DE2709065C2 - Bolzensetzgerät - Google Patents
BolzensetzgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Bolzen, Nägeln und dgl.
in harte Aufnahmewerkstoffe, wie Stahl, Beton und dgl., mit einem eine Brennkammer aufweisenden Lauf, einem
oder mehreren mit der Brennkammer in Verbindung stehenden Abströmkanälen für die Treibgase im Lauf
und einem im Bereich der Abströmkanäle angeordneten, einen Teil der Brennkammer bildenden Regulierschieber
zur Verstellung des Mündungsquerschnitts der Abströmkanäle in die Brennkammer.
Beim Eintreiben von Befestigungselementen in Aufnahmewerkstoffe von unterschiedlicher Härte und Festigkeit
ist der zu überwindende Widerstand verschieden groß. Es besteht deshalb die Forderung, die Eintreibleistung
den örtlichen Verhältnissen anzupassen. Bei bekannten, mittels Kartuschen betriebenen Setzgeräten
geschieht dies beispielsweise durch unterschiedliche Ladungsstärke der Kartuschen. Um die dadurch erforderliche,
aufwendige Lagerhaltung von Kartuschen mit unterschiedlicher Ladungsstärke zu vermeiden, ist
es auch bereits bekannt, eine Einheilstreibladung zu verwenden und geräteseitig Mittel zur Leistungsregulierung
vorzusehen.
Prinzipiell bestehen dazu zwei Möglichkeiten. Bei der sogenannten Totraumverstellung wird die rückwärtige
Lage des Eintreibkolbens verstellt, so daß die Größe des Anfangsverbrennungsvolumens verändert werden
kann. Nebst dieser, komplizierte, störungs- und ver-■j schmutzungsanfällige Teile bedingenden Leistungsregulierung
ist es auch bekannt, einen mehr oder weniger großen Teil der Treibgase ungenutzt in die Atmosphäre
entweichen zu lassen.
Bei einem bekannten, beispielsweise aus der DE-OS to 26 28 814 ersichtlichen Bolzensetzgerät ist der Lauf zu
diesem Zweck im rückwärtigen Bereich mit Abströmkanälen versehen. Das Kartuschenlager wird von einer auf
dem Lauf drehbar gelagerten Hülse umgeben. Die Hülse weist mit den Abströmkanälen in gewünschtem Ausmaße
zur Deckung bringbare Austrittsöffnungen auf. Infolge des für die Drehbarkeit der Hülse erforderlichen
radialen Spiels besteht zwischen der Hülse und dem Lauf ein Dichtspah. In diesen Dichtspalt können unverbrannte
Partikel der Treibladung eindringen und sich dort festsetzen, was nach kurzer Zeit zu einem Verklemmen
der Hülse führen kann. Falls es zu einer Nachverbrennung dieser brennbaren Partikel kommt, so wird
die Hülse durch den entsprechenden Druckaufbau radial aufgeweitet und das radiale Spiel zwischen Hülse
und Lauf noch vergrößert. Die Hülse wird somit nach kurzer Zeit unbrauchbar und muß ausgewechselt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein pulverkraftbetriebenes
Setzgerät mit Leistungsregulierung mittels eines drehbaren Regulierschiebers derart zu verbessern,
daß der Reguüerschieber eine gute Abdichtung und eine lange Lebensdauer aufweist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Regulierschieber einen Dichtkegel aufweist, der
sich in Richtung der durch die Beaufschlagung der Treibgase auf ihn resultierenden Kraft verjüngt und der
Lauf eine sich dem Dichtkegel entsprechend verjüngende, mit diesem zusammenwirkende Dichtfläche aufweist.
Durch die konische Dichtfläche kann das radiale Spiel aufgehoben werden. Infolge der Beaufschlagung
durch die Treibgase wird der Regulierschieber mit seinem Dichtkegel in die entsprechende Dichtfläche des
Laufes gedruckt. Es können somit durch Abnützungserscheinungen kein Spiel und dadurch auch keine ungewollten
Leistungsverluste entstehen.
Für eine optimale Abdichtung ist es zweckmäßig, daß die Mündungen der Abströmkanäle in die Brennkammer
im Bereich der mit dem Dichtkegel zusammenwirkenden Dichtfläche des Laufes liegen. Durch diese An-Ordnung
werden Dichtspalte vermieden. Eine solche Anordnung ergibt außerdem eine kompakte Bauweise
des Setzgerätes.
Damit die abzudichtenden Flächen möglichst klein und die Verschmutzungsgefahr somit gering wird, ist es
vorteilhaft, daß der Dichtkegel des Regulierschiebers benachbart dem von den Pulvergasen beaufschlagten
Teil des Regulierschiebers angeordnet ist. Dadurch wird auch die Beweglichkeit des Regulierungsschiebers gewährleistet,
da keine Verbrennungsrückstände in die den Regulierschieber aufnehmende Bohrung eindringen
können.
Für eine einfache Handhabung der Leistungsregulierung ist es zweckmäßig, daß der Regulierschieber im
Bereich des Dichtkegels mit den Abströmkanälen zur Deckung bringbare Austrittsöffnungen unterschiedlichen
Querschnitts aufweist. Der Querschnitt der Austrittsöffnungen kann entsprechend abgestuft werden,
wodurch eine stufenweise Leistungsregulierung ermög-
licht wird. Eine Raste in den entsprechenden Stellungen
erleichtert die Bedienung.
Für eine optimale Anpassung der Eintreibleistung an die vorhandenen Verhältnisse ist es vorteilhaft, daß der
Regulierschieber im Bereich der Mündung der Abströmkanäle eine oder mehrere Steuerkanten aufweist
Solche Steuerkanten erlauben ein stufenloses Anpassen der Eintreibleistung. Durch die Form der Steuerkanten
kann die Charakteristik der Regulierung den Bedürfnissen angepaßt werden.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigt
F i g. 1 ein erfindungsgemäßes Setzgerät, teilweise im
Schnitt dargestellt;
Fig.2 einen Teil einer weiteren Ausführungsform des Setzgerätes, ebenfalls im Schnitt dargestellt
Das aus F i g. 1 ersichtliche Setzgerät besteht im wesentlichen aus einem insgesamt mit 1 bezeichneten Gehäuse
und einem seitlich daran -angeordneten Handgriff 2. Am Handgriff 2 befindet sich auch ein Auslöser 3. Ein
insgesamt mit 4 bezeichneter Lauf überragt das vordere Ende des Gehäuses 1. Der Lauf 4 ist im Gehäuse 1 axial
verschiebbar gelagert Beim Anpressen des Gerätes wird der Lauf 4 in die gezeigte Stellung zurückverschoben.
In einer Laufbohrung 4a ist ein Eintreibkolben 5 axial verschiebbar gelagert In einer parallel zur Laufbohrung
4a verlaufenden Führungsbohrung Ab befindet sich ein Zündstift 6. Auf der dem Zündstift 6 gegenüberliegenden
Seite ist ein Gegenhalter 7 feststehend mit dem Gehäuse 1 verbunden. Beim Anpressen des Gerätes
wird durch den Gegenhalter 7 eine Treibladung 8 aus einem Magazin 9 herausgedrückt und in die Brennkammer
verschoben. Die bei der Zündung entstehenden Treibgase gelangen durch einen Verbindungskanal 4c in
das rückwärtige Ende der Laufbohrung 4a und beaufschlagen die Rückseite des Eintreibkolbens 5. Am rückwärtigen
Ende des Laufes 4 ragt ein Drehknopf 10 über das Gehäuse 1 hinaus. Der Drehknopf 10 ist mit einem
im Lauf 4 drehbar gelagerten, insgesamt mit 11 bezeichneten
Regulierschieber verbunden. Der Regulierschieber 11 weist an seinem vorderen Ende einen Dichtkegel
1 la auf. Die innere Seite des Dichtkegels 11a wird ebenfalls
von den Treibgasen beaufschlagt. Durch die Treibgase wird der Regulierschieber 11 gegen eine dem
Dichtkegel Ua entsprechende, im Lauf 4 angebrachte Dichtfläche 4c/gepreßt. Der Lauf 4 weist im Bereich der
Dichtfläche Ad einen oder mehrere Abströmkanäle 4e auf. Die Abströmkanal 4e führen in einen im Gehäuse 1
vorgesehenen Ausgleichsraum la. Mit Hilfe von im Regulierschieber 11 angebrachten, verschieden großen
Austrittsöffnungen üb kann der Mündungsquerschnitt der Abströmkanäle 4e in die Brennkammer verändert
werden. Zum Regulieren der Eintreibleistung kann nun ein Teil der Treibgase durch die Austrittsöffnungen lift
über die Abströmkanäle 4e in den Ausgleicfisraum la und von dort durch Abblasbohrungen \b im Gehäuse 1
ins Freie gelangen. Die Regulierung der Eintreibleistung erfolgt durch die unterschiedlich großen Austrittsöffnungen
llfcim Regulierschieber 11.
F i g. 2 zeigt eine weitere Ausführung eines erfindungsgemäßen, insgesamt mit 21 bezeichneten Regulierschiebers.
Der Regulierschieber 21 weist an seinem vorderen Ende ebenfalls einen Dichtkege! 21a auf und
isl mit Hilfe des das rückwärtige Ende des Gehäuses 1 überragenden Drehknopfes 10 verstellbar. Anstelle von
Austrittsöffnungen ist der Regulierschieber 21 jedoch mit einer Steuerkante 21c versehen, weiche zum teilweisen
oder ganzen Abdeckendes Eintrittsquerschnitts des Abströmkanals 4e dient. Diese Ausführung ermöglicht
eine st'ifenlose Regulierung der Eintreibleistung. Um
axiales Spiel aufzuheben und den Regulierschieber 21 bereits vor der Zündung der Treibladung gegen die
Dichtfläche Adzu pressen, sind zwischen dem Lauf 4 und
dein Drehknopf 10 zwei Telierfedern 12 angeordnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Pulverkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Bolzen, Nägeln und dgl. in harte Aufnahmewerkstoffe,
mit einem eine Brennkammer aufweisenden Lauf, einem oder mehreren mit der Brennkammer
in Verbindung stehenden Abströmkanälen für die Treibgase im Lauf und einem im Bereich der
Abströmkanäle angeordneten, einen Teil der Brennkammer bildenden Regulierschieber zur Verstellung
des Mündungsquerschnitts der Abströmkanäle in die Brennkammer, dadurch gekennzeichnet,
daß der Regulierschieber (11,21) einen Dichtkegel
(11a, 21a) aufweist, der sich in Richtung der
durch die Beaufschlagung der Treibgase auf ihn resultierenden Kraft verjüngt und der Lauf (4) eine
sich dem Dichtkegel (1 la, 21a) entsprechend verjüngende, mit diesem zusammenwirkende Dichtfläche
(4d) aufweist
2. Setzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der Abströmkanäle
(4e) in die Brennkammer im Bereich der mit dem Dichtkegel (Ha, 2Ia^zusammenwirkenden Dichtfläche
(4d)des Laufes liegen.
3. Setzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtkegel (Ha, 21a,} des Regulierschiebers
(11,21) benachbart dem von den Pulvergasen beaufschlagten Teil des Regulierschiebers
(11,21) angeordnet ist.
4. Setzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Regulierschieber
(II) im Bereich des Dichtkegels (llaj mit den Abströmkanälen
(4e) zur Deckung bringbare Austrittsöffnungen (üb) unterschiedlichen Querschnitts aufweist.
5. Setzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Reguüerschieber
(21) im Bereich der Mündung der Abströmkanäle (4e)eine oder mehrere Steuerkanten (21 c) aufweist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OB | Request for examination as to novelty | ||
| OC | Search report available | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: WIRSING, G., DR., RECHTSANW., 8000 MUENCHEN |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |