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Verfahren und Vorrichtung zum schraubenförmigen Umbandeln eines
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ringförmigen elektrischen Bauteils mit einem Isolierband Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zum schraubenförmigen Umbandeln eines ringförmigen elektrischen
Bauteils mit einem Isolierband, wobei das von einem Magazin abzuspulende IsolIerband
auf einem durch die Ringöffnung hindurch das Bauteil umschließenden, umlaufenden,
endlosen Trägerelement aufgespult und gleichzeitig durch eine Aussparung im Trägerelement
abgezogen und auf das Bauteil aufgewickelt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
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Verfahren und Vorrichtungen zum schraubenförmigen Umbandeln ringförmiger
Bauteile sind bereits aus den US-Patentschriften 3 084 879 und 3 232 544 bekannt.
Dabei wird durch die Ringöffnung des zu isolierenden Bauteils ein als Laufring bezeichnetes
Trägerelement eingeführt, das aus einer Reihe hintereinander angeordneter Gleitrollen
besteht,die in einander gegenüberstehenden ringförmigen Trägern gelagert sind. Zum
Einführen in die Ringöffnung des Bauteiles besitzt der Laufring eine iesparung,
die gegebenenfalls durch eine Brücke oder ein Schloß geschlossen werden kann. Das
Isolierband ist auf einem externen Magazin gestapelt. Wird nun der Bandanfang durch
eine entsprechende Öffnung, Fadenauge genannt, gefädelt und auf der Oberfläche des
zu isolierenden Ringes befestigt
und wird sodann der Laufring in
sich gedreht, so wird einerseits das Isolierband durch die Ringöffnung hindurch
um das Bauteil gewickelt, gleichzeitig aber auch auf dem Laufring aufgestapelt.
Wird dabei der Laufring um die Symmetrieachse der Ringöffnung geschwenkt, so wird
das Bauteil schraubenförmig umwickelt, während auf dem Laufring mit jedem Umlauf
mehr Isolierband gestapelt wird. Ist etwa soviel Isolierband auf dem Trägerelement
zwischengestapelt, wie voraussichtlich zur Fertigstellung der Umbandelung benötigt
wird, so muß man das Isolierband am Magazin abschneiden und das zwischengestapel'e
Isolierband abarbeiten. Stellt sich dabei heraus, daß das abgeschnittene Isolierband
nicht zur Fertigstellung der Bandage ausreicht, so muß in zeitraubender Weise der
Bandanfang vom Bandmagazin erneut eingefädelt und der Wickelvorgang eingeleitet
werden. Ist dagegen nach Fertigstellung der Umbandelung noch Isolierband auf dem
Trägerelement, so ist die Öffnung des Laufringes durch den verbleibenden Bandstapel
Uberbrückt. Um das Bauteil aus dem Laufring herauszunehmen, muß der Bandstapel dann
durchgeschnitten werden, was zu überhöhtem Materialverbrauch führt. Bei Ringöffnungen,
deren Durchmesser verglichen zur axialen Ausdehnung der Ringöffnung klein ist, tritt
ferner die Schwierigkeit auf, daß der Wickelring die Bohrung des Bauteils mit einem
bogenförmigen Teil seines Umfangs durchsetzt, die geometrischen Verhältnisse Jedoch
nur eine geringe Krümmung zulassen. Es wären daher derart große Wickelringe nötig,
daß ein derartiges Verfahren nicht mehr realisiert werden kann. Vor allem scheitert
die praktische Durchführung des Verfahrens auch daran, daß mit steigender Zahl der
zwischengestapelten Isolierbandlagen die Reibung der Isolierbandlagen untereinander
und mit der Auflage des Wickelringes stark anwichst, so daß es leicht zum Bandriß
kommt.
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Aus der DT-OS 24 36 868 ist eine Umbandelungsanlage bekannt, bei der
anstelle eines Wickelringes ein Trägerelement benutzt wird, das anstelle zweier
ringförmiger Seitenführungen zwei
seitliche Riemen oder Ketten enthält,
die über entsprechende Führungsrollen durch die Ringöffnung hindurch um das Bauteil
umlaufen. In die Ketten, die über ein Kettenschloß geschlossen werden, können Magazinrollen
eingehängt werden, so daß nach Befestigung der Bandenden auf der Bauteiloberfläche
durch den Umlauf der Magazinrollen um den Bauteil die Oberfläche mit Isolierband
bewickelt wird. Es können aber auch zwischen den Seitenftihren eine Vielzahl von
Gleitrollen nebeneinander angeordnet sein, wobei dann das Isolierband auf einem
externen Magazin gestapelt ist. In diesem Fall wird nach Einfädeln des Trägerelementes
in die Ringöffnung und Schließen des Kettenschlosses das Isolierband von dem externen
Magazin auf das Trägerelement umgespult und anschließend über seitlich zum Trägerelement
angeordnete;, mit diesem umlaufende, als Fadenauge dienende. Umlenkröllchen nach
oben abgezogen und um das Magazin gewickelt. Auch diese Vorrichtung hat den Nachteil,
daß die für die Wicklung nötige Isolierbandlänge vorher abgeschätzt und auf dem
Trägerelement zwischengestapelt werden muß. Besonders bei engen Ringöffnungen kann
erschwerend hinzutreten, daß beim Zwischenstapeln des benötigten Isolierbandes auf
dem Trägerelement der Stapel so dick wird, daß er nicht mehr durch die Ringöffnung
hindurchgeführt werden kann.
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Üblicherweise werden Spulen so umbandelt, daß das Band in schraubenartigen,
sich überlappenden Windungen zu liegen kommt. Aufgrund der Geometrie ist die Überlappung
zweier benachbarter Windungen in der Ringöffnung Jedoch stets größer als am äußeren
Umfang des ringförmigen Bauteiles und nach Aufwickeln mehrerer Schichten entsteht
eine Bandage, deren Dicke nach außen hin abnimmt. Da man andererseits insbesondere
für die Isolation von Hochspannungsführenden Bauteilen eine Isolation konstanter
Dicke anstrebt, werden häufig auf der Außenseite des ringförmigen Bauteiles zusätzliche
Einlagen eingelegt und in die Bandage eingewickelt. Dies ist Jedoch ein aufwendiger
zusätzlicher Arbeitsgang der meist von Hand durchgefhhrt werden muß.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, beim Umbandeln ringförmiger
elektrischer Bauteile, insbesondere mit großer axialer Ausdehnung der Ringöffnung
gegenüber dem Öffnungsradius, die genannten Schwierigkeiten zu vermeiden.
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Dies wird gemäß der Erfindung erreicht durch ein Verfahren er eingangs
angegebenen Art, bei dem der Umlaufsinn des Trägerelementes mehrmals vorübergehend
umgekehrt und das auf dem Trägerelement aufgespulte Isolierband wieder auf das Magazin
zurückgespult wird. Bevorzugt wird an der Stelle, an der daq vom Trägerelement kommende
Isolierband auf die Bauteiloberfläche auftrifft, das Band während des Umkehrens
des Umlaufsinnes vorübergehend festgehalten und gegebenenfalls auch leicht festgeklebt,
bis bei dem darauf folgenden Umlauf des Trägerelementes die festzuhaltende Stelle
von wenigstens einer darauf folgenden straff gespannten Wicklung überdeckt und festgehalten
wird.
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Nach dem Umkehren des Umlaufsinnes wird von dem festgehaltenen Bandstück
aus das auf dem Trägerelement zwischengestapelte Isolierband in der gleichen Weise
schraubenartig um das Bauteil gewickelt, lediglich der Drehsinn der Schraube ist
umgekehrt. Dies gilt jedenfais solange der Vorschub des Trägerelementes, d.h. die
Schwenkgeschwindigkeit, und der absolute Betrag der Umlaufgeschwindigkeit gleich
bleibt.
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Während zu Beginn durch den Umlauf des Trägerelements Isolierband
auf dem Trägerelement zwischengestapelt wurde, wird jedoch durch die Umkehrung des
Umlaufsinnes nunmehr zwischengestapeltes Isolierband wieder abgewickelt und kann
auf das externe Magazin zurückgespult werden. Dieses Verfahren ermöglicht es, den
Umlauf sinn immer dann umzukehren, wenn der Isolierbandstapel auf dem Trägerelement
eine bestimmte Höchstdicke überschreitet. Dadurch wird sichergestellt, daß keine
zu dicken Bandstapel durch die Ringöffnung laufen müssen und daß nicht die Reibungskräfte
des zwischengestapelten Bandes übermäßig anwachsen und zum Reißen des Bandes führen.
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Ist nach einem Aufspulen das zwischengestapelte Isolierband vollkommen
von dem Trägerelement wieder abgespult worden, so wird auch ohne erneute Umkehrung
des Umlaufsinns wieder Isolierband vom externen Magazinstapel aif das Trägerband
aufgespult. Dieser Vorgang des Aufspulens und Abspulens, wobei ständig neues Isolierband
um das Bauteil gewickelt wird, kann solange fortgesetzt werden, bis die Mindestdicke
der Bandage erreicht ist. Ein widerholtes Einfädeln des Isolierbandes oder ein erhöhter
Verschleiß tritt hierbei nicht auf.
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Da beim Umkehren des Umlaufsinnes das Band auf sich selbst zu liegen
kommt, entsteht eine lokale Verdickung der Wicklung.
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Vorteilhaft ist es, die Umkehrung des Umlaufsinnes so vorzunehmen,
daß der Umkehrpunkt auf der der Ringöffnung abgewandten Seite liegt. Man erreicht
dadurch gerade auf der der Ringöffnung abgewandten Krümmung ein Anwachsen der Schichtdicke,
wo beim Wickeln schraubenförmiger Bahnen eine geringere Schichtdicke entstehen würde
als in der Ringöffnung. Man kann daher vorteilhaft den Umlauf sinn so oft umkehren,
daß eine gleichmäßig dicke Schicht entsteht.
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Zur Durchführung des Verfahrens hat sich ein das Bauteil durch die
Ringöffnung hindurch umschließendes, umlaufendes endloses Trägerelement als vorteilhaft
erwiesen, das als ein Riemen ausgebildet ist, der eine mit einem Gleitbelag versehene
Auflagefläche und radial vom Bauteil nach außen weisende Seitenflächen aufweist.
Dieser Riemen ist über ein SchloB zu öffnen und zu schließen und weist in der Auflagefläche
eine Aussparung mit einem Fadenauge auf, um das auf dem Trägerelement gestapelte
Isolierband nach innen zum Bauteil abzuziehen. Ferner ist eine FUhrung und ein Antrieb
mit umkehrbarer Antriebsrichtung für den Umlauf des Trägerelementes vorgesehen.
Das Trägereleflent ist relativ zu dem ringförmigen Bauteil in der Ringebene schwenkbar.
An der externen Magazinrolle ist eine Einrichtung zum Rückspulen von Isolierband
auf die Magazinrolle vorgesehen.
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Der Antrieb des Trägerelementes kann vorteilhaft über Reib rollen
erfolgen. Die Führung des Trägerelementes kann über Umlenkrollen geschehen, wobei
das riemen-artige Trägerelement nur mit den Seiten auf den Rollen aufliegt, damit
das vom Fadenauge zum Bauteil nach innen führende Isolierband nicht durch die Rollen
behindert wird.
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Eine Einrichtung zum Anpressen des Isolierbandes an die Bauteiloberfläche
während des Wechsels des Umlenkninnes ist vorgesehen. Diese Einrichtung kann z.B.
ein elektrisch, hydraulienh oder pneumatisch ausfahrbarer Halte stift sein.
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Das Trägereiement kann anstelle einer mit einem Gleitbelag versehenen
Auflagefläche auch eine Reihe hintereinander angeordneter, zwischen den Seitenführungen
gelagerten Gleitrollen enthalten.
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Um das Band schraubenartig zu wickeln, kann entweder bei feststehender
Führung des Trägerelementes das ringförmige Bauteil in der Ringebene gedreht oder
bei feststehendem Bauteil das Trägerelement zusammen mit seiner Führung in der Ringebene
geschwenkt werden. Hierzu kann ein tachogeregelter, kollektorloser Gleichstrommotor
verwendet werden. Auch zum Antrieb der Trägerelemente kann ein umschaltbarer kollektorloser
Gleichstrommotor geeignet sein.
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Das Rückspulen des abgespulten Isolierbandes auf die externe Magazinrolle
kann durch einen Elektromotor erfolgen, der vorteilhaft in Abhängigkeit von der
Bandspannung oder synchron mit dem Umschalten des Antriebes angesteuert wird.
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Zur Steuerung der Gleichstrommotoren kann eine elektronische Synchronisation
verwendet werden.
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Anhand eines Ausführungsbeispieles und mehrerer Figuren wird die Erfindung
noch näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt in einem vertikalen Schnitt schematisch eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
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Mit 1 ist ein ringförmiges Bauteil bezeichnet, das einen seitlichen
Abführungastutzen 2 für die elektrischen Anschlüsse aufweist und an diesem Stutzen
gehalten ist.
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Durch die Ringöffnung dieses Bauteils 1 ist ein profilierter Flachriemen
3 geiädelt, der mittels eines Riemenschlosses 4 zu einem endlosen, durch die Ringöffnung
hindurch um das Bauteil umlaufenden Band geschlossen ist. Zur FUhrung des Riemens
dienen die Rollen 5, 6 und 7, die auf einem C-förmigen, vertikal stehenden Rahmen
8 beweglich gelagert sind. Bevorzugt wird das Trägerelement etwa in konstanten Abstand
von der Oberfläche des Bauteiles um dieses herumgeführt. Die Rolle 6 ist dabei gegen
eine am Rahmen befestigte Zugfeder 8 beweglich und sorgt für eine ausreichende Spannung
des Riemens. Die Rolle 7 ist als Reibrad (Friktionsrolle) ausgebildet, wird über
einen Zahnriemen 10 von einem kollektorlosen Gleichstrommotor 11 angetrieben und
versetzt den Riemen 3 in Umlauf um das Bauteil 1. Ferner ist am Rahmen 8 eine Magaznrolle
12 für das Isolierband 13 drehbar befestigt.
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Um das Umbandeln des Bauteils 1 zu beginnen, wird der Bandanfang vom
Magazin 12 abgezogen und durch eine Aussparung an der Auflagefläche des Riemens
3 hindurchgeführt und an der Oberfläche des Bauteiles vorübergehend befestigt.
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Vorteilhaft kann die Aussparung, die als Fadenauge zur FUhrung des
Bandes dient, im Riemenschloß 4 angeordnet sein.
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Wird nun der Riemen 3 durch den Gleichstrommotor 11 bzw.
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die Friktionsrolle 7 im Uhrzeigersinn in Umlauf gesetzt, so wird durch
den Umlauf des Fadenauges das Isolierband einerseits vom Magazin abgezogen, andererseits
auf dem Bauteil aufgewickelt. Wird gleichzeitig der Rahmen 8 um die Symmetrieachse
14 der Ringöffnung des Bauteiles 1 geschwenkt, so wird das Band 13 schraubenförmig
um den Ring des ringförmigen Bauteiles 1 gewickelt. Zum Schwenken des Rahmens 8
ist ein tachometergeregelter, kollektorloser Gleichstrormotor 15 vorgesehen, dessen
Antriebsachse mit der Symmetrieachse 14 zusammenfällt und der den Rahmen 8,
der
über ein Axiallager 17 auf dem Gleichstrommotor 15 gelagert ist, um die Drehachse
14, d.h. in horizontaler Ebene in der Ringöffnung des Bauteiles schwenkt.
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Bei einem Umlauf des Fadenauges wird soviel Isolierband um das Bauteil
gewickelt, wie dem Umfang des vom Riemen 3 rmschlossenen Bauteils entspricht. Vom
Magazin 12 wird zusätzlich gerade soviel Isolierband abgezogen, wie der Länge ;1es
Riemens 3 entspricht. Das zusätzliche Isolierband wird auf dem Riemen 3 zwischengestapelt.
Nach vielen Umläufen könnte der auf dem Isolierband 3 entstehende Bandstape derart
anwachsen, daß er nicht mehr durch die Öffnung der Ringspule hindurch paßt. Außerdem
erhöht sich mit jeder Windung, mit der das Bauteil vom zwischengestapelten Band
umschlungen wird, die Reibung und damit die Spannung im Band, so daß es schließlich
zum Reißen des Bandes kommen könnte. Wird nun jedoch die Laufrichtung des Gleichstrommotors
11 gewechselt, so läuft der Riemen 3 nunmehr in umgekehrtem Sinn. Wird gleichzeitig
auch die Magazinrolle 12 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, so wird zwischengestapeltes
Isolierband vom Riemen 3 abgewickelt und auf die Magazinrolle 12 zurückgespult.
Dazu wird ein Gleichstrommotor 18 in Gang gesetzt, der über einen Zahnriemen die
Magazinrolle entsprechend antreibt. Der Motor 18 kann synchron mit dem Motor 11
gesteuert werden, er kann aber auch in Abhängigkeit von der Spannung des Isolierbandes
13 geregelt werden. Zur Erzeugung einer ausreichenden Bandspannung ist eine Spannrolle
16 vorgesehen, die gegen eine Zugfeder beweglich ist. An der Spannrolle 16 kann
ein Meßfühler, z.B. ein Zweipunktregler, angeordnet sein, der den Gleichstrommotor
15 bei nachlassender Spannung in Bewegung setzt, so daß die Magazinrolle zurückbewegt
wird, wenn zuviel Isolierband abgespult ist und die Bandspannung nachläßt. Um auch
bei Umkehrung des Umlaufsinnes eine ausreichende Bandspannung und Bandführung zu
gewährleisten, wird das Band ferner zwischen einem Umlenkrollenpaar 19 hindurchgeführt.
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Um zu verhindern, daß bei der Umkehrung des Umlaufsinnes das bereits
auf dem Bauteil 1 abgewickelte Band sich löst, ist es erforderlich, das Band in
den Umkehrpunkten vorübergehend festzuhalten, bis es von nachfolgenden, darübergewickelten
Bandabschnitten von selbst gehalten wird. Hierzu dient ein Haltestift 20, der von
einer Fig. 1 nicht sichtbaren Hydraulik oder Pneumatik ausgefahren wird, wenn der
Umlaufainn des Gleichstrommotors 11 geändert wird. Ferner kann eine auf diesen Haltestift
gerichtete Spritzdüse 21 vorgesehen sein, durch die gegebenenfalls geringe Mengen
Klebstoff auf das Isolierband gesprüht werden können, um ein Verrutschen des Bandes
in den Umkehrpunkten zu vermeiden.
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Dieser Haltestift ist so angeordnet, daß er das Band auf der oberen
Kappe des Bauteils 1 an die zu bewickelnden Oberflächen anpreßt. Hierzu ist der
Haltestift zusammen mit seiner Hydraulik oder Pneumatik an einer Halteschiene 22
befestigt, die in einer Buchse 23 geführt ist. Die FUhrungsbuchse 23 ist auf eine
Spindel mit Rechtswinde aufgeschraubt und kann durch Drehung dieser Spindel 24 längs
der Kante des Rahmens 8 in vertikaler Richtung bewegt werden, ohne daß ein Verdrehen
stattfindet. Die Spindel 24 wird durch einen Motor 25 angetrieben, der auf diese
Weise eine vertikale Verschiebung der Führungsschiene 22, d.h. eine vertikale Bewegung
des ?uhrungsstiftes in der Ebene des Rahmens 8, ermöglicht. Um den Führungsstift
20 vollkommen frei in der Ebene des Rahmens 8 zu bewegen, kann er durch ein Herausziehen
der Schiene 22 aus der FUhrungsbuchse 23 bzw. ein Hineinschieben in horizontaler
Richtung bewegt werden. Dazu ist das Ende der Schiene 22 in dem vertikalen Fhhrngsschlitz
26 einer Mutter 27 geführt, wobei die Mutter 27 ihrerseits auf eine von einem Motor
28 angetriebene Spindel 29 aufgeschraubt und gegen Verdrehung gesichert ist.
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Spiegelbildlich zu dem oberen Piihrungsstift 20 ist unterhalb des
Bauteiles 1 ein Führungsstift 30 mit entsprechender
Spritzdüse
31 und Halteschiene 32 vorgesehen. Auch diese Schiene 32 ist durch eine Führungsbuchse
33 und einen Längsschlitz 36 in der Mutter 25 geführt. Die Führungsbuchse 33 ist
ebenfalls auf einer vom Motor 25 angetriebenen Spindel 34 aufgeschraubt, wobei diese
Spindel 34 jedoch ein Linksgewinde aufweist, so daß die beiden Führungsbuchsen 23
und 33 bzw. die beiden Haltestifte 20 und 30 spiegelbildlich zueinander bewegt werden.
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Die Fig. 2 bis 4 zeigen schematisch verschiedene Stufen des Umbadelvorganges.
Zu Beginn wird der Bandanfang durch das Fadenauge 40 gezogen und an der Oberfläche
des Bauteils befestigt. Sodann wird das der Übersicht wegen nur gestrichelt gezeichnete
Trägerelement 41 im Uhrzeigersinn in Bewegung gesetzt. Dadurch wird das Isolierband
in Pfeilrichtung durch das Fadenauge gezogen und um das Bauteil gewickelt. Gleichzeitig
wird aber auch das Isolierband mit jedem Umlauf erneut um das Bauteil geschlungen
und auf dem Trägerelement zwischengestapelt. Dadurch wächst auf dem Trägerelement
41 ein Bandstapel 43 an. Um diesen Bandstapel wieder zu verbrauchen, wird nun der
Umlaufsinn entsprechend dem Pfeil 45 geändert, d.h. das Trägerelement läuft nun
entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um. Dabei wird weiterhin Isolierband durch das
Fadenauge hindurch vom Zwischenstapel abgezogen, jedoch muß, um das Band gespannt
zu halten, der Umlaufsinn der Magazinrolle 42 ebenfalls umgekehrt werden und Isolierband
vom Zwischenstapel auf die Magazinrolle zurückgespult werden (Fig. 3).
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Ist der ganze Zwischenstapel abgearbeitet, so braucht zum weiteren
Umbandeln des Bauteiles der Umlaufsinn des Trägerelementes nicht sofort umgekehrt
zu werden. Vielmehr genügt es, wenn nur die Umlaufrichtung der externen Magazinrolle
42 umgekehrt wird, da das Fadenauge, wenn es weiterhin entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
umläuft, nunmehr vom Magazin weiteres Isolierband abzieht (Fig. 4). Es ist daher
nicht erforderlich, die Bewegung der Magazinrolle (Abspulen und Zurückspulen)
sychron
mit dem Umlauf des Trägerelementes zu steuern, vielmehr genügt es, beim Abspulen
des Isolierbandes die Magazinrolle 42 durch das gespannte, vom Fadenauge geführte
Band in Bewegung zu setzen und beim Nachlassen der Bandspannung mittels eines Motors
die Magazinrolle zurUckzudrehen und Isolierband aufzuwickeln.
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In Fig. 5 sind schematisch die beim Wickeln gemäß der Erfindung durch
die Umkehrung des Umlaufsinnes nacheinander erzeugten Lagen dargestellt. Die Pfeile
51 geben jeweils die Richtung an, in der das Fadenauge bei der Erzeugung der entsprechenden
Lage bewegt wurde. Die Umkehrpunkte 52 sind vorteilhaft so gewählt, daß sie auf
der der Ringöffnung abgewandten Seite der Oberfläche liegen. Wie aus dem Bild ersichtlich
ist, wird die Ringöffnung bei diesem Umbandelschema von genau halb soviel Lagen
durchsetzt wie der äußere Ringumfang des Bauelementes 50. Es kommt daher auf der
Ringöffnung abgewandten Seite zu einer Überhöhung der Isolierschicht. Da Jedoch
die einzelnen Lagen nicht, wie in Fig. 5 gezeigt, übereinander sondern spiralförmig
nebeneinander gewickelt werden, wie in Fig. 6 gezeigt ist, kann mit den zusätzlichen
Lagen die vergrößerte Oberfläche auf der der Ringöffnung abgewandten Seite bedeckt
werden. Es entsteht dann eine Isolierschicht ungefähr konstanter Dicke.
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Fig. 7 zeigt ein anderes Umbandelschema, bei dem die Zahl der Lagen
auf der der Ringöffnung abgewandten Seite dreimal so groß ist wie in der Ringöffnung.
Dies ermöglicht es, eine Wicklung konstanter Dicke auch bei Ringen zu erzeugen,
deren äußerer Durchmesser dreimal so groß ist wie der Durchmesser der Ringöffnung.
Allgemein kann entsprechend der Geometrie des ringförmigen Bauteiles der Umlaufsinn
so oft umgekehrt werden, daß eine gleichmäßige dicke Schicht entsteht. Auch in diesem
Fall wird, ebenso wie bei dem Schema nach Fig. 5, das Isolierband im Umkehrpunkt
erst von einem straff gespannten Band überdeckt, bevor bei einer weiteren Lage der
Umlaufsinn erneut umgekehrt wird. Das Isolierband,
das während
jeder Umkehrung des Umlaufsinnes an der zu bewickelnden Oberfläche vorübergehend
festgehalten werden muß, wird dann jeweils von einem darüberliegenden straff gespannten
Bandabschnitt festgehalten. Benutzt man zum vorübergehenden Fixieren einen ausfahrbaren
Haltestift, so kann dieser Halte stift jeweils beim Bewickeln des nächsten straff
gespannten Bandabschnittes herausgezogen werden und steht zum Festhalten bei der
nächsten Umkehrung des Umlaufsinnes zur Verfügung.
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In Fig. t" ist ein Riemen und seine Führung in Führungsrollen dargestellt.
Der Riemen besteht aus einer Auflage fläche 80 und zwei darauf senkrecht stehenden,
seitlichen Filhrungswülsten 81 aus Hartgummi, Kunststoff oder einem anderen plastischen
Material, wobei die Auflagefläche 80 aus einem Material mit geringer Gleitreibung
besteht oder vorteilhaft zusätzliche einen Gleitbeiag 82 aufweist. In der Auflagefläche
ist eine Aussparung 83 vorgesehen, die als Fadenauge zur Führung des Bandes dient.
Der Profilriemen liegt mit seinen Wülsten 81 auf den in Fig. 1 mit 5, 6 und 7 bezeichneten
Rollen 85 auf, durch die der Riemen so geführt wird, daß die Auflagefläche parallel
zur zu bewickelnden Oberfläche und die seitlichen WUlste radial vom Bauteil nach
außen weisen. Das Isolierband 84 wird beim Umlauf des Bandes um das Bauteil auf
der Auflage fläche aufgestapelt und nach innen zum Bauteil abgezogen.
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Anstelle des Frofilrahmens kann auch eine Röllchenkette nach Fig.
9 verwendet werden, bei der das Isolierband auf hintereinander angeordneten Röllchen
90 aufgestapelt wird, die drehbar in entsprechenden beweglichen seitlichen Kettengliedern
92 geffihrt sind.
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Vorteilhaft ist in der Aussparung des Profllrieuens bzw.
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in einer entsprechenden Aussparung der Röllchenkette ein Rollenpaar
als Fadenauge vorgesehen. Fig. 10 zeigt einen Längsschnitt durch ein entsprechendes
Fadenauge eines
Profilriemens. Dabei ist an der Auflagefläche 100
und den Seitenflächen 101 des Flachriemens ein seitliches FUhrungsblech 102 befestigt,
z.B. mittels Nieten 103, in dem eine Rolle 104 des Rollenpaares mit feststehender
Achse befestigt ist, während die gegenüberstehende Rolle 105 mit ihrer Achse in
einem Längsschlitz 106 beweglich angeordnet ist. Eine außen am Fadenauge angeordnete
Feder 107 preßt das Rollenpaar zusammen und sorgt dafür, daß das Isolierband fest
auf der Rolle 104 aufliegt,wenn es durch den Schlitz zwischen den beiden Rollen
hindurch in Richtung des Pfeiles 109 nach innen abgezogen wird. Zum Schutz des Isolierbandes
sind ferner seitliche Fuhrungsbleche 108 vorgesehen.
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Das Isolierband wird mittels des Riemens oder des anderweitig ausgebildeten
Trägerelementes auf einem Polygon um das Bauteil herumgeführt. Vorteilhaft ist das
Rollenpaar 104, 105 etwas ins Innere des Polygonzuges versetzt, so daß das Isolierband
nach Verlassen der Auflagefläche 100 nach innen abgezogen wird. Ferner ist ein FUhrungsstift
oder eine FUhrungsrolle 110 vorgesehen, über den das Band beim Zwischenstapeln zur
Uberbrückung des Fadenauges geführt wird.
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Vorteilhaft kann das Fadenauge in das Riemenschloß bzw.
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bei Verwendung einer Röllchenkette in das Kettenschluß integriert
sein, indem das seitliche Führungsblech 102 aus zwei, an den jeweiligen Riemenenden
befestigten, ineinander einhängbaren Teilen besteht.
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Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglichen es,
zur das Isolierband große Magazinrollen zu verwenden, deren Größe unabhängig von
der Geometrie des Bauteiles und lediglich von den Gegebenheiten bei der Herstellung
des Papierbandes bestimmt ist. Dabei hat nur noch das Einfädeln des Bandanfanges
manuell zu erfolgen, während der Wickelvorgang selbst automatisch gesteuert
werden
kann. Bei Verwendung großer Magazinrollen kann daher der personelle Bedienungsaufwand
klein gehalten werden.
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18 Patentansprüche 10 Figuren
L e e r s e i t e