DE19624007A1 - Vorrichtung zum Speichern von metallischen Bändern - Google Patents
Vorrichtung zum Speichern von metallischen BändernInfo
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Description
In bekannten Bandbehandlungsanlagen befindet sich in einer
Behandlungslinie zwischen Prozeßteil und Nachbehandlung zumeist
ein horizontaler oder ein vertikaler Bandspeicher. Dieser ist
nötig, da der Prozeßteil einer Bandbehandlungsanlage mit kürzeren
Laufzeiten als der Nachbehandlungsteil arbeitet. Das aus dem
Prozeßteil der Bandbehandlungsanlage austretende Walzband wird
durch häufiges Umlenken - mittels einer Vielzahl von Umlenk-
und S-Rollen - schlingenförmig im horizontalen oder vertikalen
Bandspeicher bevorratet.
Durch das häufige Umlenken des metallischen Walzbandes ist dieses
steigenden Belastungen ausgesetzt, die oftmals zu Bandrissen
innerhalb der Behandlungslinie führen, was ein umständliches
und zeitraubendes Wiedereinfädeln des Bandes in den Auslaufteil
der Bandbehandlungsanlage nach sich zieht. Auch bei Reparatur
bzw. Wartungsarbeiten am Bandspeicher selber oder an den
Antrieben der diversen Umlenk- und S-Rollen ist ein
Wiedereinfädeln des Bandes unumgänglich. Der Platzbedarf eines
solchen horizontalen oder vertikalen Bandspeichers, mit außerdem
all seinen Nebeneinrichtungen, ist sehr groß. Ein weiterer
Nachteil des horizontalen bzw. vertikalen Bandspeichers ist
seine genau definierte Kapazitätsobergrenze. Darüber hinaus
ist es nicht möglich, mehr Band schlingenförmig zu speichern.
Das kann zur Folge haben, daß z. B. bei einer Störung im
Nachbehandlungsteil der kontinuierliche Betriebsablauf innerhalb
der Bandbehandlungsanlage unterbrochen werden muß.
Sehr zeitintensive Wartungs- und Reparaturarbeiten - durch die
der Betriebsablauf innerhalb des Behandlungslinie nachhaltig
gestört wird - ergeben sich aufgrund der Störanfälligkeit der
Elektromotore und Getriebe für die Umlenk- und S-Rollen. Des
weiteren ist eine teure Lagerhaltung für Ersatzmotore, -getriebe
und -rollen erforderlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Bandspeicher zu schaffen, der es ermöglicht, das Walzband ohne
die eingangs geschilderten Nachteile platzsparend und einfach
zu speichern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als
Bandspeicher mindestens zwei Haspeln in der Behandlungslinie
angeordnet sind. Der Erfindung liegt hierbei der Gedanke
zugrunde, den einen hohen Platzbedarf erfordernden horizontalen
oder vertikalen Bandspeicher durch zwei Bandspeicher-Haspeln
zu ersetzen. Hierbei wurde erkannt, daß sich ein Haspel zur
Bandspeicherung in einem kontinuierlichen Ablauf einer
Behandlungslinie eignet, wenn er einerseits eine definierte
Einfädelposition gewährleistet und andererseits ein selbsttätiges
Abwickeln ermöglicht. Mit den mindestens zwei Haspeln wird
sichergestellt, daß auf den einen Bandspeicher-Haspel das aus
dem Prozeßteil austretende Walzband aufgewickelt wird, während
sich parallel dazu von dem anderen Bandspeicher-Haspel das -
dort zuvor aufgewickelte - Walzband abwickeln und dem
Nachbehandlungsteil zuführen läßt.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist ein zur
Bandspeicherung verwendeter, vorzugsweise mit einer Wickeltrommel
arbeitender Haspel innerhalb der Wickeltrommel eine als
Klemmhülse ausgebildete, in Umfangsrichtung begrenzt rotierende
Welle auf, die mit einer Klemmwölbung versehen ist. Bei dieser
Wickeltrommel wird eine Bewegung der Klemmhülse durch die über
den Außendurchmesser der Klemmhülse hervorspringende Klemmwölbung
in Auf- und Abwickelrichtung der Wickeltrommel begrenzt, indem
diese die Rotationsfreiheit der Klemmhülse einschränkt. Aufgrund
der damit auf eine Teilrotation beschränkten Bewegung der
Klemmhülse läßt sich die Wickeltrommel in eine definierte
Einfädelposition für den Bandanfang des zu wickelnden Walzbandes
bringen; die nämlich stets mit Sicherheit innerhalb der engen
Bewegungsgrenzen liegt. Der Klemmhülse ist zur
Bewegungsbegrenzung im Innenmantel der Wickeltrommel eine
Ausnehmung zugeordnet. Diese die Bewegungsgrenzen definierende
Ausnehmung befindet sich im Bereich des Einführungsschlitzes;
sie nimmt die Klemmwölbung auf, so daß sich die Klemmhülse
lediglich innerhalb der Ausnehmung in Umfangsrichtung bewegen
läßt.
Wird die Klemmhülse jetzt entgegen der Aufwickelrichtung in
Rotation versetzt, legt sich die Klemmwölbung mit einer
Anschlagfläche an die in Drehrichtung liegende Stirnfläche der
Ausnehmung an. Dadurch wird die Wickeltrommel mitgenommen und
aus der Ausfädelposition in die für die Bandspeicherung wichtige,
einen problemlosen und störungsfreien Einfädelvorgang
gewährleistende, definierte Einfädelposition gedreht.
Der aus dem Prozeßteil austretende Bandanfang des Walzbandes
läßt sich einfach dadurch festlegen, daß er in den eine
Klemmplatte - welche ein austauschbares Verschleißteil darstellt -
aufweisenden Einführungsschlitz der Wickeltrommel eingeschoben
wird. Wenn die Klemmhülse in Aufwickelrichtung angetrieben wird,
erfaßt sie nach einer kurzen Wegstrecke den Bandanfang und legt
diesen zwischen der Klemmwölbung und der Klemmplatte fest.
Während dieser Bewegung verbleibt die mit radialem Spiel in
der Wickeltrommel angeordnete Klemmhülse so lange in der
Einfädelposition, bis der Bandanfang geklemmt ist; dadurch wird
die Wickeltrommel von der angetriebenen Klemmhülse zum Aufwickeln
des Walzbandes mitgenommen.
Die Klemmwölbung der Klemmhülse ist mit einer gegen die
Aufwickelrichtung ansteigenden Keilfläche ausgebildet. Hierdurch
wird eine allmähliche Verengung des Radialspaltes zwischen der
Klemmhülse und der Klemmplatte des Einführungsschlitzes erreicht
und der eingeschobene Bandanfang zur Mitnahme des Bandes schnell
zwischen der Klemmwölbung und der Klemmplatte geklemmt und damit
das eigentliche Aufwickeln der Bandwindungen auf den Außenmantel
der Wickeltrommel eingeleitet.
Die Wickeltrommel ist an ihrem Innenmantel mit umfangsverteilt
angeordneten Stützflächen ausgebildet. Diese Flächen bieten
der von den zunehmenden Bandwindungen belasteten Wickeltrommel
eine Abstützung an der Klemmhülse. Mit der erfindungsgemäßen
Wickeltrommel ist es also möglich, ohne separat angetriebene
Klemm- und Umschlingvorrichtungen das Bandende einzufangen,
zu klemmen und den Wickelvorgang einzuleiten.
Der in Umfangsrichtung begrenzt innerhalb der Wickeltrommel
rotierenden Klemmhülse ist ein regelbarer Antrieb zugeordnet.
Dieser ermöglicht eine sanfte und ruckfreie Klemmung des
Bandanfangs. Weiterhin dient der regelbare Antrieb dazu, die
Umfangsgeschwindigkeit der Wickeltrommel mit der Geschwindigkeit,
mit der das Walzband der Wickeltrommel zugeführt wird, zu
synchronisieren. Ein in Bezug auf die Erfindung besonders
wichtiges Merkmal ist die Reversierbarkeit des regelbaren
Antriebs der Klemmhülse. Dadurch läßt sich bei umgekehrter
Drehrichtung der Wickeltrommel das Bandmaterial abwickeln.
Sobald das Band soweit abgewickelt ist, daß keine Windung mehr
auf dem Außenmantel der Wickeltrommel liegt, wird das Bandende -
bedingt durch den Bandzug und den Drehsinn der Welle - durch
den Klemmnocken selbsttätig freigegeben. Der Klemmnocken zieht
dann die Wickeltrommel in die definierte Einfädelposition, indem
er - wie eingangs beschrieben - an die Stirnfläche der
Trommel-Ausnehmung angreift.
Nach einem Vorschlag der Erfindung ist den Bandspeicherhaspeln
eine Weiche vorgeschaltet. Der aus dem Prozeßteil austretende
Bandanfang wird über die Weiche in den Einführungsschlitz der
Wickeltrommel des ersten Bandspeicherhaspels gelenkt. Ist auf
der Wickeltrommel des ersten Bandspeicherhaspels das Walzband
aufgewickelt, d. h. der gewünschte Füllgrad erreicht, wird das
Band nach einem Vorschlag der Erfindung durch eine Bandschere
quergeteilt und der neue Bandanfang über die Weiche in den
Einführungsschlitz der Wickeltrommel des zweiten
Bandspeicherhaspels gelenkt und das Walzband nun dort bis zum
gewünschten Füllgrad aufgewickelt.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist den
Bandspeicher-Haspeln ein Treiber vor- und nachgeschaltet. Der
den Bandspeicher-Haspeln vorgeschaltete Treiber transportiert
den aus dem Prozeßteil kommenden Bandanfang mit einer
Geschwindigkeit, die gleich der Prozeßgeschwindigkeit ist, über
die Weiche zu einem der Bandspeicherhaspeln. Der regelbare
Antrieb der Klemmhülse ermöglicht es, die
Aufwickelgeschwindigkeit an die der Prozeß- bzw.
Treibergeschwindigkeit anzupassen.
Um das metallische Band von der Wickeltrommel des
Bandspeicherhaspels abzuwickeln, wird der regelbare Antrieb
reversiert und die Abwickelgeschwindigkeit über die Regelung
des Antriebes erhöht. Das metallische Band kann dann mit einer
Geschwindigkeit größer als die Prozeßgeschwindigkeit über den
nachgeschalteten Treiber dem Nachbehandlungsteil zugeführt
werden. Nach dem z. B. Besäumen, Dressieren, usw. des metallischen
Bandes im Nachbehandlungsteil, wird es dem Fertighaspel zugeführt
und von diesem aufgewickelt. Durch die höhere
Bandgeschwindigkeit zwischen Bandspeicherhaspeln und dem
Fertighaspel wird Zeit gewonnen, durch die es möglich ist,
Zeiten für Wartungs- und Justierarbeiten zu überbrücken, ohne
den kontinuierlichen Ablauf im Prozeßteil der
Bandbehandlungsanlage zu stören.
Dadurch, daß zwei Wickeltrommeln abwechselnd als
Bandspeicherhaspeln eingesetzt werden, wird bei der Erfindung,
im Gegensatz zu einem herkömmlichen Speicher einer
Bandbehandlungsanlage, nur ein Fertighaspel benötigt. Bei
bekannten Anlagen, die mit einem horizontalen oder vertikalen
Bandspeicher ausgerüstet sind, müssen hingegen zwei teure
Fertighaspeln eingesetzt werden, um bei einem Wechsel von dem
einen auf den anderen Fertighaspel nicht den kontinuierlichen
Ablauf im Prozeßteil unter brechen zu müssen. Weiterhin bieten
die Bandspeicherhaspeln den Vorteil einer "weichen"
Kapazitätsobergrenze. Das bedeutet, daß sich eine gewisse Anzahl
Windungen mehr als vorgesehen auf die Wickeltrommeln aufwickeln
läßt. Es liegt damit im Notfall ein Puffer vor.
Weitere Vorteile der Erfindung sind zum einen der erheblich
verringerte Platzbedarf der Bandbehandlungsanlage, bedingt durch
den Wegfall eines komplexen horizontalen oder vertikalen
Bandspeichers, und zum andern die Einsparung vieler Umlenk-
und S-Rollen sowie deren Antriebe. Das metallische Band wird
nicht wie im Schlingenspeicher des horizontalen oder vertikalen
Bandspeichers durch häufiges Umlenken großen Belastungen
ausgesetzt. Dadurch wird das Risiko eines Bandrisses auf ein
Minimum reduziert und entsprechende Störungen des
Betriebsablaufes oder gar Stillstände der ganzen
Bandbehandlungsanlage vermieden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der
in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert sind. Es zeigen:
Fig. 1 die funktionswesentlichen Elemente einer
Bandbehandlungsanlage mit zwei Bandspeicherhaspeln zum
Auf- und Abwickeln von relativ dünnem Walzband,
schematisch dargestellt und von der Seite her gesehen;
Fig. 2a bis 2c in verschiedenen Phasenbildern das Aufwickeln von
bandförmigem Material auf eine Wickeltrommel, und
Fig. 3 ein das Abwickeln des aufgehaspelten Walzbandes
schematisch darstellendes Phasenbild.
In der in Fig. 1 dargestellten Bandbehandlungsanlage 1 sind
zwischen einem Prozeßteil 2 und einem Nachbehandlungsteil 3
zwei jeweils eine Wickeltrommel 6 bzw. 7 umfassende Band-Haspeln
4a, 4b als Bandspeicher 5 angeordnet. Ein aus dem Prozeßteil
2 austretendes Walzband 8 wird über Umlenkrollen 9 von einem
Treiber 10 und über eine Weiche 11 abwechselnd auf die
Wickeltrommeln 6 und 7 gegeben. Zum Durchtrennen des Walzbandes,
um es abwechselnd auf die Bandspeicherhaspeln 4a und 4b verteilen
zu können, ist zwischen dem Treiber 10 und der Weiche 11 eine
Bandschere 12 angeordnet. Das Walzband 8 ist im
Ausführungsbeispiel über die Weiche 11 auf die Wickeltrommel
7 gelenkt und dort zur Speicherung aufgewickelt worden. Mit
dem Aufwickelvorgang einhergehend ist von der Wickeltrommel
6 der Bandspeicherhaspel 4a das Walzband mit einer
Geschwindigkeit größer der Prozeßgeschwindigkeit abgewickelt
und über eine schwenkbare Bandleitvorrichtung 13 sowie den
Treiber 14 dem Nachbehandlungsteil 3 zugeführt worden. Nach
der Behandlung des Walzbandes 8 und einem sich gegebenenfalls
anschließenden Dressieren und Besäumen, wird das Band 8 dem
Fertighaspel 15 zugeführt und auf dessen Wickeltrommel 16
aufgewickelt. Der Bandspeicherhaspel 4a ist dann wieder frei
für einen neuen Speichervorgang, wie dargestellt.
Nachfolgend wird der Aufwickelvorgang des Walzbandes 8 auf die
Wickeltrommel 6 anhand der in den Fig. 2a bis 2c dargestellten
Phasenbilder näher erläutert.
Bei der in den Fig. 2a bis 2c dargestellten Wickeltrommel 6
ist im Innern der Wickeltrommel 6 eine mit einer Klemmhülse
17 ausgebildete, in Umfangsrichtung begrenzt rotierende Welle
18 mit radialem Spiel angeordnet. Die Welle 18 weist eine als
Keil ausgebildete Klemmwölbung 19 auf, die an ihrem zu der
Aufwickelrichtung 20 entgegengesetzten Ende 21 eine
Anschlagfläche 22 und eine gegen die Aufwickelrichtung 20
ansteigende Keilfläche 23 besitzt. Der Klemmwölbung 19 ist im
Innenmantel 24 der Wickeltrommel 6 eine Ausnehmung 25 zugeordnet.
Die Ausnehmung 25 liegt im Bereich des Einführungsschlitzes
26, der mit einer Klemmplatte 27 bestückt ist. Des weiteren
ist der Innenmantel 24 mit umfangsverteilt angeordneten
Stützflächen 28a bis 28d ausgebildet.
In der in Fig. 2a gezeigten Einfädelposition befindet sich die
Wickeltrommel 6 der Bandspeicherhaspel 4a in Ruhelage und ist
mit ihrem Einführungsschlitz 26 dem Bandanfang 29 des
aufzuwickelnden Walzbandes 8 zugewandt. Der Bandanfang 29 ist
mittels des Treibers 10 (vgl. Pfeilrichtung 30) in den
Einführungsschlitz 26 bis zum Ende der Klemmplatte 31
eingeschoben worden. Die von einem als gestrichelte Blackbox
schematisch gekennzeichneten Antrieb 32 antreibbare Klemmhülse
17 befindet sich in ihrer Grundstellung. Die Klemmwölbung 19
liegt über ihre Anschlagfläche 22 an der ihr zugewandten
Stirnseite 33 der Ausnehmung 32 an.
Gemäß Fig. 2b wird die Klemmhülse 17 über den Antrieb 32 in
Aufwickelrichtung 20 in Rotation versetzt. Durch die gegen die
Aufwickelrichtung 20 ansteigende Keilfläche 23 verringert sich
der Radialspalt 34 zwischen der Klemmhülse 17 und der Klemmplatte
27 des Einführungsschlitzes 26; der Bandanfang 29 wird zwischen
der Klemmwölbung 19 und der Klemmplatte 27 geklemmt. Nach
erfolgter Klemmung stellt sich ein Formschluß zwischen der
Keilfläche 23, der Klemmwölbung 19, dem Bandanfang 29 und der
Klemmplatte 27 ein; dieser bewirkt, daß die Wickeltrommel 6
in Aufwickelrichtung 20 in Rotation versetzt und das eigentliche
Aufwickeln eingeleitet wird.
Durch die gemäß Fig. 2c gemeinsame Rotation von Wickeltrommel
6 und Klemmhülse 17 in Aufwickelrichtung 20 wickeln sich die
Bandwindungen 35 auf den Außenmantel 36 der Wickeltrommel 6
auf. Dabei wird durch die zunehmenden Bandwindungen 35 von dem
Wickelbund eine gewisse Kraft auf die Wickeltrommel 6 ausgeübt;
die Wickeltrommel 6 kann sich dann über ihre Stützflächen 28a
bis 28d an die Klemmhülse 17 anlegen. Die umfangsverteilten,
die Stützflächen 28a bis 28d zwischen sich einschließenden
Ausnehmungen 37a bis 37c am Innenmantel 24 der Wickeltrommel
6 begünstigen eine gleichmäßige radiale Abstützung der
Wickeltrommel 6 an der Klemmhülse 17.
Sobald der gewünschte Füllgrad der Wickeltrommel 6 erreicht
ist, wird der Antrieb 32 der Klemmhülse 17 abgeschaltet und
das Walzband 8 mittels der Bandschere 12 geteilt. Der neue
Bandanfang wird von dem Treiber 10 und über die vorher
umgeschwenkte Weiche 11 der Wickeltrommel 7 der in diesem Fall
freien Bandspeicherhaspel 4b zugeleitet. Dazu ist das auf der
Wickeltrommel 7 gespeicherte Walzband 8 zuvor einhergehend
mit dem Aufwickeln des Walzbandes 8 auf die Wickeltrommel 6
abgewickelt worden.
Zum Abwickeln des Walzbandes 8 wird die Drehrichtung des
Antriebes 32 umgekehrt; die Wickeltrommel 7 sowie die Klemmhülse
17 rotieren folglich gemeinsam in gemäß Pfeil 38 nach Fig. 3
umgekehrter Richtung, bis das Walzband 8 - wie gezeigt -
vollständig von dem Außenmantel 36 der Wickeltrommel abgewickelt
ist. Der jetzt das Bandende darstellende Bandanfang 29 wird
selbsttätig von der Klemmwölbung 19 freigegeben, und da die
Wickeltrommel 7 von der an der Stirnfläche 39 der Ausnehmung
25 anliegenden Anschlagfläche 22 der Klemmwölbung 19 der
Klemmhülse 17 beaufschlagt wird, läßt sich die Wickeltrommel
7 in die definierte Einfädelposition gemäß Fig. 2a einen
neuerlichen Wickelvorgang drehen. Das freie Bandende wird im
übrigen durch einen auf das Walzband 8 einwirkenden Bandzug
(vgl. Fig. 1, Treiber 14) in Pfeilrichtung 39 aus dem
Bandspeicherhaspel 43 herausgezogen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Speichern von metallischen Bändern in
Bandbehandlungsanlagen,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Bandspeicher (5) mindestens zwei Haspeln (4a, 4b)
in der Behandlungslinie angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haspeln (4a, 4b) Wickeltrommeln (6, 7) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
eine den Haspeln (4a, 4b) vorgeschaltete Weiche (11).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
eine den Haspeln (4a, 4b) vorgeschaltete Bandschere (12).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Haspeln (4a, 4b) ein Treiber (10 bzw. 14) vor- und
nachgeschaltet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Wickeltrommeln (6, 7) eine mit einer
Klemmhülse (17) ausgebildete, in Umfangsrichtung nur begrenzt
rotierende Welle (18) angeordnet und mit mindestens einer
Klemmwölbung (19) versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmwölbung (19) im Innenmantel (24) der
Wickeltrommeln (6, 7) eine Ausnehmung (25) zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996124007 DE19624007A1 (de) | 1996-06-15 | 1996-06-15 | Vorrichtung zum Speichern von metallischen Bändern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996124007 DE19624007A1 (de) | 1996-06-15 | 1996-06-15 | Vorrichtung zum Speichern von metallischen Bändern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19624007A1 true DE19624007A1 (de) | 1997-12-18 |
Family
ID=7797091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996124007 Withdrawn DE19624007A1 (de) | 1996-06-15 | 1996-06-15 | Vorrichtung zum Speichern von metallischen Bändern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19624007A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007009672A1 (de) * | 2005-07-18 | 2007-01-25 | Sms Demag Ag | Walzanlage und verfahren zum erzeugen eines metallbandes |
| CN110170544A (zh) * | 2019-04-09 | 2019-08-27 | 中冶南方工程技术有限公司 | 一种热轧平整机组带钢卷取装置 |
| CN112170254A (zh) * | 2020-08-29 | 2021-01-05 | 宁波巨丰工具实业有限公司 | 一种卷尺缺陷在线检测装置 |
-
1996
- 1996-06-15 DE DE1996124007 patent/DE19624007A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007009672A1 (de) * | 2005-07-18 | 2007-01-25 | Sms Demag Ag | Walzanlage und verfahren zum erzeugen eines metallbandes |
| US7540178B2 (en) | 2005-07-18 | 2009-06-02 | Sms Demag Ag | Rolling installation and method for producing metal strips |
| CN110170544A (zh) * | 2019-04-09 | 2019-08-27 | 中冶南方工程技术有限公司 | 一种热轧平整机组带钢卷取装置 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SMS DEMAG AG, 40237 DUESSELDORF, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |