DE2754507A1 - Insektizide zusammensetzungen - Google Patents
Insektizide zusammensetzungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf insektizide Zusammensetzungen.
Es ist bekannt, insektizide Zusammensetzungen in Form von emulgierbaren Konzentraten herzustellen, in denen ein insektizid
wirksamer Bestandteil mit einem aromatischen Lösungsmittel auf der Basis von alkylierten Benzolen (üblicherweise
Di- und Trimethylbenzolen) und einem oberflächenaktiven
Mittel gemischt wird. Wenn solche Konzentrate mit großen Volumina Wasser vor dem Verspritzen gemischt werden, dann
-2-
809824/0779
stellt die Anwesenheit des oberflächenaktiven Mittels sicher,
daß eine Emulsion gebildet wird und daß das Lösungsmittel und der aktive Bestandteil im Wasser gleichförmig während
einer ausreichenden Zeit verteilt bleiben, so daß es möglich ist, die verdünnte Zusammensetzung durch herkömmliche Spritzvorrichtungen
auf den Ort aufzubringen, der mit dem Insektizid behandelt werden soll.
Wenn solche emulgierbare Konzentrate aktive Bestandteile, die aus gewissen Klassen von Insektiziden ausgewählt sind, enthalten,
dann wurde festgestellt, daß sie ernsthafte Augenschädigungen bei Säugern hervorrufen können, wenn sie zufällig
mit den Augen in Kontakt kommen.
Dieser Effekt, der sich durch eine starke Augenreizung und üblicherweise auch mit dem Einsetzen einer Pannus-Reaktion
(Entwicklung einer Hornhauttrübung und irreversibles Wachstum von Heilungsgewebe über dem Auge) äußert, konnte aus den
einzelnen demonstrierten toxischen Effekten weder des aromatischen Lösungsmittels noch des aktiven Bestandteils vorhergesagt
werden, da beide nur eine schwache Reizung des Auges ohne irgendeine Pannus-Reaktion hervorrufen. Diese unerwarteten
und unerwünschten Wirkungen sind anscheinend auf Insektizide solcher Typen beschränkt, die in den GB-PSen 1 439 615,
1 413 419 und 1 448 228 beschrieben sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft nunmehr insektizide Zusammensetzungen
in Form von emuIgierbaren Konzentraten, die im wesentlichen
aus folgenden Bestandteilen bestehen: (a) einem aktiven Bestandteil der Formel
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CH (R) -O-C-R1
worin R für Wasserstoff oder Cyano steht und R entweder für eine Gruppe der Formel
CH-CH(CH,),
oder eine Gruppe der Formel
Z C-CH,
I J
CH3
steht, wobei in den obigen Gruppen X für Chlor oder Methyl steht, Y und Z beide für Chlor oder beide für Methyl stehen
oder Y für Wasserstoff und Z für Methyl oder eine Gruppe der Formel
(X = Brom oder Chlor) steht;
(b) einem flüssigen Verdünnungsmittel, das im wesentlichen aus einem größeren Anteil weißem öl und einem kleineren Anteil
eines aromatischen Lösungsmittels auf der Basis von alkylierten Benzolen besteht; und
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(c) einem anionischen oder nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mittel,
wobei das weiße öl ungefähr 35 bis ungefähr 75 % (G/V) der
Zusammensetzung ausmacht und die Gesamtmenge des weißen 01s und des aktiven Bestandteils ungefähr 55 bis ungefähr 85 %
(G/V) der Zusammensetzung ausmacht.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können durch herkömmliche Mischtechniken hergestellt werden, und sie können zur
Bekämpfung von Insektenschädlingen in der üblichen Weise verwendet
werden, wobei sie vor der Anwendung mit Wasser verdünnt werden.
Es hat sich Überraschenderweise gezeigt, daß die erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen gegenüber dem Augengewebe von Säugern nicht nur wesentlich weniger gefährlich sind, sondern daß sie
in der Tat auch bei der Bekämpfung von Insektenschädlingen wirksamer sind als die herkömmlichen Zusammensetzungen auf
der Basis von aromatischen Lösungsmitteln.
Spezielle Beispiele für Insektizide, die als aktive Bestandteile in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet
werden können, sind Permethrin(3-(2,2-Dichlorovinyl)-2,2-dimethylcyclopropan-carbonsäure-B-phenoxybenzylester),
Cypermethrin (3-(2,2-Dichloroviny1)-2,2-dimethylcyclopropancarbonsäure-c^-cyano-S-phenoxybenzylester),
Phenvalerat (2- (4-Chlorophenyl) -S-methyl-buttersäure-^-cyano-S-phenoxybenzylester)
und Decamethrin ((1R,3S)-3-(2,2-Dibromovinyl) 2,2-dimethylcyclopropan-carbonsäure-(S)
- <X -cyano-3-phenoxybenzylester).
Der aktive Bestandteil kann üblicherweise in Form eines Materials technischer Reinheit verwendet werden, das ist also
die Form ,die in der Praxis der Herstellung erhalten wird,
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praktisch frei von größeren Verunreinigungs- und Lösungsmittelmengen
ist, und in jeder anderen Hinsicht sich für die Formulierung
in Zusammensetzungen für die Verwendung als Insektizid oder Tickizid (Zeckenbekämpfungsmittel) eignet.
Der Ausdruck "weißes öl" der oben verwendet wurde, bezieht sich
auf raffinierte paraffinische Kohlenwasserstoffe, die bei
einer Temperatur von mehr als 30O0C sieden und einen hohen
(mehr als 90%) Anteil an unsulfonierbaranRückstand enthält. Vorzugsweise hat das weiße öl einen größeren Anteil als
9 5% unsulfonierbarem Rückstand. Ein typisches weißes öl, das sich für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eignet,
besitzt einen Destillationsbereich wie folgt:
10% Punkt 31O-34O°C
50% Punkt 3 5O-375°C 80% Punkt 38O-4OO°C
Typische Beispiele für geeignete Materialien sind solche, die unter den Warenzeichen "Puremor", "Sunspray" 6N und "Risella"
17 vertrieben werden ("Puremor", "Sunspray" and "Risella" sind eingetragene Warenzeichen).
Oberflächenaktive Mittel für die Verwendung in den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen sind vorzugsweise von der anionischen oder nicht-ionischen Type. Geeignete Mittel der anionischen
Type sind beispielsweise Seifen, Salze von aliphatischen Monoestern der Schwefelsäure, wie z.B. Natrium-lauryl-sulfat, und
Salze von sulfonierten aromatischen Verbindungen, wie z,B. Dodecylbenzolsulfonat, Natrium-, Calcium- und Ammoniumlignosulfat,
Butylnaphthalinsulfat und Gemische der Natriumsalze von Diisopropyl- und Triisopropyl-naphthalinsulfonsäure. Geeignete
Mittel der nicht-ionischen Type sind beispielsweise
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die Kondensationsprodukte von Äthylenoxyd mit Fettalkoholen, wie z.B. Oleylalkohol und Cetylalkohol, oder mit Alkylphenolen,
wie z.B. Octylphenol, Nonylphenol und Octylcresol. Andere nichtionische Mittel sind die Teilester, die sich von langkettigen
Fettsäuren und Hexitanhydriden ableiten, wie z.B. Sorbitmonolaurat,
die Kondensationsprodukte dieser Teilester mit Äthylenoxyd und die Lecithine.
In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen kann mehr als ein
oberflächenaktives Mittel verwendet werden, um die nötige Emulgierungswirkung zu erreichen und um das Verhalten der
verdünnten Zusammensetzung auf die behandelte Oberfläche, wie zum Beispiel auf das Laubwerk der Pflanzen, zu optimieren.
Die Menge des oberflächenaktiven Mittels (oder der oberflächenaktiven
Mittel, sofern mehrere verwendet werden) richtet sich nach der Menge der anderen anwesenden Bestandteile, liegt
aber im allgemeinen im Bereich von 5 bis 20% (G/V) und vorzugsweise
im Bereich von 7 bis 12% (G/V), bezogen auf das emulgierbare Konzentrat.
Die Menge an im Konzentrat anwesenden aromatischen Lösungsmittel richtet sich hautpsächlich nach der Wahl und der Menge
des aktiven Bestandteils. So sind aktive Bestandteile der Type, die in der obigen Formel dargestellt wurden, worin
R für Cyano steht, in dem weißen öl viel weniger löslich als solche,
worin R für Wasserstoff steht, weshalb es nötig ist, mehr aromatisches Lösungsmittel zu verwenden, um eine Mischbarkeit
zu erreichen. Der Bereich liegt im allgemeinen von ungefähr
10 bis ungefähr 40% (G/V) und vorzugsweise im Bereich von 12 bis 30% (G/V). Wenn weniger als 12% verwendet werden, dann
ergibt sich eine unvollständige Mischbarkeit der Bestandteile. Zusammensetzungen die mehr als 4O% von dem aromatischen Lösungsmittel
enthalten, zeigen keine Verringerung der Schädigung der Augen. 809824/0779
Die Konzentrate können durch einfaches Mischen der verschiedenen Bestandteile erhalten werden. Vorzugsweise wird der
aktive Bestandteil in dem aromatischen Lösungsmittel zusammen mit dem oberflächenaktiven Mittel oder den oberflächenaktiven
Mitteln aufgelöst, worauf das Gemisch dann mit dem weißen öl verdünnt wird.
Die so erhaltenen Zusammensetzungen sind während langer Zeiten lagerfähig und können vor dem Verspritzen zur Bekämpfung von
Insektenschädlingen mit Wasser verdünnt werden.
Zwar werden in den folgenden Beispielen die verschiedenen Materialien
durch ihre Warenzeichen identifiziert, aber dies bedeutet nicht, daß die Erfindung lediglich auf Konzentrate
beschränkt ist, die unter Verwendung dieser Materialien hergestellt worden sind. So können auch andere Materialien als
oberflächenaktive Mittel in den emulgierbaren Konzentraten der Erfindung verwendet werden, wie sie beispielsweise in
McCutcheon's "Detergents and Emulsifiers" (197 5) in Buch I
oder in Buch II der kombinierten Ausgabe zu finden sind (herausgegeben von McCutcheon's Division M.C.Publishing Company,
Glen Rock, New Jersey, USA). In diesem Werk finden sich auch die Angaben über die Quellen der verschiedenen mit Warenzeichen
vertriebenen Materialien, von denen in den Beispielen gesprochen wird, mit Ausnahme von "Aromasol" H, wobei es
sich um aromatisches Naphtha handelt, das aus alkylierten Benzolen besteht, und zwar überwiegend aus den isomeren Trimethylbenzolen
und kleineren Mengen an Cg- und C1--alkylierten
Benzolen. Alternativen zu Aromasol H sind gemischte Xylole und ein aromatisches Naphtha, das unter dem Warenzeichen "Tenneco"
500/100 verkauft wird.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
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Dieses Beispiel erläutert ein erfindungsgemäßes emulgierbares
Konzentrat. Die folgenden Bestandteile wurden in den angegebenen
Verhältnissen gemischt:
% G/V
Permethrin (technisch) 25,0
"Atlox" 34O4F 6,0
"Triton" X2O7 3,0
weißes öl 45,0
"Aromasol" H auf 100,0
("Atlox", "Triton" und "Aromasol" sind eingetragene Warenzeichen)
.
Dieses Beispiel erläutert ein anderes erfindungsgemäßes emulgierbares
Konzentrat.
% G/V
Cypermethrin 10,0
"Atlox" 34O4F 7,2
"Triton" X2O7 1 ,8
weißes öl 60,0
"Aromasol" H auf 100,0
Dieses Beispiel erläutert ein weiteres erfindungsgemäßes emulgierbares Konzentrat.
809824/0779
% G/V
Phenvalerat 2 5,0
"Atlox" 34O4F 9,0
weißes öl 45,0
"Aromasol" H auf 100,0
Ein erfindungsgemäßes emulgierbares Konzentrat wurde dadurch
hergestellt,daß die folgenden Bestandteile in den angegebenen Verhältnissen gemischt wurden und dann das Gemisch mit weißem
Ul bis zu einem Gesamtvolumen von 1 1 verdünnt wurde.
Permethrin (technisch) 50 g
"Arylan" CA 36 g
"Synperonic" A4 54 g
"Aromasol" H 120 g
Das so hergestellte Konzentrat enthielt 5% G/V Permethrin und besaß ein spezifisches Gewicht von 0,88 bei 15°C.
Ein emulgierbares Konzentrat, das Cypermethrin enthielt, wurde durch Mischen der folgenden Bestandteile hergestellt. Das weiße
öl wurde zuletzt zugegeben.
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275A507
% G/V
Cypermethrin (technisch) 25,0
"Atlox" 34O4F 3,0
"Atlox" 34O9F 4,5
"Aromasol" H 30,0
weißes Ol auf 100,0
Das resultierende Konzentrat besaß ein spezifisches Gewicht von 0,96 bei 15°C.
Dieses Beispiel erläutert die Herstellung und Zusammensetzung eines emulgierbaren Konzentrats, das 0,5% G/V Decamethrin enthält.
Eine Lösung von Decamethrin in Isophoron wurde zu einem Gemisch der oberflächenaktiven Mittel und weißem Ul zugegeben,
und das resultierende Gemisch wurde mit "Aromasol" H verdünnt. Das Konzentrat besaß die folgende Zusammensetzung.
| % G/V | |
| Decamethrin (technisch) | 0,5 |
| Isophoron | 7,5 |
| 11 Atlox" 34O4F | 7,0 |
| "Atlox" 34O9F | 3,0 |
| weißes öl | 43,5 |
| "Aromasol" H | auf 100,0 |
| BEISPIEL 7 |
Ein emulgierbares erfindungsgemäßes Konzentrat wurde durch
Mischen der folgenden Bestandteile in den angegebenen Verhältnissen hergestellt, wobei das weiße öl als letztes zugegeben
wurde.
809824/0779
275Λ507
■*%
% G/V
Permethrin (technisch) 10,0 "Atlox" 34O4F 7,2
"Triton" X2O7 1,8
"Aromasol" H 12,0
weißes Ul auf 100,0
Das spezifische Gewicht des Konzentrats war 0,90 bei 15°C. BEISPIEL 8
Ein emulgierbares Konzentrat, das 2% G/V Permethrin enthielt, wurde durch Mischen der folgenden Bestandteile in den angegebenen
Verhältnissen hergestellt, wobei das weiße Ul als letztes zugegeben wurde.
% G/V
Permethrin (technisch) 2,0 "Atlox" 3 4O4F 6,0
"Triton" X2O7 3,0
"Aromasol11 H 10,0
weißes öl auf 100,0
Die Augenreizung der Zusammensetzung von Beispiel 1 wurde in einen
Vergleich gegenüber einem emulgierbaren Standardkonzentrat üblicher
Art der folgenden Zusammensetzung bestimmt.
% G/V
Permethrin (technisch) 25,0 "Arylan" CA 7,5
"Synperonic" 0P10 12,5
2-Methoxyäthanol 5,0
"Aromasol" H auf 100,0
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("Arylan" und "Synperonic" sind eingetragene Warenzeichen).
Die Tests wurden unter Verwendung des Verfahrens von Draize,
J.H., (1959), Appraisal of the Safety of Chemicals Foods, Drugs, and Cosmetics, Association of Food and Drug Officials
of the United States, 46, durchgeführt. Die numerischen Einstufungen, die bei diesen Tests erhalten wurden, entsprachen
dem System, das von Kay, J.H. und Calandra, J.C, (1962) J.
Soc. Cosmet.Chem. _T3» 6 beschrieben ist, so daß eine Einstufung
auf der Draize-Skala von 1 bis 8 erhalten wurde, wobei 1 keine Wirkung bedeutet und 8 eine starke Augenschädigung
bedeutet. Die Resultate sind in der folgenden Tabelle angegeben.
| Tag 1 |
numerische Einstufungen | Tag 3 |
Tag 6 |
Tag 7 |
Draize-Ein- stufung |
|
| Formulierung | 29 9,3 |
Tag 2 |
19,5 2,7 |
3O+ 0 |
15+ 0 |
6 4 |
| Standard Beispiel 1 |
23 6 |
|||||
Eine Pannus-Reaktion trat beim Standard am 6. Tag auf. Eine Einstufung von 6 zeigt, daß der Standard stark reizend
ist, wogegen die Einstufung 4 für die erfindungsgemäße Zusammensetzung
zeigt, daß nur eine milde Reizung auftritt.
In einer weiteren Reihe von Versuchen wurden andere erfindungsgemäße
Zusammensetzungen mit emulgierbaren Standardkonzentraten, die kein weißes öl enthielten, verglichen. Die Resultate sind
in der folgenden Tabelle angegeben.
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| % G/V a.B. | STANDARD | PANNUS- Reaktion |
erfindungsgemäß | PANNUS - Reaktion |
|
| aktiver Bestandteil (a.B.) |
24 | DRAIZE- Einstufung |
Ja | DRAIZE- Einstufung |
nein |
| Permethrin | 5 | 6 | ja | 4 | nein |
| Permethrin | 2 | 6 | nein | 4 | nein |
| Permethrin | 10 | 5 | ja | 4 | nein |
| Cypermethrin | 6 | 5 |
Ähnliche Versuche haben außerdem gezeigt, daß ein herkömmliches 30%iges Emulsionskonzentrat (ohne weißes öl) von Phenvalerat
ebenfalls eine Draize-Einstufung von 6 ergibt, ähnlich wie ein 1,25%iges Standardemulsionskonzentrat von (1R,3S)-3-(2,2-Dichlorovinyl)-2,2-dimethylcyclopropan-carbonsäure-et-cyano-3-phenoxybenzylester.
Diese hohen Draize-Einstufungen und das Einsetzen einer Pannus-Reaktion konnten aus den Daten für die
technische Einstufung des aktiven Bestandteils selbst nicht vorhergesagt werden. Diese sind in der folgenden Tabelle angegeben.
3 -U ß Ai
C fd <0 (U
tn
ι to co -H ß C
CM <Ti <N CTl
•Η -P Λί
RS
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Diese Tests demonstrieren klar, daß zwar die aktiven Bestandteile selbst keine ernsthafte Gefahr für das Augengewebe
darstellen, daß sie aber, wenn sie sich in Zusammensetzungen befinden, die ein aromatisches Lösungsmittel in
gewissen Anteilen enthalten, nicht nur einen erhöhten Reizungsfaktor, gemessen auf der Draize-Skala, von schwach
oder gering zu stark ergeben, sondern in den meisten Fällen auch das Einsetzen einer Pannus-Reaktion verursachen. Diese
unerwünschten gefährlichen Effekte werden eindeutig durch die Einverleibung von weißem Ul in die Zusammensetzungen
verringert.
Dieses Beispiel erläutert die überlegene insektizide Wirkung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung von Beispiel 1 bei
einem Versuch im freien Feld im Vergleich zu dem in Beispiel 4 beschriebenen Standard.
(a) Baumwollpflanzen, die mit Heliothis armigera, Earias
insulana und Ostrinia nubilalis infiziert waren, wurden mit wäßrigen Zusammensetzungen bespritzt, die durch Verdünnen
der emulgierbaren Konzentrate erhalten worden waren, und zwar während der Blüte, 8 Wochen und 9 Wochen nach dem
Säen. Die Zusammensetzungen enthielten 25, 50 und 100 ppm des aktiven Bestandteils. Die Anzahl der beschädigten Knospen
wurde 7 Tage später bestimmt. Behandlungsmittel, die weniger als 5% beschädigte Knospen ergeben, werden als zufriedenstellend
angesehen. Die Resultate sind in der folgenden Tabelle angegeben.
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| Formulierung | Rate ppm | % beschädigte Knospen |
| Standard |
25
5O 100 |
15,1
6,6 2,5 |
| Beispiel 1 |
2&
5O 100 |
5,8
4,6 4,6 |
| Vergleich | - | 36,7 |
(b) Rebstöcke, die mit den Larven von Lobesia botrana infiziert
waren, wurden mit wäßrigen Zusammensetzungen der emuigierbaren Konzentrate bespritzt, die 20 und 30 ppm des aktiven Be-Standteils enthielten. Die Anzahl der lebenden Raupen der
dritten Generation wurde je 25 "T^aubenzöpfe" bestimmt.
| Formu1ierung | Rate ppm |
Anzahl der Raupen/25 "Trauben-
zQpfe- |
| Standard |
2O
30 |
130
62,5 |
| Beispiel 1 |
2O
3O |
92,5
42,5 |
| Vergleich | - | 227,5 |
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Claims (9)
1. Insektizide Zusammensetzung in Form eines emulgierbaren
Konzentrats, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus folgenden Bestandteilen besteht:
a) einem aktiven Bestandteil der Formel:
a) einem aktiven Bestandteil der Formel:
CH(R)-O-C-R1
worin R für Wasserstoff oder Cyano steht und R entweder für eine Gruppe der Formel
XH-CH(CH3J2
oder eine Gruppe der Formel
Z^ C-CH3
CH3
steht, wobei in den obigen Gruppen X für Chlor oder Methyl steht, Y und Z beide für Chlor oder beide für Methyl stehen
oder Y für Wasserstoff und Z für Methyl oder eine Gruppe der Formel
ORIGINAL INSPECTED 809824/077$
(X = Brom oder Chlor) steht;
(b) einem flüssigen Verdünnungsmittel, das im wesentlichen aus einem größeren Anteil weißem öl und einem kleineren Anteil
eines aromatischen Lösungsmittels auf der Basis von alkylierten Benzolen besteht; und
(c) ein oder mehreren anionischen oder nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mitteln,
wobei das weiße öl ungefähr 35 bis ungefähr 75% (G/V) der
Zusammensetzung ausmacht und die Gesamtmenge des weißen Öls und des aktiven Bestandteils ungefähr 55 bis ungefähr 85%
(G/V) der Zusammensetzung ausmacht.
2. Insektizide Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der aktive Bestandteil aus Permethrin, Cypermethrin oder Decamethrin besteht.
3. Insektizide Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der aktive Bestandteil aus Phenvalerat besteht.
4. Insektizide Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das weiße öl einen unsulfonierbaren
Rückstand von mehr als 95% aufweist.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das weiße öl folgende Destillationsbereiche aufweist:
10% Punkt - 31O-34O°C, 50% Punkt - 35O-375°C und 80% Punkt 38O-4OO°C.
6. Insektizide Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das oberflächenaktive Mittel
oder die oberflächenaktiven Mittel in einer Menge im Bereich von 5 bis 20 % (G/V) vorliegen.
809824/0779
275A507
7. Insektizide Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das oberflächenaktive Mittel oder die oberflächenaktiven Mittel in einer Menge im Bereich von 7 bis 12%
(G/V) vorliegen.
8. Insektizide Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß das aromatische Lösungsmittel in einer Menge im Bereich von 10 bis 40% (G/V) vorliegt.
9. Insektizide Zusammensetzung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das aromatische Lösungsmittel in einer Menge im Bereich von 12 bis 30% (G/V) vorliegt.
Γ,=
809824/0779
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB51428/76A GB1562908A (en) | 1976-12-09 | 1976-12-09 | Insecticidal compostions |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2754507A1 true DE2754507A1 (de) | 1978-06-15 |
Family
ID=10459983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772754507 Ceased DE2754507A1 (de) | 1976-12-09 | 1977-12-07 | Insektizide zusammensetzungen |
Country Status (23)
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| JP (1) | JPS5372822A (de) |
| BE (1) | BE861368A (de) |
| BR (1) | BR7708172A (de) |
| CA (1) | CA1090249A (de) |
| CS (1) | CS194825B2 (de) |
| DD (1) | DD133889A5 (de) |
| DE (1) | DE2754507A1 (de) |
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| EG (1) | EG12947A (de) |
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| PL (1) | PL104152B1 (de) |
| TR (1) | TR19735A (de) |
| ZA (1) | ZA777138B (de) |
Cited By (1)
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