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"Selbststeuernde Verstellvorrichtung
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an Rübenerntemaschinen" 390 Die Erfindung bezieht sich auf eine selbststeuernde
Verstellvorrichtung an RUbenerntemaschinen, zum kontinuierlichen automatnschen Einpendeln
(alten) mindestens eines -aschinenaggregats relativ zu einer Bezugsfläche (Abtaststelle,
wie Bodenfläche bzw. über, mit einen zwischen dem Maschinengestell und einem gegenüber
diesem bewegbaren Träger- oder Rahmenteil anzuordneneden (angeordneten) Karftbewegten
Verstellglied sowie mit einer Tasteinrichtung, die einen die Bezugsfläche abtastenden
Zahler und mindestens einen von diesem Fühler direkt oder mittelbar betätigbaren
Schalter als Impulsgeber fUr die Verstellglied-Steuerung aufweist.
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Um die Rodeeinrichtung(en) bzw. Putz- und Rodeeinrichtung(en) einer
Rübenerntemaschine in Abhangigkeit vom Boden und/oder jeder zu rodenden Rübe der
einzelnen Rübenreihe(n) zu steuern, ist es brei in der Praxis mehrfach bekannt gewordenen
Ausführungen bisher üblich, die vom entsprechenden Fühler ausgehende Impuls gabe
zur Steuerung eines Hydraulikzylinders (wobei die Kolbenstange als Verstellglied
wirkt) zu nutzen und somit eine Tiefensteuerung bzw. Seitensteuerung zu bewirken.
Diese Eonstruktionen
haben jedoch den Nachteil, daß einerseits
die Hydraulikzylinder-Anlage (einschließlich leitungen) kostenintensiv und andererseits
die montage dieser Deile umständlich, zeitraubend und kostspielig sind - somit liegt
im Grunde eine unwirtschaftliche lösung vor.
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Außerdem ist es nachteilig, daß der fühlergeschaltete Druckaufbau
stoßartig erfolgt und zu ruckartigem lageverändern (Verschwenken bzw. Verschieben)
des gegeniber der Taststelle bewegbaren Aggregats führt, wodurch insbesondere bei
kurzintervalligem Umschalten eine unruhige Arbeitsweise bedingt ist, was insbesondere
zu äußerst nachteiligen Belastungsspitzen in der Hydraulikanlage führt. Oftmals
ist eine gewisse Schaltphasenverschiebung (Zeitverzögerung) zwischen Impuls gabe
und Bewegungsausführug erforderlich, was durch energieverzehrende Drosseln erreicht
wird.
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Aufgabe der Erfindung ist es, unter Behebung von vorerwähnten Mängeln
eine verbesserte selbststeuernde Verstellvorrichtung für Aggregate (Einrichtungen)
von Rübenerntemaschinen su schaffen, die bei einfaches und kostengdnstigerem Aufbau,
einfacher, schneller und Sreiswerterer Montage trotz einwandfreier Schaltung Stoßfroi
und ruhig arbeitet - außerdem soll ggf. eine Zeitverzögerung zwischen Impulsgabe
und Ausführung der erforderlichen Schwenk- bzw. Verschiebebewegung möglich sein.
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Erfindungsgemäß wird dies bei einer selbststeuernden Verstellvorrichtung
der eingangs erwähnten Bauart durch
eine in Abhängigkeit vom Fühler-Ausschlag
hin- und hergehend arbeitende elektrische Verstelleinrichtung gelöst, wobei das
Verstellglied von einem über untersetzende Getriebemittel mit einem umschaltbaren
Elektromotor gekoppelten Teil, wie Stange, Seil, Kette, Riemen, Schlaufe od.dgl.
gebildet ist.
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Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken ist bei einer Tiefensteuerungsvorrichtung
für die Rodeeinrichtung(en) bzw. Putz- und Rodeeinrichtung(en) einer Rübeneerntemaschine
die aus Elektromotor, Getriebemittel Untersetzungsgetriebe) und Verstellglied bestehende
ktontageein heit der Verstellvorrichtung einenends am asoninengestell der Rübenerntemaschine
befestigt , wobei das Verstellglied etwa lotrecht verläuft, und hält anderenends
mit ihrem Verstellglied in gelenkiger Verbindung das freischwingende Ende eines
einendig am Maschinenrahmen hö.henverschwenkbar gelagerten, mindestens die/ eine
Rodeeinrichtung tragenden Rahmens (Schwenkrahmens).
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Um msit möglichst kleinem (schwachem) Elektromotor auszukommen, kann
der am Verstellglied aufgehängte Rahmen mittels zwischen seiner Gelenkachse und
dem kufhängepunkt vorgesehener Entlastungsfeder(n) gegenüber dem Naschinengestell
derart abgestützt sein, daß nur noch ein geringes Kraftmoment auf die selbststeuernde
Verstellvorrichtung einwirkt, Jedoch die Rodeeinrichtung mit ausreichendem Arbeitsdruck
in den Boden eindringend niedergehalten wird.
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Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken ist zur hggregat
-Seitensteuerung
die aus Elektromotor, Getriebemittel (Untersetzungsgetriebe) und Verstellglied bestehende
Montageeinheit der Verstellvorrichtung mit ihrem Verstellglied quer zur Maschinen-Fahrtrichtung
verlaufend sowie zwischen dem Maschinengestell und einem xenkorgan und/oder zwischen
dem Maschinengestell und einem seitlich verschiebbaren Gerätetragrahmen gelenkig
befestigt.
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Um schwachbelastbare Schalter (insbesondere Mikroschließer) einsetzen
zu können und/oder um in einfacher Weise mit Verzögerung die fühlergesteuerte SchwenX-
bzw. Verschiebebewegung durchzuführen, lassen sich in einfacher Weise zwischen dem/den
Schalter(n) der Tasteinrichtung und dem Elektromotor Relais (mit der erforderlichen
Charakteristik) anordnen. Die Anordnung von Verzögerungsrelais hat außerdem gegenüber
den vorbekannten AusfEhrungen mit Hydraulikzylinder und Drossel(n) den Vorteil,
daß keine Energievernichtung stattfindet.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
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Der Gegenstand der Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die einzelnen
Merkmale der Ansprüche, sondern auch auf deren Kombination.
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Eine Rdbenerntemaschine mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Verstellvorrichtung
für ihre Rodeeinrichtung-Tiefenfilbrung und/oder Rodeeinrichtung-Seitenführung in
Abhängigkeit vom Boden und/oder der Rübenreihe sowie ggf.
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automatische Lenkung zeichnet sich durch einfache(n) und
preisgünstige(n)
Aufbau und Montage der Verstellvorrichtung aus und hat außerdem den großen Vorteil,
daß eine weitgehendst ruckfreie Arbeitsweise der fUhlergesteuerten Bewegungsabläufe
(Verschwenkung bzw. Verschiebung der jeweiligen Rahmen od.dgl.) gewährleistet ist.
Aufgrund des Elektroantriebs ist in jeder Bewegungsphase ein ruckfreies Anlaufen
und Abbremsen gegeben. Ein weiterer Vorteil ist, daß aufgrund der insbesondere stark
untersetzenden Getriebemittel zwischen dem Elektromotor und dem hin- und herbewegbaren
Verstellglied auch mit einem leistungsschwachen, jedoch schnellaufenden, Antriebsmittel
(Elektromotor) die erforderliche Verstellarbeit erbracht wird und außerdem ggf.
mittels Verzögerungsrelais energieverlustfrei eine Zeitverzögerung zwischen Abtastung
und Durchführung des dadurch zu steuernden Verschwenk- bzw. Verschiebevorganges
durchführbar ist. Die vielfältige Anordnungsmöglichkeit und leichte Bauweise der
aus Antriebs- und Untersetzungseinrichtung sowie Verstellglied bestehenden Montageeinheit
sind ebenfalls von Vorteil.
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Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Teilbereiches
einer Rübenerntemaschine, insbesondere eines höhenverschwenkbaren Gerätetragrahmens
mit Putz- und Rodeeinrichtung sowie Siebrad, Fig. 2 eine schematische Draufsicht
auf einen seitenverschiebbar angeordneten Gerätetragrahmen mit Putz- und Rodeeinrichtung
einer Rtbenerntemaschine.
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Eine erfindungsgemäß ausgeführte selbststeuernde Verstellvorrichtung
1 an Rübenerntemaschinen dient dem kontinuierlichen automatischen Einpendeln (Halten)
mindestens eines Maschinenaggregats relativ zu einer Bezugsfläche (Abtaststelle,
wie Bodenfläche 2 bzw. Rübe 3).
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Sie besitzt eine vorzugsweise stationär an einem Maschinenrahmen 4
bzw. einen diesem Maschinenrahmen 4 zugeordneten Träger schwenkbar gelagerten Fühler
5, der über geeignete Mittel, vorzugsweise mittels Federkraft einer im Schwenkpunkt
6 angeordneten gummielastischen Federbuchse, in eine Neutrallage gehalten wird.
Der Etihler 5 ist mitmind.
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einem Schaltorgan 5a wie Noppen, Schalthebel od.dgl. versehen, der
entsprechend der jeweiligen Pühler-Verschwenkung auf einen von zwei Elektroschaltern
(vorzugsweise Mikroschließer) 7, 8 einwirkt und somit einen Elektromotor 9 auf Rechts-
oder Linkslauf schaltet. Die zwischen
den Elektroschaltern 7, 8
und den Elektromotor 9 vorhandenen Elektroleitungen sind nicht dargestellt.
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Um schwachbelastbare Elektroschalter (insbesondere Mikroschließer)
einsetzen zu können und/oder um in einfacher Weise mit Verzögerung die fühlergesteuerte
Schwenk-bzw. Verschiebebewegung eines Gerätetragrahmens 10, 11 durchzuführen, lassen
sich in einfacher Weise zwischen den Elektroschaltern 7, 8 der Tasteinrichtung und
dem E-lektromotor 9 Relais (mit der erforderlichen Charakteristik, z.B. Verzögerungsrelais)
anordnen.
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Der insbesondere leistungsschwache, jedoch schnellaufende Elektromotor
9 ist über ein stark untersetzendes Getriebe 12, wie Plantenradgetriebe, Schnekenradgetriebe
od.dgl., sowie ggf. unter Einsatz eines Kugelumlaufgetriebes mit einem hin- und
herbewegbaren Verstellglied 13 gekoppelt.
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Das Verstellglied 13 kann von einer Stange, Kette, Schlauee bzw. einem
Seil oder Riemen gebildet sein. Es ist auch möglich, an einem stangenartigen Verstellglied
13 außerhalb des in einem Gehäuse geführten Bereiches mit einer flexiblen Verlängerung
13a auszustatten. In bevorzugter Weise ist die flexible Verlängerung 13a im Anlenkpunkt
14 (der eine schwenkbare Anordnung an einem Gerätotragrahmen 10 bzw. 11 ermöglicht)
befestigt.
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Elektromotor 9, Getriebemittel (Untersetzungsgetriebe) und Verstellglied
13 bilden eine Montageeinheit, die einenends im Gelenkpunkt 15 am Maschinengestell
4 und anderenends im Gelenkpunkt 16 am Gerätetragrahmen 10 bzw.
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11 gelenkig befestigt ist.
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Bei einer nicht dargestellten Ausführung ist der Elektromotor 9 mit
einer ein stark untersetzendes Getriebe, wie Planetenradgetriebe, aufweisenden Wickelachse
(Trommel) gekuppelt, auf welcher ein flexibles Verstellglied 13, wie Seil, Riemen,
Kette, angeordnet ist.
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Gemäß Figur 1 ist die erfindungsgemäße selbststeuernde Verstellvorrichtung
zur Rodeeinrichtungs-Tiefensteuerung vorgesehen. Der eine Putzeinrichtung 17, Rodeeinrichtung
18 sowie Sörder- und/oder Reinigungseinrichtung 19 tragende, um eine Gelenkachse
20 höhenverschwenkbare Gerätetragrahmen ist an seinem der Gelenkachse 20 gegendberliegenden
Ende am Verstellglied 13 der Verstellvorrichtung 1 aufgehängt und wird durch die
vom Fühler 5 mittelbar gesteuerte Motorbewegung des Elektromotors 9 angehoben und
abgesenkt und dabei die Rodeeinrichtung automatisch in der gewünschten Lage zum
Boden 2 gehalten.
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Um die Verstellvorrichtung 1 mit möglichst geringem Kraftmoment zu
belasten, ist es vorteilhaft und bevorzugt, den Gerätetragrahmen 10 im Bereich zwischen
der Gelenkachse 20 und der Aufhängung (16) am Verstellglied 13 (bzw. der Verstellglied-Verlängerung
13a) mindestens eine Entlastungsfeder 21 anzuordnen, mittels der/denen sich dieser
Gerätetragrahmen 10 gegenüber dem Maschinengestell 4 derart abstützt, daßntrnoch
der für die Rodearbeit erforderliche Arbeitsdruck in Richtung Boden 2 wirksam wird.
Die Federkraft der Entlastungsfeder(n) 21 kann veränderbar sein - in bevorzugter
Weise ist die sie aufnehmende Stange mit einer Mutter zur Federlängenänderung versehen.
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Die Tasteinrichtung (5 bis 8) kann vor oder hinter der Putselnrichtung
17 und seitlich neben der Rübenreihe laufend angeordnet sein.
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Selbstverständlich kann der von der Verstellvorrichtung 1 höhenverschwenkbar
getragene Gerätetragrahmen 10 auch andersartig ausgebildet und/oder bestückt sein.
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Figur 2 zeigt prinzipmäßig die Verwendung der erfindungsgemäßen selbststeuernden
Verstellvorrichtung 1 zur Seitensteuerung von Aggregaten einer Rübenerntemaschine.
Dabei ist die aus Elektromotor 9, Getriebe 12 und Verstellglied 13 bestehende Montageeinheit
zwischen dem Gerätetragrahmen 11 und Maschinenrahmen 4 befestigt und in beiden Befestigungspunkten
(15, 16) gelenkig gehalten, Dieser Gerätetragrahmen 11 kann mit Putzeinrichtung
17 und Rodeeinrichtung 18 versehen sein, es läßt sich jedoch auch lediglich die
Rodeeinrichtung 18 vorsehen. Natürlich können auch mehrere nebeneinander vorgesehene
Putzeinrichtungen 17 und Rodeeinrichtung 18 in dem mittels einer elektrischen Verstellvorrichtung
1 seitenbewegbaren Gerätetragrahmen 11 angeordnet sein.
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Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführung ist die elektrische
Verstellvorrichtung 1 mit einem Lenkorgan (z.3. lenkbaren Rad) einer Rübenerntemaschine
gekoppelt und ermöglicht dadurch eine einwandfreie (ruckfreie) Maschinenlenkung.
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Anstelle der prinzipmäßig dargestellten direkten Einwirkung des Schaltorganes
5a auf die Elektroschalter 7, 8 kann selbstverständlich eine indirekte Verbindung
zu den Elektroschaltern 7, 8 vorgesehen sein.