DE2708733A1 - Verfahren zum isolieren schwierig zugaenglicher hohlraeume sowie anwendbarer sack zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zum isolieren schwierig zugaenglicher hohlraeume sowie anwendbarer sack zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
- Verfahren zum Isolieren schwierig zugänglicher Hohlräume sowie
- anwendbarer Sack zur Durchführung des Verfahrens.
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Isolieren schwierig zugänglicher Hohlräume, wobei ein im Hohlraum angebrachter Sack durch das Einblasen eines Isoliermittels in königer Form befüllt wird, sowie auf einen zur Durchführung des Verfahrens anwendbaren Sack.
- Wegen angezogener Energiepreise ist ein Interesse an ein zusätzliches Isolieren existierender Gebäude entstanden. In vielen Fällen hat die Konstruktion Hohlräume, die sich zum Fassen eines solchen zusätzlichen Isolierens eignen; dank ihrer schwierigen Zugänglichkeit konnten sie bisher aber nicht ftlr diesen Zweck ausgenutzt werden.
- Das eingangs erwähnte Verfahren bezweckt zunächat eine Vermeidung det Nachteile in der Handhabung des Isoliermaterials und befasst sich deshalb ausschliesslich mit Neubauten, wo man in einfacher Weise vor dem Absperren des Hohlraums Säcke korrekt anbringen kann. Ist die den Hohlraum absperrende Verschalung an Ort gebracht, erfolgt das Einblasen des Isoliermaterials' das somit den Sack den zur Verfugung stehenden Raum völlig austLillen lässt, und der Sack gewährleistet, dass das eingeblasene Isoliermaterial nicht an unorwUnschte Stellen vordringt.
- Bei existierenden Baukonstruktionen ist die Aufgabe komplizierter. Häufig sind die Hohlräume ihrer Form nach länglich, weshalb sie an anderen Stellen als durch eine öffnung z.B. am einen Ende unzugänglich sind. Beispiel eines solchen Hohlraums ißt der bei einer Dachkonstruktion mit flachem Dach zwischen Dachdeckung und Boden befindliche Zwischenraum. Die das Dach tragenden Balken bestimmen die Höhe dieser Zwischenraum8. Häufig beträgt diese Hohe 20-30 cm, und in vielen Fällen sind nur 5-10 cm zum Isolieren ausgenutzt. Zugänglich ist der Zwischenraum nur vom Dachrand aus durch Abnahme einer Leistenverschalung unter der Dachtraufe. Zweck der Erfindung ist es, die Ausnutzung des restlichen Hohlraums für ein zusätzliches Isolieren zu ermöglichen.
- Ermöglicht wird dieses Ziel durch das Verfahren laut Erfindung, welches Verfahren durch das im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 Angegebene eigenartig ist.
- Das Zusammenfalten und Zusammenrollen ermöglicht die Anbringung des Sacks an der Hohlraumöffnung und gewährleistet dessen Entfaltung derart, dass er bis auf den Grund des Hohlraums vordringt. Daher ist die Voraussetzung, dass die eingeblasene Isolierung effektiv wirken wird, erfüllt.
- In vielen Bällen muss, nachdem die zusätzliche Isolierung an Ort gebracht worden ist, oberhalb der Isolierung ein freier Zwischenraum vorhanden bleiben, damit die Lüftung an der kalten Seite der Isolierung gewährleistet und eine Kondensbildung gehindert wird.
- Dies erreicht man mittels des Verfahrens laut Anspruch 2. Diesem Verfahren zufolge wird ausserdem das Anbringen des Sacks im Hohlraum vereinfacht, indem für das Ausrollen des Sacks nur das Aufblasen eines einzelnen Kanals erforderlich ist. Der aufgeblasene Kanal wirkt jedoch als ein steifes hohr, mit dem man den Sack bis zu seiner präzisen Lage im Hohlraum verschieben kann, ehe das Befüllen mit Isoliermaterial unternommen wird.
- Die Erfindung bezieht sich auch auf einen zur Unterbringung in einem Hohlraum in einer Baukonstruktion vorbestimmten Sack, der zum Füllen mit einer Isolierung durch Einblasen nach seiner Unterbringung eingerichtet ist; Anbringung im Hohlraum laut Verfahren im Anspruch 1.
- Die Abstandswände bewirken, dass die fertige nach dem Einblasen das IsoliXrmaterials entstehende Isolierschicht eine vorherbestimmte Stärke erreicht, die kleiner sein kann als der die Isolierung umgebende Hohlraum. Dadurch ermöglicht sich das zusätzliche Isolieren schwierig zagänglicher hohlräume auch dort, wo die Isolierung gelüftet werden muss.
- Im Nachstehenden erfolgt eine nähere Beschreibung der Erfindung unter Hinweis auf die Zeichnung.
- Es veranschaulichen: Abb. 1 das Endbild einer AusfUhrungsform des aufgeblasenen Kanalsacks laut Erfindung und Abb. 2 den Kanalsack in der Perspektive und Abb. 3 ein Seitenbild des Kanalsacks während seines Befüllens mit Isoliermaterial, nach seiner Unterbringung am Verwendungsort, diesfalls unter einem Built-Up-Dach; Abb. 4 den Kanalsack in der Perspektive, zu einer zylinderförmigen Einheit zusammengerollt, ausrollbereit; Abb. 5 den Kanalsack während des Ausrollens mittels eines Gebläses.
- Der dargestellte Kanalsack für Isolier- Nachisolierzwecke besteht aus einer Spitze 1, einem Boden 2 und den Seiten 3. Zusammengefügt sind die Einzelteile z.B. mittels Leim, Schweissung oder Nähen. Um eine relativ unveränderliche Höhe des Kanalsacks nach seinem befüllen mit Isoliermaterial, das eventuell unter Druck liegt, zu sichern, sind eine passende Anzahl Abstandswände angebracht worden (4). Mittels Leim, Schweissung oder Nähen sind die Abstandswände 4 an der Spitze 1 und dem Boden 2 befestigt.
- Das material, aus dem der Kanal sack hergestellt sein kann, muss biegsam und geschmeidig sein wie z.B. Papier oder Kunststoffolie, damit der Kanalsack, wie in Abb. 4 veranschaulicht, zusammengerollt werden kann. Nan kann die Spitze 1 und den Boden 2 des Kanalsacks perforieren 7; das ermöglicht die Beseitigung überschUssiger Luft aus den einzelnen Kanälen 9, falls man wünscht, das Isoliermaterial 8 in die Kanäle 9 einzublasen; dadurch ist ferner die Möglichkeit gegeben, eine im Isoliermaterial eventuell entstehende Feuchtigkeit durch die Perforierung verdampfen zu lassen.7.
- Die Abb. 3 veranschaulicht den Kanalsack während seines Befüllens mit Isoliermaterial 8. Das Befüllen wird hier mittels Einblasen gezeigt 11, wie aber bereits erwähnt, lässt sich das Isoliermaterial in vielen anderen immer jeweils vom Tyt des Isoliermaterials abhängigen Weisen anbringen.
- Die Abb. 4 stellt den Kanalsack zu einer zylinderförmigen Einheit zusammengerollt dar. lee In der Abb. 5 wird angedeutet, wie sich ein anfangs in eine zylinderförmige Einheit lo zusammengerollter Kanal sack ausrollen lässt. Das Ausrollen erfolgt mittels eines Gebläses 12. Mit hilfe eines flexiblen Schlauchs 13 wird die Luft vom Abgangsstutzen des Gebläses 12 an einen der mittleren Kanäle 9 geleitet. Der Kanal 9, dem l."ft rlit einem rs r J> r k zugführt wird, der dem Uberdruck des Gebläses entspricht, wird aufgeblasen und schiebt dadurch die zylinderförmige Einheit vor sic vorwärts.
- Sollte die zylinderförmige Einheit lo innen im engen Raum, wo sie angebracht werden soll, schief laufen, hat man die Möglichkeit, die Richtung der zylinderförmigen Einheit lo abzuändern, indem man Luft aus dem Gebläse 12 in einen anderen Kanal leitet 9.
- L e e r s e i t e
Claims (3)
- Patentansprüche 1. Verfahren zum Isolieren schwierig zugänglicher Hohlräume, woein im Hohlraum angebrachter Kanalsack durch das Einblasen von einem Isoliermittel in körniger Form befüllt wird, g e k e n n -z e i c h n e t dadurch, dass der Sack, der vor dem Anbringen der Lange nach gefaltet und in einer zylinderförmigen Einheit zustmmengerollt ist, durch die Einfürung von Luft unter Druck am freien Ende des Sacks im Hohlraum ausgerollt und danach Isoliermittel in den Sack hineingeblasen wird.
- 2. Veriahren.gemäss Anspruch 1 g e k e n n z e i c h n o t dadurch, dass der Sack in nach der Längenrichtung verlaufende KanD-le unterteilt ist mittels Zwischenwände, die einen Maximalabstand zwischen der oberen und unteren Sackwand festlegen, und dadurch, dass der Sack durch das Aufblasen eines Teils der Kanäle ausgerollt wird.
- 3. Sackvorrichtung zur Anbringung in einem Hohlraum in einer Baukonstruktion, welche Sackvorrichtung rauch der Anbringung zum Befüllen mit einer Isolierung durch ein Einblasen in den Sack eingerichtet ist, nachdem er nach dem Verfahren laut Anspruch 1 im Hohlraum angebracht ist, g e k e n n z e i c h n e t dadurch, dass der Sack der Längenrichtung nach mittels einer Mehrzahl von AbstandsiKnden unterteilt ist.
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