DE2744060A1 - Hydraulische bremseinrichtung zum fahr- und lenkbremsen zweiachsiger fahrzeuge, insbesondere ackerschlepper - Google Patents
Hydraulische bremseinrichtung zum fahr- und lenkbremsen zweiachsiger fahrzeuge, insbesondere ackerschlepperInfo
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Description
Steyr-Daimler-Puch Aktiengesellschaft
Wien (Österreich)
Hydraulische Bremseinrichtung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesondere Ackerschlepper
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Bremseinrichtung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger '
Fahrzeuge, insbesondere Ackerschlepper, mit zwei wahlweise miteinander kuppelbaren Bremspedalen, die je einem
Hauptbremszylinder zugeordnet sind, der mit dem Radbremszylinder eines Hinterrades leitungsverbunden ist,
wobei die Fahrbremsung durch gemeinsame Betätigung beider Bremspedale erfolgt und dabei gegebenenfalls die
Radbremszylinder der Vorderräder von den hauptbremszylindern
her druckbeaufschlagbar sind und wobei von den beiden Verbindungsleitungen der Hauptbremszylinder mit
den Hinterradbremszylindern zv;ei durch je ein Ventil gesperrte,
sich hinter diesen Ventilen vereinende und gegebenenfalls unter neuerlicher Gabelung zu den Vorderrad-Bremszylindern
führende Leitungen abzweigen, deren Ventile mittels eines Gestänges od.dgl. durch gemeinsame
Betätigung der Bremspedale gleichzeitig offenbar sind.
Eine solche Bremseinrichtung ist bereits bekannt (OE-PS 305 791). Wird dabei nur eines der beiden Bremspedale
gedrückt, so wird über den Radbremszylinder auch nur das zugehörige Hinterrad zur Lenkbremsung gebremst,
^a das Ventil in der Zweigleitung gesperrt ist und so-
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mit keine Verbindung zum Brensleitungssystem an der
anderen Fahrzeugseite bzw. zu den Vorderrad-Bremszylindern
besteht. Werden dagegen die beiden Pedale gemeinsam gedrückt, so öffnen sich die beiden Ventile in
den Zweigleitungen und der Druck aus den beiden Hauptbremszylindern
pflanzt sich nicht nur zu den beiden Hinterrad-Bremszylindern fort, sondern es ergibt sich
auch, ein entsprechender Druckausgleich für beide Fahrzeugseiten bzw. es werden, soferne eine Allradbremsung
vorgesehen ist, auch die Vorderrad-Bremszylinder mit Druck beaufschlagt, da die Verbindungsleitungen zwischen
den Hauptbremszylindern und den Hinterrad-Bremszylindern über die sich vereinenden und dann wieder gabelnden
Zweigleitungen auch mit den Vorderrad-bremszylindern verbunden sind. Diese Konstruktion hat sich voll bewährt,
wenn die Fahrbremsung immer mit gekuppelten Bremspedalen
durchgeführt und bei Lenkbremsung tatsächlich immer .lur
ein Pedal betätigt wird. Es kann aber der Fall eintreten, daß bei ungekuppelten Pedalen zur Lenkbremsung irrtümlich
zunächst beide Pedale gemeinsam getreten werden und dann erst auf nur ein Pedal übergegangen wird. Während der
gemeinsamen Betätigung beider Pedale haben sich dann die Ventile in den Zweigleitungen bereits geöffnet und kehren
bei Freigabe des einen Pedales nicht mehr in die Sperrstellung zurück, so daß eine Quervorbindung zwischen beiden
Fahrzeugseiten hergestellt ist und in der Folge bei bloßer Betätigung des einen Pedales kein ausreichender
Druck im zugehörigen Hinterrad-Bremszylinder aufgebaut wird, weil die zum Ausgleichbehälter führende Bohrung des
Hauptbremszylinders des zuerst fälschlich betätigten .Pedales bei dessen Rückkehr in die Ruhestellung freigegeben
wurde und das hydraulische Mittel über die hergestellte Querverbindung von der" Verbindungsleitung zu dem zu bremsenden
Hinterrad in den Ausgleichbehälter ausweichen kann,
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so daß weder eine Lenkbremsung noch eine Fahrbremsung erfolgt, auch dann nicht, wenn Vorderrad-Eremszylinder
vorgesehen sind, weil eben durch das Ausweichen des hydraulischen Mittels in den Ausgleichbehälter nirgendwo
ein ausreichender Druck aufgebaut wird.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und die eingangs geschilderte
Bremseinrichtung so zu verbessern, daß bei Fehlbe- : dienung zur Lenkbremsung v/enigstens eine Fahrbremsung "
an beiden Fahrzeugseiten erfolgt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Naben der beiden Bremspedale ineinandergreifende
Mitnehmer, insbesondere Klauen, besitzen, zwischen denen in der Ruhestellung der Pedale bzw. bei zur Fahrbremsung
gekuppelten Pedalen in beiden Umfangsrichtungen je ein dem Schwenkweg eines Pedales beim Lenkbremsen entsprechendes
Mindestspiel vorgesehen ist.
Falls nun beim Lenkbremsen durch ungev.'ollres Treten
beider Pedale eine Öffnung der die Querverbindung herstellenden Ventile erfolgt und dann nur mehr ein Pedal
weiter betätigt wird, so ergibt sich nach einem gewissen Schwenkweg dieses Pedales eine zwangsläufige Mitnahme des
zweiten Pedales, so daß die zum Ausgleichsbehälter führende Bohrung des dem zweiten Ventil zugeordneten Hauptbremszylinders
geschlossen und im ganzen System ein entsprechender Druck aufgebaut v/ird, der zur beiderseitigen Bremsung
ausreicht. Dennoch ist das Lenkbremsen an sich nicht beeinträchtigt, da Ja das gegenseitige Spiel zwischen den
ineinandergreifenden Mitnehmern dem Schwenkweg eines' Pedales zur Lehkbremsung angeglichen ist, also jedes der
beiden Pedale ohne weiteres für sich allein so weit betätigt bzw. verschwenkt werden kann, daß die gewünschte
Lenkbremsung herbeigeführt wird. Durch die bei vorangegangener Fehlbedienung nach einem gewissen Leerweg er -
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folgte Mitnahme des jeweils zweiten Pedales wird aber mit Sicherheit vermieden, daß sich heim Fahrer, weil
er persönlich keinerlei Bremswiderstand verspürt und das Fahrzeug auch ungebremst weiter fährt, eine Fehlreaktion
einstellt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1 die beiden Bremspedale für die hydraulische Bremseinrichtung eines Ackerschleppers in Ansicht,
Fig. 2 einen zugehörigen Schnitt nach der Linie II-II
der Fig. 1 und
Fig. 3 die von den Pedalen betätigbaren Ventile im größeren Maßstab im Axialschnitt
Fig. 3 die von den Pedalen betätigbaren Ventile im größeren Maßstab im Axialschnitt
Um eine Fahr- oder Lenkbremsung durchführen zu können, sind zv/ei Bremspedale 1,2 vorgesehen, die als sogenannte
hängende Pedale ausgeführt und mit Hilfe eines nicht dargestellten Kupplungsstückes zur gemeinsamen Betätigung bei
der Fahrbremsung gekuppelt werden können. Jedem Bremspedal 1,2 ist ein Hauptbremszylinder zugeordnet (nicht dargestellt),
dessen Kolben mit dem entsprechenden Pedal über ein Gestänge ■ 3 verbunden ist. An den Pecialen 1,2 ist oberhalb ihrer
Achse 4 je ein Bügel 5,6 angeschweißt, welche Bügel 5,6 gemeinsam an einem von einer oteuerstanje 7 gebildeten
Gestänge einer insgesamt mit 8 bezeichneten Ventileinheit anliegen.
Die'Ventileinheit 8 besteht gemäß Fig. 3 aus einem
geraeinsamen Gehäuse 9, in dem die Steuerstange 7 verschiebbar gelagert ist, wobei eine Feder 10 die Steuerstange 7
nach außen gegen die den Pedalen zugeordneten Bügel 5,6 zu drücken versucht. Im Gehäuse 9 sind ferner zwei federbelastete
Ventile 11 vorgesehen, die sich von ihrem Sitz abheben und demnach öffnen, wenn die Steuerstange 7 bei
Freigabe durch die Pedale unter der Wirkung der Feder 10
nach rechts verschoben wird, so daß die Schrägflächen 12
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(ο
der Steuerstange 7 die Ventile 11 nach außen drücken. Die Verbindungsleitungen 13 von den Hauptbremszylindern
zu den beiden Radbremszylindern der Fahrzeughinterräder weisen Zweigleitungen 14 auf, die zu den Ventilen 11
führen und bei geöffneten Ventilen 11 eine Querverbindung herstellen. Der Schraubeinsatz 15 kann verschlossen
sein, in welchem Fall bei geöffneten Ventilen 11 lediglich ein Druckausgleich zv/ischen den Verbindungsleitungen 13 an den beiden Fahrzeugseiten stattfindet.
Es ist aber auch möglich, an den Schraubeinsatz 15 eine Untergabelung zu den Vorderrad-Bremszylindern führende
Druckleitung anzuschließen, um bei geraeinsamer Pedalbetätigung nicht nur einen Druckausgleich für die beiden
Fahrzeugseiten, sondern auch eine Allradbremsung herbeizuführen.
Erfindungsgemäß sind nun die Naben 16, 17 der beiden
Bremspedale 1,2 mit ineinandergreifenden klauenartigen Mitnehmern 10,19 versehen, wobei die Mitnehmer bzw. Klauen
18 der Nabe 16 des Pedales 1 und die Klauen 19 der Nabe des Pedales 2 zugehören. Insbesondere aus Fig. 2 ist ersichtlich,
daß in der Ruhestellung der Pedale 1,2 bzw. bei zur Kahrbremsung gekuppelten Pedaler, zwischen den
Mitnehmern oder Klauen 18,19 in beiden Umfangsrichtungen je ein Mindestspiel vorhanden ist. Dieses Spiel reicht aus,,
um das eine oder andere Pedal 1,2 für sich allein so zu verschwenken, daß bei fehlerfreier Pedalbetätigung volle
Lenkbremsung erfolgt, da ja nur immer ein Pedal bewegt wird, der Bügel 5 oder 6 des jeweils anderen Pedals an
der Steuerstange 7 weiterhin anliegt und eine Verschiebung dieser Steuerstange unter dar Wirkung der Fedar 10 zum
Öffnen der Ventile 11 verhindert. Wird der Schwenkweg des betreffenden Pedals über das Spiel zwischen den Mitnehmern
18* 19 hinaus vergrößert, so erfolgt aber zwangsläufig
die Mitnahme des zweiten Pedals, und es gelangt die Steuerstange 7 auf jeden Fall in die "ffnungsstallung der Ventile
11, in der Fahrbremsung erfolgt, da durch die Bewegung beider Pedale und der damit verbundenen Bewegung der Kolben
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beide Uberströmöffnungen in den Ausgleichbchälter verschlossen
sind.
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Claims (1)
- 27AA060Patentanspruch:Hydraulische Bremseinrichxung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesondere Ackerschlepper, mit zwei v/ahlweise miteinander kuppelbaren Bremspedalen, die je einem Hauptbremszylinder zugeordnet sind, der mit dem Radbremszylinder eines Hinterrades leitungsverbunden ist, wobei die Fahrbremsung durch gemeinsame Betätigung beider Bremspedale erfolgt und dabei gegebenenfalls die Radbremszylinder der Vorderräder von den Hauptbremszylindern her druckbeaufschlagbar sind und wobei von den beiden Verbindungsleitungen der Hauptbremszylinder mit den Hinterradbremszylindern zwei durch je ein Ventil gesperrte, sich hinter diesen Ventilen vereinende und gegebenenfalls unter neuerlicher Gabelung zu den Vorderradbremszylindern führende Leitungen abzweigen, deren Ventile mittels eines Gestänges od.dgl. durch gemeinsame Betätigung der beiden Bremspedale gleichzeitig offenbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die haben (16,17) der beiden Bremspedale (1,2) ineinandergreifende Mitnehmer, insbesondere Klauen (18,19), besitzen, zwischen denen in der Ruhestellung der Pedale bzw. bei zur Fahrbre;nsung gekuppelten Pedalen in beiden IJmfangsrichtungcn je ein den Schwenkweg eines Pedales beim Lenkbremsen entsprechendes Iiindestspiel vorgesehen ist.809819/0597
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