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Spielkarten
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Die Erfindung betrifft Spielkarten für ein Ubertrumpfspiel, bei dem
die Wertangaben von wenigstens zwei, jeweils von einem Kartenstapel abgenommener
Karten verglichen werden.
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Bei bekannten Spielkarten weist åede Karte auf einer Seite einen Zahlen-
und/oder Bildaufdruck auf, der in den meisten Fällen mit einer Wertangabe verbunden
ist. Alle zu einem Spiel Karten gehörigen Karten sind an ihrer Rückseite gleich,
beispielsweise mit einem ornamentalen Muster o.dgl. versehen.
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Dadurch wird verhindert, daß bei fächerartig gehaltenen Karten oder
bei einem mit den Rückseiten nach oben liegenden Kartenstapel auf dem Tisch aus
der sichtbaren Rückseite auf den Aufdruck der Vorderseite geschlossen werden kann.
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Bei Übertrumpfspielen in der eingangs beschriebenen Art wird von den
Spielern die nächste zum Einsatz kommende Karte nicht aus einem Kartenfächer gewählt,
sondern von einem in der Hand gehaltenen Kartenstapel abgenommen, dessen Reihenfolge
sich
beim Mischen und Geben zufällig ergeben hat. Jeder Spieler
sieht nur die nächste, zum Einsatz gelangende Karte, über den Stich entscheidet
der höhere Wert. Solche Spiele werden im allmeinen mit Karten gespielt, deren Aufdruck
mehrere Wertangaben umfaßt, sei es in Form von Zahlen, Farben oder Bildern. Einem
Spieler steht dabei die Wahl der für den betreffenden Stich maßgebenden Wertangabe
zu. Für solche Spiele sind beispielsweise neben üblichen Spielkarten, die neben
einer Zahle3angabe auch eine Farbe zeigen, auch sogenannte Quartettkarten bestimmter
Art geeignet, bei denen beispielsweise unter dem Bild eines Fahrzeuges, wie Auto,
Flugzeug o.dgl., Angaben über Größe, Höchstgeschwindigkeit, Motorenstärke usw. aufgedruckt
und als Wertangaben benutzbar sind.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Spielkarten für solche
Ubertrumpfspiele auf einfache Weise so auszubilden, daß die Spielmöglichkeiten und/oder
Spieldauer erweitert werden.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Karten jeweils
beidseitig mit einem Wertangaben enthaltenden Aufdruck versehen sind.
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Bei den erfindungsgemäßen Spielkarten steht mit der gleichen Kartenanzahlc'ie
doppelte Menge der "Spielseiten", d.h. der Wertangaben, Motive usw. zur Verfügung.
Da die Spieler durch den in der Hand gehaltenen Kartenblock die Rückseite der jeweilig
nächsten Karte des oder der Partner nicht sehen, können die unterschiedlichen Rückseiten
keine Information liefern. Die jeweils letzte Karte des Stapels kann, insbesondere
bei kleinen Karten, von der Hand ganz oder größenteils verdeckt werden. Es besteht
auch die Möglichkeit, je nach den bei derartigen
Spielen häufig
nach Vereinbarung wechscAnden Spiel regeln, eine oder alle durch gewonnene Stiche
eingenorninenen Karten wieder an den Stapel hinten anzulegen, wodurch immer wieder
eine andere Karte letzte Karte wird. Die Verdoppelung der "Spielseiten" ermöglicht
im übrigen das Ausbilden weiterer, derzeit noch nicht praktizierbarer Spielformen,
beispielsweise indem nach jedem Durchgang die Blocks gewendet und der nächste Durchgang
mit den zweiten Spielseiten gespielt wird. Zusätzliche Variationsmöglichkeiten beim
Spiel werden ermöglicht, wenn die beiden Seiten jeder Spielkarte unterschiedliche
Motive aufweisen, denen wenigstens einige vergleichbare Wertangaben zugeordnet sind,
beispielsweise Auto , Motorrad. Es kann sowohl in beliebiger Mischung als auch mit
nur ersten bzw. zweiten Karten seiten gespielt werden. Mit der Verdoppelung der
Bildseiten vervielfachen sich die möglichen Spielvariationen.
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Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 perspektivisch eine Spielkarte, Fig. 2 die erste Seite einer Spielkarte,
Fig. 3 die zweite Seite der Karte nach Fig. 2, Fig. 4 die erste Seite einer Spielkarte
aus einem anderen Kartenspiel, und Fig. 5 die zweite Seite der Karte nach Fig. 4.
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Fig. 1 zeigt eine Spielkarte 1 in einer Stellung, die Teile ihrer
beiden Seiten Sl und S2 erkennen läßt. Jede Karte 1 weist auf beiden Seiten ein
Bild la bzw. ib und eine Liste 2a bzw. 2b von Wertangaben auf. Die beiden Seiten
S1 und S2 der selben Karte sind also Spiel seiten, die sich von Karte zu Karte unterscheide.
Es
gibt im gesamten Spiel Karten keine einheitlichen Rückseiten. Die Fig. 2 und 3,
bzw. 4 und 5 zeigen konkrete Beispiele solcher Karten.
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Fig. 2 zeigt die erste Seite S1 einer Spielkarte 1 aus einem Spiel
Karten, Fig. 3 die zweite Seite S2 der Spielkarte 1.
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Jede Karte 1 des Spieles zeigt auf ihrer Seite S1 eine Liste 2a von
Wertangaben, bestehend aus vorwiegend technischen Daten eines Autos, das im zugehörigen
Bild la dargestellt ist. Beim Ubertrumpfspiel kann ein Spieler eine Wertangabe aus
der Liste 2a wählen, beispielsweise die Hubraumgröße. Gewinner des jeweiligen Spieles
ist der Mitspieler, dessen oberste Karte das Auto mit dem größeren Hubraum trägt.
Beim nächsten Stich kann ebenfalls der Hubraum, aber auch eine andere Wertangabe,
beispielsweise der Preis, das Kriterium bilden. Alle ersten Seiten dieses Kartenspieles
zeigen ebenfalls jeweils das Bild Ib eines Autos, jedoch historische Rennwagen,
wie Fig. 3 zeigt. Als Wertangaben 2b sind ebenfalls technische Daten des jeweiligen
Wagens aufgeführt.
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Es besteht nun die Möglichkeit, alle Spielkarten so zu legen, daß
nur mit den Seiten S1 oder nur mit den Seiten S2 gespielt wird, oder, da es sich
um Wertangaben von gleicher Art und vergleichbarer Größe handelt, mit den Karten
in beliebiger gemischter Anordnung. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, nach
einem Durchgang die jedem Spieler durch seine Stiche verbliebenen Blocks einfach
umzudrehen, wodurch ohne eigenes Mischen wieder eine willkürliche Reihenfolge erzielt
wird.
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Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Spielkarte 1' eines anderen Spieles Karten.
Die Fig. 4 zeigt die erste Seite S1' der Karte 1' mit dem Bild 1'a eines modernen
Autos und einer Liste 2'a von Daten als Wertangaben, etwa entsprechend Fig. 2. Auf
der Seite S2' der Karte 1' findet sich das Bild 1'b einer Motorrad-Rennmaschine
samt den zugehörigen technischen Daten als Liste 2'b von Wertangaben. Auch bei diesen
Spielkarten bestehen alle oben aufgeführten
Möglichkeiten, mit
nur ersten, nur zweiten oder gemischt beiden Seiten der Spielkarten zu spielen.
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Im Rahmen der Erfindung sind für die Wertangaben auf den ersten und
zweiten Seiten der Spielkarten eines Spieles die verschiedensten Variationen möglich.
So können die ersten und zweiten Seiten jeweils hinsichtlich in der Art der Motive
und der Wertangaben völlig gleich sein, so daß überhaupt kein Sortieren notwendig
ist. Es kann sich auch um völlig andere Gestaltung handeln, beispielsweise zur ersten
Seite, wie sie die Figuren zeigen, auf der zweiten Seite lediglich eine Zahlenangabe
mit unterschiedlichen Farben, wobei den Farben auch eine Wertskala zuzuordnen ist,
wie dies auch bei üblichen Spielkarten der Fall ist.
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Die Wahl der Motive mit Bildern und/oder Wertangaben ist unbeschränkt,
soweit es sich um vergleichbare Größen handelt. So kommen Gebäude mit Abmessungen
und Altersangaben, Länder oder Städte mit Einwohnerzahlen, Größen und Altersangaben,
Sportler oder Sportvereine mit vergleichbaren Leistungen bzw. Siegespreisen, Medaillen
o.dgl. in Frage.
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L e e r s e i t e