DE2739118A1 - Semipermeable membranen und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Semipermeable membranen und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
VON KREISLER SCHONWALD MEYER EISHOLD FUES VON KREISLER KELLER SELTING
PATENTANWÄLTE Dr.-Imj. von Kreiiler f 1973
Dr.-liKj. K. Schönwald, Köln
Dr. Inrj. TIi. Muyei, Köln
Di.-Iii.j. K. W liihold, Bad Soden
Di. J. F. Fues, Köln
Dipl. Cheiii. Alik von Kreislet, Köln
Dipl.-Gunn. Carola Keller, Köln
Dipl.-In(J. G. ScltiiKj, Köln
5 KÖLN 1
[Il 111.'.'.NIiHZ-Ii:. AM HAUP1CAHMI" ■(
3o. August 1977 AvK/Ax
Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha
25-1, Dojimahamadori 1-chome, Kita-ku
Osaka, Japan
Semipermeable Membranen und Verfahren zu ihrer Herstellung
809810/0857
"™ £ "■
Die Erfindung betrifft semipermeable Membranen für die ■ Ultrafiltration und Mikrofiltration, insbesondere die
Herstellung von semipermeablen Membranen, die eine poröse Schicht (oder einen porösen Bereich) vom Gradiententyp enthalten, in der die spezielle Fähigkeit
, der semipermeablen Membranen zur Molekulargewichtsfraktionierung, d.h. die Größe der Poren der Netzwerkstruktür der semipermeablen Membranen nach Belieben verändert
werden kann. Die Erfindung umfaßt ferner die hergestellten semipermeablen Membranen mit charakteristischer
. Struktur.
' Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das die
Einstellung der Porengrößen in einem weiten Bereich bei Verwendung des gleichen Polymerisats als Ausgangsmate-
! 15 rial ermöglicht. Die Erfindung ist ferner auf die hierbei
erhaltenen semipermeablen Membranen gerichtet, mit denen eine stabilisierte Trennung über lange Zeiträume ohne
! Verminderung der Trennfähigkeit möglich ist.
! Ein Trennverfahren unter Verwendung einer semipermeablen
ι 20 Membran läßt sich mit viel niedrigeren Energiekosten
und erheblich vereinfachtem Betrieb als andere Trennver-'
fahren, z.B. das Verdampfungsverfahren, das Trennverfahren unter Verwendung von Ionenaustauschmembranen und
das Adsorptionsverfahren, durchführen, so daß es in
neuerer Zeit zur Verbesserung der Trennung und zur Abwasserbehandlung auf zahlreichen Gebieten, z.B. in der
Nahrungsmittelindustrie, pharmazeutischen Industrie, elektronischen Industrie, Lack- und Farbenindustrie,
im Maschinenbau und in der chemischen Industrie, prak
tisch angewandt wird. Zu den auf diesen Anwendungsge
bieten zu behandelnden Stoffen gehören die verschieden-
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sten Materialien von niedrigmolekularen Substanzen bis zu hochmolekularen Substanzen, z.B. Salze, Proteine,
Viren, Kolloide, Emulsionen und Polymerlatices. Mehrere Arten von semipermeablen Membranen für die wirksame
Lösung von Trennaufgaben in Abhängigkeit von den zu
trennenden Stoffen sind bereits auf dem Markt erhältlieh. Die Molekulargewichtsfraktionen, die durch eine
semipermeable Membran trennbar sind, d.h. die Porengrößen hängen jedoch von der Zusammensetzung der die
Membran bildenden Lösung, den Koagulierungsbedingungen,
den Bedingungen der Wärmebehandlung nach der Koagulierung usw. ab, so daß beim heutigen Stand der Technik der
' veränderliche Bereich der Porengrößen von semipermeablen ] Membranen aus dem gleichen Ausgangsmaterial äußerst eng
ist, wenn man die Fähigkeit zur Membranbildung und die
Festigkeit der Membran berücksichtigt. Semipermeable , Membranen aus dem gleichen Ausgangsmaterial haben demgemäß begrenzte Anwendungsgebiete, und semipermeable Membranen aus den verschiedensten Ausgangsmaterialien
: 20 müssen in Abhängigkeit von den zu trennenden Stoffen ' hergestellt werden. Ferner gibt es Membranen, die bei
: einer bestimmten Beziehung zwischen dem Ausgangsmaterial
j der Membran und dem zu trennenden Material unbrauchbar ; sind. Ferner kann es in Fällen, in denen eine Membran
j 25 /i^eine^a'n^^ri1 Ausgangsmaterial auf Grund des Unter- ;
schiedes nur im Molekulargewicht des zu trennenden Stoffs bei sonst gleicher Zusammensetzung ersetzt wer- :
den muß, häufig notwendig sein, die zu trennenden Stoffe | in einen Zustand zu bringen, der für das Ausgangsmaterial
der Membran geeignet ist. Eine solche Begrenzung korn- ' pliziert nicht nur die Durchführung der Trennung, sondern
begrenzt auch die brauchbare Menge der Membran aus dem gleichen Rohmaterial, so daß eine Erhöhung des Preises
der Membran aus diesem Grunde die Folge ist. Ferner werden durch die Notwendigkeit der Änderung der Anwen-
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dungsart in Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial auch die Kosten der Trennung erhöht. Wie bereits erwähnt, ist die
Unmöglichkeit der beliebigen Änderung der Porengrößen von semipermeablen Membranen aus dem gleichen Ausgangsmaterial
ein ernster Faktor, der die allgemeine Einführung des Membrantrennverfahrens mit den vorstehend
genannten überlegenen charakteristischen Merkmalen verhindert.
Um den Nachteil des engen veränderlichen Bereichs von Porengrößen in semipermeablen Membranen auszuschalten,
wurden von der Anmelderin Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt, den veränderlichen Porengrößenbereich zu
erweitern. Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die Porengrößen
des Ausgangsmaterials in einem weiten Bereich und dennoch nach Belieben zu verändern. Ferner wurde es
hierdurch möglich, die verschiedensten Arten von zu trennenden Stoffen mit einer semipermeablen Membran aus
dem gleichen Ausgangsmaterial zu behandeln und ein Rohmaterial für eine Membran verfügbar zu machen, das
für die zu behandelnden Stoffe am geeignetsten ist.
Membranen, die eine poröse Schicht mit Netzwerkstruktur enthalten, die mit der Annäherung an die Oberfläche der
Membran dichter wird, d.h. Membranen, die an Stellen, die den gleichen Abstand von der Oberfläche der Membran
haben, eine nahezu gleichmäßige Porengröße aufweisen, wobei die Porengröße an der Oberfläche der Membran am ;
kleinsten ist und zur Innenseite der Membran hin stetig j größer wird, sind als Ultrafiltrationsmembranen oder
Mikrofiltrationsmembranen mit überlegenen Filtrationseigenschaften bekannt. Da eine solche poröse Schicht als
poröse Schicht vom Gradiententyp bezeichnet wird, wird diese poröse Schicht auch hier in dieser Weise bezeichnet.
Ferner ist eine solche poröse Schicht vom Gradiententyp
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nicht der einzige Bestandteil der Membran. Eine Membran,
die anschließend an die poröse Schicht vom Gradiententyp eine Netzwerkschicht aufweist, die gleichmäßige
Porengrößen aufweist, die ebenso groß oder größer sind als die maximale Porengröße der porösen Schicht vom
Gradiententyp, oder in der die kleinste Porengröße ebenso groß ist wie die maximale Porengröße der porösen Schicht
vom Gradiententyp, ist als verbesserte Membran bekannt, !
die gute Permeabilität trotz hoher Festigkeit der Membran aufweist. Die Porengröße der sich an die poröse
Schicht vom Gradiententyp anschließenden Schicht mit Netzwerkstruktur liegt im allgemeinen im Bereich von
500 8 bis 1 u. Es ist ferner bekannt, daß bessere Durchlässigkeit erreicht werden kann, wenn Hohlräume, deren
größere Achse in der Richtung senkrecht zur Oberfläche der Membran verläuft und die große Abmessungen haben,
in die Netzwerkschicht eingeführt werden. Auch im Falle aller vorstehend genannten Formen von Membranen galt die
Herstellung als praktisch unmöglich, wenn nicht die poröse Schicht vom Gradiententyp eine Dicke von wenigstens
3 u, vorzugsweise von 1Ou oder mehr hat. Ferner ' bestanden hinsichtlich der maximalen Dicke der Membran
mit einer porösen Schicht vom Gradiententyp keine besonderen Regeln, jedoch wurde im allgemeinen eine Dicke
von 100 u oder weniger, gewöhnlich 50 u oder weniger als maximal angesehen, weil die Ausbildung einer gleichmäßigen
Größe der Poren mit gleichem Abstand von der Oberfläche der Membran einer physikalischen Begrenzung ',
unterliegt. ;
Zahlreiche Veröffentlichungen über Verfahren zur Her- j
stellung von semipermeablen Membranen mit der beschriebenen porösen Schicht vom Gradiententyp sind erschienen.
Alle Polymerisate, die nach dem Naßverfahren zu semipermeablen Membranen verarbeitet werden können, sind
geeignet. Beispielsweise können Polymerisate wie Acryl-
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nitrilpolymerisate, Acetylcellulose, aromatische Polyamide,
Polybenzimidazol, Polyvinylchlorid, Polypiperadin, Polysulfon, Polymethylmethacrylat, regenerierte
Cellulose usw. zur Herstellung von semipermeablen Membranen verwendet werden. Diese Polymerisate werden zur
Herstellung einer Membranbildungslösung in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und in einem geeigneten
Koagulierungsmittel zur Membran koaguliert. Als Koagulierungsmittel
werden vorzugsweise Wasser oder Wasser als Hauptbestandteil enthaltende Koagulierungsmittel
verwendet, jedoch sind allgemein alle Materialien, die das Polymerisat nicht lösen, jedoch im Lösungsmittel
für das Polymerisat löslich sind und dieses Lösungsmittel lösen, geeignet.
Die semipermeablen Membranen mit einer porösen Schicht
vom Gradiententyp können natürlich beliebige Formen, z.B. die Form von Folien, die Schlauchform und die Form
von Hohlfasern haben. Eine semipermeable Membran in Folienform kann hergestellt werden, indem man eine Membranbildungslösung
auf einer Glasplatte o.dgl. zu einer dünnen Membran gießt, die Membran zusammen mit der Glasplatte
in ein Koagulierungsbad einführt, um sie zu koagulieren, und die Membran dann wäscht. Die Membran
kann auch hergestellt werden, indem die Membranbildungslösung durch eine Düse mit T-förmigem Schlitz in ein
Koagulierungsbad extrudiert wird. \
Verschiedene Verfahren zur Herstellung von semipermeab- ι
len Membranen in Form von Hohlfasern wurden beschrieben. Die japanische Offenlegungsschrift 90 684/1974 beschreibt;
semipermeable Hohlfasermembranen aus Acrylnitrilpolymerisat mit hoher Wasserdurchlä'ssigkeit sowie ein Verfahrer
zur Herstellung dieser Membran, die einen Aufbau aufweist, in dem sich eine poröse Schicht mit Netzwerkstruktur,
die große Hohlräume mit einem Durchmesser von 10 u oder mehr aufweist, an die poröse Schicht vom Gradienten-
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typ anschließt.
Die semipermeablen Membranen gemäß der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Abbildungen beschrieben.
I 5 Fig.l zeigt schematisch im Querschnitt die Struktur einer
' semipermeablen Membran in Folienform mit einer porösen I Schicht vom Gradiententyp.
ι Fig.2 zeigt schematisch im Querschnitt die Struktur
i einer semipermeablen Membran gemäß der Erfindung in ! 10 Folienform.
Fig.3 zeigt schematisch im Querschnitt die Struktur einer
1 semipermeablen Membran gemäß der Erfindung vom Hohlfaser«
\ typ.
; Fig.4 zeigt schematisch im Querschnitt die Struktur eines
15 anderen Typs einer semipermeablen HöhIfasermembran gemäß
der Erfindung.
' Fig.5 zeigt einen Querschnitt durch eine ringförmige
! Spinndüse zur Herstellung von semipermeablen Membranen
i vom Hohlfasertyp.
20 Fig.6 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Spinnen
! von semipermeablen Membranen in Hohlfaserform.
Fig.7 zeigt im Querschnitt eine Vorrichtung zum Messen ;
der durch semipermeable Membranen vom Hohlfasertyp ' hindurchtretenden Wassermenge. j
25 Fig.8 zeigt im Querschnitt eine Vorrichtung zum Messen
der durch eine semipermeable Membran in Folienform hindurchtretenden Wassermenge.
Fig.9 zeigt im Querschnitt einen Innendruckmodul für
semipermeable Membranen in Hohlfaserform.
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-0 -
Es ist bekannt, daß eine semipermeable Membran mit einer porösen Schicht 1 vom Gradiententyp, wie sie schematisch
im Querschnitt in Fig.l dargestellt ist, eine hohe Durchlässigkeit aufweist, jedoch weist die semipermeable
Membran gemäß der Erfindung auf ihrer Oberfläche eine große Zahl von konkaven Teilen 2 auf, wie in Fig.2 im
Querschnitt schematisch dargestellt. Die konkaven Teile haben eine Größe, die kleiner als die Dicke der porösen
Schicht vom Gradiententyp und größer als die Porengröße der an der Innenseite des konkaven Teils vorhandenen
porösen Schicht vom Gradiententyp ist. Die Größe kann jeden Wert innerhalb dieses Bereichs annehmen.
Wie das nachstehend beschriebene Herstellungsverfahren
zeigt, unterscheidet sich die poröse Schicht der semipermeablen Membran gemäß der Erfindung im wesentlichen
nicht von der in Fig.l dargestellten Schicht. Bei dieser
Schicht liegen Poren mit großen Abmessungen auf der Oberfläche des konkaven Teils frei. Mit größer werdender
Tiefe des konkaven Teils werden die Poren an der Ober-
20 fläche des konkaven Teils größer.
Es ist daher selbst im Falle von semipermeablen Membranen,
die aus dem gleichen Ausgangsmaterial hergestellt worden sind und die gleiche poröse Schicht vom
Gradiententyp enthalten, durch Verändern der Größe der konkaven Teile möglich, die Filtrationsgrenze für das
Molekulargewicht, das durch diese semipermeable Membran durchtreten kann, zu verändern.
Fig. 3 zeigt schematisch im Querschnitt die Struktur einer Hohlfaser gemäß der Erfindung. Diese Hohlfaser ist
sowohl an der Innenseite als auch an der Außenseite mit porösen Schichten vom Gradiententyp 3 bzw. 4 und an der
Innen- und Außenseite mit konkaven Teilen 5 bzw. 6 verse«-
hen. Fig.4 zeigt schematisch im Querschnitt einen anderen Hohlfasertyp gemäß der Erfindung. Die inneren und
äußeren porösen Schichten vom Gradiententyp sind
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mit 3 und 4 und die konkaven Teile an der Innenseite ; und Außenseite mit den Bezugsziffern 5 bzw. 6 bezeichnet.
Mit der Bezugsziffer 7 sind Hohlräume oder Poren mit großen Abmessungen bezeichnet. Diese großen Hohl-
; 5 räume befinden sich in der netzwerkartigen porösen Schicht, die anschließend an die vorstehend genannte
poröse Schicht vom Gradiententyp angeordnet ist, und stehen in keinem Zusammenhang mit der Bildung der konkaven
Teile auf der Oberfläche.
Nachstehend wird ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend beschriebenen semipermeablen Membranen gemäß
, der Erfindung beschrieben.
! Die vorstehend beschriebene semipermeable Membran gemäß
der Erfindung wird nach einem Verfahren hergestellt,
das gegenüber dem Verfahren zur Herstellung der vorstehend genannten üblichen semipermeablen Membran mit
einer porösen Schicht vom Gradiententyp dadurch gekennzeichnet ist, daß man in einer Membranbildungslösung,
die hauptsächlich aus einem Polymerisat und einem Lösungs mittel für das Polymerisat besteht, ein Dispergiermittel,
das, bezogen auf das Lösungsmittel, eine Löslichkeit im Lösungsmittel von 5 oder weniger hat und im flüssigen
Zustand in der Lösung vorhanden ist, gleichmäßig dispergiert, das Polymerisat in einem Koagulierungsbad, das im
Lösungsmittel löslich ist und das Lösungsmittel, aber nicht das Dispergiermittel löst, unter Bildung der Membran
koaguliert und anschließend das Dispergiermittel aus der Membran entfernt.
Das beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendete Dispergiermittel
muß die folgenden Voraussetzungen erfüllen: 1) Es muß in der Membranbildungslösung im flüssigen
Zustand vorliegen. 2) Es darf das Lösungsmittel in der Lösung kaum oder nicht lösen. Der Grund für die Voraussetzung
(1) liegt darin, daß ein solches Dispergier-
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mittel im flüssigen Zustand in der Disperqierbarkeit
derjenigen im festen Zustand überlegen ist und die Hohlräume oder Poren nach der Entfernung des Dispergiermittels
zwangsläufig gleichmäßig werden. Hinsichtlich der vorstehend genannten Voraussetzung (2) ist es erwünscht,
daß die Löslichkeit des Dispergiermittels im Lösungsmittel 5 Gew.-Teile oder weniger, bezogen auf
100 Gew.-Teile Lösungsmittel, vorzugsweise O beträgt.
Wenn das Dispergiermittel leicht löslich ist, wird die
Löslichkeit des Polymerisats verringert und die Viskosität der Lösung erhöht, so daß die Bildung einer Membran
unmöglich ist. Es ist somit nicht möglich, die zugesetzte Menge des Dispergiermittels in starkem Maße zu
verändern. Die Erhöhung oder Verringerung der zugesetzten Menge des Dispergiermittels steht jedoch mit der
Größe der dispergierten Teilchen im Zusammenhang, die die Größe der vom Dispergiermittel freien Hohlräume und
die Größe der konkaven Teile auf der Oberfläche oder den Oberflächen der porösen Schicht vom Gradiententyp bestimmen,
so daß die Weite des Bereichs, in dem die zugesetzte Menge des Dispergiermittels variiert werden
kann, wichtig ist.
Da die zugesetzte Menge des Dispergiermittels in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Membranbildungslösung
und von der Art des Dispergiermittels verschieden ist, kann ihr Bereich nicht eindeutig festgelegt werden.
Es ist jedoch möglich, die Menge des Dispergiermittels
nach Belieben in dem Bereich, in dem die disperse Phase nicht in eine geschlossene Phase übergeht, zu variieren, !
wobei vorzugsweise eine Menge von 80% der Menge, bei der; die Phasenumkehr stattfindet, oder eine kleinere Menge
zugesetzt wird. Um das Dispergiermittel homogen zu dispergieren, wird mechanisch gerührt, jedoch wird,
falls erforderlich, zur wirksameren Dispergierung ein Hilfsmittel, z.B. ein oberflächenaktives Mittel zugesetzt.
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Als Dispergiermittel können alle Mittel verwendet werden,
die in dem aus den allgemein verwendeten Lösungsmitteln
gewählten Lösungsmittel für das Polymerisat äußerst schwer löslich und wasserunlöslich sind und eine verhä'lt-
nismäßig hohe Viskosität und einen niedrigen Dampfdruck
haben. Beispielsweise können bei Verwendung von Wasser als Koagu 1 ierungsmi ttel flüssiges Paraffin, chloriertes Paraffin,
verschiedene Arten von Pflanzenölen wie Olivenöl und Leinöl, verschiedene Arten von als Heizmedium geeigneten
organischen Verbindungen, z.B. Siliconöl, hydriertes Triphenyl und Diäthylbiphenyl und verschiedene Arten von
Mineralölen, z.B. Isolieröle und Spindelöle, verwendet werden.
Wenn die Membran unter Verwendung einer die Herstellung einer semipermeablen Membran mit einer porösen Schicht
vom Gradiententyp ermöglichenden üblichen Kombination
aus Polymerisat, Lösungsmittel und Koagulierungsbad sowie unter Verwendung einer Lösung, die eine disperse
Phase eines die vorstehenden Voraussetzungen erfüllenden Dispergiermittels hergestellt wird, erfolgt die Koagulierung unter Bildung einer Membran ohne Zusammenhang
mit der Anwesenheit der dispersen Phase, da das Disper giermittel im Koagulierungsbad nicht gelöst wird. Daher
vird eine Membran,die vollkommen die gleiche poröse Schicht
vom Gradiententyp wie im Falle der Abwesenheit des Dis pergiermittels hat, gebildet, und die Teilchen des Dispergiermittels sind im Gefüge der Membran eingeschlossen
oder in der Oberfläche der Membran eingebettet oder
ragen aus der Oberfläche hervor, so daß eine Membran mit
einer porösen Schicht vom Gradlententyp, in der die \
Teilchen fixiert sind, erhalten wird. Wenn die Teilchen ! des Dispergiermittels entfernt werden, wird somit eine j
semipermeable Membran mit einer porösen Schicht vom j
Gradiententyp gebildet, die den üblichen Membranen völlig gleicht,außer daß der Membran an den auf der
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räumen oder den konkaven Teilen auf der Oberfläche der
Membran ihr Gewebe fehlt. Hierbei werden die in Fig.2 bis 4 dargestellten, vorstehend genannten semipermeablen
Membranen gemäß der Erfindung erhalten. Außerdem weisen die in Fig.3 und Fig.4 dargestellten Membranen innere
Hohlräume 51 auf, die durch das Dispergiermittel entstanden
sind und keine Beziehung zu der an der Filtrationsgrenze liegenden Molekülgröße haben, jedoch zur
Verbesserung der Durchlässigkeit beitragen und mit dem Dispergiermittel gefüllt waren, bevor dieses entfernt
wurde.
Nachstehend wird ein allgemeines Verfahren zur Herstellung einer semipermeablen Membran in Form einer Hohlfaser
beschrieben.
Das vorstehend beschriebene Dispergiermittel wird in
einer Lösung in geeigneter Konzentration im Bereich von 2 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-%, gleichmäßig
dispergiert, worauf die Dispersion filtriert und entschäumt wird. Bei dem in Fig.6 schematisch dargestellten
Spinnverfahren wird die Lösung mit Hilfe einer Zahnradpumpe 9 einer in Fig.5 dargestellten Düse 8 mit
ringförmiger Öffnung zugeführt und ausgepreßt. Gleichzeitig wird eine Koagulierungsflüssigkeit mit einer
Zahnradpumpe 10 zugeführt. Das erhaltene Extrudat wird durch ein Koagulierungsbad 11 geführt und auf einer
Spule 12 aufgewickelt.
Wenn das Dispergiermittel nach dem Aufwickeln durch Extraktion entfernt wird, wird eine semipermeable Membran
in Form einer Hohlfaser erhalten, die sowohl an der Innenseite als auch an der Außenseite einen porösen
Bereich vom Gradiententyp und zwischen diesen Bereichen eine netzwerkartige poröse Schicht aufweist. Wenn durch
die Zahnradpumpe 10 eine nicht koagulierende Flüssigkeit zugeführt wird, entsteht eine semipermeable Membran in
Form einer Hohlfaser mit einem porösen Bereich vom
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Gradiententyp nur an der Außenseite.
Wenn eine semipermeable Membran in Form einer Folie
oder eines Schlauchs hergestellt werden soll, wird die Düse durch eine T-Düse oder Rundschlitzdüse ersetzt.
5 Semipermeable Membranen werden im allgemeinen einer Wärmebehandlung unterworfen, um ihre Eigenschaften und
Leistung zu stabilisieren. Wenn die semipermeable Membran gemäß der Erfindung in dem Zustand, in dem das
Dispergiermittel noch im porösen Bereich vom Gradiententyp und in der netzwerkartigen porösen Schicht enthalten
ist, der Wärmebehandlung unterworfen wird, zeigt sie eine geringere Formänderung als die Membran, die kein
: Dispergiermittel enthält, so daß sie bei höherer Temperatur
wärmebehandelt werden kann, wobei ein Produkt mit höherer Wärmebeständigkeit für den praktischen Einsatz
erhalten wird. Da ferner die semipermeable Membran auf der Oberfläche konkave Vertiefungen aufweist, ist
die Strömung auf der Oberfläche der Membran turbulent,
. so daß die Ausbildung einer Konzentrierungs- und Polari-20 sationsschicht und die Bildung von Ansätzen und Ablagerungen
auf der Oberfläche der Membran verhindert werden.
, Hierdurch ist es möglich, eine stabilisierte Trennoperation
über einen langen Zeitraum durchzuführen. Wenn
' ferner die üblichen semipermeablen Membranen bei hohen
Temperaturen oder unter trockenen Bedingungen verwendet
ι werden, schrumpft in vielen Fällen die gesamte Membran,
j
so daß ihre Funktion als Membran verlorengeht, während
bei der semipermeablen Membran gemäß der Erfindung J selbst beim Einsatz bei hohen Temperaturen oder unter
trockenen Bedingungen die Hohlräume, die zurückbleiben, nachdem das in der porösen Schicht vom Gradiententyp
und in der netzwerkartigen porösen Schicht vorhandene Dispergiermittel entfernt worden ist, eine Pufferwirkung
gegen die Schrumpfung der Membran ausüben, so daß der Einfluß der vorstehend genannten Bedingungen auf die
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! vf
Oberfläche der die Trennfunktion ausübenden porösen ; Schicht vom Gradiententyp geringer ist. Es ist daher
möglich, die Wasserdurchlässigkeit, die im Falle von ' Membranen mit üblichem Aufbau verlorengehen kann, auf-
recht zu erhalten. Wie bereits erwähnt, hat die semipermeable Membran gemäß der Erfindung eine völlig neu-. artige, bisher nicht beschriebene Struktur und bedingt
durch diese Struktur überlegene spezielle Eigenschaften
• sowie den großen Vorteil, daß verschiedene Arten von . 10 semipermeablen Membranen mit verschiedenen Werten der
ι Filtrationsgrenze aus dem gleichen Ausgangsmaterial hergestellt werden können.
j Es ist ferner möglich, eine semipermeable Membran, in
j der noch ein flüssiges Dispergiermittel enthalten ist,
[ 15 in dieser Form zu lagern und an die Abnehmer zu ver-
: kaufen. Eine solche Membran wird von den Abnehmern der
j Wärmebehandlung unterworfen und dann vom Dispergier-
mittel befreit, um als semipermeable Membran eingesetzt
■
zu werden. Somit ist eine solche Membran, die noch das
Dispergiermittel enhält, ebenfalls ein sehr wertvolles
Produkt, das in den Rahmen der Erfindung fällt.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter veranschaulicht. Vorher seien jedoch die Parameter
erläutert, die verwendet werden, um die charakteristisehen Eigenschaften der semipermeablen Membran auszu
drücken.
Im Falle einer aus Hohlfasern bestehenden semipermeablen Membran wird eine gewisse Anzahl von Hohlfasern, deren
Innendurchmesser und Außendurchmesser vorher gemessen worden sind, in der in Fig.7 dargestellten Weise zusammengebündelt und an den Enden einer Seite miteinander
verklebt, worauf die pro Zeiteinheit durchgelassene Menge destillierten Wassers unter einer Druckdifferenz
von 1 Atm. zwischen dem Wassereintritt und dem Wasser-
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austritt gemessen wird. In Fig.7 bezeichnet die Bezugsziffer 13 ein Hohlfaserbündel, die Bezugsziffer 14
einen Teil, in dem die Hohlfasern im Bündel verklebt sind, und die Bezugsziffer 15 den Eintritt für die
Testflüssigkeit. ;
: Anschließend wird die Größe der Innenwandflächen der
ι Hohlfasern berechnet. Der erhaltene Wert wird als
effektive Oberfläche der Membran angesehen. Die vor- : stehend genannte Menge des durchgetretenen destillier-10 ten Wassers wird durch diese effektive Oberfläche der
ι Membran dividiert, wodurch die durchgetretene Wasser-
! menge pro Flächeneinheit erhalten wird. Im Falle einer
ι semipermeablen Membran in Form einer Folie wird die
Messung unter Verwendung der in Fig.8 dargestellten j 15 Filterzelle unter einer Druckdifferenz von 1 Atm. vorgenommen. In Fig.8 bezeichnet die Bezugsziffer 16 einen
: Rührer, die Bezugsziffer 17 eine semipermeable Membran ;
ι !
in Form einer Folie und die Bezugsziffer 18 eine poröse ! Platte.
! 20 Porengröße
! Da die Porengröße sehr klein ist, kann sie nicht direkt ■
ι gemessen werden. Daher werden die nach den beiden fol- ;
j genden Methoden erhaltenen Werte als Maß der Porengröße angesehen:
t Zur Ermittlung der Porengröße für die Ultrafiltration ·
werden wässrige Lösungen verschiedener Arten von kugelförmigen Proteinen unterschiedlicher Größe filtriert
und die erhaltenen Filtrate analysiert, wobei das kleinste Molekulargewicht, das vollständig (zu 100%)
nicht durch die semipermeable Membran hindurchtreten kann, als Filtrationsgrenze für das Molekulargewicht
als Maß der Porengröße angesehen wird. Die verwendeten kugelförmigen Proteine sind nachstehend in Tabelle 1
genannt.
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Tabelle 1
Kugelförmige Proteine zur Messung der Porenqröße
Thyroglobulin (Rind) 669.000
5 Urease 480.000
Fibrinogen 300.000
Katalase 250.000
γ-Globulin 160,000
ß-Globulin 90.000
10 Hämoglobin 68.000
Hühnereiweiß 45-000
a-Chymotrypsin 24.500
Cytochrom 13.000
Insulin 5,700
15 Bacitracin 1.400
Zur Ermittlung der Porengröße für die Mikrofiltration
wird bei der in Fig.7 dargestellten Meßvorrichtung Luft an Stelle von Wasser in das in Wasser getauchte
Hohlfaserbündel eingeführt. Der Druck, unter dem die Luft auszutreten beginnt (Blasenpunktdruck), wird als
Maß der Porengröße angesehen.
Ein Copolymerisat (mit einer Grenzviskosität von 1,3, gemessen in N,N-Dimethylformamid), das aus 90 Mol.-%
Acrylnitril und 10 Mol.-% Methylacrylat bestand, wurde in 65%iger Salpetersäure, die bei -5°C gehalten wurde,
in einer solchen Menge gelöst, daß eine Lösung mit einer Konzentration von 15 Gew.-% erhalten wurde. Anschließend
wurde flüssiges Paraffin (Löslichkeit 1 oder
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weniger), das 3 Gew.-% der oberflächenaktiven Verbindung "Nonion P 208" (Hersteller Nihon Yushi Co., Japan)
als Dispergierungshilfsmittel enthielt, der Polymerlösung in den in Tabelle 2 genannten Mengen zugesetzt,
worauf bis zur Bildung einer homogenen Dispersion gerührt wurde. Dann wurde diese bei -5°C gehaltene Dispersion unter vermindertem Druck unter Rühren und anschließend durch Stehenlassen entschäumt, worauf sie mit
der in Fig.6 dargestellten Vorrichtung versponnen wurde.:
Die folgenden Spinnbedingungen wurden angewandt: Eine J Düse mit ringförmiger Öffnung, einer Kapillare mit
einem Außendurchmesser von 0,8 mm im zentralen Teil und ■ einer Spinnöffnung für die Dispersion mit einem Innendurchmesser, der im Bereich von 1,5 bis 2,5 mm variierte,
wurde verwendet. Die Dispersion wurde der Düse mit Hilfe einer Zahnradpumpe 9 in einer Menge von 13 bis 44 ml/Min,
zugeführt, während Wasser dem zentralen Teil der Düse mit einer Zahnradpumpe 10 in einer Menge von 5,0 ml/Min,
zugeführt wurde. Ein mit Wasser gefülltes Koagulierungs
bad /mit einer Gesamtlänge von 10 m wurde verwendet. Die
Aufwickelgeschwindigkeit betrug 10 m/Min. Während des Spinnens wurde fast kein Austritt von flüssigem Paraffin in das Koagulierungsbad beobachtet.
Die beim Spinnen erhaltenen Hohlfasern wurden gut mit Wasser gespült und dann einer Wärmebehandlung mit :
heißem Wasser bei 60°C für 30 Minuten unterworfen, mit
durch Extraktion K *
flüssige Paraffin/zu entfernen, und in Wasser getaucht. I
Diese Hohlfasern hatten die in Fig.4 im Querschnitt
dargestellte Struktur.
Die in dieser Weise hergestellten Hohlfasern wurden in
die in Fig.7 dargestellte Vorrichtung eingesetzt, um die Wasserdurchlässigkeit, die Molekulargewichts-Filtrationsgrenze, den Blasenpunktdruck usw. zu messen.
Diese Werte sind zusammen mit anderen Werten in Tabelle 2 809810/0857
genannt. In dieser Tabelle sind die mittleren Porengrößen im Bereich vom Gradiententyp und in der netzwerkförmigen
porösen Schicht die mit dem Mikroskop gemessenen Durchschnittswerte der Größen der in Fig.4
mit den Bezugsziffern 5 und 5' bezeichneten Poren.
Wie die Werte in Tabelle 2 zeigen, können durch Verändern der Menge des zugesetzten flüssigen Paraffins die
Porengrößen der semipermeablen Membran vom Hohlfasertyp über einen weitere Bereich vom Ultrafiltrationsgebiet
bis zum Mikrofiltrationsgebiet verändert werden. Ferner ist die Wasserdurchlässigkeit hoch und die
Festigkeit für den praktischen Einsatz ausreichend.
80 9810/085 7
Tabelle 2
Eigenschaften von semipermeablen Hohlfasermembranen aus Acrylnitrilpolymerisat
Eigenschaften von semipermeablen Hohlfasermembranen aus Acrylnitrilpolymerisat
| Zugesetzte Menge an flüssigem Paraffin 00 in Gew.-%, ° bezogen Sauf __, Polymer en lösung ο CO cn -j |
Größe der Hohlfaser, mm |
Außen durch messer |
Dicke der porösen Schicht vom Gra dienten typ, yj |
innen | Durch schnitt liche Größe der Hohl räume, r |
Durch messer |
Mittlere Größe der Poren i.d porösen Schicht vom Gra dienten typ und i der porö sen Schicht mit Netz- werkstruk- |
Wasser durchläs sigkeit, ml/cm2 «Min, •Atm. |
Filtrations grenze bei einem Mole kulargewicht von i |
Blasen punk t- druck, kg/cm2 |
— | Zug festig keit, kg/cm |
| Innen durch messer |
1.4 | außen | 10 | Länge | 10 | 5.3 | 13.000 I - | - | 59 | |||
| 0 | 0.8 | 1.5 | 30 | 10 | 25 | 10 | 0.15 | 6.7 | 24.500 j - | — | 51 | |
| 5 | 0.8 | 1.6 | 30 | 10 | 25 | 10 | 0.30 | 8.9 | 68.000 | 21 | 46 | |
| 10 | 0.8 | 1.7 | 30 | 10 | 25 | 10 | 0.50 | 21 | 160.000 | 5.7 | 42 | |
| 15 | 0.85 | 1.8 | 35 | 12 | 28 | 10 | 0.80 | 43 | 480.000 | 1.4 | 39 | |
| 20 | 0.85 | 2.0 | 35 | 15 | 30 | 12 | 1.10 | 76 | - | 34 | ||
| 30 | 0.9 | 2.1 | 40 | 15 | 30 | 12 | 1.50 | 103 | - | 30 | ||
| 40 | 0.9 I |
2.3 | 40 | 15 | 33 | 14 | 2.30 | 152 | — | 26 | ||
| 50 | 0.9 | 40 | 35 |
i Beispiel 2
Diacetylcellulose wurde in Dimethylsulfoxyd bei 25°C
in einer Konzentration von 20 Gew.-% gelöst. Chloriertes Paraffin (Chlorierungsgrad 40%, Löslichkeit 1 oder '
weniger) wurde in der erhaltenen Polymerlösung gleich- ' mäßig in einer Menge von 10 Gew.-% der Lösung disper- j
giert, worauf die Dispersion auf die in Beispiel 1 be-
schriebene Weise zu Hohlfasern gesponnen wurden, die | das Dispergiermittel enthielten und in Wasser, das bei \
200C gehalten wurde, koaguliert wurden. Dieses Material
wurde 10 Minuten mit warmem Wasser von 40°C behandelt, worauf das in den Hohlfasern enthaltene chlorierte
Paraffin mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert wurde und die Hohlfasern in Wasser getaucht wurden. Hierbei wurde
eine semipermeable Membran vom Hohlfasertyp erhalten.
Die semipermeable Membran hatte eine Wasserdurchlässig-
keit von 0,5 ml/crn «Min.Atm. und eine als Molekulargewicht
ausgedrückte Filtrationsgrenze von 160.000. Die Struktur dieser Hohlfaser ist im Querschnitt schematisch
in Fig.3 dargestellt. Die Hohlräume, die das gemäß
Beispiel 1 hergestellte Produkt aufwies, fehlten.
Die gemäß Beispiel 1 hergestellten, flüssiges Paraffin ;
enthaltenden Hohlfasern wurden mit Heißluft bei 60°C getrocknet, worauf das flüssige Paraffin mit Dioxan
entfernt wurde. Die hierbei erhaltene semipermeable j Membran vom Hohlfasertyp wurde mit Luft getrocknet und j
dann eine Stunde in Wasser getaucht, worauf die Wasserdurchlässigkeit gemessen wurde. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 4 genannt.
809810/0857
- Wi -
| Tabelle 4 | |
|
Zugesetzte Menge
des flüssigen Paraffins (Gew.-%, bezogen auf die Polymerlösunq) |
Wasserdurch
lässigkeit (ml/cm2.Min.Atm.) |
| 0 | 0,05 |
| 10 | 1,8 |
| 20 | 5,1 |
| 30 | 17 |
| 40 | 25 |
| 50 | 41 |
Wasserdurchlässigkeit in % der in , Tabelle 2 genannten Wasserdurch- ,
lässiqkeit ·
20 19 22 24 27
Wie die Werte in Tabelle 4 zeigen, waren die gemäß der Erfindung unter Zusatz eines Dispergiermittels hergestellten semipermeablen Membranen vom Hohlfasertyp
selbst nach dem Trocknen wasserdurchlässig, wobei die Wasserdurchlässigkeit 19 bis 27% der Wasserdurchlässigkeit im nassen Zustand betrug. Dies ist auf die besondere Struktur der erfindungsgemäßen semipermeablen
Membran vom Hohlfasertyp zurückzuführen.
Die in Beispiel 1 beschriebene, 15 Gew.-% flüssiges
Paraffin enthaltende Lösung zur Membranbildung wurde in einer Dicke von 0,3 mm auf eine Glasplatte gegossen
und dann zusammen mit der Glasplatte zur Koagulierung in Wasser von 200C getaucht, worauf das flüssige Paraffin in der erhaltenen semipermeablen Membran mit Tetrahydrofuran extrahiert und die Membran in Wasser getaucht wurde. Die semipermeable Membran in Form der
flachen Folie hatte eine Wasserdurchlässigkeit von
18 ml/cm .Min.Atm. und eine als Molekulargewicht ausgedrückte Filtrationsgrenze von 160.000. Diese semipermeable Membran hatte die in Fig.2 im Querschnitt dargestellte Struktur mit einer porösen Schicht vom Gradiententyp mit konkaven Teilen auf einer Seite der Membran.
609810/0857
Eine Hohlfaser wurde auf die in Beispiel 1 beschriebene ι Weise hergestellt, wobei jedoch die in Beispiel 1 be- !
schriebene Lösung, die jedoch kein zugesetztes flüssiges Paraffin enthielt, verwendet wurde und die Temperatur !
des Koagulierungsbades 40°C betrug. Die erhaltene Hohl- \
2 ' faser hatte eine Wasserdurchlässigkeit von 5,4 ml/cm · |
i Min. Atm. und eine als Molekulargewicht ausgedrückte
Filtrationsgrenze von 24.500. j
Diese Hohlfasern und die gemäß Beispiel 1 unter Zusatz
von 5 Gew.-% flüssigem Paraffin hergestellten Hohlfasern wurden auf Längen von 30 cm geschnitten. 100 ! Stücke des geschnittenen Materials wurden gebündelt und in die in Fig.9 dargestellte Filtereinheit eingesetzt.
von 5 Gew.-% flüssigem Paraffin hergestellten Hohlfasern wurden auf Längen von 30 cm geschnitten. 100 ! Stücke des geschnittenen Materials wurden gebündelt und in die in Fig.9 dargestellte Filtereinheit eingesetzt.
2 Der Austrittsdruck der Filtereinheit wurde auf 1 kg/cm
eingestellt. Eine l%ige wässrige Lösung von Dextran T- ;
110 (Dextran mit einem mittleren Molekulargewicht von
110.000, Hersteller Pharmacia Fine Chemicals Co., j Schweden), die bei 20°C gehalten wurde, wurde mit einer
linearen Geschwindigkeit von 1 m/Sek. eingeführt, um die Änderung der durchgehenden Wassermenge mit der Zeit zu
110.000, Hersteller Pharmacia Fine Chemicals Co., j Schweden), die bei 20°C gehalten wurde, wurde mit einer
linearen Geschwindigkeit von 1 m/Sek. eingeführt, um die Änderung der durchgehenden Wassermenge mit der Zeit zu
messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 genannt. ·
Wie Tabelle 5 zeigt, kann die Trennleistung über einen
langen Zeitraum beständig gehalten werden, da die Hohl- j fasern gemäß der Erfindung die speziellen konkaven ! Teile auf ihrer Oberfläche aufweisen. '
langen Zeitraum beständig gehalten werden, da die Hohl- j fasern gemäß der Erfindung die speziellen konkaven ! Teile auf ihrer Oberfläche aufweisen. '
809810/0857
| \. Modul Stunden * 's* |
Hohlfasern aus der Lösung mit Zusatz von flüssiqem Paraf fin (gemäß der Erfindung) |
Bei 4O°C koagu- ; lierte Hohlfaser (Vergleichs probe) ι |
| 0 | 4.1 i/Min/Modul | 3.2 ft/Kin/Modul ; |
| 1 | 4.0 | 3.0 ! |
| 3 | 3.9 | 2.7 |
| 6 | 3.9 | 2.4 |
| 12 | 3.8 | 2.1 |
| 24 | 3.8 | 1.7 |
809810/0857
Claims (6)
- PatentansprücheD Semipermeable Membranen,die an einer Oberfläche oder beiden Oberflächen eine poröse Schicht vom Gradiententyp aufOberflächen eine poröse Schicht vom Gradiententyp aufweisen, in der die mittlere Größe der in der Schicht enthaltenen Poren mit der Annäherung an die Oberfläche bzw. die Oberflächen der Membran kleiner werden, und die gegebenenfalls im mittleren Teil eine poröse Schicht mit Netzwerkstruktur und einer Anzahl von Hohlräumen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die semipermeablen Membranen auf der Oberfläche der porösen Schicht vom Gradiententyp eine Anzahl von konkaven Teilen aufweisen, die größer sind als die Poren an der äußersten Oberfläche der porösen Schicht vom Gradiententyp und eine Tiefe haten, die geringer ist als die Dicke der porösen Schicht vom Gradiententyp.
- 2) Semipermeable Membranen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem hauptsächlich aus Acrylnitril bestehenden hochmolekularen Material bestehen.
- 3) Verfahren zur Herstellung von semipermeablen Membranen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer membranbildenden Lösung, die hauptsächlich aus einem die semipermeable Membran bildenden Polymerisat und einem Lösungsmittel für das Polymerisat besteht, ein flüssiges Dispergiermittel, das eine Löslichkeit von nicht mehr als 5 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile Lösungs- I mittel hat, unter Bildung einer homogenen flüssigen dispersen Phase dispergiert, die Membranbildungslösung j in einer Koagulierungsflüssigkeit, die im Lösungsmittel löslich ist und außerdem das Lösungsmittel, aber nicht das Dispergiermittel löst, unter Bildung einer semipermeablen Membran in Form einer Folie, eines Schlauchs809810/0857ORIGINAL INSPECTEDoder in Form von Hohlfasern koaguliert und dann das Dispergiermittel aus der semipermeablen Membran entfernt.
- 4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Koagulierungsflüssigkeit auf beide Oberflächen der Membranbildungslösung zur Einwirkung bringt und hierbei eine semipermeable Membran in Form einer Folie, eines Schlauchs oder in Form von Hohlfasern bildet.
- 5) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Koagulierungsflüssigkeit nur auf eine Oberfläche der Membranbildungslösung aufbringt,hierbei eine semipermeable Membran in Form einer Folie, eines Schlauchs oder in Form von Hohlfasern bildet und eine nicht-koagulierende Flüssigkeit auf die andere Oberfläche der Membran zur Einwirkung bringt.
- 6) Semipermeable Membranen nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Form von Folien, Schläuchen oder Hohlfasern haben.809810/0857
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| DE2739118C3 DE2739118C3 (de) | 1984-09-20 |
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