig ist, daß eine beträchtliche Zeit erforderlich
sein würde, damit die Belichtung die minimale Belichtungsgrenze erreicht, so daß die Möglichkeit einer
Kamerabewegung und des daraus folgenden Verwackeins eines Bildes auf dem Elementbereich entsteht,
der diesem Verschlußelement zugeordnet ist. Um dies auszuschließen, ist eine Maximalzeit-Schaltung 102 zwischen
der Batterie 83 und den Triggerschaltungen eingeschallet um den Wert des maximalen Belichtungsfaktors
auf den des maximalen Belichtungsintervalls zu begrenzen. Die Verzögerungsschaltung 102 unterbricht
automatisch den Strom an die Triggerschaltungen nach einer vorgegebenen Zeit nach dem Schließen des Schalters
58.
Der Schwellwertgenerator 72 kann viele Ausführungsformen
aufweisen. Beispielsweise könnte er die Form eines Transistorschalters mit zwei in Reihe geschalteten
Vorspannungswiderständen aufweisen, deren Verbindungspunkt mit den Bezugseingängen 77 der
Vergleicher verbunden sein könnte. Wenn der Transistor nichtleitend ist, so weist der Verbindungspunkt den
Pegel »Ref. 1« auf während beim leitenden Zustand dieses Transistors der Verbindungspunkt den Pegel
»Ref. 2« aufweist.
Obwohl die Verschlußelemente in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel als schwenkbare Klappen beschrieben
sind, ist es möglich, stattdessen verschiebbare Klappen zu verwenden. Derartige Schiebeklappen
könnten sich in Axialrichtung parallel zur Achse 36 des Verschlußmechanismus bewegen, der mit Führungen
versehen sein würde, die die freien Enden der Klappen in Richtung auf die Achse bis zu einer Position umbiegen,
in der die Lichtübertragung gesperrt ist. Alternativ könnten die Verschlußelemente die Form eines elektrooptischen
Verschlusses aufweisen, bei dem die Lichtübertragung eine Funktion der Spannung ist, die längs
zwei lichtdurchlässigen Platten angelegt ist. In diesem Fall würde jeder der elektrooptischen Verschlüsse unabhängig
durch den Ausgang einer Photozelle gesteuert. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß sich nicht nur
eine Ein-Aus-Übertragung ergibt, sondern es kann auch eine Steuerung verwendet werden, die eine proportionale
Übertragung des Lichtes ergibt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Fotografische Belichtungsregelvorrichtung mit erfaßt und für die Belichtung herangezogen wird, soneiner
Vielzahl die Helligkeit verschiedener Zonen 5 dem Zonen der Aufnahmeszene individuell erfußt wcreiner
Szene messender fotoelektrischer Wandler den, haben den Vorteil, daß einerseits der Objcktum-
und einem elektromechanisch in Abhängigkeit von fang, d. h. der Unterschied zwischen hellsten und dunder
Szenenhelligkeit über eine Triggerschaltung ge- kelsten Zonen gemessen werden kann. Außerdem könsteuerten
Verschluß, dadurch gekennzeich- nen bestimmte Zonen der Aufnahmeszene, die die wen
e t, daß der Verschluß (10) aus einer der Zahl der 10 sentlichen Bildabschnitte umfassen, bevorzugt für die
Wandler (Di-DS) entsprechenden Zahl von Ver- Bildung des Belichtungswertes herangezogen werden,
schlußblättern (A 1— AS) besteht, die den entspre- Die Belichtung erfolgt jedoch auch hier über die gechenden
Zonen zugeordnet sind und jeweils mit ei- samte Bildfläche gemäß einem von der Triggerschalnem
von einem der Wandler (Di—D 8) gesteuerten tung gelieferten Ausgangssignal gleichmäßig nach ei-Elektromagneten
(E 1—£8) betätigbar sind, die bei 15 nem vorbestimmten Blenden- und/oder Zeit-Pro-Erreichen
der Triggerspannung umschalten und ei- gramm.
nen der Zone entsprechenden Flächenteil (Si-BS) Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gat-
e,ines Filmes (13) überdecken. tungsgemäße Belichtungsregelvorrichtung derart zu
2. Belichtungsregelvorrichtung nach Anspruch 1, verbessern, daß Bildabschnitte entsprechend dem HeI-dadurch
gekennzeichnet, daß die Triggerspannung 20 ligkeitswert der zugeordneten Zonen der Auf nahmesze-
bei jeder Belichtung von einem anfänglich hohen ne individuell und optimal belichtet werden.
Wert (Ref. 1), der den Bereich der oberen Dichte- Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kenngrenze
(100) der Gradationskurve (94) zugeordnet zeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegebenen
ist, nach Schließen des der hellsten Zone zugeordne- Merkmale.
ten Verschlußblattes auf einen niedrigeren Wert 25 Auf diese Weise wird erreicht, daß dunkle Zonen der
(Ref. 2) umschaltbar ist, der dem Bereich der unter- Aufnahmeszene bei gleicher Blendenöffnung langer besten
Dichtegrenze (101) zugeordnet ist. lichtet werden als die den hellen Aufnahmezonen zuge-
3. Belichtungsregelvorrichtung nach den Ansprü- ordneten Bildabschnitte, so daß im linearen Bereich der I
chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trig- Gradationskurve des jeweils benutzten Films gearbeitet |
gerspannung (Ref. 1; Ref. 2) von einem Schwellwert- 30 werden kann. |
geber (72) dem einen Eingang (77) je eines Kompa- Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung erge- |
rators (75) geliefert wird, dessen anderer Eingang ben sich aus den Unteransprüchen.
(76) von dem betreffenden Wandlerausgang gespeist Durch die Maßnahme des Anspruchs 2 wird erreicht,
wird. daß die Belichtung jeweils auf den geradlinigen Ab-
4. Belichtungsregelvorrichtung nach Anspruch 3, 35 schnitt der Gradationskurve zwischen unterer und obcdadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgänge aller rer Dichtegrenze gelegt wird. Dadurch, daß jenes Vcr-Komparatoren
(75) einem NAND-Gatter (71) züge- schlußblatt, welches der hellsten Aufnahmezone zugeführt
werden, dessen Ausgang den Schwellwertge- ordnet war, mit dem höheren Triggerpegel ausgelöst
ber (72) umschaltet. wird und danach auf den niederen Triggerpegel um-
5. Belichtungsregelvorrichtung nach Anspruch 1, 40 schaltet, kann die Belichtungszeit auch für relativ dunkle
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Verschlußblatt Bildelemente so kurz gehalten werden, daß Bildunschär-
(A 1 — A 8) von dem zugeordneten Elektromagneten fen durch Verwackeln vermieden werden.
(Ei-ES) bei dessen Erregung in die öffnungsstel- Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfinlung überführbar ist und jedes Verschlußblatt bei dung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeich-
(Ei-ES) bei dessen Erregung in die öffnungsstel- Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfinlung überführbar ist und jedes Verschlußblatt bei dung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeich-
K Entregung des zugeordneten Elektromagneten un- 45 nung zeigt
ter Federkraft in die Schließstellung zurückführbar F i g. 1 eine schematische perspektivische Ansicht der
ist. erfindungsgemäßen fotografischen Belichtungsrcgel-
6. Belichtungsregelvorrichtung nach Anspruch 5, vorrichtung mit Verschluß und einzelnen Verschlußdadurch
gekennzeichnet, daß die Verschlußblätter blättern;
(A 1 — A S) als Klappen ausgebildet sind. 50 F i g. 2 eine Vorderansicht einer Ausführungsform des
7. Belichtungsregelvorrichtung nach Anspruch 5, Verschlusses nach Fig. 1;
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußblätter Fig.3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 |
(A 1 —A S) als Schieber ausgebildet sind. nach F i g. 2, die ein Verschlußelement in der Sperr-End- |
8. Belichtungsregelvorrichtung nach einem der stellung zeigt; : | Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß vier 55 Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht, die jedoch I
Verschlußblätter (A 2, A4, A5, A 7) benachbarte das Verschlußelement in der Öffnungs-Endstellung |
rechtwinklig dreieckige Abschnitte aufweisen, die zeigt;
sich in Schließstellung mit der Spitze ihres rechten Fig.5 eine Vorderansicht des Betätigungsringes des
Winkels in der optischen Achse treffen (F ig. 1). Verschlußmechanismus entlang der Linie 5-5 nach
60 Fig. 3;
F i g. 6 eine abgewickelte Ansicht einer Nockenscheibe, die dem Betätigungsring zugeordnet ist;
F i g. 7 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der
Die Erfindung bezieht sich auf eine fotografische Be- Belichtungssteuereinrichtung zur Betätigung der Ver-
lichtungsregelvorrichtung der im Oberbegriff des Pa- 65 Schlußelemente nach den Fig. 1 bis 4;
tentanspruchs 1 angegebenen Gattung. Derartige Be- Fig.8 ein Spannungs-/Zeitdiagramm des Ausgangs-
lichtungsregelvorrichtungen sind beispielsweise aus der signals eines Integrators für verschiedene Zeitkonstan-
DE-OS 26 32 893 bekannt. ten:
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