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DE2628262A1 - Katalysator zur dehydrierung von paraffinkohlenwasserstoffen zu olefinen und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Katalysator zur dehydrierung von paraffinkohlenwasserstoffen zu olefinen und verfahren zu seiner herstellung

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Publication number
DE2628262A1
DE2628262A1 DE19762628262 DE2628262A DE2628262A1 DE 2628262 A1 DE2628262 A1 DE 2628262A1 DE 19762628262 DE19762628262 DE 19762628262 DE 2628262 A DE2628262 A DE 2628262A DE 2628262 A1 DE2628262 A1 DE 2628262A1
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DE
Germany
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catalyst
temperature
carrier
platinum
weight
Prior art date
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Application number
DE19762628262
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English (en)
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DE2628262C2 (de
Inventor
Samson Borisovitsch Kogan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BURSIAN NATALJA ROBERTOVNA
MOROS ALEKSEJ MICHAJLOVITSCH
ORLOW DMITRIJ SERGEJEVITSCH
PANTUSOV BORIS VLADIMIROVITSCH
Original Assignee
BURSIAN NATALJA ROBERTOVNA
MOROS ALEKSEJ MICHAJLOVITSCH
ORLOW DMITRIJ SERGEJEVITSCH
PANTUSOV BORIS VLADIMIROVITSCH
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Filing date
Publication date
Priority to DENDAT126156D priority Critical patent/DE126156C/de
Application filed by BURSIAN NATALJA ROBERTOVNA, MOROS ALEKSEJ MICHAJLOVITSCH, ORLOW DMITRIJ SERGEJEVITSCH, PANTUSOV BORIS VLADIMIROVITSCH filed Critical BURSIAN NATALJA ROBERTOVNA
Priority to DE2628262A priority patent/DE2628262C2/de
Publication of DE2628262A1 publication Critical patent/DE2628262A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2628262C2 publication Critical patent/DE2628262C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/0005Processes or apparatus specially adapted for applying liquids or other fluent materials to finished paper or board, e.g. impregnating, coating
    • D21H5/0007Pretreatment of paper to which liquids or other fluent materials are to be applied
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/38Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals
    • B01J23/54Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36
    • B01J23/56Platinum group metals
    • B01J23/62Platinum group metals with gallium, indium, thallium, germanium, tin or lead
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C5/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms
    • C07C5/32Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by dehydrogenation with formation of free hydrogen
    • C07C5/327Formation of non-aromatic carbon-to-carbon double bonds only
    • C07C5/333Catalytic processes
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    • C07C5/3337Catalytic processes with metals of the platinum group

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Description

  • KATALYSATOP. ZUR DSHYDRIERUNG VON PARAFFIN-
  • KOHLENWASSERSTOFFEN ZU OLEFINEN UND VERFAH-REN ZU SEINER HERSTELLUNG Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Katalysatoren zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen zu Olefinen im Medium von Wasserstoff sowie auf Verfahren zu ihrer Herstellung.
  • Die Produkte der Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen werden in der chemischen Industrie häufig verwendet. Es finden beispielsweise höhere lineare Moneolefine mit mehr als 10 olenstoffatome breite Verwendung bei der Herstellung synthetischer Waschmittel und oberflächenaktiver Stoffe.
  • Es sind Katalysatoren zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen zu Olefinen im Medium von Wasserstoff bekannt, welche einen thermostabilen Träger mit entwickelter Oberfläche mit den darauf aufgebrachten aktiven Komponenten darstellen.
  • So ist beispielsweise ein Platinkatalysator auf einem Träger, auf der mit einem Alkali- oder Erdalkalimetall promotierten aktiven Tonerde bekannt (siehe US-PS 3 429 944) Das Verfahren zur Herstellung des genannten Katalysators besteht in der zweimaligen Durchtränkung des Trägers (den Träger durchtränkt man nacheinander mit einer Lösung einer Platinverbindung und einer Lösung einer Promotorverbindung), der Trocknung des durchtränkten Trägers und seinem Glühen nach Jeder Durchtränkung. Der genannte Katalysator kann auch durch einmalige Durchtränkung des Trägers mit einer Lösung, welche alle aufzubringenden Komponenten enthält, anschließendes Trocknen des durchtränkten Trägers und Ausglüilen desselben erhalten werden0 Es sind auch Platinkatalysatoren zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen bekannt, welche neben den Alkali- oder Erdalkalimetallen einen zweiten Promotor aus den Elementen der IV. - V. Gruppen des Periodensystems, beispielsweise Arsen (s.
  • US-PS 3 448 166), Germanium oder Blei (so US-PS 3 649 565) enthalten. Das Verfahren zur Herstellung der genannten Katalysatoren ist analog dem oben beschriebenen. Als Träger verwendet man bei der Herstellung der Katalysatoren hauptsächlich aktive Tonerde mit entwickelter Oberfläche, die nach bekannten Methoden erhalten wird.
  • Die bekannten Katalysatoren zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen besitzen eine ungenügende Aktivität, was besonders augenscheinlich ist bei der Durchführung des Dehydrierungsprozesses bei niedrigem, in der Nähe des atmosphärischen liegendem Druck, das heißt unter den Bedingungen, die in Übereinstimmung mit der Thermodynamik des genannten Prozesses die maximale Ausbeute an Olefinen gewährleisten. So übersteigt auf dem ersten der bekannten Katalysatoren bei der Dehydrierung von n-Dodekan unter einem Druck von 1,4 at Überdruck die Ausbeute an Olefinen 8,6, bezogen auf den Ausgangsrohstoff, nicht. In Gegenwart eines Katalysators, welcher Arsen enthält, beträgt die Konzentration der Olefine in dem Produkt der Dehydrierung eines Gemisches der n-Paraffilie mit 11 bis 14 C-Atomen unter einem Druck von 2,1 at Uberdruck und einer Dauer des Dehydrierungsprozesses von 248 Stunden 9,2 bis 10,296, bezogen auf den Ausgangsrohstoff.
  • Auf dem mit dem Element der IV. Gruppe Blei promotierten Katalysator erreicht die Ausbeute an Olefinen bei der Dehydrierung von n-Tetradekan unter einem Druck von 1,4 at Ueberdruck 10,8%.
  • Es war Jedoch die Dauer der Prüfung des Betriebs des Katalysators auf 20 Stunden beschränkt.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden.
  • Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, einem Katalysator, der aktive Tonerde als Träger mit dem darauf in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gew.-% aufgebrachten Platin und dem darauf in einer Menge von 0,2 bis 2,0 Gew.-% aufgebrachten Alkalimetall darstellt, einen Promotor zuzugeben, daß der Katalysator bei seiner Verwendung während der Dehydrierung der Paraffinkohlenwasserstoffe zu Olefinen im Medium von Wasserstoff es möglich macht, das Verfahren in höherer Ausbeute bei genügend hoher Selektivität für die Olefine durchzuführen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Katalysator vorgeschlagen wird, welcher neben den oben genannten Komponenten mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium oder Thallium in einer Gesamtmenge von 0,2 bis 1,0 Gew.-% enthält.
  • Bevorzugt ist ein Katalysator, welcher 0,3 bis 0,7 Gew.-% Platin; 0,5 bis 1,0 Gew.-% Lithium oder Kalium und 0,2 bis 0,5 Gew.-% mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium oder Thallium enthält.
  • Der genannte Katalysator kann auch ein Halogen in einer Menge von 0,01 bis 0,1 Gew.-% enthalten.
  • Der erfindungsgemäße Dehydrierungskatalysator gewährleistet eine erhöhte Ausbeute an Olefinen bei der Dehydrierung der Paraffinkohlenwasserstoffe gegenüber den bekannten Katalysatoren (ungefähr um 10% höher bei erhöhten Drücken des Prozesses und um 1,5 bis 2 Male höher bei atmosphärischem Druck) und wird durch eine hohe Selektivität gekennzeichnet (bis 93% bei einem Umwandlungsgrad von 16 bis 16,5%).
  • Der erfindungsgemäße Katalysator kann nach einem Verfahren hergestellt werden, welches darin besteht, daß man den Träger, die aktive Tonerde, mit Lösungen von Verbindungen des Platins, von Verbindungen eines Alkalimetalls und erfindungsgemäß von Verbindungen mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium oder Thallium in Wasser oder organischen Lösungsmitteln bei einer Temperatur von 15 bis 1000C durchtränkt, den durchtränkten Träger bei einer Temperatur von 50 bis 1500C trocknet und bei einer Temperatur von 450 bis 5500C ausgeglüht0 Im Falle der Verwendung zum Durchtränken des Trägers von halogenhaltigen Verbindungen behandelt man zweckmäßig zwecks Senkung des Halogengehaltes im Katalysator und folglich zur Verbesserung der Eigenschaften des Katalysators den durchtränkten, getrockneten und geglühten Träger mit einem Dampf-Luft-Gemisch bei einer Temperatur von 450 bis 550 0C bis zur Erzielung eines Halogengehaltes in dem Katalysator von 0,01 bis 0,1 Gew.-% und glüht dann bei einer Temperatur von 450 bis 550 0C aus.
  • Außerdem kann man zum Erreichen desselben Ziels den durchtränkten, getrockneten und geglühten Träger mit wässeriger Ammoniaklösung bei einer Temperatur von 50 bis 90 0C bis zur Erzielung eines Halogengehaltes in dem Katalysator von 0,01 bis 0,1 Gew.-% behandeln und dann bei einer Temperatur von 50 bis 1500C trocknen und bei einer Temperatur von 450 bis 5500C ausglühen.
  • Den erfindungsgemäßen Katalysator zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen zu Olefinen erhält man wie folgt.
  • Man durchtränkt den granulierten Träger mit Lösungen von Verbindungen des Platins, von Verbindungen eines Alkalimetalls und von Verbindungen mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium oder Thallium. Zur Durchtränkung können wässerige Lösungen sowie Lösungen in organischen Lösungsmitteln (beispielsweise in äthanol, Aceton) verwendet werden. Als Ausgangsverbindungen können lösliche Verbindungen der genannten Elemente wie Säuren, Salze, Komplex-, metallorganische Verbindungen verwendet werden. Beim Durchtränken des Trägers nimmt man die Verbindungen der aufzubringenden Komponenten in einer Menge, daß das Aufbringen von Platin in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gew.-%, von Alkalimetall in einer Menge von 0,2 bis 2,0 Gew.-%, von Gallium bzw. Indium, Thallium oder ihrer Gemische in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gew.-% gewährleistet wird. Die Komponenten können entweder durch getrennte Durchtränkung des Trägers mit den Jeweiligen Lösungen oder durch gleichzeitige Durchtränkung des Trägers mit einer alle Komponenten enthaltenden Lösung aufgebracht werden. Nach der jeweils erfolgten Durchtränkung wird der durchtränkte Träger getrocknet und ausgegltiht.
  • Zur Durchführung einer qualitativen Durchtränkung soll das Volumen der Tränklösung für ein vollständiges Tauchen des Trägergranulats ausreichend sein. Nach der Kontaktierung unter periodischem Ruhren während 1 bis 3 Stunden bei einer Temperatur der Lösung von 15 bis 25°C erhitzt man die Lösung und den Träger auf eine Temperatur von 80 bis 1000C und verdampft während 1 bis 2 Stunden unter Rühren das überschüssige Lösungsmittel.
  • Nach der Durchtränkung wird, wie oben gesagt wurde, der durchtränkte Träger bei einer Temperatur von 50 bis 150 0C unter allmählicher Temperaturerhöhung während 8 bis 24 Stunden getrocknete Dann wird der durchtränkte und getrocknete Träger in einem Luftstrom während 4 bis 10 Stunden unter allmählicher Temperatursteigerung von 450 auf 5500C ausgeglüht0 In dem Falle, wenn während der Herstellung des Katalysators diesem Halogen (beispielsweise Chlor bei der Durchtränkung des Tragers mit chlorhaltigen Verbindungen des Platins oder der Promotoren) zugegeben wird, unterwirft man zweckmäßig den durchtränkten, getrockneten und geglühten Träger einer speziellen Behandlung zur Senkung des Halogengehaltes in dem Katalysator.
  • Dazu behandelt man den durchtränkten, getrockneten und geglUhten Träger mit einem Dampf-Luft-Gemisch (5 bis 20 Volumenprozent Wasserdampf) während 4 bis 10 Stunden bei einer Temperatur von 450 bis 550 0C bis zum Erhalt eines Halogengehaltes in dem Katalysator von 0,01 bis 0,1 Gew.-%, wonach dieser bei einer Temperatur von 450 bis 5500 C ausgeglüht wird. Zu ähnlichom Zweck kann die Desorption des Halogens in flüssiger Phase unter Erhitzen, beispielsweise die Behandlung (Wäsche) mit wässeriger Ammoniaklösung bei einer Temperatur von 50 bis 900C, angewandt werden, wonach der durchtränkte Träger bei einer Temperatur von 50 bis 150 0C getrocknet und bei einer Temperatur von 450 bis 55O0C ausgeglüht wird.
  • Durch die Senkung des Halogengehaltes im Dehydrierungskatalysator steigt die Selektivität und die Stabilität des genannten Katalysators.
  • Die Behandlung zwecks Senkung des Halogengehaltes im Katalysator kann entweder nach Jedem Cyclus, der aus Durchtränkung, Trocknung und Glühen besteht, oder nach dem Aufbringen aller Komponenten auf den Träger durchgeführt werden.
  • Zwecks Vereinfachung der Technologie zur Herstellung des Katalysators bringt man zweckmäßig alle Komponenten durch einmalige Durchtränkung des Trägers (bei Verträglichkeit der verwendeten Verbindungen in einer Lösung) auf und führt eine einmalige Behandlung zwecks Senkung des Halogengehaltes in dem Katalysator durch.
  • Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erfindung werden folgende Beispiele für die Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators sowie Beispiele für seine Verwendung der Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen zu Olefinen im Medium von Wasserstoff angeführt.
  • Beispiel 1 Zu 100 g handelsüblicher aktiver Tonerde (Gamma-Modifikation; spezifische Oberfläche 190 m2/g;Gesamt-Porenvolumen 0,85 ml/g; mittlerer Porenradius 130 i; Schüttgewicht 0,65 g/ml; Na20 -Gehalt 0,02 Gew.-%; Fe-Gehalt 0,02 Gew.-76; Granalienform: Zylinder von 2 mm Durchmesser) gab man eine wässerige Lösung hinzu, welche Platinchlorwasserstoffsäure, Kaliumnitrat und Galliumchlorid in einer Menge enthält, die einem Gehalt an Platin von 0,7595, an Kalium von 1,2% und an Gallium von 0,2%, bezogen auf das Gewicht des fertigen Katalysators, entspricht. Das Gesamt-Volumen der Lösung betrug 150 ml. Nach der Kontaktierung bei einer Temperatur von 15 bis 200C während 1 Stunde unter periodischem Rühren erhitzte man die Lösung und den Träger und hielt während 1 Stunde bei einer Temperatur von 70 bis 1000C bis zur praktisch vollständigen Verdampfung des überschüssigen Lösungsmittels. Das feuchte Granulat wurde während 8 Stunden getrocknet, indem man die Temperatur von 50 auf 1300C, erhöhte, und dann im Medium von Luft bei einer Temperatur von 5000C während 2 Stunden ausgeglüht. Das geglühte Produkt wurde einer zweimaligen Wäsche zur Entfernung von Chlor mit 596-iger wässeriger Ammoniaklösung bei einer Temperatur von 50 bis 700C unterworfen. Die Menge der Ammoniaklösung beträgt 2 ml/g Katalysator, die Kontaktdauer 1 Stunde. Dann wurde der Katalysator wie oben beschrieben getrocknet und geglüht. Der Chlorgehalt in dem fertigen Katalysator beträgt 0,08 Gew.-%.
  • Den erhaltenen Katalysator reduzierte man in einem Strom des trockenen elektrolytischen Wasserstoffes bei einer Temperatur von 5000C unter atmosphärischem Druck während 2 Stunden und prüfte bei der Dehydrierung von n-Dodekan in einer Durchflußanlage unter folgenden Bedingungen: Druck atmosphärisch; Temperatur 4600C; Volumengeschaindigkeit des zugeführten Rohstoffes 32 Set 1; Wasserstoff/n-Dodekan-Molverhältnis 8:1; Prüfdauer 10 Stunden.
  • Das eingesetzte n-Dodekan enthielt 1,5 Gew.-% Isododekane, wenlger als O,00002Vo Schwefel. Beimengungen von Dienen und aromatischen Kohlenwasserstoffen fehlten. Die flüssigen und gasförmigen Reaktionsprodukte analysierte man nach der Methode der Gas-Flüssigkeits-Chromatographie. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 2 Man erhielt einen Katalysator, welcher 0,75 Gew.-% Platin; 1,2 Gew.-% Kalium und 0,5 Gew.-% Gallium enthält, auf der Basis des in Beispiel 1 beschriebenen Trägers durch Durchtränkung nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode mit folgenden Abänderungen: 1. Als Ausgangsverbindungen verwendete man Galliumnitrat und Kaliumhydroxid.
  • 2. Die Durchtränkung wurde in zwei Stufen unter Zwischentrocknung bei einer Temperatur von 50 bis 1500C bei einer allmählichen Temperaturerhöhung während 20 Stunden und unter Zwischenglühen bei einer Temperatur von 450 bis 5500C während 6 Stunden durchgeführt.
  • 3. Nach dem ersten Cyclus der Behandlung des Trägers (erste Durchtränkung, Zwischentrocknung, Zwischenglühen) entfernte man aus dem Katalysator Chlor bis zum Erhalt eines Chlorgehaltes von 0,04 Gew.-%. Dazu behandelte man das geglühte Produkt mit einem Dampf-Luft-Gemisch (10 bis 20 Vol,-% Wasserdampf) bei einer Temperatur von 450 bis 550 0C während 4 Stunden, wonach das Produkt bei einer Temperatur von 450 bis 5500C geglüht wurde.
  • In der ersten Stufe der Durchtränkung brachte man auf den Träger Platin und Gallium auf. Als Lösungsmittel verwendete man Äthanol. In der zweiten Stufe der Durchtränkung brachte man auf den Träger Kalium aus wässeriger Lösung auf.
  • Den erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 3 Man erhielt einen Katalysator, welcher 0,75 GewO-% Platin; 0,8 Gew.-% Lithium und 0,5 Gew.-% Gallium enthält, analog zu Beispiel 1, Jedoch mit folgenden Abänderungen: 1. Als Ausgangsverbindung zum Aufbringen von Platin verwendete man einen Komplex der Formel zPt(NH3) 2 7 (OH)4.
  • 2. Zum Aufbringen von Lithium und Gallium verwendete man Nitrate.
  • 3. Die Stufe der Entfernung von Chlor wurde nicht durchgeführt (Chlor wurde dem Katalysator nicht zugegeben).
  • Den erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 4 Man erhielt einen Katalysator, welcher 0,75 Gew.-% Platin, 0,8 Gew.-% Lithium und 0,2 Gew.-% Indium enthält, nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methodik, jedoch mit folgenden Abänderungen: 1. Das Lithium und Indium wurden dem Träger in Form von Nitraten zugegeben.
  • 2. Das Waschen mit wässeriger Ammoniaklösung vom Chlor wurde bei einer Temperatur von 70 bis 900C durchgeführt.
  • 3. Als Lösungsmittel beim Durchtränken des Trägers verwendete man Aceton mit Zusatz von Wasser bei deren Volumenverhältnis von 9:1.
  • Den erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 5 Man erhielt einen Katalysator, welcher 1,0 Gew.-% Platin, 2,0 Gew.-% Cäsium und 1,0 Gew.-% Thallium enthält, analog zu Beispiel 1. Als Ausgangsverbindungen verwendete man Cäsiumnitrat und Thalliumnitrat. Das Waschen mit wässeriger Ammoniaklösung wurde bis zum Erhalt eines Chlorgehaltes in dem Katalysator von 0,1 Gew.-% durchgeführt.
  • Den so erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 6 Man stellte analog zu Beispiel 1 einen Katalysator her, welcher 0,35 Gew.-% Platin, 0,25 Gew.-% Gallium und 0,8 Gew.-% Lithium enthält (die Ausgangsverbindung war Lithiumnitrat). Dabei verwendete man als Träger aktive Tonerde, welche folgende Kennwerte aufwies: Spezifische Oberfläche 170 m2/g; Na20-Gehalt 0,025 Gew.-%; Fe-Gehalt 0,02 Gew.-%; Granalien sind Sphären von 1,5 bis 2 mm Durchmesser; kristallographische Modifikation war vorzugsweise Gamma-Form.
  • Das Waschen mit wässeriger Ammoniaklösung wurde bis zum Erhalt eines Chlorgehaltes in dem Katalysator von 0,01 Gew.-% durchgeführt.
  • Den so erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 7 Man stellte analog zu Beispiel 1 einen Katalysator her, welcher 0,5 Gew.-% Platin; 0,5 Gew.-% Lithium; 0,5 Gew.-% Indium und 0,5 Gew. C/<> Thallium enthielt. Lithium, Indium und Thallium wurden dem Katalysator in Form von jeweiligen Nitraten zugegeben.
  • Den erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 8 Man stellte analog zu Beispiel 1 einen Katalysator, welcher 0,2 Gew.-% Platin; 0,2 Gew.-% Lithium und 0,2 Gew.-S/o Indium enthielt, her. Das Lithium und Indium wurden dem Träger in Form von Jeweiligen Nitraten zugegeben.
  • Den erhaltenen Katalysator prüfte man nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methodik, mit dem Unterschied aber, daß man nach der Reduktion mit Wasserstoff den Katalysator mit einem Gemisch von Wasserstoff mit Schwefelwasserstoff (etwa 10 O Vol.-% Schwefelwasserstoff) bei einer Temperatur von 40 bis 6O0C unter atmosphärischem Druck während 1 Stunde behandelte. Die PrüSergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 9 Man stellte analog zu Beispiel 1 einen Katalysator her, welcher 0,35 Gew.-% Platin; 0,5 Gew.-% Lithium; 0,2 Gew.-% Gallium, 0,2 Gew.-% Indium und 0,1 Gew.-% Thallium enthielt, mit folgenden Ab änderungen: 1. Man verwendete als Ausgangsverbindung zum Aufbringen von Platin einen Komplex der Formel [Pt(NH3) J (NO3)2.
  • 2. Beim Aufbringen der übrigen Komponenten verwendete man Lithium-, Gallium-, Indiumnitrat sowie Thalliumtribromid.
  • 3. Die Stufe der Behandlung zwecks Senkung des Halogengehaltes im Katalysator wurde nicht durchgeführt.
  • Den so erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • In den nachfolgenden Beispielen 10 bis 12 ist die Herstellung und Prüfung unter analogen Bedingungen bekannter Dehydrierungskatalysatoren beschrieben.
  • Beispiel 10 Man erhielt und prüfte analog zu Beispiel 1 einen Katalysator, welcher 1,0 Gew.-% Platin und 0,5 Gew.-% Lithium enthielt (das Lithium wurde in Form von Nitrat zugegeben). Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Beispiel 11 Man erhielt analog zu Beispiel 1 einen Katalysator,welcher 0,75 Gew.-% Platin; 0,8 Gew.-% Lithium und 0,1 Gew.-% Arsen enthielt. Dabei wurde das Lithium in Form von Nitrat, das Arsen in Form von Natriumarsenit zugegeben.
  • Den so erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel 1.
  • Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • BeisPiel 12 Man erhielt analog zu Beispiel 1 einen Katalysator, welcher 0,35 Gew.-% Platin; 0,5 Gew.-% Lithium und 0,2 Gew.-% Germanium enthielt, mit folgenden Abänderungen: 1. Das Lithium wurde in Form von Nitrat und das Germanium in Form einer Lösung von Germaniumtetrachlorid in 96%-igem Äthanol zugegeben.
  • 2. Die Entfernung des Chlors erfolgte nach der in dem Beispiel 2 beschriebenen Methodik.
  • Den so erhaltenen Katalysator prüfte man analog zu Beispiel Ir Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
  • Aus den in der Tabelle 1 angeführten Angaben folgt, daß der erfindungsgemäße Katalysator (Beispiele1 bis 9) die bekannten Katalysatoren (Beispiele 10 bis 12) in Aktivität und Selektivität unter den Bedingungen der Dehydrierung von n-Dodekan wesentlich übertrifft und eine erhöhte Ausbeute an Olefinen gewährleistet.
  • Die nachstehend angeführte Tabelle 2 enthält die Ergebnisse einer längere Zeit dauernden Prüfung des erfindungsgemäßen Katalysators unter den Bedingungen der Dehydrierung der Gemische von Paraffinkohlenwasserstoffen mit 11 bis 17 C-Atomen bei erhöhtem Druck sowie entsprechende Angaben für den bekannten Katalysator.
  • Die Angaben der Tabelle 2 zeugen auch von der erhöhten Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Katalysators (Beispiel 6) gegenüber dem bekannten Katalysator (Beispiel 12).
  • Tabelle 1 Prüfung von Katalysatoren unter den Bedingungen der Dehydrierung von n-Dodekan bei atmosphörischem Druck,einer Temperatur von 460°C,einer Volumengeschwindigkeit des zugeführten Rohstoffes von 32 St-¹,einem Wasserstoff/n-Dodekan-Molverhältnis von 8:1 und einer Dehydrierungsdauer von 10 Stunden Nr. Gehalt des Katalysators (Gew.-%) an Ausbeute (Gew.-%) an Selekdes Platin Alkali- Elementen der III., Olefinen Dienen aromatischen tivität Bei- metall IV. oder V. Gruppe Kohlenwasser- (%) spiels des Periodensystems stoffen 1 2 3 4 5 6 7 8 1 0,75 1,2 K 0,2 Ga 14,8 0,9 0,2 91 1) 2 0,75 1,2 K 0,5 Ga 15,1 1,0 Spuren 93 1) 3 0,75 0,8 Li 0,5 Ga 17,4 1,3 1,1 87 1) 4 0,75 0,8 Li 0,2 In 16,2 0,7 1,6 87 1) 5 1,0 2,0 Cs 1,0 Tl 15,8 0,7 1,0 89 1) 6 0,35 0,8 Li 0,25 Ga 9,5 0,8 Spuren 91 2) 7 0,5 0,5 Li 0,5 In + 0,5 Tl 17,8 1,0 1,5 87 1) 8 0,2 0,2 Li 0,2 In 12,0 1,0 Spuren 91 2) 9 0,35 0,5 Li 0,2 Ga + 0,2 In 12,2 0,8 0,5 88 3) +0,1 Tl 10 1,0 0,5 Li - 10,7 0,4 1,2 86 2) 11 0,75 0,8 Li 0,1 As 7,0 0,8 Spuren 88 2) 12 0,35 0,5 Li 0,2 Ge 10,4 0,9 1,1 84 2) Anmerkung zur Tabelle 1: 1) Die Gesamtausbeute an Produkten des Krackens und der Skelettisomerisation überstieg nicht 0,2 Gew.-%.
  • 2) Die Gesamtausbeute an Produkten des Krackens und der Skelettisomerisation überstieg nicht 0,1 Gew.-%.
  • 3) Die Gesamtausbeute an Produkten des Krackens und der Skelettisomerisation überstieg nicht 0,3 Gew.-%.
  • Tabelle 2 Prüfung der Katalysatoren bei der Dehydrierung der Paraffinfraktion bei erhöhtem Druck ¹),einem Wasserstoff/Paraffinkohlerwasserstoff-Molverhältnis von 8:1 und einer Volumengeschwindigkeit des zugeführten Rohstoffes von 32 St-¹ Kataly- Paraffinroh- Prüfdauer, Druck,at Temperatur, Ausbeute Wasser sator stoff Stunden Überdruck °C an Ole- stoffgenach Bei- finen, halt im spiel Gew.-% Gas,Vol.-% 1 C13-C17-Gemisch, welches 96,8% n- 400 5 460-470 10,1 98,5 Paraffine enthält 8 C11-C14-Gemisch, welches 98,5% n- 250 3 460-470 10,0 100 Paraffine enthält 12 C13-C17-Gemisch, welches 96,8% n- 400 5 460-470 9,3 97,5 Paraffine enthält Anmerkung zu Tabelle 2: 1)Die Prüfung wurde in einer Anlage mit Kreislauf des wasserstoffhaltigen Gases durchgeführt.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Katalysator zur Dehydrierung von Paraffinkohlenwasserstoffen zu Olefinen im Medium von Wasserstoff, der einen Träger, aktive Tonerde mit dem darauf in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gew.-% aufgebrachten Platin und einem darauf in einer Menge von 0,2 bis 2,0 Gew.-% aufgebrachten Alkalimetall darstellt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Katalysator auch mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium, oder Thallium in einer Gesamt-Menge von 0,2 bis 1,0 Gew.-% enthält.
  2. 2. Katalysator nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß er 0,3 bis 0,7 Gew.- Platin; 0,5 bis 1,0 Gew.-% Lithium oder Kalium und 0,2 bis 0,5 Gew.-% mindestens eines der drei Elemente Gallium, Indium oder Thallium enthält.
  3. 3. Katalysator nach Anspruch 1 bis 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß er auch ein Halogen in einer Menge von 0,01 bis 0,1 Gew.-% enthält.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines Katalysators nach Anspruch 1 durch Durchtränkung des Trägers, der aktiven Tonerde, mit Lösungen von Platinverbindungen und Alkalimetallverbindungen in Wasser oder organischen Lösungsmitteln bei einer Temperatur von 15 bis 100°C,Trocknungg des durchtränkten Trägers bei einer Temperatur von 50 bis 150°C und Glühen bei einer Temperatur von 450 bis 5500C, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß man den Träger auch mit Lösungen von Verbindungen mindestens eines der drei Elemente Gallium, indium oder Thallium in Wasser oder organischen Lösungsmitteln durchtränkt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß man im Falle der Verwendung zum Durchtränken des Trägers halogenhaltiger Verbindungen den durchtränkten, getrockneten und geglühten Träger mit einem Dampf-Luft-Gemisch bei einer Temperatur von 450 bis 5500C bis zur Erzielung eines Halogengehaltes in dem Katalysator von 0,01 bis 0,1 Gew.-96 behandelt und dann bei einer Temperatur von 450 bis 5500C ausgeglüht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß man im Falle der Verwendung zum Durchtränken des Trägers halogenhaltiger Verbindungen den durchtränkten, getrockneten und geglühten Träger mit einer wässerigen Ammoniaklösung bei einer Temperatur von 50 bis 900C bis zur Erzielung eines Halogengehaltes in dem Katalysator von 0,01 bis 0,1 Gew.-90 behandelt und danach bei einer Temperatur von 50 bis 1500C trocknet und bei einer Temperatur von 450 bis 5500C ausglüht.
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