DE2749700A1 - Vorrichtung zum zeitweisen unterbrechen der sticknadelbewegung an stick- oder naehmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum zeitweisen unterbrechen der sticknadelbewegung an stick- oder naehmaschinenInfo
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Description
? 7 L Q 7 Π Q
PAfENiANWALTE
riPL.lNG. ALEX STENGER
D-4000 DÜSSELDORF 1 DIPL.-ING. WOLFRAM WATZKE
Malkaslenstr.ße 2 *"" 3 ~ DIPL.-ING. HEINZ J. RING
UnserZeiAen: l8 56o Datum: ^ November 1977
Maschinenfabrik Carl Zangs Aktiengesellschaft,Oberdiessemer Str.15,
i*15o Krefeld
Vorrichtung zum zeitweisen Unterbrechen
der Sticknadelbewegung an Stick- oder Nähmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zeitweisen Unterbrechen
der Sticknadelbewegung an automatisch gesteuerten Stick- oder Nähmaschinen, insbesondere Mehrkopf-Stickautomaten, mit mindestens
einer mittels eines Pleuels und einer Kurbel von einer Antriebswelle angetriebenen Nadelstange.
Bei automatisch gesteuerten Stick- oder Nähmaschinen werden sogenannte
Springstiche erforderlich, wenn die das zu bestickende Material tragenden Stickrahmen automatisch von einem Motiv zum
anderen verschoben werden,, Diese den Abstand zwischen dem letzten
Stich des fertiggestellten Motivs mit dem ersten Stich des neuen Motivs verbindenden Springstiche müssen nach der Fertigstellung
der Stickerei von Hand herausgetrennt werden. Hierdurch ergibt sich nicht nur die Notwendigkeit einer Nachbehandlung des auf der Maschine
automatisch bestickten Materials von Hand, sondern insgesamt ein erheblicher Arbeitsmehraufwand.
Um das Heraustrennen von Springstichen nach Fertigstellung der Stickerei zu vermeiden, ist es bereits bekannt, Stickautomaten
mit einer Einrichtung zu versehen, mit der die Stichbildung zeitweise ausgesetzt werden kann. Bei dieser bekannten Einrichtung
wird mittels eines Magneten die Nadelstange in dem ihre Hin- und Herbewegung verursachenden Kloben um etwa 90° gedreht, so daß
infolge der gleichzeitigen Verdrehung der an der Nadelstange be-
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festigten Nadel der Greifer die Fadenschlaufen nicht erfassen kann,
wodurch die Bildung von Stichen verhindert wird.
Die bekannte Einrichtung unterbricht zwar die Bildung von Sprengstichen,
vermeidet aber nicht das Eintauchen der Nadel in den Stickgrund. Bei verschiedenen zu bestickenden Materialien bleiben
deshalb unerwünschte Nadeleinstiche sichtbar,die insbesondere dann
störend sind, wenn das Stickgrundmaterial aus Leder, Kunstleder oder feinen Geweben besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum zeitweisen Unterbrechen der Sticknadelbewegung an automatisch gesteuerten
Stick- oder Nähmaschinen insbesondere Mehrkopf-Stickautomaten zu schaffen, mit welcher nicht nur die Stichbildung zeitweise
unterbrochen werden kann, sondern ein gesteuertes Unterbrechen der Sticknadelbewegung mit einfachen und funktionssicheren Mitteln
möglich ist, ohne daß größere Änderungen an der Konstruktion des Stickkopfes erforderlich sind.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß das Pleuel mit einem Antriebsschlitten gelenkig verbunden ist, der mittels einer Schaltklinke mit einem auf der
Nadelstange befestigten Mitnehmer verbindbar ist, der seinerseits mittels einer steuerbaren Halteklinke bei gleichzeitiger Trennung
vom Antriebsschlitten in einer oberen Totpunktlage feststellbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung ist es möglich, die Nadelstangev'der
oberen Totpunktlage festzustellen, ohne die Bewegungen des Nadelstangenantriebs, nämlich der Antriebswelle, der Kurbel
und des Pleuels zu unterbrechen. Insbesondere bei einem automatischen Verschieben des Stickrahmens zwischen zwei Motiven kann somit
die Sticknadelbewegung zeitweise unterbrochen werden, ohne daß der Maschinenantrieb ausgeschaltet wird, weil dieser Antrieb für
die Ausführung der Stickrahmenverstellung erforderlich isto
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Antriebsschlitten
auf der Nadelstange beweglich geführt und die Schaltbuchse
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unmittelbar am Mitnehmer gelagert. Hierdurch ergibt sich eine besonders
einfache Ausführung, die insbesondere für Stickmaschinen ohne Farbwechsel Verwendung findet.
Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist der Antriebsschlitten auf einer parallel zur Nadelstange angeordneten Führungsstange beweglich geführt und die Schaltklinke an einem Schaltstück
gelagert, das ebenfalls auf der Führungsstange geführt und mit dem Mitnehmer der Nadelstange verbunden ist. Diese Ausführung eignet sich
insbesondere für Stickautomaten mit einer Farbwechseleinrichtung. Bei derartigen Stickmaschinen sind erfindungsgemäß mehrere Nadelstangen
parallel zueinander in einem gemeinsamen, quer zur Stickbewegung verschiebbaren Nadelstangenblock beweglich gelagert, wobei
der Mitnehmer der jeweis in der Stickstellung befindlichen Nadelstange
mit dem Schaltstück verbunden wird»
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung einer derartigen Stickmaschine
besteht darin, daß der Mitnehmer jeder Nadelstange mit einer Rolle versehen ist,die in eine gabelförmige Ausnehmung des Schaltstückes
einführbar ist. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist zu beiden Seiten des in der oberen Totpunktlage befindlichen Schaltstückes je eine feststehende Führungskurve für die Rollen der sich
außerhalb der Stickstellung befindlichen Nadelstangen angeordnet. Hierdurch ergibt sich mit einfachen und funktionssicheren Mitteln
eine Möglichkeit zum Unterbrechen der Sticknadelbewegung an mehrnadeligen
Stickmaschinen mit Farbwechseleinrichtung, deren abgeschaltete Nadelstangen zuverlässig festgehalten werden. Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung wird jede ausgeschaltete Nadel in ausreichendem Abstand vom zu bestickenden Material gehalten, indem
der Abstand jeder Führungskurve vom Tisch der Stick- oder Nähmaschine mit zunehmender Entfernung vom Schaltstück zunimmt.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Schaltklinke als zweiarmiger Hebel ausgebildet, von denen der eine Arm mit einer am Antriebsschlitten ausgebildeten Raste
und der andere Arm mit der Haüteklinke zusammenwirkt <, Die Halteklinke
wird erfindungsgemäß durch einen Schaltmagneten gesteuert.
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Um die Zuverlässigkeit des Schaltvorganges zu erhöhen, ist die Schaltklinke erfindungsgemäß durch eine Schenkelfeder belastet.
Damit auch bei hohen Drehzahlen der Maschine ein zuverlässiges Unterbrechen der Sticknadelbewegung erfolgt,ist der Mitnehmer
bzw. das Schaltstück durch eine diese Teile in die obere Totpunktlage ziehende Zugfeder belastet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ergibt insgesamt den Vorteil, daß
mit einfachen konstruktiven Mitteln die Sticknadelbewegung gesteuert unterbrochen werden kann, wobei gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung der Schaltmagnet durch das Programm der automatischen Steuerung der Stick- oder Nähmaschine gesteuert wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsger
mäßen Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen:
Hg. 1 einen Längsschnitt durch einen Kopf einer Stickmaschine,
Hg. 2 eine teilweise geschnittene Vorderansicht zu Pig.l mit
betriebsbereiter Nadelstange,
Mg. 3 eine teilweise geschnittene Vorderansicht entsprechend Fig„2
mit abgeschalteter Nadelstange,
FJg. 4 einen Längsschnitt durch einen Kopf einer Stickmaschine mit
FärbWechseleinrichtung,
FJg. 5 eine Vorderansicht zu Fig.4 und
3g. 6 eine perspektivische Darstellung des Stickkopfes gemäß
den Figuren 4 und 5 ο
Das erste Ausführungsbeispiel eines Kopfes einer Stickmaschine gemäß
den Fig.l bis 3 zeigt den vorderen Teil eines Gehäuses 1 mit einer
Hauptantriebswelle 2. Auf dem vorderen Ende der Hauptantriebswelle ist eine Kurbel 3 mittels eines Stiftes 3a befestigt» An der Kurbel
3 ist ein Pleuel 4 angelenkt, das mittels eines Pleuelzapfens 4a gelenkig mit einem Antriebsschlitten 5 verbunden ist.
Dieser Antriebsschlitten 5 ist beweglich auf einer Nadelstange 6 geführt, die in Längsrichtung in Lagerbuchsen la des Gehäuses 1
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beweglich geführt ist. Auf der Nadelstange 6 ist ein Mitnehmer 7 befestigt, an dem eine zweiarmige Schaltklinke 8 gelagert ist.
Diese Schaltklinke 8 ist durch eine Schenkelfeder 9 belastet.
Während der untere Arm 8a der Schaltklinke 8 mit einer Raste 5a
des Antriebsschlittens 5 zusammenwirkt, so daß der Mitnehmer 7 mit dem Antriebsschlitten 5 gemäß Fig.2 verbunden werden kann,
arbeitet der obere Arm 8b der Schaltklinke 8 mit einer Halteklinke Io zusammen. Diese Halteklinke Io ist auf einem ortsfest im
Gehäuse 1 angeordneten Bolzen 11 verschwenkbar gelagert. Sie wird über ein Gestänge 12 von einem Schaltmagnet 13 betätigt.
über die Kurbel 3 und das Pleuel ^ wird der Antriebsschlitten 5
bei sich drehender Hauptantriebswelle 2 auf der Nadelstange 6 auf- und abbewegt. Im Normalfall, wie er in Figo2 dargestellt
ist, ist der auf der Nadelstange 6 befestigte Mitnehmer 7 über den unteren Arm 8a der Schaltklinke 8 und die Raste 5a mit dem Antriebsschlitten 5 verbunden. Die Nadelstange 6 und damit die an der Nadelstange
6 befestigte, auf der Zeichnung jedoch nicht dargestellte Nadel werden auf diese Weise entsprechend der Drehzahl der Hauptantriebswelle
2 bewegt. Die formschlüssige Verbindung zwischen Antriebsschlitten 5 und Mitnehmer 7 aufgrund der Schaltklinke 8 wird
durch die auf die Schaltklinke 8 wirkende Schenkelfeder 9 sichergestellt.
Soll die Sticknadelbewegung beispielsweise während eines Verschiebens
des Stickrahmens von einem Motiv zum anderen zeitweise unterbrochen werden, wird der Schaltmagnet 13 betätigt, der über das
Gestänge 12 die Halteklinke Io in Richtung des in Fig.2 eingezeichneten
Pfeiles verschwenkt„ Infolge dieser Verschwenkbewegung drückt
die Halteklinke Io den oberen Arm 8b der Schaltklinke 8 entgegen der Kraft der Schenkelfeder 9 zurück, sobald der Mitnehmer 7 wieder
in seine obere Totpunktlage gelangt. Durch dieses Zurückdrücken, das in Fig.3 dargestellt ist, wird der untere Arm 8a der Schaltklinke
8 von der Raste 5a des Antriebsschlittens 5 entkuppelt. Der Antriebsschlitten 5 kann nunmehr auf der Nadelstange 6 auf und ab
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gleiten. Mittels der Halteklinke Io wird dagegen der Mitnehmer 7
zusammen mit der Nadelstange 6 in der oberen Totpunktlage festgehalten, wie dies in Fig.3 dargestellt isto
Durch eine Betätigung des Schaltmagnet 13 ist es auf diese Weise möglich, beispielsweise in Abhängigkeit von der automatischen
Steuerung der Stickmaschine die Sticknadelbewegung auszuschalten, Dieses Ausschalten kann auf einfache Weise in die Programmsteuerung
der Stick- oder Nähmaschine aufgenommen werden. Eine erneute Betätigung des Schaltmagnet 13 in der in Fig.3 gezeichneten Stellung
ergibt ein erneutes Ankuppeln des Antriebsschlittens 5 an den Mitnehmer 7 der Nadelstange, sobald der Antriebsschlitten 5 seine
obere Stellung gemäß Fig.2 einnimmt. Um bei hohen Drehzahlen, vorzugsweise
oberhalb von 5oo Umdrehungen pro Minute, unerwünschte Bewegungen der Nadelstange 6 und des Mitnehmers 7 auszuschalten
und sicherzustellen, daß sich der Mitnehmer 7 stets in der oberen Totpunktlage befindet, ist der Mitnehmer 7 durch eine Zugfeder lH
belastet,die mit ihrem oberen Ende am Gehäuse 1 des Stickkopfes aufgehängt ist.
Das zweite Ausführungsbeispiel gemäß den Figo4 bis 6 zeigt schematisch
den Kopf einer Stickmaschine mit Farbwechseleinrichtung. Bei der dargestellten Ausführung sind fünf Nadelstangen 6 in einem
Nadelstangenblock 15 beweglich gelagert, der zusammen mit den Nadelstangen 6 in Richtung der in Fig„5 eingezeichneten Pfeile
auf zwei Lagerstangen 16 verschiebbar ist. Jede Nadelstange 6 ist somit ausschließlich im Nadelstangenblock 15 gelagert, der im
rechten Winkel zur Sticknadelbewegung verschiebbar ist.
Die Nadeln 6a der fünf Nadelstangen 6 sind jeweils mit einem Garn versehen, das sich entweder hinsichtlich der Farbe oder anderer
Eigenschaften wie Struktur oder Dicke von den anderen Garnen unterscheidet. Nur jeweils eine Nadelstange 6 kann sich in der Stickstellung
befinden, die in FigA gezeichnet ist. Die anderen vier Nadelstangen 6 sind jeweils ausgeschaltet.
In der in Fig„4 dargestellten Stickstellung, welche in den Fig.5 und
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6 von der jeweils mittleren Nadelstange 6 eingenommen wird, ist diese Nadelstange 6 über das Pleuel 4 und die Kurbel 3 mit der
Hauptantriäoswelle 2 verbindbar. Auch bei der in den Figuren 4 bis
6 dargestellten Ausführungsform erfolgt diese Verbindung über den
Antriebsschlitten 5» der bei der zweiten Ausführung auf einer parallel zu den Nadelstangen 6 im Gehäuse 1 angeordneten Führungsstange 17 beweglich göührt ist. Auf dieser Führungsstange 17
befindet sich weiterhin ein Schaltstück 18, welches die Schaltklinke
8 trägt. Der untere Arm 8a der Schaltklinke-wirkt wiederum mit der Raste 5a des Antriebsschlittens 5 zusammen,wie dies insbesondere
in Fig.β zu erkennen ist»
Auf seiner Vorderseite ist das Schaltstück 18 mit einer gabelförmigen
Ausnehmung l8a versehen, welche mit einer Rolle 19 zusammenwirkt, die an der rückwärtigen Seite jedes Mitnehmers 7 angeordnet
ist. Das Zusammenwirken dieser Rolle 19 mit der gabelförmigen Ausnehmung 18a des Schaltstückes 18 und die Lage der Rolle 19
an dem Mitnehmer 7 jeder Nadelstange 6 sind am besten in Fig.4 zu erkennen.
Die Betätigung der Schaltklinke 8 entgegen der Kraft der Schenkelfeder
9 über den mit der Halteklinke Io zusammenwirkenden oberen Arm 8b erfolgt wie bei der ersten Ausführungsform, und zwar durch
den in Fig.5 erkennbaren Schaltmagneten 13 über das Gestänge 12„
Die in der Stickstellung befindliche Nadelstange 6 wird somit durch den unteren Arm 8a der Schaltklinke 8 formschlüssig mit dem
Antriebsschlitten 5 verbunden. Da die Schaltklinke 8 nicht unmittelbar am Mitnehmer 7 der in der Stickstellung befindlichen Nadelstange
6 gelagert ist, sondern an dem auf der Führungsstange 17 beweglich geführten Schaltstück 18, erfolgt eine mittelbare Verbindung
über die gabelförmige Ausnehmung l8a des Schaltstückes 18, in welche die am Mitnehmer 7 angeordnete Rolle 19 eingreift.
Durch eine Verschiebung des Nadelstangenblockes 15 quer zur Stickbewegung
der Nadelstangen 6, die mittels eines nicht dargestellten Getriebes erfolgt, kann diejenige Nadelstange 6 ausgesucht werden,
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die von der Hauptantriebswelle 2 angetrieben werden soll. Bei einer
derartigen Verstellbewegung des Nadelstangenblockes 15 tritt die Rolle 19 der ursprünglich in der Stickstellung befindlichen Nadelstange
6 aus der gabelförmigen Ausnehmung l8a des Schaltstückes seitlich heraus. Die Rolle 19 gelangt auf eine von zwei feststehenden
Führungskurven 2o, die zu beiden Seiten der gabelförmigen Ausnehmung 18a des Schaltstückes 18 angeordnet sind,, Diese Führungskurven 2o sind derart ausgebildet, daß ihr Abstand vom Tisch der
Stick- oder Nähmaschine mit zunehmender Entfernung vom Schaltstück l8 zunimmt. Hierdurch werden die nicht in der Stickstellung befindlichen
Nadelstangen 6 weiter vom Tisch abgehoben als dies der oberen Totpunktlage entspricht. Die außer Eingriff befindlichen
Nadeln 6a bzw. Nadelstangen 6 stellen somit keine Behinderung bei der Bedienung der Stickmaschine dar.
Durch die Führungskurven 2o wird sichergestellt, daß die an den Mitnehmern
7 angeordneten Rollen 19 zuverlässig in die gabelförmige Ausnehmung 18a des Schaltstückes 18 eingeführt werden, so daß jede
der fünf Nadelstangen 6 bei Bedarf mit dem Antriebsschlitten 5 verbunden werden kann. Beispielsweise bei der Ausführung von Verschiebebewegungen
des Stickrahmens während des Wechsels von einem fertigen Motiv zu einem neuen Motiv kann die jeweils in der Stickstellung
befindliche Nadelstange 6 vom Antriebsschlitten 5 entkuppelt werden. Hierzu wird der Schaltmagnet 13 betätigt, der über das
Gestänge 12 die um den Bolzen 11 verschwenkbare Halteklinke Io in Richtung des in Figo5 eingezeichneten Pfeiles verschwenkt. Die
Halteklinke Io wirkt nach dieser Verschwenkung mit dem oberen Arm 8b der Schaltklinke 8 zusammen und hält diese Schaltklinke 8 zusammen
mit dem Schaltstück 8 in der oberen Totpunktlage fest, während der mit dem Pleuel 4 verbundene Antriebsschlitten 5 auf der Führungsstange
auf- und abbewegt wird, da die Raste 5a des Antriebsschlittens 5 bei der Verschwenkbewegung der Schaltklinke 8 vom
unteren Arm 8a der Schaltklinke 8 freigegeben worden ist. Die Funktion
zum zeitweisen Unterbrechen der Sticknadelbewegung entspricht somit bei der zweiten Ausführungsform gemäß den Fig.4 bis 6 der
voranstehend erläuterten Funktion bezüglich der ersten Ausführungsform.
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Claims (1)
- Patentansprüche :1. Vorrichtung zum zeitweisen Unterbrechen der Sticknadelbewegung an automatisch gesteuerten Stick- oder Nähmaschinen, insbesondere Mehrkopf-Stickautomaten, mit mindestens einer mittels eines Pleuels und einer Kurbel von einer Antriebswelle angetriebenen Nadelstange,dadurch gekennzeichnet, daß das Pleuel (4) mit einem Antriebsschlitten (5) gelenkig verbunden ist, der mittels einer Schaltklinke (8) mit einem auf der Nadelstange (6) befestigten Mitnehmer (7) verbindbar ist, der seinerseits mittels einer steuerbaren Halteklinke (lo) bei gleichzeitiger Trennung vom Antriebsschlitten (5) in einer oberen Totpunktlage feststellbar ist.2ο Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsschlitten (5) auf der Nadelstange (6) beweglich geführt und die Schaltklinke (8) unmittelbar am Mitnehmer (7) gelagert ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsschlitten (5) auf einer parallel zur Nadelstange (6) angeordneten Führungsstange (17) beweglich geführt und die Schaltklinke (8) an einem Schaltstück (18) gelagert ist, das ebenfalls auf der Führungsstange (17) geführt und mit dem Mitnehmer (7) der Nadelstange (6) verbunden ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Nadelstangen (6) parallel zueinander in einem gemeinsamen, quer zur Stickbewegung verschiebbaren Nadelstangenblock (15) beweglich gelagert sind und daß der Mitnehmer (7) der in der Stickstellung befindlichen Nadelstange (6) mit dem Schaltstück (18) verbunden ist.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (7) jeder Nadelstange (6) mit einer Rolle (19)909819/0310versehen ist, die in eine gabelförmige Ausnehmung (l8a) des Schaltstückes (18) einführbar istoVorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,, daß zu beiden Seiten des in der oberen Totpunktlage befindlichen Schaltstückes (18) je eine feststehende Führungskurve (2o) für die Rollen (19) der sich außerhalb der Stickstellung befindlichen Nadelstangen (6) angeordnet ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand jeder Führungskurve (2o) vom Tisch der Stick- oder Nähmaschine mit zunehmender Entfernung vom Schaltstück (18) zunimmt.8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinke (8) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, von denen der eine Arm (8a) mit einer am Antriebsschlitten (5) ausgebildeten Raste (5a) und der andere Arm (8b) mit der Halteklinke (lo) zusammenwirkt.9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteklinke (lo) durch einen Schaltmagneten (13) steuerbar ist.Io.Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinke (8) durch eine Schenkelfeder (9) belastet ist.11.Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis lo,dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (7) bzw. das Schaltstück (l8) durch eine diese Teile in die obere Totpunktlage ziehende Zugfeder (14) belastet ist.12οVorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltmagnet (13) durch das Programm der automatischen Steuerung der Stick- oder Nähmaschine gesteuert ist.909819/0310
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