Die Erfindung betrifft eine Datenleitungs-Potentialeinstellschaltung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1,
insbesondere eine derartige Schaltung für MIS-Speicher, die
aus jeweils ein Flip-Flop enthaltenden Speicherzellen aufgebaut
sind.
Bei einer MIS-Speicheranordnung zur Lieferung von zu schreibenden
Datensignalen, die von einer Schreibschaltung erzeugt
werden, durch ein Paar von gemeinsamen Datenleitungen an eine
ausgewählte Speicherzelle einer Vielzahl von Speicherzellen
und zur Zuführung von auszulesenden Datensignalen, die dann
von der ausgewählten Speicherzelle erzeugt werden, durch die
gemeinsamen Datenleitungen an eine Ausleseschaltung existiert
eine relativ hohe parasitäre oder Streukapazität in den paarweise
angeordneten gemeinsamen Datenleitungen, so daß die
Signale mit einem Pegel, der den vorhergehenden Datensignalen
entspricht, in den paarweise angeordneten gemeinsamen Datenleitungen
gehalten werden.
Die bei der Leseoperation ausgewählte Speicherzelle
schafft ein derartiges Potential in den paarweise angeordneten
gemeinsamen Datenleitungen, das den darin gespeicherten Datensignalen
entspricht. Eine Speicherzelle hat jedoch üblicherweise
eine verringerte Antriebskapazität für eine kapazitive
Last, da eine integrierte Schaltung aus Halbleiterbauelementen
wegen der hohen Integration und des niedrigen Energieverbrauchs
in ihrer Größe reduziert ist.
Wenn es daher erforderlich ist, daß das in den gemeinsamen
Datenleitungen auf einem Pegel gehaltene Potential von
einer Speicherzelle auf einen anderen Pegel beträchtlich
geändert wird, z. B. dann, wenn die Datensignale in eine andere
Speicherzelle eingeschrieben und dann aus der erwähnten
einen Speicherzelle ausgelesen werden, ist eine relativ lange
Zeit erforderlich. Infolgedessen wird die Zeit zum Auslesen
der Datensignale lang.
Aus 1976 IEEE International Solid-State Circuits Conference,
Digest of Technical Papers, Seiten 136 und 137, ist eine
Schaltung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt,
bei der zur Erzielung einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit ein
Potentialausgleich zwischen den beiden Datenleitungen auf ein
mittleres Potential erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Datenleitungs-Potentialeinstellschaltung
der in Rede stehenden Art anzugeben, mit der sich
eine weitere Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit und damit Reduzierung
der Speicherzugriffszeit erzielen läßt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichenteil
des Anspruchs 1 angegeben.
Erfindungsgemäß erfolgt also der Potentialausgleich zwischen
den Datenleitungen durch Einstellung des gemeinsamen Pegels
auf den der Versorgungsspannung und damit auf denjenigen
Grundwert, von dem aus die beiden Datenleitungen im Schreib-
bzw. Lesebetrieb entsprechend den Signalen erhöht bzw. erniedrigt
werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung
von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in,
Fig. 1 ein Blockschaltbild zur Erläuterung einer MIS-Speicheranordnung
unter Verwendung einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform einer Datenleitungs-Potentialeinstellschaltung,
Fig. 2 eine schematische Schaltungsanordnung zur Erläuterung
des Blockes 6 in Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Schaltungsanordnung zur Erläuterung
des Blockes 7 in Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Schaltungsanordnung zur Erläuterung
des Blockes 13 in Fig. 1,
Fig. 5 ein Wellenformdiagramm zur Erläuterung der Betriebssignale
der MIS-Speicheranordnung nach Fig. 1,
Fig. 6A bis 6F, Fig. 7 und Fig. 8 schematische Schaltungsanordnungen
zur Erläuterung von
Ausführungsformen von Datenleitungs-Potentialeinstellschaltungen,
Fig. 9 eine schematische Schaltungsanordnung zur Erläuterung
einer Vorspannungs-Generatorschaltung und in
Fig. 10 ein Diagramm zur Erläuterung der charakteristischen
Betriebskurven eines MISFET.
Gemäß Fig. 1 sind die paarweise angeordneten,
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ an eine Datenleitungspotential-Einstellschaltung
angeschlossen, die aus
einer ersten Schaltung 9a, die die in den Patentansprüchen
genannte erste Schalteinrichtung 9′
und die zweite Schalteinrichtung 9″
enthält, und einer zweiten Schaltung 12, die in den Patentansprüchen
als dritte Schalteinrichtung
bezeichnet ist,
den paarweise angeordneten Ausgangsklemmen der Schreibschaltung
6 sowie den paarweise angeordneten Eingangsklemmen
einer Ausleseschaltung 7 besteht.
Obwohl nicht darauf beschränkt, sind der Eingang der
Schreibschaltung 6 und der Ausgang der Auslegeschaltung 7
an einen einzigen Eingabe/Ausgabe-Anschluß I/O angeschlossen.
Die Schreibschaltung 6 besteht, wie in Fig. 2 dargestellt,
aus: einer ersten Inverterschaltung als Eingangspuffer
mit denn MISFETs Q₁₂₀ und Q₁₂₁; zweiten und dritten
Inverterschaltungen zur Wellenformausbildung mit den MISFETs
Q₁₂₃ und Q₁₂₄ bzw. Q₁₂₅ und Q₁₂₆; vierten und fünften Inverterschaltungen
zur Wellenformausbildung mit den MISFETs
Q₁₂₇ und Q₁₂₈ bzw. Q₁₂₉ und Q₁₃₀; einem ersten Gegentaktverstärker
mit den MISFETs Q₁₃₁ und Q₁₃₂; einem zweiten
Gegentaktverstärker mit den MISFETs Q₁₃₃ und Q₁₃₄; den
MISFETs Q₁₃₅ und Q₁₃₆ zur Eingangsdatenumschaltung, die
zwischen die Ausgänge der ersten und zweiten Gegentaktverstärker
und die gemeinsame CD₀ bzw. CD₁ geschaltet
sind; sowie den MISFETs Q₁₃₇ bis Q₁₄₀, die als Leistungsschalter
arbeiten.
Die als Leistungsschalter arbeitenden MISFETs Q₁₃₇
bis Q₁₃₉ werden an ihren Gate-Elektroden mit Steuersignalen
über einen Anschluß CSX versorgt, während der MISFET Q₁₄₀
an seiner Gate-Elektrode mit Steuersignalen über einen
Anschluß WED versorgt wird.
Die oben erwähnten entsprechenden Steuersignale
sowie die anderen Steuersignale, die im folgenden näher
erläutert sind, werden von nicht dargestellten Steuerschaltungen
zugeführt, die in die MIS-Speicheranordnung
eingebaut sind, welche die Chipwählsignale von außen durch
einen nicht dargestellten Anschluß und die Schreibsteuersignale
von außen durch einen nicht dargestellten
Anschluß empfängt.
Der Zeitablauf der entsprechenden Steuersignale
ist in den Fig. 5A bis 5J dargestellt.
Wie in Fig. 5B dargestellt, sind die Chipwählsignale
am Anschluß so ausgelegt, daß sie den Chipnichtwählzustand
durch ihren hohen Pegel H und den Chipwählzustand
durch ihren niedrigen Pegel L vorgeben.
Wie in Fig. 5F dargestellt, sind die Schreibsteuersignale
an Anschluß so ausgelegt, daß sie die Leseoperation
durch ihren hohen Pegel H und die Schreiboperation
durch ihren niedrigen Pegel L vorgeben.
Ein Anschluß wird, wie in Fig. 5C dargestellt,
von der oben erwähnten Steuerschaltung mit Steuersignalen
versorgt, die mit den Chipwählsignalen in Phase sind,
wobei sie gegenüber diesen eine leichte Zeitverzögerung
besitzen.
Ein Anschluß CSA2 wird, wie in Fig. 5D dargestellt,
von der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, die
in Gegenphase zu den Signalen am Anschluß sind, während
sie eine leichte Zeitverzögerung gegenüber diesen besitzen.
Wie in Fig. 5E dargestellt, wird ein Anschluß CSX
von der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, die
in Phase mit den Signalen am Anschluß CSA2 sind, wobei sie
eine leichte Zeitverzögerung gegenüber diesen haben.
Wie in Fig. 5G dargestellt, wird ein Anschluß WE′
von der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, die
in Abhängigkeit vom niedrigen Pegel der Schreibsteuersignale
nur dann auf den hohen Pegel angehoben werden, wenn die
Chipwählsignale auf dem niedrigen Pegel sind.
Wie in Fig. 5H dargestellt, wird ein Anschluß WED
von der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, deren
Anstiegzeit gegenüber der der Signale am Anschluß WE′
leicht verzögert ist und deren Abschaltzeit im wesentlichen
mit der dieser Signale zusammenfällt.
Wie in Fig. 5I dargestellt, wird ein Anschluß
von der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, die
in Gegenphase zu den Signalen am Anschluß WED sind und die
mit einer leichten Zeitverzögerung gegenüber diesen variabel
sind.
Wie in Fig. 5J dargestellt, wird ein Anschluß WE1 von
der Steuerschaltung mit Steuersignalen versorgt, die in
Gegenphase zu den Steuersignalen am Anschluß sind und
die mit einer leichten Zeitverzögerung gegenüber diesen
variabel sind.
Wenn die Schreibsteuersignale auf den hohen Pegel angehoben
werden, während sich die Chipwählsignale auf dem niedrigen
Pegel befinden, liefert infolgedessen die in Fig. 2
dargestellte Schreibschaltung 6 die Differentialsignale
entsprechend den Datensignalen an den Eingabe/Ausgabe-Anschluß
I/O an die gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁
über die Datenumschaltungs-MISFETs Q₁₃₅ und Q₁₃₆. Mit
anderen Worten, wenn das Potential an dem Eingabe/Ausgabe-Anschluß
I/O durch die Schreibschaltung 6 auf den hohen
Pegel angehoben wird, so wird die eine gemeinsame Datenleitung
CD₀ mit ihrem Potential auf den niedrigen Pegel
heruntergeschaltet, während die andere gemeinsame Datenleitung
CD₁ mit ihrem Potential auf den hohen Pegel angehoben
wird.
Obwohl die neuartige Schaltung keinesfalls darauf
beschränkt ist, ist die erwähnte Schreibschaltung 6 so
ausgelegt, daß bei einer Versorgungsspannung VCC mit einem
Potential von +4,5 Volt das Potential von einer der gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ auf einen hohen Pegel von
3,8 Volt angehoben und das Potential der anderen gemeinsamen
Datenleitung auf einen niedrigen Pegel von 0,3 Volt
abgesenkt wird.
Die Ausleseschaltung 7, die in Fig. 3 dargestellt ist,
besteht aus: einem ersten Differentialverstärker, bestehend
aus den MISFETs Q₁₄₁ bis Q₁₄₄ sowie Q₁₄₇ und Q₁₆₅; einem
ersten Kompensator, bestehend aus den MISFETs Q₁₄₅, Q₁₄₆
und Q₁₆₆, um den Ausgangssignalpegel des ersten Differentialverstärkers
abzutasten und diesen auf den richtigen Pegel zu
bringen; einem zweiten Differentialverstärker, bestehend
aus den MISFETs Q₁₄₈ bis Q₁₅₁ sowie Q₁₅₄ und Q₁₆₇; einem
zweiten Kompensator, bestehend aus den MISFETs Q₁₅₂, Q₁₅₃
und Q₁₆₈; ersten und zweiten Gegentaktverstärkern, bestehend
aus den MISFETs Q₁₅₅ und Q₁₅₆ bzw. Q₁₅₇ und Q₁₅₈; dritten
und vierten Gegentaktverstärkern, bestehend aus den MISFETs
Q₁₅₉ und Q₁₆₀ bzw. Q₁₆₁ und Q₁₆₂; einer Gegentaktendstufe,
bestehend aus den MISFETs Q₁₆₃ und Q₁₆₄; den MISFETs Q₁₇₂
und Q₁₇₃ für den Erprobungszustand; sowie den MISFETs Q₁₆₉
bis Q₁₇₁, die als Leistungsschalter arbeiten.
Die MISFETs Q₁₆₅ bis Q₁₆₈ der ersten und zweiten
Differentialverstärker und die beiden ersten und zweiten Kompensatoren
werden von Steuersignalen eingeschaltet und ausgeschaltet,
die ihnen über den Anschluß CSX zugeführt werden.
Wenn bei einer derart aufgebauten Ausleseschaltung 7
die Steuersignale am Anschluß WE₁ auf hohem Pegel sind,
werden die in Reihe geschalteten Ausgangs-MISFETs Q₁₆₃
und Q₁₆₄ durch die MISFETs Q₁₇₃ und Q₁₇₂ nichtleitend gemacht.
Infolgedessen wird der Eingabe/Ausgabe-Anschluß
I/O in einen Floating-Zustand gebracht.
Wenn andererseits die Steuersignale am Anschluß WE₁
auf niedrigem Pegel sind, so wird einer der genannten Ausgangs-MISFETs
Q₁₆₃ oder Q₁₆₄ leitend gemacht, während der
andere nichtleitend gemacht wird, und zwar in Abhängigkeit
von den Differenzsignalen zwischen den gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ und CD₁. Mit anderen Worten, die Gegentaktendstufe
erzeugt die Signale mit hohem oder niedrigem Pegel
in Abhängigkeit von den Differenzsignalen zwischen den
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁.
Wenn bei der hier betrachteten Ausführungsform die
Last-MISFETs Q₅ bis Q₈, die an die entsprechenden Ziffernleitungen
D₀₁, D₁₁, D₀₂ und D₁₂ angeschlossen sind, in
geeigneter Weise voreingestellt sind, so kann der Mittelpegel
der Differenzsignale zwischen den paarweise angeordneten,
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁, der
durch die gewählte Speicherzelle bestimmt ist, mit dem
Mittelpegel der Differenzsignale zwischen den gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ zusammenfallen, der im wesentlichen
durch die Schreibschaltung 6 bestimmt ist.
Die Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ und CD₁, die durch die Datensignale der ausgewählten
Speicherzelle bestimmt sind, können Pegel in der beschriebenen
Weise annehmen, z. B. einen hohen Pegel von 2,8 Volt
und einen niedrigen Pegel von 2,5 Volt, da die
Kapazitäten der MISFETs Q₁ und Q₂ der Speicherzelle
begrenzt sind.
Infolgedessen kann die Ausleseschaltung 7 eine ausreichende
Empfindlichkeit gegenüber Signalen kleiner Pegeldifferenz
zwischen den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und
CD₁ haben.
Wie in Fig. 1 dargestellt, besteht die erste
Schaltung, die die Datenleitungs-Potentialeinstellschaltung
bildet, aus einer Schalteinrichtung 9′, bestehend aus einem
MISFET Q₁₀₂, der zwischen den gemeinsamen Datenleitungen CD₀
und CD₁ geschaltet ist; sowie einer Stromzuführungseinrichtung
9″, bestehend aus den MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁, die
zwischen die Spannungsversorgung VCC und die gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ bzw. CD₁ geschaltet sind.
Der MISFET Q₁₀₂ wird an seiner Gate-Elektrode mit
Schreibsteuersignalen von einem Schreibimpulsrückstellgenerator
13 über einen Anschluß ΦWR1 versorgt. In gleicher
Weise werden die MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁ an ihren Gate-Elektroden
mit Schaltsteuersignalen über einen Anschluß
ΦWR2 versorgt.
Bei der hier besprochenen Ausführungsform ist berücksichtigt,
daß die Leseoperationen mit hoher Geschwindigkeit
möglich sein sollen, auch wenn die Schreib- und Leseoperationen
während einer kontinuierlichen Chipwählperiode
wiederholt werden.
Zu diesem Zweck werden die Schaltsteuersignale
an den Anschlüssen ΦWR1 und ΦWR2 für eine vorgegebene
Periode auf einen hohen Pegel angehoben, wie sich aus dem
konkreten Ausführungsbeispiel des Schreibimpulsrückstellgenerators
13 in Fig. 4 ergibt, der nachstehend näher erläutert
ist, auch wenn der Chip im wesentlichen gewählt
ist, wenn die Schreibsteuersignale auf ihren hohen oder
niedrigen Pegel geändert werden.
Infolgedessen wird der zwischen die gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ und CD₁ geschaltete MISFET Q₁₀₂ auch während
der Chipwählperiode im wesentlichen leitend gemacht.
Im Unterschied zu der Chipnichtwählperiode kann
während der Chipwählperiode verhindert werden, daß die
Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁
auf einen gewünscht hohen Pegel angehoben werden, und
zwar durch die Kombination der Streukapazitäten zwischen
den Y-Adressenwählleitungen Y₁ und Y₂ und den gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁.
Während der Chipwählperiode ist mit anderen Worten
das Potential auf der gemeinsamen Datenleitung CD₀ und CD₁,
die als Quelle für den MISFET Q₁₀₂ arbeitet, auf einen relativ
niedrigen Pegel. Infolgedessen ist der MISFET Q₁₀₂ auch
bei einem relativ niedrigen Gate-Potential leitend.
Wenn jedoch die Signale mit hohem Pegel bei relativ
niedrigem Potential dem Anschluß ΦWR1 zugeführt werden,
so wird der MISFET Q₁₀₂ im Sättigungsbereich Z₂ der Kennlinien
betrieben, bei denen die Drain-Source-Spannung
VDS gegen den Drain-Strom IDS aufgetragen ist (vgl. Fig. 10).
Im Sättigungsbereich Z₂ befindet sich der Drain-
Strom im Sättigungszustand. Infolgedessen wird es schwierig,
einen Ausgleich zwischen dem Potential, das in der Streukapazität
C₆ der gemeinsamen Datenleitung CD₀ gehalten ist,
und dem Potential, das in der Streukapazität C₇ der gemeinsamen
Datenleitung CD₁ gehalten ist, innerhalb einer kurzen
Zeit durch den MISFET Q₁₀₂ vorzunehmen.
Bei der hier beschriebenen Ausführungsform sind daher
die dem Anschluß ΦWR1 zuzuführenden Signale auf einem so
ausreichend hohen Pegel, daß der MISFET Q₁₀₂ im Nichtsättigungsbereich
Z₁ gemäß Fig. 10 betrieben werden kann.
Im Gegensatz dazu werden die MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁
im wesentlichen im Sättigungsbereich betrieben, und zwar
aus den nachstehend angegebenen Gründen.
Genauer gesagt ist es so, daß dann, wenn die MISFETs
Q₁₀₀ und Q₁₀₁ im Nichtsättigungsbereich betrieben würden,
wie es beim MISFET Q₁₀₂ der Fall ist, die Potentiale auf
den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ auf ein sehr
hohes Potential, im wesentlichen gleich der Versorgungsspannung,
angehoben würden, und zwar aufgrund ihrer ausreichend
niedrigen Leitfähigkeit innerhalb einer relativ
kurzen Zeitspanne. Da in diesem Falle die Ausleseschaltung
7 in der beschriebenen Weise so ausgelegt ist, daß sie
ihre ausgezeichneten Betriebseigenschaften nur für Eingangssignale
innerhalb eines vorgegebenen Bereichs besitzt,
muß eine relativ lange Zeitspanne verstreichen, bevor die
Potentiale der gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ auf
einen Pegel reduziert werden, der in einen vorgegebenen
Bereich von der gewählten Speicherzelle fällt.
Aus der vorstehenden Begründung ergibt sich, daß
die MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁ im Sättigungsbereich betrieben
werden, um zu verhindern, daß die Potentiale der gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ auf einen ungewünschten Pegel ansteigen.
Der Schreibimpulsrückstellgenerator 13 ist so ausgelegt,
daß er einen Aufbau gemäß Fig. 4 aufweist.
In Fig. 4 besteht eine erste Inverterschaltung aus
MISFETs Q₁₈₀ und Q₁₈₁. In Abhängigkeit von den Steuersignalen,
die auf der Basis der Chipwählsignale erzeugt und über einen
Anschluß zugeführt werden, erzeugt die erste Inverterschaltung
ihre invertierten Signale am Anschluß P5.
Andererseits besteht eine zweite Inverterschaltung
aus den MISFETs Q₁₈₅ und Q₁₈₆. In Abhängigkeit von den
Steuersignalen, die auf der Basis der Schreibsteuersignale
erzeugt und durch einen Anschluß WED zugeführt werden, erzeugt
der zweite Inverter seine invertierten Signale am Anschluß P₁.
Eine dritte Inverterschaltung besteht aus den MISFETs
Q₁₈₇ und Q₁₈₈. Die Operationen dieser dritten Inverterschaltung
sind durch den MISFET Q₁₉₂ begrenzt, der zwischen
den MISFET Q₁₈₇ und die Versorgungsspannung VCC geschaltet
ist.
Außerdem ist ein erstes NOR-Gatter vorgesehen, das zwei
Eingangsklemmen besitzt und aus den MISFETs Q₁₈₉ bis Q₁₉₁
besteht. In gleicher Weise wie die dritte Inverterschaltung
ist das erste NOR-Gatter ebenfalls so ausgelegt, daß seine
Operationen von dem MISFET Q₁₉₃ gesteuert sind, der zwischen
den MISFET Q₁₈₉ und die Versorgungsspannung VCC geschaltet
ist.
Ferner ist ein zweites NOR-Gatter mit zwei Eingangsklemmen
vorgesehen, das aus den MISFETs Q₁₈₂ bis Q₁₈₄ besteht.
Eine vierte Inverterschaltung besteht aus den MISFETs
Q₁₉₄ und Q₁₉₅, und eine fünfte Inverterschaltung besteht aus
den MISFETs Q₂₀₀ und Q₂₀₁.
Ein drittes NOR-Gatter mit zwei Eingangsklemmen besteht
aus den beiden MISFETs Q₁₉₆ und Q₁₉₉.
Eine Schaltung mit mitlaufender Ladespannung oder eine
Bootstrap-Schaltung besteht aus den beiden MISFETs Q₂₀₂ und
Q₂₀₃ sowie einem Kondensator C₈.
Das dritte NOR-Gatter ist, wie aus der Zeichnung
erkennbar, so ausgelegt, daß sein Eingangsanschluß mit dem
des zweiten NOR-Gatters zusammengeschaltet ist, so daß es
gleiche Operationen ausführt wie das zweite NOR-Gatter.
Während jedoch das Potential mit hohem Pegel am Ausgang
P₄ des zweiten NOR-Gatters auf einen Pegel angehoben werden
kann, der im wesentlichen höchstens gleich der Versorgungsspannung
ist, kann das Potential mit hohem Pegel am Ausgang
P₇ des dritten NOR-Gatters durch die Wirkung der Bootstrap-
Schaltung auf einen höheren als die Versorgungsspannung angehoben
werden. Das dritte NOR-Gatter verwendet daher als
Last den MISFET Q₁₉₆ der Anreicherungsbetriebsart, der vom
Potential mit hohem Pegel am Ausgang P₇ nichtleitend gemacht
wird. Der MISFET Q₁₉₆ wird durch die Signale getrieben, die
am Ausgang P₆ der vierten Inverterschaltung erhältlich sind.
Wenn die Signale am Anschluß sich gemäß dem Chipnichtwählzustand
auf hohem Pegel befinden, so wird dementsprechend
der MISFET Q₁₉₁ des ersten NOR-Gatters leitend gemacht,
so daß er an seinem Ausgang P₃ Signale mit niedrigem
Pegel erzeugt.
Da zu diesem Zeitpunkt der Chipnichtwählzustand vorliegt,
wie es oben beschrieben worden ist, sind die am Anschluß WED
erhältlichen Signale auf ihrem niedrigen Pegel.
Infolgedessen erhält das zweite NOR-Gatter die Signale
mit niedrigem Pegel an seinen beiden Eingangsklemmen durch
die Anschlüsse P₃ und WED, so daß es Signale mit hohem Pegel
an seinem Ausgang P₄ erzeugt, d. h. ΦWR2.
Gleichzeitig erzeugt das dritte NOR-Gatter auch seine
Signale mit hohem Pegel an seinem Ausgang P₇, d. h., ΦWR1.
Zu diesem Zeitpunkt erzeugt darüber hinaus die fünfte Inverterschaltung
seine Signale mit niedrigem Pegel an seinem Ausgang
P₈ in Abhängigkeit von den Signalen mit hohem Pegel am Ausgang
P₇. Die Bootstrapschaltung spricht auf die Signale mit niedrigem
Pegel am Ausgang P₈ an und erzeugt ihre Signale mit
hohem Pegel am Ausgang P₉. Da der Kondensator C₈ vorher aufgeladen
worden ist, werden, wie sich aus der nachstehenden
Beschreibung ergibt, die Signale mit hohem Pegel am Ausgang
P₇ durch die Signale mit hohem Pegel am Ausgang P₉ und
die im Kondensator C₈ gespeicherte Energie verstärkt.
Wenn die Singale am Anschluß sich auf niedrigem
Pegel befinden, so spricht die erste Inverterschaltung
darauf an, und erzeugt ihre Signale mit hohem Pegel am
Ausgang PS.
In Abhängigkeit von den Signalen mit hohem Pegel am
Ausgang PS werden die MISFETs Q₁₉₂ und Q₁₉₃ leitend gemacht,
so daß die dritte Inverterschaltung und das erste NOR-Gatter
in ihre Betriebszustände gebracht werden.
Da die Signale am Anschluß , wie oben beschrieben,
auf niedrigem Pegel sind, ist der MISFET Q₁₉₁ im ersten
NOR-Gatter, der das Signal auf einer Eingangsseite erhält,
im nichtleitenden Zustand. Infolgedessen ist der Signalpegel
am Ausgang P₃ des ersten NOR-Gatters in Abhängigkeit von
dem Signalpegel am Ausgang P₂ der dritten Inverterschaltung
bestimmt.
Wenn zu diesem bestimmten Zeitpunkt die Signale am
Anschluß WED in Abhängigkeit von der Schreiboperation der
Datensignale in der Speicherzelle auf ihrem niedrigen Pegel
sind, so nehmen die Signale am Anschluß P₁ der zweiten Inverterschaltung
ihren hohen Pegel an, während die Signale
am Ausgang P₂ der dritten Inverterschaltung ihren niedrigen
Pegel annehmen. In Abhängigkeit vom niedrigen Pegel der
Signale am Ausgang P₂ nehmen die Signale am Ausgang P₃ des
ersten NOR-Gatters ihren hohen Pegel an.
Die zweiten und dritten NOR-Gatter erhalten die Signale
mit hohem Pegel durch den Ausgang P₃, so daß sie ihre Signale
mit niedrigem Pegel an ihren entsprechenden Ausgängen P₄
bzw. P₇ erzeugen, d. h., ΦWR2 und ΦWR1.
Wenn die Signale am Anschluß WED ihren hohen Pegel in
Abhängigkeit von der Schreiboperation der Datensignale in
der Speicherzelle annehmen, so werden bei den zweiten und
dritten NOR-Gattern in Abhängigkeit davon ihre entsprechenden
MISFETs Q₁₈₄ und Q₁₉₉ leitend gemacht, so daß die Signale
ΦWR2 und ΦWR1 an den entsprechenden Anschlüssen auf niedrigem
Pegel abgesenkt werden. Wenn darüber hinaus die Signale am
Anschluß WED in der oben beschriebenen Weise auf den hohen
Pegel angehoben werden, so fällt das Signal am Ausgang P₃
des ersten NOR-Gatters auf den niedrigen Pegel nach einer
derartigen Verzögerungszeit ab, wie sie durch die ersten
und zweiten Inverterschaltungen und das erste NOR-Gatter
bestimmt ist.
Wenn die Signale am Anschluß WED wieder von ihrem hohen
auf ihren niedrigen Pegel zurückgebracht werden, und zwar
in Abhängigkeit von der Beendigung der Schreiboperation der
Datensignale in die Speicherzelle, so werden die MISFETs
Q₁₈₄ und Q₁₉₉ der zweiten und dritten NOR-Gatter nichtleitend
gemacht.
Zu diesem Zeitpunkt werden in Abhängigkeit von den
Signalen mit niedrigem Pegel am Ausgang P₃ des ersten NOR-
Gatters die übrigen MISFETs Q₁₈₃ und Q₁₉₇ der zweiten und
dritten NOR-Gatter ebenfalls nichtleitend gemacht.
Infolgedessen erzeugen die zweiten und dritten NOR-
Gatter ihre Signale mit hohem Pegel an ihren entsprechenden
Anschlüssen ΦWR2 und ΦWR1.
Wenn die Signale am Anschluß WED auf den niedrigen Pegel
abfallen, wie es oben erläutert worden ist, so werden die
Signale am Ausgang P₃ des ersten NOR-Gatters auf ihren hohen
Pegel nach einer solchen Verzögerungszeit angehoben, wie sie
durch die ersten und zweiten Inverterschaltungen und das NOR-
Gatter bestimmt ist.
Infolgedessen erzeugen die zweiten und dritten NOR-
Gatter ihre Signale mit hohem Pegel an ihren entsprechenden
Anschlüssen ΦWR2 und ΦWR1 für die oben angegebene Verzögerungszeit.
Wenn die Signale am Anschluß ΦWR1 vom niedrigen auf den
hohen Pegel geändert werden, so werden, wie oben angegeben,
die Signale am Ausgang P₈ der fünften Inverterschaltung dementsprechend
von ihrem hohen auf den niedrigen Pegel geändert.
Da in diesem Falle in der fünften Inverterschaltung
eine Verzögerung der Signale erfolgt, werden die MISFETs in
der Bootstrap-Schaltung für die Verzögerungszeit der ersten
Inverterschaltung leitend gemacht, wenn die Signale am Anschluß
ΦWR1 auf ihren hohen Pegel angehoben werden.
Infolgedessen wird der Kondensator C₈ durch die Signale mit
hohem Pegel am Anschluß ΦWR1 vorher aufgeladen. Nach der
Verzögerungszeit der fünften Inverterschaltung wird der
MISFET Q₂₀₃ nichtleitend gemacht. Infolgedessen werden die
Signale am Anschluß P₉ der Bootstrap-Schaltung auf ihren
hohen Pegel angehoben, so daß die Signale am Anschluß ΦWR1
durch die Wirkung des Kondensators C₈ auf einen höheren
Pegel angehoben werden.
Bei der hier erörterten Ausführungsform wird die
erste Schaltung 9a der Datenleitungs-Potentialeinstellschaltung
so betrieben, daß sie im wesentlichen die Potentiale
der paarweise angeordneten, gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und
CD₁ bei hoher Geschwindigkeit ausgleicht. Mit der dargestellten
Anordnung ist es jedoch schwierig, daß die erste Schaltung 9a
so arbeitet, daß die Potentiale auf den paarweise angeordneten,
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ einen gewünschten Pegel
exakt annehmen.
Um diese Schwierigkeit auszuräumen, wird bei der hier
erörterten Ausführungsform eine zweite Schaltung 12 verwendet,
die bei einer relativ niedrigen Geschwindigkeit arbeitet,
aber ein genau eingestelltes Potential haben kann und in
Kombination mit der ersten Schaltung 9a arbeitet. Aufgrund
einer derartigen Konstruktion können die Potentiale auf den
paarweise angeordneten, gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und
CD₁ durch die Wirkung der ersten Schaltung 9a mit hoher Geschwindigkeit
in die Nähe des gewünschten Pegels gebracht
und dann durch die Wirkung der zweiten Schaltung 12 auf den
gewünschten Pegel selbst gebracht werden.
Wie sich aus Fig. 1 entnehmen läßt, besteht die zweite
Schaltung 12 aus: MISFETs Q₁₀₆ und Q₁₀₇, die in Reihe zwischen
die Versorgungsspannung VCC und die gemeinsame Datenleitung
CD₀ geschaltet sind; MISFETs Q₁₀₉ und Q₁₁₀, die in Reihe
zwischen die Versorgungsspannung VCC und die andere gemeinsame
Datenleitung CD₁ geschaltet sind; MISFETs Q₁₀₈ und Q₁₁₁,
die zwischen die gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ und
den Referenzpotentialanschluß geschaltet sind; und MISFETs
Q₁₀₃ und Q₁₀₅, die in Reihe zwischen die Versorgungsspannung
VCC und den Referenzpotentialanschluß geschaltet sind.
Die MISFETs Q₁₀₃ und Q₁₁₁ werden an ihren Gate-
Elektroden über den Anschluß mit Steuersignalen, die
in der oben beschriebenen Weise auf der Basis der Schreibsteuersignale
auf den niedrigen Pegel abfallen, während der
MISFET Q₁₀₄ an seiner Gate-Elektrode über den Anschluß CSA2
mit Steuersignalen versorgt wird, die in der beschriebenen
Weise auf der Basis der Chipwählsignale auf den hohen Pegel
angehoben werden.
Der MISFET Q₁₀₅ wird an seiner Gate-Elektrode mit der
Versorgungsspannung versorgt. Andererseits werden die
MISFETs Q₁₀₈ und Q₁₁₁ an ihren Gate-Elektroden von dem
Verbindungspunkt zwischen den MISFETs Q₁₀₄ und Q₁₀₅ mit den
Steuersignalen versorgt, die in Abhängigkeit von den Steuersignalen
an den Anschlüssen und CSA2 geliefert werden.
Wenn in der zweiten Schaltung 12 die Signale am Anschluß
auf den hohen Pegel angehoben werden, so werden
die MISFETs Q₁₀₃, Q₁₀₇ und Q₁₁₀ in Abhängigkeit davon leitend
gemacht. In Abhängigkeit vom Leitzustand des MISFETs Q₁₀₃
wird außerdem zwischen der Drain-Elektrode und Source-
Elektrode des MISFET Q₁₀₅ eine Vorspannung erzeugt, die
in der Weise arbeitet, daß sie die MISFETs Q₁₀₈ und Q₁₁₁
leitend macht.
Infolgedessen beginnen die MISFETs Q₁₀₆ bis Q₁₀₈, die
in Reihe zwischen die Versorgungsspannung VCC und den
Referenzpotentialanschluß geschaltet sind, ihre Operationen.
Das Potential auf der gemeinsamen Datenleitung CD₀ wird so
variiert, daß es mit der geteilten Spannung zusammenfällt,
die durch die MISFETs Q₁₀₆ bis Q₁₀₈ aufgebaut wird. In
gleicher Weise wird das Potential auf der gemeinsamen
Datenleitung CD₁ so variiert, daß es mit der geteilten
Spannung zusammenfällt, die durch die in Reihe geschalteten
MISFETs Q₁₀₉ bis Q₁₁₁ aufgebaut wird.
Die entsprechenden geteilten Spannungen werden auf
solche Werte eingestellt, daß sie mit dem Mittelwert innerhalb
des Ziffernleitungspotentialbereichs zusammenfallen,
der durch die Speicherzelle bestimmt ist, wenn die Datensignale
ausgelesen werden. Bei der hier betrachteten
Ausführungsform arbeitet die zweite Schaltung 12 außerdem
so, daß sie als Last wirkt, die zwischen die gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ geschaltet ist, wenn die Datensignale
aus der ausgewählten Speicherzelle ausgelesen
werden.
Die MISFETs Q₁₀₆ bis Q₁₁₁ der zweiten Schaltung 12
besitzen eine relativ kleine Größe, ähnlich wie die Last-
MISFETs Q₅ bis Q₈, die an die Ziffernleitungen angeschlossen
sind, und zwar im Hinblick darauf, eine Pegeldifferenz
zwischen den Signalen zu verhindern, die von der Speicherzelle
den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ zugeführt
werden.
Infolgedessen können die Potentialveränderungen auf den
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁, die durch die zweite
Schaltung bestimmt sind, relativ niedrig sein, wie es oben
erläutert worden ist.
Fig. 5 zeigt das Zeitablaufdiagramm der Speicheranordnung
gemäß der oben beschriebenen Ausführungsform.
Zum Zeitpunkt t₁ sind die Chipwählsignale am Anschluß
, wie in Fig. 5B dargestellt, von ihrem hohen Pegel H
auf ihren niedrigen Pegel L abgefallen, um den Chipwählzustand
zu ermöglichen.
Zum gleichen Zeitpunkt werden neue Adressensignale
z. B. die Adressensignale zur Angabe der Speicherzelle,
dem Adresseneingang Ai des X-Adressencodierers 4 und dem
Y-Adressencodierer 2 zugeführt, wie es in Fig. 5A dargestellt
ist.
Infolgedessen wird das Potential der Wortleitung W₁
sowie der Y-Adressenwählleitung Y₁ auf den hohen Pegel angehoben.
Wenn die Wortleitung W₁ den hohen Pegel annimmt, so
wird die Flipflopschaltung (Q₁, Q₂, R₁ und R₂) der Speicherzelle
5a über die datenübertragenden MISFETs Q₃ und Q₄ mit
den Ziffernleitungen D₀₁ und D₁₁ verbunden. Wenn andererseits
die Y-Adressenwählleitung Y₁ den hohen Pegel annimmt, so werden
die Ziffernleitungen D₀₁ und D₁₁ über die MISFETs Q₉
und Q₁₀ mit den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ bzw.
CD₁ verbunden.
Wenn die Schreibsteuersignale am Anschluß auf
den niedrigen Pegel abfallen, wie es in Fig. 5F dargestellt
ist, so nehmen die Signale am Anschluß WE′ den hohen
Pegel an, wie es in Fig. 5G dargestellt ist.
Zum Zeitpunkt t₂ werden die Signale am Anschluß WED
auf den hohen Pegel angehoben, wie es in Fig. 5H dargestellt
ist.
Infolgedessen werden die Datensignale für die Schreiboperation
von der Schreibschaltung 6 gemäß Fig. 2 durch
die Daten umwandelnden MISFETs Q₁₃₅ und Q₁₃₆ den gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ zugeführt. Wenn die dem Eingabe/
Ausgabe-Anschluß I/O zugeführten Datensignale beispielsweise
auf hohem Pegel sind, so wird das Potential der gemeinsamen
Datenleitung CD₁ auf einen hohen Pegel von V1H angehoben,
während das Potential der anderen gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ auf einen Pegel von V1L abfällt, wie es in Fig. 5K
dargestellt ist. Wie oben erläutert, ist der hohe Pegel der
gemeinsamen Datenleitungen, der durch die Schreibschaltung
6 eingestellt wird, ein relativ hohes Potential, beispielsweise
mit 3,8 Volt, während ihr niedriger Pegel ein relativ
niedriges Potential ist, beispielsweise 0,3 Volt.
Aufgrund der Tatsache, daß die Signale auf den gemeinsamen
Datenleitungen der Speicherzelle 5a durch die MISFETs
Q₉ und Q₁₀ und die Ziffernleitungen zugeführt werden, werden
die MISFETs Q₁ und Q₂ der Speicherzelle 5a leitend bzw. nichtleitend
gemacht.
Obwohl nicht darauf beschränkt, ist der hohe Pegel der
Datensignale so ausgelegt, daß er einem der Binärsignale
entspricht. Dementsprechend sind der leitende Zustand des
MISFET Q₁ der Speicherzelle und der nichtleitende Zustand
des MISFET Q₂ der Speicherzelle so ausgelegt, daß sie einem
Pegel von Binärsignalen entsprechen.
Wenn die Steuersignale am Anschluß WE′ zum Zeitpunkt t₃
auf den niedrigen Pegel zurückkehren, wie es in Fig. 5G dargestellt
ist, so werden die gemeinsamen Datenleitungen CD₀
und CD₁ elektrisch von der Schreibschaltung 6 getrennt.
In diesem Augenblick halten jedoch die gemeinsamen Datenleitungen
CD₁ und CD₀ die Potentiale V1H und V1L mit hohem
und niedrigem Pegel, die während der Schreiboperation zugeführt
werden, und zwar durch die Wirkung der Streukapazitäten
C₆ und C₇.
Bei der hier betrachteten Ausführungsform fallen die
Steuersignale am Anschluß WED gleichzeitig mit den Signalen
am Anschluß WE′, wie es in Fig. 5H dargestellt ist.
Infolgedessen werden an den Anschlüssen ΦWR1 und ΦWR2
von dem Schreibimpulsrückstellgenerator 13 gemäß Fig. 4
Steuersignale erzeugt, die gleichzeitig mit dem Abfallen
der Signale am Anschluß WE′ angehoben werden, wie es in den
Fig. 5L und 5M dargestellt ist.
Obwohl nicht spezielle darauf beschränkt, wird gemäß der
Ausführungsform nach Fig. 4 das Potential der Signale am
Anschluß ΦWR2 auf einen Pegel verstärkt, der im wesentlichen
gleich dem der Versorgungsspannung von 4,5 Volt ist.
Andererseits wird das Potential der Signale am Anschluß
ΦWR1 auf einen Pegel angehoben, der den Wert 2(VCC-Vth)
besitzt, z. B. ungefähr 8,3 Volt. In obigem Falle steht VCC
für die Versorgungsspannung, während Vth für die Schwellwertspannung
der MISFETs steht.
Der MISFET Q₁₀₂ der ersten Schaltung 9a wird durch
die Steuersignale am Anschluß ΦWR1 in seinen leitenden Zustand
gebracht.
Infolgedessen werden die Ladungen der Streukapazität
C₇ über den MISFET Q₁₀₂ der Streukapazität C₆ zugeführt, so
daß das Potential auf der gemeinsamen Datenleitung CD₁ abgesenkt
wird, während das Potential auf der anderen gemeinsamen
Datenleitung CD₀ angehoben wird, wie es in Fig. 5K dargestellt
ist.
Die Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen CD₀
und CD₁, die durch die Wirkung des MISFET Q₁₀₂ in ihren ausgeglichenen
Zustand gebracht werden, sind so ausgelegt,
daß sie mit dem mittleren Pegel zwischen den Signalen mit
hohem und niedrigem Pegel zusammenfallen, welche von der
Schreibschaltung 6 erzeugt werden.
Aufgrund der vorstehend geschilderten Umstände sind
die Speicherzellen in ihrer Größe verringert, so daß ihre
Kapazität auf einen niedrigen Pegel begrenzt ist.
Infolgedessen ist der Spannungsabfall, der in der Lasteinrichtung
der Ziffernleitungen durch die Speicherzellen hervorgerufen
wird, entsprechend begrenzt.
Die Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen CD₀
und CD₁, die durch die Speicherzellen gegeben sind, werden
dementsprechend auf einen relativ hohen Pegel erhöht.
Das ausgeglichene Potential auf den gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ und CD₁, das nur durch den MISFET Q₁₀₂ bestimmt
ist, wird niedriger als das Potential auf diesen,
das durch die Speicherzellen vorgegeben wird.
Infolgedessen sorgen bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform
die am Anschluß ΦWR2 erhältlichen Steuersignale
dafür, daß die MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₂ leitend werden und die
Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁
angehoben werden.
Zum Zeitpunkt t₄ wird die Potentialdifferenz zwischen
den Potentialen V2L′ und V2H′ auf den gemeinsamen Datenleitungen
CD₀ und CD₁ auf einen so niedrigen Pegel reduziert,
der ungefährt 0,3 Volt ausmacht.
Nach dem Zeitpunkt t₄ werden die Potentiale auf den
gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und CD₁ durch die MISFETs
Q₁₀₀ und Q₁₀₁ angehoben.
Zum Zeitpunkt t₅ werden die Signale an den Anschlüssen
ΦWR1 und ΦWR2 auf den niedrigen Pegel zurückgeführt und die
MISFETs Q₁₀₀ bis Q₁₀₂ der ersten Schaltung 9a nichtleitend
gemacht. Zu diesem Zeitpunkt nehmen die Potentiale auf den
gemeinsamen Datenleitungen CD₁ und CD₀ die Pegel von V2H′′
und V2L′′ an, wie es in Fig. 5K dargestellt ist.
Vor dem Zeitpunkt t₅ wird die zweite Schaltung 12
vorher in ihren Betriebszustand gebracht, so daß sie in der
Weise arbeitet, daß sie die Potentiale auf den gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ nach dem Zeitpunkt t₅ auf das
richtige Potential bringt.
Zum Zeitpunkt t₇ werden die Adressensignale so geändert,
daß sie die andere auszulesende Speicherzelle angeben.
Infolgedessen werden die Potentiale auf den gemeinsamen
Datenleitungen CD₀ und CD₁ von der Speicherzelle bestimmt,
die neu gewählt worden ist.
Die Datensignale der neugewählten Speicherzelle werden
zum Zeitpunkt t₇ durch die Ausleseschaltung 7 ausgelesen.
Die Fig. 6A bis 6F, 7 und 8 zeigen schematische
Schaltungsanordnungen von weiteren Ausführungsformen gemäß
der Erfindung.
Hier werden die Anschlüsse ΦWR1 und ΦWR2 aus den
oben erläuterten Figuren mit Schaltsignalen, um die MISFETs
bei ihrem ungesättigten Zustand zu betreiben, und Schaltsignalen,
um die MISFETs bei gesättigtem Zustand zu betreiben,
von einer Schaltung versorgt, beispielsweise der
in Fig. 4 dargestellten Schaltung.
Fig. 6A zeigt eine Schaltung der Bauart, bei der die
zweite Schaltung in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 entbehrlich
ist.
Fig. 6B zeigt eine Schaltung, um zu verhindern, daß
die Potentiale auf den gemeinsamen Datenleitungen CD₀ und
CD₁ auf einen höheren Pegel ansteigen als eine vorgegebene
Spannung und zwar durch Anlegen einer Vorspannung, die auf
einen niedrigeren Pegel als die Versorgungsspannung begrenzt
ist, an den Anschluß VCC′. Die Vorspannung wird auf einen
Pegel eingestellt, der beispielsweise gleich der gesetzten
Spannung der gemeinsamen Datenleitungen ist. Die Vorspannung
kann, obwohl nicht darauf beschränkt, durch eine Schaltung
gemäß Fig. 9 erzeugt werden.
Fig. 6C zeigt eine Schaltung zur Steuerung der MISFETs
Q₁₀₀ bis Q₁₀₂ in Abhängigkeit von den dem Anschluß ΦWR1 zuzuführenden
Schaltsignalen mit hohem Pegel. Durch die Verwendung
dieser Schaltung werden die MISFETs Q₁₀₀ bis Q₁₀₂
bei ihrem ungesättigten Zustand betrieben, so daß die Potentiale
auf den gemeinsamen Datenleitungen rasch angehoben werden
können.
Fig. 6D gibt eine Schaltung an, um Schaltsignale mit
hohem Pegel vom Anschluß ΦWR1 den MISFETs Q₁₀₀ bis Q₁₀₂ zuzuführen
und um die Vorspannung, die in der Fig. 6B dargestellten
Weise begrenzt ist, dem Anschluß VCC′ zuzuführen.
Fig. 6E zeigt eine Schaltung der Bauart, bei der die
MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁ mit ihren Gate- und Drain-Elektroden
verbunden und die verbundenen Punkte an die Anschlüsse ΦWR1
oder ΦWR2 angeschlossen sind.
Fig. 6F zeigt eine Schaltung der Bauart, bei der die
MISFETs Q₁₀₀ und Q₁₀₁ mit ihren Gate-Elektroden an die Versorgungsspannung
VCC angeschlossen sind. Bei der Schaltung
gemäß Fig. 6F sind die MISFETs ständig leitend. Die MISFETs
Q₁₀₀ und Q₁₀₁ sind daher so ausgelegt, daß ihre Stromversorgungskapazitäten
so reduziert sind, daß sie den Operationen
der anderen Schaltungen, wie z. B. der Schreibschaltung, keine
Beschränkung auferlegen.
Fig. 7 zeigt eine Schaltung der Bauart, bei der die
mit der zweiten Schaltung 12 zu kombinierende erste Schaltung
9a so ausgelegt ist, daß sie einen Aufbau der in Fig. 6C
dargestellten Art besitzt.
Fig. 8 zeigt eine Schaltung der Bauart, bei der die
mit der zweiten Schaltung 12 zu kombinierende erste Schaltung
9a so ausgelegt ist, daß sie aus dem MISFET Q₁₀₂ besteht.
Selbstverständlich sind Ausführungsbeispiele der Erfindung nicht auf die
oben beschriebenen beschränkt. Beispielsweise
kann die zweite Schaltung 12 gemäß der Ausführungsform
nach Fig. 1 mit den entsprechenden Schaltungen
kombiniert werden, die in den Fig. 6A bis 6F dargestellt
sind.
Ferner können die MISFETs Q₁₀₀ bis Q₁₀₂ vom Anreicherungs-
oder vom Verarmungstyp sein.
Außerdem können die MISFETs durch bipolare Transistoren,
Dioden oder Widerstände ersetzt werden. Darüber hinaus
können die MISFETs auch durch eine Vielzahl von Bauelementen
ersetzt werden, die zwischen die Vorspannungsquelle
und die Datenleitungen geschaltet sind. Auch die zweite
Schaltung 12 ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform
beschränkt, sondern kann durch eine Vielzahl anderer
Schaltungen mit gleicher Funktion ersetzt werden.