DE2748279A1 - Reinigung von phosphorsaeure - Google Patents
Reinigung von phosphorsaeureInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung einer durch ein nasses Verfahren gewonnenen Phosphorsäure,
insbesondere auf ein Verfahren zur Herstellung hochreiner Phosphorsäure, die für industrielle Anwendungszwecke und für die Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff
usw. geeignet ist.
Die Phosphorsäure, die man in einem nassen Verfahren durch Behandlung eines Phosphaterzes mit Schwefelsäure und
Abtrennung von Calciumsulfat herstellt, enthält im allgemeinen Verunreinigungen, z. B. Eisen-, Aluminium-, Natrium-,
Calcium-, Magnesium- und Titan-Anteile, Schwefelsäure, Fluorwasserstoffsäure und Siliciumdioxid, die aus den Rohmaterialien,
dem Phosphatmineral und der Schwefelsäure, stammen. Die durch das nasse Verfahren hergestellte Phosphorsäure
wurde in neuerer Zeit nicht nur zur Herstellung von Düngemitteln,sondern nach Abtrennung der Verunreinigungen
auch für industrielle Anwendungszwecke und zur Verwendung
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als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt.
Zur Reinigung der durch das nasse Verfahren hergestellten Phosphorsäure sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen
worden. Das Lösungsmittelextraktionsverfahren ist praktisch angewandt worden. Beim Lösungsmittelextraktionsverfahren
wird die Phosphorsäure aus der durch das nasse Verfahren gewonnenen Phosphorsäure durch ein organisches Lösungsmittel
wie durch Alkohole, z. B. n-Butylalkohol, Isobutylalkohol,
Isoamylalkohol, Cyclohexanol, durch Ketone, z. B. Methyläthylketon, Methylisobutylketon, durch Äther, z. B. Isopropyläther
und durch Phosphorsäureester, z. B. Tributylphosphat usw. extrahiert, und dann wird die Phosphorsäure
mit Wasser zurückextrahiert.
Bei den Verfahren liegen die Verunreinigungen in der nach dem nassen Verfahren hergestellten Phosphorsäure im
allgemeinen in Form von Phosphaten vor. Die Phosphate werden im allgemeinen durch das organische Lösungsmittel
nicht extrahiert und werden, bedingt durch die Verminderung der Phosphorsäurekonzentration, leicht als solche, d. h.
in Phosphatform, ausgefällt, wodurch eine Verkrustung des Extraktors verursacht wird. Aus den vorstehend genannten
Gründen ist demnach der Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion begrenzt. Der Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion
betrug maximal 50 Gew.-% bis 70 Gew.-%. Das beim Lösungsmittelextraktionsverfahren in der wässrigen
Lösung verbleibende P2CV muß demnach als Düngemittel oder
als Rohmaterial zur Herstellung von Salzen, bei denen keine hohe Reinheit erforderlich ist, eingesetzt werden.
Zur Verbesserung des Wirkungsgrades der Phosphorsäureextraktion sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens enthält das
Extraktionssystem Salzsäure. Bei dem Verfahren wird, bedingt durch die Erhöhung der in dem Extraktionssystem enthaltenen
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Salzsäuremenge, der Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion relativ verbessert, während der Wirkungsgrad der Reinigung in
Bezug auf die Entfernung bestintnter Verunreinigungen herabgesetzt wird.
Wenn das Extraktionssystem einen Überschuß an Salzsäure enthält, so wird der in der durch das nasse Verfahren hergestellten
Phosphorsäure enthaltene Zinkanteil zusammen mit der Phosphorsäure in die Phase des organischen Lösungsmittels
extrahiert, demnach wird die gereinigte Phosphorsäure durch den Zinkanteil verunreinigt. Es ist vorgeschlagen
worden, einen Teil der den Zinkanteil enthaltenden Lösung aus dem Extraktionssystem zu entleeren, wobei die Konzentration
der im Extraktionssystem enthaltenen Salzsäure unterhalb eines bestimmten Niveaus gehalten wird, um die Verunreinigung
mit dem Zinkanteil zu verhindern (japanische Patentanmeldung 17 399/1974, nicht geprüft). Bei diesem
Verfahren sind die Arbeitsschritte und die Kontrolle der
Betriebsweise kompliziert, und die Konzentration der Salzsäure im Säureextraktionsschritt muß herabgesetzt werden.
Man kann deshalb keinen befriedigenden Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion erzielen.
Unter Berücksichtigung der Kostensteigerung von Phosphaterz und der Verschmutzungskontrolle in Bezug auf
die Behandlung von Abfallösungen, die Phosphorsäure oder Phosphat enthalten, ist es in neuerer Zeit notwendig geworden,
den Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion zu verbessern. Nun ist ein Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion
von etwa 95 % nicht befriedigend, und die Phosphorsäure sollte in bedeutenderem Maße extrahiert werden.
Die nach dem Lösungsmittelextraktionsverfahren verbleibende wässrige Lösung enthält den größten Teil der
Verunreinigungen, die in der durch das nasse Verfahren erhaltenen Phosphorsäure (im folgenden mit Massverfahren-Phosphorsäure
bezeichnet) enthalten waren, und hat eine
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auffallend niedrige Phosphorsäurekonzentration, wodurch es schwierig ist, die verbleibende wässrige Lösung zur Düngemittelherstellung
zu verwenden, und es wird dadurch im allgemeinen ein Verlust an Phosphorsäure verursacht. Unter dem
Gesichtspunkt der Kontrolle der Umweltverschmutzung, die durch Phosphorsäure verursacht wird, darf die verbleibende
wässrige Lösung nicht direkt abgelassen werden. Es ist demnach notwendig, den Phosphorsäureanteil aus der verbleibenden
wässrigen Lösung wiederzugewinnen,oder den Phosphorsäureanteil
in Form des unlöslichen Apatits zu verfestigen. Durch die Abnahme des Wirkungsgrades der Phosphorsäureextraktion
wird ein Kostenanstieg verursacht, der durch den Verlust an Phosphorsäure, die in der wässrigen Lösung
verbleibt, und durch die Behandlung der verbleibenden wässrigen Lösung bedingt ist.
Erfindungsgemäß wurde das Verfahren untersucht, durch das man gereinigte Phosphorsäure, die keinen Zinkanteil
enthält, herstellt, indem man die Nassverfahren-Phosphorsäure in der Gegenwart einer Salzsäuremenge, die dazu ausreicht,daß
die in der Nassverfahren-Phosphorsäure enthaltene Phosphorsäure in bedeutendem Maße extrahiert wird, extrahiert
und reinigt. Als Ergebnis fanden die Erfinder, daß man gereinigte Phosphorsäure, die keinen Zinkanteil enthält, erhalten
kann, indem man die einen Zinkanteil enthaltende Phosphorsäure, die man durch das Lösungsmittelextraktionsverfahren
erhält, in der Gegenwart von Salzsäure mit einem Anionen-Austauscherharz in Kontakt bringt.
Bekanntlich bildet der Zinkanteil,wenn überschüssige Chloridionen
in der Lösung enthalten sind, Chlorkomplexionen, die an das Anionen -Austauscherharz adsorbiert werden. Man war der
Ansicht, daß man Chloridionen in einer Konzentration von mehr als 35 g Cl/1, vorzugsweise von 70 g Cl/1 benötigt,
um den Zinkanteil in die Chlorkomplexionen umzuwandeln, die
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an das Anionen-Austauscherharz adsorbiert werden sollen.
Erfindungsgemäß wurde jedoch gefunden, daß der Zinkanteil selbst beim Vorhandensein einer auffallend niedrigen Chloridionenkonzentration vollständig an das Anionen-Austauscher-
harz adsorbiert werden kann, wenn der Phosphorsäureanteil in einer Konzentration entsprechend 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%
P2O5 enthalten ist. Die Erfinder stellten fest, daß eine
befriedigende Adsorption des Zinkanteils erzielt werden kann, wenn die Phosphorsäure in einer Konzentration ent
sprechend 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% P2O5, und wenn Chlorid
ionen in einer Konzentration entsprechend 10 g Cl/1 bis 40 g
Cl/1 vorliegen. Bei einer Chloridionenkonzentration größer
als 40 g Cl/1, insbesondere bei einer Chloridionenkonzentration größer als 70 g Cl/1 konnte der Zinkanteil nicht
in bedeutendem Maße adsorbiert werden. Jedoch müssen, falls sich der Gehalt an dem Zinkanteil ändert, selbst wenn die
Phosphorsäurekonzentration und die Chloridionenkonzentration in der. Phosphorsäure, die den Zinkanteil enthält, im vorstehend beschriebenen Bereich liegen, die Menge des Anionen-
Austauscherharzes, die Kontaktbedingungen und die Kontrolle der Betriebsweise in Abhängigkeit vom Gehalt an dem Zinkanteil verändert werden, wodurch es schwierig ist, den Zinkanteil bei der industriellen Betriebsweise vollständig zu
entfernen. Es ist demnach notwendig, den Gehalt des Zinkan
teils, der in der Phosphorsäure enthalten ist, aus der der
Zinkanteil durch Behandlung mit dem Anionen-Austauscherharz entfernt wird, im wesentlichen konstant zu halten. Auch
diese Tatsache ergab sich durch die erfindungsgemäßen Untersuchungen .
■
Weiterhin untersuchten die Erfinder ein Verfahren
zur Herstellung von gereinigter Phosphorsäure, die für industrielle Anwendungszwecke und zur Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff geeignet ist. Bei diesem Verfahren wird
eine Nassverfahren-Phosphorsäure in Gegenwart von SaIz-
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^ säure extrahiert und gereinigt, wobei man eine Phosphorsäure
erhält, die eine bedeutende Menge des Zinkanteils, jedoch im wesentlichen keine anderen Verunreinigungen enthält
(im folgenden mit "extrahierte Phosphorsäure" bezeichnet), und worauf dann der Zinkanteil mittels eines
Anionen-Austauscherharzes aus der extrahierten Phosphorsäure entfernt wird.
Bei diesen Untersuchungen wurde, wenn man die Extraktionsbedingungen so wählte, daß sich in der
extrahierten Phosphorsäure eine Salzsäurekonzentration unterhalb eines bestimmten Wertes ergab,gefunden, daß sich
der Gehalt des Zinkanteils in der extrahierten Phosphorsäure sehr stark veränderte, daß man den gewünschten Wirkungsgrad
der Phosphorsäureextraktion nicht erreichte, daß man den gewünschten Reinheitsgrad der Phosphorsäure nicht
erzielte oder daß sich im Extraktor eine Kruste bildete, wodurch es nicht gelang, mit einem hohen Wirkungsgrad der
Phosphorsäureextraktion eine extrahierte Phosphorsäure zu erhalten, die einen konstanten Gehalt des Zinkanteils hatte
und die im wesentlichen keine anderen Verunreinigungen enthielt.
Zur Lösung der vorstehend genannten Probleme wurden erfindungsgemäß neue Überlegungen angestellt und Untersuchungen durchgeführt, durch die sich folgende Tatsachen
ergaben, auf deren Berücksichtigung das erfindungsgemäße Verfahren beruht:
Der Verteilungskoef f izient der Chloridionen im Extraktionssystem
ist veränderlich und hängt von den Verunreinigungen und von der Phosphorsäurekonzentration ab. Die
Chloridionenkonzentration verändert sich deshalb bei Durchführung des bekannten Verfahrens im ganzen Extraktionssystem
in hohem Maße, und auch der Verteilungskoeffizient des Zink-
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"1 anteils 1st in hohem Maße veränderlich, da er von der Veränderung
der Chloridionenkonzentration abhängt. Deshalb ist die Bewegung des Zinkanteils so kompliziert, daß sich im
Extraktionssystem eine große Menge des Zinkanteils ansammelt, und die Erscheinung der Ansammlung des Zinkanteils im
Extraktionssystem ist die Hauptursache der Schwierigkeiten.
Eine Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von hochreiner, für industrielle Anwendungszwecke
und zur Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff geeigneter Phosphorsäure aus Nassverfahren-Phosphorsäure
in hoher Ausbeute, bei dem man die Nassverfahren-Phosphorsäure mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert und
reinigt,wodurch man eine extrahierte Phosphorsäure erhält,
die einen sehr hohen Betrag des Zinkanteils, jedoch im wesentlichen keine anderen Verunreinigungen enthält; und bei
dem man den Zinkanteil mittels eines Anionen-Austauscherharzes aus der extrahierten Phosphorsäure entfernt.
Diese Aufgabe und andere Aufgaben der Erfindung werden dadurch gelöst, daß man die Nassverfahren-Phosphorsäure
reinigt, indem man
a) in einem Säureextraktionsschritt die durch Behandlung eines Phosphaterzes mit
Schwefelsäure hergestellte Nassverfahren-Phosphorsäure und eine durch den Haschungsschritt erhaltene, Verunreinigungen
enthaltende Phosphorsäurelösung in der Gegenwart von Salzsäure, die man benötigt, um den Phosphorsäureanteil
in bedeutendem Maße zu extrahieren, mit einem organischen Lösungsmittel in Kontakt bringt, indem man
b) in einem Waschungsschritt die durch den Säureextraktionsschritt
erhaltene Phase aus Phosphorsäure und dem organischen Lösungsmittel (im folgenden als Extrakt
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bezeichnet) mit wässriger Phosphorsäure oder mit Wasser in Kontakt bringt, wobei man die Chloridionenkonzentration
in der wässrigen Phase im Bereich zwischen 20 g Cl/1 und
40 g Cl/1 hält, indem man
c) in einem Rückextrakticnsschritt die durch den Waschungsschritt erhaltene Phase aus Phosphorsäure und
dem organischen Lösungsmittel (im folgenden als gereinigter Extrakt bezeichnet) mit Wasser in Kontakt bringt, und
indem man
d) in einem Adsorptionsschritt die durch den Rückextraktionsschritt
erhaltene, extrahierte Phosphorsäure mit einem Anionen-Austauscherharz in Kontakt bringt.
Die bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird nachstehend näher erläutert. Im Säureextraktionsschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der
Phosphorsäureanteil aus einer Nassverfahren-Phosphorsäure in der Gegenwart einer Salzsäuremenge, die dazu ausreicht,
daß der Phosphorsäureanteil in bedeutendem Maße extrahiert wird, mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert. Die
Menge der Salzsäure, die man benötigt, damit der Phosphorsäureanteil in bedeutendem Maße extrahiert wird, hängt von
der Art und von der Qualität des Phosphatminerals, von der Herstellung der Nassverfahren-Phosphorsäure, von der
Phosphorsäurekonzentration, von der Vorbehandlung, von den Extraktionsstufen, von der Art des Lösungsmittels, vom Verfahren
der Salzsäurezugabe usw. ab. Man kann die Zugabe der Salzsäure zu dem organischen Lösungsmittel nach einem
Verfahren erreichen, bei dem man zu der dem Säureextraktionsschritt zugeführten Nassverfahren-Phosphorsäure 5 Gew.-%
bis 20 Gew.-% HCl in Form von Salzsäure hinzugibt. Wenn man den Phosphorsäureanteil in der Gegenwart von SaIzsäure
in bedeutendem Maße in die Phase des organischen
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Lösungsmittels hineinextrahiert, wird auch die gesamte Menge des Zinkanteils, der dem Säureextraktionsschritt
zugeführt wurde, in die Phase des organischen Lösungsmittels hineinextrahiert, wodurch es unmöglich ist, in
dem Säureextraktionsschritt den Zinkanteil von dem Phosphorsäureanteil abzutrennen, was daran liegt, daß
der Zinkanteil im wesentlichen den gleichen Verteilungskoeffizient wie der Phosphorsäureanteil hat, wenn man
ein Extraktionssystem verwendet, bei dem die Salzsäure in der für den vorstehend genannten Zweck benötigten
Konzentration vorliegt.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren sind in dem Extrakt,
den man durch den Säureextraktionsschritt erhält, sehr beträchtliche Mengen des Phosphorsäureanteils und im wesentlichen
der gesamte Zinkanteil, die man dem Säureextraktionsschritt zugeführt hat, enthalten. Der Extrakt wird mit
wässriger Phosphorsäure oder mit Wasser in Kontakt gebracht, um Verunreinigungen zu entfernen, die der Extrakt neben
dem Zinkanteil enthält. Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist es wichtig, im Waschungsschritt die Chloridionenkonzentration
in der wässrigen Phase auf einem Wert zu halten, der höher liegt als 20 g Cl/1.
Die Verunreinigungen enthaltende Phosphorsäurelösung,
die man beim Waschungsschritt ausfließen läßt, wird zur Wiedergewinnung des Phosphorsäureanteils über den Säureextraktionsschritt
in den Kreislauf zurückgeführt. Wenn beim Waschungsschritt der größte Teil des im Extrakt enthaltenen
Zinkanteils in die wässrige Phase übergeht, so wird der in die wässrige Phase übergegangene Zinkanteil im Säureextraktionsschritt
wieder in die Phase des organischen Lösungsmittels hineinextrahiert, wodurch der Zinkanteil
durch den Säureextraktionsschritt und durch den Waschungsschritt im Kreislauf geführt wird und dabei konzentriert und
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angesammelt wird. Wenn sich die Menge des angesammelten Zinkanteils erhöht, ist es schwierig, eine extrahierte
Phosphorsäure mit einem konstanten Zinkanteil zu erhalten, weil der Zinkanteil, der sich angesammelt hat, bei einer
geringfügigen Veränderung der Chloridionenkonzentration sofort in die extrahierte Phosphorsäure übergeht, oder
weil die Abnahme des Zinkanteils, der sich angesammelt hat, dazu führt, daß weniger Zinkanteil in die extrahierte
Phosphorsäure übergeht. Außerdem wird/ wenn sich der Zinkanteil erhöht, der sich angesammelt hat, in Bezug auf
die Extraktion des Phosphorsäureanteils der umgekehrte Effekt verursacht, und es ist schwierig, die normalen Bedingungen
für die Extraktion aufrechtzuerhalten. Es ist demnach notwendig zu verhindern, daß es im Säureextraktionsschritt
und im Waschungsschritt zu einer Ansammlung des Zinkanteils kommt, indem man im Waschungsschritt den übergang des
Zinkanteils in die wässrige Phase auf ein Minimum herabsetzt. Zu diesem Zweck ist es wichtig, im Waschungsschritt die
Chloridionenkonzentration in der wässrigen Phase auf einem Wert zu halten, der höher als 20 g Cl/1 liegt. Erfindungsgemäß
wurde gefunden, daß die vorstehend beschriebene Aufgabe der Konstanthaltung des Zinkanteils in der extrahierten
Phosphorsäure durch die Kontrolle der Chloridionenkonzentration gelöst werden kann.
Das Volumen der wässrigen Phosphorsäure oder des Wassers, die man beim Waschungsschritt einsetzt, beträgt
das 0,01- bis 0,5-fache, vorzugsweise das 0,1- bis 0,3-fache des Volumens der extrahierten Phosphorsäure. Wenn
man eine kleinere Menge der wässrigen Phosphorsäure oder des Wassers verwendet, kann man die in dem Extrakt enthaltene
Phosphorsäure nicht in dem gewünschten Maße reinigen. Bei einer Erhöhung der Menge der wässrigen Phosphorsäure
oder des Wassers, die man beim Waschungsschritt einsetzt, steigt die Menge des Phosphorsäureanteils an, den man
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vom Waschungsschritt über den Säureextraktionsschritt in
den Kreislauf zurückführt, wodurch die Größe der Apparatur,
die man zur Herstellung einer bestimmten Menge der gereinigten Phosphorsäure benötigt, zunimmt, und wodurch der Wirkungsgrad
der Phosphorsäureextraktion herabgesetzt wird.
Wenn beim Waschungsschritt die Chloridionenkonzentration in der wässrigen Phase auf einem Wert gehalten wird,
der höher als 20 g Cl/1 liegt, kann man im Vergleich mit
den Fällen, bei denen die Chloridionenkonzentration in einem anderen Bereich liegt, den Zinkanteil besonders
einfach in der Phase des organischen Lösungsmittels halten, wodurch beim Waschungsschritt der übergang des Zinkanteils
in die wässrige Phase selbst dann kontrolliert werden kann, wenn die Menge der wässrigen Phosphorsäure oder des Wassers,
mit denen das organische Lösungsmittel in Kontakt kommt, im vorstehend beschriebenen Bereich liegt.
Es ist auch wichtig, beim Waschungsschritt die Chloridionenkonzentration
in der wässrigen Phase auf einem Wert zu halten, der niedriger als 40 g Cl/1 liegt. Wenn beim
Waschungsschritt die Chloridionenkonzentration in der v/ässrigen
Phase auf einem Wert gehalten wird, der höher liegt als 20 g Cl/1, kann die Erscheinung, daß sich der Zinkanteil
ansammelt, verhindert werden. Jedoch wird bei einer Chloridionenkonzentration, die höher liegt als 40 g Cl/1, im
Waschungsschritt der Wirkungsgrad der Reinigung in Bezug auf die Entfernung der anderen Metallanteile, z. B. des
Eisen-, Aluminium-, Natrium-, Calcium-, Magnesium- und Titan-Anteils, beachtlich herabgesetzt, wodurch es schwierig
ist, eine Phosphorsäure mit der gewünschten Reinheit zu erhalten. Wenn man beim Waschungsschritt eine große Menge
der wässrigen Phosphorsäure oder des Wassers einsetzt, wird die Reinheit der im Extrakt enthaltenen Phosphorsäure erhöht.
Dann muß man jedoch eine größere Apparatur einsetzen,
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und der Wirkungsgrad der Phosphorsäureextraktion wird unvorteilhafterweise herabgesetzt.
Um die Menge des Zinkanteils, der in die andere Phase übergeht, auf ein Minimum herabzusetzen, verwendet man beim
Waschungsschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens vorzugsweise eine wässrige Phosphorsäure, die eine geeignete Menge
eines Zinkanteils enthält. Der Gehalt an Zinkanteil hängt von der Menge der wässrigen Phosphorsäure, von der Chloridionenkonzentration,
von der Art des Lösungsmittels usw. ab. Der Gehalt an dem Zinkanteil wird geeigneterweise so gewählt,
daß beim Waschungsschritt im wesentlichen kein übergang des Zinkanteils eintritt, damit es im Säureextraktionsschritt
oder im Waschungsschritt nicht zu einer Ansammlung des Zinkanteils kommt. Man kann die einen Zinkanteil enthaltende,
wässrige Phosphorsäure herstellen, indem man eine Zinkverbindung, z. B. Zinkchlorid, in einer gereinigten
Phosphorsäure auflöst. Tm optimalen Fall kann man einen Teil der extrahierten Phosphorsäure, die man im erfindungsgemäßen
Verfahren erhält, mit oder ohne Kontrolle der Konzentration des Zinkanteils, über den Waschungsschritt in
den Kreislauf zurückführen. Beim letztgenannten Verfahren wird dem Extraktionssystem der Zinkanteil im wesentlichen
aus keiner anderen Quelle als aus der Nassverfahren-Phosphorsäure zugeführt, oder es wird nur eine geringe Menge
aus einer anderen Quelle zugeführt, wodurch sich das Ausmaß, in dem beim Adsorptionsschritt das Zink durch das
Anionen-Austauscherharz entfernt wird, vermindern kann.
Es ist nicht entscheidend, nach welchem Verfahren man beim Waschungsschritt die Chloridionenkonzentration aufrechterhält,
und man kann nach Wunsch verfahren. Im allgemeinen setzt man beim Waschungsschritt Salzsäure usv/. zu,
oder man entfernt Salzsäure.
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Im Extraktionssystem kann man die Nassverfahren-Phosphorsäure chargenweise oder kontinuierlich mit dem organischen
Lösungsmittel in Kontakt bringen. Vorzugsweise wird eine kontinuierliche Gegenstrom-Mehrstufenextraktion
angewandt.
Als organische Lösungsmittel sind Alkohole, Äther, Ketone und Phosphorsäureester u. a. , wie vorstehend beschrieben,
geeignet. Man zieht insbesondere n-Butanol, Isoamylalkohol usw. vor.
Die extrahierte Phosphorsäure, die man durch das erfindungsgemäße Lösungsmittelextraktionsverfahren erhält,
hat eine PhosphorSäurekonzentration entsprechend 10 Gew.-%
bis 50 Gew.-%, insbesondere 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% Ρ2°ς
und eine Chloridionenkonzentration (als Cl) von 10 g/l bis 60 g/l, insbesondere von 20 g/l bis 40 g/l. Man kann demnach
den in der extrahierten Phosphorsäure enthaltenen Zinkanteil in hohem Maße entfernen, indem man die extrahierte
Phosphorsäure mit dem Anionen-Austauscherharz in Kontakt
bringt, ohne sie weiter zu behandeln. In diesem Fall findet man keinen Verlust an dem Phosphorsäureanteil, dieses Verfahren
ist demnach auf bemerkenswerte Weise wirtschaftlich. Es ist auch möglich, einen Verfahrensschritt zur Wiedergewinnung
des in der extrahierten Phosphorsäure aufgelösten organischen Lösungsmittels, einen Einengungsschritt und
einen Schritt zur Kontrolle der Chloridionenkonzentration anzuwenden, bevor man die extrahierte Phosphorsäure mit dem
Anionen-Austauscherharz in Kontakt bringt.
Als Anionen-Austauscherharze kann man stark basische, basische oder schwach basische Anionen-Austauscherharze
einsetzen, z. B. Dowex-1, Dowex-2 und Dowex-3 (hergestellt
durch The Dow Chemical Co.), AmberIite IR-45, AmberIite
IRA-400, Amberlite IRA-401 und Amberlite IRA-900 (hergestellt
durch Rohm & Haas Co.) und Diaion A. Diaion SA# 100
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und Diaion SA// 200 (hergestellt durch Mitsubishi Chemical
Industries), und die Anionen-Austauscherharze können vom Cl-, H2PO4- oder OH-Typ sein.
Die extrahierte Phosphorsäure kann nach einem Chargensystem oder einem kontinuierlichen System mit dem Anionenaustauscherharz
in Kontakt gebracht werden. Optimal ist die Verwendung einer mit dem Anionen-Austauscherharz gefüllten
Säule.
Der an das Anionen-Austauscherharz adsorbierte Zinkanteil kann auf einfache Weise durch Waschen des Austauscherharzes
mit Wasser desorbiert werden. Das Anionen-Austauscherharz kann demnach wieder verwendet werden, nachdem man es
mit Wasser gewaschen und unter Ausbildung des gewünschten Typs modifiziert hat.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
möglich, hochreine Phosphorsäure in einer Ausbeute von mehr als 98 Gew.-%, mindestens 96 Gew.-%, bezogen auf den Phosphorsäuregehalt
der Nassverfahren-Phosphorsäure, zu erhalten, und es ist möglich, verschiedene Nachteile zu überwinden,
die beim Säureextraktionsschritt durch den Zinkanteil verursacht werden, wodurch sich eine bequeme Verfahrensweise
ergibt. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Reinigung von Nassverfahren-Phosphorsäure ist zur praktischen Anwendung
für die industrielle Arbeitsweise geeignet.
Wenn die Nassverfahren-Phosphorsäure einen Schwermetallanteil,
z. B. Cadmium oder Antimon, enthält, so verhält sich der Schvermetallanteil beim Säureextraktionsschritt
im wesentlichen in der gleichen Weise wie der Zinkanteil. Der Schwermetallanteil kann auch zur gleichen Zeit
in hohem Maße durch das Anionen-Austauscherharz entfernt werden.
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Die Erfindung wird nachstehend durch Beispiele näher erläutert. Die Ausdrücke "%", "ppm" und "Teil(e)" sind auf
das Gewicht bezogen.
In einem Extraktionssystem, das einen Säureextraktionsschritt,
einen Waschungsschritt und einen Rückextraktionsschritt umfaßte, wurde die Extraktion der Phosphorsäure
durchgeführt, indem man 1 Teil einer Nassverfahren-Phosphor säure, die die Verunreinigungen enthielt, die in
der nachstehend am Ende dieses Beispiels angegebenen Tabelle aufgeführt sind, und eine Phosphorsäurelösung,
die beim Waschungsschritt abgelassen worden war, dem
20. Mixer-Settler-Extraktor des Säureextraktionsschrittes
und indem man 0,2 Teile einer 35 %-igen HCl und 4,5 Teile n-Butanol, das mit Wasser gesättigt war, dem 1. Mixer-Settler-Extraktor
zufuhr te.Der Extrakt, den man durch den Säureextraktionsschritt erhalten hatte, wurde in einer
Gegenstrom-Extraktionsanlage, die aus 20 Mixer-Settler-Extraktoren
bestand, mit 0,6 Teilen einer wässrigen Phosphorsäure in Kontakt gebracht, die durch Vermischen von
gereinigter Phosphorsäure mit Wasser und 35 %-iger HCl (Gewichtsverhältnisse 1:1,46:0,14) hergestellt worden war.
Außerdem wurde zu dem Extrakt 35 %-ige HCl in einer Menge
hinzugefügt, daß die Chloridionenkonzentration in der wässrigen Phase des Waschungsschrittes zwischen 25 g Cl/1
und 35 g Cl/1 lag. Der durch den Waschungsschritt erhaltene gereinigte Extrakt wurde mit 1,5 Teilen reinem Wasser in
Kontakt gebracht. Das ganze, mit Wasser gesättigte n-Butanol, das man erhielt, wurde über den Säureextraktionsschritt
in den Kreislauf zurückgeführt.
Unter normalen Bedingungen betrug die Zinkkonzentration im Extrakt 43 ppm Zn,und man fand keine Ansammlung
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von Zink. Die extrahierte Phosphorsäure enthielt 20,1 % P-O5, 28 g Cl/1 und 120 ppm Zn, wobei die Konzentration
im wesentlichen konstant war. Die extrahierte Phosphorsäure wurde destilliert, um n-Butanol zu entfernen, und
die kein n-Butanol mehr enthaltende Phosphorsäure wurde einer Säule, die mit einem stark basischen Anionen-Austauscherharz
vom Polystyrol-quaternären — Ammonium-Typ
(Amberlite IRA-401, hergestellt von Rohm & Haas Co.,
Ionenaustauschkapazität: 0,8 mg-Äquivalente pro ml Austauscherharzj gefüllt war, mit einer Raumgeschwindigkeit von 0,2 h zugeführt. Dann wurde die durch den Ionenaustauscher gelaufene Phosphorsäure eingeengt, um Salzsäure zu entfernen, wobei man eine gereinigte Phosphorsäure (61,5 % P2 0C) erhielt, die die in der folgenden
(Amberlite IRA-401, hergestellt von Rohm & Haas Co.,
Ionenaustauschkapazität: 0,8 mg-Äquivalente pro ml Austauscherharzj gefüllt war, mit einer Raumgeschwindigkeit von 0,2 h zugeführt. Dann wurde die durch den Ionenaustauscher gelaufene Phosphorsäure eingeengt, um Salzsäure zu entfernen, wobei man eine gereinigte Phosphorsäure (61,5 % P2 0C) erhielt, die die in der folgenden
Tabelle angegebenen Anteile an Verunreinigungen enthielt. Man erhielt die gereinigte Phosphorsäure in einer Ausbeute
von 98,3 %. Die gesamte Behandlungskapazität des Ionenaustauscherharzes
betrug 35 t P9O5 Pro m des nassen Ionenaustauscherharzes.
| Nassverfahren-Phosphor | Gereinigte Phosphor | |
| säure | säure | |
| P2°5 | 33 % | 61 ,5 % |
| Zn | 200 ppm | < 0,2 ppm |
| Cd | 8 ppm | < 0, 01 ppm |
| Sb | 2 ppm | <; 0,01 ppm |
| Ca | 5.200 ppm | 3 ppm |
| Fe | 1.600 ppm | 2 ppm |
| Al | 2.500 ppm | 3 ppm |
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Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurden 0,4 Teile Wasser anstatt der 0,6 Teile Phosphorsäurelösung
im Waschungsschritt eingesetzt. Für die Reinheit und die Ausbeute der gereinigten Phosphorsäure und für
die Behandlungskapazität des Ionenaustauscherharzes erhielt man im wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie in
Beispiel 1 beschrieben.
10
10
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurde 35 %-ige HCl zu der in dem Waschungsschritt verwendeten,
wässrigen Phosphorsäure und zu dem Extrakt in einer Menge hinzugefügt, daß die Chloridionenkonzentration in
der wässrigen Phase des Waschungsschrittes 10g Cl/1 bis
15 g Cl/1 betrug. Als Ergebnis fand man unter normalen Bedingungen im Extrakt eine Zinkkonzentration von 800 ppm
Zn und eine Ansammlung von Zn. Der Zn-Gehalt in der extrahierten Phosphorsäure veränderte sich in auffallender
Weise von 10 ppm auf 300 ppm Zn, wodurch im Vergleich mit Beispiel 1 die Behandlungskapazität der Anionen-Austauscherharz-Säule
herabgesetzt wurde, und zwar auf 10 t P2°5 Pro
m des nassen Austauscherharzes. Die gereinigte Phosphorsäure wurde in einer Ausbeute von 95,5 % erhalten.
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurden als organisches Lösungsmittel 9 Teile Isoamylalkohol,
der mit Wasser gesättigt war, pro 1 Teil der Wassverfahren-Phosphorsäure
eingesetzt, und die durch den Rückextraktionsschritt erhaltene, extrahierte Phosphorsäure wurde im
Waschungsschritt als wässrige Phosphorsäure eingesetzt. Als
809819/0745
- 20 - B 8502
Ergebnis zeigte sich/ daß im Extraktionssystem keine Ansammlung von Zink zu finden war und daß die extrahierte
Phosphorsäure, die man erhielt, einen konstanten Zinkgehalt hatte.
Nach Abtrennung des Isoamylalkohols aus der extrahierten Phosphorsäure erhielt man die Phosphorsäure mit einem
Gehalt von 30 % P2O5, 35 g Cl/1 und 185 ppm Zn. Die Phosphorsäure
wurde behandelt, indem man sie durch die Anionenaustauscherharz-Säule
laufen ^ieß, wobei man eine gereinigte
Phosphorsäure erhielt, die die in der nachstehenden Tabelle angegebenen Anteile an Verunreinigungen enthielt.
Man erhielt die gereinigte Phosphorsäure in einer Ausbeute von 98,1 %, und das Ionenaustauscherharz hatte eine Gesamt-Behandlungskapazität
von 41 t P2 0C Pro m des nassen Äustauscherharzes.
Im Vergleichsbeispiel 2 wurde das vorstehend beschriebene Verfahren wiederholt, jedoch wurde die 35 %-ige HCl in
einer Menge hinzugegeben, daß die Chloridionenkonzentration in der wässrigen Phase des Waschungsschrittes 50 g Cl/1 bis
55 g Cl/1 betrug. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben.
Für die Ausbeute der Phosphorsäure und für die Behandlungskapazität
des Anionen-Austauscherharzes erhielt man im wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie bei dem vorstehend
beschriebenen Verfahren.
8098 19/0745
B 8502
| Nassverfahren- Phosphorsäure |
Gereinigte Phosphorsäure | Vergleichsbeispiel 2 | |
| P2O5 Zn Ca Fe Al Ti |
45 % 280 ppm 4.500 ppm 1.800 ppm 3.000 ppm 200 ppm |
Beispiel 3 | 61,5 % <0,1 ppm 25 ppm 73 ppm 37 ppm 15 ppm |
| 61,5 % <0,1 ppm 3 ppm 2 ppm 3 ppm 1 ppm |
809819/0745
Claims (1)
- TlEDTKE - BOHLING - KlNNE - GhUPEDipl.-Chem. G. BühlingDipl.-lng. P. GrupeBavarlaring 4, Postfach 20 2403 8000 München 2Tel.: (0 89) 53 96 53 Telex: 5-24845 tipat cable: Germaniapatent München27. Oktober 1977 B 8502/case TS-148 (200-636)Patentansprüche1. Verfahren zur Herstellung von hochreiner Phosphorsäure aus einer Phosphorsäure, die nach einem nassen Verfahren durch Behandlung eines Phosphaterzes mit Schwefelsäure und Abtrennung von Calciumsulfat gewonnen wurde, dadurch gekennzeichnet, daß mana) in einem Säureextraktionsschritt die durch ein nasses Verfahren hergestellte Phosphorsäure und eine durch den Waschungsschritt erhaltene. Verunreinigungen enthaltende Phosphorsäurelösung in der Gegenwart von Salzsäure, die man benötigt, um den Phosphorsäureanteil in bedeutendem Maße zu extrahieren, mit einem organischen Lösungsmittel in Kontakt bringt, daß manb) in einem Waschungsschritt den durch den Säureextraktionsschritt erhaltenen Extrakt mit wässriger Phosphorsäure oder mit Wasser in Kontakt bringt, wobei man die Chloridionenkonzentration in der wässrigen Phase im Bereich zwischen 20 g Cl/1 und 40 g Cl/1 hält, daß manc) in einem Rückextraktionsschritt den durch den Waschungsschritt erhaltenen, gereinigten Extrakt mit Wasser in Kontakt bringt und daß man809819/0745XI/17Dresdner Bank (München) Kto. 3930844 Postscheck (München) KIo 670-43-804ORIGINAL INSPECTED- 2 - B 8^48279d) in einem Adsorptionsschritt die durch den Rückextraktionsschritt erhaltene, extrahierte Phosphorsäure mit einem Anionen-Austauscherharz in Kontakt bringt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der durch den Rückextraktionsschritt erhaltenen, extrahierten Phosphorsäure als wässrige Phosphorsäure im Waschungsschritt einsetzt.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als organisches Lösungsmittel n-Butylalkohol oder Isoamylalkohol einsetzt.4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man in der extrahierten Phosphorsäure die Chloridionenkonzentration im Bereich zwischen 10 g Cl/1 und 40 g Cl/1 und die Phosphorsäurekonzentration in einem Bereich entsprechend 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% P2O5 hält, bevor man die extrahierte Phosphorsäure mit dem Anionen-Austauscherharz in Kontakt bringt.80 9 8 1 n/0745
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