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DE286362C - - Google Patents

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Publication number
DE286362C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starch
acid
dextrin
steam
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT286362D
Other languages
English (en)
Publication of DE286362C publication Critical patent/DE286362C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch
    • C08B30/18Dextrin, e.g. yellow canari, white dextrin, amylodextrin or maltodextrin; Methods of depolymerisation, e.g. by irradiation or mechanically

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in WIEN.
Der Gegenstand der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung von Dextrin aus Stärke in einem Arbeitsgange auf trockenem Wege, bei dem Dextrin ohne Zwischenschaltung von Kanaltrocknern u. dgl. in einem einzigen Apparate gewonnen wird.
Die bisher üblichen Verfahren zur Herstellung von Säuredextrin bestanden darin, daß die Stärke auf nassem Wege mit stark verdünnter Säure innig vermischt wurde, wie es z. B. in der Patentschrift 110957, Kl. 89, für die Herstellung löslicher Stärke beschrieben ist, worauf dann dieses Gemisch von dem größten Teil der zugefügten und der bereits vorhandenen Feuchtigkeit durch Trocknen mittels Kanaltrockner u. dgl. befreit werden mußte, um endlich zur Gewinnung des Dextrins bei höheren Temperaturen geröstet zu werden. Hierbei war es notwendig, daß mehrere Apparate verwendet wurden; im ersten Apparat erfolgte die Ansäuerung, im zweiten, z. B. einem der bekannten Kanaltrockner, wurde die angesäuerte Stärke vorgetrocknet, worauf dann erst die Röstung in einem dritten Apparat zur Gewinnung des Dextrins erfolgen konnte.
Die Röstung erfolgte bisher in der Weise, daß das ausgetrocknete Stärkesäuregemisch in Pfannen oder Zylindern mit Rührwerk, welche man vorher auf die entsprechende
, Temperatur vorwärmte, gebracht und hier bis zur Erzielung des gewünschten Aufschließungsgrades behandelt wurde. Es ist naturgemäß, daß bei diesen hohen Temperaturen sich gleich ein wechselndes Gemenge von löslicher Stärke, Dextrin und Dextrose bildet, und daß eine Regelung des Gehaltes an diesen Bestandteilen nur schwer möglich ist.
Von diesen bekannten nassen Säureverfah-ren und der dadurch bedingten Behandlung der Stärke in drei Arbeitsstufen unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung im wesentlichen dadurch, daß der Abbau des Stärkemehles auf trockenem Wege in einem Arbeitsgange erfolgt, indem eine konzentrierte Säure mit Stärke angesetzt und in pulverförmiger Form der bis zur Quellung, d. h. also auf ungefähr 70 bis 75 ° C erhitzten Stärke in fein verteiltem Zustande beigegeben wird, worauf das Gemisch durch indirekte Erhitzung mittels Dampfes auf die für die Gewinnung des bestimmten Dextrins zweckentsprechende Temperatur zwischen 105 und 150 ° C langsam erhitzt wird. Die Ansäuerung in der alten Form mit Säuregasen, verdünnter Säure u. dgl. könnte bei diesem Verfahren zwar auch, aber nur nach vorheriger vollständiger Abkühlung erfolgen, was das Verfahren aber umständlich machen würde.
Die Bereitung der mit Säure versetzten Stärke erfolgt "zweckmäßig in folgender Weise.
Der zu dextrinierenden Stärke wird ein bestimmter Teil, ungefähr 4 bis 5 Prozent, entnommen und mit der für das gesamte Stärkequantum bestimmten Menge Säure in mäßig verdünntem Zustande innigst vermengt. Da es sich nur um kleine Quantitäten Flüssigkeit (0,5 bis 0,75 Prozent Säure 1:1 verdünnt) handelt, so kann die Mischung sehr innig vorgenommen werden, und es entsteht ein noch
trockenes'Pulver, welches nun zur Ansäuerung der Stärke verwendet wird.
Das neue Verfahren beruht auf der Beobachtung, daß eine Dextrinierung der Stärke auch in wasserhaltigem Zustande erfolgt und ein allmählicher Übergang der verschiedenen ' Spaltungsprodukte von löslicher Stärke bis zu den höchsten Dextrinen in genau zu regelnder Weise bei niederen Temperaturen erzielt ίο werden kann, wenn man:
1. den Säurezusatz erst dann erfolgen läßt, wenn die Stärke durch Erhitzen bei Temperaturen, die etwas über dem Verkleisterungspunkte derselben liegen, ihr Quellstadium überschritten hat,
2. die Temperatur im Laufe der Dextrinierung, allmählich steigert.
Werden diese beiden Bedingungen eingehalten, so bildet sich zuerst lösliche Stärke und dann allmählich die niederen und höheren Dextrine, ohne daß hierbei Bildung einer größeren Dextrosemenge erfolgt. Je nach der angewendeten Temperatur bilden sich langsamer oder rascher die verschiedenen Produkte, und es können durch Einhalten gleicher Temperaturen stets Produkte von gleichmäßiger Zusammensetzung erhalten und die Hydrolyse in jedem gewünschten Stadium unterbrochen werden. Die Erwärmung kann zweckmäßig mit Hilfe von Dampf erfolgen, dessen Einströmung geregelt werden kann.
Durch dieses Trockensäureverfahren wird es ermöglicht, das ganze Verfahren in einem Arbeitsgange in einem einzigen Apparat auszuführen, der aus einer Mischtrommel besteht, die mittels eines Dampfmantels beheizt werden kann. Hierbei wird zunächst die Wärme durch Einlassen von Dampf in den Mantel auf 700C gebracht.
In einem doppelwandigen Kessel mit Rührwerk wird die Stärke in rohem Zustande eingefüllt, das Rührwerk in Bewegung gesetzt und Dampf eingelassen.
Die Masse erwärmt sich allmählich und man bemerkt, daß sie langsam aufquillt und sich zu großen Brocken ballt. Nach einiger Zeit hat die Quellung aufgehört, was man an der Verringerung des Volumens und daran wahrnimmt, daß die Stärke feinpulvrig wird.
Hierbei hat sie eine Temperatur von 70 bis 750C angenommen. Der Dampf wird nun abgestellt und Kühlwasser durch Mantel und Boden geleitet, bis die Stärkemasse auf Temperaturen von 50 bis 55° C abgekühlt ist.
Nun wird die vorbereitete Stärkesäuremischung beigefügt und durch Öffnung des Dampfventiles die Anwärmung fortgesetzt, wobei je nach der eingehaltenen Temperatur bzw. Dampfspannung und der angewendeten Zeit jeder gewünschte Aufschließungsgrund erzielt werden kann.
Es ist selbstverständlich, daß zur Ausführung dieses Verfahrens auch doppelwandige Gefäße anderer Art, also beispielsweise doppelwandige Transportschnecken, Mulden usw. Anwendung finden können.
Dadurch wird ein wesentlicher Fortschritt gegenüber den bekannten Verfahren erreicht, da die Bildung des Dextrins wesentlich schneller und gleichmäßiger erfolgt, was vor allen Dingen darauf zurückzuführen ist, daß die konzentrierte Säure in dieser guten und innigen Verteilung kräftiger wirkt und den Abbau beschleunigt. Der Zusatz der mit Säure angesetzten Stärke nach erfolgter Quellung, wo das Material immer noch einen Wassergehalt von 12 bis 13 Prozent hat, erfüllt den Zweck, die Dextrinierung zu beschleunigen, indem man nicht, wie bei anderen Verfahren, wasserfreies Dextrin behan- delt, was für die, schnelle Reaktionswirkung von großer Wichtigkeit ist. Das erhaltene Dextrin hat dann eine etwas andere Zusammensetzung wie die üblichen Dextrinsorten.
Man kann aber auch die Säure sofort vor erfolgter Quellung zufügen. Die Dextrinierungsdauer ist alsdann zwar auch nicht länger, aber man hat die Regelung des Verfahrens nicht so in der Hand, da die Gefahr besteht, daß infolge des anfänglich hohen Wassergehaltes des Rohmaterials zu viel Zucker ge-. bildet und die Qualität des erzeugten Dextrins dadurch ungünstig beeinflußt wird.
Beim Verfahren nach der Erfindung, wo die Ansäuerung nach erfolgter Erwärmung des Materials vorgenommen wird, ist es aber ein wesentliches Moment, daß die partielle Ansäuerung mittels mit Säure angesetzter Stärke vorgenommen wird, da die gleichmäßige Ansäuerung überhaupt nur auf diese Weise durchführbar ist, weil das Zufügen von Säure in flüssiger oder gasförmiger Form in heißem Zustande unbedingt eine Klumpenbildung und ungleichmäßige Verteilung der Säure zur Folge hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Dextrin aus Stärke, dadurch gekennzeichnet, daß no die Stärke bis zur Quellung erwärmt und darauf mit pulverförmiger, mit konzentrierter Säure angesetzter Stärke vermischt wird, worauf das Gemisch langsam durch indirekte Erhitzung auf eine für die Her-■ stellung des Dextrins zweckentsprechende Temperatur zwischen 105 bis 150 ° C erwärmt wird.
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