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Püllminenstift und Montage
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Die Erfindung betrifft einen Füllminenstift mit einer, an einen verschiebbaren
Klemmring mittels Federkraft abgestützten konischen Klemmzange, die mit einer, er
einen Druckknopf längsbeweglichen Minenkammer in Verbindung steht und einem Schreibrohr,
an welchem sich nach innen eine Minenbremse anschl@eßt.
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Derartige Stifte sind für den Gebrauch vorwiegend dünner Bleimine
bestimmt. Sie sollen sich für eine Serienfertigung besonders gut eignen. Hierbei
ist vor allem die problemlose Montierbarkeit des Klemmringes zu gewährleisten.
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Es ist erkannt, zur Erfüllung dieser Aufgabe die Klemmzange mit ihrem
Zangenschaft als separates Teil zu fertigen und mit einem Einschraubgewinde an diesem
Schaftende zu versehen. Der Klemmring wird hierbei auf den Zangenschaft vorgesteckt,
wonach letzterer dann mit dem Minenrohr verschraubt wird.
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Eine solche Montage ist für eine Nechanisierung problematisch, da
das Einfädeln der feinen Gewinde und deren Festschrauben ohne ueberdrehen sehr feinfühlig
erfoloen muß. Weiterhin ist nachteilig, daß eine solche, nit einem derart feinen
Gewinde versehene Klemmzange aus Metall gefertigt werden muß. Allein durch diese
Werkstoffwahl und die dadurch bedinate Fertigungsmethode, gerät das Produkt in eine
höhere, für diese Art von Stiften nicht mehr vermarktungsfchige Preisklasse.
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Dazu kommt noch, daß auch das Gegenstück, in elches die Klemmzange
einzuschrauben ist, aus Festigkeitsgründen aus Metall hergestellt werden muß.
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Eine andere Ausführung nach DE-AS 2260065 sieht vor,
daß
die Kleranzance aus zwei Halbschalen besteht, welche bei dr-r Vontage des Klemmringes
axial gegeneinander verschoben werden müssen, um den Klemmring zuerst über die eine
und dann über die andere Zangenkopf-Hälfte zu schieben. Dabei muß außerdem der Klemmring
radial verformbar sein. Ein solches System macht zwei Zangenhälften erforderlich,
die versetzt montiert und dann bündig gestellt werden müssen. Es wird hierbei ein
höherer Montageaufwand erforderlich. Außerdem eignet sich dieses Prinzip nicht für
einstückige Zangen-Minenbehälter.
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Nach der DE-OS 2649871 sind die Klemmzange und der Klemmring nicht
kreisrund, sondern von einem hiervon dbt-:eic'lenden, aber übereinstimmenden Profil
versehen, welches bei Gleichstellung beider Teile einen Durchlaß der Klemmzange
durch den Klemmring ermöglicht und bei einer darauffolgenden Verdrehung dieser beiden
Teile zueinander, eine Sperrwirkung ergibt, vergleichbar einem Bajonett-Verschluß.
Um diese Sperrwirkung aufrecht zu erhalten, müssen beide Teile verdrehgesichert
werden.
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Daraus ist ersichtlich, daß sowohl konstruktiv als auch montagemäßig
ein höherer Aufwand gegenüber der vorliegenden Erfindung betrieben werden muß.
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Bekannt ist weiterhin die DE-OS 2737538, nach welcher die Einheit
Klemmzange-Ninenrohr längshalbiert ist, jedoch verbunden über ein sogenanntes Filmscharnier
und klappbar um die Längskanten der Halbschalen.
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Nachteilig ist hierbei, daß solche, aus Plastik hergestellte Teile,
bei Verwendung von Filmscharnieren nur eine ganz begrenzte Materialauswahl zulassen,
die für die Funktion des Stiftes mit Sicherheit als nicht optimal bezeichnet werden
kann, da diese Stoffe eine gewisse Weichheit aufweisen müssen, die im Gegensatz
zu den Erfordernissen ausreichender Minenhaltekraft steht. Ferner ist in dieser
Beschreibung nicht erkennbar, wie die Montage des Klemmringes erfolgt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montage des Klemmringes
ohne axiale Verschiebung von Klemzangenhälften, also auch bei einstückigen Zangen-Minen-Behältern,in
der Weise zu gewährleisten, daß der KlenT-ring über den Zangenkopf hinweg montiert
werden kann.
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Dabei soll eine optimale Anzahl von Teilen eines solchen Stiftes kostensparend
aus Plastik gefertigt werden können und eine unproblematische Maschinenmontage möglich
sein.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Klemmring
einen oder mehrere axiale Schlitze aufweist.
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In weiterer Ausbildung ist vorgesehen, daß der Klemmring zwei diametral
gegenüberliegende Schlitze aufweist, deren Einzellänge kleiner ist als die GesamtlCnge
des Klemmringes, wobei die Schlitzöffnungen an entgegengesetzten Seiten angeordnet
sind.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß der Klemmring über den Zangenkopf hinweg, ohne vorherige axiale Verschiebung
der Zangenhälften montierbar ist, wobei der Montagevorgang lediglich aus einer geradlinigen
Hubbewegung ableitbar ist. Des weiteren kann die mit den Klemmarmen der Zange verbundene
Minenkammer einstückig hergestellt werden.
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Weiterhin sorqt einerseits die Führuna, in z:elcher sich der geschlitzte
Klemmring längsverschiebbar brrEindet, dafür, daß sich der Klemmring in montiertem
Zustand nicht an den Stirnkanten aufdehnt, andererseits stellt der Klemmring durch
die versetzte Unterbrechung einen geschlossenen Materialring dar, durch welchen
ein Aufdehnen über die gesante Länge des Klemmringes nicht wirksam wird.
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Fin Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieron.
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Es zeigen: ig. 1 Längsschnitt durch den Stift Fig. 2 Längsschnitt
durch den Klemmring (2 Schlitze) Fig. 3 Vorderansicht des Klemmringes rig. 4 Längsschnitt
durch Klemmring ( 4 Schlitze) Fig. 5 Vorderansicht des Klemmringes Fig. 6 Montagephasen
der Klemmzange zur ist ist in bekannter leise mit einem Schreibrohr 2 @erschen,
in wclchem sich die Mine l führt. Dieses Schreibrohr 2 ist mit der Spitze 3 fest
verbunden. In der Spitze 3 befindet sich, fest fixiert, die elastische Minenbremse
4. Die Spitze 3 ist über das Gewinde 5 mit dem Schaft 23 lösbar verbunden, Dieser
weist an der angenseite eine Führung 8 in Form einer Bohrung auf, in welcher sich
der Klemmring 9 zwischen den Anschlägen 6 und 17 verschieben kann. Der Klemmring
liegt unter Wirkung der Druckfeder 19 am Anschlag 17 an, bei gleichzeitiger Schließstellung
der Klemmzange 7. Ins Stiftinnere stützt sich die Druckfeder 19 gegen den stirnzeitigen
Bund des Minenrohres 24 ab. Letzteres ist mit der Klemmange 7 fest verbunden. Den
Abschluß des Minenrohres bildet der Knopf 26 (Fig. 1) Für eine wirtschaftliche Massenfestigung
ist es von Bedeutung, daß die Klemmzange 7 im Plastikspritzverfahren hergestellt
wird und daß diese mit dem Minenrohr 24 einstückig verbunden ist.
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Eei einem herkömmlichen, völlig geschlossenen Klemmring wäre eine
solche Ausführung undurchführbar, da sich ein solcher Klemmring nicht über den Zangenkopf
hinwegschieben
ließe, da dessen Kopfdurchmesser ja größer ist als der Innendurchmesser des Klemmringes.
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Nach der vorliegenden Erfindung weist der Klemmring 9 jedoch Längsschlitze
10 und 101 auf, die sich gegenüberliegen und entgegengesetzt zueinander gerichtet
sind und die Schlitzöffnungen 11 und ll' aufweisen.
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(Fig. 2,3) Dadurch wird erreicht, daß bei der Montage, d.h. beim Durchschieben
der Klemmzange 7 durch den Klemmring 9 zunächst ein Aufdehnen dieses Klemmringes
an der Schlitzöffnung 11 bzw. an der Stirnkante 12 erfolgt. Diese Aufdehnung steigert
sich bis zum Erreichen des inneren Endes des Maßes a durch den Naximaldurchmesser
13 der Klemmzange 7. Bei fortschreitendem Eintauchen der Klemmzange 7 über das Naß
a hinweg, wird eine weitere Spreizung des Schlitzes 10 dadurch vermieden, daß nunmehr
eine Spreizung des Schlitzes 101 in zunehmendem Naß erfolgt. Dadurch wird eine örtliche
Materialüberdehnung verhindert. Der Schlitz 10' erfährt seine maximale Spreizung
erst dann, wenn der Maximaldurchmesser 13 der Klemmzange 7 in den Bereich von Maß
a' gelangt. Dann ist jedoch der vorher belastete Schlitz 10 wieder völlig entlastet.
Der Klemmring 9 wird somit für die Klemmzange 7 durchgängig, ohne daß der Material
schluß über den Umfang des Klemmringes getrennt wird.
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Dadurch wird ein Aufdehnen des Klemmringes 9 über dessen gesamte Länge
verhindert. Vielmehr erfolgt die Dehnung in elastischer Weise bei der Montage nur
am jeweiligen Standort des Naximaldurchmessers 13.
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Im eingebauten Zustand wird die Klemmzange 7 unter Wirkung der Druckfeder
19 gegen die Stirnkante 12' des Klemmringes 7 gedrückt. Der Konus 15 an der Klemmzange
7 übt dabei eine radial dehnende Wirkung auf den Klemmring 9 im Bereich der Stirnkante
12' so lange aus, bis das Spiel zwischen Führung O und Klemmring ausgeschaltet
ist
und der Klemmring 9 somit durch die Führung 8 abgestützt und an weiterer Dehnung
gehindert wird.
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Durch die Art der versetzten Schlitze 10 und 10' und ceren Anordnung,
pflanzt sich diese Dehnung nicht über den l-leamrina 9 in Längsrichtung fort, sondern
beschronkt sich auf den Stirnbereich 12'. Dadurch ist es möglich, die Reibwerte
zwischen Klemrnring 9 und Führung c niedriger zu halten als die Losreißkraft des
Klemmringes 9 am konus 15 der Klemmzange 7. Diese Bedingung ist für die Vorschubfunktion
notwendig.
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Der Klemmring 9 muß bei Betätigung des Knopfes 26 von der Klemmzange
7 bis zum Anschlag 6 mittransportiert werden, damit die Mine 1 einen Vorschub um
diesen Betrag erfährt. Erst bei Anschlag 6 darf der Klemmring 9 vom Konus 15 sich
lösen, wodurch der Vorschub beendet wird.
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ine überhhte Reibung zwischen Klemmring 9 und Führung 8 würde bei
Betätigung von Knopf 26 den Klemmring 9 sofort von der Klemmzange 7 abheben, wodurch
die Zange geöffnet und ein Vorschub der Mine nicht erfolgen könnte.
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Eine solch überhöhte Reibung würde beispielsweise dann zustande kommen,
wenn der Klemmring 9 auf seiner gesamten Länge geschlitzt wäre und einen zylindrischen
Außendurchmesser aufweisen würde. In diesem Fall würde sich der Klemmring auf seiner
ganzen Länge so lange dehnen, bis er die Führung 8 völlig spielfrei ausfüllt, wobei
diese überhöhte Reibung entsteht.
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Um bei einem solchen, über die ganze~Länge geschlitzen Klemmring diese
völlige Anlage in der Führungsbohrung zu vermeiden, müßte ein solcher Klemmring
zweckmäßigerweise konisch gestaltet werden und zwar verjüngt nach der Anschlagseite
17 hin. Außerdem wäre die Wandstärke des Klemmringes so weit zu steigern, daß die
durch den federbelasteten Konus 15 verursachte Radialdehnung an der Stirnkante 12'
sich nicht voll auswirken kann.