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DE2757269A1 - Verfahren und vorrichtung zur erzeugung eines vakuums in einem rezipienten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur erzeugung eines vakuums in einem rezipienten

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Publication number
DE2757269A1
DE2757269A1 DE19772757269 DE2757269A DE2757269A1 DE 2757269 A1 DE2757269 A1 DE 2757269A1 DE 19772757269 DE19772757269 DE 19772757269 DE 2757269 A DE2757269 A DE 2757269A DE 2757269 A1 DE2757269 A1 DE 2757269A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cold trap
refrigerant
recipient
trap
cooling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772757269
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dr Kienel
Joachim Kloft
Walter Dipl Ing Rembs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Balzers und Leybold Deutschland Holding AG
Original Assignee
Leybold Heraeus GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leybold Heraeus GmbH filed Critical Leybold Heraeus GmbH
Priority to DE19772757269 priority Critical patent/DE2757269A1/de
Publication of DE2757269A1 publication Critical patent/DE2757269A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D8/00Cold traps; Cold baffles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
    • B01J3/006Processes utilising sub-atmospheric pressure; Apparatus therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C14/00Coating by vacuum evaporation, by sputtering or by ion implantation of the coating forming material
    • C23C14/22Coating by vacuum evaporation, by sputtering or by ion implantation of the coating forming material characterised by the process of coating
    • C23C14/56Apparatus specially adapted for continuous coating; Arrangements for maintaining the vacuum, e.g. vacuum locks
    • C23C14/564Means for minimising impurities in the coating chamber such as dust, moisture, residual gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines
  • Vakuums in einem Rezipienten." Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur abwechselnden Belüftung und Evakuierung eines Rezipienten, insbesondere einer Vakuumbeschichtungsanlage, die mit einer mit Kältemittel versorgten Kühl falle zur Kondensation von Wasserdampf und anderen Dämpfen ausgestattet ist.
  • Vakuumrezipienten werden für eine Vielzahl von Herstell- und Bearbeitungsverfahren eingesetzt. Sie stehen über Leitungen mit möglichst großem Querschnitt mit sogenannten Pumpsätzen in Verbindung, die das erforderliche Betriebsvakuum erzeugen. Die Pumpsätze bestehen dabei aus unterschiedlichen Pumpenarten, die für verschiedene Druckbereiche ausgelegt sind. Für den niedrigsten Druckbereich wird häufig eine sogenannte Diffusionspumpe eingesetzt. Ein besonderes Problem stellen hierbei die sogenannten Evakuierungs- oder Abpumpzeiten dar. Um die Investionskosten der Gesamtanlage nicht zu hoch werden zu lassen, muß man hier einen Kompromiß schliessen und gewisse Pumpzeiten in Kauf nehmen. Die Pumpzeiten fallen merklich ins Gewicht, wenn der Rezipient chargenweise betrieben wird, d.h. zum Zwecke der Beschickung mit den Rohteilen und zur Entnahme der Fertigteile intermittierend geflutet, geöffnet und wieder evakuiert werden muß.
  • Ein weiteres Problem stellt dabei der Partialdruck von Wasserdampf oder anderen Dämpfen dar. Bei einigen Vakuum- Behandlungsverfahren wie zum Beispiel beim Vakuumaufdampfen oder beim Katodenzerstäuben hat es sich gezeigt, daß ein zu hoher Wasserdampf- Partialdruck zu verschlechterten Schichteigenschaften führt und insbesondere die Haftfestigkeit der Schichten auf einer ganzen Reihe von Substratmaterialien vermindert, wenn nicht gar die Produkte unbrauchbar macht. Die Haftfestigkeit spielt insbesondere bei der Herstellung von Filter- oder Spiegelschichten auf Glassubstraten eine Rolle. Es ist bekannt, den Wasserdampf-Partialdruck und damit die Pumpzeit ganz erheblich dadurch herabzusetzen, daß man dem Rezipienten eine Kühl falle zuordnet und diese mit Kältemittel einer Temperatur beschickt, bei der der störende Dampf kondensiert bzw. ausfriert. Für die Beseitigung von Wasserdampf wird im allgemeinen eine Kühlfallentemperatur von-100 O Celsius oder niedriger angestrebt. Zu diesem Zweck wird eine Kühlfalle mit großer Oberfläche an den letzten Kältemittel kreislauf eines Kaskaden-Kälteaggregats angeschlossen, das imstande ist, die erforderlichen tiefen Temperaturen zu erzeugen. Der Wasserdampf kondensiert hierbei in Form von Reif auf der Kühlfalle.
  • Da die Einwirkung der Atmosphäre auf die Kühlfalle während der Belüftung des Rezipienten zu einem erhöhten Kondensatanfall führen würde, hat man bisher die Kühlfalle hinter einem Vakuum- Absperrschieber angeordnet, der geschlossen wird, bevor der Rezipient belüftet wird. Wegen der großen Saugleitungsquerschnitte ist dieser Absperrschieber groß und schwer und entsprechend teuer. Dennoch hat die Kühlfalle nur einen sehr beschränkten Einfluß auf die Pumpzeit, da sie zwangsläufig ausserhalb des Rezipienten angeordnet ist. Hierbei muß man sich vor Augen halten, daß der Stoff- und Wärmeaustausch zwischen dem Restgas im Rezipienten und der Kühl falle bei den extrem niedrigen Drücken beträchtlich erschwert wird.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Vakuums in einem Rezipienten anzugeben, durch welche es möglich ist, den Rezipienten in rascher Folge zu belüften und zu evakuieren, wobei kurze Abpumpzeiten bei niedrigen Wasserdampf-Partialdrücken erreicht werden können.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem eingangs angegebenen Verfahren erfindungsgemäß dadurch, daß man die Kühlfalle unmittelbar im Rezipienten anordnet, den Kältemittelkreislauf zur Kühl falle vor oder während der Belüftung unterbricht und die Kühlfalle auf eine solche Temperatur aufheizt, daß das Kondensat abtaut und eine weitere Kondensation während der Belüftungsdauer verhindert wird, und daß man die Kühlfalle nach beginn des Evakuierungsvorganges wieder mit Kältemittel versorgt.
  • Der Erfindungsgedanke liegt somit darin begründet, die Kühlfalle an einer Stelle optimaler Wirksamkeit unterzubringen und dennoch den Rezipienten mit at.osphMrischer Luft füllen zu können, ohne daß eine uniulitsig große Menge von Wasserdampf sich in Forz von Reif auf der Kühlfalle niederschlMgt.
  • Dies wird bei dem erfindungsge.Issen Verfahren durch die Kom- bination der Maßnahmen verhindert, einerseits den Kältemittel kreislauf zur Kühl falle zu unterbrechen, und andererseits, die Kühlfalle möglichst rasch auf eine Temperatur aufzuheizen, bei der nicht nur das bereits vorhandene Kondensat verdunstet, sondern auch die Bildung neuen Kondensats wirksam verhindert wird. Im Hinblick auf Wasser bzw. Wasserdampf ist eine Aufheizung der Kühlfalle auf 400 Celsius, vorzugsweise auf 550 Celsius durchaus ausreichend, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
  • Auf die angegebene Weise lassen sich die erforderlichen Vakua bzw. Wasserdampf-Partialdrücke in ausserordentlich kurzen Zeiten erreichen. Wie weiter unten anhand eines Vergleichsdiagramms noch aufgezeigt wird, lassen sich innerhalb vernünftiger Pumpzeiten von etwa 25 Minuten bei gegebener Pumpenauslegung ohne den Gegenstand der Erfindung nur Vakua von 6 x 10 2 Millibar erreichen, während bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens innerhalb der gleichen Zeit ein Druck von 4 x 10 5 Millibar zu erreichen ist.
  • In Befolgung der erfindungsgemässen Lehre ließe sich natürlich das Kälteaggregat während der Belüftungsdauer des Rezipienten abschalten, so daß die Aggregatteile und das Kältemittel allmählich Raumtemperatur annehmen. Bei der üblichen Verwendung eines Kälteaggregats mit mehreren, in Kaskadenanordnung geschalteten Kältemittel kreisläufen ist es jedoch gemäß der weiteren Erfindung besonders vorteilhaft, mindestens einen, nicht unmittelbar mit der Kühl falle verbundenen Kreislauf ständig in Betrieb zu halten. Hierdurch ist es möglich, daß die Kühlfalle nach Beendigung der Beheizung in kürzest möglicher Zeit wieder auf die erforderlichen tiefen Betriebstemperaturen gebracht wird, weil der Wärmetauscher mit dem der letzte, mit der Kühlfalle verbundene Kältemittel kreislauf in Verbindung steht, stets auf dem erforderlichen tiefen Temperaturniveau gehalten wird.
  • Eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Vakuums in einem Rezipienten, insbesondere in einer Vakuumbeschichtungsanlage, besteht üblicherweise aus einem Vakuum-Pumpsatz, einer Kühlfalle, die an ein Kälteaggregat mit mehreren, in Kaskadenanordnung geschalteten Kältemittelkreisläufen angeschlossen ist. Eine solche Vorrichtung ist zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlfalle unmittelbar im Rezipienten angeordnet ist, und daß der mit der Kühlfalle unmittelbar in Verbindung stehende Kältemittelkreislauf getrennt abschaltbar ist. Die getrennte Abschaltbarkeit kann in besonders einfacher Weise dadurch herbeigeführt werden, daß in den Kaltemittelkreislauf auf der flüssigen Seite ein Absperrventil, vorzugsweise ein Magnetventil eingebaut ist.
  • Nach der Unterbrechung des Kältemittel kreislaufs ist die Kühlfalle auf ein höheres Teoperaturniveau zu bringen, zu welchem Zweck sie in besonders vorteilhafter Weise beheizbar ausgebildet ist. Dies kann beispielsweise durch einen der Kühlfalle zugeordneten Heizwiderstand geschehen. Sofern die Kühlfalle jedoch aus einem gebogenen Rohr besteht und beispielsweise als Rohrspirale ausgebildet ist, ergibt sich eine besonders einfache und ruverllssige Bauweise dadurch, daß die Kühlfalle als Heizwiderstand ausgebildet und an abschaltbare Stromanschlüsse gelegt ist. Durch direkten Stromdurchgang durch die Kühlfalle läßt sich diese in ausserordentlich kurzer Zeit auf das geforderte Temperaturniveau bringen.So ist es beispielsweise möglich, die Kühlfalle durch direkten Stromdurchgang innerhalb von 4 Minuten von einer Temperatur von - 1050C auf + 550C zu bringen.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, seine Wirkungsweise und Vorteile seien nachfolgend anhand der Figuren 1-6 näher beschrieben.
  • Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht eines Rezipienten, der als Vakuum-Aufdampfanlage ausgeführt ist, mit eingebauter Kühlfalle, Fig. 2 eine Draufsicht von oben auf dem Gegenstand nach Figur 1, Fig. 3 ein Kälteaggregat mit drei Kältemittelkreisläufen in Kaskadenschaltung, welches an die Kühl falle gemäß den Figuren 1 und 2 angeschlossen ist, Fig. 4 ein Diagramm der Druckverläufe in Abhängigkeit von der Zeit mit und ohne Erfindungsgegenstand, Fig. 5 ein Diagramm der Temperaturverläufe des Kältemittels und der Oberfläche der Kühl falle nach Einschalten der Kühlfalle in Abhängigkeit von der Zeit und zwar in Obereinstimmung mit Fig.4 und Fig. 6 ein Diagramm des Temperaturverlaufs an der Oberfläche der Kühl falle nach dem Einschalten des Heizstromes In den Figuren 1 und 2 ist eine Vakuum-Aufdampfanlage dargestellt, die einen Rezipienten 10 enthält, der über eine Saugleitung 11 mit einem Vakuum-Pumpsatz verbunden ist, der aus einer Vorpumpe 12 mit einem Antriebsmotor 13 und aus einer Diffusionspumpe 14 besteht. In der Saugleitung 11 ist ein als Schieber ausgebildetes Vakuumventil 15 angeordnet, dessen Nennweite dem großen Querschnitt der Saugleitung 11 entspricht.
  • Der Rezipient 10 besteht aus einem Gehäuseteil 16 und einer Tür 17, die zusammen einen im wesentlichen zylindrischen Innenraum 18 einschliessen, dessen Achse senkrecht ausgerichtet ist. Lediglich ein Bodenteil 19 und ein Deckelteil 20 sind in Form sogenannter Klöpperböden ausgeführt.
  • Der Rezipient 10 ist aussermittig in einer ebenen Trennfuge 21 geteilt, die von zwei Flanschen 22 und 23 begrenzt wird, von denen der eine dem Gehäuseteil 16 und der andere der Tür 17 zugeordnet ist. Zwischen Gehäuseteil 16 und Tür 17 befinden sich auf der einen Seite ein Scharnier 24 und auf der anderen Seite ein Verschluß 25. Die Tür 17 wird bei ihrer Schwenkbewegung durch eine Stütze 26 und eine Stützrolle 27 entlastet. Der Rezipient 10 ruht auf einem Traggerüst 28, die Diffusionspumpe 14 auf einer Konsole 29.
  • Im Deckelteil 20 ist koaxial zur Rezipientenachse 30 eine Drehdurchführung 31 für eine Welle 32 angeordnet, die an ihrem unteren Ende eine Aufnahme 33 für einen nicht dargestellten, kalottenförmigen Substrathalter besitzt (Fig.1).
  • Die Welle 32 steht mit einem Riementrieb 34 in Verbindung, der aus einem Riemen 35 und zwei Riemenscheiben 36 und 37 besteht. Der Riemenscheibe 36 ist ein Getriebemotor 38 mit einem Winkelgetriebe 39 zugeordnet. Der gesamte Antrieb für den Substrathalter ist an einem Antriebsrahmen 40 befestigt.
  • Im Hinblick auf die vorstehend beschriebenen Einzelheiten ist die dargestellte Vakuum-Aufdampfanlage Stand der Technik.
  • Unmittelbar im Rezipienten 10, und zwar im Bereich des Bodenteils 19 ist eine gestrichelt dargestellte Kühlfalle 41 angeordnet, die aus einem Rohr aus nicht rostendem Stahl von 16 mm Aussendurchmesser und 11 m Länge besteht, welches nach Art einer archimedischen Spirale gebogen ist, wobei die durch sämtliche Windungen gehende Ebene waagrecht ausgerichtet ist. Der Außendurchmesser beträgt etwa 40-45cm. Das Ende der äußeren Windung ist in radialer Richtung rechtwinklig abgebogen und in einer Vakuum-Durchführung 42 befestigt. Das Ende der inneren Windung ist zunächst nach unten und dann parallel zur Ebene der Spirale so abgebogen, daß die Rohrenden im Bereich der Vakuum-Durchführung 42 parallel und mit geringem Abstand voneinander verlaufen. Die grundsätzliche Anordnung ist in den Figuren 1 und 2 deutlich zu erkennen. Die beiden Rohrenden der Kühlfalle 41 sind ausserhalb des Rezipienten 10 mit einem Masseanschluß 43 versehen. Die Spirale selbst ist ziemlich genau in der Mitte der abgewickelten Rohrlänge mit einem Stromanschluß 44 versehen, der über eine Leitung 45 mit einer Stromdurchführung 46 verbunden ist, an die eine nicht dargestellte Stromquelle angeschlossen ist. Auf die dargestellte Weise sind die beiderseits des Stromanschlusses 44 befindlichen, gleichlangen Teillängen der Spirale elektrisch parallel geschaltet, so daß im Bereich der Vakuum-Durchführung 42 leine Potentialdifferenz besteht und infolgedessen auch keine Isolierdurchführung verwendet werden muß. Potentialgleichheit an den Enden der Spirale ist auch insbesondere im Hinblick auf den notwendigen Anschluß der Kühlfalle 41 an ein Kälteaggregat von Bedeutung.
  • Das Kälteaggregat 47 ist in Figur 2 nur als geschlossenes Gehäuse dargestellt. Seine Einzelheiten sind Figur 3 zu entnehmen. Es ist über zwei thermisch isolierte Leitungen 48 und 49 mit der Kühlfalle 41 verbunden, von denen in Figur 2 nur die obere Leitung 48 sichtbar ist.
  • Anhand von Figur 3 wird nachfolgend näher auf Einzelheiten des mit Ausnahme der Abschaltbarkeit der letzten Kaskaden- stufe einer drei-stufigen Kaskade vorbekannten Kälteaggregats 47 eingegangen : ein Kompressor 101 saugt über einen Flüssigkeitsabscheider 106 gasförmiges Kältemittel (R 22) aus einem Verdampfer 108 und drückt den verdichteten Kältemitteldampf über einen Ulabscheider 103 in einen wassergekühlten Gegenstromkondensator 104. Das mitgeführte Käl*aschinenöl wird in dem Ulabscheider 103 abgeschieden und über ein Schwimmerventil unmittelbar zum Kompressor 101 zurückgeführt. In dem Gegenstromkondensator 104 wird das Kältemittel unter Wärmeentzug verflüssigt und gesammelt. Dabei erfolgt die Wärmeabfuhr über Leitungswasser, dessen Durchlaufmenge in Abhängigkeit des Kältemitteldruckes über ein Kühlwasserventil124 kontinuierlich regelbar ist.
  • Das verflüssigte Kältemittel gelangt über einen Filtertrockner 105 zu einem Expansionsventil 107 und entspannt sich schließlich in einem Verdampfer 108. Von dort wird es über den Flüssigkeitsabscheider 106 wieder vom Kompressor 101 angesaugt. Die vorstehend beschriebenen Teile bilden den ersten Kältemittelkreislauf der Dreistufen- Kaskade.
  • Der Verdampfer 108 ist als Gegenstrom-Wärmetauscher ausgebildet und zugleich Kondensator des nächsten Kältemittelkreislaufs. In diesem Verdampfer sind Temperaturen bis - 400C erzeugbar.
  • Der Kältemitteldruck in der ersten Stufe wird durch einen Oberdrucksicherheitsschalter 102 begrenzt. Dieser Oberdruckschalter spricht insbesondere dann an, wenn kein Kühlwasser oder zuwenig Wasser bzw. zu warmes Wasser zur Verfügung steht.
  • Er hat im Prinzip die Funktion einer Wassermangel sicherung.
  • In der zweiten Stufe saugt ein Kompressor 109 über einen Flüssigkeitsabscheider 118 gasförmiges Kältemittel (R 13) aus einem Verdampfer 123 und drückt es über einen Ulabscheider 111 in den Kondensator 112. Dort wird das gasförmige, verdichtete Kältemittel unter Wärmeentzug bei ca.
  • - 350C verflüssigt und gelangt schliesslich über einen Filtertrockner 120 zu einem Expansionsventil 122. Im Gegensatz zu dem Expansionsventil 107 der ersten Stufe arbeitet das Expansionsventil 122 mit direkter Steuerung, d.h. es wird unmittelbar von der Temperatur der Verdampferaustrittsseite geregelt.
  • Ober das Expansionsventil 122 entspannt sich das Kältemittel im Verdampfer 123, wobei Temperaturen bis ca. - 800C erreicht werden. Dabei verdampft das Kältemittel und gelangt über den Flüssigkeitsabscheider 118 wieder zum Kompressor 109.
  • Auch die zweite Stufe ist durch einen Oberdruckschalter 110 abgesichert. Dieser spricht insbesondere dann an, wenn die Kühlung der ersten Stufe ungenügend ist. Dies kann dann der Fall sein, wenn das Gerät eingeschaltet wird und die normale Betriebstemperatur im Kondensator 112 noch nicht erreicht ist.
  • Bedingt durch die physikalischen Eigenschaften des Kältemittels R 13, das bei Raumtemperatur nur dampfförmig sein kann, ist ein Druckausgleich zwischen der Hochdruck- und der Niederdruckstufe erforderlich. Dieser Druckausgleich erfolgt über ein stromlos öffnendes Magnetventil 128.
  • Die Kühlfalle 41 liegt im Kåltemittelkreislauf der dritten Stufe der Kaskade und ist gleichzeitig der Verdampfer dieser Stufe. Ein Kompressor 126 saugt aus der Kühlfalle 41 gasförmiges Kältemittel R 14 an und drückt es über einen Ulabscheider 130 in einen Kondensator 132. Ein wassergekühlter Wärmetauscher 129 entzieht dem verdichteten Kältemittel die Kompressionswärme und entlastet hierdurch den Kondensator 132.
  • Ein Dlabscheiderl30 arbeitet mit einer elektronischen Schwimmerregelung in Verbindung mit einem Magnetventil 137 und einem Filter 138.
  • Im Kondensator 132 wird das Kältemittel unter Wärmeentzug bei ca. - 700C verflüssigt. Es gelangt anschliessend über einen Wärmetauscher 133 zu einem Expansionsventil 135. Dieses Ventil arbeitet mit einem sogenannten äußeren Druckausgleich und ist über eine Druckausgleichsleitung 135a unmittelbar mit der Saugleitung verbunden. Vom Expansionsventil 135 gelangt das Kältemittel in die Kühlfalle 41, entspannt sich dort und gelangt schließlich wieder zurück zum Kompressor 126.
  • Hierbei werden an der Kühl falle 41 Temperaturen zwischen - 120 und - 1300C erreicht.
  • Der Kältemittel kreislauf der dritten Stufe wird ebenfalls über einen Oberdrucksicherheitsschalter 127 gegen unzulässig hohe Betriebsdrücke abgesichert. Hohe Betriebsdrücke entstehen dann, wenn die zweite Stufe unzureichend kühlt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn nach der Inbetriebnahme der Anlage im Kondensator 132 die erforderlichen Betriebstemperaturen noch nicht erreicht sind. Bedingt durch die physikalischen Eigenschaften des Kältemittels R 14, das bei Raumtemperatur in dampfförmigen Zustand sein kann, ist ein Druckausgleich zwischen der Hochdruck- und der Niederdruckseite erforderlich. Dieser Druckausgleich erfolgt über ein stromlos öffnendes Magnetventil 128a.Ein Druckausgleichsgefäß 131 nimmt einen wesentlichen Teil des Kältemittels auf, so daß auch während des Stillstandes der Kältemitteldruck nicht über 16 bar ansteigt.
  • Die einzelnen Kompressoren 101, 109 und 126 sind in der Weise verriegelt, daß zunächst der Kompressor 101 anläuft, nach Erreichen einer normalen Betriebstemperatur im Kondensator 112 dem Kompressor 109 zuschaltet und nach Erreichen einer normalen Betriebstemperatur im Kondensator 132 schließlich den Kompressor 126 zuschaltet. Dabei wird das Zuschalten der Kompressoren 109 und 126 über elektronische Verzögerungsstufen zeitlich verzögert. Es versteht sich, daß hierdurch eine erhebliche Zeit verstreichen würde, bis an der Kühifalle 41 die gewünschte tiefe Temperatur erreicht ist.
  • Bei der Abwandlung des Kälteaggregats im Hinblick auf den Erfindungsgegenstand befindet sich in der Leitung 140 für das flüssige Kältemittel der letzten Stufe zwischen dem Wärmetauscher 133 und dem Expansionsventil 135 ein magnetisches Absperrventil 141, durch welches die letzte Stufe der Kaskade mit der Kühlfalle 41 und dem Kompressor 126 stillsetzbar ist.
  • Dennoch bleibt während der Stillsetzung der letzten Stufe das tiefe Temperaturniveau am Verdampfer 123 bzw. am Kondensator 132 erhalten, so daß die Kälteleistung an der Kühlfalle 41 schon kurze Zeit nach dem Uffnen des Ventils 141 auch dann wieder zur Verfügung steht, wenn die Kühlfalle 41 zuvor auf Temperaturen oberhalb der Raumtemperautr aufgeheizt war, beispielsweise auf 450C. Bereits 3 Minuten nach dem Uffnen des Ventils 141 hat das Kältemittel eine Vorlauftemperatur von etwa - 1000C, und die Außenfläche der Kühlfalle hat eine Temperatur von - 55 0C angenommen. Nach etwa 10 Minuten sind nahezu stationäre Betriebstemperaturen von - 1200C im Kältemittel und - 900C an der Oberfläche der Kühlfalle erreicht (Fig.5).
  • In Figur 3 ist noch der mit der Kühlfalle 41 zusammenwirkende Heizstromkreis 142 dargestellt, der eine Stromquelle 143 aufweist. Nach Schliessen des Ventils 141 und der damit verbundenen Unterbrechung des Kältemittelkreislaufs kann der Stromkreis zwischen dem Stromanschluß 44 und der Stromquelle 143 geschlossen werden, so daß sich die beiderseits des Stromanschlusses 44 liegenden Längenabschnitte der Kühl falle 41 durch direkten Stromdurchgang aufheizen. Die hierfür erforderlichen Leitungen sind im oberen Teil der Figur 3 gestrichelt dargestellt.
  • Die Auswirkungen der erfindungsgemäßen Maßnahme werden nachfolgend anhand der Figur 4 näher erläutert : dort ist auf der Abszisse die Zeit t in Minuten und auf der Ordinate der Druck von 10 5 mbar bis 103 mbar bzw. 1 bar aufgetragen.
  • Zum Zeitpnkt to wird die Vorpumpe eingeschaltet, zur Zeit t 1 wird eine Rootspumpe eingeschaltet. Ohne die erfindungsgemäße Lösung würde der Druckverlauf der gestrichelten oberen Kurve a folgen. Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird jedoch zum Zeitpunkt tK s d.h. nach 4 Minuten, das Kälteaggregat zugeschaltet, wodurch der Druck im Rezipienten wesentlich rascher absinkt und der ausgezogenen Kurve b folgt. Zum Zeitpunkt t3 erfolgt die Umschaltung auf Hochvakuum. Es ist zu erkennen, daß bereits nach etwa 12 Minuten ein Druck von lo 4mbar unterschritten wird.
  • Figur 5 ist im Zusammenhang mit Figur.4 zu sehen, d.h. die Abszisse der Figur 4 ist auch die Abszisse der Figur 5. Auf der Ordinate der Figur 5 sind die Temperaturwerte in 0C aufgetragen. Die obere Kurve c gibt dem Temperaturverlauf an der Außenfläche der Kühl falle während des Evakuierungsvorganges wieder, für den der Druckverlauf in Figur 4 dargestellt ist. Die untere Kurve d gibt die Vorlauftemperatur des Kältemittels wieder (gemessen mittels einer eingebauten Meßstelle).
  • Wie bereits weiter oben ausgeführt wurde, erreichen die Temperaturen wenige Minuten nach Zuschalten der dritten Stufe der Kaskade bereits die geforderten tiefen Werte, was vornehmlich darauf zurückzuführen ist, daß die beiden ersten Stufen der Kaskade in Betrieb gehalten wurden.
  • In Figur 6 ist der Temperaturverlauf an der Oberfläche der Kühl falle in Abhängigkeit von der Aufheizzeit dargestellt.
  • Auf der Abszisse ist die Zeit in Minuten, auf der Ordinate die Temperatur in 0C aufgetragen. Der Heizstrom wird zum Zeitpunkt tH eingeschaltet, wobei selbstverständlich die letzte Stufe der Kaskade ausser Betrieb gesetzt ist. Ausgehend von - 100 0C erreicht die Temperatur bereits nach etwa 2,5 Minuten OOC und nach etwa 4 Minuten + 55 OC. Diese Temperatur ist ausreichend, um die Kühl falle abzutauen und die Kondensation von Wasserdampf zu verhindern. Die Temperatur wird zweckmässig geregelt auf einem konstanten Wert gehalten.
  • Nach Abschalten der Heizung kann sofort mit einem neuen Verfahrenszyklus begonnen werden, dessen Druckverlauf in Figur 4 dargestellt ist.
  • L e e r s e i t e

Claims (7)

  1. ANSPROCHE : Verfahren zur abwechselnden Belüftung und Evakuierung eines Rezipienten, insbesondere einer Vakuumbeschichtungsanlage, die mit einer mit Kältemittel versorgten Kühlfalle zur Kondensation von Wasserdampf und anderen Dämpfen ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kühlfalle unmittelbar im Rezipienten anordnet, den Kältemittelkreislauf zur Kühlfalle vor oder während der Belüftung unterbricht und die Kühl falle auf eine solche Temperatur aufheizt, daß das Kondensat abtaut und eine weitere Kondensation während der Belüftungsdauer verhindert wird, und daß man die Kühlfalle nach Beginn des Evakuierungsvorganges wieder mit Kältemittel versorgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem Kälteaggregat mit mehreren, in Kaskadenanordnung geschalteten Kältemittelkreisläufen mindestens einen, nicht unmittelbar mit der Kühlfalle verbundenen Kreislauf ständig in Betrieb hält.
  3. 3. Vorrichtung zur Erzeugung eines Vakuums in einem Rezipienten, insbesondere in einer Vakuumbeschichtungsanlage, bestehend aus einem Vakuum-Pumpsatz, einer Kühl falle1 die an ein Kälteaggregat mit mehreren, in Kaskadenanordnung geschalteten Kältemittel kreisläufen angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlfalle (41) unmittelbar im Rezipienten (10) angeordnet ist, und daß der mit der Kühl falle unmittelbar in Verbindung stehende Kältemittel kreislauf getrennt abschaltbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühifalle (41) beheizbar ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlfalle (41) als Heizwiderstand ausgebildet und an abschaltbare Stromanschlüsse (43, 44) gelegt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühl falle (41) als Rohrspirale ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühl falle (41) in der Mitte ihrer Länge einen Stromanschluß (44) aufweist, und daß die beiden Enden auf gemeinsames Potential gelegt sind.
DE19772757269 1977-12-22 1977-12-22 Verfahren und vorrichtung zur erzeugung eines vakuums in einem rezipienten Withdrawn DE2757269A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005043060A1 (de) * 2003-10-31 2005-05-12 Patentpool Innovations Management Gmbh Verbesserter wärmetauscher zur wassergewinnung aus luft

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