DE2744060C3 - Hydraulische Bremseinrichtung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesondere Ackerschlepper - Google Patents
Hydraulische Bremseinrichtung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesondere AckerschlepperInfo
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Description
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 die beiden Bremspedale für die hydraulische Bremseinrichtung eines Ackerschleppers in Ansicht,
Fi g. 2 einen zugehörigen Schnitt nach der Linie U-Il
der F i g. 1 und
Fig.3 die von den Pedalen betätigbaren Ventile im
größeren Maßstab im Axialschnitt
Um eine Fahr- oder Lenkbremsung durchführen zu
können, sind zwei Bremspedale 1,2 vorgesehen, die als sogenannte hängende Pedale ausgeführt und mit Hilfe
eines nicht dargestellten Kupplungsstückes zur gemeinsamen Betätigung bei der Fahrbremsung gekuppelt
werden können. Jedem Bremspedal 1, 2 ist ein Hauptbremszylinder zugeordnet (nicht dargestellt),
dessen Kolben mit dem entsprechenden Pedal über ein Gestänge 3 verbunden ist. An den Pedalen 1, 2 ist
oberhalb ihrer Achse 4 je ein Bügel 5, 6 angeschweißt, welche Bügel 5, 6 gemeinsam an einem von einer
Steuerstange 7 gebildeten Gestänge einer insgesamt mit 8 bezeichneten Ventileinheit anliegen.
Die Ventileinheit 8 besteht gemäß F i g. 3 aus einem gemeinsamen Gehäuse 9, in dem die Steuerstange 7
verschiebbar gelagert ist, wobei eine Feder 10 die Steuerstange 7 nach außen gegen die den Pedalen
zugeordneten Bügel 5, 6 zu drücken versucht Im Gehäuse 9 sind ferner zwei federbelastete Ventile 11
vorgesehen, die sich von ihrem Sitz abheben und demnach öffnen, wenn die Steuerstange 7 bei Freigabe
durch die Pedale unter der Wirkung der Feder 10 nach rechts verschoben wird, so daß die Schrägflächen 12 der
Steuerstange 7 die Ventile 11 nach außen drücken. Die Verbindungsleitungen 13 von den Hauptbremszylindern
zu den beiden Radbremszylindern der Fahrzeughinterräder weisen Zweigleitungen 14 auf, die zu den Ventilen
11 führen und bei geöffneten Ventilen 11 eine Querverbindung herstellen. Der Schraubeinsatz 15 kann
verschlossen sein, in welchem Fall bei geöffneten Ventilen 11 lediglich ein Druckausgleich zwischen den
Verbindungsleitungen 13 an den beiden Fahrzeugseiter.
stattfindet. Es ist aber auch möglich, an den Schraubeinsatz 15 eine Untergabelung zu den Vorderrad-Bremszylindern
führende Druckleitung anzuschließen, um bei gemeinsamer Pedalbetätigung nicht nur einen Druckausgleich
für die beiden Fahrzeugseiten, sondern auch
lu eine Allradbremsung herbeizuführen.
Erfindungsgemäß sind nun die Naben 16, 17 der beiden Bremspedale 1, 2 mit ineinandergreifenden
klauenartigen Mitnehmern 18, 19 versehen, wobei die Mitnehmer bzw. Klauen 18 der Nabe 16 des Pedales 1
und die Klauen 19 der Nabe 17 des Pedales 2 zugehören. Insbesondere aus Fig.2 ist ersichtlich, daß in der
Ruhestellung der Pedale 1,2 bzw. bei zur Fahrbremsung gekuppelten Pedalen zwischen den Mitnehmern oder
Klauen 18, 19 in beiden Umfangsrichtungen je ein Mindestspiel vorhanden ist. Dieses Spiel reicht aus, um
das eine euer andere Pedal 1, 2 für sich allein so zu
verschwenken, daß bei fehlerfreie. Pedalbetätigung volle Lenkbremsung erfolgt, da ja nur irr.jner ein Pedal
bewegt wird, der Bügel 5 oder 6 des jeweils anderen
2, Pedals an der Steuerstange 7 weiterhin anliegt und eine Verschiebung dieser Steuerstangc unter der Wirkung
der Feo.er 10 zum öffnen der Ventile 11 verhindert.
Wird der Schwenkweg des betreffenden Pedals über das Spiel zwischen den Mitnehmern 18, 19 hinaus
;n vergrößert, so erfolgt aber zwangsläufig die Mitnahme
des zweiten Pedals, und es gelangt die Steuerstange 7 auf jeden Fall in die Öffnungsstellung der Ventile 11, in
der Fahrbremsung erfolgt, da durch die Bewegung beider Pedaie und der damit verbundenen Bewegung
)> der Kolben beide Überströmöffnungen in den Ausgleichbehälter
verschlossen sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Hydraulische Bremseinrichtung zum Fahr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesondere Ackerschlepper, mit zwei wahlweise miteinander kuppelbaren Bremspedalen, die je einem Hauptbremszylinder zugeordnet sind, der mit dem Radbremszylinder eines Hinterrades leitungsverbunden ist, wobei die Fahrbremsung durch gemeinsame Betätigung beider Bremspedale erfolgt und dabei gegebenenfalls die Radbremszylinder der Vorderräder von den Hauptbremszylindern her druckbeaufschlagbar sind und wobei von den beiden Verbindungsleitungen der Hauptbremszylinder mil: den Hinterradbremszylindern zwei durch je ein Ventil gesperrte, sich hinter diesen Ventilen vereinende und gegebenenfalls unter neuerlicher Gabelung zu den Vorderradbremszylindern führende Leitungen abzweigen, deren Ventile mittels eines; Gestänges od. dgl. durch gemeinsame Betätigung der beiden Bremspedale gleichzeitig offenbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Naber; (16, 17) der beiden Bremspedale (1, 2) ineinandergreifende Mitnehmer, insbesondere Klauen (18, 19),, 2") besitzen, zwischen denen in der Ruhestellung der Pedale bzw. bei zur Fahrbremsung gekuppelten Pedalen in beiden Umfangsrid.tungen je ein dem Schwenkweg eines Pedales beim Lenkbremsen entsprechendes Mindestspiel vorgesehen ist. joDie Erfindung bezieht r,ich au" eine hydraulische Bremseinrichtung zum Frhr- und Lenkbremsen zweiachsiger Fahrzeuge, insbesonde·' : Ackerschlepper, mit zwei wahlweise miteinander kuppelbaren Bremspedalen, die je einem Hauptbremszylinder zugeordnet sind, der mit dem Radbremszylinder eines Hinterrades leitungsverbunden ist, wobei die Fahrbremsung durch gemeinsame Betätigung beider Bremspedale erfolgt und dabei gegebenenfalls die Radbremszylinder der Vorderräder von den Hauptbremszylindern her druckbeaufschlagbar sind und wobei von den beiden Verbindungsleitungen der Hauptbremszylinder mit den Hinterradbremszylindern zwei durch je ein Ventil gesperrte, sich hinter diesen Ventilen vereinende und gegebenenfalls unter neuerlicher Gabelung zu den Vorderrad-Bremszylindern führende Leitungen abzweigen, deren Ventile mittels eines Gestänges od. dgl. durch gemeinsame Betätigung der Bremspedale gleichzeitig offenbar sind.Eine solche Bremseinrichtung ist bereits bekannt (OE-PS 3 05 791). Wird dabei nur eines der beiden Bremspedale gedrückt, so wird über den Radbremszylinder auch nur das zugehörige Hinterrad zur Lenkbremiung gebremst, da das Ventil in der Zweigleitung gesperrt ist und somit keine Verbindung zum Bremsleitungssystcm an der anderen Fahrzeugscite bzw. zu den Vorderrad-Bremszylindern besteht. Werden dagegen die beiden Pedale gemeinsam gedrückt, so öffnen sich die beiden Ventile in den Zweigleitungen und der Druck aus den beiden Hauptbremszylindern pflanzt sich nicht nur zu den beiden Hinlerrad-Bremszylindern fort, sondern es ergibt sich auch ein entsprechender Druckausgleich für beide Fahrzcugscitcn bzw. es werden, sofern eine Allradbremsiing vorgesehen ist, auch die Vorderrad-Bremszylinder mit Druck beaufschlagt, da die Verbindungsleitungen zwischen den Hauptbremszylindern und den Hinterrad •Bremszylindern über die sich vereinenden und dann wieder gabelnden Zweigleitungen auch mit den Vorderrad-Bremszylindern verbunden sind. Diese Konstruktion hat sich voll bewährt, wenn die Fahrbremsung immer mit gekuppelten Bremspedalen durchgeführt und bei Lenkbremsung tatsächlich immer nur ein Pedal betätigt wird. Es kann aber der Fall eintreten, daß bei ungekuppelten Pedalen zur Lenkbremsung irrtümlich zunächst beide Pedale gemeinsam getreten werden und dann erst auf nur ein Pedal übergegangen wird. Während der gemeinsamen Betätigung beider Pedale haben sich dann die Ventile in den Zweigleitungen bereits geöffnet und kehren bei Freigabe des einen Pedales nicht mehr in die Sperrstellung zurück, so daß eine Querverbindung zwischen beiden Fahrzeugseiten hergestellt ist und in der Folge bei bloßer Betätigung des einen Pedales kein ausreichender Druck im zugehörigen Hinterrad-Bremszylinder aufgebaut wird, weil die zum Ausgleichbehälter führende Bohrung des Hauptbremszylinders des zuerst fälschlich betätigten Pedales bei dessen Rückkehr in die Ruhestellung freigegeben wurde und das hydraulische Mittel über die hergestellte Querverbindung von der Verbindungsleitung zu dem zu bremsenden Hinterrad in den Ausgleichbehälter ausweichen kann, so daß weder eine Lenkbremsung noch eine Fahrbremsung erfolgt, auch dann nicht, wenn Vorderrad-Bremszylinder vorgesehen sind, weil eben durch das Ausweichen des hydraulischen Mittels in den Ausgleichbehälter nirgendwo ein ausreichender Druck aufgebaut wird.Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und die eingangs geschilderte Bremseinrichtung so zu verbessern, daß bei Fehlbedienung zur Lenkbremsung wenigstens eine Fahrbremsung an beiden Fahrzeugseiten erfolgt.Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Naben der beiden Bremspedale ineinandergreifende Mitnehmer, insbesondere Klauen, besitzen, zwischen denen in der Ruhestellung aer PeUaIe bzw. bei der Fahrbremsung gekuppelten Pedalen in beiden Umfangsrichtungen je ein dem Schwenkweg eines Pedales beim Lenkbremsen entsprechendes Mindestspiel vorgesehen ist.Falls nun beim Lenkbremsen durch ungewolltes Treten beider Pedale eine öffnung der die Querverbindung herstellenden Ventile erfolgt und dann nur mehr ein Pedal weiter betätigt wird, so ergibt sich nach einem gewissen Schwenkwcg dieses Pedales eine zwangsläufige Mitnahme des zweiten Pedales, so daß die zum Ausgleichsbehälter führende Bohrung des dem zweiten Ventil zugeordneten Hauptbremszylinders geschlossen und im ganzen System ein entsprechender Druck aufgebaut wird, der zur beiderseitigen Bremsung ausreicht. Dennoch ist das Lenkbremsen an sich nicht beeinträchtigt, da ja das gegenseitige Spiel zwischen den ineinandergreifenden Mitnehmern dem Schwenkweg eines Pedales zur Lenkbremsung angeglichen ist, also jedes der beiden Pedale onne weiteres für sich allein so weit betätigt bzw. verschwenkt werden kann, daß die gewünschte Lenkbremsung herbeigeführt wird. Durch die bei vorangegangener Fehlbedienung nach einem gewissen Leerweg erfolgte Mitnahme des jeweils zweiten Pedales wird aber mil Sicherheit vermieden, daß sich beim Fahrer, weil er persönlich keinerlei Bremswiderstand verspürt und das Fahrzeug auch ungebremst weilerfährt, eine Fchlrcaktion einstellt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT820376A AT355441B (de) | 1976-11-04 | 1976-11-04 | Hydraulische bremseinrichtung zum fahr- und lenkbremsen zweiachsiger fahrzeuge, insbesondere ackerschlepper |
Publications (3)
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| DE2744060B2 DE2744060B2 (de) | 1978-11-09 |
| DE2744060C3 true DE2744060C3 (de) | 1979-07-12 |
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Family Applications (1)
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