DE2758767A1 - Photographisches lichtempfindliches material mit verbesserten physikalischen schichteigenschaften - Google Patents
Photographisches lichtempfindliches material mit verbesserten physikalischen schichteigenschaftenInfo
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Description
'iNV NWJClT-:
W. 43058/7? - Ko/Ne 29. BcZ. f977
Fuji Photo Film Co., Ltd. Minami Ashigara-Shi,
Kanagawa (Japan)
Photographiseheε lichtempfindliches Material mit
verbesserten physikalischen Schichteigenschaften
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften der Schicht eines photographischen
lichtempfindlichen Materials und insbesondere ein Verfahren zur Verhinderung von Bruch und Dimensionsänderungen oder zur Verhinderung der Haftung.
Gemäss der Erfindung wird ein photographisches lichtempfindliches
Material vorgeschlagen, welches eine äusserste lichtunempfindliche gelatinehaltige Schicht umfasst, die
kolloidale Kieselsäure und einen polymeren Latex enthält.
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Dadurch werden die physikalischen Eigenschaften des photographischen
lichtempfindlichen Materials verbessert.
Die üblicherweise angewandten photographischen Silberhalogenidmaterialien
besitzen eine Oberflächenschicht, die ein hydrophiles Kolloid, wie Gelatine, als Binder enthält.
Deshalb nimmt die Haftung oder Klebrigkeit der Oberfläche eines derartigen ρhotographischen Materials in einer
Atmosphäre hoher Feuchtigkeit, insbesondere unter den Umständen von hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit zu,
so dass sich eine leichte Haftung an anderen Materialien, mit denen das photographische Material in Kontakt kommt,
ergibt. Verschiedene Nachteile treten häufig auf Grund dieser Haftungserscheinungen auf, die zwischen unterschiedlichen
Teilen eines photographischen Materials oder zwischen einem photographischen Material und einem weiteren Material
stattfindet, wenn sie in Kontakt miteinander im Verlauf der Herstellung des photographischen Materials, der Aufnahme
einer Photographic, der Verarbeitung des photographischen Materials, der Projezierung des photographischen Materials
oder der Lagerung des photographischen Materials stehengelassen werden.
Um diese Probleme zu lösen, ist den Fachleuten das sogenannte Mattschichtherstellungsverfahren gut bekannt,
wobei die Einverleibung eines Pulvers mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 2 bis 5 Mikron, beispielsweise
eines Pulvers aus einer anorganischen Verbindung, wie Kieselsäure (Siliciumdioxid), Magnesiumoxid, Titandioxid,
Calciumcarbonat und dgl., oder eines Pulver einer organischen Verbindung, wie Polymethylnethacrylat, Celluloseacetatpropionat
und dgl., in die Oberflächenschicht eine Erhöhung der Vergröberung der Oberfläche verursacht, so dass
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sich eine Abnahme der Haftung der Oberfläche ergibt. Wenn jedoch ein derartiges Mattschichtherstellungsverfahren
zu dem Ausmass, dass eine ausreichende Antiklebeigenschaft erzielt wird, durchgeführt wird, wird es von einigen unerwünschten
Nebeneffekten begleitet, dass nämlich die Transparenz des gebildeten Bildes verringert wird, dass die Körnung
des Bildes geschädigt wird, dass das photographische Material eine Neigung zum Verkratzen auf Grund der Abnahme
der Gleiteignung der Oberfläche und dgl. zeigt.
Infolgedessen ist ein Verfahren zur Verbesserung der Antihaftungseigenschaften photographischer Materialien,
ohne dass dies durch derartige ergänzende nachteilige Effekte begleitet ist, günstig.
Es ist auch erforderlich, dass der Binder des photographischen Materials flexibel ist, um die Dimensionsänderung
auf Grund von Variierungen der Temperatur oder Feuchtigkeit oder Rissbildung zu verhindern. Um dem Binder Flexibilität
zu erteilen, ist ein Verfahren, wobei verschiedene Arten eines polymeren Latex in den Binder einverleibt' werden, den
Fachleuten geläufig. Derartige Verfahren sind beispielsweise in den japanischen Patent-Veröffentlichungen 4272/64,
17702/64 und 13482/68 und den US-Patentschriften 2 376 005, 2 763 625, 2 772 166, 2 852 386, 2 853 457 und 3 397 988
beschrieben.
Jedoch hat der solche polymeren Latexe enthaltende Binder den Nachteil, dass er weit klebriger ist als ein Binder,
der frei von derartigen polymeren Latex ist.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht deshalb in einem
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Verfahren zur Verbesserung der Antihaftungseigenschaften eines photographischen Materials, bei denen nicht nur die Dimensionsstabilität
und die Flexibilität nicht verschlechtert werden und auch die Transparenz und die Körnung des Bildes
nicht geschädigt werden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in einem photographischen Material mit verbesserten Antihaftungseigenschaften.
Diese Aufgaben der Erfindung werden erreicht, indem sowohl kolloidale Kieselsäure als auch ein polymerer Latex
in die äusserste lichtunempfindliche Schicht, die Gelatine
mindestens als Teil eines Binders enthält, einverleibt werden.
Die kolloidale Kieselsäure, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden kann, hat eine durchschnittliche Teilchengrösse
von 7 mu bis 120 mu und enthält Siliciumdioxid als Hauptkomponente und kann Aluminiumoxid oder Natriumalucninat
als geringere Komponente enthalten. Ferner kann die Kieselsäure als Stabilisator eine anorganische Base, wie Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Lithiumhydroxid oder Ammoniak oder eine organische Base, wie das Tetramethylammoniumion und
dgl., enthalten.
Die kolloidale Kieselsäure ist beispielsweise im einzelnen in Surface and Colloid Science, Band 6, Seite
bis 100, Egon Matijevic (1973, «John Wiley & Sons), beschrieben.
Beispiele für kolloidale Kieselsäure umfassen solche,
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die unter den Handelsbezeichnungen Ludox AM, Ludox AS,
Ludox LS, Ludox TM und Ludox HS von E. I. du Pont de Nemours & Co., U.S.A., unter den Handelsbezeichnungen Snowtex
20, Snowtex C, Snowtex N and Snowtex Φ von Hissaa Chemicals
Ind. Ltd., Tokyo, Japan erhältlich sind, solche, die unter den Handelsbezeichnungen Syton C-30 und Syton 200 von
Monsanto Co., USA und solche, die unter den Handelsbezeichnungen Nalcoag 1030, Nalcoag 1060 und Nalcoag ID-21-64
von Nalco Chem. Co., USA, erhältlich sind.
Die bevorzugte Menge der im Rahmen der Erfindung verwendeten
kolloidalen Kieselsäure beträgt 0,05 bis 1,0 und insbesondere 0,2 bis 0,5» bezogen auf das Gewichtsverhältnis
der als Binder in der äussersten Schicht eingesetzten trockenen Gelatine.
Der polymere Latex, der im Rahmen der Erfindung verwendet werden kann, stellt eine wässrige Dispersion eines
wasserunlöslichen Polymeren mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 30 »u bis 80 mu dar. Die bevorzugte
Menge des erfindungsgemäss eingesetzten polymeren Latexes beträgt 0,01 bis 1,0 und insbesondere 0,1 bis 0,5« bezogen
auf das Gewichtsverhältnis der als Binder in der äussersten Schicht verwendeten trockenen Gelatine.
Beispiele für die bevorzugten gemäss der Erfindung eingesetzten
polymeren Latexe umfassen Polymere mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht oberhalb 100 000 und ,.
insbesondere 300 000 bis 500 000, die,eiijep Alkylester,
Hydroxyalkyl ester oder Glycicyleste,r der Acrylsäure oder
einen Alkylester, Hydrosyalkylester oder Glycidylester der
Methacrylsäure als Monomereinheit aufweisen. Spezifische Beispiele derartiger Polynerer sind durch, die folgenden
Formeln wiedergegeben:
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-r-
Polymeres 1
0V00V-
COOC,
Polymeres 2
COOC
3H9
Polymeres 3
COOC2H5
Polymeres
Polymeres 5
COOCH0CH-CH0
2\/ 2
Polymeres 6
COOCH2CH-CH5
OH
Die äusserste lichtunempfindliche Schicht gemäss der
Erfindung umfasst spezifisch eine Schutzschicht und eine Rückseitenschicht. Die bevorzugte Stärke der Schutzschicht
beträgt 0,1 bis 3 Mikron und insbesondere 1 bis 2 Mikron. Die bevorzugte Stärke der Rückseitenschicht beträgt 1
bis 10 Mikron und insbesondere 3 bis 6 Mikron.
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■sr-
Die Anwendung von kolloidaler Kieselsäure und eines Acrylsäurepolymeren in einer Grundierschicht ist in der
US-Patentschrift 3 161 519 beschrieben. Hieraus lässt sich
jedoch die vorliegende Erfindung in keiner Weise als nahegelegt ableiten, wie nachfolgend beschrieben.
Die Aufgabe dieser Patentschrift besteht in der Verbesserung der Haftung einer Schicht an einem Papierträger
und/oder einer photographischen Emulsion durch Einverleibung von kolloidaler Kieselsäure und dem Polymeren in die Schicht.
Die vorliegende" Erfindung beruht jedoch andererseits darauf,
dass eine kolloidale Kieselsäure, ein Polymeres und Gelatine enthaltende Schicht kaum aneinander oder an anderen gelatinehaltigen
Schichten klebend ist und auch die Aufgaben sind vollständig unterschiedlich von denen der vorstehenden
Patent schrift.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann, wie im nachfolgenden
Beispiel 3 gezeigt, das Bild in ausreichender Weise durch eine Entwicklungsbehandlung innerhalb eines begrenzten
Zeitraumes erhalten werden. Im Gegensatz hierzu ist es schwierig, das vorstehend angegeben Erfordernis für
die Schicht aus kolloidaler Kieselsäure und dem Polymeren, wie in der vorstehenden Patentschrift beschrieben, zu erfüllen,
da die Schicht eine schlechte Durchlässigkeit für eine Entwicklerlösung, eine Fixierlösung oder Wasser und
dgl. im Vergleich zu einer kolloidale Kieselsäure, das Polymere und Gelatine gemäss der vorliegenden Erfindung
enthaltenden Schicht besitzt. Das heisst, die Durchlässigkeit einer wässrigen Lösung wird durch den Zusatz von Gelatine
verbessert.
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Während die vorstehende Patentschrift sich mit der Erzielung einer opaken Schicht befasst, wie auf der ersten
Seite der Patentschrift unter Anwendung der Ausdrücke "weisse Oberfläche" und "Opakheit" beschrieben, wird gemäss
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Verbesserung der Transparenz gewünscht.
Gemäss der vorstehenden Patentschrift liegt das bevorzugte Verhältnis von kolloidaler Kieselsäure zu dem gesamten
Binder im Bereich von 95 bis 99»6 Gew.%, während das
bevorzugte Verhältnis von kolloidaler Kieselsäure zum gesamten Binder 50 Gew.% oder weniger gemäss der vorliegenden
Erfindung beträgt. Ganz allgemein wird, falls kolloidale Kieselsäure zu einem Gemisch aus Gelatine und Polymerem
zugegeben wird und die Menge der kolloidalen Kieselsäure 50 Gew.% überschreitet, die Viskosität der Mischlösung
viel zu stark erhöht oder die Teilchen zeigen eine Neigung zur Aggregation, wodurch sich Schwierigkeiten beim Aufziehen
und Schädigungen der Transparenz des Bildes einstellen. Deshalb lässt sich aus den Angaben der vorstehend abgehandelten
US-Patentschrift in keiner Weise die Anwendung von Gelatine zusammen mit kolloidaler Kieselsäure und dem Polymeren ableiten.
Der Grund für den Einsatz der Gelatine im Rahmen der Erfindung besteht nicht nur in der Verbesserung der Durchlässigkeit
für eine wässrige Lösung, sondern auch in der Erleichterung des gleichzeitigen Aufziehens zusammen mit den
anderen Schichten.
Als Beispiele für Träger für die photographischen lichtempfindlichen
Materialien gemäss der Erfindung seien Cellu-
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losenitratfilme, Celluloseacetatfilme, Celluloseacetatbutyratfilme, Celluloseacetatpropionatfilme, Polystyrolfilme, Polyäthylenterephthalatfilme, Poiycarbonatfilme,
Schichtprodukte hieraus, dünne Glasfilme, Papiere und dgl.
aufgeführt. Besondere Beispiele sind Papiere, die mit Baryt oder einem a-Olefinpolymeren überzogen oder beschichtet sind, insbesondere einem Polymeren eines a-Olefins
mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie Polyäthylen, Polypropylen, einem Äthylen-Buten-Copolymeren und dgl., Kunststoff ilBe, deren Oberflächen aufgerauht zur Verbesserung
ihrer Haftung an anderen Polymersubstanzen und zur Erhöhung der Bedruckbarkeit sind, wie in der japanischen Patent-Veröffentlichung 19068/72 beschrieben, und ähnliche Träger.
Als geeignete Träger werden transparente oder opake gewählt in Abhängigkeit von dem Endgebrauchszweck der lichtempfindlichen Materialien. Als transparente Träger können nicht
nur farblose transparente Träger, sondern auch durch Zusatz von Farbstoffen oder Pigmenten gefärbte transparente
Träger verwendet werden. Biese wurden bisher mit Röntgenfilmen angewandt und sind in J. SMPTE, Band 67, Seite
296 (1958) und dgl. beschrieben.
Die opaken Träger umfassen im wesentlichen opake, wie Papier und zusätzlich solche, die durch Zugabe von Farbstoffen oder Pigmenten, wie Titanoxid zu transparenten
Filmen hergestellte, oberflächenbehandelte Kunststoffilme
nach dem Verfahren gemäss der japanischen Patent-Veröffentlichung 19068/72, Papiere oder Kunststoffilme, zu denen
Russ, ein Farbstoff oder dgl. zugegeben wurde, um sie vollständig lichtunterbrechend zu machen, und dgl. Falls die
Haftung zwischen dem Träger und der photographischen Emulsionsschicht unzureichend ist, kann man als Grundierschicht eine
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Haftschicht aiit Haftfähigkeit sowohl zum Träger als auch der
photographischen Emulsionsschicht anwenden. Um weiterhin die Haftung zu verstärken, kann die Oberfläche des Trägers
einer vorhergehenden Behandlung, wie Koronaentladung, Bestrahlung mit Ultraviolettstrahlen, Flammbehandlung und
dgl. unterzogen werden.
In den photographischen lichtempfindlichen Materialien gemäss der Erfindung kann jede das photographische Material
bildende Schicht verschiedene Binder gewünschtenfalls enthalten.
Als Beispiele hierfür seien aufgeführt Proteine, z. B. Gelatine, kolloidales Albumin, Casein und dgl. als
hydrophile Kolloide, Celluloseverbindungen, z. B. Carboxymethylcellulose, Hydroxyäthylcellulose und dgl.,
Zuckerderivate, beispielsweise Agar-Agar, Natriumalginat, Stärkederivate und dgl., synthetische hydrophile Kolloide,
beispielsweise Polyvinylalkohol, Poly-N-vinylpyrrolidon, Polyacrylsaurecopolymere, Polyacrylamid, Derivate hiervon
oder teilweise hydrolisierte Produkte hiervon und dgl. Gewünscht enfalls oder notwendigerweise kann ein Gemisch von
zwei oder mehr derartigen Kolloiden eingesetzt werden.
Von diesen Materialien wird am stärksten Gelatine verwendet. Mit dem hier verwendeten Ausdruck Gelatine wird
kalkbehandelte Gelatine, sauerbehandelte Gelatine und enzymbehandelte Gelatine umfasst. Die Gelatine kann vollständig
oder teilweise durch synthetische hochmolekulare Substanzen, wie sie vorstehend als Beispiele aufgeführt sind, durch
Gelatinederivate, die durch Behandlung und Modifizierung von Gelatine mit Reagenzien mit einer zur Umsetzung mit
den funktionellen Gruppen im Gelatinemolekül fähigen Gruppe, beispielsweise einer Aminogruppe, Iminogruppe, Hydroxygruppe
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oder Carboxygruppe hergestellt wurden oder durch Pfropfpolymere, die durch Pfropfung «iner Molekularkette einer
weiteren hochmolekularen Substanz in Gelatine hergestellt wurden, ersetzt sein.
Für die Reagenzien zur Herstellung der vorstehend aufgeführten Gelatinederivate wird auf die US-Patentschrift
2 956 884, Polymer Letters, 5_, Seite 595 O967, Phot. Sei.
3^e-I 2.* s«i*« f*& (*9&5>, J- Polymer So±,O—1f J? Seite 3199
(1971) und dgl. verwiesen. Homopolymere ader Copolymere mit Vinylmonomeren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Ester-,
Amid- oder Nitrilderivate hiervon, Styrol und dgl. können verwendet werden. Jedoch werden hydrophile Vinylpolymere
mit einer gewissen Verträglichkeit mit Gelatine, wie Homopolymere oder Copolymere der Acrylsäure, Acrylamid, Methacrylamid, Hydroxyalkylacrylat, Hydroxyalkylmethacrylat,
und dgl. besonders bevorzugt.
Die Silberhalogenidemulsion des im Rahmen der Erfindung eingesetzten photographischen lichtempfindlichen Materials
wird üblicherweise durch Vermischung eines wasserlöslichen Silbersalzes, beispielsweise Silbernitrat und dgl., in
Lösung mit einem wasserlöslichen Halogenid, beispielsweise Kaliumbromid und dgl., in Lösung in Gegenwart einer Lösung
eines wasserlöslichen hochmolekularen Polymeren, wie Gelatine, hergestellt.
Die Silberhalogenidemulsionsschichten und anderen hydrophilen Kolloidschichten in den photographischen lichtempfindlichen Materialien gemäss der Erfindung können mit
verschiedenen organischen oder anorganischen Härtern allein oder in Kombination, gewünschtenfall8 oder notwendigerweise, gehärtet werden.
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Als Härter sind die in C.E.K. Mees & T.H. James
The Theory of the Photographic Processes, 3· Auflage, (1966), den US-Patentschriften 3 316 095, 3 232 764,
3 288 775, 2 732 303, 3 635 718, 3 232 763, 2 732 316, 2 586 3 103 ^37, 3 017 280, 2 983 611, 2 725 294, 2 725 295,
3 100 704, 3 091 537, 3 321 313, 3 543 292, 3 125 449,
den britischen Patentschriften 994 869, 1 167 207 und
dgl. beschriebenen geeignet. Als typische Beispiele hierfür seien aufgeführt Aldehydverbindungen, wie Mucochlorsäure,
Mucobromsäure, Mucophenoxychlorsäure, Mucophenoxybromsäure,
Formaldehyd, Dimethylolharnstoff, Trimethylolmelamin, Glyoxal,
Monomethylglyoxal, 2,3-Dihydroxy-1,4-dioxan, 2,3-Dihydroxy-5-methyl-1,4-dioxan,
Succinaldehyd, 2,5-Dimethoxytetrahydrofuran,
Glutaraldehyd oder ähnliche Aldehydverbindungen, aktive Vinylverbindungen, wie Divinylsulfön,
Methylenbismaleimid, 5-Acetyl-1,3-diacryloylhexahydros-triazin,
1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin, 1,3,5-Trivinylsulfonylhexahydro-s-triazin,
Bis-(vinylsulfonyläthyl)äther,
1,3-Bis-(vinyl sulfonyl)-2-propanol, 1,3-Bis-(vinylsulfonylacetylamido)-propan
und dgl., aktive Halogenverbindungen, wie 2,4-Dichlor-6-hydroxy-s-triazin-Natriumsalz,
2,4-Dichlor-6-methoxy-s-triazin, 2,4-Diehlor-6-(4-sulfoanilino)-s-triazin-Natriumsalz,
2,4-Dichlor-6-(2-sulfoäthylamino)-s-triazin,
N,N'-Bis(2-chloräthylcarbamyl)-piperadin
und dgl., Epoxyverbindungen, wie Bis-(2,3-epoxypropyl)-methylpropylammonium-p-toluolsulfonat,
1,4-Bis-(2,3'-epoxypropyloxy)-butan, 1,3,5-Triglycidylisocyaiaurat
, 1,3-Diglycidyl-5-(y-acetoxy-ß-hydroxypropyl)-isocyanurat
und dgl., Äthyleniminverbindungen, wie 2,4,6-Triäthylenimino-s-triazin,
1,6-Hexamethylen-N,N'-bisäthylenharnstoff,
Bis-ß-äthyleniminoäthylthioäther und dgl.,
Methansulfonsäureesterverbindungen, wie 1,2-Di-(methansulfonoxy)-äthan,
1,4-Di-(metbansulfonoxy)-butan, 1
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(methansulfonoxy)-pentan und dgl., Carbodiimidverbindungen, wie Dicyclohexylcarbodiimid, 1-Cyclohexyl«3-(3-trimethylaminopropyl)-carboäiimid-p-tolttolsulfonat,
1-Äthyl-3-(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimid-hydrochlorid
und dgl., Isoxazolverbindungen, wie 2,5-Dioethylisoxazolperchlorat,
2-Äthyl-5-phenylisoxazol-3'-sulfonat, 5,5'-(p-phenylen)-bisisoxazol,
und dgl., anorganische Verbindungen, wie Chromalaun, Chromacetat und dgl.
Zu den das photographische Material bildenden Schichten gemäss der Erfindung können oberflächenaktive Mittel allein
oder in Kombination zugefügt werden. Sie werden als Uberzugshilfsmittel
verwendet, werden jedoch auch in einigen Fällen zu anderen Zwecken, beispielsweise zur Verbesserung der
Emulsionsdispersion, Sensibilisation und anderen photographischen Eigenschaften, zur Auebildung der gewünschten Einstellung
der triboelektrischen Ladungseinstellung der
Oberfläche und dgl. verwendet.
Diese oberflächenaktiven Mittel lassen in natürliche oberflächenaktive Mittel., wie Saponin, nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, nie die Alkylenoxidreihe, Glycerinreihe
Glycidolreie und dgl. kationische oberflächenaktive Mittel, wie höhere Alkylamine, quaternäre Ammoniumsalze, heterocyclische
Verbindungen, beispielsweise Pyridin und dgl., Phosphoniumverbindungen, Sulfoniumverbindungen und dgl.,
anionische oberflächenaktive Mittel mit einer sauren Gruppe, wie einer Carboxylgruppe, einer SuIfonsäuregruppe, einer
Phosphorsäuregruppe, einer Schwefelsäureestergruppe, einer
Phosphorsäureestergruppe und dgl., amphotere oberflächenaktive
Mittel, wie Aminosäuren, Aminosulfonsäuren; Aminoalkohol
schwefel- oder Phosphorester und dgl. unterteilen.
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Beispiele für brauchbare oberflächenaktive Mittel sind teilweise in den Patentschriften, wie den US-Patentschriften
2 271 623, 2 240 472, 2 288 226, 2 739 891,
3 068 101, 3 15S 484, 3 201 253, 3 210 191, 3 294 540,
3 415 649, 3 441 413, 3 442 654, 3 475 174, 3 545 947,
3 666 478, 3 507 660, der britischen Patentschrift 1 198
und Literaturstellen, wie Ryohei Oda, Synthesis and Application of Surface Active Agents (Maki Shoten, 1964), A.W.
Perry, Surface Active Agents (Interscience Publication Inc., 1958), J.P. Sisley Encyclopedia of Surface Active Agents,
Band 2, (Chemical Publish Co., 1964) und dgl. beschrieben.
Im Rahmen der Erfindung können auch in die das photographische Material aufbauenden Schichten Gleitmassen, wie
Silicon entsprechend den US-Patentschriften 3 079 837, 3 080 317, 3 545 970, 3 294 537 und dgl. oder modifizierte
Silicone entsprechend der folgenden allgemeinen Formel:
(ClI3) 3~ Si-O-
Si
-O
CH3
Si-O
Si-O
nr
Ii
i - Θ CH3
Si - (CH3)3
einverleibt werden, worin 2 eine ganze Zahl von 0 bis 100,
eine ganze Zahl von 0 bis 100, 1 + m1 + n1 eine ganze
Zahl von 15 bis 1000, p1 eine ganze Zahl von 1 bis 100, R*
eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe, beispielsweise eine Benzylgruppe, eine
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alkylsubstituierte Aralkylgruppe und dgl., und R1 ein
Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Die photographischen lichtempfindlichen Materialien
gemäss der Erfindung können in Hilfsschichten Aufhellungsmittel, wie Stilben-, Triazin-, Oxazol- und Cumarinverbindungen
und Ultraviolettstrahlen absorbierende Mittel,
wie Benzotriazol- oder Thiazolidinverbindungen enthalten.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kann auf verschiedene Arten von photographischen Materialien mit hydrophilen
Kolloidschichten angewandt werden. Beispielsweise kann es in typischerweise für photographische Materialien eingesetzt
werden, worin Silberhalogenid als lichtempfindliche Komponente verwendet wird, wie lithographische lichtempfindliche
Materialien, lichtempfindliche ^Materialien für Räntgenstrahlen, übliche lichtempfindliche Materialien
vom Negativtyp, übliche lichtempfindliche Materialien vom Umkehrtyp, übliche lichtempfindliche Materialien vom
Positivtyp oder lichtempfindliche Materialien vom direkten Positivtyp und dgl.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Beispiele weiter erläutert. Die Erfindung ist jedoch nicht hierauf
begrenzt
Auf eine Oberfläche eines Polyäthylenterephthalatfilme
(Dicke 100 Mikron) mit einer Grundierschicht, einer Silberhalogenidemulsionsschicht
der folgenden Zusammensetzung
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η*
(1) wurde zu einer Trockenstärke von 6,0 Mikron und zu einer aufgezogenen Silbermenge von 5 g/m eine Schutzschicht
mit der folgenden Zusammensetzung (2) gleichzeitig auf die Silberhalogenidemulsionsschicht aufgezogen. Dann
wurde auf die entgegengesetzte Oberfläche des Filmes eine Gelatine-Rückseitenschicht mit der folgenden Zusammensetzung
(3) zu einer Trockenstärke von 5,0 Mikron zur Herstellung der Proben (1) bis (4-) aufgezogen.
Masse (1): Zusammensetzung der Silberh^logenidemulsionsschicht
Gelatine: 4 g/m
Silberchlorjodbromid (Cl 80 Mol%, Br 19,5 Mol% und
J 0,5 Mol%)
Chlorgoldsäure 0,1 mg/m
Polyäthylacrylatlatex (wie in Beispiel 3 der US-Patentschrift
3 525 620 verwendet): 1,5 g/m Polyoxyäthylenverbindung:
-0(CH2CH2O)50H 12 mg/m
Sensibilisierfarbstoff: 3-Allyl-5-Z2-(1-äthyl)-4-methyl-
— p
-^-tetrazolin^-yliden-äthylideny-rhodanin 6 mg/m
Antischleiermittel: 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a»7-tetra-
zainden 30 mg/m
Gelatinehärtungsmittel: 2-Hydroxy-4,6-dichlor-s-
triazin-Natriumsalz: 60 mg/m
Viskositäterhöhungsmittel: Kaliumpolystyrolsulfonat 100 mg/m2
Oberflächenaktives Mittel: Natrium-p-dodecylbenzol-
Oberflächenaktives Mittel: Natrium-p-dodecylbenzol-
sulfonat UO mg/m .
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Masse (2): Zusammensetzung der Schutzschicht Gelatine: 1 g/m2
Mattierungsmittel: Polymethylmethacrylat mit einer
durchschnittlichen Teilchengrösse von 3,0 bis 4,0 Mikron
0,05 g/m2
Oberflächenaktives Mittel: 30 mg/m2 Gelatinehärtungsmittel: 10 mg/m
Viskositäterhöhungsmittel: 10 mg/m
bGleiche Verbin- * düngen wie in
Masse (1)
die gleichen wie in der Masse (2) für die Schutzschicht.
enthalten.
Farbstoff: Gemisch der Farbstoffe (I), (II) und (III) im Verhältnis 1:1:1: 0,3 g/m2
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-2J.
Farbstoff (I)
CH3-C
• ... D
C- CH -C C-CH3
! Il
C C N
N O HO W
SO
SO3K
Farbstoff (II)
so SO3Ml
Farbstoff (III)
CH3-C
- C—CH-Cl^CJl-CH—CH-C
ni ι
NC, C
>l/V lic/ V
SO3K C-CH,
11 N
SO3K
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ORIGINAL INSPECTiO
wurde auf 9»5 mit Kaliumhydroxid eingestellt. Die
kolloidale Kieselsäure war in der Probe (I) nicht
enthalten.
Tabelle I
Zusammensetzung der Rückseitenschicht
Probe (1) Probe (2) Probe (3) Probe Kontrolle
^ Gelatine
säure N
mittel ^- ^ 60 mg/m - ^
hungsmittel ^ ■ 100 mg/m ^
(a) Untersuchung der Äntihaftungeeigenschaft:
Jede Probe wurde zu einer Grosse von 4 cm χ 4 cm
geschnitten und zwei Bögen erhalten, die einen Satz bildeten. Nachdem sie bei 35° C und 75 % relativer Feuchtigkeit während
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24 Stunden konditioniert worden waren, wurde eine Rückseitenschicht
der Probe in Kontakt mit der Schutzschicht im gleichen Satz gebracht, worauf 1 kg Belastung angelegt wurde und die
bei 35° C und 75 % relativer Feuchtigkeit (EH) während
24 Stunden stehengelassen wurde. Dann wurde die Last abgenommen und die Rückseitenschicht und die Schutzschicht wurden
getrennt und der Bereich der Haftung wurde gemessen (Bereich, der durch die auf der Rückseitenschicht übertragenen
Farbstoffe gefärbten Schutzschicht).
Die Bewertung der Antihaftungseigenschaft wurde nach den folgenden Kriterien ausgeführt:
Bewertung A: Verhältnis der Fläche der Haftung 0 - 25 % Bewertung B: Verhältnis der Fläche der Haftung 26 - 50 %
Bewertung C: Verhältnis der Fläche der Haftung 51 - 75 %
Bewertung D: Verhältnis der Fläche der Haftung 76 %
oder mehr oder die Trennung ist auf Grund der starken Haftung unmöglich.
(b) Bewertung der Transparenz:
Eine nicht-belichtete Probe wurde bei 27° C während
1 Minute und 45 Sekunden mit Fuji Lithdeveloper LD-322 (Produkt
der Fuji Photo Film Co., Ltd.) unter Anwendung der automatischen Entwicklungsmaschine FG-24 Pakoroll (Produkt
der Fuji Photo Film Co., Ltd.) entwickelt, fixiert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Transparenz der Probe
wurde bestimmt. Die Bestimmung der Transparenz (Trübungswert) wurde unter Anwendung der Trübungsmessgerätes vom Typ
ANA-147 (Produkt der Tokyo Koden Co., Ltd.) bestimmt. Je
kleiner der Trübungswert ist, desto besser ist die Transparenz.
809838/0550
(c) Dimensionsstabilität:
Eine Dehnung (χ: positive Zahl) einer Probe mit einer Länge von 20 cm bei 25° C und 50 % RH, wenn sie bei 25° C
und 65 % BH konditioniert wurde, und eine Eontraktion
(y: positive Zahl) der Probe, wenn die Bedingung von 25° C
und 50 % RH zu 25° C und 30 % RH geändert wurde, wurden bestimmt. Dann wurde die Dimensionsänderung, d. h. χ + y
berechnet. Ein kleinerer Wert von χ + y bezeichnet eine bessere Dimensionsstabilität
Ergebnisse der Untersuchung der Antihaftungseigenschaft, der
Transparenz undder Dioensionsstabilität
Probe (1) . Probe (2) Probe (3) Probe (4) Kontrolle
eigenschaft D A B A
Dimensionsänderung 80/U 80/U 80 /U 174 /U
Es ergibt sich aus Tabelle II, dass sowohl die Antihaftungseigen schaft als auch die Transparenz verbessert
werden, während die Dimensionsstabilität auf dem gleichen Niveau gehalten wird, und zwar bei den Proben (2) und (3),
worin Gelatine, kolloidale Kieselsäure und ein Polymeres in der Rückseitenschicht enthalten sind, im Vergleich zur
Kontrollprobe (1).
809838/0550
Auf einer Oberfläche eines Polyäthylenterephthalatfilmes
(Dicke 100 Mikron) mit einer Grundierschicht wurde die gleiche Silber -Halogenid-Emulsionsschicht wie in
Beispiel 1 und eine Schutzschicht mit der folgenden Zusammensetzung (4) zu der gleichenSchichtstruktur wie in
Beispiel 1 aufgezogen. Dann wurde eine Gelatinerückseitenschicht mit der folgenden Zusammensetzung (5) auf die entgegengesetzte
Oberfläche des Filmes zu einer Trockenstärke von 5iO Mikron zur Herstellung der Proben (11) bis (14)
aufgezogen.
Masse (4): Zusammensetzung der Schutzschicht
Gelatine, Mattierungsmittel, oberflächenaktives Mittel, Gelatinehärtungsmittel und Viskositätserhöhungsmittel waren
die gleichen wie in der Schutzschicht von Beispiel 1. Kolloidale Kieselsäure: Snowtex N
Polymerer Latex: Vorstehend angegebene Latexpolymeres (durchschnittliches Molekulargewicht: 500 000, durchschnittliche
Teilchengrösse: 70 mu )
809838/0550
IB
Probe (11) Probe(12) Kontrolle
Gelatine
Mattierungsmittel
Polymerer Latex
Kolloidale Kieselsäure
Oberflächenaktives Mittel
Gelatinehärtungs mittel
erhöhungs
mittel
1 g/m*
f- 1g/1OOg Gelatine—>
r8 ohne £·
ohne
<^-O,5g/1OOg Gelatine—^
^-2»<?s/10°g Gelatine—>
Gelatine—>
30 mg/m2
10 mg/m*
10 mg/m*
mittel waren die gleichen wie in der Rückseitenschicht von
Polymerer Latex: Latex aus dem vorstehend beschriebenen Polymeren 1 (durchschnittliches Molekulargewicht:
300 000, durchschnittliche Teilchengrösse: 30 um)
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Tabelle IV Zusamtnensetzung der Rückseitenschicht
Probe (11) Probe (12) Probe (13) Probe (14) Kontrolle
Gelatine
4 g/m
Mattierungs-0,8g/100g O,3g/1OOg 0,8g/100g O,3g/1OOg
mittel Gelatine Gelatine Gelatine Gelatine
Polymerer Latex
Kolloidale Kieselsäure
Oberflächenaktives 1 Mittel
Gelatinehärtung smittel
Viskositatserhöhungs-ι
mittel
Farbstoff
ohne
5Og/1OOg Gelatine-'
ohne
Gelatine
40 mg/V 60 mg/m'
mg/m - 0,3 B/m'
50g/100g Gelatine
Die Antihaftungseigenschaft, die Transparenz und die Dimensxonsstabilität wurden bei jeder Probe in der gleichen
Weise wie in Beispiel 1 bewertet.
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Ergebnisse der Untersuchung der AntihaftunRseigenscnaft,
der Transparenz und der Dimensionsstabilität
Probe (11) Probe (12) Probe (13) Probe (14) Kontrolle
Antihaf-
tungseigen- DA A. ' A
schaft
Trübungswert 15 % 4,8 % 7,0% 3,1 %
Dimensions-
änderung 80 ρ 80 a 78 ,u 80 /x
Es ist ergibt sich aus Tabelle V, dass sowohl die Antihaftungseigenschaft
als auch die Transparenz verbessert sind, während die Dxmensionsstabilität bei dem gleichen Wert in
den Proben gehalten wurde, worin Gelatine, kolloidale Kieselsäure und ein polymerer Latex in der Schutzschicht
und/oder der Rückseitenschicht enthalten sind, im Vergleich zu der Kontrollprobe.
Auf eine Oberfläche eines mit Polyäthylen beschichteten Papiers wurden eine blau-empfindliche Schicht, eine Zwischenschicht,
eine grün-empfindliche Schicht, eine Ultraviolett
strahl en absorbierende Schicht, eine rot-empfindliche Schicht und eine Schutzschicht jeweils mit den folgenden
Zusammensetzungen (6) in dieser Reihenfolge aufgezogen, um die Proben (21) bis (23) herzustellen.
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Masse (6)
Masse 6-1: Zusammensetzung der Schutzschicht
Gelatine: 1,5 g/n
Oberflächenaktives Mittel: Natriumsalz von 2-Sulfonatobernsteinsäure-bis-(2-äthylhexyl)-ester:
1,4 g/1OO g
Gelatine
Gelatinehärtungsmittel: 2-Hydroxy-4-,6-dichlor-s-triazin-Natriumsalz
: 1,5 g/1OO g Gelatine Polyathylacrylatlatex: wie in Beispiel 1 verwendet
Kolloidale Kieselsäure: Ludox LS
Tabelle VI
Zusammensetzung der Schutzschicht
Probe (21)
Probe (22)
Probe (23)
Gelatine
Oberflächenaktives
Mittel
Gelatinehärtungs- mittel
Polymerlatex
Kolloidale Kieselsäure
<r
ohne
1,5
.2
1,4g/1OOg Binder-1,5g/iOOg
Binder
ohne
14g/1OOg Binder
30 g/100g Binder
Masse 6-2: Zusammensetzung der rot-empfindlichen Schicht
Gelatine: 1,5 g/m + Cellulosesulfat mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 100 000: 0,15 g/m2
Silberhalogenid: AgBr: 50 Mol% + AgCl: 50 Mol% : 0,5 g/m£
Silberhalogenid: AgBr: 50 Mol% + AgCl: 50 Mol% : 0,5 g/m£
809838/0550
Kuppler; 2-^a-(2,4-Di-tert.-amylphenoxy)-butyramido7-4-,6-dichlor-5-methylphenol:
100g/100g Silberhalogenid
Sensibilisierfarbstoff: Anhydro-3»3*-di-( -sulfobutyl)-
5»5*ι6,6*-tetramethylthiacarbocyaninhydroxid:
O,3g/1OOg Silberhalogenid
Antischleiermittel: ^-Hydroxy-ö-methyl-1,3» 3a,7-tetra-
Antischleiermittel: ^-Hydroxy-ö-methyl-1,3» 3a,7-tetra-
zainden: 0,9g/100g Silberhalogenid Gelatinehärtungsmittel: Bis-(vinylsulfonyläthyl)-äther:
3»5g/1OO g Gelatine
Oberflächenaktives Mittel: Natriumdodecylbenzolsulfonat:
1g/1OOg Gelatine
Masse 6-3: Zusammensetzung der ultraviolettstrahlen absorbierenden
Schicht:
Gelatine: 1g/m + Cellulosesulfat mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 100 000: 0,1g/m2
Ultraviolettstrahlen absorbierendes Mittel: Tinubin
1 g/m2
Gelatinehärtungsmittel: 2-Hydroxy-4,6-dichlor-s-triazin-
Natriumsalz: 1,5g/100 g Gelatine
Oberflächenaktives Mittel: Natriumdodecylbenzolsulfonat:
ag/100g Gelatine
Masse 6-4: Zusammensetzung der grün-empfindlichen Schicht:
Gelatine: 1,5 g/m + Cellulosesulfat mit einem Durchschnittsmolekulargewicht
von 100 000: 0,15 g/m ■ Silberhalogenid: AgBr 50 Mol% + AgCl 50 Mol%: 0,7 g/m2
Kuppler: 1-(2,4,6-Trichlorphenyl)-3-(2-chlor-5-tetradecanamid)-anilino-2-pyrazolin-5-on:
57g/1OOg Silberhalogenid
Sensibilisierfarbstoff: Anhydro-3»3'-di-(^-sulfopropyl)-
5*5'-diphenyl-9-äthylcarboxy-
809838/OS50
aninhydroxid-Natriumsalz: 0,3 g/iOOg
Silberhalogenid Antischleiermittel: 4~Hydroxy-6-methyl-1,3i3a,7-tetra-
zainden: 0,6g/i00g Silberhalogenid GelatinehärtUQgsmittel: Bis-(vinylsulfonyläthyl)-äther:
3g/100g Gelatine Oberflächenaktives Mittel: Natrium-dodecylbenzolsulfonat:
0,8g/100g Gelatine Masse 6-5: Zusammensetzung der Zwischenschicht Gelatine: 1,5 g/m + Cellulosesulfat mit einem Durch-
Schnittsmolekulargewicht von 100 000: 0,15 g/m Gelatinehärtungsmittel: 2-Hydroxy-4,6-dichlor-s-triazin-
Natriumsalz: 1,5g/100g Gelatine
Oberflächenaktives Mittel: Natriumdodecylbenzolsulfonat:
0,6g/100g Gelatine
Masse 6-6: Zusammensetzung der blau-empfindlichen Schicht
Gelatine: 1,5g/m + Cellulosesulfonat mit einem Durch-Schnittsmolekulargewicht
von 100 000: 0,15
Silberhalogenid: AgBr 80 Mol% + AgCl 20 Mol%: 0,7 g/m2
Kuppler: a-Pivaloyl-a-(2,4-dioxo-5,5-dimethyloxazolidin-3-yl)-2-chlor-5-/ä-(2,4-di-tert.-acrylphenoxy)-butyramido7-acetanilid:
0,7g/100g Silberhalogenid
Antischleiermittel: 4-Hydroxy-6-methyl-1,3»3a,7-tetra-
Antischleiermittel: 4-Hydroxy-6-methyl-1,3»3a,7-tetra-
azainden: 0,4g/100g Silberhalogenid Gelatinehärtungsmittel: Bis-(vinylsulfonyläthyl)-äther:
2,8g/100g Gelatine
Oberflächenaktives Mittel: Natriumdodecylbenzolsulfonat:
O,3g/iOOg Gelatine
Die Proben (21) bis (23) wurden der nachfolgend beschriebenen Entwicklungsbehandlung für Farbpapier unterworfen
809838/0550
| 31°C | 3 | Min. | 30 | Sek |
| 31°C | 30 | Sek | ||
| 310C | 1 | Min. | 30 | Sek |
| 310C 1 | 1 | Min. | ||
| 310C | 1 | Min. | ||
| 2 | Sek |
und dann wurde der Haftungstest und der Risstest mit sämtlichen Proben durchgeführt.
Behandlung Farbentwicklung
Stopp-Fixierung Bleich-Fixierung Wasserwäsche Stabilisierbehandlung Spülung
4-Amino-V methyl-N-äthyl-N-ß-(methan sulfonamido)-äthylanilin
Wasser zu
| 15 | ml |
| 5 | g |
| 0, | 5 g |
| 2 | g |
| 30 | g |
| 2 | ε |
| 5 | g |
| 1000 | ml |
809838/0550
| 150 | ml | g |
| 36 | ,6 | β |
| 3 | ||
| 2 | g | ε |
| 5 | ,5 | |
| 1000 | ml | |
3.2
Zusammensetzung der Bleich-Fixierlösung
70%ige Ammoniumthiosulfatlösung Eisen-äthylendiamintetraacetat
Dinatriumsalz der Äthylendiamintetraessigsäure
Natriumsulfit
Natriumcarbonat-monohydrat Wasser zu
Zusammensetzung der Stabilisierlösung
Natriumbenzoat 0,5 g
Zitronensäure-monohydrat 6,7 B
Diäthanoiamin 2,2 g
Wasser zu 1000 ml
(A) Haftungstest
Die in dieser Weise entwickelte und getrocknete Probe wurde zu einer Grosse von 4 cm χ 8 cm geschnitten, um
zwei Bögen zu erhalten, dieeeinen Satz bildeten. Nach der Konditionierung bei 35° C, 90 % RH während 24 Stunden
wurde die Schutzschicht des einen Bogens in Kontakt mit der Schutzschicht des weiteren Bogens des gleichen Satzes gebracht,
worauf 1 kg Belastung angewandt wurde und die Probe bei 35° C, 90 % RH während 24 Stunden stehengelassen wurde.
Dann wurde die Belastung abgenommen und die Schutzschichten
wurden getrennt und die aneinander haftenden Flächen wurden bestimmt (Fläche, worin das Aussehen der Oberfläche
geändert war).
Die Bewertung cßr Antihaftungseigenschaft wurde entsprechend
den folgenden Kriterien durchgeführt:
80 9838/0 5 50
Bewertung A: Verhältnis der Haftungsfläche O bis 40 %
Bewertung B: Verhältnis der Haftungsfläche 41 bis 80 %
Bewertung C: Verhältnis der Haftungsfläche 81 % oder mehr oder die Haftung ist zu fest, so
dass ein Teil der Emulsionsschicht oder des Trägers abgeschält wird.
(B) Reisstest
Die in dieser Weise behandelten Proben wurden 30 Sekunden durch Aussetzung an Luft von 90 C getrocknet. Sämtliche
Proben wurden zu ihren Schutzschichtseiten gekräuselt. Die
gekräuselten Proben wurden flach gepresst und das Auftreten von Bissen wurde beobachtet.
Probe (21) Kontrolle
Probe (22)
Probe (23)
Antihaftungseigenschaft C
Bruch nicht aufgetreten
A
aufgetreten
nicht aufgetreten
Es ergibt sich aus Tabelle VII1 dass die Gelatine,
kolloidale Kieselsäureund einen polymeren Latex in der
Schutzschicht enthaltende Probe verbesserte Haftungseigenschaften hatte und keine Risse zeigten.
Die' Erfindung wurde vorstehend anhand bevorzugter
Ausführungsformen beschrieben, ohne dass die Erfindung hierauf begrenzt ist.
«09838/05513
Claims (10)
1. Photographisches lichtempfindliches Material mit einer äussersten lichtunempfindlichen Schicht, dadurch gekennzeichnet,
dass diese Gelatine zumindest als einen Teil des Binders, kolloidale Kieselsäure und einen polymeren Latex
enthält.
2. Photographisehes lichtempfindliches Material, enthaltend
mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine äusserste lichtunempfindliche Schicht, dadurch gekennzeichnet,
dass diese Gelatine, kolloidale Kieselsäure und einen polymeren Latex enthält.
3. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durchschnittliche
Teilchengrösse der kolloidalen Kieselsäure im Bereich von 7 bis 120 mu liegt.
4. Photograph!sehes lichtempfindliches Material nach
Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der kolloidalen Kieselsäure im Bereich von 0,05 bis 1,0
Gew.teilen je Gew.teil der in der Schicht enthaltenen Gelatine
liegt.
5. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durchschnittliche
Teilchengrösse des polymeren Latex im Bereich von 30 bis 80 mu liegt.
6. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des
B09838/0560
polymeren Latex im Bereich von 0,01 bis 1,0 Gew.teilen je
1 Gew.teil der in der Schicht enthaltenen Gelatine liegt.
7. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äusserste
Schicht aus einer Schutzschicht besteht.
8. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äusserste
Schicht aus einer Rückseitenschicht besteht.
9. Photographisches lichtempfindliches Material nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der
Schutzschicht 0,1 bis 3 Mikron beträgt.
10. Photographisches lichtempfindliches Material nach
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Rückseitenschicht 1 bis 10 Mikron beträgt.
809838/0550
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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