DE2608119A1 - Schaltkreis zum abtasten und auffrischen eines halbleiterspeichers - Google Patents
Schaltkreis zum abtasten und auffrischen eines halbleiterspeichersInfo
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Description
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Teletype Corp. in Skokie, Illinois / V.St.A.
Schaltkreis zum Abtasten und Auffrischen eines Halbleiterspeichers
Die Erfindung betrifft einen Schaltkreis zum Abtasten und Auffrischen
der Zellen eines Halbleiterspeichers, vorzugsweise eines Speichers mit wahlfreiem Zugriff (Random-Speicher).
In dem Random-Speicher nach der ÜS-PS 3 838 404 wird die
binäre Ladung (0 Volt oder eine Zellenladung V..) eines Speicherzellenkondensators
dadurch abgetastet,"daß zwei abgeglichene Lastkondensatoren von einem voreingestellten Gleichheitszustand
aus je nachdem nach oben oder unten verschoben werden. Dadurch wird das Gleichgewicht eines Flipflops des Auffrischungsverstärkers gestört und dieser erzeugt eine binäre Ausgangsspannung,
die der abgetasteten Ladung des Zellenkondensators entspricht. Diese Technik benötigt sehr genau abgeglichene
Werte der Lastkondensatoren; dies ist wegen der Massenfabrikation schwer einzuhalten und die Endwerte der Kondensatoren können
vor der Fertigstellung eines Chips kaum vorhergesagt werden.
Die erforderlichen abgeglichenen Lastkapazitäten beiderseits des Auffrischungsverstärkers machen es besonders schwierig, einen
sog. einseitigen Halbleiterspeicher herzustellen, bei dem eine große Anzahl von Speicherzellen zusammen in einer bestimmten
Gegend des Chips untergebracht ist, und zwar alle an einer
Dr.Hk/Me
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Seite des Verstärkerabschnitts. Bei der Verwendung abgeglichener
Lastkondensatoren ist es nämlich am vorteilhaftesten, die Speicherzellen in zwei gleiche Gruppen beiderseits des Auffrischungsverstärkers
aufzuteilen, um den Ein- und Ausgang des Verstärkers von entgegengesetzten Seiten zu bewirken, denn
mit dieser Anordnung streben die Werte der verteilten Lastkapazitäten beiderseits des Verstärkers zum Ausgleich v/ährend
des Herstellungsprozesses.
Der im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schaltkreis der im Oberbegriff
des Hauptanspruchs angegebenen Art zur Verfügung zu stellen, der leichter herzustellen und abzugleichen ist als die bisher
verwendeten Kapazitäten.
Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäß zwei identische Feldeffekttransistoren
vorgesehen, an deren Gate-Elektroden zu Beginn' eines Abtastzyklus jeweils über eine gemeinsame Vorstufe
ein vorbereitendes Bezugspotential angelegt wird, durch das beide Feldeffekttransistoren teilweise leitend gemacht
werden. Mindestens eines der beiden Gates wird ferner mit der abgetasteten Speicherzellenspannung beaufschlagt. Der dadurch
hervorgerufene Leitfähigkeitsunterschied der beiden Feldeffekttransistoren steuert eine Kippstufe, die eine von der
abgetasteten Spannung abhängige Schaltspannung erzeugt. Diese kann ihrerseits zur Auffrischung der betreffenden Speicherzelle
verwendet werden.
Der auf diese Weise gebildete Differentialverstärker ist für kleine Spannungsunterschiede empfindlicher als die bekannten
abgeglichenen Lastkapazitäten, d.h. es können geringere Zellenkapazitäten verwendet werden und die Lastkapazitäten müssen
nicht abgeglichen sein, da dafür gesorgt ist, daß jeweils identische Bezugspotentiale an die Gates der beiden Feldeffekt-
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transistoren gelangen. So ist es auch nicht mehr erforderlich, die einem Auffrischungsverstärker zugeordneten Speicherzellen
symmetrisch'zu verteilen, sondern es können alle Speicherzellen auf der gleichen Seite des Auffrischungsverstärkers angeordnet
sein.
Weitere Ausgestaltungen und Anwendungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Hierin sind
Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines Ausschnitts
aus einem Halbleiterspeicher mit einem Auffrischungsverstärker gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der zu verschiedenen
Zeiten in der Schaltung nach Fig. 1 auftretenden Signale,
Fig. 3 ein Schaltbild eines binären Differentialverstärkers nach einer anderen Ausführungsform der
Erfindung, wobei die Darstellung der Fig. 1 verallgemeinert ist und
Fig. 4-7 Schaltbilder weiterer Ausführungsformen der
Erfindung.
Fig. 1 zeigt die hier interessierenden Teile eines Halbleiterspeichers
mit wahlfreiem Zugriff entsprechend der US-Patentschrift 3 838 404, jedoch mit einem Abtast- und Auffrischungsverstärker 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Random-Speicher
enthält einen Speicherteil 11 mit zeilenweise angeordneten Speicherzellen 12-1, 12-2.... Eine ausgewählte
Speicherzelle kann mit einer Ein- und Ausgangsklemme A des
B 0 9 8 3 8 / Ti B 7 8
Auffrischungsverstärkers 10 für diese Zellenreihe über eine Leitung 13 verbunden werden. Der Verstärker 10 besitzt äußere
Klemmen bzw. Knotenpunkte A und B und inere Knotenpunkte C
und D.
Speicherzellen dieser Art sind in verschiedenen Ausbildungen bekannt. Im dargestellten Beispiel handelt es sich um einen
MOS-Speicher 12, dessen Zellen je ein Y-Zugriffglied, nämlich einen Feldeffekttransistor (FET) Qy_-i ι 0γ_ο aufweisen, dessen
Gate mit einer entsprahenden Spaltenleitung Y-, Y2 für den
Y-Zugriff verbunden ist. Die Spaltenleitungen werden in bekannter Weise in vorgeschriebener Reihenfolge erregt, um so
in aufeinanderfolgenden Arbeitszyklen des Verstärkers 10 die einzelnen Zellen 12 in einer Reihe 13 der Speichermatrix
nacheinander aufzurufen, damit die in diesen Zellen gespeicherten Daten in vorbestimmten Intervallen abgetastet und regeneriert,
sowie auf Wunsch abgelesen oder neu eingegeben werden können.
Wenn eine gegebene Y-Leitung erregt ist, schaltet sich der gewählte Zellentransistor 0 ein und verbindet den betreffenden
Speicherkondensator (!,_., cm-2 m^ der dieser Matrizenreihe
entsprechenden Ein- und Ausgangsieitung 13. Im dargestellten Beispiel sind alle Transistoren normale MOS-Transistoren
mit P-Kanal und die ZellenkapazHäben CM speichern
entweder eine Ladung von -V„ oder von null Volt, je nach dem
binärlogischen Zustand (1 oder 0) der in den einzelnen Zellen gespeicherten Daten.
Wenn ein Zellenkondensator C. über die Sammelleitung 13 in
einem Arbeitszyklus mit dem Knotenpunkt A des Verstärkers 10 verbunden ist, tastet der Verstärker 10 das vorher im Zellenkondensator
C„ gespeicherte Signal ab, liefert dem Schreiblesekreis 20 auf Wunsch ein verstärktes Ausgangssignal, und
nimmt auf Wunsch ein neues Eingangssignal vom Schreiblesekreis 20 entgegen und regeneriert, wenn letzteres nicht der
Fall ist, die vorherige Ladung des Zellenkondensators C„
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gegen Ende des Zyklus. Weitere Einzelheiten über Halbleiterspeicher
und Auffrischungsverstärker dieser Art sind in der erwähnten US-Patentschrift beschrieben.
Auch hinsichtlich der Schreiblesekreise 20, von denen verschiedene
Typen bekannt sind, wird auf die erwähnte US-Patentschrift verwiesen. Im dargestellten Beispiel ist ein zweiter
Ein- und Ausgangsknotenpunkt D des Auffrischungsverstärkers 10 über eine Zeilenein- und -ausgangsleitung X. mit einem Zeilenzugriff
sglied, nämlich einem Transistor 0χ_· verbunden. Wenn
der Transistor Qx einer bestimmten Reihe in einem Abschnitts
eines Arbeitszylus durch ein Decodierglied bekannter Art erregt wird, verbindet der Zugrifftransistor Qx für die betreffende
Reihe den Verstärker 10 in diese: Reihe über eine gemeinsame Schreib-fleseleitung 21 mit dem Schreib-Lesekreis 20.
In Wirklichkeit, sind zahlreiche Sammelleitungen X vorhanden, von denen jede^einem zugeordneten Verstärker 10 verbunden ist,
um das Lesen und Schreiben bezüglich jeder beliebigen Zelle 12 in der betreffenden Zellenreihe zu ermöglichen.
Die Transistoren für X-Zugriff wie Q1 verbinden somit selektiv
den Knotenpunkt D des Auffrischungsverstärkers entweder mit einem Schreibverstärker 22 oder einem Leseverstärker 23. über
den Schreibverstärker 22 kann ein neues Datensignal von -V oder 0 Volt dem Knotenpunkt D über den gewählten Transistor Qx
für X-Zugriff zugeführt werden. Ebenso wird zur Ablesung eines gespeicherten Signals aus einer Zelle 12 der Transistor Qx
eingeschaltet, um den Knotenpunkt D mit dem Leseverstärker 23 zu verbinden, der beim Auftreten eines Lesebefehls ein Ausgangssignal
abgibt. Soweit ist die dargestellte Schaltungsanordnung bekannt.
Der in Fig. 1 dargestellte Auffrischungsverstärker 10 eöthält
zwei identische Feldeffekttransistoren Q,, Q^, deren Gates mit
den äußeren Knotenpunkten A bzw. B des Verstärkers 10 verbunden
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sind. Diese Eingangstransistoren Q, und Q~ tasten in einem
Arbeitszyklus jeweils die Knotenpunkte A und B auf sehr geringe Potentialdifferenzen ab und überführen eine Kippschaltung
bekannter Art in einen ihrer beiden stabilen Zustände, von denen einer einer 1 am inneren Knoten D und einer 0 am inneren
Knoten C und der andere einer 0 am Knoten D und einer 1 am Knoten C entspricht. Unter dem Einfluß der Ladung einer mit
dem Eingang A verbundenen Speicherzelle 12 ändert dieser Eingang sein Potential während eines Abtastabschnitts des Arbeitszyklus
in Bezug auf den Eingang B in geringem Maße, wodurch die bistabile Kippschaltung (Flipflop) 30 derart gekippt wird,
daß deren Ausgang D anschließend ein verstärktes binäres Abbild der Ladung der Speicherzelle 12 darstellt. Während einer
nachfolgenden Auffrischungsphase des Arbeitszyklus wird das Ausgangssignal D zu der Speicherzelle zurückgeführt, um das
ursprünglich gespeicherte Signal zu regenerieren.
In dem- Beispiel nach Fig. 1 enthält das Flipflop 30 zwei
Transistoren Q3, Q., deren Source- und Drain-Elektroden parallel
zu denjenigen der Eingangstransistoren Q, und Q- geschaltet
sind. Die gemeinsamen Drains der Transistoren Q1 und Q3 stellen
den Knotenpunkt C und die gemeinsamen Drains der Transistoren Q~ und Q- den Knotenpunkt D dar. Die inneren Knoten C und D
sind in bekannter Weise über Lastwiderstände R, und R« mit
einer Ladespannungsquelle -V-, verbunden. Die Lastwiderstände
können aus leitend gemachten FETs bestehen. Die Sources der Transistoren Q,, Q2, Q. und Q4 sind gemeinsam bei G geerdet.
Die Gates von Q3 und Q4 sind über Kreuz mit den Knotenpunkten
D bzw. C verbunden.
In einer Vorbereitungsphase A jedes Arbeitszyklus (Zeitpunkte t.-t. in Fig. 2) nimmt ein Taktpuls 0. den Wert -V an (Fig.2A).
Dadurch werden drei Kurzschlußtransistoren Q5, Q,, Q_ durchlässig
gemacht, um das Potential an den Knotenpunkten A, B, C
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und D auf gleiche Werte zu bringen. Im Ausführungsbeispiel der
Fig. 1 ist dieses Vorbereitungspotential gleich einem mittleren Bezugspotential ~VR, das etwa in der Mitte zwischen Erdpotential
und der Ladespannung -Vc liegt. Wenn die Ladespannung
z.B. -5 Volt beträgt, erhält das Bezugspotential -VR den
Wert -2I Volt.
Das Bezugspotential -VR ist so gewählt, daß die Differentialtransistoren
Q, und Q^ teilweise geöffnet werden und als veränderliche Widerstände in Reihe mit den Widerständen R,
und R2 funktionieren, so daß die Ladespannung -Vp zur Erde G
abgeleitet werden kann. Die Vorbereitungsspannung an den
Knotenpunkten C und D wird hier ebenfalls auf den Wert -V_ gesetzt, so daß die Flipflop-Transistoren Q3 und Q. ebenfalls
teilweise geöffnet werden. Die Spannung -V wird also über die Parallelschaltungen der Transistoren Q, und Q3 bzw. Q-
und Q4 mit Erde verbunden. Die Wirkung der Teilöffnung Q3
und Q4 entspricht der Beschreibung von Fig. 6 der US-Patentschrift
3 838 404.
Der Kurzschlußtransistor Q~ verbindet die Knotenpunkte C und
D. Wie noch erläutert wird, ist am Ende jedes Arbeitszyklus stets einer der Knotenpunkte C oder D auf Erdpotential und
der andere nahezu auf der Spannung ~VC; somit bewirkt in der
Vorbereitungsphase A des nachfolgenden Zyklus der Transistor Q-den
Potentialausgleich der Knotenpunkte C und D auf einem Wert -V_, der etwa halb so groß wie -V« ist. Dies ist in
Fig. 2D und E in Zyklus I links in Fig. 2 dargestellt. Ebenso verbindet Transistor Qc den Knoten C mit Knoten A und Transistor
Q, verbindet Knoten D mit Knoten B, so daß alle vier
Knotenpunkte im Zeitpunkt t, das gleiche Potential -V_ angenommen haben, wie in Fig. 2F und G erkennbar ist.
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Am Ende der Vorbereitungsphase A, also im Zeitpunkt t,, nimmt
der Taktpuls 0, wMer den Wert O an, wodurch die Kurzschlußtransistoren
Qc, Qg und Q7 gesperrt werden. Nun ist der Auffrischungsverstärker
10 für den Abtastvorgang einer Speicherzelle 12 vorbereitet.
Nahe dem Zeitpunkt t, wird eine ausgewählte Y-Leitung erregt, um den betreffenden Speicherzellentransistor Qy zu öffnen und
damit den zugeordneten Zellenkondensator CM über die Leitung
13 mit dem Knotenpunkt C zu verbinden.
In einem ersten Betriebsbeispiel, das als Zyklus I links in Eig. 2 dargestellt ist, soll die in einem Zellenkondensator C„
gespeicherte Ladung null Volt abgetastet und regeneriert werden. Wenn in diesem Falle der gewählte Zellenkondensator CM im
Zeitpunkt t, mit dem Knotenpunkt A verbunden wird, geht ein Teil des vorbereiteten Bezugspotentials -V_ des Knotens A
auf den Zellenkondensator C über, wodurch die Spannung am Knoten A um einen kleinen Betrag absinkt. Das ist in stark
übertriebener Darstellung durch den Pfeil &V in Phase B der
Fig. 2F angedeutet. Wegen der sehr kleinen Werte der Zellenkapazitäten
CL-, die in Random-Speichern dieser Art verwendet werden (z.B. 0,4 pF) nimmt die Spannung am Knotenpunkt A in
Wirklichkeit nur um einige Millivolt ab, wenn dieser Knotenpunkt mit einem Zellenkondensator C„ verbunden wird, der auf
dem Speicherpotential null Volt liegt.
Durch den geringen Abfall der Knotenspannung A wird der Widerstand
des Eingangstransistors Q, gegenüber demjenigen von Q,
erhöht. Infolgedessen steigt die Spannung am inneren Knoten C im Vergleich zum Knoten D und dieser differentielle Spannungsanstieg
reicht aus, um den Flipflop-Transistor Q* zu öffnen und den Flipflop-Transistor Q3 zu sperren. Dadurch steigt die
Spannung am Knotenpunkt C nahezu auf das Ladepotential -Vp
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und die Spannung am Knoten D fällt nahezu auf Erdpotential ab, da Knotenpunkt D sich nunmehr über den geöffneten Transistor
Q4 entladen kann. Dies ist in Fig. 2D und 2E für die Abtastphase
B zwischen den Zeitpunkten t, und t2 dargestellt. Somit
ist kurz nach dem Zeitpunkt t, eine Ladung des Zellenkondensators C von null Volt abgetastet und zum Knotenpunkt D übertragen
worden; dort kann sie auf Wunsch mittels des Schreib-Lesegliedes 20 abgelesen werden.
Bekanntlich kann sich bei dieser Art von RaiSom-Speichern eine
anfangs in einem Zellenkondensator gespeicherte Ladung von nahezu null Volt mit der Zeit infolge von Störeinflüssen der
einen oder anderen Art zu einer geringen Ladung aufbauen. Auf alle Fälle ist jedoch diese kleine Falschladung wesentlich
geringer als das Bezugspotential ~VR. Die Differentialtransistoren
Q,, Q2 des Verstärkers 10 tasten alle Zellenspannungen
ab, die kleiner als -V-. sind, d.h. eine absolute
Untergrenze des Potentials unterschreiten, und verwandeln sie in ein Ausgangssignal am Knotenpunkt D, das dem Wert 0
(Erdpotential) besser entspricht. Dieses Potential wird später wieder in die Zelle eingegeben und gleicht so kleine Störladungen
der Zelle aus. Diese Regenerierung der Zellenladung findet beispielsweise alle zwei Millisekunden statt und dient
zur Verhinderung des Datenverlustes.
Die Ablesung geschieht, wie erwähnt, durch Abtasten der Spannung am Knotenpunkt D in irgendeinem Zeitpunkt nach dem Kippvorgang
des Flipflops 30, also in irgendeinem Zeitpunkt kurz nach t, bis kurz vor dem Zyklusende (t'). Der Schreib-Lese-Jcreis
kann entweder wie dargestellt mit dem Knotenpunkt D oder auch mit dem Knotenpunkt C verbunden sein; im letzteren
Falle ist die Polarität gegenüber der Speicherung im Zellenkondensator C-. umgekehrt.
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In Fig. 1 stellt die Kapazität C am Knotenpunkt A die verteilte
Lastkapazität dieses Knotens dar, hauptsächlich die inneren Gate-Drain-Kapazitäten und Drain-Substrat-Kapazitäten
der Speicherzellentransistoren ζλ. , , 0,r n usw. Die am Knoten-
χ — JL χ — £
punkt B angeschlossene Kapazität C„ ist eine Speicherkapazität.
Es ist hier nicht erforderlich, daß Cc gleich CT oder sonst
fa Jj
in irgend einer Weise damit verknüpft ist.
Um den Zellenkondensator C». in einem nachfolgenden Zykluszeitpunkt
t2 aufzufrischen, wird ein Auffrischungstransistor Q8
von einem Auffrischungspuls 0„ (Fig. 2C) leitend gemacht.
Dadurch wird der innere Knotenpunkt D in der Phase C des Arbeitszyklus mit dem äußeren Knoten A verbunden. Im Beispiel
des Zyklus I, in dem eine Ladung von null Volt aufgefrischt werden soll, hatte der Knotenpunkt D in der Phase B das Potential
von null Volt angenommen. In der Auffrischungsphase entladen sich also der Knoten A und der damit verbundene
Zellenkondensator CM über die durchlässigen Transistoren Qß
und Q4 zu Erde G, so daß die ursprünglich im Zellenkondensator
gespeicherte Ladung Null wieder hergestellt wird (Fig. 2H). Die einzige Forderung an den Auffrischungspuls 0_ besteht
darin, daß ffiine Vorderfront nach der Hinterfront des Pulses 0, auftritt; in der Praxis kann 0R aus einem verzögerten
Puls 0, bestehen.
Am Ende des Zyklus I im Zeitpunkt t1 fährt der Auffrischungspuls 0_. auf Erdpotential zurück (Fig. 8C), wodurch Knotenpunkt
A wieder vom Knotenpunkt D getrennt wird, während gleichzeitig die aufgerufene Y-Leitung (z.B. Y.) auf Erdpotential
zurückkehrt(Fig. 8B), so daß der Zellentransistor Q„ gesperrt
wird und den Speicherzellenkondensator C„ vom Knotenpunkt A
trennt. Seine Ladung hat nun wieder der Wert Null angenommen. Im Zeitpunkt t' ist der Auffrischungsvorgang beendet und
der Verstärker 10 steht für die nächste Betätigung bereit.
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In Zyklus II, der rechts in Fig. 2 dargestellt ist, soll die
in einem anderen Zellenkondensator C gespeicherte Ladung 1 abgetastet und dann regeneriert werden. In diesem Falle ist
die Vorbereitungsphase H-A genau die gleiche, wie es oben in Zyklus I beschrieben wurde. Zu Beginn der Phase II im Zeitpunkt
t' wird der Taktpuls 0, wieder negativ und öffnet die Kurzschlußtransistoren Q^, Q, und Q-. Dadurch wird die am
Ende des Zyklus I am Knotenpunkt C verbleibende Laduna -V"c
mit den Knotenpunkten A, D und B geteilt, so daß alle vier Knotenpunkte vor dem Zeitpunkt t1, das mittlere Bezugspotential
-Vn annehmen (Fig. 2D, E, F und G).
Im Zeitpunkt t1, kehrt Taktpuls 0, auf Erdpotential zurück
und trennt die Knotenpunkte A,B, C, D, wieder voneinander.
Damit ist Verstärker 10 für den nächsten Abtastvorgang vorbereitet.
Dieser beginnt im Zeitpunkt t1, , wenn eine ausgewählte
Y-Leitung Y,, Y2 usw. wie im Zyklus I erregt wird, um
den betreffenden Speicherzellenkondensator C,, mit dem Knotenpunkt A zu verbinden (Fig. 2B). In diesem Zyklus II soll der
gewählte Beilenkondensator C„ eine Ladung gespeichert haben,
die der maximalen Zellenladung -V„ nahekommt, also eine binäre
Eins darstellt. Die Zellenladung -V soll einer Spannung entsprechen,
die der Ladespannung -Vp nahekommt und im vorliegenden
Beispiel -4 Volt beträgt. Jedenfalls muß die Zellenspannung -VM etwas größer (hier stärker negativ) als die Bezugsspannung
-V sein, damit die Eingangstransistoren Q,, Q2
den Unterschied zwischen -VM und -VR feststellen und dadurch
das Flipflop 30 in die Gegenrichtung kippen können.
Wenn im Zeitpunkt t1, ein geladener Zellenkondensator C„ mit
dem Knotenpunkt A verbunden wird, bewirkt die höhere (stärker negative) Zellenspannung -V eine Erhöhung der am Knotenpunkt A
liegenden Bezugsspannung -V um einen cpringen Betrag, der in
Fig. 2F mit -AV bezeichnet ist und im allgemeinen bei einem
Random-Speicher der betrachteten Art in der Größenordnung einiger Millivolt liegt. Diese Spannungserhöhung bewirkt über
das Gate des Transistors Q, eine erhöhte Leitfähigkeit desselben im Vergleich zu Q~, wodurch das Potential am Knoten-
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punkt D gegenüber demjenigen am Knotenpunkt C erhöht und das Flipflop 30 in die Gegenrichtung gekippt wird. In diesem
Falle wird der Flipflop-Transistor O3 leitend, so daß der
Knotenpunkt C über O3 zu Erde G abgeleitet wird, während der
Transistor 0. gesperrt wird. Das Potential am Knotenpunkt D steigt daraufhin nahezu auf das Ladepotential ~V„, wie Fig. 2E
zeigt.
Bekanntlich sinkt die maximale Zellenladung -V infolge verschiedener
Kopplungs- und Fehlströme mit der Zeit ab. Die Differentialverstärker Q,, Q~ sprechen aber auch noch auf eine
Zellenladung an, die niedriger als -V.,, jedoch größer (stärker negativ) als die mittlere Spannung -V„ ist, und tasten sie
in diesem Beispiel als eine Eins ab, d.h. einen geladenen Zellenkondensator. Der Verstärker 10 gibt später eine Spannung
ab, die den vollen Ladungsbetrag -VM in die Zelle setzt, so
daß das gespeicherte Signal regeneriert wird. Selbstverständlich muß die Auffrischung so oft erfolgen, daß dazwischen die Ladung
nicht unter die Empfindlichkeitsschwelle der Differentialtransistoren
Q1, Q2 absinkt.
Kurze Zeit nach dem Zeitpunkt t' -, ist der Abtastvorgang beendet
und das Ausgangssignal des Verstärkers bei D hat den Wert -Vc angenommen, das eine binäre Eins als Ladung des
Zellenkondensators M anzeigt. Diese Eins kann mittels des Schreib-Lese-Gliedes 20 vom Knotenpunkt D abgelesen werden.
Um die Ladung des Zellenkondensators C zu regenerieren, wird im Zykluszeitpunkt t1, der Auffrischungstransistor QR wieder
betätigt, um Knotenpunkt A mit Knotenpunkt D zu verbinden. In diesem Falle wird das Ausgangssignal -V_ am Knotenpunkt D
über Knotenpunkt A in den Zellenkondensator CM gesetzt, so
daß dieser wieder die gewünschte maximale Zellenspannung -V„
erhält, die einen vorbestimmten Bruchteil der Ladespannung -V_ darstellt und vorzugsweise dieser nahekommt. Im obigen
Beispiel ist -Vc etwa -5 Volt, was eine Zellenladung von etwa
-4 Volt ergibt (Fig. 21).
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Wenn ein neues Signal in die Zelle eingeschrieben werden soll, wird dieses über den Schreibverstärker 22 dem Knotenpunkt D
zugeführt. Zum Eingeben einer Null wird ein auf Erdpotential befindliches Eingangssignal im Zeitpunkt fc. über den Schreibverstärker
22 und den X-Decodierer Qv an den Punkt D gelegt, wodurch die Wirkung einer vorherigen Ladung des Zellenkondensators
CM aufgehoben wird. In diesem Falle schaltet Flipflop-Transistor
Qt ab und Transistor Q. wird alsbald leitend, so daß die neue Null am Knoten D gespeichert und später in
der Auffrischungsphase im Zeitpunkt t2 über Qg der ausgewählten
Zelle 12 übermittelt wird. Ebenso wird zur Eingabe einer Eins ein kräftiges Dateneingangssignal -V kurzzeitig im Zeitpunkt
t, an den Knotenpunkt D angelegt, wodurch Q., geöffnet und
Q, gesperrt wird. Dadurch wird ein Signal -V am Knotenpunkt D
gespeichert und im Zeitpunkt t2 in die gewählte Speicherzelle
12 eingegeben.
Wie aus der obigen Beschreibung ersichtlich ist, arbeiten die Transistoren Q, - Q. als binärer Differentialverstärker, der
schon eine kleine Potentialdifferenz zwischen den äußeren Knotenpunkten A und B feststellt, wenn in der Abtastphase
eines Zyklus ein Zellenkondensator C.. mit dem Knotenpunkt A verbunden wird. Durch diese Differenz wird das Gleichgewicht
der Differentialtransistoren Q, und Q2 verschoben und die
Flipflop-Transistoren Q3 und Q. antworten auf diese Gleichgewicht
sverSchiebung (differentielle Leitfähigkeit von Q, und Q2)
durch Erzeugung einer binären Ausgangsspannung am Knotenpunkt
D, die vom Richtungssinn der Potentialdifferenz zwischen den Knotenpunkten A und B abhängt. So stellt die binäre Ausgangsspannung
des Flipflops 30 an der Stelle D ein verstärktes Bild der vorherigen Ladung des Zellenkondensators CL. dar und
kann auf diesen Kondensator gekoppelt werden, um dessen Ausgangszustand zu regenerieren.
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Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Differentialverstärkers
in verallgemeinerter Darstellung. Diese Differentialverstärkerschaltung ist mit 40 bezeichnet. Die Elemente Q., Q„
und 30, die Knotenpunkte A-D, der Taktpuls 0, und die Spannungen V- und V stimmen im wesentlichen mit Fig. 1 überein.
Die Vorzeichen der Eingangsspannungen VR, V usw. sind hier
weggelassen, da beispielsweisevPeldeffekttransistoren vom
N-Typ auch positive Eingangsspannungen verwendet werden können.
Zur Vorbereitung des Bezugspotentials VR an den Knotenpunkten
A und B sind hier zwei Tortransistoren Q„, O1n vorgesehen, die
so eingestellt werden, daß die Eingangstransistoren Q, und Q2
abgeglichen sind und teilweise leitend werden. Sie wirken dann also als veränderliche Widerstände, deren Leitfähigkeit im
Bereich V_ + Λ V eine Funktion der an ihr Gate angelegten
Xv "
Steuerspannung ist. Allgemein gesagt bilden die Transistoren Qg ein Vorbereitungsglied 41 zur Festlegung des Anfangspotentials an den Knotenpunkten A und B in Übereinstimmung mit
dem Bezugspotential V . In Fig. 1 besteht dieses Vorbereitungsglied
aus den Kurzschlußtransistoren Q5, Q6, Q7, die in der
oben beschriebenen Weise das vorbereitende Bezugspotential an den Knotenpunkten A und B mit einem Wert erzeugen, der ungefähr
halb so groß wie V ist. Allgemein kann VR jede beliebige
intern oder extern erzeugte Spannung sein, die das gewünschte Ausgangspotential VR festlegen kann.
In Fig. 3 dienen zwei weitere Transistoren Q,, und Q,- während
der Vorbereitungsphase zum Potentialausgleich der inneren FlipfLop-Knotenpunkte
C und D bei einer mittleren Spannung V , die in der Praxis jeder beliebige Wert zwischen null Volt und V_, sein
kann. Die Transistoren Q,, und Q12 bilden also ein Voreinstellglied
42 zur Voreinstellung der Spannung an den Knotenpunkten C und D auf einen Anfangswert V . In Fig.l besteht diesesVoreinstellglied
42 aus dem Kurzschlußtränsistor Q-; dadurch wird
erreicht, daß die Anfangsspannung V an den Knotenpunkten C
und D mit dem Bezugspotential VR an den Knotenpunkten A und B
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übereinstimmt. V kann aber ebenso gut höher oder niedriger
als V„ sein, ohne daß die Arbeitsweise der Schaltung darunter
κ.
leidet. So ist z.B. in Fig. 3 der US-PS 3 838 404 eine Schaltung dargestellt, um die beiden Knotenpunkte C und D
auf Erdpotential abzugleichen; diese Schaltung würde auch hier gut arbeiten. Andererseits liegen bei den Ausführungsformen der nachstehend zu beschreibenden Figuren 4-6 beide
Knotenpunkte eingangs auf V^. In all diesen Fällen kippt
das Flipflop 3O beim Auftreten einer Leitfähigkeitsdifferenz
der Eingangstransistoren 0, und Q2 in der einen oder anderen
Richtung, wie es oben beschrieben wurde. In Fig. 3 ist das Flipflop 30 nur als Rechteck gezeichnet, da es auf die spezielle
Ausführungsform desselben nicht ankommt.
Kurz zusammengefaßt arbeitet der Differentialverstärker 40 in
Fig. 3 folgendermaßen.
1. Zwischen den Zeitpunkten t_ und t., eines Zyklus in Fig. 2
werden die Knotenpunkte A und B mittels des Vorbereitungsgliedes 41 auf dasselbe Bezugspotential V„ voreingestellt
und die Knotenpunkte C und D werden mittels des Voreinstellgliedes
42 auf ein beliebiges Anfangspotential V gebracht.
2. Im Zeitpunkt t, werden die Knotenpunkte A, B, C, und D voneinander
getrennt und die Schaltung ist nun abgeglichen.
3. In oder nach dem Zeitpunkt t, wird eine unbekannte oder veränderliche Eingangsspannung νχ an den Knotenpunkt A (oder
auch Knotenpunkt B) angelegt. Wenn νχ von VR um ±fcV abweicht,
wird das Flipflop 30 aus dem Gleichgewicht gebracht und erzeugt eine binäre Ausgangsspannung V am Knotenpunkt D
(oder C) mit einem von zwei Niveaus, das durch die Abweichungsrichtung Av (plus oder minus) bestimmt ist.
6 0 9838/0628
Im Beispiel der Fig. 3 ist ein Glied 43 in allgemeiner Form zur Ausführung des obigen Schrittes 3. dargesEllt, das zum
Anlegen der unbekannten Spannung V an den Knotenpunkt A im Zykluszeitpunkt t. dient. Hierzu enthält das Glied 43 eine
Torschaltung, z.B. einen Transistor Q13/ der in Fig. 1 dem
jeweils ausgewählten Zellentransistor O entspricht. Der Transistor Q13 wird von einem Taktpuls 02 geöffnet, der der
Erregung einer ausgewählten Y-Leitung in Fig. 1 und 2B entspricht, um die veränderliche Eingangsspannung V in oder
nach dem Zeitpunkt t. an den Knoten A anzulegen.
In einem Random-Speicher entsprechendFig. 1 entspricht die
veränderliche Eingangsspannung V der Zellenspannung, die
stets absolut genommen entweder höher (V,.) oder niedriger (Erdpotential) als das Bezugspotential VR ist, denn V ist, wie
oben beschrieben, so gewählt, daß es zwischen den beiden möglichen Werten von νχ liegt.
Natürlich kann die abzutastende Spannung V„ ebensogut an
den Knotenpunkt B angelegt werden und die Ausgangsspannung V kann wahlweise von einem der Knotenpunkte C oder D abgenommen
werden. Wenn das Eingangssignal bei A und das Ausgangεsignal
bei C abgenommen wird, ergibt sich gleichzeitig eine Polaritätsumkehr
bzw. Negation.
Die beschriebene Schaltung kann grundsätzlich überall verwendet werden, wo eine unbekannte oder veränderliche Spannung
V„ = V_ i Δ V mit einem Bezugspotential V_ verglichen werden
soll, um eine binäre Ausgangsspannung V zu gewinnen, deren
beide möglichen Niveaus durch das Vorzeichen von Δ V bestimmt werden. Besonders vorteilhaft ist die Schaltung in Random-Speichern
der eingangs beschriebenen Art. In diesem Falle ist Vv die in einem Zellenkondensator gespeicherte binäre Ladung
und der Wert von &V ist sehr klein im Vergleich zu V-,, beispielsweise
in der Größenordnung einiger Millivolt, wenn V„
etwa -2,5 Volt und Vc etwa -5 Volt ist.
B09838/Q628
Der beschriebene Differentialverstärker ist empfindlicher für
kleine Spannungsdifferenzen als die abgeglichenen Lastkondensatoren gemäß der US-PS 3 838 404, so daß kleinere Zellenkapazitäten
(vorzugsweise HaIbleiterkapazitäten) hergestellt
werden können. Auch wird durch die Verwendung der Differentialtransistoren
Q,, Q~ die Bedingung überflüssig, daß zwei Lastkapazitäten
(entsprechend CL und C in Fig. 1) einen identischen Wert haben müssen. Im vorliegenden Falle wird auch bei
ungleichen Kapazitäten das identische Bezugspotential Vn an
beide Knotenpunkte angelegt.
Diese Befreiung von der Notwendigkeit, die beiden Lastkapazitäten C und C abzugleichen» führt zu weiteren wichtigen
Vorteilen hinsichtlich Aufbau und Herstellung der Schaltungsanordnung. Ein Vorteil dieses Systems besteht darin, daß
leicht ein "einseitiger" Random-Speicher gebaut werden kann, bei dem alle Speicherzellen 12 gemeinsam in einem einzigen
Abschnitt des Chips links vom Auffrischungsverstärker 10 in Fig. 1 untergebracht werden können und' nicht wie bisher in
zwei Hälften beiderseits des Verstärkers 10 aufgeteilt werden müssen, um die Lastkapazitäten gleichmäßig zu verteilen. Dadurch
werden Entwurf und Herstellung derartiger Speicher erheblich vereinfacht.
Bei den bekannten Schaltungsanordnungen dieser Art war es infolge von FabrikationsSchwankungen kaum möglich, genaue
Voraussagen über die Endwerte der Lastkapazitäten zu machen. Die Absolutwerte waren nicht wichtig, aber sie mußten so genau
wie irgend möglich übereinstimmen. Der einzig praktisch durchführbare Weg hierzu bestand darin, zwei identische Zellengruppen
gleichzeitig herzustellen, wobei man erwarten konnte, daß die Herstellungsbedingungen normalerweise zur Ausbildung
derselben Gesamtlastkapazität auf beiden Seiten führen würde.
609838/0628
Wenn man aber versuchte, einen einseitigen Fandom-Speicher
nach diesem Verfahren herzustellen und z.B. den einen Lastkondensator (entsprechend C) als diskreten Oxidkondensator
auszubilden, konnte der präzise Wert unmöglich vor Fertigstellung des Chips vorausgesagt werden, weshalb die beiden
Kapazitäten nicht ohne weiteres abgeglichen werden konnten. Dieser Machteil ist durch den hier beschriebenen Differentialverstärker
behoben.
Fig. 4 zeigt ein einfaches Voreinstellglied zur Einstellung des Anfangspotentials an den Knotenpunkten C und D auf einen
Wert V.J., der nahezu gleich -V_ ist. Der Kurzschlußtransistor
O7 aus Fig. 1 ist hier weggelassen und statt dessen ein
Transistor Q, » vorgesehen, der zwischen den an eine gemeinsame Klemme geführten Source-Elektroden der Flipflop-Transistoren
Q3, 0. und Erdpotential G liegt. Das Gate von 0,. ist an
einem Taktpuls 0, angeschlossen, der das Spiegelbild des Taktpulses. 0, darstellt, so daß Q,. in der Vorbereitungsphase
jedes Zyklus (t_ ~ t, in Fig. 2) gesperrt wird. Dadurch laden
sich die Knotenpunkte C und D gleichmäßig auf eine Spannung auf, die der Spannung -Vp nahekommt, und beide Flipflop-Transistoren
Q3 und Q. sind zu Beginn der Abtastphase in durchlässigem
Zustand.
Im Zeitpunkt t, kehrt ^, nach -V zurück, so daß Q,4 geöffnet
wird und die Source-Elektroden von O, und Q4 während der Abtast-
und Auffrischungsphase (t, - t1 ) erdet. Die Eingangstransistoren Q, und Q2 können also in der oben beschriebenen
Weise während der Abtastphase einen der beiden Flipflop-Transistoren Q3 und Q4 sperren.
Eine weitere Voreinstellmöglichkeit für die Knotenpunkte C und D ist in Fig. 5 dargestellt. Hier sind Transistoren Q,,-
und QZ- parallel zu den Lastwiderständen E, und R2 in Fig. 1
609838/0628
geschaltet und werden in der Phase A der Fig. 2 von dem Taktpuls 0, leitend gemacht. Dadurch werden die beiden Knotenpunkte
C und D in der Vorbereitungsphase nahezu auf das Potential -V-, aufgeladen. In diesem Beispiel ist der Widerstand
von Q, c und Q g im geöffneten Zustand weit geringer
als derjenige der Lastwiderstände R. und R„,z.B. im Verhältnis
1:10.
Eine v/eitere Voreinstellmöglichkeit für die Knotenpunkte C
und D ist in Fig. 6 dargestellt. Hier dient der Taktpuls 0, selbst zeitweise als Erdung für die Source-Elektroden von
0-. und O4 · In der Vorbereitungsphase ist der Puls 01 negativ
(siehe Fig. 2), so daß die Knotenpunkte C und D sich anfänglich auf eine Spannung V1 aufladen können, die dem Potential
-V_ nahekommt. In der Abtast- und Auffrischungsphase jedes
Zyklus hat die Pulsspannung 0.. den Wert 0, die Pulsleitung
ist also geerdet. Diese Erdung dient als Bezugspotential G gemäß Fig. 1.
Fig. 7 zeigt eine andere Schaltung zur Vorbereitung des Bezugspotentials
VR an den Knotenpunkten A und B. Das Eezugspotential wird hier als vorbestimmter Bruchteil einer äußeren
Spannung -V1 abgeleitet; diese kann mit -V„ übereinstimmen,
also im obigen Beispiel etwa -5 Volt betragen. Die Spannung -V, wird über einen Lastwiderstand R_, der wie F, und R»
in Fig. 1 ausgebildet sein kann, an einen Knotenpunkt E angelegt. Drain- und Gate-Elektrode eines Transistors Q,- sind an
dem Knotenpunkt E angeschlossen; seine Source-Elektrode ist geerdet. Die Bchwellenspannung von O17 ist gerade unterhalb
des gewünschten Wertes von V eingestellt, so daß Q17 als
Nebenschluß für -V1 wirkt und den gewünschten Wert Vn am Knoten-
JL K.
punkt E ein für alle mal festlegt. Das Potential Vn wird während
des Taktpulses 0-, über die Transistoren Qg und O10an die Knotenpunkte
A und B angelegt, wie es anhand der Fig. 3 beschrieben wurde.
B 0 9 B 3 R / Γ) f) 2 8
Allgemein gesprochen stellen Q- und R3 Serienwiderstände R4
und R_ dar, die einen Spannungsteiler bilden, an dessen Abgriff E die gewünschte Spannung VR abgegriffen werden kann.
R3 oder R4 oder beide können als Feldeffekttransistoren ausgebildet
sein.
609838/0628
Claims (4)
- PatentansprücheSchaltkreis zum Abtasten und Auffrischen der Zellen eines Haltleiterspeichers oder dgl. mit zwei Klemmen, von deren Potentialdifferenz die erzeugte Schaltspannung abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß mit den beiden Klemmen (A, B) die Gate-Elektroden zweier identischer Feldeffekttransistoren (Q-if Q5) verbunden sind, daß mittels eines Vorbereitungsgliedes (41) ein identisches vorbereitendes Bezugspotential (VR) an beide Klemmen angelegt werden kann, wodurch die beiden Feldeffekttransistoren teilweise leitend gemacht werden, und daß eine vom Leitfähigkeitsunterschied der beiden Feldeffekttransistoren gesteuerte Kippstufe (30) eine vom Niveau der abgetasteten Spannung abhängige Schaltspannung (VQ) erzeugt.
- 2. Schaltkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Klemme (A) mit mindestens einer Speicherzelle (12) verbunden werden kann, die einen Kondensator (C ) zur selektiven Speicherung von Ladungen enthält, die zwei verschiedenen Spannungsniveaus entsprechen, und daß das vom Vorbereitungsglied (41, Fig. 3) gelieferte Bezugspotential (VR) etwa in der Mitte zwischen den beiden Spannungsniveaus (V0, V) des Speicherkondensators liegt.609838/0628
- 3. Schaltkreis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippstufe (3O) so ausgebildet ist, daß ihre beiden Ausgangsspannungsniveaus den Spannungsniveaus der Speicherzelle entsprechen, und daß ein Kopplungsglied (Qq, 0r) von der Ausgangsklemme (D) der Kippstufe zur Eingangsklemme (A) vorgesehen ist, über das ggf. die vorher im Speicherkondensator (C ) gespeicherte Ladung aufgefrischt werden kann.
- 4. Speicher wahlfreiem Zugriffs, gekennzeichnet durch einen Schaltkreis nach Anspruch 2 oder 3, worin eine Mehrzahl von Speicherzellen (12) mit je einem Speicherkondensator (C ,, C2' ···) über selektive Kopplungsglieder (Y,, Y„) mit der einen Klemme (A) des Abtast- und Auffrischungsschaltkreises (10) verbunden werden kann.609838/0628Leerseite
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