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DE2740152A1 - Verfahren zur herstellung von disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von disazofarbstoffen

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Publication number
DE2740152A1
DE2740152A1 DE19772740152 DE2740152A DE2740152A1 DE 2740152 A1 DE2740152 A1 DE 2740152A1 DE 19772740152 DE19772740152 DE 19772740152 DE 2740152 A DE2740152 A DE 2740152A DE 2740152 A1 DE2740152 A1 DE 2740152A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
acid
parts
coupling
radicals
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19772740152
Other languages
English (en)
Inventor
Junji Toda
Yasushi Yamada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Kayaku Co Ltd
Original Assignee
Nippon Kayaku Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Kayaku Co Ltd filed Critical Nippon Kayaku Co Ltd
Publication of DE2740152A1 publication Critical patent/DE2740152A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/09Disazo or polyazo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

u.Z.: M 323
Case: FD 205
NIPPON KAYAKU KABUSHIKI KAISHA
Tokyo, Japan
10
N Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen "
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen.
In der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 50 022/74 ist ein Verfahren zur Herstellung der Farbstoffe der allgemeinen Formel I beschrieben, worin man Cyanursäurechlorid in beliebiger Reihenfolge mit einer äquimolaren Menge Sulfanilsäure oder Metanilsäure und einer halbmolaren Menge einer Disazoverbindung der Formel IV
(IV)
umsetzt.
Die Herstellung der Verbindung IV kann durch Kupplung von 2 Mol eines Diazoniumsalzes aus 4-Aminoacetanilid-3-sulfonsäure mit 1 Mol 1-Hydroxy-8-aminonaphthol-3,6-disulfonsäure (Η-Säure) und anschließende Hydrolyse des entstandenen Produktes oder durch Kupplung von 2 Mol eines Diazoniumsal-
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zes von 4-Nitroanilin-2-sulfonsäure mit 1 Mol Η-Säure und anschließende Reduktion des entstandenen Produktes mit Natriumsulfid erfolgen. Das erstere Verfahren ist jedoch nicht industriell verwertbar, weil das entstandene Produkt infolge des geringen Kupplungsvermögens eines Diazoniumsalzes von 4-Aminoacetanilid-3-sulfonsäure stark verunreinigt anfällt. Das letztere Verfahren v/eist bei der Herstellung in industriellem Maßstab die nachstehenden zahlreichen Nachteile auf:
Der Reduktionsschritt mit Natriumsulfid bereitet große Schwierigkeiten.
Bei der Reduktion mit Natriumsulfid wird Schwefelwasserstoff und Na2S2O, gebildet. Schwefelwasserstoff ist ein tödlich wirkendes Gift,und es bereitet große Schwierigkeiten, aus den Abgasen zu entfernen. Um Schwefelwasserstoff vollständig zu entfernen,sind teure und aufwendige Apparaturen erforderlich.
Da das Na2S2O3 mit Cyanurchlorid reagiert >iauß die entstandene Verbindung IV von Na2S2O-, befreit werden. Diese Reinigung wird gewöhnlich derart ausgeführt, daß zunächst Na2S2O, mit einer Säure in H2SO, und Schwefel hydrolysiert wird. Der angefallene Schwefel wird abfiltriert. Das Filtrat wird anschließend mit Natriumchlorid versetzt, wobei die Verbindung IV ausfällt. Sie wird abfiltriert und gewaschen.
Wie vorstehend erahnt,benötigt man gemäß dem Verfahren nach der oben angegebenen japanischen Patentveröffentlichung eine Vorrichtung zur Absorption von Schwefelwasserstoff. Weiterhin sind zusätzliche Verfahrensschritte bei der Filtration der Lösung, beim Aussalzen und Filtrieren des Filtrats und beim Waschen des abfiltrierten Preßkuchens erforderlich, um den Schwefel zu entfernen.
im Gegensatz dazu können im Verfahren der vorliegenden Erfindung sämtliche Verfahrensstufen der ersten und zweiten Konden-
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~5~ 27A0152
sation von Cyanurchlorid, die Diazotierung und die Kupplungsreaktion in Lösung und in einer einzelnen Charge durchgeführt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher sehr vorteilhaft für den industriellen Maßstab, da es nur wenige Stufen aufweist und in einer einfachen Apparatur durchgeführt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen, deren freie Säureform die allgemeine Formel I aufweist, zu schaffen, das gegenüber den bekannten Verfahren wirtschaftlicher und einfacher ausführbar ist und das gleichzeitig im Vergleich zu den bekannten Verfahren eine mindestens gleich gute oder verbesserte Ausbeute und Produktqualität aufweist. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Somit betrifft die Erfindung den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Die erste erfindungsgemäße saure Kupplungsreaktion erfolgt durch Kupplung einer Diazoniumverbindung des Amins der allgemeinen Formel II mit Η-Säure in Gegenwart eines Kupplungsbeschleunigers in saurem Medium. Die erfindungsgemäße Verwendung eines Kupplungsbeschleunigers ist wesentlich, da das Kupplungsvermögen der Diazokomponente einer Aminoverbindung der allgemeinen Formel II schwach ist, so daß die erwünschte Verbindung I nur in einer geringen Ausbeute anfällt, soweit eine saure Kupplung eines Diazoderivats einer Äminoverbindung der allgemeinen
iFormel II mit Η-Säure ohne Einsatz eines Kupplungsbeschleunigers durchgeführt wird. Hierbei fällt eine rote Monoazoverbindung der allgemeinen Formel V
Cl
• r.
(V) H2N OH SO3H « « A
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Γ . 6 - π
in großer Menge zusammen mit dem erwünschten grünen Disazofarbstoff I an,wodurch es sehr schwer wird, die erwünschte Verbindung I von der Verunreinigung derart zu trennen, daß man die erstere in guter Qualität erhält.
Beispiele für bevorzugt erfindungsgemäß verwendbare Kupplungsbeschleuniger, die für die Kupplung im sauren Medium geeignet sind, sind Säureamide ., wie Formamid, Methylformamid, Dimethylformamid, Acetamid, Methylacetamid oder Dimethylacetamid, weiter-
1Q hin Amidosulfonsäure, Guanidin und dessen Derivate, Methylharnstoff, Harnstoff, Thioharnstoff, Glykoläther, Alkylglykoläther, Polyglykolether oder Polyalkylglykoläther. Besonders bevorzugt sind Thioharnstoff und Harnstoff. Die Wirksamkeit von Thioharnstoff ist besonders überraschend, da es bekannt ist, daß sich Thioharnstoff im allgemeinen leicht durch ein aktives Chlor des Chlortriazins substituieren läßt, wohingegen es gemäß der vorliegenden Erfindung erstaunlicherweise als Beschleuniger unter Ausbleiben jeglicher Nebenreaktionen wirksam ist.
Ohne Einsatz der vorstehend angegebenen erfindungsgemäß verwendbaren Kupplungsbeschleuniger dauert es sehr lange, bis die saure Kupplungsreaktion beendet ist, wobei Qualität und Ausbeute nicht zufriedenstellend sind. Die Zugabemenge des Kupplungsbeschleunigers hängt von der jeweiligen Beschleunigungswirksamkeit ab. Wird beispielsweise Thioharnstoff als Kupplungsbeschleuniger verwendet, so ist eine Zugabekonzentration in der Kupplungslösung von 0,2 bis 10 % (Gew./Vol.) ausreichend, um eine beschleunigende V/irks£ iikeit zu bewirken, jedoch kann auch eine größere Zugabemenge verwendet werden. Bei Harnstoff ist eine Zugabekonzentration von 2 bis 80 % (Gew./Vol.) zur Kupplungslösung erforderlich.
Spezielle Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Neutralisiermittel sind Natriumcarbonat, Natriumacetat, primäres Natriumphosphat und sekundäres Natriumphosphat. Die Neutrali-
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siermittel werden zum Einstellen des bei der sauren Kupplungsreaktion bevorzugt einzustellenden pH-Wertes, beispielsweise 3,0 bis 3,5» verwendet.
Nach der vorstehend erwähnten ersten sauren Kupplungsreaktion wird die zweite Kupplungsreaktion im alkalischen Bereich in an sich bekannter Weise ausgeführt. Dabei wird das aus der sauren Kupplungsreaktion entstandene Produkt mit einem Diazoniumsalz der Aminverbindung III in einem bevorzugt erwünschten pH-Bereich, beispielsweise bei pH 7,0 bis 8,5,in einem Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat enthaltenden alkalischen Medium zur Umsetzung gebracht.
Sofern im erfindungsgemäßen Verfahren die Diazoniumsalze aus dem Amin der allgemeinen Formel II und dem Amin der allgemeinen Formel III gleich sind, erfolgt die Herstellung des Farbstoffs der allgemeinen Formel I vorzugsweise durch Versetzen von 1 Molanteil der Η-Säure mit 2 Molanteilen des Diazoniumsalzes in saurem Medium und in Gegenwart eines Kupplungsbeschleunigers. Sobald die saure Kupplung beendet ist, erfolgt sodann die vorstehend beschriebene Kupplungsreaktion im alkalischen Medium.
Die erfindungsgemäß erhältlichen Farbstoffe weisen eine gute Löslichkeit auf und ergeben auf Cellulosefasern aufgebracht einen dunkelgrünen Farbton, wobei bei Tauchfärbung eine hohe Haftfestigkeit und ein großes Aufziehvermögen erzielt wird. Ein mit den erfindungsgemäß hergestellten Farbstoffen bedrucktes Material weist ausgezeichnete Eigenschaften im Waschechtheitstest bezüglich des Auslaufens auf unbedruckte angrenzende Stellen auf.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist. Die in der vorliegenden Anmeldung verwendete Konzentrationsangabe "Gew./Vol."weist die Dimension g/100 ecm Gemisch auf.
809810/101 2
γ -ι
Beispieli
40,6 Teile Anilin-3-sulfonsäure werden in 200 Teilen V/asser bei einem pH-Wert von 7,0 gelöst. Die Lösung wird anschließend durch Zugabe von 200 Teilen Eis auf O bis 5°C abgekühlt. Das entstandene Gemisch wird mit einer geringen Menge eines nichtionischen grenzflächenaktiven Mittels (Liponex RNA, hergestellt von Lion Oil & Fatty Co.) sowie mit 44,1 Teilen Cyanurchlorid versetzt und sehr stark gerührt. Das Gemisch wird bei 0 bis 5°C durch Zugabe einer lOprozentigen Lösung von Natriumcarbonat in Wasser auf einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0 gehalten und etwa 3 Stunden bis zur Beendigung der Umsetzung gerührt. Das entstandene Gemisch wird sodann während 15 Minuten bei einem pH-Wert von 7,0 mit einer Lösung, hergestellt aus 43,2 Teilen 1,4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure in 100 Teilen V/asser, versetzt. Anschließend wird das Gemisch etwa 3 bis 4 Stunden bis zur beendeten Umsetzung bei einer Temperatur von 5 bis 100C, die gegebenenfalls durch Zugabe von Eis aufrechterhalten wird, gerührt, wobei der pH-~.iert bei 6,0 bis 6,5 durch Zugabe einer lOprozentigen Lösung von Natriumcarbonat in Wasser aufrechterhalten wird.
Das auf diese Weise entstandene Kondensationsprodukt wird durch Zugabe von Eis auf 0 bis 5°C abgekühlt und mit 42 Teilen einer 40prozentigen Lösung von Natriumnitrit in V/asser versetzt. Danach wird das Gemisch während einer Zeitdauer von 5 Minuten mit 50 Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt und 1 Stunde bei 0 bis 100C gerührt. Das überschüssige Natriumnitrit wird durch Zugabe von Sulfaminsäure vernichtet.
Die so erhaltene viskose Lösung des Diazoniumsalzes wird anschließend mit 50 Teilen Thioharnstoff versetzt. Anschließend wird die entstandene Diazoniumsalzlösung während einer Zeitdauer von 20 bis 3C Minuten tropfenveise mit ^5 einer bei einem pH-Wert von 5,5 bis 6,0 hergestellten Lösung von 31,4 Teilen 1-Amino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure in
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400 Teilen Wasser versetzt und so lange bei einer Temperatur von 10 bis 15°C und einem durch Zugabe einer lOprozentigen Lösung von Natriumcarbonat in Wasser aufrechterhaltenen pH-Wert von 3,0 bis 3,5 gerührt, bis die eingesetzte 1-Amino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure aufgebraucht ist. Hierzu werden etwa 8 bis 10 Stunden benötigt. Anschließend wird durch Zugabe einer Lösung von Natriumcarbonat in V/asser der pH-Wert auf 8,0 bis 8,5 eingestellt, und es wird zunächst 2 Stunden bei 5 bis 100C und anschließend 15 Stunden bei Raumtemperatür gerührt. Auch hierbei wird der pH-Wert ständig durch Zugabe einer Lösung von Natriumcarbonat in V/asser im Bereich von 8,0 bis 8,5 aufrechterhalten.
Anschließend wird die entstandene Lösung durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure auf einen pH-Wert von 6,5 eingestellt und durch Zugabe einer 20prozentigen (Gew./Vol.) Natriumchloridlösung in Wasser ausgesalzen. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert. Der isolierte Farbstoff wird sodann bei 40°C und unter vermindertem Druck getrocknet. Die Farbstoffausbeute beträgt 85 % d. Th., bezogen auf das Hauptausgangsprodukt H-Säure.
Der erhaltene dunkelgrün gefärbte Farbstoff enthält mindestens 1,95 hydrolysierbare Chloratome im Molekül. Bei Aufbringen des erfindungsgemäß hergestellten Farbstoffes auf Cellulosematerial in Verbindung mit einem säurebindenden Mittel zeigt der Farbstoff eine sehr hohe Haftfestigkeit, ein ausgezeichnetes Aufziehvermögen beim Färben und hervorragende Eigenschaften beim Bedrucken.
Sofern im vorstehenden Beispiel anstelle von Anilin-3-sulfonsäure Anilin-4-sulfonsäure eingesetzt wird, erhält man einen ähnlichen Farbstoff.
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Beispiel2
24,4 Teile Anilin-3-sulfonsäure werden bei einem pH-Wert von 7,0 in 120 Teilen Wasser gelöst. Diese Lösung wird durch Zugabe von 120 Teilen Eis auf 0 bis 5°C abgekühlt. Anschließend wird die entstandene Lösung mit einer geringen Menge eines nicht ionischen, grenzflächenaktiven Mittels (Liponox RNA, hergestellt durch Lion Oil & Fatty Co.), sowie mit 26,5 Teilen Cyanursäurechlorid versetzt und gut gerührt.
Das entstandene Gemisch wird sodann 3 Stunden bis zur Beendigung der Umsetzung gerührt. Hierbei wird die Temperatur auf 0 bis 50C und der pH-Wert auf 6,0 bis 7,0 durch Zugabe einer Lösung von 10 % Natriumcarbonat in Wasser aufrechterhalten. Gleichzeitig wird eine Lösung von 25,9 Teilen 1,4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure in 50 Teilen Wasser bei einem pH-Wert von 7,0 bereitet. Das vorstehend genannte Gemisch wird mit der zuletzt genannten Lösung während einer Zeitdauer von 15 Minuten versetzt. Danach wird in dem entstandenen Gemisch der pH-Wert durch Zugabe einer Lösung von 10 % Natriumcarbonat in Wasser auf 6,0 bis 6,5 eingestellt. Das Gemisch wird 3 bis 4 Stunden bis zur beendeten Umsetzung gerührt. Hierbei wird die Temperatur,gegebenenfalls durch Zugabe von Eis,auf 5 bis 100C eingestellt. Die auf diese Weise entstandene Lösung des Kondensationsproduktes wird zur Abkühlung auf 0 bis 50C mit Eis und anschließend mit 25,2 Teilen einer 40prozentigen Lösung von Natriumnitrit in V/asser versetzt. Das entstandene Gemisch wird sodann in einem Zeitraum von 5 Minuten mit 30 Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt und anschließend 1 Stunde bei 0 bis 100C gerührt. Überschüssiges Natriumnitrit wird danach durch Zugabe von Sulfaminsäure vernichtet. Die so erhaltene Diazoniumsalzlosung wird mit 200 Teilen Harnstoff versetzt. Gleichzeitig werden 31,4 Teile 1-Amino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure bei einem pH-Wert von 5,5 bis 6,0 in 400 Teilen V/asser gelöst. Die entstandene Diazoniumsalzlosung wird sodann portionsweise mit der zuletzt genannten Lösung während eines Zeitraumes von 20 bis
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30 Minuten versetzt. Das entstandene Gemisch wird 8 bis 10 Stunden bei 10 bis 150C gerührt, bis die eingesetzte 1-Amino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure aufgebraucht ist. Hierbei wird der pH-Wert durch Zugabe einer lOprozentigen Lösung von Natriumcarbonat in Wasser auf einen Wert von 3,0 bis 3,5 eingestellt. Man erhält eine Lösung der Monoazoverbindung.
In ähnlicher Weise wie vorstehend unter Verwendung von Anilin-3-sulfonsäure beschrieben, wird eine Lösung eines Kondensationsproduktes aus 16,2 Teilen Anilin-4-sulfonsäure, 17,6 Teilen Cyanursäurechlorid und 17,3 Teilen 1,4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure erhalten. Dieses entstandene Kondensationsprodukt wird sodann mit 16,8 Teilen einer 40prozentigen Lösung von Natriumnitrat in Wasser und weiterhin mit 20 Teilen konzentrierter Salzsäure in einem Zeitraum von 5 Minuten versetzt, wonach 1 Stunde gerührt wird. Überschüssiges Natriumnitrit wird sodann durch Zugabe von Sulfaminsäure vernichtet.
Die vorstehend beschriebene Lösung der Monoazoverbindung wird danach mit der zuletzt beschriebenen Diazoniumsalzlosung versetzt, wobei der pH-Wert durch Zugabe einer Lösung von Natriumcarbonat in Wasser auf 8,0 bis 8,5 eingestellt wird.
Das entstandene Gemisch wird sodann 2 Stunden bei 5 bis 1O°C gerührt, wobei der vorstehend angegebene pH-Bereich durch Zugabe
einer IxW
'sung von natriumcarbonat in Wasser eingehalten wird. Danach
wird die Lösung 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. 30
Nach beendetem Rühren wird der pH-Wert durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure auf 6,5 eingestellt. Das entstandene Gemisch wird durch Versetzen mit einer Lösung von 30 % (Gew./Vol.) Natriumchlorid in Wasser ausgesalzen. Der ausgefällte Niederschlag wird abfiltriert und bei 400C unter vermindertem Druck getrocknet.
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Man erhält einen dunkelgrün gefärbten Farbstoff. Ausbeute 80% d. 1Jh., bezogen auf Η-Säure. Der entstandene Farbstoff weist mindestens 1,95 hydrolysierbare Chloratome pro Molekül auf und besitzt analoge Färbeeigenschaften wie der unter ausschließlicher Verwendung von Anilin-3-sulfonsäure anstelle von Anilin-3- sowie -4-sulfonsäure erhaltene Farbstoff.
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Claims (4)

sr u.Z.: M 323 (PT/kä) Case: FD 205 NIPPON KAYAKU KABUSHIKI KAISHA Tokyo, Japan 10 n Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen " Priorität: 6. September 197o, Japan, Nr. 105 774/76 Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen, deren freie Säureform die allgemeine Formel I aufv/eist,
Cl SO^H H2N OH ,,N=N - Cl / ^
N N
W αλλ * SO0H irS - »
Il I , HO-S^5»^^ 3 Ka β ι C C-NH 3 NH-C C-NH ν V
(D
in der A1 und A0 verschieden sind und ein Wasserstoffatom
und eine SO^H-Gruppe bedeuten und die Reste B1 und 32 verschieden sind und ebenfalls ein Wasserstoffatorn und eine SOjH-Gruppe darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Diazoniumverbindung des Amins der allgemeinen Formel II
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ORIGINAL INSPECTED
(H)
in der die Reste A1 und A2 die obige Bedeutung haben, in saurem Medium und in Gegenwart eines Kupplungsbeschleunigers mit 1-Hydroxy-8-aminonaphthol-3,6-disulfonsäure oder einem ihrer Salze in o-Stellung zur Aminogruppe kuppelt und die so entstandene Monoazoverbindung mit einer Diazoniumverbindung des Amins der allgemeinen Formel III
Cl
(III)
in der die Reste B1 und B2 die obige Bedeutung haben, in alkalischem Medium kuppelt.
25
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kupplungsbeschleuniger Thioharnstoff einsetzt.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kupplungsbeschleuniger Harnstoff einsetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man entsprechende Verbindungen einsetzt, in denen die Reste A1 und B1 jeweils ein Wasserstoffatom und die Reste A2 und B2 jeweils eine SO^H-Gruppe darstellen.
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DE19772740152 1976-09-06 1977-09-06 Verfahren zur herstellung von disazofarbstoffen Withdrawn DE2740152A1 (de)

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