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"Mehrteiliger, nachgiebiger Grubenausbau"
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Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen, nachgiebigen Grubenausbau
aus Rinnenprofilen für Abbaustrecken, dessen einzelne Ausbaurahmen ein einstückiges
oder aus mehreren Segmenten zusammengesetztes Firstsegment und sich auf dem Liegenden
abstützende, einstückige oder geteilte Stoßsegmente aufweisen, wobei im Zuge fortschreitenden
Abbaues mindestens eines der beiden Stoßsegmente oder der untere Teil eines geteilten
Stoßsegmentes jedes Ausbaurahmens im jeweiligen Strebmündungsbereich vorübergehend
entfernbar und das einstückige oder aus mehreren Segmenten bestehende Fimtsegment
bzw. das Oberteil eines geteilten Stoßsegmentes stattdessen mittels eines lösbar
an diesem angebrachten, nach außen zum Streb hin vorkragenden Stützschuhes auf einen
in Streckenrichtung verlegten Unterzug abgestützt ist, welcher durch gegenüber dem
Stützschuh in Streckenrichtung versetzt angeordnete Hilfsstempel gehalten ist.
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Ein derartiger Grubenausbau ist bekannt durch die DT-PS 2 159 288.
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Gegenstand dieser Patentschrift ist insbesondere ein Stützschuh, welcher
zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Arme aufweist, wobei der das untere Stirnende
des Firstsegments untergreifende Arm des Stützschuhs mit dem Firstsegment durch
eine leicht lösbare Steckverbindung gekuppelt ist, während der andere Arm des
Stützschuhs
den unteren Endabschnitt des Firstsegments auslegerartig umgreift und sich mit seinem
freien Ende lose gegen dessen Außenseite abstützt, wobei die Unterseite des Stützauslegers
selbst das nach außen vorkragende und in bekannter Weise klauenartig geformte Auflager
für den Unterzug bildet.
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Diese bekannte Ausführung erweist sich insoweit als nachteilig, als
der Stützschuh vergleichsweise aufwendig hinsichtlich seiner Herstellung und seines
Materialbedarfes ist. Außerdem ergeben sich durch die Auslegerkonstruktion und die
Anbringung an der Stirnseite des Firtsegmentes große Momente, welche bei der Konzeption
bereits durch erhöhten Materialeinsatz und dergleichen Berücksichtigung finden müseen.
Des weiteren erweist sich die Handhabung als schwierig, da bei den beengten Platzverhältnissen
Untertage das Einsetzen und Herausnehmen eines relativ schweren Stützschuhs nicht
ohne weiteres durchführbar ist, zumal ein vorspringender Zapfen in die Ausnehmung
einer besonders gestalteten Lochplatte eingeführt bzw. aus dieser herausgenommen
werden muß.
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Der Schuh bzw. mehrere Schuhe muß bzw. müssen solange gehalten werden,
bis der Unterzug gesetzt ist.
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Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung nach dom
Hauptpatent die Aufgabe zugrunde, einen Grubenausbau der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei welchem unter Vermeidung vorernähnter Nachteile dhe einfache Ausgestaltung
und Handhabung des
Stützschuhs möglich ist, wobei eine einwandfreie
Kraftübertragung gewährleistet ist.
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Gemäß dem Vorschlage nach dem Hauptpatent wird dies dadurch erreicht,
daß der Stützschuh von zwei plaitenförmigen Wangen gebildet ist, welche durch quer
verlaufende Streben od.dgl. miteinander verbunden sind, und die Wangen an ihren
oberen, zum Firstsegment weisenden Enden als Widerlager ausgebildet sind und an
ihren unteren, zum Stoßsegment weisenden Enden einmal in bekannter Weise klauenartig
geformte Auflager für den Unterzug besitzen und zum anderen mit Ausnehmungen od.dgl.
versehen sind, wobei im Überlappungsbereich von Firstsegment und Stoßsegment an
jedem Flansch des Firstsegmentes mit Abstand zueinander Anschläge od.dgl. derart
angeordnet sind, daß die oberen, als Widerlager ausgebildeten Enden der Wangen an
den Unterseiten der oberen Anschläge od.dgl. anliegen und die Ausnehmung od.dgl.
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der Wange, die unteren Anschläge od.dgl. übergreifen. Durch diese
Ausgestaltung wird nicht nur ein gegenüber der bekannten Ausführung wesentlich leichterer
Stützschuh geschaffen, mit dem Vorteil eines erheblich geringeren Materialeinsatzes,
sondern auch eine starke Reduzierung der auftretenden Momente erreicht, weil der
Abstand zwischen der Krafteinleitung vom Firstsegment auf den Stützschuh und von
diesem auf den Unterzug kleiner ist als bei der bekannten Anordnung. Außerdem ergibt
sich eine einfache Handhabung, da der Stützschuh lediglich durch Schwenken in seine
Wirklage gebracht wird bzw. durch Schwenken im umgekehrten Sinne vom
Firstsegment
gelöst werden kann. Der Abstand der den Stützschuh bildenden Wangen voneinander
ist derart bemessen, daß diese mit ihren Innenseiten an den Außenseiten der Flansche
des Firstsegmentes anliegen und so gegen seitliches Verschieben gesichert sind.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Gegenstand des Hauptpatents
dahingehend zu verbessern, daß dessen Herstellung vereinfacht und mit einem verringerten
Materialeinsatz möglich ist.
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Gemäß bs Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die beiden plattenförmigen
Wangen unter Fortfall der sie verbindenden Streben zu einer Wange zusammengefaßt
sind, welche im Innenraum des als Firstsegment dienenden Rinnenprofils angeordnet
ist und die oberen sowie die unteren Anschläge von Laschen od.dgl. gebildet sind,
die sich quer zur Längsachse des Rinnenprofils von dessen einem Flansch zu seinem
anderen Flansch erstrecken. Der Stützschuh besteht somit nicht mehr aus zwei Wangen,
die das Rinnenprofil an der Öffnung umfassen, und sich an den Widerlagern außen
abstützen, sondern nur noch aus einer Wange, die sich in dem Innenraum des Rinnenprofils
abstützt. Der erfindungsgemäß ausgebildete Stützschuh kann als einfaches Schmiedestück
hergestellt werden und besitzt ein geringeres Gewicht als der Stützschuh nach dem
Hauptpatent. Für die als Widerlager
dienenden Laßchen ist zwar
etwas mehr Material erforderlich, jedoch ergibt sich unter fertigungstechnischen
Gesichtspunkten ein ganz erheblicher Vorteil gegenüber den Widerlagern nach dem
Hauptpatent.
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Vorteilhaft ist die obere Lasche od.dgl. auf den Flanschen des Firstsegments
angebracht, während die untere Lasche od.dgl.
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zwischen den Flanschen des Firstsegmentes befestigt ist. Diese Art
der Anbringung ermöglicht nicht nur eine einfache Herstellung, sondern ergibt darüber
hinaus auch eine einwandfreie Funktion als Widerlager für den Stützschuh.
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Ein Ausf;jhrungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher
erläutert, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teils eines Firstsegments
mit eingesetztem Stützachuh, Fig. 2 eine Vorderansicht der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht
des Firstsegments ohn. Stützschuh und Fig. 4 eine Vorderansicht der Pig. 3.
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Mit 1 ißt das Firitsegment aus Rinnenprofil bezeichnet, welches in
herkömmlicher Weise in seinem Überlappungsbereich in das Stoßsegment gelegt und
mit diesem mit an sich bekannten Spannmitteln nachgiebig verbunden ist.
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Der Stützechuh besteht aus einet etwa plattenförmigen Wange 2t
welche
einstückig als Schmiedestück hergestellt ist. Die Wange, welche in ihrer Grundform
etwa dreieckförmig ausgebildet ist, ist an ihrem oberen1 zur Firste weisenden Ende
3 als Widerlager ausgebildet, und zwar in Form einer Abplattung. Ihr unteres, zum
nicht weiter dargestellten Stoßsegment weisendes Ende 4 besitzt ein klauenartig
geformtes Auflager 5 für den nicht weiter dargestellten Unterzug, welcher auf Hilfsstempeln
aufruht. An dem unteren Ende 4 ist außer dem Auflager 5 eine Ausnehmung 6 vorgesehen,
welche hakenförmig gestaltet ist.
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Die Wange 2 ist im Bereich ihres oberen Endes 3 mit einem Ansatz 7
ausgerüstet, welcher frei vorragend ausgeführt ist. Der Ansatz 7 ist so ausgestaltet,
daß er sich zwischen die Flansche 8,9 des als Firstsegment 1 dienenden Rinnenprofils
erstreckt und an deren Innenseiten anliegt.
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Der Ansstz 7 geht in einen brückenartigen Ausleger 10 am oberen Ende
J der an 2 über, welcher auf den Flanschen 8,9 des Firstsegmentes aufliegt.
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Im Überlappungsbereich des Firstsegments 1 mit dem nicht weiter dargestellten
Stoßsegment sind Laschen 11,12 vorgesehen, welche quer zur Längsrichtung des Firstsegments
verlaufen und ie Flansche 8,9 miteinander verbinden. Die der Firste zugewandte obere
Lasche 11 ist auf den Flanschen 8,9 des Firstsegmentes 1 angebracht,
während
die dem Stoß zugewandte untere Lasche 12 zwischen die Flan sche 8,9 des Firstsegmentes
1 eingesetzt ist. Beide Laschen 11,12 sind an dem Firstsegment durch Schweißung
befestigt. Die Laschen 11,12 sind derart mit Abstand zueinander angeordnet, daß
das obere, als Widerlager ausgebildete Ende 3 der Wange 2 an der Unterseite der
oberen Lasche 11 anliegen, während die Ausnehmung 6 der Wange 2 die untere Lasche
12 übergreift.
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Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich, läßt sich der Stützschuh
durch einfaches Verschwenken um die untere Lasche 12 bei entferntem U'erug aus den
Firstsegment 1 entnehmen und in umgekehrter Weise in dieses einsetzen.
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Die Arbeitsweise des sog. fortschreitenden Abbaues ist an sich bekannt,
so daß es einer weiteren Erörterung nicht bedarf und im übigen ausführlich in der
DT-PS 2 159 288 beschrieben ist.