-
Auf Rollen laufender Förderer
Die Erfindung bezieht sich auf auf Rollen
laufende Förderer, insbesondere für den Untertagebetrieb.
-
Die Brauchbarkeit von für diesen Zweck verwendeten Förderern ist
in hohem Grade davon abhängig, daß sie rückbar und ihre Tragkonstruktion dem gewundenen
Verlauf der Strecken, in denen die Förderer verlegt werden, sowie dem unebenen,
wechselnd ansteigenden und abfallenden Verlauf der Sohle der Förderstrecke anpaßbar
ist.
-
Diese Forderungen der Praxis werden von den bekannten Konstruktionen
solcher Förderer nur in unvollkommenem Maße erfüllt. Im wesentlichen hat man sich
darauf beschränkt, die Elastizität der Schienen und die dadurch gegebene geringfügige
Verbiegungsmöglichkeit derselben auszunutzen, um wenigstens gewisse seitliche Abbiegungen
zu ermöglichen, oder im Bereich der Abwinkelungen der aufeinanderfolgenden Schüsse
der Tragkonstruktion das Entstehen von verhältnismäßig großen Spalten an der Außenseite
der Kurve in Kauf genommen.
-
Im ersteren Falle tritt bald eine Überbeanspruchung des Schienenmaterials
ein, das über seine Elastizitätsgrenze hinaus verbogen wird und damit dann eine
dauernde Verformung erleidet, falls nicht ein Spezialschienenmaterial von besonders
großer Elastizität verwendet wird.
-
Durch größere Spalten an den Stoßstellen der Tragkonstruktion wird
die fortlaufende Führung der Rollen, auf denen der Förderer läuft, gestört, und
es ergibt sich ein übermäßiger Verschleiß einerseits der Stoßstellen, andererseits
des rollenden Materials.
-
Die bereits vorgeschlagene Verwendung fester Uberbrückungsstücke,
die an den Stoßstellen die Schienen umgreifen und den bei Abwinkelung der
Schüsse
gegeneinander entstehenden Spalt überdecken, ist nur ein Notbehelf und läßt außerdem
gegenseitige Abwinkelungen der Schüsse bzw. an einanderstoßende Schienen entweder
nur in der lotrechten oder nur in der waagerechten Ebene zu.
-
Im Eisenbahnoberbau ist es bekannt, in die Schie neu Längenänderungen
ermöglichende Abschnitte einzuschalten, um dadurch dehnbare Stoßverbindungen zwischen
den aufeinanderfolgenden Schienenabschnitten zu schaffen.
-
Diese bekannten Konstruktionen sind aber ebensowenig wie die ebenfalls
bei Eisenbahnschienen bekannte längenveränderliche Ausbildung der Verbindungen aufeinanderfolgender
Schienen durch teleskopartige Einschiebmöglichkeit derselben ineinander, die ebenfalls
nur dem Ausgleich der durch Wärmeänderung bedingten Längenänderungen von im Freien
verlegten Eisenbahnschienen dient, gen eignet, die Aufgabe, Verschwenkungen der
Schüsse der Tragkonstruktion eines in erster Linie für den Untertagebetrieb bestimmten
Förderers zueinander sowohl in der horizontalen wie in der vertikalen Richtung zu
lösen, für die ganz andere Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind.
-
Die Erfindung schafft die Möglichkeit, die Laufbahn von auf Rollen
laufenden Förderern, und zwar sowohl bei Stillstand des Bandes wie auch während
des Betriebes, um beträchtliche Wege in allen Richtungen sowohl seitlich wie hinsichtlich
der Höhenlage zu verstellen und damit den Förderer den Voraussetzungen, die durch
seine praktische Verwendung insbesondere im Untertagrebetrieb ge geben sind, in
denkbar vorteilhafter Weise anzupassen.
-
Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung werden zu diesem Zwecke in
die Tragkonstruktion eingeschaltete, Längen änderungen ermöglichende Al,-schnitte
unter Aufrechterhaltung der durchgehenden Laufbahn für die Rollen aus Verschwenkungen
sowohl in seitlicher als auch in der Höhenrichtung ermöglichenden Paketen von aneinandergereihten
plattenförmigen federnden Elementen gebildet, die, abwechselnd nach der einen oder
anderen Richtung ausgewölbt, auf einen oder mehrere durchgehende Bolzen aus Federstahl
aufgereiht und miteinander verbunden sind.
-
Weitere Merkmale der Erfindung bestehen in der Ausbildung der Kupplung
der Traggerüstabschnitte bei Verwendung der neuen Federpakete als Verbindungen der
Laufschienen und schließlich die Einschaltung besonderer Verlängerungsabschnitte
in die Laufbahn.
-
Die Einzelheiten und weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung von vorzugsweisen Ausführungsbeispielen derselben
an Hand der Zeichnung, die sich auf den schwierigsten Anwendungsfall der Erfindung,
nämlich einen Förderer mit U-förmigen Laufschienen, bezieht.
-
Von der Zeichnung zeigt Fig. I in Seitenansicht ein zwischen zwei
aufeinanderfolgenden U-Schienen einzuschaltendes Federpaket.
-
Fig. 2 zeigt ein einzelnes Federelement eines solchen Federpakets.
-
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Federpaket, wobei in den Fig.
3 a und 3b die einzelnen Federelemente in entsprechender Ansicht, welche die Durchbiegung
benachbarter Federelemente in entgegen-"besetzter Richtung erkennen läßt, dargestellt
sind.
-
Fig. 4 zeigt im Querschnitt durch eine Verbindungsstelle eine Ausbildung
einer längs verstellbaren Verbindung zwischen aufeinanderfolgenden Schüssen, welche
die elastische Nachstellvorrichcung gemäß den Fig. I bis 3 wirkungsmäßig ergänzen
kann und dem Zwecke dient, ein Nachrücken der im Bogen zu der Längsbahn verlegten
Schüsse der Tragkonstruktion in noch größerem Ausmaß zu ermöglichen.
-
Fig. 5 und 6 zeigen in Draufsicht und im Ouerschnitt eine Möglichkeit,
unter Verwendung der Federpakete die Kupplung zwischen den Schüssen der Tragkonstruktion
völlig getrennt von der zwischen den Laufschienen, die durch die Federpakete erfolgt,
vorzunehmen.
-
Wie aus Fig. I bis 3 ersichtlich, bestehen die elastischen Abschnitte,
welche die Verschwenkungen der über sie verbundenen Laufschienen zueinander sowohl
in seitlicher wie auch in Höhenrichtung ermöglichen, je aus einer Vielzahl von zu
einem Federpaket zusammengesetzten Federelementen 14, deren Profil dem der U-Schienen
entspricht, jedoch am Steg oder an den Flanschen verbreitert ist. In der Verbreiterung
sind zwei Durchbohrungen 15 vorgesehen, welche dazu dienen, die einzelnen elastischen
Elemente 14 durch zwei durch die Bohrungen I5 gesteckte Bolzen miteinander zu verbinden.
Die Federwirkung der so gebildeten Federpakete beruht darauf, daß die einzelnen
federnden Elemente I4, wie in Fig. 3 a und 3b gezeigt, wechselweise nach der einen
und nach der anderen Seite leicht durchgebogen und nebeneinander so angeordnet sind,
daß, wie Fig. 3 erkennen läßt, in dem Paket die Elemente des einen Typs mit denen
des anderen Typs abwechseln. Durch Ausbildung der Bolzen als Schranbenbolzen mit
Muttern I7 und durch Anziehen dieser Muttern kann den Federpaketen eine Vorspannung
gegeben werden. Selbstverständlich müssen die Bolzen I6 so ausgebildet sein, daß
sie die Nachgiebigkeit nicht beeinträchtigen. Sie bestehen zu diesem Zwecke beispielsweise
aus Federstahl.
-
Fig. 4 zeigt im Querschnitt durch eine Verbindungsstelle eine Ausführungsform
des Erfindungsgedankens, welche unter Anwendung des grundsätzlich bekannten Gedankens,
die Glieder einer Förderbahn zum Zwecke der Verlängerung der Bahn teleskopisch und
gelenkig miteinander zu verbinden. insbesondere bezweckt, größere Längenveränderungen
des Traggerüstes, und zwar auch von geraden Gerüstabschnitten, schnell durchführen
zu können, was z. B. am Eingang und Ausgang eines Strebs beim Vorrücken des in einem
solchen verwendeten Förderers während der Gewinnungsschicht in Frage kommt. Zu diesem
Zweck wird, wie die Zeichnung zeigt, die volle Führung der Rollen od. dgl. durch
drei U-Schienen sowie die richtige Spur der Schien
nen durch Einschalten
von Abschnitten in diese erzielt, die aus zwei teleskopartig ineinander eingreifenden
Plattenkörpern aus je zwei gegeneinander verschiebbaren, ineinanderliegenden P rofilblechen
zusammengesetzt sind. Durch Ausziehen dieser beiden Elemente relativ zueinander
wird derart ohne Unterbrechung der Führungsbahnen für die Rollen - und infolge einer
zungenartigen Abschrägung I8' des inneren Profilbleches stoßfrei - der beim Auseinanderziehen
entstehende Spalt überbrückt.
-
Gemäß der im einzelnen dargestellten Ausführungsform sind die Innenprofile
I8 der ineinanderliegenden Profilbleche z.B. mittels Niete 19 auf einer Platte 20
angebracht, die gegenüber einer daraufliegenden Platte 2I in Längsrichtung verschiebbar
ist, an der z. B. durch Niete 22 die äußeren Profilbleche 23, den inneren Profilblechen
I8 anliegend, befestigt sind. Der so gebildete teleskopartig ausziehbare Abschnitt
ist mit den Schienen derart gekuppelt, daß sein eines Ende mit den Schienen des
vorhergehenden Abschnitts, sein dagegen verschiebhares anderes Ende mit den Schienen
des folgenden Gerüstabschnitts vorzugsweise durch die normalen Kupplungsstücke verbunden
ist. Bei den Profilblechen, die die mittlere Führungsschiene ersetzen, wird das
freie Ende des inneren Profilbleches I8 durch Winkel 24, die auf das äußere Profilblech
23 z.B. aufgenietet sind. daran verhindert, sich aus demselben herauszuheben.
-
Die Ausziehlänge des Teleskopabschnitts wird je nach den Anforderungen
beispielsweise so gewählt, daß sie dem Gewinnungsfortschritt im Streb während einer
Förderschicht entspricht. Dies ermöglicht in einem solchen Falle in scher einfacher
Weise die fortlaufende Verlängerung des Gerüstes, indem am Ende der Schicht das
bis dahin allmählich ausgeschobene Teleskop wieder eingeschoben und das Traggerüst
nunmehr durch Einsetzen eines normalen Gerüstabschnitts in die entstehende Lücke
ergänzt wird, worauf in der nächsten Schicht das Teleskop erneut zu voller Länge
ausgezogen werden kann.
-
Wenn bei Vorliegen besonders günstiger Voraussetzungen mit einem
Abweichen des Bandes nach der Seite und/oder dem Abheben desselben nach der Höhe
nicht gerechnet zu werden braucht oder dies durch einfachere Vorrichtungen verhindert
werden kann, so kann natürlich auf gewisse Teile der Teleskopführung verzichtet
und diese noch vereinfacht werden.
-
Die vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zur tSberbrückung der
beim Abwinkeln und der Verlängerung von Gerüstabschuitten entstehenden Spalte können
für sich oder auch in Kombination miteinander Verwendung finden. Die Verlängerungsstdle,
Kupplungsstelle und Abwinkelungsstelle brauchen dabei nicht zusammenzufallen. Es
wird aber häufig zwecl<mäßig sein, sie an die gleiche Stelle zu verlegen. Namentlich
in diesem Falle ergibt sich die Aufgabe, die Kupplung zwischen den Schienen von
den starken Zerreißkräften zu entlasten, die durch die beim Rücken auf die Fördereinrichtung
ausgeübten seitlichen Drücke entstehen.
-
Die Fig. 5 und 6 zeigen an einem Ausführungsbeispiel in Draufsicht
und im Schnitt eine Möglichkeit, die Kupplung zwischen den Gerüstabschnitten, die
die erwähnten Zerreißkräfte aufnehmen muß, völlig getrennt von der Kupplung zwischen
den Schienen durchzuführen, die durch zwischengeschaltete Abschnitte von erhöhter
Elastizität, und zwar durch Federpakete gemäß den Fig. I bis 3 hergestellt ist.
-
Zu diesem Zwecke sind die Enden der U-Schienen mit Ansätzen 25 versehen,
die Bohrungen 26 aufweisen, in die die Muttern I7 der die Federpakete 27 zusammenhaltenden
Bolzen I6 hineingesteckt werden. Die eigentliche, z.B. durch einen Bolzen 28 hergestellte
Kupplung zwischen den Gerüstabschnitten ist jedoch in einer panzerartigen Ummantelung
29 untergebracht, die in an sich bekannter Weise die Fördereinrichtung umgibt. Dies
hat bei Verwendung endloser Förderer den weiteren Vorteil, daß die Kupplung 28 auch
jederzeit von außen leicht zugänglich und lösbar ist. Nach Lösen der äußeren Kupplung
28 können die Bolzen I6 nebst ihren Hülsen I7 aus den Bohrungen 26 herausgezogen
und so die Schienen voneinander gelöst werden.
-
Solange jedoch die äußere Kupplung 28 nicht gelöst ist, sind auch
die Federpakete 27 zwischen den Ansätzen 25 der Schienen eingesperrt, so daß die
aufeinanderfolgenden U-Schienen mittels der Bolzen I6 ineinandergesteckt sind und
nicht voneinander getrennt werden können. Trotzdem ist eine Längenveränderung der
federnden Schienenverbindungen möglich, da sich die Hülsen (Muttern) I7 in der Längsrichtung
um ein gewisses Maß in den Bohrungen 26 verschieben können Auch die Kupplung 28
kann eine beträchtliche (einseitige oder auch doppelseitige) Längsverschiebung der
Gerüstabschnitte gegeneinander zulassen, die aber nur unter Zusammenpressung der
zwischen die Schienenstöße gesteckten Federpakete 27 durchführbar ist. Da die Federpakete,
wie oben erwähnt, durch die Hülsen I7 unter eine starke Vorspannung gesetzt sein
können, ist eine solche Längsverschiebung nur unter Anwendung eines starken Druckes
möglich. Bei dieser Anordnung ergibt sich der weitere Vorteil, daß durch die Federwirkung
der Federpakete 27 das Gerüst jeweils selbsttätig gerade ausgerichtet wird, so daß
eine Abwinkelung an den Kupplungsstellen jeweils nur durch Überwindung des Gegendruckes
der Federn durch den Andruck maschineller Mittel, beispielsweise von Rückzylindern
od. dgl., zu erreichen ist. Die an der äußeren Ummantelung einerseits und an den
Schienen andererseits angebrachten Kupplungselemente korrespondieren derart, daß
die ersteren auf Zug und die letzteren auf Druck beansprucht werden.