DE1640676C3 - Abwickelvorrichtung zum Abmanteln von Formsträngen - Google Patents
Abwickelvorrichtung zum Abmanteln von FormsträngenInfo
- Publication number
- DE1640676C3 DE1640676C3 DE19671640676 DE1640676A DE1640676C3 DE 1640676 C3 DE1640676 C3 DE 1640676C3 DE 19671640676 DE19671640676 DE 19671640676 DE 1640676 A DE1640676 A DE 1640676A DE 1640676 C3 DE1640676 C3 DE 1640676C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rollers
- carrier
- basket
- unwinding device
- strand
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000465 moulding Methods 0.000 claims description 17
- 239000000969 carrier Substances 0.000 claims description 4
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 2
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Abwickelvorrichtung zum Abwickeln bzw. Abmanteln von auf
Formsträngen wendelförmig aufgebrachten Bändern oder zu diesem Zweck in wendeiförmige Bänder
geschnittenen Schichten mit um den durchlaufenden Formstrang achsparallel drehbaren mit antreibbaren
Rollenpaaren versehenen Trägern, die die jeweils ein Band führenden Rollenpaare, deren Rollen gegeneinander
gedrückt sind, enthalten, und mit einer Messervorrichtung, die die aus den Rollenpaaren austretenden
Bandenden abhängig von der Umdrehung der Träger abschneidet.
Bei der Herstellung elektrischer Kabel oder in der Wärme zu behandelnden Isolations- oder Mantelschichten
ist es aus den britischen Patentschriften 2 75 472, 64 030 und 5 82 583 bekannt, die zur Stützung des noch
nicht behandelten Isolations- oder Mantelmaterials verwendeten Bänder, Drähte od. dgl. nach der
Behandlung wieder abzuwickeln und sie einer neuen Verwendung zuzuführen. Man bedient sich zu diesem
Zweck axial um das Kabel rotierender Vorrichtungen, die grundsätzlich den zum Aufbringen von Bändern
oder Drähten bekannten Bandspinnern entsprechen und dazu bestimmt sind, das von dem Kabel wieder
abgewickelte Material aufzuwickeln. In der erstgenannten britischen Patentschrift ist eine Kombination einer
solchen Aufwickelvorrichtung mit einem herkömmlichen Bandspinner angegeben. Diese bekannten Vorrichtungen
sind für den vorliegenden Zweck zu aufwendig, da es beim Erfindungsgegenstand lediglich
darauf ankommt, mit einfachen Mitteln vorhandene Bedeckungen der Formstränge zu entfernen, ohne diese
einer Wiederverwertung zugänglich zu machen. Es ist weiterhin aus der US-PS 28 94 868 bekannt, mehrschichtige
z. B. aus Blei und Korrosionsschutzstoffen bestehende Mantel durch zwei parallel zur Kabelachse
geführte Schnitte in zwei Bänder zu teilen, diese abzuziehen, in ihre Komponenten zu zerlegen, zu
reinigen und einer Wiederverwertung zugänglich zu machen. Hierbei werden keine um das Kabel umlaufende
Maschinenelemente benutzt, jedoch erfordert die Zielsetzung hier einen außerordentlichen Aufwand an
is Bauteilen und ist wegen der für die Reinigung
erforderlichen Zeit bei vorgegebener Dimensionierung an eine Höchstgeschwindigkeit gebunden.
Weiterhin ist in dem deutschen Patent 16 40 653 eine
um einen durchlaufenden Formstrang rotierende, mit auch selbst durch entsprechenden Antrieb rotierenden
Rollen versehene Vorrichtung vorgeschlagen, die zum Abziehen bzw. zum Abmanteln von auf die Formstränge
wendelförmig aufgebrachten oder zu diesem Zweck in wendelförmig verlaufende Bänder geschnittene Schichten
dient, bei der die Abzieh- bzw. Abmantelungsvorrichtung im wesentlichen aus einem längliche achsparallel
zur Achse des Formstranges verlaufende, langgestreckte Roüenpaare aufnehmenden Träger besteht und
die beiden Rollen jedes dieser Rollenpaare — zwischen sich jeweils ein Band führend — in dem Träger
gegeneinander gedrückt sind, und bei der eine Meßvorrichtung derart angeordnet ist, daß sie die aus
den Rollenpaaren austretenden Bandenden während einer Umdrehung des Rollenträgers einmal oder
mehrmals abschneidet.
Abmantelungsvorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, daß die Bänder, wenn der Abwickelwinkel
vom Steigungswinkel der Bänder abweicht, sehr leicht reißen können, da nur eine Kante des Bandes auf Zug
beansprucht ist und durch die Kerbwirkung der Reißgefahr vergrößert wird. Um somit auch bei großen
Schlaglängen des Bandes sicher arbeiten zu können, war man gezwungen, die parallel zum Formstrang liegenden
Rollen sehr lang zu bemessen. Dies führte zu einer großen Baulänge und war damit der Verwendung einer
solchen Vorrichtung in einer fest montierten Fertigungsstraße mit Ablauf- und Aufwickelblock sowie
Abzug unzuträglich. Zudem war der Abwickelpunkt innerhalb der Vorrichtung nur schwer zu beobachten
und damit die Abstimmung der Drehzahl der Vorrichtung auf die Abzugsgeschwindigkeit schwierig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abmantelungsvorrichtung anzugeben,
die in ihrer Konstruktion von der Schlaglänge der
SS abzuwickelnden Bänder weitgehend unabhängig ist, bei
der die Gefahr des Reißens der Bänder gemindert ist und die eine kleine Baulänge aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einer Abwickelvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
erfindungsgemäß jedes Rollenpaar mit seinen Achsen in einem der Träger in einer zum Formstrang normalen
Ebene angeordnet ist und jeweils eine Rolle der Rollenpaare fest mit einem ersten Kegelrad verbunden
ist, das mit einem zweiten Kegelrad in Eingriff ist, welches starr an einem Korb angeordnet ist, und daß die
Träger in dem um den Formstrang koaxial drehbaren Korb drehbar gelagert und relativ zum Korb antreibbar
sind.
Die wesentlichen Vorteile des Erfindungsgegenstandes
sind darin zu sehen, daß er in seiner Baulänge von
der Schlaglänge der abzuwickelnden Bänder unabhängig
ist, die Bauiänge klein gehalten werden kann und die erfindungsgemäße Vorrichtung leicht z.R zwischen
Abwickelbock und Verseilkörper einer Fertigungsstraße untergebracht werden kann, deren Böcke und Abzug
benötigt werden. Zudem wird das abzuwickelnde Band nicht mehr gezogen, sondern weitgehend spanungs'os
von dem Formstrang abgehoben und zur Messervorrichtung transportiert Die Übereinstimmung zwischen
Abzugsgeschwindigkeit und Drehzahl der Vorrichtung kann leicht überprüft werden, weil der Abwickelpunkt
außerhalb der Vorrichtung liegt Eine Abweichung in der Obereinstimmung ist nicht mehr so kritisch, weil das
Band zwischen Formstrang und Rolle tordiert wird und in tordierendem Zustand zu schneiden ist
Der Erfindung liegt also der Gedanke zugrunde, daß mit der vorliegenden Vorrichtung die Rollen jedes
Paares drei Rotationsbewegungen gleichze.lig ausführen: eine Rotation um eine zu der Rollenachse
senkrechte Achse, damit das Band zu einer Kordel tordiert wird; eine zweite Rotation der Rollen um ihre
Längsachsen, um die Kordeln weiter zu transportieren und eine dritte Rotationsbewegung, nämlich das
Umlaufen der Rollen um den Formstrang, um die Bänder von der Formstrangseele abzuheben.
Als Maß für die Abstimmung der Abzugsges :hwindigkeit
des Formstranges mit der Abwicklungsgeschwindigkeit der Vorrichtung dient der Abwickelpunkt,
dessen räumliche Lage optisch beobachtet werden kann; im optimalen Fall steht dieser Punkt fest
im Raum. Seine Lage kann aber durch Steuerung des Korbantriebs nach Belieben reguliert werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung gelangt man zu einer sehr gut regelbaren Abwickelvorrichtung,
indem man den mit dem Formstrang konzentrischen Zahnkranz, auf dem das am Träger
befestigte Zahm ad rollt, mit Hilfe eines zweiten Antriebs relativ zu dem Formstrang bewegt, so daß
Tordierung und Transport der Kordeln einerseits und Abwicklung der Bänder andererseits unabhängig
voneinander eingestellt werden können. Selbstverständlich darf hierbei die Transportgeschwindigkeit der
Rollen die Formstrangabzugsgeschwindigkeit nicht unterschreiten, da sonst die Kordeln unter Zugspannung
transportiert werden und bei Überschreiten der durch die Tordierung gewonnenen Elastizität abreißen können.
Bei mehreren übereinanderliegenden Lagen von Bändern ist der Durchmesser der äußeren Lage größer
als der der inneren Lage. Wenn man die Geschwindigkeit der Rollen und des Trägers für die kleineren
Durchmesser abstimmt, so tritt am äußeren Band eine Umfangsdifferenz auf, die 2unächst durch die Elastizität
der Kordeln absobiert wird, die sich aber dann bei jeder Umdrehung des Korbes schnell vergrößert Das Band
sammelt sich an und verhindert die weitere Abwicklung. Um diesen Effekt auszugleichen, ist zweckmäßigerweise
eine Abstimmung der Rollen- und Trägerbewegungen für den äußeren Durchmesser, z. B. mittels einer
ίο Rutschkupplung oder einer Regulierung des Druckes
der Gegenrolle auf die Antriebsrolle, z. B. mittels einer Feder, vorzunehmen, damit, während das äußere 3and
transportiert wird, die inneren zwischen den anderen Rollenpaaren rutschen können.
Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt die Figur eine zum Teil schematische
Darstellung eines Ausführungsbeispieles.
1 ist der Formstrang, auf dem die Bänder 2 und 3 gewickelt sind. Mit 4 ist der Antrieb des Korbes 5
bezeichnet, der konzentrisch um den Formstrang rotiert. Der Träger 6 ist bei 7 im Korb so gelagert, daß er
sich achsparallel mit dem Formstrang drehen kann, gleichzeitig aber mittels des Zahnrads 8 einen an der
inneren Hohlwelle 9 angeordneten Zahnkranz JO umlaufen kann. Die Hohlwelle 9, die mit dem Gehäuse
11 fest verbunden sein kann, ist hier bei 12 angetrieben
und kann somit relativ zum Korb langsam oder schneller rotieren. Im Träger 6 ist ein Rollenpaar 13 und
14 in der Weise gelagert, daß die Bänder 2 und 3 zu den Kordeln 15 und 16 tordiert werden können. Der
Transport der Kordeln erfolgt durch die Kegelräder 17 und 18, von denen das Kegelrad 17 fest auf einer
Rollenwelle sitzt, während das andere Kegelrad 18 am Korb so angeordnet ist, daß seine Achse mit der
Rotationsachse des Trägers zusammenfällt.
Die weggeführten, mittels feststehender Messer 19 geschnittenen Kordein fallen in einen Behälter 20, der
ausgewechselt werden kann. Durch die beiden Antriebspunkte 12 und 4 erreicht man eine Relativbewegung des
Korbes 5 in bezug auf den Träger. Der Abwickelpunkt 21, der in der Figur mit einer Linie angedeutet ist, kann
somit nach vorn oder hinten verschoben werden.
Da die inneren Bandlagen einen kleineren Durchmesser und folglich einen kleineren Umfang als die äußeren
Durchmesser aufweisen, wird mit der Feder 22 der Druck der Rollen gegeneinander so eingestellt, daß die
Kordeln zwischen den Rollen etwas gleiten können. Wie bereits ausgeführt, vermeidet man dadurch, daß beim
Abstimmen der Transportgeschwindigkeit für die äußeren Bandlagen eine zu große Zugspannung auf die
inneren wirkt, die beim Überschreiten der Kordelelastizität zum Abreißen der Kordeln führen könnte.
Hie.zu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Abwickelvorrichtung zum Abwickeln bzw. Abmanteln von auf Formsträngen wendelförmig
aufgebrachten Bändern oder zu diesem Zweck in wendeiförmige Bänder geschnittenen Schichten, mit
um den durchlaufenden Formstrang achsparallel drehbaren mit antreibbaren Rollenpaaren versehenen
Trägern, die die jeweils ein Band führenden Rollenpaare, deren Rollen gegeneinander gedrückt
sind, enthalten, und mit einer Messervorrichtung, die die aus den Rollenpaaren austretenden Bandenden
abhängig von der Umdrehung der Träger abschneidet, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Rollenpaar (13,14) mit seinen Achsen in einem der Träger (6) in einer zum Formstrang (1) normalen
Ebene angeordnet ist und jeweils eine Rolle (14) der Rollenpaare (13,14) fest mit einem ersten Kegelrad
(17) verbunden ist, das mit einem zweiten Kegelrad
(18) in Eingriff ist, welches starr an einem Korb (5) angeordnet ist, und daß die Träger (6) in dem um den
Formstrang (1) koaxial drehbaren Korb (5) drehbar gelagert und relativ zum Korb (5) antreibbar sind.
2. Abwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Träger (6) über
die Rotation des Korbes (5) bewirkt wird, indem an den Trägern (6) befestigte Zahnräder (8) in einen
zum Formstrang (1) konzentrischen Zahnkranz (10) eingreifen.
3. Abwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnkranz (10) einen
gesonderten Antrieb (12) aufweist.
4. Abwickelvorrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen dem
Träger (6) und einer der Rollen (13) eine Druckfeder (22) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0062008 | 1967-04-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1640676C3 true DE1640676C3 (de) | 1978-02-02 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1260580B (de) | Wickelhaspelstaender | |
| DE2217639C3 (de) | Vorrichtung zum Aufbringen von Strängen in vorbestimmter, insbesondere gekreuzter Zickzacklage auf eine antreibbare Aufbautrommel | |
| DE1765452B1 (de) | Verfahren zum verseilen von verseilelementen fuer elektrische kabel oder leitungen zu einer verseileinheit mit abschnitt weise wechselnder verdrillungsrichtung | |
| EP0790210B1 (de) | Vorrichtung zum Aufnehmen und Abziehen eines biegeelastischen, strangförmigen Materials | |
| DE4003735C2 (de) | ||
| DE2833701C3 (de) | Vorrichtung zum SZ-Verseilen von Verseilelementen elektrischer oder optischer Kabel und Leitungen | |
| DE3114535C2 (de) | ||
| DE1560024A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Gespinsten | |
| DE1685842B2 (de) | Einrichtung zum Verseilen von Einzelsträngen mit reversierendem Schlag | |
| DE1262716B (de) | Zugelement fuer eine Einrichtung zum Ziehen eines langgestreckten Elementes | |
| DE1640676C3 (de) | Abwickelvorrichtung zum Abmanteln von Formsträngen | |
| DE2412199C2 (de) | Verfahren zur abschnittsweise mit wechselnder Drallrichtung bzw. Drallänge erfolgenden Verseilung von elektrischen Kabeln oder Leitungen | |
| DE1474215C3 (de) | Verseilvorrichtung zur Herstel lung mehradriger elektrischer Kabel | |
| DE1640676B2 (de) | Abwickelvorrichtung zum abmanteln von formstraengen | |
| DE1499043B1 (de) | Spannvorrichtung fuer duennen Streifen | |
| DE2123852C3 (de) | Vorrichtung zum Verseilen von Verseilelementen für Fernmeldekabel | |
| DE912712C (de) | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hochfrequenzkabeln mit Luftraumisolation | |
| DE3045713A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von optischen kabeln | |
| DE585603C (de) | Abzugvorrichtung fuer Maschinen zur Herstellung elektrischer Kabel | |
| DE539223C (de) | Einrichtung an Rosshaarspinnmaschinen mit Hechelmaschine zum Ordnen des Werkstoffstranges | |
| DE3717295C2 (de) | ||
| DE1953479A1 (de) | Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Herstellung vieladriger Kabel | |
| DE345623C (de) | Maschine zum Aufdrehen gebrauchter Seile, insbesondere Drahtseile | |
| DE2016740C3 (de) | Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Verseilen von Verseilelementen für elektrische Kabel oder Leitungen zu einer Verseileinheit mit abschnittsweise wechselnder Verdrillungsrichtung | |
| AT122317B (de) | Verseilmaschine zur Herstellung von Drahtseilen aus Formlitzen. |