DE2721509C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kupplungskopf
mit eingebauter Absperreinrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Ein solcher Kupplungskopf
ist aus der US-PS 39 60 365 bekannt.
Der bekannte Kupplungskopf ist insbesondere für
die Verbindung von Bremsleitungen zwischen Zugfahrzeugen
und Anhängern oder zwischen Eisenbahnwaggons bestimmt.
Dabei ist der Kupplungskopf mit einer Absperreinrichtung zu
einer kompakten baulichen Einheit vereinigt.
Aus der DE-AS 10 58 540 ist eine Absperr
vorrichtung für Druckluftbremsan
lagen von Eisenbahn- und anderen Fahrzeugen bekannt, die
ein in einem Gehäuse angeordnetes Absperrglied mit quer abstehendem
Griff enthält, an welchem ein Rasthebel angelenkt ist, mit dessen Hilfe
die Stellung des Griffes an dem Gehäuse verrastet werden
kann. Ein Kupplungskopf ist mit dieser Absperr
vorrichtung nicht vereinigt.
Aus der US-PS 33 01 271 ist ein Absperrhahn für Druckluft
leitungen von Bremsanlagen bekannt, der einen zum vorer
läuterten im wesentlichen gleichartigen Aufbau aufweist,
bei dem jedoch der Griff insgesamt schwenkbar an dem Kü
ken angebracht ist und eine Rastnase trägt, mittels der
der Griff unter der Wirkung einer Feder in bestimmten
Stellungen am Gehäuse des Absperrhahnes verrastet werden
kann. Auch dieser Absperrhahn ist nicht mit einem Kupp
lungskopf kombiniert.
Rasteinrichtungen jeglicher Art fehlen dagegen bei dem Kupplungs
kopf mit eingebauter Absperreinrichtung, wie er in der
US-PS 39 60 365 beschrieben ist. Die Absperreinrichtung ist daher gegen ein
unbeabsichtigtes Öffnen oder Schließen, insbesondere auf
grund von Erschütterungen im Betrieb, nicht gesichert.
Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß das Innere der
Kupplung verschmutzt und das Absperrglied dadurch Schaden
nehmen kann, wenn an den Kupplungskopf kein komple
mentärer Kupplungskopf angeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kupplungs
kopf der eingangs genannten Art so auszubilden, daß
das Absperrglied gegen unbeabsichtigte Verstellung im Betrieb und gegen
die schädlichen Einflüsse von Verschmutzung weitestgehend
gesichert ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung ist Gegenstand des Unteranspruchs.
Durch die Erfindung wird ein Kupplungskopf
mit eingebauter Absperreinrichtung angegeben,
die eine Verriegelungseinrichtung aufweist, welche mit einer
Staubschutzeinrichtung kombiniert ist, die in der Schließ
stellung des Absperrgliedes zwangsläufig den Auslaß des
Kupplungskopfs abdeckt, so daß dieser gegen das Ein
dringen von Schmutz geschützt ist. Die Verriegelungsein
richtung sichert nicht nur das Absperrglied in seiner ver
riegelten Stellung, sondern, aufgrund der baulichen Ver
einigung, auch die Staubschutzeinrichtung in der genannten
Abdeckstellung.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Stirnansicht der Rückseite eines Kupplungs
kopfs mit eingebauter Absperreinrichtung in einer
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Kupplungskopfs nach Fig. 1
mit der Absperreinrichtung in geschlossener Stel
lung,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht mit der Absperr
einrichtung in geöffneter Stellung und
Fig. 4 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 4-4
in Fig. 2.
Der im folgenden beschriebene, mit einer Absperreinrich
tung kombinierte Kupplungskopf ist insbesondere für den
Einbau am hinteren Ende eines einen zweiten Anhänger zie
henden Fahrzeuganhängers bestimmt.
In der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 weist ein Kupp
lungskopf 10 erste und zweite Anschlußflächen 12 bzw. 14
herkömmlicher Art für den Anschluß eines komplementären
Kupplungskopfs auf. Der Kupplungskopf 10 hat eine Luft
kammer 16 mit einem von einer herkömmlichen Dichtung 20
umgebenen Luftauslaß 18.
An einem Ende hat der Kupplungskopf 10 einen Befestigungs
flansch 22 mit Bohrungen 26, 28 für seine Befestigung etwa
an einem Anhänger.
Ein Durchlaß 30 verbindet die Luftkammer 16 mit einem Ein
laß 32 in der Oberfläche 34 des Flanschs 22. Im Durchlaß 30
sind ein Anschlußnippel 36 und eine Dichtungsmuffe 38 an
geordnet. Zwischen der Dichtungsmuffe 38 und der Luftkammer
16 sitzt ein Absperrglied 40.
Der Anschlußnippel 36 befindet sich mit einem Randsteg 44
in Anlage an einer Stufe 46 im Durchlaß 30 und ist durch
einen Ring 42 darin festgehalten. Zwischen dem Nippel 36
und der Innenfläche des Durchlasses 30 ist ein Dichtungs
ring 48 eingesetzt. Der Nippel 36 hat ein auswärts hervor
stehendes rohrförmiges Teil 50, auf welches eine Über
wurfmutter 52 geschraubt ist.
Das Absperrglied 40 hat ein von einem Durchlaß 56 durch
setztes kugelförmiges Mittelstück 54. An einer Seite des
Mittelstücks 54 hat das Absperrglied ein zylindrisches
Teil 58, welches in einer Bohrung 60 des Kupplungskopfs
gelagert ist. Am anderen Ende hat das Absperrglied 40 ein
weiteres zylindrisches Teil 62, mit welchem es in der
Bohrung 60 gelagert ist, sowie einen auswärts hervorstehen
den Rand 64, welcher das Herausziehen des Absperrglieds 40
in der einen Richtung verhindert. Am zuerst genannten Ende
hat das Absperrglied 40 einen Zapfen 66 für die Befestigung
eines Betätigungsgriffes 68. Dieser hat einen sich auf einer
Stufe 72 in der Bohrung 60 abstützenden Randsteg 70, wel
cher das Herausziehen des Absperrglieds in der anderen
Richtung verhindert.
Der Betätigungsgriff 68 weist eine rohrförmige Hülse 74 auf,
welche ein einen Handgriff 78 tragendes Verriegelungsteil
76 trägt. Ein an diesem befestigter Stab 80 ragt in die
Hülse 74 hinein und ist von einer Schrauben-Druckfeder 82
umgeben, welche sich an einer Stufe 84 der Hülse 74 und
einem Kopfteil 86 des Stabs 80 abstützt.
Eine am Verriegelungsteil 76 abwärts hervorstehende Nase
88 verhindert eine Drehung des Betätigungsgriffs 68 und damit des
Absperrglieds 40 im Gegenuhrzeigersinn, solange das Verrie
gelungsteil 76 nicht nach auswärts gezogen wird, so daß die
Nase 88 vom Kupplungskopf freikommt. Die Nase hält also den
Betätigungsgriff 68 und damit das Absperrglied 40 in der in
Fig. 4 gezeigten geschlossenen Stellung, bis das Verrie
gelungsteil 76 wie vorstehend beschrieben nach auswärts gezogen
wird.
Ein am Betätigungsgriff 68 angebrachter Staubschutz 90 hält den
Auslaß 18 des Kupplungskopfs 10 in der Schließstellung des
Absperrglieds geschlossen. Zum Staubschutz 90 gehört ein
zweites Verriegelungsteil 92 (Fig. 2, 3). Nach Entriegelung
des Betätigungsgriffes 68 durch Herausziehen des ersten Verrie
gelungsteils 76 läßt sich das Absperrglied 40
im Gegenuhrzeigersinn in die geöffnete Stellung
verdrehen. Beim Loslassen des ersten Verriegelungsteils 76
bewegt sich dieses dann wieder einwärts, so daß das zum
Staubschutz 90 gehörige Verriegelungsteil 92 an der Anschluß
fläche 12 des Kupplungskopfs angreift und damit den Betätigungsgriff
und über diesen das Absperrglied in der geöffneten
Stellung festhält (Fig. 3).
In der in Fig. 2 und 4 gezeigten geschlossenen Stellung
des Absperrglieds 40 hält der Staubschutz 90 den Auslaß 18
des Kupplungskopfs geschlossen. Zum Anschließen eines
komplementären herkömmlichen Kupplungskopfs muß also zu
nächst der Staubschutz 90 entfernt werden. Dies kann
allein durch Entriegeln des Betätigungsgriffs und Verdrehen des
selben in die geöffnete Stellung des Absperrglieds gesche
hen. Ist die Absperreinrichtung dann geöffnet und der kom
plementäre Kupplungskopf angeschlossen, so kann die Absperr
einrichtung nicht wieder geschlossen werden, ohne zuvor
den komplementären Kupplungskopf abzunehmen, worauf der
Staubschutz wieder in seine den Auslaß 18 überdeckende
Stellung gebracht werden kann. Somit ist die Absperrein
richtung also nicht nur gegen unbeabsichtigtes Öffnen oder
Schließen etwa aufgrund von Schwingungen u. dgl. gesi
chert, sondern darüber hinaus auch so eingerichtet, daß
das Anschließen eines Kupplungskopfs ohne vorheriges
Öffnen der Absperreinrichtung und das Schließen derselben
ohne vorheriges Abnehmen des Kupplungskopfs nicht mög
lich ist.
Claims (2)
1. Kupplungskopf mit eingebauter Absperreinrich
tung, insbesondere für Druckluft-Bremsleitungen von Fahrzeugen, der eine Luft
kammer und einen davon ausgehenden Auslaß sowie einen den
Kupplungskopf durchsetzenden Durchlaß aufweist, in welchem ein
verdrehbares Absperrglied angeordnet ist, das an einem
nach außen ragenden Zapfen einen sich quer erstreckenden
Betätigungsgriff trägt, gekennzeichnet
durch folgende Merkmale:
- a) der Betätigungsgriff (68) enthält eine rohrförmige Hülse (74), auf der axial verschiebbar ein Verriege lungsteil (76) angeordnet ist;
- b) vom Verriegelungsteil (76) steht eine Nase (88) vor, die in der Schließstellung des Absperrgliedes (40) durch axiale Verschiebung des Verriegelungsteils (76) in eine mit dem Kupplungskopf (10) zusammenwir kende Verriegelungsstellung bringbar ist;
- c) in der Hülse (74) ist ein Stab (80) angeordnet, des sen eines Ende am Verriegelungsteil (76) befestigt ist und dessen anderes Ende ein Kopfteil (86) trägt;
- d) eine Schraubendruckfeder (82) ist um den Stab (80) angeordnet und stützt sich an dem Kopfteil (86) und einer Stufe (84) in der Hülse (74) ab und drückt das Verriegelungsteil (76) in eine Richtung, in der die Nase (88) als Riegel wirksam ist;
- e) am Betätigungsgriff (68) ist ein Staubschutz (90) angebracht, der in der Schließstellung des Absperr gliedes (40) den Auslaß (18) abdeckt.
2. Kupplungskopf nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß an dem Staubschutz (90)
ein zweites Verriegelungsteil (92) ausgebildet ist, das
in der geöffneten Stellung des Absperrgliedes (40) an dem
Kupplungskopf (10) unter der Wirkung der Schraubendruck
feder (82) verriegelbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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