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Schlitten mit verkantbaren parallelen
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Kufen Die Erfindung betrifft einen Schlitten nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Ein derartiger Schlitten ist in der DE-OS 26 07 748 beschrieben. Mit
solchen Schlitten kann das Kippmoment, das bei schnellen sowie engen Kurvenfahrten
und Fahrten entlang eines Hanges auftritt, neutralisiert und die Manövrierfähigkeit
gegenüber einfachen Schlitten verbessert werden. Die Verkantung erfolgte dabei um
horizontal, d.h. in Längsrichtung des Schlittens verlaufende Verkantungsachsen und
die Parallelität bei der Verkantung beider Kufen wurde durch eine Paralleoqrammfhrurrg
sichergestellt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die bekannte- Ausführung
in Richtung auf eine verbesserte Funktion, leichtere Lenkbarkeit und einfacherere
Herstellbarkeit zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
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Bei dem Schlitten nach der Erfindung tritt also die Verkantung der
skiartigen, d.h. flachen und relativ breiten Kufen automatisch auf, wenn die beiden
Kufen längs gegeneinander verschoben werden. Die schräge Anordnung der Achsen bürgt
außerdem dafür, daß die beiden Kufen bei der Verkantung parallel zueinander geführt
sind, ohne daß es einer zusätzlichen Pårallelogrammführung oder dergleichen bedürfte.
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Vorzugsweise ist ein Sitz vorgesehen, der mit wenigstens einem Verbindungsglied
verbunden ist. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der der Sitz an
wenigstens zwei Verbindungsgliedern anqelenkt ist. Der Sitz kann also eine zusätzliche
Verbindung zwischen den beiden Verbindungsgliedern herstellen und ist bei einer
weiter bevorzugten Ausführungsform so vorgesehen, daß er beim Übergang der Kufen
in ihre verkanteten Stellungen anhebhar und/oder neigbar ist. Dadurch kann die Neigung,
die bei einer Kurvenfahrt und bei Hangfahrten auftritt, auf natürliche Weise vom
Benutzer ausgeglichen werden, es ergibt sich aber trotzdem eine stabile Mittellage.
Das bedeutet, daß der Schlitten ohne Beeinflußung durch den Benutzer stets in die
Mittellage, d.h.
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in die Geradeaus fahrt-Stellung, zuriickzukehren sucht.
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Der Schlitten kann nach einer Ausführungsform der Erfindung derart
ausgebildet sein, daß mindestens zwei Verbindungsglieder auf jeder Seite mit je
einer einteiligen Kufe verbunden sind, wobei an jeder Kufe wenigstens eine schräge
Verkantungsachse
vorgesehen ist. Ein Schlitten nach dieser Ausführungsform ist besonders einfach
ausgebildet und ist durch die Schrägstellung der Kufen, durch Gewichtsverlagerung
des Fahrers und/oder durch besondere Ausbildung der Kufen, beispielsweise durch
Verbreiterung im Bereich ihrer vorderen Enden, lenkbar. Die beschriebene Neigbarkeit
des Sitzes ist hier besonders wertvoll und kann den Gegebenheiten durch entsprechend
schrägachsige Verbindungen zwischen Sitz und Verbindungsgliedern angepaßt werden.
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Es ist möglich, alle Gelenke zwischen den Verbindungsgliedern und
den Kufen (im Falle von zwei Verbindungsgliedern vier) mit den schrägen Verkantungsachsen
vorzusehen, es reicht jedoch an jeder Kufe nur eine der schrägen Verkantungsachsen
aus, während die andere Verbindung jeweils über andere Gelenke mit mehreren Freiheitsgraden,
beispielsweise Kugeigelenke, elastische Verbindungen, wie Gummilagerungen etc. ausgeführt
werden können.
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Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Kufen
in Längsrichtung geteilt und Kufenabschnitte, vorzugsweise die vorderen, zur Lenkung
des Schlittens aus der Kufenachse der anderen (vorzugsweise hinteren) Kufenabschnitte
auslenkbar sein, wobei die auslenkbaren Kufenabschnitte im wesentlichen parallel
zueinander bleiben und vorzugsweise in Längsrichtung nicht gegeneinander verschoben
sind. Dabei sind vorzugsweise die vorderen mit den hinteren Kufenabschnitten über
je ein kardanartiges Gelenk verbunden. Bei dieser Ausführungsform wird also der
Schlitten durch Änderung der Längsrichtung der vorderen und hinteren Kufenabschnitte
gegeneinander gesteuert. Die
Ausführung der Steuerung kann auf
beliebige Weise erfolgen, beispielsweise durch Griffe oder Fuß-Angriffspunkte an
den Kufen oder Verbindungsgliedern.
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Weitere Vorteile und Merkmale von bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der Beschreibung im Zusammenhang mit
den Zeichnungen hervor.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargesteilt
und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer
ersten Ausführungsform eines Schlittens, Fig. 2 ein teilweise geschnittenes Detail
eines Gelenks, Fig. 3 eine Rückansicht des Schlittens nach Fig. 1 mit unverkanteten
Kufen, Fig. 4 eine Rückansicht des hinteren Teils des Schlittens nach Fig. 1 mit
verkanteten Kufen, Fig. 5 eine Draufsicht auf den Schlitten nach Fig. 1 in seiner
Stellung mit verkanteten Kufen mit nur strichliert angedeuteten Sitz, Fig. 6 eine
Alternative einer Sitzbefestigung in Seitenansicht, Fig. 7 eine Rückansicht der
Aus-ffthrungsform näch Fig. 6, Fig. 8. eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung, Fig. 9 eine Detailansicht nach der Linie IX - IX in Fig. 8, Fig.
10 eine Draufsicht auf einen Schlitten entsprechend Fig. 8 in mit in Kurvenfahrt
ausgelenkten Kufen und nur strichliert angedeutetem Sitz und Fig. 11 eine perspektivische
Ansicht des Schlittens in der Stellung nach Fig. 10.
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Der in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Schlitten 11 besitzt zwei einteilige,
skiähnliche Kufen 12, 13, die eine relativ breite, ebene Kufenauflagefläche oder
Lauffläche 14 und an ihrem vorderen Ende eine aufwärts gebogene Schaufel 15 mit
Grifflöchern 17 haben,die auch zum Einstellen der Fersen des Fahrers dienen können.
Der vordere Bereich 16 der Kufen ist verbreitert (Fig.
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5).
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Die Kufen 12, 13 sind über zwei bügelartige und vorzugsweise zum Abfangen
von Stößen federnde Verbindungsglieder 18, 19 miteinander verbunden, die an den
Kufen über Gelenke 20 angreifen.
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Die Gelenke 20 bestehen im dargestellten Beispiel aus an den Kufen
befestigten schräg U-förmigen Bügeln 21 (s. insbesondere Fig. 2), in denen ein Gelenkstück
22 um einen Bolzen 23 schwenkbar gelagert ist. Der Bolzen 23 wird durch eine Feder
24, die in einer Ausnehmung des Gelenkstücks 22 angeordnet ist, in die in Fig.'2
dargestellte Lage gedrückt, in dem sein Ende 25 in ein Loch an einem Schenkel und
sein verdickter Kopf 26 in einen vergrößerten Lochabschnitt am anderen Schenkel
des Bügels 21 eingreift. Von dem vergrößerten Lochabschnitt führt ein schmalerer
Durchbruch 27 (Fig. 1) nach außen. Durch Ziehen des Bolzens entgegen der Federkraft
24 (in Fig. 2 nach links oben) kommen das Ende 25 und der Kopf 26 aus den ihnen
entsprechenden Durchbrüchen und das Gelenkstück 22 kann aus dem Bügel 21 herausgezogen
werden, wobei der dünnere Teil des Bolzens 23 durch den schmalen Durchbruch 27 hindurch
läuft. Das Gelenk ist also mit einem Handgriff demontierbar und eflaubt das Abnehmen
der Kufen von den Verbindungsgliedern zum Transport.
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Es ist zu erkennen, daß der Bolzen 23 in Fahrtrichtung 28 schräg aufwärts
weisend angeordnet ist, und damit eine schräge Verkantungsachse 29 festlegt, die
unter einem Winkel von 20 bis 600, vorzugsweise 30 bis 400 gegenüber der Kufenauflagefläche
14 geneigt ist, jedoch in einer zur Kufenauflagefläche senkrechten Längsebene verläuft.
Im dargestellten Beispiel sind jeweils beide Seiten der Verbindungsglieder 18, 19
durch Gelenke 20 über schräge Verkantungsachsen 29 mit den Kufen verbunden, von
denen jeweils die beiden zu einer Kufe gehörenden Achsen in der gleichen senkrechten
Ebene verlaufen. Jeweils ein Gelenk an jeder Kufe könnte jedoch auch durch ein anderes
Gelenk ersetzt sein,das keine in der gleichen Richtung schräge Achse aufweist, dafür
aber mehrere Freiheitsgrade hat, wie beispielsweise Kugel-, Gummigelenke oder dergleichen.
Zur gewünschten Wirkung wird je Kufe nur ein Gelenk mit einer schrägen Verkantungsachse
benötigt, wobei diese beiden Gelenke am gleichen oder an unterschiedlichen Verbindungsgliedern
angeordnet sein können (auch diagonal).
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Die beiden Verbindungsglieder 18, 19 sind in ihrem äußeren Bereich,
etwa oberhalb der Kufen1 durch stangenförmige Längsverbindungen 30 miteinander verbunden.
Die Längsverbindungen 30 sind zur Führung der Verbindungsglieder oder der Kufen
nicht notwendig, sondern dienen in erster Linie als Griffe und Lenkeinrichtungen.
Sie sind mit den Verbindunqsgliedern 18, 19 über Kugelgelenke 31 verbunden. ihrer
wäre jedoch auch eine Lagerung mit einer ähnlichen Schrägführung wie beim Gelenk
20 oder eine elastische Gelenkverbindung, beispielsweise ein Gummilager oder ein
kardanisches Lager möglich.
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In der Mitte der bogenförmig gekrümmten Verbindungsglieder 18, 19
sind Sitztragarme 32 angeordnet, die von den Verbindungsgliedern nach vorn ragen.
Sie sind hakenförmig gebogen und haben an ihrem vorderen Ende eine Aufnahmebohrung
für einen nagerstift 33, der an einem Sitzbefestigunqsbeschlag 34 angebracht ist.
An diesem ist mittels einer Schraube 35 und eines Zwischenstückes 36 ein elastisches
Glied befestigt, das aus zwei Gummielementen 37, 38 in Form dicker Scheiben oder
lIohlzylinder besteht, durch die die Schraube 35 hindurchragt und die je einen Sitztragarm
zwischen sich halten. Die Schraube 35 ragt durch eine Öffnung der sitztraqarlne
durch und ist iiber das Zwischenstück 36 mit dem Sitzbefestigungsbeschlag verbunden.
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Der Lagerstift 33 ist unter einem Winkel gegenüber der IIorizontalen
(Lauffläche 14) geneigt und bildet zusammen mit dem elastischen Element eine Lagerung
um eine SitzbefestifJurl(Jsachse 39, die in die gleiche Richtung weist wie die Verntungsachse
29, jedoch etwas steiler ist. Beide Sitzbefestigungsachsen 39 liegen in Geradeaus-Stellung
des Schlittens in einer vertikalen Mittellängsebene. Die Achse 39 bildet sich durch
die Verbindung zwischen dem schrägen Stift 33 und dem Schnittpunkt der Mittelachse
der Schraube 35 mit dem Sitztragarm 32. Die Sitzbefestigungsachse 39 könnte auch
aus einfachen scharnierartigen Gelenken entsprechend den Gelenken 20 bestehen, die
eine entsprechende Schräge haben. I)ie vorliegende Ausführung schafft aber einerseits
einen Ausgleich für eventuelle Flucht- oder Montageungenauigkeit und sorgt andererseits
für eine Rückstellkraft, die den Sitz und damit den gesamten Schlitten in die Geradeaus-Stellung
zu bewegen sucht, wenn keine äußeren Kräfte vorliegen. Auf den Sitzbefestigunt3beschlägen
34 ist ein Sitz 40 in Form eines sich leicht trapezförmig nach vorn verjüngenden
Brettes angebracht. Der Sitz kann
entsprechend der Verwendungsform
des Schlittens in der Form und Material angepaßt sein und beispielsweise auch aus
einer profilierten Kunststoffschale bestehen. Ein im wesentlichen ebener Sitz hat
jedoch den Vorteil , daß der Fahrer sowohl in sitzender als auch in liegender Stellung
auf dem Schlitten fahren kann.
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Die Funktion des Schlittens nach den Fig. 1 bis 5 ist wie folgt: In
der in Fig. 1 gezeigten Geradeaus-Stellung sind die beiden Kufen nicht versetzt
und zueinander parallel und ihre beiden Laufflächen 14 liegen in einer Ebene. Der
Sitz liegt mittig oberhalb der Kufen, die Sitzfläche ist parallel zu den Laufflächen
14. Der Fahrer kann auf dem Schlitten sitzen oder liegen und entweder mit den Inden
die Grifflöcher 17, den vorderen Querträger 18 bzw. die Längsverbindungen 30 ergreifen
oder seine Fersen in die Löcher 17 oder auf den vorderen Querträger 18 stellen.
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Bei Schrägfahiten zum Klang (Fahrten in geneigtem Gelände außerhalb
der Fallinie) und bei Kurvenfahren können die Kufen aus der in Fig. 3 dargestellten
Geradeaus-Stellung in die in Fig. 4 gezeigte verkantete Stellung gebracht werden.
Dies kann vom Fahrer durch Verlagerung seines Schwerpunktes und einer damit verbundenen
Neigung und Verschiebung der Sitzfläche und/oder durch Längsverschiebung der Kufen
gegeneinander geschehen. Als Handhabe zur gegenseitigen Verschiebung der Kufen können
die Verbindungselemente, die Längsverbindungen 30 oder die Kufen selbst verwendet
werden.
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Wenn bei der dargestellten Ausführungsform eine Kufe, z.B.
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die in Fig. 5 untere bzw. in Fig. 4 rechte, gegenüber der anderen
nach vorn geschoben wird, so stellen sich die Verbindungsglieder 18, 19, die bisher
rechtwinklig zu den Kufen standen, schräg zu diesen, bleiben aber, ebenso wie die
Kufen, zu einander parallel. Durch die Schräge der Verkantungsachsen 29 werden die
Kufen jedoch gegeneinander verkantet, und zwar bei der dargestellten Schrägenach
vorn aufwärts so, daß die vorgeschobene Kufe mit ihrer Innenkante und die zurückgeschobene
Kufe mit der Außenkante tiefer liegt. Dies bedeutet, daß der Schlitten auf einer
ebenen Fläche mit den beschriebenen Kanten aufliegen würde. Der Betrag der Verkantung
richtet sich einerseits nach dem Betrag der Längsverschiebung der Kufen gegeneinander
und andererseits nach dem Winkel, den die Verkantungsachse 29 mit der Horizontalen
bildet. Je kleiner dieser Winkel ist, umso stärker wird die Verkantung in Abhängigkeit
von dem Winkel, den die Verbindungsglieder mit der Kufenlängsachse bilden.
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Durch die Schrägstellung der Verhindungsglieder werden auch die Sitztragarme
verschwenkt. Wie aus Fig. 5 zu erkennen ist, wird dabei der Sitz 40 von seiner Mittellage
zwischen den Kufen beim Ausführungsbeispiel in Richtung auf die zurückverschobene
Kufe 12 zu bewegt. Der Betrag dieser Verschiebung hängt davon ab, wie die in dieser
J:bcne wirksamen Drehpunkte der Gelenke 20 im Vergleich zum Anlenkungspunkt des
Sitzes an den Sitztragarmen liegen. Wenn, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel,
der Sitzanlenkungspunkt durch die Sitztragarme weit nach vorn verschoben wird, so
verschiebt
sich der Sitz in Richtung auf die Kufe 12. Würden die
Sitz tragarme nach hinten weisen, so wäre eine umgekehrte Verschiebung die Folge.
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Durch die Schräge der wirksamen Sitzbefestigungsachsen 39 wird der
Sitz nicht nur verschoben, sondern auch verschwenkt, wie aus Fig.4 zu erkennen ist.
Diese Verschwenkung erfolgt so, daß sich der Sitz zu der zurückliegenden, also bei
Schrägfahrt am Hang höheren Kufe hin neigt, so daß in diesem Falle der Sitz weniger
steil ist als der Hang. Der Sitz neigt sich um so mehr, je geringer der Winkel der
Achse 39 gegenüber der Horizontalen ist. Bei Kurvenfahrt, bei der, ähnlich wie bei
einem Ski, die Kufen so geneigt sind, daß die kurveninneren Kanten tiefer liegen,
ist dann der Sitz ebenfalls zum Kurveninneren hin geneigt, was der natürlichen Kurvenlage
entspricht.
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Durch diese Geometrie und insbesondere auch durch die Breite der Kufen,
wird trotz der Verschwenkung der Schwerpunkt des Fahrers bei der verkanteten Stellung
nach Fig.4 gegenüber der unverkanteten nach Fig.3 etwas angehoben, so daß der Schlitten
stets in die Lage nach Fig.3 zurückzukehren sucht. Er befindet sich dort also in
einem stabilen Gleichgewicht der Kräfte. Dazu hilft, wie bereits ausgeführt, die
Gummilagerung des Sitzes durch die Gummielemente 37,38 mit.
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In Fig.1 ist strichliert angedeutet, daß auf den Kufen je eine Skibindung
41 üblicher Bauart angebracht sein kann. Da die Kufen von den Verbindungsgliedern
18,19, die durch den Sitz miteinander verbunden sind, abnehmbar sind, können sie,
beispielsweise für Schleppliftfahrten oder zum Laufen in tiefem Schnee, wie übliche
Skier vom Fahrer angeschnallt werden, während er den Sitz tragen kann. Es wäre auch
möglich, die Skibindungen mit den an den Kufen festen Teilen der Gelenke 20 baulich
zu verbinden oder die Bindungen an diesen Teil einhängbar zu machen.
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Die Lenkung des Schlittens erfolgt durch die unterschiedlichen
Belastungsverhältnisse
der Kufen bzw. durch deren Verkantung und wird durch die verbreiterung der Kufen
im vorderen Bereich wirksam unterstützt. Der Fahrer kann insbesondere, wenn er noch
unerfahren ist, auch in üblicherweise die Füße zur Lenkung mit heranziehen.
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In den Fig.6 und 7 ist eine Befestigung des Sitzes 40 gezeigt, bei
der der Sitz gegenüber den Verbindungselementen 18,19 nicht zwangsweise verschoben
oder verschwenkt wird. lr ist von einer Seite über ein Gummielement 42 und hinten
über eine Brücke mit Gummielementen 43 mit den Verbindungsgliedern verbunden. Die
Brücke 44 ist über eine Achse 45 und Schrauben mit dem Verbindungsglied 19 verbunden
und hat die Form einer Platte, die von beiden Seiten von den Gummielementen 43 eingeschlossen
ist, die ihrerseits über Schraubbolzen am Sitz 40 befestigt sind. Durch diese Verbindung
ist der Sitz zwar gefedert und vom Fahrer in gewisser Weise nach rechts und links
kippbar und kann sich außerdem gegenüber den Verbindunc3sgliedern soweit drehen,
aaß er bei deren Verschwenkung in der Längsachse des Schlittens bleibt. Eine Neigung
des Sitzes ist unabhängig von der Verkantung der Kante.
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Die Brücke 44 ist nur beispielhaft erwähnt. Es könnte an dieser Seite
ebenfalls ein übliches Gummifeder- und Dämpfungselement 42 verwendet werden, wie
es am Verbindungsglied 18 gezeigt ist.
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In den Fig. 8 bis 11 ist ein Schlitten 51 gezeigt, bei dem die Kufen
12', 13' aus vorderen und hinteren Abschnitten 52, 53 bestehen. Die hintere Kufe
53 hat in ihrem vorderen Bereich eine Aufwärtskrümmung 54 und einen daran anschliessenden
höher liegenden horizontalen Abschnitt 55.
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Der hintere Kufenabschnitt 53
ist mit einem Verbindungsglied
19 über zwei Gelenke 20 verhunden und an dem Verbindungsglied 19 ist der Sitz 40'
über ein Sitzbefestiyungsgelenk verbunden, das ebenso wie das Verbindungsglied 19
und die Gelenke 20 genau den in Fig. 1 beschriebenen entsprechen.
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Die vorderen Kufenabschnitte 52 sind kurze skiartige Kufenstücke mit
einer Schaufel 15, die jedoch im vorliegenden Beispiel nicht durchbrochen ist. Auch
sind die Kufen vorn nicht verbreitert. Die Kufenabschnitte 52 sind über je ein Gelenk
56 mit einem Verbindungsglied 18' verbunden. Die Gelenke 56 entsprechen in der Bauweise
den bereits heschriehenen Gelenken 20, jedoch ist die Gelenkachse 57 horizontal,
d.h. sie verläuft in Kufenlängsrichtung. Die vorderen und hinteren Kufenabschnitte
52, 53 sind einer ein kardanartiges Gelenk 58 miteinander verbunden, das am hinteren
Fnde des vorderen Kufenabschnittes 52 angeordnet ist und dieses mit dem horizontalen
Abschnitt 55 des hinteren ivufenabschnittes so verbindet, daß sich diese Kufenabschnitte
zwar um eine horizontale und vertikale Querachse zur Kufenlängserstreckung gegeneinander
hewegen können, jedoch die Kufenauflageflächen zueinander parallel bleiben. Das
bedeutet also, daß die Verkantung der hinteren Kufenabschnitte 53 durch das Gelenk
20 auch bei einer gegenseitigen Auslenkung auf die vorderen Kufenabschnitte übertragen
wird. Ein entsprechendes Gesenk ist in Fig. 9 dargestellt, das aus einem auf dem
Nufenabschnitt 52 befestigten U-Bügel. 59 einem darin durch horizontale Lagerstifte
befestigten, ebenfalls U-förmic3en Zwischenstück 60 und einer senkrechten Achse
61 besteht, die unter Zwischenlage von Gleitscheiben 62 mit dem Abschnitt 55 des
hinteren Kufenabschnittes 53 verbunden ist. Da in diesem Fall die IIaupthewegung
eine
Schwenkung um die in den Fig. 8 und 9 vertikale Achse 61 ist, könnte eventuell die
Schwenkung um die beiden horizontalen Achsen entfallen, wenn eine entsprechende
federnde ewglichkeit durch elastische Elemente vorgesehen ist. Es ist in jedem Falle
vorzuziehen, bei allen Gelenken eine gewisse Elastizität und federnde Beweglichkeit
zuzulassen, damit einerseits Fluchtungsungenauigkeit, die beispielsweise durch Verbiegungen
im Betrieb auftreten können, ebenso ausgeglichen werden, wie Bodenunebenheiten oder
dergleichen.
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Die vordere Sitzbefestigung erfolgt über ein Gelenk, das in seinem
Grundaufbau dem hinteren Sitzbefestigungsgelenk entspricht. In diesem Falle ist
jecoch der Sitztragarm 32' gegenüber dem Verbindungselement 18' nach hinten angeordnet.
Die Achse, die bei dem Schlitten 51 die Sitzverschiebung und Längsausrichtung zum
Schlitten bestimmt, ist in diesem Falle die Achse 61 bzw. die Ehene zwischen den
beiden Achsen 61 auf beiden Seiten des Schlittens.
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Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach den Fig. 8 bis 11 ist wie
folgt: Bei einer Lenkbewegung, die wiederum durch Gewichtsverlagerung und/oder unmittelbare
Beeinflussung des vorderen Verbindungselementes 18' oder der Kufen geschehen kann,
werden die beiden vorderen Kufen 52, die durch das Verbindungselement 18' verbunden
sind, parallel verschwenkt, ohne daß sie sich gegeneinantler längs verschieben.
Dafür sorgen die horizontalen Schwenkachsen 57. Da iiber die Gelenke 58 die hinteren
Kufenabschnitte 53 an den vorderen auch auf Zug verbunden sind, folgen diese und
verschieben sich dabei in Längsrichtung gegeneinander. Daraus ergibt sich eine Schrä
3-stellung des hinteren Verbindungsgliesdes 19, das über die
schragen
Achsen 29 der Gelenke 20 eine Verkantung der hinteren Kufenabschnitte bewirkt, die
über das Gelenk 58 auch auf die vorderen Kufenabschnitte 52 übertragen wird. Der
Sitz neigt sich dabei in gleicher Weise wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben,
zur Kurveninnenseite hin, während die Kufen auch hier so verkantet sind, daß die
Kurveninnenkanten (bei ebener Unterlage) den Boden berührten. Es tritt hier also
bei Kurvenfalirten nicht die Irscheinung ein, daß die Außenkanten greifen, was zum
Sturz führen könnte.
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Dadurch, daß die Gelenke 58 am hinteren Teil der vorderen Kufenabschnitte
sind, ergibt sici eine gute und schmale Spurhaltung, die die erreichbaren Geschwindig}:eiten
erhöht.
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Es ist möglich, alle möglichen Lenkhilfen vorzusehen, wie Lenkstangen,
Handgriffe, Fußstützen oder dergleichen. Da trotz der unterschiedlichen Funktion
der vorderen und I1interen Gelenke die beiden Verbindungselemente zueinander parallel
versciiwenkt werden, ist es auch möglich, die Verbindungsstangen 30 vorzusehen,
die ebenfalls zum Lenken benutzt werden können.
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Diese sind besonders vorteilhaft zum resthalten auf dem Schlitten.
Die vorliegende Ausführungsform mit im vorderen Bereich parallel und ohne Längsverschiebung
zueinander verschiebbaren Kufen, ist besonders bevorzugt. Es wäre jedoch auch möglich,
durch eine un/180° verdrehte Anordnung die hinteren Kufen parallel zu führen und
die vorderen Kufen in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar zu machten, in dem
man dort schrägachsige Gelenke verwendet.
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